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	<title>Horsemanship Archive - Pferde verstehen</title>
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	<description>Der Horsemanship-Blog</description>
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	<title>Horsemanship Archive - Pferde verstehen</title>
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		<title>(Sicher) Ausreiten für Hasenfüße &#8211; ohne Gebiss</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Sep 2025 16:01:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Kurs-)Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Ausreiten]]></category>
		<category><![CDATA[gebisslos reiten]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdetraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sicher ausreiten? Das muss kein Traum bleiben - ihr braucht nur einen Plan und ein bisschen Ermutigung.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://verstehepferde.de/sicher-ausreiten-ohne-gebiss/">(Sicher) Ausreiten für Hasenfüße &#8211; ohne Gebiss</a> erschien zuerst auf <a href="https://verstehepferde.de">Pferde verstehen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vor ein paar Jahren waren es noch 100 Meter, heute sind es über 10 Kilometer: So lässt sich unsere <strong>Ausreitkarriere</strong> in wenigen Worten zusammenfassen.</p>



<p>Unser Märchenwald (unbewirtschaftet, traumhaft schön mit endlosen Sandwegen, verschlungenen Pfaden, sanften Steigungen) liegt in wenigen Kilometern Entfernung zum Stall. Und lange Zeit hielt ich es für ein Märchen, dass wir dort jemals ausreiten gehen würden.</p>



<p><strong>Das Ausreiten langer Strecken</strong> war (und ist) für mich und auch für die PN ein echter Komfortzonen-Stretch.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-01-2-768x1024.jpeg" alt="Sicher ausreiten ohne Gebiss: Reiterin reitet auf ihrem Pferd den Weg entlang Richtung Wald." class="wp-image-5863" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-01-2-768x1024.jpeg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-01-2-225x300.jpeg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-01-2-113x150.jpeg 113w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-01-2.jpeg 1000w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Der Wald, der Wald! Lange ein entfernter Ausreit(t)raum, jetzt ist er Realität geworden. Foto: Yvonne</em></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ausreiten gehen? Ach, äh, heut&#8216; ist eher schlecht</h2>



<p>Ich hatte sehr viele gute Argumente, warum der jeweilige Tag <strong>zum Ausreiten einfach nicht geeignet </strong>war:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#x1f341; Auf dem Feld ist viel los: Radfahrer, Fußgänger, Traktoren, Reiter!</li>



<li>&#x1f341; Mein Pferd ist äh &#8222;reizoffen&#8220;!</li>



<li>&#x1f341; Ich bin überzeugter Platzreiter!</li>



<li>&#x1f341; Es ist zu warm/zu kalt, es windet zu stark&#8230;.und der Mond steht heut nicht im siebten Quadranten zum Saturn, das deutet auf Turbulenzen hin!</li>
</ul>



<p>Irgendwann wurde für mich der Schmerz, nicht ausreiten zu gehen, aber größer als die Befürchtungen, was alles passieren könnte. Das war dann der Zeitpunkt, als ich unser Ausreitprojekt in Angriff nahm: also <strong>&#8222;Mission sicheres Geländepferd + souveräner Geländereiter&#8220;.</strong></p>



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<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-medium"><a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><img decoding="async" width="300" height="300" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg" alt="Buchcover Taschenbuch zum gebisslosen Reiten: &quot;Natürlich gebisslos - Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&quot;" class="wp-image-5737" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-1024x1024.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-150x150.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-768x767.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-600x600.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl.jpg 1043w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure>
</div>


<p>Die reiterliche Vorbereitung fürs sichere Ausreiten findest du in meinem Buch: <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><strong>Natürlich gebisslos: Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen*</strong></a></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Sicher ausreiten gehen &#8211; und zwar so</h2>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="1000" height="667" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734.jpg" alt="Vorbereitung, um sicher gebisslos ausreiten zu gehen: Mensch und Pferd gehen gemeinsam auf einer Wiese spazieren." class="wp-image-5864" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734-150x100.jpg 150w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Spazieren gehen &#8211; und zwar entspannt &#8211; ist eine gute Vorbereitung aufs Ausreiten. Mensch und Pferd erkunden gemeinsam das Gelände. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomcyzk Photography</a></em></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">1. Gute Vorbereitung</h3>



<p><strong>Ausreiten gehen mit einem jungen oder unsicheren Pferd</strong> braucht Vorbereitung. Einfach losreiten und hoffen, dass man überleben wird, ist eine Strategie, aber keine besonders intelligente. Wir haben unsere <strong>Ausritte gezielt mit Spaziergängen vorbereitet </strong>und so Stück für Stück die Wege und das Gelände kennengelernt. Ich habe die PN dabei bewusst an einem langen Seil (das Lasso), so dass er vorgehen kann und führt. Das stärkt das Selbstvertrauen, da er mir dann nicht einfach hinterherdackeln kann, sondern vorausgeht und bei einer Gefahr potenziell zu erst gefressen wird. Spaziergänge haben den Charme, dass, wenn ihn mal der Mut verlässt, ich jederzeit die Führung übernehmen und er sich hinter mir verstecken kann. Die PN liebt Spaziergänge, unterwegs gibt&#8217;s Gras-Buffet to go &#8211; so ist draußen sein und weg vom Stall gleichzeitig noch positiv besetzt. Die Voraussetzung dafür ist, dass das Pferd real halfterführig ist, seinen Menschen nicht beliebig durch die Gegend zieht und sich nach Fresspausen vom Gras auch wieder abbringen lässt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Solide Ausbildung</h3>



<p>Am <strong>Anfang der Pferdeausbildung steht stets die Bodenarbeit</strong>. Auf der fußt dann die Ausbildung aus dem Sattel. Ich bin die PN <strong>erst ausgeritten, als ich genau lenken konnte, er auf meine Signale hin schneller wurde und ich ihn genauso gut zuverlässig anhalten</strong> konnte (genau genommen konnte er das schon eine Weile, bevor ich das Ausreitthema in Angriff nahm&#8230;). Je besser er ausgebildet ist, desto einfacher finde ich mental das Ausreiten, da die Kommunikation einfach schon weit fortgeschritten ist und das draußen sehr hilfreich ist. Reiterhilfen kommen draußen im Gelände schon mit etwas mehr Verzögerung, manchmal auch Widerstand durch. Die Ablenkung ist eben einfach groß und nicht immer sind das Gelände und der Boden so, dass das Pferd sofort reagieren kann. Dennoch weiß ich, dass die PN durch seine Ausbildung auf dem Reitplatz ansprechbar ist und bleibt. <strong>Aufsteigen können von beiden Seiten und von verschiedenen Objekten</strong> (für alle mit hohen Pferden) gehört für mich ebenfalls zur Grundausbildung des Pferdes. Ich will, wenn ich draußen absteige, um vielleicht an etwas Gruseligem vorbei zu führen oder mir einfach mal die Füße zu vertreten, auch wieder aufsteigen können, ohne dass für mein Pferd die Welt zusammenbricht. Manche Pferde verbinden das Absteigen des Reiters nämlich mit dem Ende der Session und sehen keine Notwendigkeit mehr, ihn wieder hochzulassen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Passende Ausrüstung</h3>



<p>Für mich ist es wichtig, das Pferd <strong>mit der gleichen Ausrüstung ausreiten zu gehen</strong>, mit der ich auch auf dem Platz reite: Westernsattel, Sidepull oder Bosal. Einfach, weil sich dann keine Kommunikationshindernisse aufbauen, da sich die Hilfen auf dem Platz genauso anfühlen wie draußen im Feld oder im Wald. Der Westernsattel hilft mir persönlich, weil ich einfach gut darin sitze &#8211; das gilt auch für spontane Sprünge nach links oder rechts, wenn sich die PN doch mal erschreckt.</p>



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<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.awin1.com/cread.php?s=3388709&amp;v=19330&amp;q=464832&amp;r=635314"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="https://www.awin1.com/cshow.php?s=3388712&amp;v=19330&amp;q=464832&amp;r=635314" consent-required="4566" consent-by="services" consent-id="4567"/></a></figure>



<p><a href="https://www.awin1.com/cread.php?s=3388712&amp;v=19330&amp;q=464832&amp;r=635314"></a></p>



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<h3 class="wp-block-heading">4. Aktiv reiten und entscheiden: Kommunikation aufrecht halten</h3>



<p>Die PN ist kein Pferd zum Draufhocken, Losreiten und draußen die Seele baumeln lassen. Er braucht <strong>Management</strong> &#8211; sonst trifft er eigene Entscheidungen und die sind meistens nicht die weitsichtigsten. Das bedeutet, dass ich <strong>ein aktiver Reiter sein </strong>muss, kein passiver. Die Kommunikation muss fließen &#8211; und zwar ständig. So bleibt die Aufmerksamkeit bei mir und die PN weiß, dass er nicht allein entscheidet. </p>



<p>Bedeutet also, dass ich <strong>immer wieder Anfragen</strong> stelle: Kann er links und rechts im Genick nachgeben? Kann er langsamer gehen? Kann er anhalten? Kann er rückwärts gehen? Können wir um diesen Baum herumgehen statt wie immer geradeaus? Dabei spielt es eine Rolle, ob wir zum Beispiel links oder rechts um eine Pfütze oder durch sie hindurch gehen bzw. wer das entscheidet. Wenn mir mein Pferd bei solchen einfachen Anfragen schon mit Widerstand und Zögerlichkeit begegnet, sagt das nichts Gutes darüber aus, wie seine Reaktion ausfallen wird, wenn ich wirklich mal eingreifen muss, etwa um ihn an Killerbarken vorbeizuhelfen (siehe unten) oder einen Sprung zur Seite zu begrenzen.</p>



<p>Deswegen: Es ist mehr als ratsam, <strong>sicherstellen, dass das Pferd tut, was ich als Reiter verlange, wenn der Ausritt entspannt ist</strong>. <strong>Damit die Chancen steigen, dass es tut, was ich verlange, wenn es nicht mehr entspannt ist.</strong></p>



<p>Bedeutet das, dass Ausreiten immer so kontrolletti sein wird? Nein. Auf PNs Vorgänger hätte ich mich rückwärts mit verbundenen Augen setzen können. Und auch <strong>die PN wächst immer mehr an seiner Aufgabe als Geländepferd</strong>. Oft komme ich von Ritten zurück und denke mir &#8222;das war jetzt entspannt, aber noch nicht entspannend.&#8220; Immer öfter kann ich meine Gedanken schweifen lassen und bin nicht mehr jeden Moment mit voller Konzentration dabei. Ich kann der PN phasenweise die Verantwortung übertragen, für uns beide gute Entscheidungen zu treffen. Das musste er aber erst lernen (&#8230; und ich das mentale Loslassen).</p>



<p>Ich steige beim Ausreiten nach wie vor viel auf und ab. Manchmal, weil wir an einem gruseligen Hindernis geführt entspannter vorbeikommen und manchmal als Belohnung für die PN &#8211; gern auf dem Rückweg. Dann kann er grasen und ich muss nicht aufpassen, dass er sich angewöhnt abzutauchen und mir dabei die Zügel aus der Hand zu ziehen. Damit ist das Aufsteigen im Gelände für uns Routine geworden. Ich kann die PN überall parken und aufsitzen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">5. Ausgewählte Mitreiter</h3>



<p><strong>Mitreiter beim Ausreiten entscheiden über Erfolg und Misserfolg</strong>. Hast du bereits die Hosen voll und gehst dann noch mit einem Angsthasen ausreiten, werdet ihr wahrscheinlich nicht vom Hof kommen (es sei denn eure Pferde übernehmen für euch das Kommando und regeln das). Hast du die Hosen voll und reitest mit Ms. Werspäterbremstgaloppiertlängerschnell, wirst du deine Komfortzone schneller verlassen als mit einem Ferrari, die orangefarbenen Wachstumszone durchrauschen und dann dauerhaft in der roten Gefahrenzone landen. <strong>Du wirst dich und dein Pferd überfordern und die schlechte Erfahrung bleibt haften.</strong> <strong>Du brauchst also Mitreiter, die auf dich Rücksicht nehmen</strong> (so wie du auf sie Rücksicht nimmst), die sich an Absprachen halten und die ihre Pferde im Griff haben. Klingt einfach? Ist es nicht! Das fängt schon damit an, dass der andere dich zulabert, während du gerade deine volle Konzentration für den Pferd brauchst.</p>



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<figure class="aligncenter"><a href="https://www.awin1.com/cread.php?s=3666140&amp;v=13870&amp;q=493078&amp;r=635314"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="https://www.awin1.com/cshow.php?s=3666140&amp;v=13870&amp;q=493078&amp;r=635314" consent-required="4566" consent-by="services" consent-id="4567"/></a></figure>
</div>


<p class="has-text-align-center"><a href="https://www.awin1.com/cread.php?s=3666140&amp;v=13870&amp;q=493078&amp;r=635314"></a></p>



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<p>Bei uns hat <strong>die gechillte Mitreiterin den Durchbruch für längere Strecken</strong> gebracht &#8211; mit ihr und ihrem geländeerfahrenen, von ihr selbst ausgebildeten Führpferd haben wir angefangen, den für unsere Verhältnisse echt ordentlich entfernten Wald zu erkunden. Phasenweise haben wir uns mit den Pferden im Wald getroffen, waren gemeinsam unterwegs und haben uns für den Rückweg wieder getrennt. Perfekte Übung fürs Pferd, um keine Klebentendenz zu entwickeln.</p>



<p>Und so kommt&#8217;s, dass wir heute weit weg von Zuhause, im fremden Gelände, am losen Zügel kilometerlang unserem Führpferd hinterher traben. Die PN komplett unbeeindruckt mit schönem Zug nach vorn und ich im siebten Reithimmel. <strong>Warum klappt das vermeintlich Schwierige beim ersten Anlauf</strong>? Weil alle kleinen Schritte dorthin pingeling abgearbeitet wurden und das Fundament stimmt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/b3c02956-59d0-4250-a0db-2cb3b75cc015-768x1024.jpeg" alt="Sicher ausreiten gehen ohne Gebiss: Eine Reiterin im Wald dreht sich nach ihrer Mitreiterin um" class="wp-image-5865" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/b3c02956-59d0-4250-a0db-2cb3b75cc015-768x1024.jpeg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/b3c02956-59d0-4250-a0db-2cb3b75cc015-225x300.jpeg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/b3c02956-59d0-4250-a0db-2cb3b75cc015-112x150.jpeg 112w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/b3c02956-59d0-4250-a0db-2cb3b75cc015.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Das erste Mal (gebisslos) reitend im Wald &#8211; und das in Führungsposition. Mein Blick spricht Bände. Foto: Yvonne.</em></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Missglückte Ausreitversuche: die klassischen Probleme</h2>



<p>Ein Plan lässt sich nicht linear in die Tat umsetzen und natürlich sind auch uns die gängigen Probleme beim Ausreiten begegnet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Pferd will nicht vom Stall weg</h3>



<p>&#x1f575;&#x1f3fc;&#x200d;&#x2640;&#xfe0f; <strong>Die Ursache: </strong>Das Pferd fühlt sich am Stall mit seiner Herde im gewohnten Umfeld sicherer.</p>



<p>&#x1f4a1; <strong>Lösung:</strong> <strong>Vertrauen aufbauen und Gewöhnung</strong>. Ihr braucht eine klare Kommunikation &#8211; am einfachsten etablierst du die über Bodenarbeit. Du musst <strong>in die Führungsrolle reinwachsen</strong> (ja, einer muss die übernehmen und es sollte nicht dein Pferd sein). Starte mit Spaziergängen, verlängere die Schritt für Schritt und baue Graspausen ein. Dein Pferd versteht das Prinzip &#8211; und damit funktioniert das auch geritten. War bei uns auch so.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Mein Pferd bockt im höheren Tempo</strong></h3>



<p>&#x1f575;&#x1f3fc;&#x200d;&#x2640;&#xfe0f; <strong>Die Ursache:</strong> Das Pferd ist wahrscheinlich überfordert.</p>



<p>&#x1f4a1;<strong> Lösung:</strong> Erstmal <strong>die Situation retten</strong>, das Pferd durchparieren &#8211; mit dem One-Rein-Stopp. Luftholen. Den Ausritt zu Ende bringen &#8211; führend oder reitend. Und <strong>dann Ursachenforschung</strong>, um das Bocken in Zukunft zu verhindern. Vor ein paar Wochen ist uns genau das passiert. Die PN fiel auf dem Stoppelfeld von sich aus in Galopp und fing nach ein paar Sprüngen das Bocken an. Aber eben nicht aus dem Nichts. An dem Tag hatte er insgesamt eine hohe Anspannung, eine Freundin war mit ihrem Pferd zu Fuß dabei, das Pferd war ebenfalls knallig drauf. Es windete und &#8211; Skandal! &#8211; das gewohnte Umfeld hatte sich verändert. Wo früher freier Blick war, wuchsen auf einmal Maisfelder. Und statt Kornfeldern Stoppelacker mit gefährlichen Heu- und Strohballen in zufälligen Positionen. Das alles pushte die akute Bedrohungseinschätzung der PN auf ein dunkles Orange. Als dann noch das andere Pferd mit joggendem Menschen von hinten an ihm vorbei galoppierte, ich ihm erlaubte anzugaloppieren und damit die Energie weiter zu steigern, wusste er sich nur noch mit Bocken zu helfen. Ich löste das mit dem One-Rein-Stopp. Seitdem hat er nicht mehr gebockt &#8211; nicht in Gesellschaft, nicht im Galopp mit anderem Pferd. Eben weil das Setup ein anderes, besseres, war.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Pferd springt unerwartet zur Seite</h3>



<p>&#x1f575;&#x1f3fc;&#x200d;&#x2640;&#xfe0f; <strong>Die Ursache</strong>: Das Pferd misstraut seiner Umwelt.</p>



<p>&#x1f4a1; <strong>Lösung:</strong> Je <strong>mehr Routine</strong> dein Pferd beim Ausreiten bekommt, desto weniger werden krasse Sätze zur Seite. Die PN ist mittlerweile bei gurrend auffliegenden Tauben (sehr fies!) fast ein Profi &#8211; bei den Enten im Kanal wird&#8217;s wahrscheinlich noch etwas dauern. Als Fluchttier wird ein Pferd immer die Tendenz zum Wegspringen haben, manche mehr, manche weniger. Ganz weg kriegt man sie nicht, fürchte ich. Deswegen helfen hier <strong>ein guter Sattel oder ein guter Knieschluss</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Pferd will an einem Hindernis nicht vorbei</h3>



<p>&#x1f575;&#x1f3fc;&#x200d;&#x2640;&#xfe0f; <strong>Die Ursache:</strong> Angst und Skepsis vor meist neuen Umweltreizen</p>



<p>&#x1f4a1; <strong>Lösung:</strong> <strong>Du gibst die Richtung vor, dein Pferd den Zeitplan</strong>. Letztes Jahr standen hier Barken in regelmäßigen Abständen auf den Feldwegen und die PN witterte Todesgefahr. Gemeinerweise musste man zwischen ihnen durch und konnte nicht einfach eine riesige Schleife außenherum reiten. Wir stoppten also vor den Barken mit untertassengroßen Augen und Nüstern (der PN). Ich habe verhindert, dass er seitlich auswich (seine erste Idee) und seine Nase auf den Weg und zwischen die Barken ausgerichtet gehalten. Dann blieben wir stehen. Als Pferd, das schnell ungeduldig wird, fand die PN das nicht lustig. Zweite Idee: Rückwärts gehen. Das habe ich verstärkt und unterstützt &#8211; und zwar so lang, dass die PN das irgendwie auch nicht mehr gut fand. So hatten wir praktischerweise etwas Abstand zu den Killerbarken hergestellt &#8211; und damit war die PN wieder in der Lage nach vorn zu gehen, sich ihnen zu nähern und meine treibende Hilfe kam durch. Dann parkten wir wieder davor, ich machte wieder alle Ausweichwege zu und ließ ihn einfach stehen. Es dauerte vielleicht fünf bis zehn Minuten, bis die PN sich darauf einlassen konnte, dass Vorwärts vielleicht auch eine Idee ist. Er tastete sich einen Schritt vor, dann noch einen. An dem Punkt muss ich nicht mehr nach vorwärts fragen. Wenn er die Entscheidung getroffen hat, geht er. Und so passierten wird die Barken mittig ohne weitere Vorkommnisse. Seitdem sind wir Barken-Profis.</p>



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<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.awin1.com/cread.php?s=3121715&amp;v=29263&amp;q=435410&amp;r=635314"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="https://www.awin1.com/cshow.php?s=3121715&amp;v=29263&amp;q=435410&amp;r=635314" consent-required="4566" consent-by="services" consent-id="4567"/></a></figure>



<p><a href="https://www.awin1.com/cread.php?s=3121715&amp;v=29263&amp;q=435410&amp;r=635314"></a></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Erfolgsfaktoren fürs sicheres Ausreiten</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-00-5-768x1024.jpeg" alt="Absteigen und Führen ist ein Teil des sicheren Ausreitens: Reiterin führt ihr Pferd am gebisslosen Sidepull auf einem langen Feldweg." class="wp-image-5866" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-00-5-768x1024.jpeg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-00-5-225x300.jpeg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-00-5-113x150.jpeg 113w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-00-5.jpeg 1000w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Ich führe Teile des Rückwegs zum Stall. Die PN hat den Wald tiptop gemeistert und wir entspannen uns beim Spazieren gehen. Foto: Yvonne</em></figcaption></figure>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Ich kann jederzeit absteigen</strong>: Die PN ist vom Boden sehr gut ausgebildet und ich weiß, dass ich ihn an allem vorbeiführen kann. Lammschlachter, LKW, Bus im Morgengrauen oder Autobahnunterführung. Wir kriegen das hin. Diese Sicherheit hilft mir ungemein. Denn wenn ich nicht an einer Sache vorbeireiten kann, dann führe ich eben. Problem gelöst.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Wir waren von Anfang an allein unterwegs</strong> &#8211; zwangsläufig, da sich keine Begleitung ergeben hat. Die PN kennt es also, mit mir als einzigem Herdenmitglied draußen zu sein. Das hat den Charme, dass er nicht an einem Führpferd klebt und sich nicht ausschließlich an diesem orientiert.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Unangenehme Gefühle aushalten</strong>: Je nachdem, wie du so drauf bist, wird das Ausreiten deine Komfortzone mehr oder weniger dehnen. Ich bin Team #perfektvorbereitetundalleEventualitätenimBlick. Auch der einen Seite erhöht das meine <strong>Sicherheit</strong>, da ich keine fahrlässigen Entscheidungen treffe. Auf der anderen Seite sinkt der Faktor <strong>Abenteuer </strong>auf Null &#8211; und mir entgehen <strong>spaßige Erfahrungen und Leichtigkeit</strong>, weil ich immer die volle Kontrolle behalten will. Hinzu kommt, dass ich dann potenzielle Gefahren wittere, wo gar keine sind und mir und meinem Pferd zu wenig zutraue. Das führt dann dazu, dass ich <strong>vor herausfordernden Situationen zu schnell kapituliere</strong>, auch, wenn sie leistbar gewesen wären. Zum Beispiel am Konglomerat Kuhherde &#8211; neu gefällte Baumstämme &#8211; Camper unter Bäumen ohne 20 Meter Sicherheitsabstand vorbeizureiten statt von vorneherein zu führen. Ich musste also lernen, mein <strong>Gefahrenbewusstsein zu kalibrieren</strong> (ok, ich lerne das immer noch), eine gewisse Unsicherheit und die damit eingehenden Gefühle (was, wenn&#8230;., es könnte aber xy passieren) auszuhalten, selbstbewusst die Richtung vorzugeben &#8211; und es ist noch immer gut gegangen.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Die Mitte zwischen vorausschauend reiten und wir schaffen das: </strong>Das knüpft an den obigen Punkt an &#8211; man muss <strong>das Maß finden zwischen einer realistischen Gefahreneinschätzung, also ob Mensch und Pferd das in diesem Moment leisten können und der Zuversicht, eine Herausforderung anzugehen und zu bestehen</strong>. Es bringt nichts, von vorneherein das Handtuch zu werfen, in der Erwartung, es sowieso nicht hinzubekommen, weil dann Pferd und Mensch nie gemeinsam an einer Sache wachsen können und kein Selbstbewusstein entsteht. Es bringt aber auch nichts, sich blind in Situationen hineinzustürzen, die beide überfordern. Wie man die Mitte findet? <strong>Führe dir deine Ausreitkarriere vor Augen und prüfe deine eigene Disposition</strong>. Bist du Team Übervorsicht, hast du wahrscheinlich die Tendenz zu früh aufzugeben. Bist du Team Draufgänger, bringst du dein Pferd möglicherweise in Situationen, die es nicht so einfach meistern kann wie du.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Rückschläge akzeptieren:</strong> <strong>Nicht jeder Ausritt ist toll </strong>und entspannt. Vielleicht ist es heute mühsamer, vom Stall wegzureiten, vielleicht wird es auf dem Heimweg schneller oder hat mehr Spannung als sonst. Das Gute: Das muss morgen nicht so sein. Dranbleiben ist die Devise.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Ausreiten ist ein Lernprozess. </strong>Einfach ausreiten gehen funktioniert nur mit Pferden, die bombensicher sind. Alle anderen müssen es erst lernen. <strong>Deswegen ist Ausreiten genauso ein Projekt wie Seitengänge oder Galoppwechsel</strong>: Wir müssen es trainieren und das Pferd (und uns) darin schulen.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Spaß haben:</strong> Die PN liebt die freie Fortbewegung und wenn er im Mindset ist, dass er höchstwahrscheinlich nicht sterben wird, dann ist er neugierig und erkundet gern. Wir haben eine Großbaustelle hier im Feld also als eine Art Extreme-Trail genutzt: Für den Schwerlastverkehr waren gefühlt alle Wege mit Metallplatten belegt. Wenn es nicht nass und rutschig war, nutzten wir das als Mutprobe: Die Metallplatten schallen, wenn ein Pferd darüber läuft, sie schwingen und wackeln. Perfekt, um T<strong>rittsicherheit und Nervenstärke zu trainieren</strong>. Im Wald selbst windet sich der schmale Weg um Bäume und manchmal sogar durch alte Baumstämme und unter niedrigen Ästen hindurch. Wurzeln und Untergründe wie Sand, Schotter und Gras erfordern, dass <strong>das Pferd auf seine Füße aufpasst und sich bewusst bewegt</strong> &#8211; eine echte Therapie für Exemplare wie meinen, der oft damit beschäftigt ist das Gefahrenpotenzial seiner Umgebung zu evaluieren. Wenn er sich auf seine Füße konzentrieren muss, bleiben keine Hirnzellen mehr übrig für den 360-Grad-Scan von Wald und Feld.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740-768x1024.jpeg" alt="Gebisslos Ausreiten vorbereiten: Reiterin führt ihr Pferd im Frühlingswald" class="wp-image-5869" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740-768x1024.jpeg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740-225x300.jpeg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740-112x150.jpeg 112w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Wir sind im Wald und erkunden die Wege zu Fuß: Die PN muss klettern und ist fasziniert vom neuen Umfeld. Spaß für Mensch und Pferd gleichermaßen. Foto: Yvonne</em></figcaption></figure>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Gras fressen lassen:</strong> Von Anfang an durfte die PN bei unseren Ausflügen Gras fressen &#8211; egal, ob beim Ausreiten oder beim Spazieren gehen. Das hat sich als brillante Idee erwiesen: Das Pferd versteht, dass es <strong>abseits des Stalls eine Belohnung </strong>gibt und sich der Weg lohnt. <strong>Grasfressen entspannt und es beugt dem Drang vor, schnell wieder nach Hause zurückzueilen</strong>, vor allem, wenn man auf dem Heimweg grast. Die Voraussetzung dafür: Das Pferd fühlt sich draußen sicher genug. Bei unseren längeren Ausritten konnte die PN im Wald anfangs gar nicht fressen, weil er zu aufgeregt war &#8211; sich selbst überlassen, suchte er nach dem Heimweg. Später erwachte dann das Interesse am Gras, aber über ein paar Happen kam er nicht raus, weil er dann wieder nach einem Ausweg Ausschau hielt. Mittlerweile kann er sich den Bauch vollschlagen und vollends im Grasfressen aufgehen.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Die Erfahrung zu überleben</strong>: Ein Problem mit der <strong>Selbstsicherheit &#8211; sie wächst in der Regel nur dann, wenn man herausfordernde Situationen (was herausfordernd ist, ist individuell) gemeistert </strong>hat. Und herausfordernde Situationen sind nicht angenehm. Ich hatte es mehrfach, dass die PN mehrere Meter zur Seite gesprungen ist &#8211; mal gefühlt aus dem Nichts und mal mit Ansage, weil Enten aus dem Graben hochflogen oder Hasen aus der Hecke hoppelten. Er hat mich immer mitgenommen und er stand in der Regel schon, bevor ich überhaupt nach dem Zügel gegriffen habe. Das sind die Erfahrungen, die mir ein gutes Gefühl geben, da er bewiesen hat, dass er sich selbst regulieren kann und ich nicht beim leisesten Hüpfer im Sand lande.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Nicht alles planen müssen</strong>: Ausreiten gehen bedeutet auch, <strong>mit Dingen konfrontiert zu werden, mit denen man nicht gerechnet hat</strong>. Beim ersten Ausritt im Wald stellte die PN fest, dass ich mich im Sattel viel mehr bewege als auf dem Platz, weil ich ständig damit beschäftigt bin, Ästen auszuweichen und dabei meinen Schwerpunkt und das Gewicht in den Bügeln stark verlagere. Ich stellte fest, dass er am langen Zügel beschleunigt, wenn es hoch und runtergeht &#8211; auch dann, wenn ich einen Ast im Gesicht habe. War trotzdem lustig.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Vertrauensvorschuss:</strong> Ausreiten ist fürs Pferd nur dann entspannend, wenn es <strong>nicht dauerhaft am anstehenden Zügel geritten wird</strong>. Wenn es den Kopf frei hat, um sich den Weg zu bahnen und seine Balance zu finden, wenn es sich dehnen und abschnauben kann. Wir Reiter müssen deswegen auch mal loslassen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="Gebisslos Ausreiten gehen - sicher" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Hier geht&#8217;s ums sichere <a href="https://verstehepferde.de/absteigen-westernsattel/">Auf- und Absteigen vom Westernsattel</a></p>



<p>Was tun, wenn <a href="https://verstehepferde.de/hilfe-mein-pferd-ist-unberechenbar/">das Pferd unberechenbar ist</a>?</p>



<p>Hier geht&#8217;s ums <a href="https://verstehepferde.de/entspannt-spazieren-gehen/">entspannte Spazierengehen mit dem Pferd</a></p>



<p>Schau mal auf <a href="https://www.instagram.com/verstehe_pferde32/">Instaaaa</a> vorbei! Da gibt&#8217;s Videoschnipsel aus unserem Alltag.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:30% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="2560" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-5825 size-full" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-scaled.jpg 1920w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-225x300.jpg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-768x1024.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-1152x1536.jpg 1152w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-1536x2048.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-113x150.jpg 113w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Die reiterliche Ausbildung, mit der ich die PN geländesicher gemacht habe, beschreibe ich in <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1">meinem Buch &#8222;Natürlich gebisslos &#8211; Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&#8220;</a>*</p>
</div></div>



<p class="has-text-align-center">&#8212; Alle mit * markierten Links sind <a href="https://verstehepferde.de/affiliate-links/">Affiliate-Links!</a> &#8212; </p>



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			</item>
		<item>
		<title>Was ist Horsemanship?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2024 08:50:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Horsemanship - was ist das genau? In diesem Beitrag widme ich mich umfassend dem Horsemanship: von Bedeutung, über Prinzipien und  Grundlagen, bis hin zu Übungen und der Kritik.</p>
<p> <a class="continue-reading-link" href="https://verstehepferde.de/was-ist-horsemanship/"><span>Weiterlesen</span><i class="crycon-right-dir"></i></a> </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-1024x683.jpeg" alt="Frau streichelt einem Pferd die Stirn - Horsemanship" class="wp-image-5332" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-1024x683.jpeg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-300x200.jpeg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-768x512.jpeg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-600x400.jpeg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-150x100.jpeg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln.jpeg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Kontakt, Beziehung, Lob, Pause: All das gehört zum Horsemanship. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>Jetzt schreibe ich hier seit über zehn Jahren zum Thema &#8222;Horsemanship&#8220;, habe aber noch nie genau formuliert, was ich damit eigentlich meine. Deswegen ist dieser Beitrag ein Rundumschlag übers Horsemanship &#8211; von seiner Bedeutung, seiner Funktionsweise, den Gründen, warum man Horsemanship macht, was Bodenarbeit und Reiten mit Horsemanship zu tun hat, welche Übungen es gibt, welche Ausrüstung man nutzt und wo die Kritik liegen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet &#8222;Horsemanship&#8220; &#8211; rein grammatikalisch?</h2>



<p>Es gibt diese Versuche der Wortherleitung, in denen allen Ernstes Horsemanship zu &#8222;horse &#8211; human &#8211; ship&#8220; aufgeteilt wird und dann fabuliert wird, dass Pferd und Mensch gemeinsam in einem Schiff unterwegs sind. Ok. Die Arche Noah vielleicht?</p>



<p>Rein grammatikalisch ist -ship einfach ein englisches Suffix, eine Nachsilbe, die ein Wort entweder in ein Substantiv verwandelt oder ihm eine dieser drei Bedeutungen verleiht.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ein Zustand oder eine Bedingung: <strong>friend-ship </strong>(Freundschaft)- der Zustand, ein Freund zu sein</li>



<li>Stellung, Status oder Aufgaben: <strong>professor-ship</strong> (Professur) &#8211; die Position des Professors </li>



<li>Fähigkeiten: <strong>horseman-ship </strong>&#8211; die Fähigkeiten als Horseman</li>
</ul>



<p>Und damit hätten wir unsere grammatikalische Herleitung: <strong>Horsemanship benennt die Fähigkeiten, die jemand im Umgang mit Pferden hat</strong>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



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<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-medium"><a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="300" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg" alt="Buchcover Taschenbuch zum gebisslosen Reiten: &quot;Natürlich gebisslos - Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&quot;" class="wp-image-5737" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-1024x1024.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-150x150.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-768x767.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-600x600.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl.jpg 1043w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure>
</div>


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<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet Horsemanship in echt?</h2>



<p>Abseits der Grammatik kennen viele Horsemanship wahrscheinlich in Verbindung mit dem Westernreiten. Weil es so cowboymäßig rüberkommt und da liegt der Gedanke ans Westernreiten nah. </p>



<p>Andere verbinden mit Horsemanship in erster Linie Bodenarbeit &#8211; also die Arbeit mit Knotenhalfter und Leadrope. </p>



<p>Fragt man überzeugte Horsemanshipler zur <strong>Bedeutung von Horsemanship</strong>, kommt man dem Kern der Sache näher. Für sie bedeutet Horsemanship:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8222;die Bedürfnisse des Pferdes in den Vordergrund stellen&#8220;</li>



<li>&#8222;einen feinen Umgang mit dem Pferd&#8220;</li>



<li>&#8222;eine innere Einstellung&#8220;</li>



<li>&#8222;eine harmonische Partnerschaft&#8220;, eine &#8222;positive Pferde-Mensch-Beziehung&#8220;</li>



<li>&#8222;pferdegerechtes Training&#8220;</li>



<li>&#8222;Kommunikation zwischen Mensch und Pferd&#8220; </li>
</ul>



<p>Für mich steckt in Horsemanship<strong> &#8222;relationship&#8220; &#8211; also der Fokus auf der Beziehung zwischen Mensch und Pferd</strong>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Und was ist mit Natural Horsemanship?</h2>



<p><strong>Natural Horsemanship</strong> ist ein Begriff, den <a href="https://shopus.parelli.com/">Pat Parelli </a>geprägt hat und der mit seinem System des Pferdetrainings einhergeht. Viele eingefleischte Horsemen aus den USA lehnen ihn ab, da ihrer Meinung nach nichts natürlich ist an unserem Wunsch, ein Pferd zu reiten oder mit ihm zu arbeiten. Ich persönlich halte es auch lieber mit Horsemanship.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie funktioniert Horsemanship &#8211; die Grundlagen?</h2>



<p>Horsemanship orientiert sich am <strong>Wesen der Pferde und ihrer Kommunikation untereinander</strong>: Anders als bei uns Menschen ist die nicht in erster Linie verbal, sondern findet über Körpersprache und vor allem über <strong>das Einnehmen und Freigeben von Raum</strong> statt. Das ranghöhere Pferd ist stets in der Lage, ein rangniedrigeres wegzuschicken, etwa um den Platz an der Heuraufe einzunehmen oder einfach, wenn es im Weg steht. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-1024x683.jpg" alt="Das Auge ist eines der Sinne, mit dem das Pferd seine Umwelt wahrnimmt." class="wp-image-2752" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-225x150.jpg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit.jpg 1984w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Die Perspektive des Pferdes einnehmen &#8211; auch das ist Teil von Horsemanship. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Pferd weichen lassen &#8211; und als ranghöher wahrgenommen werden</h3>



<p>Pferde verstehen <strong>das Prinzip auf Druck hin zu weichen</strong>: auf Energie genauso wie auf direkte Berührungen, etwa, wenn das ranghöhere Pferd auf ein rangniedrigeres zukommt (Energie) oder es wegbeißt (Berührung). Das machen wir uns als Menschen zu nutze und bringen ihm bei, sich im Umgang mit uns bewegen zu lassen &#8211; so dass wir die ranghöhere Position einnehmen können. Natürlich gehört dazu mehr, als bloß die Füße des Pferdes bewegen zu können; <strong>ein guter Chef hat Führungsqualitäten</strong>. Auch das ist ein Prinzip guten Horsemanships: Nicht einfach ein Tyrann zu sein und sein Pferd in den Gehorsam zu gängeln.&nbsp;Sondern als guter Chef auch seine Bedürfnisse zu berücksichtigen und die eigenen, wenn angezeigt, auch mal hintenanzustellen. Gutes Horsemanship ist also stets ein Geben und ein Nehmen &#8211; nur deswegen funktioniert es.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Die Perspektive des Pferdes einnehmen</h3>



<p>Ein weiteres Element im Horsemanship: <strong>Man versetzt sich ins Pferd hinein</strong>, nimmt dessen Perspektive ein und versucht, die Welt mit seinen Augen zu sehen. Das hilft dabei, das Verhalten des Pferdes nicht als persönlichen Angriff, als gut oder schlecht zu sehen, sondern als <strong>neutralen Ausdruck eines Bedürfnisses</strong> in diesem Moment: Wiehert ein Pferd und will es zurück zu seiner Herde, der Mensch aber eigentlich spazieren gehen, heißt das nicht, dass es den Menschen ärgern will &#8211; sondern dass es seine Sicherheit in Gefahr sieht und sich mit der Herde wohler fühlt. Diese Einschätzung hilft uns, nicht mit Wut oder harten Korrekturen zu reagieren, sondern dem Pferd mit Empathie zu begegnen und ihm helfen zu können, sich besser zu fühlen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kommunikation durch Bodenarbeit aufbauen</h3>



<p>Zentral im Horsemanship ist <strong>die Kommunikation mit dem Pferd</strong>: <strong>Die wird durch Bodenarbeit etabliert</strong>. Hier lernt das Pferd, <strong>auf Druck zu weichen</strong> und auf Aufforderung zu kommen. Es lernt, <strong>unseren persönlichen Bereich zu respektieren</strong>, uns nicht über den Haufen zu rennen oder den Menschen hinter sich herzuziehen. Wir erklären dem Pferd, was wir von ihm erwarten. Setzen Grenzen und lassen Freiraum. Hilfen werden in Phasen gegeben &#8211; wir starten stets mit einer feinen, freundlichen Aufforderung, so dass das Pferd eine Chance hat, bereits auf wenig zu reagieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Den Geist des Pferdes einbeziehen</h3>



<p>Der Geist formt den Körper: <strong>Gutes Horsemanship doktert nicht am Körper des Pferdes herum, sondern bezieht auch den Kopf, das Mentale ein</strong>. Denkt das Pferd aktiv mit und ist engagiert, resultiert daraus die Verbesserung von Bewegungsqualität, Lektionen und Manövern &#8211; was wohl jede Reitlehre anstrebt. Ein Pferd, das nur auf ein &#8222;Halt&#8220;-Kommando reagiert, unterbricht seine Gangart und kommt irgendwie zum Stehen &#8211; oft steht es dann offen, also die Beine nicht parallel, sondern in Schrittstellung. Ist das Pferd dagegen mental dabei und &#8222;denkt&#8220; es Stopp!, dann resultiert daraus in der Regel ein geschlossenes Halten mit parallelen Beinpaaren und gleichmäßig verteiltem Gewicht. Die PN gibt mir auch Innenstellung auf dem Zirkel am Seil oder im Freilauf automatisch, wenn er zu mir nach innen denkt und aufmerksam ist. Ich muss mir die Stellung dann nicht durch zuppeln oder biegen erarbeiten, ich bekomme sie geschenkt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Pferdepsychologie anwenden</h3>



<p>Wichtig ist, dass das Pferd versteht, dass es <strong>für eine Aufgabe stets eine Lösung finden</strong> kann &#8211; das erhält die Motivation und es sorgt für Entspannung, weil das Pferd Klarheit gewinnt. Dazu gehört auch, dass das Pferd Fehler machen darf und wir nicht versuchen, sie unbedingt zu verhindern. Denn nur aus Fehlern kann das Pferd lernen: Wir kommunizieren klar und deutlich, wenn es etwas richtig gemacht hat, indem wir <strong>die Hilfen einstellen und Pause machen </strong>(wogegen ein typisch menschlicher Impuls ist, erst recht weiterzumachen, weil es doch gerade so gut geklappt hat). </p>



<h3 class="wp-block-heading">Eigenverantwortung übernehmen</h3>



<p><strong>Ein Pferd macht Fehler, ein Mensch auch</strong>. Während ich nichts vom Satz &#8222;Das Pferd hat immer Recht&#8220; halte, ist es auch falsch anzunehmen, der Mensch mache immer alles richtig. Zum guten Horsemanship gehören deswegen auch die <strong>Selbstreflexion und Selbstbeherrschung</strong>. Es ist unsere Aufgabe, unsere Energie zu managen, unsere Gedanken und Erwartungen, und die Lektionen und Übungen so aufzubauen, dass das Pferd sie erfolgreich umsetzen kann. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Horsemanship?</h2>



<p>Egal, ob zwischenmenschlich oder zwischen Mensch und Pferd: <strong>Eine gute Beziehung setzt eine gelingende Kommunikation voraus</strong>. Und die erschafft man mit Horsemanship. Gesunder Menschenverstand reicht für die Arbeit mit dem Pferd nicht aus, denn oft ist das, was das Pferd benötigt, gegenläufig zu dem, was man instinktiv aus menschlicher Sicht zur Problemlösung tun würde: Geht das Pferd durch, zieht man an beiden Zügeln, um es zu bremsen. Das kann Klaustrophobie im Pferd erzeugen, das sich dann erst recht gegen das Gebiss stemmt und schneller wird. Hier wäre eher sinnvoll (abhängig vom Boden, der Geschwindigkeit usw.) nur einen Zügel zu nutzen und das Pferd über die Biegung des Halses auf einen Kreis zu lenken mit dem Ziel, die Hinterbeine übertreten zu lassen und es damit durchzuparieren.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-1024x683.jpg" alt="Pferd im Trab mit starker Innenstellung - gutes Reiten basiert auf Horsemanship" class="wp-image-5338" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Ein Pferd, das vom Boden ausgebildet wurde, versteht die Hilfen des Reiters leichter. Horsemanship erschafft damit Harmonie im Sattel. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>&#x1f343;<strong>Horsemanship ist die Grundlage einer guten Beziehung zwischen Mensch und Pferd</strong>. Es hilft uns, <strong>Pferde und ihr Verhalten besser zu verstehen</strong>, sie lesen zu lernen und ein Gespür für das zu entwickeln, was sie gerade brauchen.&nbsp;</p>



<p>&#x1f343;<strong>Gutes Horsemanship gibt dem Pferd Sicherheit</strong>, weil sich der Mensch als verlässlicher Partner gezeigt hat, dem es vertrauen kann und dem es Problemlösungskompetenz zutraut &#8211; auch in seinem Sinne. Damit kann es <strong>den Umgang mit dem Pferd sicherer machen und Verhaltensproblemen vorbeugen &#8211; oder sie lösen</strong>.&nbsp;</p>



<p>&#x1f343;Besteht zwischen Pferd und Mensch ein Band des Vertrauens, können <strong>Leichtigkeit und Mühelosigkeit im Alltag </strong>entstehen. Man versteht sich, jeder kennt seinen Part, seine Aufgaben und Verantwortlichkeiten.</p>



<p>&#x1f343;Horsemanship und die klare Kommunikation, die daraus resultiert, ist auch <strong>die optimale Basis, um sich mit dem Pferd weiterzuentwickeln</strong>: egal, ob Seitengänge in der Handarbeit, <a href="https://verstehepferde.de/freiarbeit-so-klappt-sie/">Freiarbeit</a> oder feines Reiten &#8211; hat das Pferd das Prinzip der Hilfen verstanden, die ihm im Horsemanship einzeln und damit verständlich erklärt werden, kann man diese neu kombinieren und damit die verschiedensten Lektionen abrufen. Beim Kruppeherein weicht das Pferd zum Beispiel auf meinen äußeren Schenkel mit der Hinterhand und folgt meinem inneren Zügel im Vorwärts.</p>



<p>&#x1f343;Ein guter Horseman hat sich verschiedenste Fähigkeiten angeeignet: Geduld, Empathie, Beobachtungsvermögen, Aufmerksamkeit, Ruhe, Beherrschung, Klarheit, Fairness &#8211; die Liste lässt sich beliebig erweitern. All diese Eigenschaften stehen uns auch im Leben abseits von Pferden gut. Deswegen kann uns <strong>Horsemanship zu besseren Menschen machen</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Horsemanship in der Praxis: Bodenarbeit</h2>



<p>Oft wird unter <strong>Horsemanship Bodenarbeit </strong>verstanden, Groundwork auf Englisch. Damit etablieren wir die Kommunikation mit dem Pferd und bereiten es aufs Reiten vor. Hier starten auch Anfänger, die die Grundlagen von Horsemanship lernen wollen. Wichtig ist dabei: <strong>Gute Bodenarbeit ist kein Selbstzweck, sondern lässt sich auf das Reiten übertragen</strong>: Genauso wenig wie ich will, dass mein Pferd am Seil mit der Schulter nach innen fällt und damit schiebt, will ich das beim Reiten. Oder: Hat ein Pferd verstanden, dass es dem Seil folgen kann und dass es nachgiebig sein soll, muss ich Zügelhilfen kaum noch erklären, da es den Übertrag schafft.</p>



<p>Die Übungen bei der <strong>Bodenarbeit, das heißt dem Horsemanship-Training,</strong> brauchen als Ausrüstung ein <a href="https://verstehepferde.de/knotenhalfterkunde/">Knotenhalfter</a> und <a href="https://verstehepferde.de/welches-seil-furs-knotenhalfter/">Leadrope</a>. Sie sind die Arbeitsmittel, die es Pferd und Mensch am einfachsten machen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-1024x683.jpg" alt="Horsemanship-Training: Das Pferd folgt dem Seil und der Körpersprache des Menschen." class="wp-image-5337" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Im Horsemanship-Training lernt das Pferd unserem Körper und dem Gefühl des Seils zu folgen: Hier demonstriert es die PN. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>Das Pferd soll beim <strong>Bodenarbeits-Training zunächst drei Prinzipien verstehen</strong>, auf denen alles andere aufbaut:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Das Weichen auf Druck. </strong>Das Pferd lässt sich von uns sowohl durch eine direkte Berührung verschieben (etwa, wenn es sich auf dem Putzplatz herumdrehen soll), als auch durch Energie. Beide Hilfen sollten austauschbar verwendet werden können. Eine gute Bodenarbeit-Übung für Anfänger (Pferd und Mensch) ist <a href="https://verstehepferde.de/hinterbeine-kreuzen-warum/">das Kreuzen der Hinterbeine bzw. das Weichenlassen der Hinterhand</a>. </li>



<li><strong>Desensibilisieren.</strong> Dabei werden gruselige Gegenstände entgruselt. Das Pferd lernt zum Beispiel, dass es vor einer Flagge oder einem geworfenen Seil nicht weglaufen muss. Im übertragenen Sinn versteht es, dass es auf ein Mehr an Energie nicht automatisch ebenfalls mit mehr Energie reagieren muss, sondern manche Reize auch einfach ignorieren kann. Der Unterschied liegt in unseren Hilfen und in unserer Absicht bzw. Intention. Das Pferd lernt, uns zu lesen, um zu verstehen, ob es weichen und reagieren soll oder ob es einfach entspannen kann.</li>



<li><strong>Dem Gefühl des Seils folgen. </strong>Mir ist es wichtig, dass das Pferd das Seil nicht als bloßen Zug kennenlernt, sondern als Gefühl und Richtung, dem es folgen kann. So entsteht Leichtigkeit und das Pferd denkt in die Richtung, in die wir es bewegen. Das ist für korrekte Bewegungsabläufe wichtig.</li>
</ol>



<p>Das Ziel ist stets, dass <strong>das Pferd unseren Anforderungen willig Folge leisten</strong> kann. Dass es sich im Fluss bewegt, dass es unsere Hilfen verstanden hat, dass es nachgiebig reagiert. Das Pferd soll also nicht stumpf Tricks oder Bewegungen auf Knopfdruck ausführen, sondern anpassbar bleiben. <a href="https://verstehepferde.de/reaction-oder-response/">Hier habe ich über den Unterschied von Reaction und Response</a> geschrieben, ein Prinzip, das für das Verständnis wichtig ist. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-683x1024.jpg" alt="Das Pferd zeigt Kruppeherein an der Hand - vorbereitet durch Horsemanship" class="wp-image-5340" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-1024x1536.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-1365x2048.jpg 1365w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Kruppeherein in der Handarbeit &#8211; vorbereitet durch Bodenarbeit und Horsemanship. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>Sitzen diese Horsemanship-Grundlagen, die alle im Training erarbeitet werden, sind der <strong>Fantasie bei der Bodenarbeit </strong>keine Grenzen mehr gesetzt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Man kann das Pferd auf dem Zirkel gehen lassen, elegante Richtungswechsel ab- und alle Gangarten anfragen</li>



<li>Man kann das Pferd rückwärts gehen lassen &#8211; gerade, durch Stangen oder sogar im Kreis</li>



<li>Man kann ihm seitwärts gehen (auch über Stangen) beibringen</li>



<li>Man kann für mehr Abwechslung 8er und Kleeblatt um Hütchen gehen</li>



<li>Man kann mit Freiarbeit beginnen</li>



<li>Man kann reale Seitengänge wie Schulter- und Kruppeherein und Traversalen lehren</li>
</ul>



<p><a href="https://verstehepferde.de/longieren-koerpersprache-und-hilfen/">Longieren</a> ist kein Kernbestandteil von Horsemanship, lässt sich mit der damit entstandenen Kommunikation aber leicht schulen. Die Voraussetzung: <a href="https://verstehepferde.de/hilfszuegel-nein-danke/">keine Hilfszügel! Warum, beschreibe ich hier.&nbsp;</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Horsemanship in der Praxis: Reiten </h2>



<p>Horsemanship und Reiten erzeugt vielleicht Bilder vom Reiten mit Halsring, mit zwei Bodenarbeitssticks in den Händen statt Zügeln (dafür wurde Pat Parelli berühmt) oder wieder eine Idee vom Westernreiten. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Ich habe Reiten nach Horsemanship-Prinzipien so kennengelernt: </h3>



<p>&#x1f40e; Wir starten <strong>gebisslos am Knotenhalfter</strong> mit dem Leadrope als Zügel. Richtig gelesen: Wir haben nur das Rope und es wird nicht am Halfter zusammengebunden, sprich, wir arbeiten nur mit einem Zügel. Ein Horsemanship-Konzept ist: <strong>Ein Zügel für Kontrolle, zwei für Kommunikation</strong>. Das verhindert, dass wir am Anfang zwei Zügel zum Bremsen nutzen und das Pferd auf eine Hilfe abstumpfen, die wir später für Versammlung brauchen.</p>



<p>&#x1f40e; <strong>Das Pferd lernt, auf einen Zügel den Hals zu biegen</strong> (laterale Flexion) und so sein Vorwärts kontrollieren zu lassen. Da es bereits vom Boden vorbereitet ist, fällt der Übertrag in den Sattel in der Regel nicht schwer.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-1024x683.jpg" alt="Das Pferd steht mit seinem Reiter und hat seinen Kopf an der Senkrechten. Die Basis dafür ist Horsemanship." class="wp-image-5339" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Horsemanship beim Reiten: Die PN weiß, dass er auf beidseitig angenommene Zügel mit einem Nachgeben im Genick reagieren soll. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>&#x1f40e; Am Anfang der Ausbildung werden <strong>alle Gangarten am langen Zügel</strong> geritten &#8211; Vorwärts ist das A und O. Kopfhaltung und Form spielen keine Rolle. <strong>Dauertreiben findet nicht statt</strong>, wenn das Pferd vorwärts geht, sind wir neutral und gehen in der Bewegung mit, ohne aktiv zu treiben.</p>



<p>&#x1f40e; Jetzt erklären wir dem Pferd<strong> die Bedeutung des Schenkels</strong>, so dass es auf eine Schenkelhilfe hinterm Gurt die Hinterbeine übertreten kann. Eine Übung bzw. Lektion, die früh geritten wird: Wir lassen zunächst die Hinterbeine übertreten und schließen daran im Fluss ein Übertreten der Vorhand an, so dass das Pferd eine 180 bis 360 Grad Drehung macht. Wie bei der Bodenarbeit erlaubt uns diese Übung die getrennte Kontrolle über Vor- und Hinterhand.</p>



<p>&#x1f40e; Dann erklären wir <strong>die Bedeutung der Zügel</strong>: Der innere führt das Pferd nach innen, der äußere spricht zur Schulter und führt die Schulter nach außen. <strong>Nehmen wir beide Zügel an</strong>, soll das Pferd mit dem Genick nachgeben und den Kopf in eine vertikale Position an die Senkrechte nehmen. Halten wir den Kontakt und geben die Zügel nicht wieder vor, soll es rückwärts gehen.</p>



<p>&#x1f40e; <strong>Die Kombination von Schenkel und Zügel </strong>&#8211; also das Stehenlassen der Zügel und das Treiben der Schenkel &#8211; für Verkürzung und Versammlung kommt erst, wenn das Pferd die Hilfen einzeln verstanden hat.</p>



<p>&#x1f40e; Wie bei der Bodenarbeit gilt hier auch: <strong>Das Pferd wird mit Pausen &#8211; und sogar Absteigen des Reiters &#8211; belohnt</strong>.</p>



<p>&#x1f40e; Hinzu kommen <strong>strategische Überlegungen</strong>, etwa, Magneten entgegenzuwirken, wenn das Pferd zum Beispiel in Richtung Tor zieht und gern schneller wird oder wenn das Pferd eine Lektion vorausnehmen will. Warwick Schiller hat eine <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Q5TNASEdi3c&amp;list=PLRanqnpaErQ5PVpPHRBNwfgs26-EsndmO">Video-Reihe, die Principles of Training</a> (Englisch), aufgenommen, in denen er diese verschiedenen Strategien ausführlich erläutert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beispiele für gutes Horsemanship&nbsp;</h2>



<p>Gutes Horsemanship ist unspektakulär, im Fluss und im Austausch.</p>



<p>Wir machen es uns leichter, wenn wir uns von Anfang an <a href="https://verstehepferde.de/gute-gewohnheiten-am-pferd/">gute Horsemanship-Gewohnheiten antrainieren</a>: Wenn ich sinnvolle Abläufe in meinen Alltag mit dem Pferd integriere, werden sie zur Gewohnheit und ich muss nicht mehr bewusst darüber nachdenken. Diese guten Gewohnheiten zeugen von der Kooperation und vom Verständnis des Pferdes und der Rücksichtnahme des Reiters. Beispiele dafür sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Führen am losen Seil: Das Pferd reagiert beim Führen auf die Richtung des Menschen und passt sich an dessen Tempo an, ich brauche keinen Zug, um das Pferd zu kontrollieren.</li>



<li>Das Pferd kann unangebunden stehen bleiben.</li>



<li>Das Pferd kann freistehend gesattelt werden.</li>



<li>Der Westernsattel wird aus der Hüfte auf den Pferderücken geschwungen und nicht einfach fallen gelassen.</li>



<li><a href="https://youtu.be/o9d3foBUzr8">Das Pferd hilft beim Aufhalftern oder Anziehen des Kopfstücks</a> mit, indem es den Kopf senkt und dreht bzw. selbst hinein schlüpft.</li>



<li>Das Pferd tritt zum Aufsteigeblock herüber, damit der Reiter leichter aufsitzen kann.</li>



<li>Der Reiter kann am losen Zügel aufsteigen, ohne dass das Pferd sofort losläuft.</li>



<li>Der Reiter kann das Pferd in allen Gangarten am losen Zügel reiten &#8211; es hat sich selbst dafür gut genug unter Kontrolle.</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-683x1024.jpg" alt="Eine Frau gurten den Westernsattel nach - nach Horsemanship-Prinzipien." class="wp-image-5341" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Sattel und Gurten &#8211; pferdefreundliche, weil rücksichtsvolle Handgriffe formen gute Horsemanship-Gewohnheiten. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Horsemanshit: Kritik am Horsemanship</h2>



<p>Horsemanship steht immer mal wieder in der Kritik &#8211; meist als harte Trainingsmethode, die Zwang und Dominanz nutzt. Folgende Argumente werden dabei gern zu Felde geführt. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship macht Pferde mit Druck gefügig!</h4>



<p><strong>Die Hilfen in Phasen zu verstärken</strong>, bis die gewünschte Reaktion kommt, wird als Ausübung von Zwang interpretiert.&nbsp;Nun ist die Eskalation der Hilfen- also mit wenig einzusteigen und bei Bedarf die Hilfe zu verstärken &#8211; nicht auf das Horsemanship beschränkt, sondern wird in der Dressur oder dem Westernreiten ebenso angewandt. Aber darum soll es an dieser Stelle nicht gehen. Es gilt aber: Egal, welches Prinzip ich anwende oder nach welchem Konzept ich trainiere: <a href="https://verstehepferde.de/auf-der-suche-nach-dem-rechten-mass/">Im Übermaß und falsch angewendet</a>, kann ich alles entstellen und bis zum Missbrauch treiben. Es bleibt also in der Verantwortung des Menschen, die Hilfen mit Sinn und Verstand, mit Augenmaß und fair anzuwenden. Das gilt immer und überall &#8211; auch abseits des Horsemanships.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Knotenhalfter ist gefährlich!</h4>



<p><strong>Das Knotenhalfter wird durchaus als scharfes Folterwerkzeug dargestellt</strong>, das auf Nervenbahnen drückt, ins Fell schneidet und Akupunkturmeridiane stört. Richtig ist, dass das Knotenhalfter durch die Seile statt den breiten, gewebten Bändern eines Stallhalfters in der Tat mehr Druck am Pferdekopf entstehen lässt. Das ist aber gewünscht, denn <strong>das Knotenhalfter ist ein Arbeitshalfter</strong> und es geht um Effizienz. <a href="https://verstehepferde.de/das-todbringende-knotenhalfter/">Hier beschreibe ich, warum das Knotenhalfter im Horsemanship das Mittel der Wahl ist</a>. Das Knotenhalfter kann also nicht wie ein Stallhalfter eingesetzt werden, dafür ist es nicht gemacht. Es gibt in der Handhabung auch ein paar No-Gos wie das Führen mit Dauerzug oder das feste Anbinden (das Rope um eine Anbindestange wickeln ist ok). Wie wir es am Ende einsetzen, liegt allein in unserer Hand.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship baut auf die veraltete <strong>Dominanztheorie </strong>auf!</h4>



<p>Manche Pferdeleute berufen sich auf die Wissenschaft und sagen, dass es <strong>in einer Pferdeherde keine klare Rangfolge gebe</strong> und es in Streitigkeiten stets nur im Ressourcen ginge &#8211; damit steht das Konzept hinterm Horsemanship auf tönernen Füßen. Nun ist es aber so: Pferde kennen Rangfolgen. Jeder, der Pferde untereinander einmal beobachtet hat, kann das nicht in Abrede stellen &#8211; ob es dabei um Ressourcen geht, ist zweitrangig. <strong>Das Pferd versteht es, sich einem anderen unterzuordnen oder ein anderes zu dominieren</strong>. Und genau dieser Ansatz wird im Horsemanship genutzt. Solange &#8222;die Wissenschaft&#8220; keine guten Pferdemenschen hervorbringt, die auf Basis &#8222;neuster Studien&#8220; Erfolge in Form von solide ausgebildeten Pferden nachweisen können, halte ich mich eher an die Pferdemenschen, die Tag ein Tag aus in der Praxis beweisen, dass sie wissen, wie der Hase bzw. das Pferd läuft.&nbsp;Ross Jacobs, Pferdetrainer aus Australien und im vorherigen Leben Doktor der Medizin, der lange in der Forschung tätig war, hält ebenfalls nicht viel von Verhaltenswissenschaften im Bereich der Pferde. <a href="https://www.facebook.com/profile/100064515560094/search/?q=study">Hier schreibt er, warum</a> (auf Englisch).</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Pferd kann den Menschen nicht als Leittier wahrnehmen!</h4>



<p>Demnach kann <strong>der Mensch nicht in die Rolle des Leittiers schlüpfen, weil das Pferd weiß, dass er ein Mensch ist</strong>.&nbsp;Es stimmt, dass im Horsemanship der Mensch die Führung des Pferd-Mensch-Teams übernimmt. Er läuft deswegen aber nicht auf allen Vieren und er wiehert auch nicht. Er versucht nur, seine Kommunikation an die Pferdesprache anzulehnen &#8211; und ein guter, fairer Chef zu sein, wie es ein Leittier in der Herde auch wäre.&nbsp;Damit das funktioniert, muss das Pferd nicht denken, dass der Mensch ein Pferd ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1024x683.jpg" alt="Das Pferd hat Angst vor Regenschirm - hier setzt eine Kritik am Horsemanship-Training an." class="wp-image-5057" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Eine Kritik am Horsemanship ist, dass das Training dem Pferd Angst machen kann &#8211; wie hier PN und Regenschirm. Ich sage: Das Pferd lernt seine Angst zu überwinden &#8211; und gewinnt an Mut und Selbstvertrauen. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship treibt Pferde in die erlernte Hilflosigkeit!</h4>



<p>Horsemanship soll <strong>das Pferd durch Reizüberflutung beim Desensibilisieren in die erlernte Hilflosigkeit </strong>bringen. Erlernte Hilflosigkeit ist nicht das Ziel von gutem Horsemanship, sondern eher das unerwünschte Ergebnis von schlechtem (genau wie beim Dressurreiten). Die Gefahr der Reizüberflutung besteht beim Desensibilisieren in der Tat &#8211; aber auch die Chance, dem Pferd dabei zu helfen, seine Angst zu überwinden. Jedes Ding hat eben zwei Seiten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship folgt nicht neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen!</h4>



<p>Demnach ist <strong>Horsemanship total veraltet, weil es noch mit Druck arbeitet</strong> und nicht mit positiver Verstärkung. Nun sind Druck und seine Anwendung ein Dauerthema in Pferdekreisen. Zunächst mal muss man sich darüber klar sein, dass alles, was wir mit Pferden tun, die eine oder andere Form von Druck beinhaltet &#8211; schon unsere bloße Anwesenheit kann Druck sein, wenn sie eine Erwartungshaltung erzeugt oder wir einen gewissen Vibe mitbringen. Zu glauben, dem Pferd ohne irgendeine Form des Drucks begegnen zu können, ist deswegen illusorisch bis naiv. <strong>Und Druck an sich ist auch kein Problem. Pferde kennen Druck aus ihrem Alltag &#8211; auch ohne Menschen</strong>: Die Sonne, die am Himmel brennt, kann im Sommer genug &#8222;Druck&#8220; erzeugen, dass sich ein Pferd einen Schattenplatz sucht. Horsemanship nutzt überwiegend die negative Verstärkung &#8211; ein Reiz wird erzeugt, Druck aufgebaut und wieder eingestellt, sobald das Pferd das gewünschte Verhalten zeigt. Dagegen steht das Prinzip der positiven Verstärkung, wo einem gewünschten Verhalten eine Belohnung folgt. In der Lerntheorie beschreiben beide Ansätze Herangehensweisen, &#8222;positiv&#8220; und &#8222;negativ&#8220; benennt das Hinzufügen (der Belohnung) und das Wegnehmen (des Reizes/Drucks). In meiner Wahrnehmung haben viele nicht verstanden, dass &#8222;positiv&#8220; und &#8222;negativ&#8220; keine Bewertung sind. Ich glaube auch, dass es ein Zeichen der aktuellen Zeit ist, dass Kommunikation (auch mit Tieren) möglichst kuschelig sein muss, um die Gefühle des Gegenübers nicht zu verletzen. Dabei bleibt aber Klarheit auf der Strecke &#8211; und Pferde brauchen Klarheit, um sich wohl und sicher zu fühlen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Relationship vor Horsemanship!</h4>



<p>Demnach soll <strong>vor dem Horsemanship eine Beziehung mit dem Pferd etabliert werden</strong>. Diese Kritik erscheint mir wenig sinnvoll, da hier nicht verstanden wurde, dass der Faktor Beziehung ein essenzieller Teil von gutem Horsemanship ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Horsemanship lernen: Menschen und Methoden</h2>



<p>Es gibt jede Menge guter Horsemen da draußen. Mein Fokus liegt auf jenen im englischsprachigen Raum &#8211; ich bleibe gern am Ursprung. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die erste Generation der US-Horsemen, auf die die Horsemanship-Bewegung zurückgeht, sind <strong>Tom und Bill Dorrance</strong> und deren Schüler <strong>Ray Hunt</strong>. Dessen Schüler wiederum ist unter anderem <strong>Buck Brannaman</strong>. </li>



<li><strong>Pat Parelli</strong> war der erste, der ein Horsemanship-Home-Study-Programm vertrieben hat. Er nimmt eine Sonderstellung ein.</li>



<li><strong>Warwick Schiller</strong> hat ein umfangreiches Horsemanship-Programm, das in jüngster Zeit den Dreh zu Persönlichkeitsentwicklung gemach hat.</li>



<li>Zur Nachfolgegeneration junger Horsemen gehören unter anderem <strong>Carson James und Ryan Rose</strong>, die von verschiedenen Horsemen gelernt und ihr eigenes Programm haben.</li>



<li>Einer der bekanntesten deutschen Horsemen ist <strong>Bernd Hackl</strong>.</li>



<li><strong>Tristian Tucker und Featherlight Horsemanship</strong> sind bekannte Pferdemenschen, die eher in Warmblut- und Dressurkreisen unterwegs sind. </li>
</ul>



<p>Viele der oben genannten haben ihre eigenen Online-Bibliotheken, Abonnements und Programme, um ihren Horsemanship-Ansatz zu lernen. Die Prinzipien dahinter sind oft ähnlich, aber jeder interpretiert sie auf seine Weise. Horsemanship kann heute also ohne Weiteres online gelernt werden (oder sagen wir die Konzepte und Grundlagen, anwenden muss man sie dann natürlich selbst).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-1024x683.jpg" alt="Pferd mit Dehnungshaltung im Trab - das Ergebnis von gutem Horsemanship" class="wp-image-5059" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-1536x1025.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-2048x1366.jpg 2048w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Biegung und Stellung in Dehnungshaltung im Trab ohne massivem Zug am Zügel gebisslos geritten: Horsemanship legt die Basis, damit das Pferd die Hilfen des Reiters leicht verstehen kann. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<div style="background-color:#ffbc77;text-align:center" class="wp-block-atomic-blocks-ab-cta ab-block-cta"><div class="ab-cta-content"><h2 class="ab-cta-title ab-font-size-32" style="color:#783f04">Willst du mehr über Horsemanship erfahren?</h2><div class="ab-cta-text ab-font-size-32" style="color:#783f04"><p>Melde dich hier zu meinem Newsletter an!</p></div></div><div class="ab-cta-button"><a href="https://7ed4eb42.sibforms.com/serve/MUIFAMz1fy6PdaOPKhz5Xv28D4STF5OAAQgNkpu_kd8twd8Yfuaf2rStKN_c00CXDttFnn38eEPhFSKiAdAOAQZTcScVl86af9QmpwGuAAxy8Gxg0n0D2lFCtWbKSTPyZQmMHLG_aMi7b_xeIwxmeN-RaA4wNfLGVqRy4QsuAWaf4QNLu1MV90XqMYfLcPmNcWMzaxf0XGmbmN9O" target="_self" rel="noopener noreferrer" class="ab-button ab-button-shape-rounded ab-button-size-medium" style="color:#ffffff;background-color:#cb5920">Jetzt Pferde verstehen</a></div></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Grammatikalische <a href="https://www.britannica.com/dictionary/eb/qa/Using-the-Suffix-Ship#:~:text=%2DShip%20is%20a%20noun%20suffix,that%20is%20already%20a%20noun">Horsemanship-Definition</a></p>



<p>Die <a href="https://www.der-lindenhof.de/parelli">7 Spiele nach Parelli</a>: Pat Parelli nennt die grundlegenden Bodenarbeits-Übungen mit dem Pferd &#8222;Spiele&#8220;.</p>



<p><a href="https://flourishalona.com/kein-spiel-die-7-spiele-nach-parelli/">Kritik an den sieben Spielen</a> von zwei Frauen, die sich einem sanften Pferdetraining verschrieben haben.</p>



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		<title>Reiten oder Bodenarbeit: Probleme lösen mit guten Gewohnheiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Aug 2023 13:11:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hast du Probleme beim Reiten? Bei der Bodenarbeit? Missverständnisse? Unklarheiten? Du denkst, deine Hilfen passen, aber trotzdem macht dein Pferd nicht, was du gern willst? Vielleicht liegt die Ursache in schlechten Gewohnheiten. Gewohnheiten und Routinen können, wenn wir sie intelligent einsetzen, die Beziehung und das Verständnis fördern und sind damit…</p>
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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-1024x683.jpg" alt="Nahaufnahme einer Reiterin auf dem Pferd - gute Gewohnheiten ermöglichen harmonisches Reiten." class="wp-image-5191" style="width:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-2048x1365.jpg 2048w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gutes Horsemanship, egal ob im Sattel oder vom Boden, basiert auf vielen sinnvollen Gewohnheiten. So kann man Problemen mit dem Pferd vorbeugen &#8211; oder sie lösen. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<p>Hast du Probleme beim Reiten? Bei der Bodenarbeit? Missverständnisse? Unklarheiten? Du denkst, deine Hilfen passen, aber trotzdem macht dein Pferd nicht, was du gern willst? Vielleicht liegt <strong>die Ursache in schlechten Gewohnheiten</strong>. </p>



<p><strong>Gewohnheiten und Routinen</strong> können, wenn wir sie intelligent einsetzen, die <strong>Beziehung und das Verständnis fördern</strong> und sind damit ein wichtiger Grundstein für gutes Horsemanship.</p>



<p>Unklug oder unbedacht angewandt, können sie unser Training aber auch torpedieren. Denn <strong>Pferde sind Meister darin, Muster zu erkennen</strong> und sie zusammenzufügen. Und so kann es passieren, dass sie Puzzleteile auf eine Art und Weise kombinieren, wie wir das nicht unbedingt wollen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Gute Gewohnheiten = gutes Horsemanship</h2>



<p>Hast du deine Routinen gut durchdacht und sind sie sinnvoll, dann kannst du damit dein Horsemanship leicht aufs nächste Level heben. Denn sobald du eine Gewohnheit drin hast, musst du nicht mehr über deine Handlungen nachdenken. <strong>Du tust dann automatisch etwas für gutes Horsemanship</strong>, ohne dich aktiv darum bemühen zu müssen. Gute Gewohnheiten sind wie Guthaben auf deinem Horseman-Konto, das du einfach ansparen kannst. Deswegen nutze jede Gelegenheit. </p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-text-align-center"><em>Werbung</em>*</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-medium"><a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="300" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg" alt="Buchcover Taschenbuch zum gebisslosen Reiten: &quot;Natürlich gebisslos - Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&quot;" class="wp-image-5737" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-1024x1024.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-150x150.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-768x767.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-600x600.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl.jpg 1043w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Gute Gewohnheiten am Pferd in der Praxis</h2>



<p>Leicht gesagt, aber nicht so leicht getan? Doch. Ich beschreibe dir jetzt einige Situationen aus unserem Alltag, die deutlich machen, wie die PN <strong>Schlüsse aus regelmäßigen Abläufen </strong>zieht &#8211; erwünschte und weniger erwünschte &#8211; und was genau ich tun kann bzw. getan habe, damit er die richtigen Ideen entwickelt und falsche ablegt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-1024x683.jpg" alt="Eine Reiterin streichelt ihr stehendes Pferd im Abendlicht - gute Gewohnheiten am Pferd machen Mensch und Pferd zufrieden." class="wp-image-5196" style="width:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96.jpg 1086w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gute Gewohnheiten und gutes Horsemanship machen Pferd und Mensch zufrieden. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Aufhalftern und Auftrensen: Das Pferd streckt den Kopf in die Luft</h3>



<p>Unser Aufhalftern sieht so aus: Die PN kommt, ich streichle ihn und stelle mich neben seine linke Schulter. <strong>Mein rechter Arm greift über seinen (tiefen) Hals nach dem Nackenstück des Knotenhalfters</strong>. Ich fädele das Knotenhalfter mit beiden Händen über seine Nase und <a href="https://verstehepferde.de/knotenhalfterkunde/">fixiere die Knoten</a>. Dabei stehe ich nicht unter seinem Hals, sondern stets daneben. Zum einen, weil ich zu faul bin, mich fürs Aufhalftern oder Auftrensen zu strecken, zum anderen, weil das einfach keine gute Angewohnheit ist.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich <strong>werfe dem Pferd nicht das Genickstück des Knotenhalfters über den Hals</strong>, weil das sprichwörtlich ins Auge gehen kann.</li>



<li>Ich will, dass das Pferd den Kopf senkt &#8211; also stelle ich mich nicht unter den Hals des Pferdes, weil es dann dazu gezwungen ist, ihn anzuheben und damit habe ich das Gegenteil von dem erreicht, was ich eigentlich will. Pferdertrainer Warwick Schiller demonstriert das anschaulich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=tyMoCVzqgQE">in diesem Video</a> (auf Englisch).</li>
</ul>



<p><strong>Junge Pferde werden mit tiefem Kopf beim Aufhalftern optimal auf das Auftrensen vorbereitet</strong>, weil sie gar keine andere Art kennengelernt haben. Wiederholt man das tiefe Aufhalftern jedes Mal, kann sich das Pferd angehalten sehen, selbst mitzuhelfen. Es steckt dann die Nase ins Halfter &#8211; oder bei uns das Bosal -, weil es weiß, was als nächstes kommt (und weil es weiß, was seine Aufgabe ist bzw. von ihm erwartet wird). So können wir uns das (sonst gefürchtete) Vorausnehmen von Hilfen oder Aufgaben zu Nutze machen. <a href="https://youtu.be/o9d3foBUzr8">Hier kannst du dir ein Video anschauen, wie das Aufzäumen mit dem Bosal</a> bei uns aussieht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-683x1024.jpg" alt="Eine gute Gewohnheit am Pferd ist das korrekte Aufhalftern mit dem Knotenhalfter." class="wp-image-5189" style="width:342px;height:512px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-1024x1536.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">So sieht richtiges Aufhalftern mit dem Knotenhalfter aus: Das Pferd hat den Kopf tief und dreht ihn in meine Richtung. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Reiten: Das Pferd zieht zum Tor </h3>



<p><strong>Zieht dein Pferd beim Reiten zum Tor oder zum Eingang der Halle?</strong> Kenne ich. Bei uns war das ein Problem, das ich selbst erschaffen habe: Einer unser Deals ist &#8222;brave Pferde bekommen Gras&#8220;. Das hat positive Seiten, aber auch negative. Wenn wir unterwegs sind, weiß die PN, dass er früher oder später fressen darf. Saftiges Gras. Viel leckerer als das überständige auf der Koppel. So habe ich ganz unkompliziert von Anfang an einen Anreiz gesetzt, dass es sich lohnt mit mir Zeit zu verbringen. </p>



<p>Allerdings habe ich den Ort des Grasfressens nicht immer besonders intelligent gewählt. Früher ließ ich die PN <strong>direkt nach dem Reiten außerhalb des Reitplatzes fressen</strong> &#8211; weil es bequem ist und das Gras dort eh von Pferden gemäht werden muss. Das führte dazu, dass er schon <strong>während des Reitens einen sehr starken Drall zum Tor </strong>entwickelte &#8211; denn da ist ja das Gras. Seitdem gibt&#8217;s nach dem Reiten rund um den Platz kein Gras mehr. Stattdessen gehen wir raus und<strong> grasen den Grünstreifen entlang weg vom Stall</strong>. Das hat den Charme, das Losreiten beim Ausreiten zu beschleunigen, da der Weg positiv besetzt wurde. </p>



<p>Wenn die PN etwas Besonders gut gemacht hat, <strong>belohne ich ihn mit unmittelbarem Absteigen</strong>. Schon allein deswegen ist der Ort des Absteigens bei uns nie der Gleiche. Auch hier gilt: Steigst du jedes Mal am Tor ab, wird dein Pferd möglicherweise eine starke Anziehung dorthin entwickeln und freiwillig anbieten, dorthin zu gehen. Verstärkt. Bei jeder Gelegenheit. Immer wieder. Da das Tor per se ein Magnet sein kann &#8211; schließlich geht&#8217;s da durch, wenn die Einheit zu Ende ist und Futter und Kumpels warten -, machst du es für dein Pferd noch unwiderstehlicher. Driftende Pferde zu reiten macht einfach keinen Spaß. Deswegen: Plane deine Einheiten entsprechend und <strong>steige nicht am Tor ab</strong>. Gib auch die <strong>tehpausen während deiner Reiteinheit am besten an unterschiedlichen Orten</strong>.</p>



<p>Übrigens: Wenn dein Pferd zum Tor zieht, heißt das, dass dein Reiten aus Pferdesicht furchtbar ist? Nicht zwangsläufig. Es heißt, dass dein Pferd gern Feierabend oder etwas anderes machen würde.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_ca5-683x1024.jpg" alt="Reiterin trägt Equipment weg, während das Pferd am Sand schnüffelt, um sich zu wälzen. Strategisches Absitzen ist eine weitere gute Gewohnheit am Pferd." class="wp-image-5194" style="width:342px;height:512px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_ca5-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_ca5-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_ca5-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_ca5.jpg 724w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Absteigen und absatteln ist für das Pferd eine Belohnung &#8211; wenn wir das strategisch tun, fördern wir das gewünschte Verhalten, weil das Pferd schnell merken wird, was es genau getan hat, bevor der Mensch abgestiegen ist. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Aufsteigen: Das Pferd läuft sofort los</h3>



<p>Eine gute Gewohnheit ist, <strong>nach dem Aufsteigen nicht sofort loszureiten</strong>. Nimmt das Pferd das vorweg und setzt es sich in Bewegung, bevor wir im Sattel sitzen, machen wir unfreiwillig Gymnastik, um unsere Bewegung mit der unerwarteten des Pferdes auszubalancieren und zu koordinieren. Hier können die dämlichsten (und gefährlichsten Unfälle passieren).</p>



<p>Um das zu verhindern, soll das Pferd nicht lernen, dass es direkt nach dem <a href="https://verstehepferde.de/problemebeimaufsteigen/">Aufsteigen </a>sofort los geht. Deswegen lassen wir es <strong>erst einmal für eine Weile stehen, sobald wir im Sattel sitzen</strong>. Oder wir<strong> reiten rückwärts los oder drehen die Vorhand oder die Hinterhand</strong>. Hauptsache, kein gerades Vorwärts. Eine gute Variante ist ebenfalls, mal <strong>von rechts aufzusteigen</strong>. Das wird dem Pferd jede Menge zu denken geben, da es damit nicht rechnet (zumindest dann nicht, wenn du sonst immer von links aufsteigst). Und dir auch. Wenn du nicht sicher bist, ob du das koordiniert bekommst, dann übe das Aufsteigen von rechts am toten Objekt. Ich habe dafür tatsächlich ein Panel bei uns im Stall genutzt. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-1024x683.jpg" alt="Eine Reiterin versucht vom Aufsteigeblock auf ihr Pferd zu klettern - ein Beispiel für keine gute Gewohnheit am Pferd." class="wp-image-5192" style="width:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Aufsteigen &#8211; so nicht. Aufs Pferd zu kommen sollte keine Akrobatik sein. Außerdem zieht man so den Sattel zur Seite. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Aufsteigen draußen: Das Pferd lässt es nicht zu</h3>



<p>Das <strong>Aufsteigen soll für das Pferd kein großes Ding</strong> sein. Deswegen ist es sinnvoll, nicht nur am Anfang und am Ende der Reiteinheit abzusteigen, sondern auch mal zwischendrin. Und auch nicht immer an der gleichen Stelle und auch nicht immer vom Aufsteigeblock. So verbindet das Pferd mit dem Aufsteigen nicht Arbeit und mit dem Absteigen Pause (dann kann es nämlich passieren, dass es beschließt den Reiter nicht mehr aufsitzen zu lassen, weil in seiner Wahrnehmung die Arbeit ja bereits beendet ist). Stattdessen ist das <strong>Auf- und Absteigen einfach eine weitere Lektion</strong>, sagen wir wie Schulterherein. Ich steige vom Block auf &#8211; wobei ich die verschiedenen Stufen nutze -, ich klettere vom Tor auf den Rücken der PN oder vom Mäuerchen in der Liegehalle oder draußen von einer Böschung. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Ausreiten: Das Pferd beschleunigt Richtung Stall</h3>



<p>Bei uns gab&#8217;s von Anfang an keine Ausreitrunden mit aufsteigen am Stall, losreiten, zurückkommen, absteigen am Stall. Je nachdem wie das Pferd drauf ist und wie viel Erfahrung es hat, kann man sich hier mit ganz normal erscheinenden Routinen Probleme züchten: Vielleicht <strong>will das Pferd erst nicht vom Stall alleine weg</strong>, weil es sich mit den anderen wohler fühlt, <strong>vielleicht wird das Pferd eilig</strong>, sobald es merkt, dass man auf dem Heimweg ist oder es bestimmt selbst, dass jetzt galoppiert wird, weil auf dieser Strecke immer Galopp angesagt ist. Kaum ist es am Stall angekommen, wird abgesattelt und gefüttert. Damit ist das Zuhause noch mehr eine Belohnung als eh schon und der Reiz, auf dem Heimweg Gas zu geben, steigt aus Pferdesicht weiter.</p>



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</a></p>



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<p>Mit diesen Gewohnheiten haben wir <strong>das Ausreiten verbessert</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die PN liebt es draußen zu sein, aber am Besten mit Mensch zu Fuß, weil man sich bei Bedarf hinter dem verstecken oder den vorschicken kann, so dass er zuerst gefressen wird. <strong>Wir sind also oft zu Fuß mit <a href="https://verstehepferde.de/ausruestung-fuer-pferd-und-mensch/#Ropes_Seile_und_Lasso">Lasso</a> unterwegs</strong>. Für uns war das eine <strong>sehr gute Vorbereitung fürs Ausreiten</strong>, weil er die Wege so schon kennengelernt hat. </li>



<li>Für die PN macht es einen großen Unterschied, ob ich zu Fuß mitlaufe oder drauf sitze. Wenn ich reite, fehlt der Mensch zum Folgen und man muss an gruseligen Situationen (ohne Genehmigung geparkte Autos! Ohne Erlaubnis im Wind raschelnde Hecken! Ohne Einwilligung herumhüpfende Rehe! Widerrechtlich herumspringende Hasen! Nicht konforme Maisfeldenden!) zuerst bzw. allein vorbei. Dieses Vorgehen <strong>übe ich immer mal wieder vom Boden, indem ich ihn die Führung übernehmen</strong> lasse.<a href="https://youtube.com/shorts/iq6DhG9MzpE?feature=share"> Hier kannst du dir das in einem Video ansehen</a>. </li>



<li>Kann oder will er an etwas partout nicht vorbei gehen, steige ich ab, führe ihn daran vorbei &#8211; was immer geht &#8211; und steige danach wieder auf. Deswegen ist es wichtig, dass <strong>das Aufsteigen fürs Pferd draußen auch an unterschiedlichen Stellen kein Problem</strong> ist. Da wir noch nie eine feste Aufsteigroutine hatten &#8211; also Auf- und Absteigen immer an der selben Stelle &#8211; war das Aufsteigen draußen für die PN noch nie ein Thema. Das Problem war eher ich, weil ich ohne den bequemen Aufsteigeblock hoch musste. </li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-1024x683.jpg" alt="Eine Reiterin führt ihr gesatteltes Pferd auf einem Feldweg. Gezieltes Führen ist ebenfalls eine gute Gewohnheit im Umgang mit Pferden." class="wp-image-5193" style="width:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Reiter geht zu Fuß. Ja. Für das Pferd kann draußen geführt statt geritten zu werden eine echte Hilfe sein. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ab und an begleiten mich mein Freund oder meine Familie beim Ausreiten. Das war gerade am Anfang  super hilfreich, weil die PN dann wieder jemanden zum Folgen hatte. Da ich zu Pferd aber schneller bin als Fußgänger, <strong>drehe ich hin und wieder um und reite ihnen wieder entgegen</strong>. Oder mache Pausen und lasse die PN fressen. So hat er von Anfang an gelernt, <strong>dass wir nicht auf eine Richtung oder eine Runde festgelegt </strong>sind.</li>



<li><strong>Graspausen zwischendrin schaffen Gemütlichkeit</strong> und verhindern, dass es die PN nach Hause zieht. Ich lasse ihn beim Ausreiten deswegen stets draußen fressen &#8211; das würde ich allerdings nur mit einem Pferd empfehlen, das keine Probleme damit hat, wenn der Mensch es auffordert vom Gras wieder abzulassen. </li>



<li>Je öfter wir draußen waren, desto besser ließ sich die PN vom Stall wegreiten. Manchmal lasse ich ihn auch <strong>vom Stall weggrasen und steige dann etwas entfernt auf </strong>(weil da eine kleine Senke ist, so dass ich besser hoch komme). Unterm Strich habe ich so ein eher zögerliches Wegreiten vom Stall in ein fröhliches, freies Vorwärts verwandelt.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Füttern: Das Pferd drängelt</h3>



<p>Nach getaner Arbeit bekommt die PN Futter aus der Futterschüssel. Die stelle ich ihm immer <strong>direkt vor die Vorderbeine, so dass er stets einen oder zwei Schritte zurück treten</strong> muss, um mit dem Fressen beginnen zu können. Auf die Art und Weise baue ich elegant <strong>ein kleines Weichen lassen</strong> in die Routine ein und verhindere, dass sich Angewohnheiten wie nach vorn drängeln oder Ohren anlegen einstellen.</p>



<p>Die PN hat sich angewöhnt, sich schonmal an den Platz zu stellen, wo er fast immer gefüttert wird, sobald ich das <a href="https://verstehepferde.de/gebisslos-reiten-mit-bosal-die-gruende/">Bosal</a> abgemacht habe. Ich habe das einmal nicht korrigiert und zack, schon marschiert er ab und stellt sich demonstrativ hin, mit aufforderndem Blick, jetzt doch bitte die Mahlzeit zu servieren. Das ist zwar nicht besonders gehorsam, aber irgendwie recht schlau. Denn der nächste Schritt nach Bosal weghängen ist eben immer die Futterschüssel zu bringen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Bodenarbeit: Das Pferd hält lieber an statt sich zu versammeln</h3>



<p>Die PN hat gelernt, ihre Tritte im Trab zu verkürzen, so dass ich ihn <strong>versammeln und daraus wieder ins Vorwärts schicken</strong> kann &#8211; unterm Sattel und im Freilauf bzw. am Seil. Beim Üben im Roundpen schlich sich dabei zunächst unbemerkt eine <strong>gewisse Reihenfolge ein: flotter Trab, Trab verkürzen, anhalten, Pause.</strong> Irgendwann stellte ich fest, dass die PN statt kurzer Tritte immer gleich das Anhalten anbot: Er war der Meinung, dass man sich den versammelten Trab ja sparen kann, wenn danach das Anhalten kommt und dann die erhoffte Pause. <strong>Dieses Missverständnis beruhte also nicht auf falschen Hilfen oder mangelnder Kommunikation, sondern auf einem ungünstigen Aufbau des Trainings</strong>. Seitdem variiere ich die Reihenfolge, so dass er auf mich wartet. Im Prinzip v<strong>erstärken wir mit der Pause stets das, was direkt davor kommt</strong>. Das Pferd wird sich das merken und vermehrt zeigen oder anbieten wollen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="635" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133-1024x635.jpg" alt="Ein Pferd trabt im Freilauf." class="wp-image-5214" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133-1024x635.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133-300x186.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133-768x476.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133-150x93.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133.jpg 1126w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Verkürzter Trab im Roundpen. Foto: Nadja</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Hufbearbeitung: Das Pferd zieht den Huf vom Bock</h3>



<p>Wahrscheinlich kennst du das: <strong>Du kratzt die Hufe aus</strong> und bewegst dich dabei einmal um dein Pferd herum. In dem Moment, wenn du den Vorderhuf auf einer Seite abstellst, winkelt dein Pferd vielleicht schon das Hinterbein der gleichen Seite an &#8211; es denkt mit und voraus, weil es weiß was kommt und arbeitet in unserem Sinne mit. </p>



<p>Das Mitdenken bzw. Vorausnehmen kann aber auch nerven: Wenn ich der PN früher den Huf auf den Hufbock gestellt habe (ja, ich bearbeite die Hufe teilweise selbst)<strong> zog er das Bein immer schon weg, wenn er der Meinung war, dass ich fertig bin</strong> &#8211; nämlich dann, wenn ich die Raspel abgesetzt habe. Weil dem geplanten Abstellen des Beins eben stets mein Absetzen der Raspel voraus ging. Auch das ist ein unerwünschtes Verhalten, weil es nervt und auch einfach dumm laufen kann, wenn der Huf unkontrolliert vom Bock rutscht. Wie löst man das? Ich habe statt einmal am Stück zu raspeln den Vorgang in viele kleine aufgeteilt mit minimalsten Pausen dazwischen, so dass die PN verstanden hat, dass es nach der Raspelunterbrechung eben doch wieder weiter geht. So wartet er auf mich, bis ich seinen Huf vom Bock hebe.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Tricks: Das Pferd wartet nicht auf Kommandos</h3>



<p>Aktuell lernt die PN, <strong>die Vorderbeine vorn raus zu stellen und sich zu dehnen</strong> (eine Vorübung fürs <strong>Kompliment</strong>). Dafür bekommt er <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/gesunde-leckerli?ref=9">Leckerli</a>* in rauen Mengen (die sind notwendig, um ihn vom Schummeln wie Hinterbein vor- oder Vorderbein wieder zurückzustellen abzuhalten) &#8211; und das meistens an zwei Orten, abhängig davon, ob es regnet oder die Sonne scheint. Er hatte in kürzester Zeit raus, wo genau ich die Leckerli richte und geht jetzt zielstrebig dorthin &#8211; drinnen wie draußen &#8211; um zu checken, ob da nicht welche liegen. Da ich aktuell nur diese eine Sache übe, wartet er auch gar nicht mehr auf mein Kommando (&#8222;vor&#8220; und ein Zeigen auf das Bein), sondern <strong>stellt seine Vorderbeine von selbst vor, um danach Leckerli einzukassieren</strong>. Auch das ist ein Beispiel dafür, wie genau Pferde sich Reihenfolgen merken können. Ich denke, dass ich in seiner Wahrnehmung bei dieser Übung wirklich der Leckerlispender bin. Ich weiß auch, dass das so nicht im Sinne des Erfinders ist und ich keine Signalkontrolle habe, aber das ist mir in diesem Zusammenhang egal (das ist jetzt keine Empfehlung zum schlampigen Tricktraining).</p>



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<figure class="aligncenter"><a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/gesund-futter?ref=9" rel="nofollow"><img decoding="async" src="https://www.affiliatly.com/affiliate_files/banners/11897/Pferdefluesterei-Banner-B300xH250_20.jpg" alt=""/></a></figure>
</div>


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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Hier habe ich ausführlich übers <a href="https://verstehepferde.de/problemebeimaufsteigen/">Aufsteigen</a> geschrieben.</p>



<p>Hier geht&#8217;s darum, <a href="https://verstehepferde.de/knotenhalfterkunde/">wie man das Knotenhalfter richtig knotet</a>.</p>



<p>Und hier schreibe ich über <a href="https://verstehepferde.de/das-todbringende-knotenhalfter/">die richtige Anwendung des Knotenhalfters</a>.</p>


<p >Keine Produkte gefunden.</p>



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		<title>Verbietet endlich das Reiten! Und die Pferdehaltung! Und überhaupt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Apr 2023 10:12:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdemensch]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich muss euch ein Geständnis machen. Ich wende Gewalt an im Umgang mit dem Pferd.&#160; Du fragst dich, wo das Problem ist? Ich mich auch. Denn aktuell erfährt die Definition von Gewalt im Pferdetraining einen interessanten Dreh – ausgelöst von dem Riesenrummel über eine Folge der neuen Pferdeprofis. Für alle,…</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-1024x683.jpg" alt="Reiten verbieten: Reiter im Galopp auf einem Reitplatz im Grünen." class="wp-image-5061" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-1536x1025.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-2048x1366.jpg 2048w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Da hat der Reiter einfach zu viel Spaß. Das muss verboten werden. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<p>Ich muss euch ein Geständnis machen. Ich wende Gewalt an im Umgang mit dem Pferd.&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„PN“ ist ein Spitzname, den ich ihm verpasst habe.</li>



<li>Die PN trägt <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/knotenhalfter?ref=9">Knotenhalfter</a>*.</li>



<li>Die PN wird geritten – mit Gerte, manchmal mit Sporen und oft ganz ohne.</li>
</ul>



<p>Du fragst dich, wo das Problem ist? Ich mich auch. Denn <strong>aktuell erfährt die Definition von Gewalt im Pferdetraining einen interessanten Dreh</strong> – ausgelöst von dem Riesenrummel über eine Folge der neuen Pferdeprofis. Für alle, die nicht im Bilde sind: Ein Horsemanshiptrainer löst das Verladeproblem einer Ponystute – aber nicht auf die feine englische (sic!) Art.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Cliquen-Terror: Auf ihn mit Gebrüll!</h2>



<p>Jetzt werden <strong>offene Briefe verfasst, Petitionen aufgesetzt, die Produzentenfirma heiß telefoniert</strong>. Dazu kommt die übliche Hysterie, wenn es darum geht Trainer außerhalb der eigenen Bubble zu kritisieren, die Dinge anders machen als man selbst (was für eine Zumutung!): Er trägt keinen Helm! Er ruckt am Knotenhalfter! Er hat am Knotenhalfter angebunden! <strong>Horsemanship und die böse Dominanztheorie werden sogleich als die Schuldigen ausgemacht</strong>. Und während ich die Kritik in Teilen nachvollziehen kann, so ist ihr Ausmaß völlig irre und jenseits von Gut und Böse.</p>



<p></p>



<p class="has-luminous-vivid-orange-background-color has-background">Nachtrag: Parallel gab es einen weiteren Vorfall, der das Blut der Pseudo-Pferdeschützer in Wallung gebracht hat. Auf der Equitana hat ein old-school Pferdetrainer ein Pferd gehobbelt: Er hat ihm die Beine zusammengebunden. Warum in aller Welt würde man das tun? Nun, das Hobbeln kommt &#8211; wie ziemlich das gesamte gute Horsemanship &#8211; aus den USA. Rancher und Cowboys hobbeln ihre Pferde, um deren Bewegungsradius einzuschränken, wenn sie gerade nicht draufsitzen. Denn in den Weiten der USA ist nicht immer ein Baum vorhanden, um das Pferd anzubinden. Und ohne Pferd in der Prärie ist eher äh unvorteilhaft. Hobbeln hat darüber hinaus noch den Effekt, dass sich das Pferd daran gewöhnt, auch mit den Beinen auf Druck nachzugeben und nicht dagegen zu kämpfen &#8211; sollte es sich also in irgendetwas verfangen &#8211; Stacheldraht, Litze, Brombeerranken &#8211; ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es sich nicht verletzt, wenn es das Hobbeln kennt. Würde ich mein Pferd hobbeln? Nein, denn ich habe keine Ahnung, wie ich ihm das ohne Gefahr beibringen kann. Verdamme ich das Hobbeln? Nein, denn, wenn es richtig gemacht wird, versteht es das Pferd und kann davon profitieren. Und all denjenigen, die angesichts dieser Methode Schnappatmung bekommen, kann ich nur fragen: Hobbeln ist böse, aber dem Pferd das Maul mit Sperrriemen zubinden oder den Kopf mit Hilfszügeln runterschnallen ist schon ok? Die Equitana hat dem Pferdetrainer übrigens Hausverbot erteilt und damit nicht nur die vollständige Abwesenheit von Rückgrat unter Beweis gestellt, sondern dem Mob nachgegeben und damit Tür und Tor für die nächste Cancel-Runde geöffnet. Herzlichen Glückwunsch! Who’s next?</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



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<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-medium"><a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="300" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg" alt="Buchcover Taschenbuch zum gebisslosen Reiten: &quot;Natürlich gebisslos - Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&quot;" class="wp-image-5737" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-1024x1024.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-150x150.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-768x767.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-600x600.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl.jpg 1043w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure>
</div>


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<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Wenn ihr soviel Sendungsbewusstsein habt und das Wohl der Pferde euch so eine Herzenssache ist, dann kehrt doch vor eurer eigenen Tür! Schaut auf die Stars und Sternchen eurer Sparte und macht den Mund auf, wenn es wirklich unbequem, wird statt mit dem Finger auf die vermeintlichen Verfehlungen anderer zu zeigen. Hinterfragt euch erst mal selbst. <strong>Die Liste von schlechter Reiterei und schlechtem Umgang mit dem Pferd ist endlos, und ja, na sowas, spartenübergreifend</strong>:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Barrende Springreiter</strong>, die die Vorderbeine des Pferdes über dem Sprung von Helfern mit Stangen „touchieren“ lassen.</li>



<li><strong>Rollende, riegelnde und zerrende Dressurreiter</strong>, die die Gangqualität ihrer Pferde nur noch sitzen können, indem sie in den Zügeln hängen und sich im Sattel wie auf einer Harley zurücklehnen.</li>



<li><strong>Mit den Sporen stechende Westernreiter</strong>, die ihre Zweijährigen mit harten Stopps in den Boden reiten.&nbsp;</li>



<li><strong>Faule Freizeitreiter</strong>, die ihre Pferde verfetten lassen und sie alle zwei Wochen sonntags für den 5-Stunden-Wanderritt aus dem Stall zerren.</li>



<li>Von der Reitkunst beseelte <strong>Barockreiter</strong>, die ihre aber Pferde gegen Wände galoppieren oder an der Kandare in absoluter Aufrichtung bei durchhängendem Rücken und&nbsp;Ventilator-Schweif Pseudopiaffen trippeln lassen.</li>



<li><strong>Dauer ausgeschlauchte Clickerpferde</strong>, die vor lauter Fressgeilheit Verhaltensstörungen entwickeln und sich frei von Frustrationstoleranz auf den Boden werfen, weil sie nicht mehr weiter wissen.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist Gewalt?</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-1024x683.jpg" alt="Pferdehaltung verbieten: Mensch berührt Pferd mit Flagge" class="wp-image-5053" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Training mit Flagge &#8211; das kann nur Gewalt sein! Denn ich, der Betrachter, habe davon keine Ahnung, und was ich nicht verstehe, muss einfach schlecht sein! Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<p>Jede Menge offensichtlicher Missstände. Aber da geht noch was: Ich lese von <strong>physischer und psychischer Gewalt</strong>, von Gewalt in Form von fehlenden Ausweich- und Wahlmöglichkeiten im Training für das Pferd. Demnach ist es Gewalt, ein Pferd auf einem kleinen Kreis zu zirkeln, wenn es das körperlich nicht kann (Geheimtipp: Durch Belastung bauen Pferde Muskeln auf und gewöhnen sich an neue Bewegungsabläufe&#8230;).</p>



<p>Und ja: Es gibt auch <strong>verbale Gewalt gegenüber dem Pferd</strong>. Darunter fallen demnach tatsächlich auch Spitznamen, Geschlechterklisches und im weitesten Sinne nicht so ganz freundliche Gedanken über das eigene Pferd. Da stellen sich mir diese Fragen: Wollen wir uns vom Humor komplett verabschieden? Sind 100 Prozent Perfektion mit vollständiger Gedankenkontrolle gut genug? Und: Haben wir keine anderen Probleme?&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Geister, die ihr ruft</h2>



<p>Warum dieser Beitrag einen schärferen Tonfall anschlägt: Weil ihr die Geister, die ihr ruft, und die in Form von PETA und unter der Flagge des vermeintlichen Tierschutzes aufschlagen, nicht mehr los werdet. <strong>Ihr sägt am Ast, auf dem wir alle – Reiter, Pferdefreunde, Pferdebesitzer, Trainer – sitzen</strong>. Und sorry, da habe ich keinen Bock drauf. Ich habe keine Lust, am Ende vom Gesetzgeber die Pferdehaltung oder das Reiten verboten zu bekommen, weil einem Tierliebhaber in falschem Eifer die Moralsuppe übergekocht ist. Ich will mich ebenso wenig einer bürokratischen Regelungswut unterwerfen &#8211; gemacht von Menschen, denen der Realitätsbezug vollkommen abhanden gekommen ist: Wollt ihr euch wirklich von beseelten Pferdemenschen vorschreiben lassen, welche Spitznamen ihr eurem Pferd künftig geben dürft? Wollt ihr wirklich, dass jedes Vierteljahr der Prüfer unangekündigt bei euch anklopft und schaut, ob ihr auch gut mit eurem Pferd umgeht? Wollt ihr wirklich Pflichtkurse ablegen müssen, um ein Pferd weiterhin halten zu dürfen? Seid ihr einverstanden eure Arbeit am Pferd überwachen zu lassen und somit einer Qualitätskontrolle zu unterziehen? Ja? Aber was ist, wenn ihr gar nicht nach den Statuten der Kontrolleure arbeitet? Ups.&nbsp;</p>



<p><strong>Das Problem ist doch, dass wir uns untereinander überhaupt nicht einigen können, was dem Pferd schadet und was nicht.</strong> Das beginnt bei Haltung und Fütterung und endet noch lange nicht bei Training und Reitweise.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eisen oder Barhuf?</li>



<li>Decke oder uneingedeckt?</li>



<li>Hafer oder Gerste?</li>



<li>Dressur oder Western oder Akademisch oder Barock?</li>



<li>Gebiss oder gebisslos?</li>



<li>Ausbinder oder Kappzaum?</li>



<li>negative oder positive Verstärkung?</li>
</ul>



<p>Schau dir dieses Cover an, ein offizielles Buch der FN zur Vorbereitung auf deren Bodenarbeits-Abzeichen.</p>



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<iframe loading="lazy"  title="Die Kunst der feinen Signale: Ausbildung am Boden" type="text/html" width="830" height="550" frameborder="0" allowfullscreen allow="clipboard-write" style="max-width:100%" src="https://read.amazon.co.uk/kp/card?asin=3885428709"></iframe>
</div></figure>



<p>Als Horsemanshipler kann ich da nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: falsch geknotetes Knotenhalfter, Handschuhe und dann noch eng geführt.&nbsp;Bleibt lieber beim Stallhalfter, Leute, ihr habt es nicht verstanden.</p>



<p>Daran muss auch ein verpflichtender Pferdeführerschein als eine Art Nachweis, dass man über gewisse Grundkenntnisse verfügt, scheitern. Denn deren Grundkenntnisse sind nicht meine; ich würde durchfallen wie ein Felix Baumgartner durch die Atmosphäre: Denn hier wird nicht mit Hilfszügeln longiert, ich trage Handschuhe nur bei Minusgraden und das Pferd wird auch nicht eng am <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/knotenhalfter?ref=9">Knotenhalfter</a>* geführt.</p>



<p>Und immer daran denken: <strong>Verbote haben die Tendenz, sich auszubreiten</strong>. Wird der Pferdesport verboten, dann sind auch die Tage des Freizeitreitens gezählt. Und da wir eh gerade dabei sind, sollten wir auch Hunde-, Katzen- und andere Heimtierbesitzer unter die Lupe nehmen. Denn Menschen, die ihren Tieren schaden, sind ja nicht nur Reiter.&nbsp;</p>



<p>Mein absolutes Highlight in den Lösungsvorschlägen gegen Gewalt am Pferd stellt übrigens das Denunziantentum dar. Genau. Schwärzt einfach den ungeliebten Mitreiter beim Veterinärsamt oder dem Tierarzt an. Verpetzen im Namen des Guten fühlt sich bestimmt wahnsinnig toll an.&nbsp;So kann ein gutes Miteinander nicht funktionieren. Zu solchen Maßnahmen greifen zu wollen, ist in meiner Wahrnehmung krank.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Den Bock zum Gärtner machen &#8211; lasst die Verbände ran</h2>



<p>Nun könnte man denken, <strong>es tut sich doch was: Der Fünfkampf wird künftig bei Olympia ohne Pferd stattfinden.</strong> Für mich war der Eklat mit den hässlichen Bildern nur ein Nebenkriegsschauplatz. Denn die gleichen oder schlimmere können beliebig reproduziert werden, zum Beispiel auf den großen Turnieren und ihren Abreiteplätzen  – und da kräht kaum ein Hahn nach. Die Fünfkämpferin war ein Bauernopfer, während die systematischen Schinder ihr Spiel einfach weitertreiben und sich dabei noch auf die Schulter klopfen. <strong>Und die untätigen Verbände sind nicht Teil der Lösung, sondern des Problems</strong>, wenn bestimmte Trainingsmethoden wie Barren oder Rollkur in der Hand von Profis geduldet werden. Also Missbrauch ist schon ok, wenn er von den Richtigen durchgeführt wird. Und außerdem wird der Missbrauch ja zeitlich begrenzt: Also 10 Minuten Pferdequälen durch Rollkur passen, ab Minute 11 wird’s halt doof.&nbsp;</p>



<p>Und wir wundern uns, <strong>warum Pferdeleute und Reiten so ein schlechtes Image haben</strong>. Wir machen es uns zu leicht, wenn wir Kritik am Reitsport oder am Reiten an sich einfach als unqualifiziert wegwischen: „Der Laie kann doch gar nicht beurteilen, was wir mit dem Pferd machen.“ Äh doch. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als Kind in einem Fernsehbeitrag ausgebundene Pferde gesehen habe und ich konnte es nicht ertragen. Im Reitverein war das dann an der Tagesordnung, ich ritt ausgebundene Pferde, hatte die Erklärungen dafür gehört und für schlüssig befunden. Und heute kommen mir unter keinen Umständen mehr Hilfszügel ans Pferd.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-1024x683.jpg" alt="Mensch führt Pferd am Seil im Grünen" class="wp-image-5052" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Pferd muss dem Menschen folgen &#8211; das kann nur eine Form von subtiler psychischer Gewaltanwendung sein. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Die Lösung: Pragmatismus und Realismus&nbsp;</h2>



<p>Genug gestänkert, wie kann man das Dilemma lösen: <strong>Gewalt am Pferd soweit es geht unterbinden, ohne in Verboten und Regulierungen zu ersticken und die Atmosphäre in Ställen durch Überwachung noch weiter zu vergiften?</strong> Wir brauchen realistische Anforderungen. Wir müssen „nein“ sagen – in beide Richtungen: „nein“ zu tatsächlicher Gewalt. Und „nein“ zu dem, was manche als Gewalt definieren wollen: Spitznamen sind nämlich keine.</p>



<p>Ich glaube (immer noch), dass wir Menschen über so eine Art des inneren Kompasses verfügen, der uns intuitiv sagt, was richtig ist und was nicht. Als ich noch Horsemanship-Stunden geben habe, war mir die Einschätzung von Laien immer wichtig. Der Ehemann, der seiner Frau bei der Stunde und der Arbeit mit dem Pferd zusieht und dann meint: „Das sah aber schön aus.“ Oder die Mutter einer Freundin, die Zuschauerin auf einem Turnier war und meinte „das machen die Pferde doch nicht freiwillig.“&nbsp;</p>



<p>Vielleicht schaffen wir es, <strong>uns auf ein paar Grundlagen zu verständigen</strong>:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>dass es nicht ok ist, einem Pferd mit der Kandare den Kopf an die Brust zu ziehen</li>



<li>dass es nicht ok ist, einem Fluchttier den Kopf in welcher Form auch immer herunterzubinden</li>



<li>dass es nicht ok ist, Gebisse einzusetzen, die Schmerzen erzeugen und mit Sperrriemen zu verhindern, dass sich das Pferd dem entziehen kann.</li>
</ul>



<p>Was für mich nicht verhandelbar ist: <strong>Die Grundbedürfnisse des Pferdes müssen gedeckt sein</strong>.&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Auslauf und Bewegung</li>



<li>Soziale Kontakte</li>



<li>Licht und Luft</li>



<li>Schutz vor der Witterung</li>



<li>Futter und Wasser</li>



<li>Schmerzfreiheit</li>
</ul>



<p>Wir sollten uns klarmachen, dass wir täglich nur eine sehr begrenzte Zeit mit dem Pferd verbringen, vermutlich irgendetwas zwischen einer und drei Stunden pro Tag. In der restlichen Zeit lebt es sein eigenes Leben. Unser Job ist es also,<strong> sicherzustellen, dass es in dieser Zeit Pferd sein und seine Bedürfnisse befriedigen kann.</strong> Schon aus reinem Egoismus: Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Verhaltensprobleme oft Haltungsprobleme sind, die schnell gelöst werden können, wenn das Pferd in einem Umfeld leben kann, das es zufrieden stellt.&nbsp;</p>



<p>Und da wären wir wieder bei der durchaus kompetenten Einschätzung des Laien: Führst du den durch eine hoch- und eng vergitterte dunkle Boxengasse, wo der Staub vom letzten Misten noch in der Luft hängt, wird der sicher nicht von der angenehmen Aufenthaltsqualität schwärmen.&nbsp;Und da bin ich tatsächlich bei der Fraktion der Hardcore-Pferdeschützer: <strong>Schlechte Haltung ist eine Form von Gewalt.</strong></p>



<p>Boxenhaltung wäre deswegen das Erste, was ich abschaffen würde. In meiner Wahrnehmung sind Boxen nach wie vor die gängigste Form der Pferdehaltung – vor allem dort, wo mit Pferden satt Geld verdient wird. Dort sitzt dann auch die entsprechende Lobby und die wird den Teufel tun, etwas am Status Quo zu verändern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Individuelle Lösungen statt platte Verallgemeinerungen</h2>



<p>Die Herausforderung hier: <strong>Der Teufel steckt wieder im Detail.</strong> Wie viel Auslauf braucht denn nun das Pferd – nun, das hängt von ihm selbst ab. Wie viel soziale Kontakte? Die PN braucht zum Beispiel Wallache und Stuten in seiner Herde, um sich wohl zu fühlen. Der Projektwallach stand damals zur mit Wallachen zusammen. Und wo das eine Pferd Futter rund um die Uhr braucht, wird das andere davon einfach zu fett, was seiner Gesundheit auch nicht zuträglich ist. <strong>Wir brauchen individuelle Lösungen.</strong> Und auch wieder Augenmaß, um nicht zu sagen <a href="https://verstehepferde.de/auf-der-suche-nach-dem-rechten-mass/">das rechte Maß</a>. Denn auch hier schießt man über das Ziel hinaus: Wenn mir wieder ein Text begegnet, der über schlechte Herdenzusammenstellung und deren Auswirkungen auf Pferdekörper und -seele lamentiert, muss ich schon fast lachen.&nbsp;</p>



<p>In welcher Welt leben die Autoren? Bei uns sieht die Realität so aus: Entweder ich stelle mein Pferd auf die Matschkoppel hinter die nächsten Hügel, wo es im Sommer von Bremsen zerfleischt wird und im Winter bei jedem Schritt in zugefrorenen Pfützen einbricht.&nbsp;&nbsp;Oder es wohnt im Boxenknast mit Paddock-Gefängnishof zwischen Autobahnen – für mich gibt’s aber den Cappuchino-Automaten im Reiterstübchen und Ebbe-Flut-System in der klimatisierten 90 Meter Reithalle für perfekte Reitbodenverhältnisse. Dazwischen gibt es nichts. Sprich, Offenstall, Herdenhaltung, 24/7 Heu in guter Qualität in erreichbarer Nähe ist schon ein wahrgewordener Traum. Da kann ich nicht kommen mit Sonderwünschen für Herdenzusammenstellung, Paddock-Trail, goldenen Wasserhähnen oder was auch immer mein gebildetes Pferdemenschenherz gerade so verlangt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Deswegen Demut: Runter vom hohen Ross</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1024x683.jpg" alt="Pferdehaltung verbieten: Pferd hat Angst vor Regenschirm" class="wp-image-5057" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Traumatische Erfahrung Regenschirm. Training kann Skepsis und sogar Angst im Pferd hervorrufen. Unsere Aufgabe: Die Kurve kriegen und dem Pferd zeigen, dass es nicht sterben wird. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<p>Übrigens: <strong>Wer Gewalt so breit definiert und sie am Pferd vollständig verhindern will, der muss die Pferde leider aus seinem eigenen Leben verbannen</strong>. Denn wir selbst machen auch Fehler &#8211;&nbsp;&nbsp;selbst dann, wenn wir es gut meinen. Niemand kommt als geborener Pferdemensch auf die Welt und zum Lernen gehören nun einmal Versuche und Irrtümer. Die spezienübergreifende Kommunikation Mensch-Pferd gestaltet sich nicht immer so einfach und schon kommt es zu Missverständnissen. Alle unsere Fehler und Fehleinschätzungen können am Ende dazu führen, dass das Pferd mehr oder weniger darunter leidet: Vielleicht hat es Stress im Umgang mit uns, weil wir nicht klar genug sind, vielleicht fürchtet es sich vor Strafen oder wir haben verkannt, dass der Sattel nicht passt oder dass die Hufe falsch bearbeitet werden oder das Intervall zum nächsten Zahnarzttermin ist zu lang gewählt – oder, oder oder. Die Möglichkeiten sind endlos. Ja, die PN kennt Stress und Verwirrung, Ausweichverhalten, Angst und Überforderung. Mache ich das absichtlich? Nein. Kann ich es immer verhindern? Auch nein.</p>



<p><strong>Wir müssen runter von unserem hohen, moralischen Ross, anderen zu sagen, was sie zu tun und zu lassen haben. </strong>Auf dem Boden der Tatsachen ankommen und bei uns im Kleinen daran arbeiten, besser zu werden.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Guter Umgang mit dem Pferd?</h2>



<p><strong>Guter Umgang bedeutet für mich auf die individuellen Bedürfnisse des Pferdes einzugehen </strong>– und zwar ohne Scheuklappen und Dogmen. Das kann auch dazu führen, dass man die eigene Vorstellung an die Realität anpassen muss. Bei uns sah das so aus:</p>



<p>Meine Vorstellung war: Robuste Herdenhaltung im Offenstall ohne Zufütterung und ohne Decke. Western-Dressur mit Gebiss und hoffentlich irgendwann mal auf Kandare. Ausfahrten zu Seminaren. Gemütliche Ausritte, keine Spaziergänge (ich hasse sie), wenig longieren am Kappzaum (so laaangweilig und so gar nicht horsemanshippig).</p>



<p>Die Realität: Die PN ist nicht ganz so robust, deswegen trägt er bei Regen eine Decke. Ohne Zufütterung wird er trotz Heu rund um die Uhr zu dünn. Die Idee vom Reiten mit Gebiss habe ich beerdigt, wir reiten mit Bosal. Ausfahrten machen unserer beider Nervenkostüme nicht mit. Die PN liebt Spazierengehen – ups – weil er da nicht die Verantwortung trägt und im Notfall jemanden hat, dem er hinter laufen kann. Und das longieren oder zumindest Gymnastik an der Hand ist notwendig, damit er in Form bleibt.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-1024x683.jpg" alt="Pferde verbieten: Mensch streichelt Pferd am Kopf" class="wp-image-5054" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das kann keine gute Beziehung sein, schließlich wird das Pferd am Knotenhalfter gequält! Die Stellung der Ohren ist ein Zeichen von erlernter Hilflosigkeit! Und außerdem trägt es einen Spitznamen! Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Was können wir also tun, damit die Pferdewelt ein kleines Bisschen besser wird? Unser Bestes geben und vor der eigenen Haustür kehren. <strong>Mit gutem Beispiel voran gehen – so gut wir eben gerade sind.</strong> Uns weiterbilden, dazulernen uns informieren und im Gespräch bleiben. Den Zweifel einladen und in Betracht ziehen, dass wir selbst uns auch irren können. Mit unseren Mitreitern sprechen, sich austauschen – und voneinander lernen. Uns den Zeigefinger sparen und auch nicht losziehen auf einen Anti-Gewaltfeldzug in der Pferdewelt, um unsere Ansichten &#8211; mit Gewalt! &#8211; durchzusetzen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Ohne Worte: <a href="https://www.st-georg.de/news/pferde-und-leute/ludger-beerbaum-verstaendlich-machen-wie-tierfreundlich-unser-sport-bereits-ist/">https://www.st-georg.de/news/pferde-und-leute/ludger-beerbaum-verstaendlich-machen-wie-tierfreundlich-unser-sport-bereits-ist/</a><a href=""></a></p>



<p>Turniersport ist böse? Nicht unbedingt: <a href="https://lucamoneta.com/biografia/?lang=en">https://lucamoneta.com/biografia/?lang=en</a></p>



<p>Pferdetraining ohne alles: <a href="https://www.tamingwild.com">https://www.tamingwild.com</a><a href="https://www.peta.de/themen/pferde-reiten/"> </a></p>



<p>Fünfkampfdrama: <a href="https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/olympia-reitdrama-fuenfkampf-annika-schleu-100.html">https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/olympia-reitdrama-fuenfkampf-annika-schleu-100.html</a></p>



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		<title>10 Dinge, die ich an dir mag/Mein Pferd rockt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jan 2021 16:47:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Traumpferd]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kennst du das: Du kommst ohne besondere Erwartung in den Stall und dein Pferd flasht dich? Nachdem es in diesem Beitrag eher um die nervigen Verhaltensweisen und Charakterzüge der PN ging, dreht sich heute alles darum, warum er ein krasser Typ ist. 1. Menschenbezogenheit. Für die PN ist Kontakt mit…</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett-1024x683.jpg" alt="Seelenpferd: So brav und gutaussehend." class="wp-image-4260" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Aufmerksam, interessiert und immer im Dialog: Auch das ist die PN. Foto: <a href="http://www.isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



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<p>Kennst du das: Du kommst ohne besondere Erwartung in den Stall und dein Pferd flasht dich?</p>



<p>Nachdem es in <a href="https://verstehepferde.de/anti-seelenpferd/">diesem Beitrag</a> eher um die nervigen Verhaltensweisen und Charakterzüge der PN ging, dreht sich heute alles darum, warum er ein krasser Typ ist.</p>



<p>1. <strong>Menschenbezogenheit</strong>. Für die PN ist Kontakt mit dem Menschen wichtig. Er mag Menschen und hat Interesse an einer Verbindung, einer Beziehung und Kommunikation. Im Alltag habe ich deswegen meist ein Pferd, das sofort zu mir kommt oder bereits am Tor wartet, wenn er mich kommen hört.</p>



<p>2. <strong>Bespaßungswilligkeit und Motivation.</strong> Die PN ist unternehmungslustig. Ich brauche nicht Motivation für zwei – mich und das Pferd – mitbringen und auch keine Überzeugungsarbeit leisten. Die PN braucht ihre Bespaßung und erwartet die auch. Ist er der Meinung, dass der Umfang noch nicht erreicht ist, trödelt er und verzögert die Rückkehr zu den anderen. Damit vergrößere ich als Mensch aktiv seine Lebensqualität, und das ist ein ziemlich gutes Gefühl.</p>



<p>3. <strong>Neugierde und Gespräche.</strong> Die PN ist ein neugieriges Tier, stellt immer Fragen und wartet auf Antworten. Mit ihm führt man eine permanente Kommunikation, was ihn meistens leicht lesbar macht. Er sagt, was er denkt und fühlt und das macht das Zusammensein angenehm und klar.</p>



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</a></p>



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<p>4. <strong>Aufmerksamkeit</strong> <strong>und</strong> <strong>Wellness. </strong>Der Herr hat einen starke Präferenz für Wellness und die reicht in seiner Wahrnehmung vom simplen Putzen bis hin zur Versorgung von Wunden oder dem Verlesen des Schweifs. Das führt im Extrem dazu, dass sogar das Anlegen eines Hufverbands am Hinterhuf als (Beziehungs)Pflegemaßnahme wahrgenommen wird. Ein Traum für mich, weil es den Umgang so wahnsinnig erleichtert, wenn das Pferd auch bei der Versorgung von Verletzungen entspannt ist und man ihm das nicht erst erklären muss.</p>



<p>Familienintern machen wir Witze, dass wir die PN eigentlich am Haus halten sollten – dann könnte er mit am Tisch frühstücken und abends auf dem Sofa mit uns Netflix schauen. Ich hätte gerne einen Wintergarten mit Zugang zum Garten, dann könnte die PN direkt reinmaschieren. Und er würde das knallhart durchziehen. Denn der Herr ist gerne dabei. Wo Menschen sind, ist es erstmal spannend und interessant und erst danach vielleicht gruselig.</p>



<p>5. <strong>Witzige Ideen/Kindskopf</strong>. Die PN hat viele Ideen, manche davon unbrauchbar, andere hochgradig lustig. Im Prä-Corona-Winter quatschte ich mit einer Miteinstellerin vor der Futterkammer. Dort ist eine kleine Empore mit niedriger Decke (= angehobener Pferdekopf geht nicht) seitlich begrenzt von einer Wand und einem Holzbalkenkreuz. Der PN war fad, also kletterte er um die Kurve auf die Empore in den Engpass und stellte sich dazu. Er muss auch immer checken, was Menschen in der Hand haben – beim Physiotherapeuten waren das dann Akupunkturnadeln. So gibt’s eigentlich immer was zu lachen.</p>



<p>6. <strong>Verständigkeit/Lerntempo.</strong> Auch wenn ich gerne Witze über fehlende Hirnzellen mache, weil er wegen einer niesenden Ziege zwei Meter aus dem Stand in die Luft hüpft: Die PN kann lesen und schreiben. Ich habe bis heute das eine oder andere Pferd trainiert und das gekauft, das so schnell lernt wie kein anderes (ich wusste, dass er schnell nach Lösungen sucht, aber so schnell?). Bei gutem Timing reicht der PN eine, ich wiederhole, eine Wiederholung, um zu verstehen, was ich will. Das bedeutet im Umkehrschluss: Wenn er Probleme hat, etwas zu verstehen oder umzusetzen, zwickt es entweder körperlich oder meine Erklärversuche waren nicht gerade brilliant.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="4243" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett3-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4243" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett3-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett3-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett3-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett3-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett3.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett4.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="4241" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett4-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4241" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett4-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett4-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett4-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett4-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett4.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Gelehrig, intelligent, fein zu reiten. Was will man mehr. Fotos: <a href="http://www.isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



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<p>7. <strong>Sensibilität und Beherrschung.</strong> Man bewegt sich auf Körperspannung, Fingerzeig oder auf wenige Gramm hin am Seil. Eine Geste ist meistens das Maximum an Hilfe, das ich anwende – und wehe dem, sie kommt zu schnell oder mit zu viel Nachdruck. Die PN ist wahnsinnig fein, schon von Natur aus. Das macht ihn im Handling angenehm und im Training schnelle Fortschritte möglich. Andererseits ist es ganz erstaunlich, wie gut er sich im Griff hat, obwohl er so schnell in Sorge gerät.</p>





<p>Jüngst an einem der ersten richtig kalten Tage ritt ich mit Pad und einem weichen, selbst gemachten Bosal – flott vorwärts im Trab am langen Zügel und in seinem Rücken bockt seine Pferdefreundin an der Longe quietschend los. Ich hätte vollstes Verständnis gehabt, wenn ihn das angesteckt hätte. Stattdessen hat er mit dem Kopf geschlagen und ist stehengeblieben.</p>



<p>8. <strong>Try und Vertrauen</strong>. Die PN versucht und probiert, wenn ich ihn darum bitte. Er gibt, was er kann und er folgt mir, auch wenn er der Meinung ist, dass das nicht die beste Idee ist. Das kann ich gar nicht hoch genug bewerten, da er per se ein Pferd mit hohem Selbsterhaltungstrieb ist, das schnell skeptisch wird. Der starke Try, den er hat, macht die PN am Ende zu einem sehr mutigen Pferd. Denn er gibt Dingen eine Chance, auch wenn er Angst hat und überwindet seine Angst.</p>



<p>Hier ist für uns übrigens ein Satz aus dem Horsemanship zentral:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Don’t ask a trying horse to try“.</p>
<cite>Pat Parelli</cite></blockquote>



<p>Die PN gibt sich Mühe und als Mensch weiß ich das besser zu würdigen. Wenn ich das nicht wahrnehme, kann Vertrauen hier sehr, sehr schnell zu Bruch gehen. Die PN setzt auf meine Wahrnehmung und will sich darauf verlassen können, dass ich weiß, wie es ihm geht und Situationen richtig einschätze. Das gilt auch für <a href="https://verstehepferde.de/stallapotheke/">Verletzungen oder körperliche Wehwehchen</a>. Ich habe mittlerweile fast einen sechsten Sinn entwickelt, wenn es ihm irgendwo zwickt – und das wird von seiner Seite sehr geschätzt.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/5D3_7261-Kopie-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" data-id="4246" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/5D3_7261-Kopie-2.jpg" alt="" class="wp-image-4246" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/5D3_7261-Kopie-2.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/5D3_7261-Kopie-2-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/5D3_7261-Kopie-2-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/5D3_7261-Kopie-2-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/5D3_7261-Kopie-2-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pn-kranz.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="4242" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pn-kranz-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4242" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pn-kranz-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pn-kranz-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pn-kranz-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pn-kranz-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pn-kranz.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Weihnachtskranz-Shooting: Trotz gründlicher Vorbereitung mit allen möglichen Objekten fand die PN den Kranz um den Hals nicht lustig – hier sieht man seinen besorgten, unglücklichen Gesichtsausdruck. Am Ende wurde er selbstgewusster. Foto: <a href="http://www.isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



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<p>9. <strong>Die Optik:</strong> Schräge Blesse, schicker Hals, wechselnde Fellfarbe, leicht auf den Füßen – wenn nichts mehr hilft und er mir mit seinen eher <a href="https://verstehepferde.de/anti-seelenpferd/">nicht so positiven Eigenschaften</a> auf den Sender geht, denke ich mir: hey, immerhin sieht er echt gut aus.</p>



<p>10. <strong>Die Bewegung</strong>. Die PN läuft immer schöner und findet zu <a href="https://verstehepferde.de/nase-runter-hals-biegen/">gesünderen Bewegungsabläufen</a>. Seit ein paar Woche sehe ich, wie er außerdem Kraft bekommt und aufmuskelt. Und: Er hat wahnsinnig sitzbequeme Gänge, flach, aber mit genügend Untertritt. Vom Reitkomfort wusste ich nichts, als ich ihn gekauft habe – hab’s mir aber gedacht. Insgesamt ist die PN ein athletisches und talentiertes Pferd, was mich als Reiter in manchen Manövern ohne viel Zutun wirklich gut aussehen lässt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett2.jpg" alt="Seelenpferd: Schöner Galopp an der Longe." class="wp-image-4244" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett2.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett2-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett2-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett2-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/01/pnnett2-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Es hat eine Weile gedauert, diese Form im Galopp zu finden. Foto: <a href="http://www.isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<p>Man muss es ganz klar benennen: Viele diese Verhaltensweisen schmeicheln meinem Ego.</p>



<p>Von daher: Die PN ist schön, schlau und meistens brav!</p>



<p>Welche Eigenschaften findest du an deinem Pferd so richtig nice? Lass mir gerne einen Kommentar da!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-1024x98.png" alt="Seelenpferd: Zum Weiterlesen" class="wp-image-723" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-1200x116.png 1200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p><a href="https://verstehepferde.de/anti-seelenpferd/">Mein Pferd nervt: Hier ein Beitrag</a> zu den eher anstrengenden Seiten der PN.</p>



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		<title>So wirst du ein guter Pferdemensch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2020 14:10:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung zum PFerd]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdemensch]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdetraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir wollen unseren Pferden gute Partner sein. Und machen uns auf dem Weg, ein guter Pferdemensch zu werden. Wie werden wir also zu echten Pferdemenschen?&#160;Wir brauchen drei stabile Säulen:&#160; 1. Wissen in Theorie 2. Methodik in der Praxis 3. Beobachtungsgabe, um das Wissen einzuordnen und es in der Praxis ans…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106.jpg" alt="" class="wp-image-4172" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption"><font size="3"><i><center>Ein guter Pferdemensch sein, das wär’s! Foto:&nbsp;<a href="http://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></center></i></font></figcaption></figure>



<p>Wir wollen unseren Pferden gute Partner sein. Und machen uns auf dem Weg, ein guter Pferdemensch zu werden. </p>



<p>Wie werden wir also zu echten Pferdemenschen?&nbsp;Wir brauchen drei stabile Säulen:&nbsp;</p>



<p>1. <strong>Wissen in Theorie</strong></p>



<p>2.<strong> Methodik in der Praxis</strong></p>



<p>3. <strong>Beobachtungsgabe, um das Wissen einzuordnen und es in der Praxis ans Pferd anzupassen</strong></p>



<p>Damit können wir uns eine individuelle Gebrauchsanweisung für unser Pferd selbst schreiben. Horsemanship kann uns mit Wissen, Methodiken und Techniken gute Fragen und Ansätze liefern und unsere Beobachtungsgabe die Antworten.</p>



<p></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



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</div>


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<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Wissen</strong></h3>



<p>Ohne Wissen stochern wir im Nebel und uns fehlt die Voraussetzung, um überhaupt <strong>Kommunikation und darüber eine harmonische Partnerschaft</strong> zum Pferd aufbauen zu können. Deswegen sollten wir unbedingt in Erfahrung bringen, wie Pferde ticken und wie sie lernen.&nbsp;</p>



<p>Im Horsemanship gibt es dafür eine Reihe von <a href="https://www.warwickschiller.com/12-principles-of-training/">Prinzipien</a>, die oft auf Aussagen der Väter der Bewegung zurückgehen. Zwei Klassiker sind zum Beispiel&nbsp;<em>„Make the wrong thing difficult and the right thing easy“ </em>(Erschwere das falsche Verhalten und erleichtere das richtige Verhalten) oder „<em>Pressure motivates, release teaches“</em> (Druck motiviert, Nachlassen lehrt).</p>



<p>Für mich sind das tatsächlich Wahrheiten, die immer und für alle Pferde gelten.&nbsp;</p>



<p>Die Herausforderung dabei: Sie beschreiben keine konkrete Situation (sonst wären sie nicht allgemeingültig) und lassen großen Handlungs- und Interpretationsspielraum. Wir wir die Prinzipien also individuell umsetzen, hängt immer vom Pferd ab. Dazu mehr unter Punkt 3.</p>



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</a></p>



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<h3 class="wp-block-heading">2. Methoden</h3>



<p>Im Umgang mit dem Pferd gibt es eine ganze Reihe von <strong>Fähigkeiten, die wir brauchen</strong> und uns aneignen sollen. So wie ein guter Reiter gelernt hat, in Angstsituationen nicht mit den Händen zu grabschen und den Beinen zu klammern, so hat der gute Pferdemensch sich ebenfalls einige Verhaltensweisen antrainiert. Ein guter Reiter ist für mich übrigens nicht automatisch ein guter Pferdemensch : )</p>



<p><strong>Der gute Pferdemensch hat gelernt</strong>:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>seine Energie hochfahren, genauso aber auf null herunterfahren zu können</li>



<li>Hilfen dosiert zu geben und fein und klein anzufangen</li>



<li>Seine Hände langsam zu schließen und schnell zu öffnen (so dass der Druck langsam steigt, die Release aber zügig kommt)</li>



<li>Sich dem Pferd freundlich anzunähern und es nicht zu überfallen</li>



<li>Wie wichtig Fokus und ein klarer Plan sind und wie man das umsetzen kann</li>



<li>Seine Emotionen im Griff zu behalten</li>



<li>… die Liste lässt sich noch beliebig verlängern.&nbsp;</li>
</ul>



<p>Wissen und Erfahrung der Anwendung in der Praxis allein machen uns allerdings noch nicht zu guten Pferdemenschen. Hier können wir nämlich durchaus in eine Falle laufen, die dem Horsemanship als Bewegung oder Trainingsansatz gern unterstellt wird:&nbsp;</p>



<p><em>„Ihr habt ja nur einen Cookie Cutter Approach, eine One size fits all-Lösung!“</em>, also eine Lösung, die allen Pferden übergestülpt wird, egal, wie gut oder schlecht sie passt. Ganz nach dem Motto: Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, der sieht in jedem Problem einen Nagel. Genau deswegen brauchen wir den dritten Pfeiler: Die Beobachtungsgabe.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/01/AW0O2494.jpg" alt="Guter Pferdemensch, Pferd mit Mensch, Bodenarbeit" class="wp-image-4037" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/01/AW0O2494.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/01/AW0O2494-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/01/AW0O2494-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/01/AW0O2494-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/01/AW0O2494-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><font size="3"><i><center><a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/knotenhalfter/products/profi-knotenhalfter-von-brockamp?ref=9">Knotenhalfter</a>*, <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/ropes/products/lead-rope-von-brockamp-oese-oder-karabiner?ref=9">Rope</a>* und <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/sticks-strings/products/horseman-stick-brockamp-profiqualitaet?ref=9">Stick</a>*? Das muss Horsemanship sein! Foto: <a href="http://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></center></i></font></figcaption></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading">3. Beobachtungsgabe</h3>



<p>Unsere Beobachtungen und unser genaues Hinsehen erlauben es uns erst, unser Wissen und unsere Kompetenz in der Umsetzung von Methoden und Techniken<strong> ans Pferd und seine individuellen Bedürfnisse anzupassen</strong>.&nbsp;Hierher gehören auch <a href="https://verstehepferde.de/achtung-achtsamkeit/">Bewusstheit und von mir aus auch Achtsamkeit</a>.</p>



<p>Auch darauf haben die Väter des Horsemanship vor Jahrzehnten schon hingewiesen mit Aussagen wie:</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-left is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Adapt to fit the situation“ (Anpassen, um der Situation gerecht zu werden“) </p>
<cite>Tom Dorrance</cite></blockquote>



<p>oder</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-left is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„It depends“ (es kommt darauf an )</p>
<cite>Tom Dorrance</cite></blockquote>



<p>So lauten zwei zentrale Zitate, die zeigen, dass wir Menschen unser Verhalten anpassen müssen und dass es auf verschiedene Faktoren ankommt, wie man zu einem gewissen Zeitpunkt mit einem gewissen Pferd, Verhalten oder Problem umgeht.</p>



<p>Dafür müssen wir unser Pferd kennen und es verstehen: <a href="https://verstehepferde.de/100-fragen-an-dein-pferd/">Wie tickt unser Pferd</a>? Was für einen Charakter hat es? Wie kommuniziert es? Was ist ihm wichtig?</p>



<p>Ein guter Pferdemensch ist für mich also jemand, der sein Wissen in der Praxis so anwenden kann, dass er seinem Pferd hilft und es unterstützt.&nbsp;</p>



<p>Die PN hat mich zum Weiterdenken und Experimentieren gebracht &#8211; weg vom starren Folgen von Prinzipien und Methoden, die kluge Menschen aufgestellt haben, hin zu einer individuellen Variante davon. Eine zentrale Erfahrung für mich dabei war: <strong>Die Grundsätze des Horsemanship sind zwar gültig, sollten aber individuell erweitert und ergänzt werden.</strong></p>



<p>Im Folgenden gebe ich ein paar Beispiele, was ich damit genau meine.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Stoik, Passivität, Neutralität oder Verbindung</h4>



<p>Eine zentrales Element im Horsemanship ist zum Beispiel, absolut <strong>neutral und emotionsfrei</strong> sein zu können. Diese Stoik hilft es unsere Pferden zu verstehen, dass sie etwas richtig gemacht haben. Das gleiche gilt für Druck weg und Pause machen, das Pferd in Ruhe lassen. Sie gelten als die Belohnung schlechthin für Pferde. Aber nicht für alle.</p>



<p>Meinem zum Beispiel reicht das nicht. Werde ich zu passiv, zu still, zu neutral, verliert er die Verbindung zu mir. Er empfindet meine <strong>Stille als einen Abbruch der Kommunikation</strong>. Und gerade auf die legt er sehr großen Wert: Die PN muss wissen, dass eine Verbindung da ist, er braucht Antworten auf seine Fragen (und die stellt er dauerhaft).&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Release, Druck weg oder Stimmlob</h4>



<p>Einfach „nur“ den Druck einer Hilfe wegzunehmen, reicht für ihn nicht als Bestätigung, dass er etwas gut gemacht hat. Er braucht <strong>eine stärkere Rückmeldung</strong>. Auf die Distanz ist das tatsächlich meine Stimme geworden. Das ist insofern witzig, als dass ich das Dauerquatschen mit dem Pferd eigentlich als lästig empfinde und auch als Verwässerung von klaren Signalen. Meine Ansicht war: <strong>Stille und Ruhe ist der anstrebenswerte Zustand</strong>. </p>



<p>Die PN sieht das aber anders. Ich habe ihn mit der Stimme in die Innenstellung beim Longieren gequatscht, indem ich ihn jedes Mal gefeiert habe, wenn er es angeboten hat. Mit dem Ergebnis, dass er es immer öfter tut. (Der Rahmen war hier die Equikinitik. Für mich als Horsemanshipler ist das eine Herausforderung, weil wir die Pferde ja nicht durch Aufhören belohnen können, da nach festen Intervallen gearbeitet wird. Die positive Rückmeldung war in unserem Fall also das Stimmlob).</p>



<p>Auch in schwierigeren Situationen, wenn er sich anspannt oder ihn etwas verunsichert, hilft es ihm, wenn ich <strong>eine verbale Verbindung aufbaue </strong>und ihn anspreche. Das unterbricht häufig seine Gedanken und er verändert seinen Fokus weg vom Gruselding hin zu mir.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8036.jpg" alt="Guter Pferdemensch, Pferd mit Mensch, Lachen" class="wp-image-4177" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8036.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8036-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8036-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8036-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8036-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption><font size="3"><i></i></font><i></i><center><i><font size="3">Rückmeldung, bitte: Die PN hat gern eine klare Kommunikation. Auch Lachen gehört dazu. Foto: <a href="http://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></font></i></center></figcaption></figure></div>



<h4 class="wp-block-heading">Personal space oder das Bedürfnis nach Nähe</h4>



<p>Meine Annahme: „Lass ihn in Frieden und in Ruhe“ wird von Pferdeseite geschätzt. Die PN gehört allerdings eher in die Kategorie „Aufmerksamkeit und Wellness jetzt“.<strong> Streicheln und naher Kontakt</strong> werden nicht nur an sich gern genommen.&nbsp;</p>



<p>Wenn er verunsichert ist, stellt er sich gern auf meine Zehen (im übertragenen Sinne &#8211; er steht natürlich daneben) und sucht Nähe. Da die PN durchaus Spacko-Potenzial haben kann, habe ich Wert anfangs darauf gelegt, dass er einen Sicherheitsabstand von etwa zwei Metern hält, wenn er so oben raus ist, dass er seine Füße nicht alle parallel und gleichzeitig auf dem Boden halten kann. Für ihn bedeutet das aber <strong>eine Abwehr von Kontakt und ein Abbrechen der Verbindung</strong> durch mich. Ich experimentiere also zurzeit damit, ihn etwas näher heranzulassen, damit er sich wieder besser fühlen kann (was auch gelingt). Das soll jetzt keine Aufforderung sein, euren <a href="https://verstehepferde.de/ross-jacobs-interview/">personal space, eure Bubble</a> nicht zu verteidigen, wenn es gefährlich wird! Eure Sicherheit geht immer vor!&nbsp;</p>



<p>Ich probiere die unterschiedlichen Grade des Heranlassens mit der PN nur aus, weil ich ihn ohne Probleme mit wenig Aufwand von mir weghalten kann &#8211; auch wenn es wirklich dumm laufen sollte. (Die Voraussetzung dafür ist mein <a href="https://verstehepferde.de/hinterbeine-kreuzen-warum/">Steckenpferd, die Vorhandkontrolle: Das Pferd darf nicht mit der Schulter schieben</a>).&nbsp;</p>



<p>Mein Ziel ist es, ihm zu erklären, dass er sich auch etwas weiter entfernt bei Gefahr gut und sicher fühlen kann und nicht auf meinen Schoß muss. Bis dahin halte ich ihm im übertragenen Sinne durch größere Nähe die Hand. &nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Follow the plan oder mache Experimente</h4>



<p>Ich mag Struktur und ein schrittweises Vorgehen, das aufeinander aufbaut. <a href="http://warwickschiller.com">Warwick Schiller</a> nennt das <em>„create a tool before you use a tool“ &#8211; „erschaffe das Werkzeug, bevor du es benutzt“</em>. Wir sollten dem Pferd also eine Hilfe erst erklären und beibringen, bevor wir sie einsetzen. Gesunder Menschenverstand. Wie soll das Pferd auch richtig reagieren, wenn es gar nicht weiß, was wir eigentlich von ihm wollen.</p>



<p>Warwick bringt den Pferden zum Beispiel bei, auf das Annehmen der Zügel im Genick abzukippen und rückwärts zu treten. So erreicht er eine aktive Hinterhand. Nimmt er jetzt die Zügel im Trab an und fügt Bein hinzu, erreicht er ein schönes Vorwärts mit aktivem Hinterbein. Ein für mich super schlüssiges Vorgehen, das ich so mit der PN umsetzen wollte.&nbsp;</p>



<p>Gleichzeitig hat mich eine meiner netten Miteinstellerinnen auf die Idee gebracht, doch <strong>einfach mal zu experimentieren</strong>, was geht und was nicht, ohne vorher groß aktiv etwas beizubringen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich habe schnell gemerkt, dass ich für die Anfänge einer<strong> leichten seitlichen Verschiebung</strong> nicht groß meine Schenkel wie nach Lehrbuch einsetzen muss &#8211; es reicht, wenn ich meine Schultern und die Hüfte drehe und mein Gewicht verlagere. </li>



<li>Interessanterweise klappte das genauso <strong>beim korrekten Durchreiten einer Ecke</strong>: Statt einer Hilfenkaskade (die die PN auch noch gar nicht kennt und nach der ich nicht reiten will) habe ich meinen Körper in eine leicht gedrehte Position gebracht und darauf geachtet, dass ich selbst nicht auf die innere Schulter falle. Und siehe da, das Pferd geht gebogen um die Ecke und  spiegelt meine Körperhaltung. </li>



<li>Im Trab biete ich der PN jetzt einen Kontakt am Zügel an und halte ihn stabil aufrecht, ohne darüber hinaus einzuwirken. Meine Idee: Ihm einen Vorschlag für eine andere Kopfposition und einen Kontakt zwischen Maul und Hand zu machen und zu schauen, wie er reagiert. Und siehe da: Er experimentiert mit verschiedenen Kopfpositionen und findet eine passende und damit auch mehr Ruhe im Maul.</li>
</ul>



<p>Meine Aha-Momente: Ein Plan ist gut und richtig. Aber<strong> etwas einfach geschehen zu lassen statt es aktiv herbei führen</strong>, ist auch nice. Und so reite ich aktuell nicht mehr mit Anweisungen oder Ansagen, sondern nur noch mit Hilfestellungen.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8214.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="4176" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8214.jpg" alt="" class="wp-image-4176" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8214.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8214-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8214-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8214-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8214-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8253.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="4175" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8253.jpg" alt="" class="wp-image-4175" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8253.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8253-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8253-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8253-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8253-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption"><center> <font size="3"><span><i>Spiegeln geht in der Bodenarbeit und vom Sattel aus. <a href="https://t.adcell.com/p/click?promoId=181678&amp;slotId=94158&amp;param0=https%3A%2F%2Fhorse-and-rider.de%2FWaldhausen-Jeansjodhpurreithose-Dorit-schwarz" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jodhpur-Reithosen gibt&#8217;s hier*.</a><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" src="https://t.adcell.com/p/view?promoId=181678&amp;slotId=94158" alt=""><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" src="https://t.adcell.com/p/view?promoId=181678&amp;slotId=94158" alt="">Foto: </i><a style="font-style: italic;" href="http://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></span></font></center></figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">„Make the wrong thing hard and the right thing easy“ oder „easy“ ist nicht genug</h4>



<p class="has-text-align-left" style="font-size:18px"><em>„Make the wrong thing hard and the right thing easy“</em> besagt, <strong>dem Pferd das falsche Verhalten zu erschweren und das richtige, erwünschte Verhalten leicht zu machen</strong>. Für die PN reicht das nicht. Er braucht mehr als nur den Hinweis „das hier sollst du machen, das hier sollst du besser lassen“. Auch dahinter verbirgt sich wieder sein Bedürfnis nach Verbindung, konkreter Rückmeldung und dem Wunsch, etwas gemeinsam zu tun, statt nur Anordnungen auszuführen.</p>



<p style="font-size:18px">Beim Reiten beispielsweise zog er anfangs immer stark zum Tor. Dahinter ist Gras, außerdem fehlt uns die Routine. Reiten ist nach wie vor ungewohnt und deswegen aus seiner Sicht mit Vorsicht zu betrachten.&nbsp;</p>



<p class="has-very-light-gray-background-color has-background" style="font-size:18px">Ein gute Strategie für den <strong>Tor-Magnetismus</strong> liegt darin, die Dinge, die man eh trainieren will, eben am Tor oder dort zu reiten und zu üben, wo das Pferd gern sein möchte. Pause gibt’s dann abseits des Lieblingsorts des Pferdes, in der Nähe der Gruselecken oder dort, wo es sich sonst nicht so gern aufhält. Das schafft einen mentalen Ausgleich im Pferd und gibt ihm die Gelegenheit, nach neuen Lösungen zu suchen und die Gruselecken als netten, bequemen Ort kennenzulernen.</p>



<p style="font-size:18px">Im Falle der PN reichte es aber nicht aus, den Bereich am Tor durch Arbeit etwas unbequemer und den Bereich abseits des Tors attraktiver zu machen. Vielmehr musste ich <strong>die hinteren Ecken für ihn sicherer machen</strong>. Und da half uns erneut eine starke Rückmeldung in Form von Feiern durch Stimme, Streicheln und am Anfang sogar Absteigen und die Reiteinheit beenden. Noch mehr Anreiz, in die unbeliebten Ecken zu gehen, schuf Gras: Ich habe ihn dort immer mal wieder Gras von den Reitplatzrändern fressen lassen. Die Strategie hat ihm schon <a href="https://verstehepferde.de/longieren-koerpersprache-und-hilfen/">beim Longieren geholfen, eine schöne Haltung zu finden und zu halten</a>.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O0250.jpg" alt="Guter Pferdemensch, Pferd mit Mensch, Longieren, Trab" class="wp-image-4173" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O0250.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O0250-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O0250-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O0250-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O0250-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption><font size="3"><center><em>Die Laufmanier an der Longe wird immer besser. Foto: <a href="http://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></em></font></center></figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship oder Tricks</h4>



<p style="font-size:18px">Als Horsemanship-Frau finde ich <strong>Tricks in erster Linie albern</strong>. <a href="https://www.pferdefluesterei.de/bernd-hackl-reiten-im-sinne-des-pferdes/">Und irgendwie auch unwürdig</a>. Ich will mein Pferd nicht zu einem Roboter degradieren, der auf Knopfdruck/Signal ein Verhalten abspult. Dass das nicht so sein muss, schreibt Ross Jacobs hier: </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-facebook wp-block-embed-facebook"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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</div></figure>



<p style="font-size:18px">Die PN hat mir gezeigt, dass ich Tricks auch einsetzen kann, um ein Gespräch zu führen und <strong>eine Kommunikation zu entwickeln</strong>. Es geht dann weniger um das Ergebnis, sondern vielmehr um den Prozess.&nbsp;</p>



<p style="font-size:18px">Der Herr ist etwas oral fixiert und liebt es, Dinge mit seinem Maul zu erkunden. Bei der Hufpflege saß ich vor ihm auf dem Boden und er fing an, in meinen Hut zu beißen. Daraus haben wir ein Hut-vom-Kopf-ziehen entwickelt. Ups.&nbsp;</p>



<p style="font-size:18px">Tanja, Miri und Petra aus dem <a href="https://verstehepferde.de/pfernetzt19-hat-bewegt/">Pfernetzt-Team</a>, die dem Clickern und dem Training mit positiver Verstärkung deutlich näher stehen als ich, haben mir dann jede Menge nützlicher Tipps gegeben. Die nächste Idee ist, dem Herrn das Apportieren beizubringen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8129.jpg" alt="Guter Pferdemensch, Pferd mit Mensch, Verbindung" class="wp-image-4170" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8129.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8129-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8129-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8129-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8129-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption><font size="3"><center><font size="3"><i>Der Hut war schon immer von größerem Interesse. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></i></font></center></figcaption></figure>



<h5 class="wp-block-heading">Videos &#8211; die PN lernt den Hut-Trick</h5>



<p style="font-size:18px">In <a href="https://youtu.be/DWIgxhWGBUI">diesem Video</a> geht es darum, dass die PN den Hut anhebt.</p>



<p style="font-size:18px">Im <a href="https://youtu.be/gLiacyKfYfQ">zweiten Video</a> geht es darum, dass er ihn länger im Maul behält.</p>



<p style="font-size:18px">Ihr seht in den Videos, dass mein Timing wirklich schlecht ist. Ich habe wenig Klarheit darüber, wann ich das Signalwort „brav“ am besten sage, weil ich noch nicht sicher war, was ich eigentlich belohnen will: Das Anheben des Huts oder das Loslassen?&nbsp;</p>



<p style="font-size:18px">Im zweiten Video vergesse ich sogar, das Wort überhaupt zu sagen. Aber trotzdem (oder gerade deswegen?) findet eine super witzige Kommunikation statt und die PN ist voll dabei. Im zweiten Video finde ich total witzig zu sehen, wie er experimentiert, indem er den Hut mit dem Kopf herum schleudert oder nur mit dem Maul bearbeitet.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="Kreuzen" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



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</a>



<p style="font-size:18px"><a href="https://blog.hippothesen.de/was-macht-einen-pferdemenschen-aus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier geht es um Mindset und Werte</a> eines guten Pferdemenschen.</p>



<p style="font-size:18px"><a rel="noreferrer noopener" href="https://einfachreiten.com/was-die-hilfen-ueber-dich-verraten/#comment-18981" target="_blank">Hier ein interessanter Beitrag zum Thema Hilfen</a> und ihrer Bedeutung &#8211; nämlich helfen. </p>



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		<title>Hinterbeine kreuzen &#8211; warum?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2019 07:12:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterhand weichen lassen]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterhandkontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Hinterhand weichen lassen, die Hinterhand untertreten oder übertreten lassen, die Hinterhand verschieben &#8211; auf Englisch &#8222;disengage or yield the hind&#8220;: Im Horsemanship ist diese Übung, die Hinterhand-Kontrolle, ein zentrales Tool, auf dem alles andere aufbaut. Das Pferd kreuzt dabei mit seinem inneren Hinterbein über sein äußeres. Warum das so…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Hinterhand weichen lassen, die Hinterhand untertreten oder übertreten lassen, die Hinterhand verschieben &#8211; auf Englisch &#8222;disengage or yield the hind&#8220;: Im Horsemanship ist diese Übung, <strong>die Hinterhand-Kontrolle</strong>, ein zentrales Tool, auf dem alles andere aufbaut.  Das Pferd kreuzt dabei mit seinem inneren Hinterbein über sein äußeres. </p>



<p>Warum das so wichtig ist, wie, wann und warum man es einsetzt und worauf es ankommt, darum geht es in diesem Beitrag. Außerdem gehe ich auf die häufigsten Gegenargumente (Vorurteile?) ein. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Hinterhand weichen lassen &#8211; Warum? </h3>



<p>Warum ist das Übertreten lassen der Hinterbeine sinnvoll? Aus drei Hauptgründen: </p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>1. Kontrolle für uns</strong></h4>



<p> Alle Formen des Bockens oder Durchgehens &#8211; Buckeln, Steigen, zur Seite springen, den Renngalopp anwerfen &#8211; erfordern zwei Hinterbeine, die breit stehen und sich parallel vom Boden abdrücken. Die Kraft, sich mit zwei Hinterbeinen loszukatapultieren, hat Pferde über Jahrtausende überleben lassen. Wir Menschen können Kontrolle über diese Kraft gewinnen, wenn wir die Hinterbeine weichen, also übertreten lassen. Wenn sie kreuzen, kann das Pferd sich nicht mehr abdrücken. Damit nehmen wir ihm die Möglichkeit, blind zu fliehen, können kritische Situationen entschärfen, das Pferd bei uns halten und <strong>Kontrolle wie Kommunikation gleichermaßen aufbauen.</strong></p>



<p>Ein gutes, das heißt <strong>korrektes hinten Übertreten</strong> hat außerdem zur Folge, dass das Pferd die Schulter aufmacht und Kopf und Hals rundet und fallen lässt (<a href="//verstehepferde.de/?p=3690&amp;preview=true#Wie_Die_Hilfen_vom_Boden_so_gehts">siehe Wie</a>). Denn <strong>wir</strong><em><strong> </strong></em><strong>beeinflussen Kopf, Hals, Schulter und Hinterhand</strong> mit der Übung. Daraus resultiert eine entspannte Körperhaltung. Korrektes Disengagen ist also viel mehr als nur das Kreuzen der Hinterbeine &#8211; es fängt an der Nase an und geht durch den ganzen Körper bis zum Schweif. Das Pferd wird dadurch aufnahmebereiter, nachgiebig und nicht mehr auf Flucht und Gegendruck gepolt. Es lernt, auf Druck zu weichen. </p>



<p>Das Disengage ist ein wesentlicher Teil des <a href="//verstehepferde.de/?p=3690&amp;preview=true#Hinterhand_verschieben_Die_Hilfen_vom_Sattel">One-eins-Stops, oder Bend-To-A-Stop, dem Notaus beim Reiten</a>. Dabei holen wir zuerst den Kopf des Pferdes in die Biegung und lassen dann die Hinterbeine übertreten. </p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-1 is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="585" data-id="3810" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-1024x585.jpg" alt="Pferd schießt los - vor dem Hinterhand weichen" class="wp-image-3810" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-1024x585.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-300x172.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-768x439.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-150x86.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Man schießt umbalanciert los&#8230;.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="818" height="764" data-id="3809" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock.jpg" alt="Pferd bockt vor dem Hinterhand weichen" class="wp-image-3809" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock.jpg 818w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock-300x280.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock-768x717.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock-150x140.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 818px) 100vw, 818px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230;man rettet sich in einen Bocksprung&#8230;.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="737" height="590" data-id="3808" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/stand.jpg" alt="Pferd steht nach dem Hinterhand weichen" class="wp-image-3808" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/stand.jpg 737w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/stand-300x240.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/stand-150x120.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 737px) 100vw, 737px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230; man wird vom Seil gestoppt, die Hinterhand dreht raus. Fotos: Marko</figcaption></figure>
</figure>



<h4 class="wp-block-heading"></h4>



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<p><br><strong>2. Entspannung fürs Pferd</strong></p>



<p><strong>Hinterbeine kreuzen lassen hilft dem Pferd, sich zu entspannen</strong>. Es gibt eine Theorie &#8211; wahrscheinlich wissenschaftlich nicht haltbar -, dass es die die Hirnhälften des Pferdes besser vernetzt. Dass das Pferd mehr Koordination für das Kreuzen aufbringen muss als für ein simples Geradeaus Laufen und es deswegen auf andere Gedanken kommt. Unbestritten dagegen ist die Annahme, das jegliche Form von Widerstand aus einem festen, geraden und steifen Körper kommt. Sobald wir etwas Biegung ins Pferd hineinbekommen, haben wir der Entspannung den Weg bereitet. Pferdetrainer Warwick Schiller zum Beispiel sagt, dass ein Pferd die &#8222;brace&#8220; in einer Biegung nicht leicht aufrechterhalten kann. Wir bringen es durch das korrekte (!) Kreuzen lassen also in eine Form, die ihm hilft loszulassen.</p>



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<p>Der australische Pferdetrainer Tristan Tucker ist soweit ich weiß in der Dressurszene ziemlich bekannt &#8211; er hilft Turnierreitern, ihre Warmblüter unter Kontrolle zu behalten. Dafür bringt er den Pferden am Anfang einen Bewegungsablauf bei, den er &#8222;Pattern&#8220; nennt. Und dreimal dürft ihr raten, womit der beginnt. Genau. Dem Überkreuzen lassen der Hinterbeine und dem Hohlmachen der Schulter. Das Wesentliche dabei: Das Pferd spürt über die Abfolge der verschiedenen Schritte und durch die Biegung im Körper, dass seine Muskeln entspannen, was in der Folge dazu führt, dass auch sein Geist entspannen kann. So zeigt Tucker den Pferden <strong>eine Position, in der sie selbst Entspannung finden können</strong>. Die Hinterbeine weichen lassen ist also eine gute Möglichkeit, um die <a href="//verstehepferde.de/entspannt-spazieren-gehen/#Das_Konzept_der_Worry_Cup">Worry Cup </a> des Pferdes auszuleeren.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>3. Vorbereitung für spätere Manöver</strong> </h4>



<p>Egal, welche Reitweise man ausübt: <strong>Die Hinterbeine vorwärts und seitwärts treten zu lassen ist essentiell </strong>für eine ganze Reihe wichtiger Manöver und Lektionen. Ohne weichende Hinterhand keine Traversale, kein Kruppeherein, keine Hinterhandwendung und keine fliegenden Galoppwechsel. An der Qualität des Disengangen lässt sich auch erkennen, wie Übergänge unter dem Sattel ausfallen werden &#8211; geschmeidig und balanciert? Oder ruckelig und auf der Vorhand.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>4. Sicheres Anreiten </strong></h4>



<p><strong>Beim Anreiten</strong> wird es in der Regel interessant, sobald sich das Pferd mit dem Reiter zum ersten Mal in Bewegung setzt. Wenn man also nicht gerade drauf ist wie <a href="//www.youtube.com/watch?v=u6WLVjaRsPM">Ray Hunt</a>, der Jungpferde teilweise komplett ohne Kopfstück angeritten hat (Minute 1.40), ist eine Kontrollmöglichkeit wichtig, um Pferd und Reiter sicher zu halten. Deswegen lässt man <strong>das Jungpferd als erste Schritte unter dem Sattel hinten übertreten</strong> &#8211; den Kopf holt man sich dabei in eine Biegung. Tritt das Pferd über und nicht zusammen, lässt man den Kopf aus der Biegung und erhält die ersten Schritte geradeaus. </p>



<p>Auch <strong>Übergänge von einer schnelleren Gangart in eine langsamere</strong> kann man am Anfang reiten, indem man den Kopf des Pferdes biegt und es kreuzend auf dem Kreisbogen auslaufen lässt, bis es steht. Das hat den Charme, dass alle Beine beim Übergang in Bewegung bleiben und das Pferd nicht lernt, auf die Vorhand zu fallen oder sie steif zu machen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>5. Trouble Shooting</strong></h4>



<p><strong>Pferde, die das Vorwärts verloren haben.</strong> Wenn ein Pferd das Vorwärts unter dem Reiter nicht findet und auf die treibende Einwirkung beider Beine und des Körpers fest wird, stockt und zäh wird (wie die PN anfangs), dann ist das Übertreten lassen (vorausgesetzt, es wurde korrekt vorbereitet) ein echter Lebensretter. Es versetzt uns nämlich in die Lage, zunächst mal die Hinterbeine zu bewegen. Da das Pferd gelernt hat, die Schulter aufzumachen (versus auf der Stelle einzudrehen), wird es, sobald die Hinterbeine ins Laufen kommen, auch mit den Vorderbeinen kleine Schritte machen. So haben wir das Pferd, das &#8222;nein&#8220; zum Vorwärts gesagt hat, doch in Bewegung bekommen. Sobald das Seitwärts mit Biegung zuverlässig klappt, können wir langsam den Zügel lang lassen und Schritt für Schritt in ein gerades Vorwärts kommen.</p>



<p><strong>Pferde, die an der Longe den Kopf hochreißen.</strong> Ein Pferd, das beim Longieren den Kopf nicht fallen lassen kann, ist emotional, mental oder körperlich nicht im Gleichgewicht. <strong>Übertreten lassen und die Biegung, die das bringt, können helfen eine Balance herzustellen</strong>. Korrektes Hinterbeine weichen lassen (ich wiederhole mich: die Schulter muss dabei aufgehen!) ist für mich die Voraussetzung dafür, dass ein Pferd sich auf dem Kreisbogen an der Longe oder dem Seil biegen und in guter Haltung laufen kann. Entsprechend können wir Pferden, die den Kopf hochreißen, mit der Übung helfen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Hinterhand weichen &#8211; die Hilfen vom Boden</h3>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" data-id="3777" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1.jpg" alt="Hinterhand weichen: Pferd kreuzt" class="wp-image-3777" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="677" height="667" data-id="3778" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0092-1-e1566301425173.jpg" alt="Hinterhand weichen: Pferd macht die Schulter auf" class="wp-image-3778" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0092-1-e1566301425173.jpg 677w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0092-1-e1566301425173-300x296.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0092-1-e1566301425173-150x148.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 677px) 100vw, 677px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="760" height="667" data-id="3779" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0095-1-e1566301455195.jpg" alt="Hinterhand weichen: Pferd findet aus dem Kreuzen ins Vorwärts" class="wp-image-3779" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0095-1-e1566301455195.jpg 760w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0095-1-e1566301455195-300x263.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0095-1-e1566301455195-150x132.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="877" height="667" data-id="3780" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610.jpg" alt="Vorwärts nach dem Hinterhand weichen" class="wp-image-3780" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610.jpg 877w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610-300x228.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610-768x584.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610-150x114.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 877px) 100vw, 877px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Ausrichtung meines Körpers und meine Energie bestimmen die Bewegungsrichtung und das Tempo der PN. Fotos: <a href="//www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>
</figure>



<p>Hinterhand weichen geht so: Du stehst auf der linken Seite deines Pferdes, etwa einen oder anderthalb Meter neben der Schulter und du schaust in Richtung Pferdehintern. Dein Seil hast du in der linken Hand, in der rechten das Seilende oder eine Gerte, eine Flagge oder einen Stick. <strong>Jetzt nimmst du das Seil leicht an</strong>, indem du deine linke Hand hebst (so hoch wie deine Schulter). Damit holst du dir den Kopf des Pferdes in die Biegung. </p>



<p>Das ist aus drei Gründen wichtig: </p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Deine Sicherheit. Falls dein Pferd treten sollte, wird es wahrscheinlich zuerst den Kopf wieder grade machen um leichter zielen zu können und den Körper in eine bessere Schussposition zu bringen. </li>



<li>Du brauchst Biegung für Entspannung.</li>



<li>Durch die Biegung fällt deinen Pferd das Übertreten leichter.</li>
</ol>



<p>Dein Pferd hat den Kopf leicht gebogen und schaut zu dir. <strong>Jetzt schaust du intensiv auf den Pferdehintern</strong>, beginnst in Richtung der Hinterhand zu gehen und schwingst gleichzeitig das Seilende/die Flagge oder welches Hilfsmittel du auch benutzt, in Richtung Hinterhand. Wenn sich dein Pferd nicht bewegt, touchierst du es. <strong>Sobald dein Pferd den Hintern dreht</strong>, nimmst du den Druck raus und streichelst es. Wiederhole die Übung, bis dein Pferd <strong>mit dem inneren Hinterbein über das äußere kreuzen</strong> kann. Das Ziel ist, dass dein Pferd schon auf wenig Hilfe (idealerweise das Anheben des Seils und der Blick auf seinen Hintern) weicht. Es soll in der Lage sein, beliebig oft überzutreten und dabei <strong>Takt und Rhythmus zu halten</strong>. Wenn dein Pferd zwischendrin immer wieder zusammentritt und das Übertreten nicht gleichmäßig sondern mit Tempounterschieden stattfindet, dann variiere den Winkel, mit dem du auf den Hintern zugehst und verlangsame deine Hilfen. </p>



<p>Ganz wichtig: <strong>Schaue, was das innere Vorderbein macht!</strong> Es darf nicht in deine Richtung treten und es soll sich auch nicht eindrehen. Dann biegst sich das Pferd nicht korrekt, sondern fällt auf die Vorhand oder schiebt dich mit der Vorhand.<a href="//www.youtube.com/watch?v=qincEZod6mQ"> In diesem Video</a> siehst du ab Minute 4.40, wie es richtig geht. Im weiteren Verlauf ist auch zu sehen, wie Disengage aus der Bewegung funktioniert und wie es zu einem seitlichen Übertreten ausgebaut werden kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Hinterhand verschieben: Die Hilfen vom Sattel</h3>



<p>Du sitzt gerade im Sattel. Jetzt nimmst du deine rechte Hand, gleitest so weit es geht mit ihr am Zügel Richtung Pferdemaul und führst sie dann so weit es geht nach rechts vom Pferdehals weg. Das ist das Signal für das Pferd, dem Gefühl zu folgen und die Nase herum zu nehmen. Tut es das, führst du deine Hand zum Oberschenkel, legst dein rechtes Bein etwas hinter den Gurt und gibst damit die Hilfe zum Übertreten und lässt die Hinterhand weichen. </p>



<p>Wenn das im Stehen klappt, kannst du so dein Pferd auch aus der Bewegung anhalten. </p>



<p>Wichtig: Frage immer erst nach mehr Biegung, wenn das Pferd auf den ersten Teil der Zügelhilfe nachgegeben hat. Sonst bringst du dein Pferd im Worst Case in Stolpern oder sogar zu Fall. Diese Hilfenfolge wird auch One-Rein-Stop oder Bend-to-a-Stop genannt. Die Zügelhilfe wird Indirekt Rein genannt. Sie spricht zur Hinterhand (du kannst deinem Pferd auch beibringen, nur auf den indirekten Zügel und ohne Beinhilfe den Hintern zu drehen). In <a href="//www.youtube.com/watch?v=MTEufuCPfiI ">diesem Video</a> siehst du die Hilfe in Aktion.</p>



<p>Auch hier wollen wir, dass das innere Vorderbein sich in Richtung des äußeren bewegt und das Pferd die Schulter öffnet.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Disengage im Einsatz</h3>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="883" height="1024" data-id="3799" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-883x1024.jpg" alt="Hier hilft Hinterhand weichen: Pferd wird zu schnell" class="wp-image-3799" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-883x1024.jpg 883w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-259x300.jpg 259w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-768x891.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-129x150.jpg 129w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5.jpg 1113w" sizes="auto, (max-width: 883px) 100vw, 883px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die PN fällt massiv auf die innere Schulter&#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1241" height="1291" data-id="3800" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-984x1024.jpg" alt="Kreuzgalopp mit dem Hinterhand weichen beenden" class="wp-image-3800" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-984x1024.jpg 984w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-288x300.jpg 288w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-768x799.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-144x150.jpg 144w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4.jpg 1241w" sizes="auto, (max-width: 1241px) 100vw, 1241px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230;auch hier kämpft er mit der Balance und fällt in den Kreuzgalopp. Fotos: Marko</figcaption></figure>
</figure>



<p>In der Lage zu sein, das Pferd übertreten zu lassen, kommt immer dann praktisch, wenn eine Situation heiß wird. Sprich, dein Pferd wird nervös, droht wegzuspringen oder fährt hoch. Wenn du jetzt gleichzeitig an beiden Zügeln ziehst, gibst du ihm nicht nur eine Möglichkeit für Gegendruck, du verschärfst sein Gefühl der Beklemmung. Vom Boden ins Halfter greifen und schön eng führen ist genauso unsinnig. Egal, ob reitend oder von unten: Jetzt kommt das Übertreten lassen gerade recht. </p>



<p><strong>Disengage kann zum einen ein absolutes Notaus sein</strong>. Es unterbricht die Situation drastisch und setzt einen klaren Cut. Die unkontrollierten Rennsequenzen der Fotos zum Beispiel habe ich mit dem Herausschicken der Hinterhand abgebrochen und die PN damit vom Speedgalopp zum Halten gebracht. <a href="//poniesnaturally.com/2019/08/27/the-one-rein-stopped/?fbclid=IwAR05PS4snFa5hxje-AlZrw9NyqkmkE3K34XBPhaFrFoST2Cz8rWYQbhWhsA">Hier kannst du einen englischen Bericht lesen von einem Ausritt</a>, bei dem der One-Rein-Stop ein Durchgehen aufhalten konnte.</p>



<p><strong>Die Hinterbeine übertreten lassen geht aber auch graduell</strong>. Dabei bringst du Biegung ins Pferd und es tritt seitwärts, bewegt sich aber weiter. Das hatte ich jüngst im Einsatz, als sich die PN bei einem Spaziergang hochgefahren hat. Ich bin mit ihm weitergelaufen, habe ihn in Stellung gebracht und übertreten lassen und nach einigen Metern angefragt, ob er auch wieder gerade gehen kann, ohne sich aufzuregen. Nach mehreren Wiederholungen war er dazu in der Lage. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Aber, aber&#8230;. menno! Vorurteile</h3>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658.jpg" alt="Beim Hinterhand weichen kreuzen die Hinterbeine" class="wp-image-3791" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beim Hinterhand weichen kommt das Pferd auf die Vorhand? Wenn die Übung als Notaus eingesetzt wird, ist das so. Hier auf dem Bild auch schön zu sehen. <a href="//isabeltomczyk.de">Foto: Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Mein Pferd wird nie wieder aktiv mit der Hinterhand laufen können, wenn ich es zu oft übertreten lasse!</strong> Im englischen spricht man von &#8222;disengange&#8220;, wenn man das Pferd übertreten lässt, und damit dem Gegenteil von &#8222;engaged&#8220;. Der normale Reiter will natürlich gut untertretende, in den Schwerpunkt fußende aktive Hinterbeine. Das steht nicht im Widerspruch. Ich kann meinem Pferd beibringen, die Hinterbeine zu kreuzen und die Hinterhand weichen zu lassen. Und ich kann ihm beibringen, aktiv unterzutreten. Das eine schließt das andere nicht aus &#8211; ich brauche nur klare Hilfen. (Übrigens: Rein technisch tritt das Pferd nur im Schulterherein korrekt in den Schwerpunkt. Beim Schenkelweichen tritt es darüber hinaus, da es kreuzt). Zu behaupten, wer sein Pferd die Hinterbeine kreuzen lässt, verliert die Versammlungsfähigkeit des Pferdes, ist in etwa so wie seinem Pferd das Rückwärts nicht beizubringen, weil es darüber ja das Vorwärts verlieren könnte. Ziemlich doof, um es noch freundlich auszudrücken.<br> </li>



<li><strong>Ich bringe mein Pferd aus der Balance &#8211; wie kann das gut sein</strong>? Das ist ein Einwand, der durchaus berechtigt ist bzw. berechtigt sein kann:  Wenn ich die Hinterbeine mit Energie übertreten lassen, dann nehme ich dem Pferd damit die Balance, die es bräuchte, um durchzugehen, zu bocken oder zu steigen. Da es sich in einer solchen Situation um einen Notfall handelt, würde ich den Balanceverlust des Pferdes in Kauf nehmen. Zumal es ja nicht bedeutet, dass das Pferd hinfällt, sondern nur, dass wir einen gewissen Bewegungsablauf für es unmöglich machen. </li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Mein Pferd fällt damit auf die Vorhand! Das will ich auf keinen Fall!</strong> Wenn ich das Disengagen als Notfall-Stop einsetze, also ein schnelles und tiefes Kreuzen fordere, dann fällt mein Pferd dabei in der Tat auf die Vorhand. Das ist auch gut so, schließlich wollen wir in Notsituationen gerade nicht, dass die Vorhand leicht und athletisch abhebt und das Pferd seine Stunts ohne Probleme durchziehen kann. Allgemein, das heißt abseits eines Notfalls gilt aber: Ein Pferd, das gelernt hat, korrekt zu kreuzen, macht  gerade nicht die Schulter schwer: Wenn die Hinterbeine kreuzen tritt es mit dem inneren Vorderbein leicht nach außen in Richtung äußeres Vorderbein. Alle vier Beine des Pferdes sind damit in Bewegung, das Pferd ist nach innen gebogen und balanciert. </li>
</ul>



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		<title>Die Kraft des Neins</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Apr 2019 10:05:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Nein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du glaubst daran, dass Pferde immer das tun, was wir wollen, wenn sie uns nur verstehen würden? Du bist überzeugt davon, dass es uns Pferde als Harmoniebedürftige Lebewesen immer recht machen wollen? Dann lies bitte nicht weiter, dieser Text ist nicht für dich : ) Für alle anderen: In diesem…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="635" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/04/bocken1-1024x635.jpg" alt="Nein sagen zum Pferd: Ja, wir dürfen das, auch wenn das Pferd anderer Meinung ist. " class="wp-image-3447" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/04/bocken1-1024x635.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/04/bocken1-300x186.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/04/bocken1-768x476.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/04/bocken1-150x93.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/04/bocken1.jpg 1370w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Es lebe die Bodenarbeit :D. Foto: Marko</figcaption></figure>



<p>Du glaubst daran, dass Pferde immer das tun, was wir wollen, wenn sie uns nur verstehen würden? Du bist überzeugt davon, dass es uns Pferde als Harmoniebedürftige Lebewesen immer recht machen wollen?</p>



<p>Dann lies bitte nicht weiter, dieser Text ist nicht für dich : ) Für alle anderen:  In diesem Beitrag geht es darum, &#8222;Nein&#8220; zu seinem Pferd zu sagen. Ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="mce_23">Mein Pferd, der Egoist</h3>



<p><strong>Meine Überzeugung: Pferde wollen es uns nicht recht machen.</strong> Sie wollen überleben. Sie wollen ihre Haut retten, sich nicht in Gefahr begeben, unangenehme Situationen überstehen und dann in Frieden im Schutz der Herde fressen, schlafen und spielen. Und sich fortpflanzen. Wenn diese <strong>Grundbedürfnisse erfüllt </strong>sind und/oder unsere Anforderungen dem nicht konträr entgegen stehen, dann kooperiert das Pferd. Weil es der Meinung ist, dass wir gute Entscheidungen treffen. Weil es gelernt hat, uns zu vertrauen. Weil wir Abwechslung und Stimulation in den Alltag bringen. Aber nicht, weil es als sanfte Seele mit karmischer Kraft auf die Welt kam, die ihre Erfüllung darin findet, uns Menschen auf den rechten Weg zu bringen. Was darüber hinaus eine absolut ego-zentrische Sichtweise ist.</p>



<p><strong>Am Ende ist das Pferd ein Egoist. </strong>Und das ist auch gut so. Nur wer seine eigenen Bedürfnisse ehrlich kommuniziert und sie nicht aus falscher Rücksichtnahme hintenanstellt, kann ein guter Partner sein. Das gilt für Mensch und Tier. Nur dass ein Tier nicht weiß, was falsche Rücksichtnahme ist. Aber ich schweife ab.</p>



<p>Ich habe es in <a href="//www.amazon.de/gp/product/394623903X/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=394623903X&amp;linkCode=as2&amp;tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkId=9edb8101c9202c852ea99b1292dc4c28">meinem Buch</a>* vor 3 Jahren schon geschrieben und ich bin nach wie vor der Überzeugung: Wer glaubt, dass der Ungehorsam eines Pferdes immer auf dem <strong>Nichtverstehen, Angst oder Schmerzen</strong> beruht, der ist ziemlich naiv und spricht dem Pferd einen eigenen Willen ab. </p>



<p><strong>Ein Pferd kann &#8222;Nein&#8220; sagen, obwohl es genau verstanden hat, was wir wollen.</strong> Nur kommt es eben zu der Einschätzung, dass unsere Aufforderung nicht in seinem besten Interesse ist. </p>



<p>Jeder, der mit seinem Pferd einmal angrasen war, sollte verstehen, was ich meine.</p>



<p>Mensch: <em>&#8222;Lass uns weitergehen&#8220;.</em> </p>



<p>Pferd: <em>&#8222;Da ist Gras&#8220;.</em></p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



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</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">So steht das Pferd am Wasserschlauch</h3>



<p>Die PN hatte sich jüngst einen tiefen Macken an der Außenseite des Hinterbeins geholt. Zu der Zeit war unser langer Wasserschlauch noch nicht angeschlossen. Um die Wunde wie verordnet auszuwaschen, musste die PN deswegen nah am anderen Wasserhahn parken. Der ist mit einem kurzen Schlauchstück versehen und damit wollte ich die Jodseife abspülen.</p>



<p>Die PN war anderer Meinung. Aus dem anfänglichen Stehen wurde ein immer früheres Weg- und den Hintern ein Stück zur Seite Drehen oder direkt ein Losgehen. Sobald ich das Wasser anstellte, zack, rutschte der Hintern außer Reichweite. </p>



<p>Ein Fall von stechenden Schmerzen? Oder akute Angst vor dem Wasser? Eher nicht. Die Wunde mit der Hand, Jodseife und damit etwas Druck abzureiben, stellte nämlich absolut kein Problem dar. Und Wasser und Duschen gehören zu den großen Leidenschaften der PN. Also eher ein: <em>&#8222;Ih, ich mag da kein kaltes Wasser am Bein&#8220;</em>. Oder vielleicht auch ein <em>&#8222;Das kitzelt&#8220;</em>. Und das will man eben lieber vermeiden. <strong>Das Leben ist aber kein Ponyhof</strong>. Manchmal muss kaltes Wasser auf einem empfindlichen Hinterbein sein.</p>



<p>Anfangs habe ich ihn bestimmt 10 oder 15 Mal wieder zurückgestellt, wenn er ausgewichen ist. Ohne Erfolg. Und dann habe ich<strong> Druck gemacht. Oh ja</strong>. Ich habe seine Idee des Ausweichens aufgegriffen, habe ihn zügig mit Klick-Geräuschen und erhobenem Seil 180 Grad seitwärts geschickt und dann die Richtung wechseln lassen und mit genauso viel Energie wieder zum Schlauch zurück weichen lassen. Und dort gab es die Pause. Für die PN kein Spaß. Hoher Kopf, hektische Füße. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Make the wrong thing difficult and the right thing easy &#8211; Mache das Falsche schwierig und das Richtige einfach</p>
<cite>Tom Dorrance</cite></blockquote>



<p>Sagenhafte zwei Mal habe ich korrigiert. Jetzt habe ich <strong>ein Pferd, das wie eine Eins am Schlauchende steht</strong>. Mit tiefem Kopf. Entspannten Augen. Nickendem Genick. Weichem Maul. Leicht ausgeschlaucht (soviel Detail darf sein). Er steht bequem und so lange ich es will (und würde da noch länger stehen). Wenn das Wasser sein Bein berührt, hebt er es etwas an. Das war&#8217;s.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/Foto-von-Nadja-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-3916" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/Foto-von-Nadja.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/Foto-von-Nadja-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/Foto-von-Nadja-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/Foto-von-Nadja-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/Foto-von-Nadja-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die PN mit Energie und ohne Orientierung. Foto: Ernst</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Druck bringt Klarheit</h3>



<p><strong>Ich will Druck nicht dafür einsetzen, ein Pferd in den Gehorsam zu zwingen.</strong> Aber Druck ist ein probates Mittel, um ein Pferd davon zu überzeugen, dass seine Ideen vielleicht nicht unbedingt zu den besten gehören. Die Reaktion der PN nach dem Druck zeigt mit, dass er gut gewählt war, denn:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich war effektiv, weil ich nun den Gehorsam bekomme, den ich haben will. </li>



<li>Das Pferd weißt jetzt auch, dass dem guten Deal (freundliches Hinstellen am Waschplatz) ein nicht so guter Deal folgen kann (Stress, wenn er ausweicht) und ich bereit bin, meine Forderungen durchzusetzen. </li>



<li>Das Wichtigste aber:<strong> Er hat verstanden, was von ihm erwartet wird und er kann dem ohne Probleme entspannt nachkommen</strong>. Diese Qualität des Gehorsams zeigt uns letztlich, ob wir mit dem Druck übers Ziel hinaus geschossen sind oder nicht. Würde die PN nun mit aufgerissenen Augen und hohem Kopf am Waschplatz stehen, hätte ich mit den Druck einen Gehorsam etabliert, ohne seine Bedenken zu adressieren. Dann wäre Druck nicht das richtige Mittel gewesen &#8211; sondern Geduld und ein langsameres Herantasten an was auch immer ihm Angst macht. </li>



<li>Hätte ich mit meinen freundlichen, geduldigen Korrekturen weitergemacht und ihn immer wieder an den Schlauch zurückgestellt, wäre ich heute noch damit beschäftigt und könnte die Wunde nach wie vor nicht abwaschen. <strong>Geduld und Wiederholungen bringen nichts, wenn die Herangehensweise die falsche ist</strong>. Hier perfekt auf den Punkt gebracht von Liz Leighton, der Ehefrau des australischen Horseman Ian Leighton: </li>
</ul>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="696" height="618" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/04/ian.jpg" alt="Nein sagen zum Pferd" class="wp-image-3509" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/04/ian.jpg 696w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/04/ian-300x266.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/04/ian-150x133.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /></figure>



<p>So, jetzt heißt dieser Blogbeitrag &#8222;Die Kraft des Neins&#8220;. Damit meine ich nicht das &#8222;Nein&#8220; des Pferdes. Sondern unser <strong>&#8222;Nein&#8220; zu Verhaltensweisen des Pferdes, die uns nicht passen</strong>.</p>



<p><strong>Ja, wir dürfen &#8222;nein&#8220; sagen! </strong>Und nein, unser Pferd hat uns deswegen nicht weniger lieb (sondern eher mehr, da wir endlich, endlich Klarheit bringen. Und Klarheit schafft Sicherheit fürs Pferd. Verlässlichkeit).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Erwartungen und Wünsche ans Pferd formulieren</h3>



<p>Eine Freundin, die uns besuchte, sah die PN am Putzplatz loslaufen und zappeln und meinte sinngemäß <em>&#8222;vielleicht hat ihm nie jemand erklärt, was er stattdessen tun soll&#8220;</em>. Und recht hatte sie damit. Ich wartete nämlich und hoffte insgeheim, dass er vielleicht von sich aus stillstehen würde und nahm mich damit aus der Verantwortung ihm zu sagen, was ich will und was nicht. Und das beinhaltet eben auch <strong>ein &#8222;Nein&#8220; zum Zappeln, Scharren und Loslaufen und Drehen</strong>. Das bloße Ignorieren des unerwünschten Verhaltens war nicht genug.</p>



<p>Natürlich nehme ich die Frustration und Ungeduld der PN wahr. Der würde lieber das Pflaster nach Grasbüscheln absuchen, seine Nase in meine Jacke stecken, die da am Pfosten hängt und schauen, was sich auf dem Hof noch so Spannendes tut. Darf er auch. Aber erst nach dem Putzen. Je klarer ich meine Wünsche formuliere (und ja, das beinhaltet Korrekturen seines Verhaltens), desto besser weiß er, was von ihm erwartet wird. Und dann kann er <strong>diese Erwartungen auch erfüllen</strong>. </p>



<p>Wenn wir &#8222;nein&#8220; sagen und Grenzen setzen, dann nehmen wir das aus unserer menschlichen Perspektive gern als <strong>Einschränkung</strong> wahr. Und wer lässt sich schon gern in seinen Freiheiten einschränken. Von einem anderen. Grenzen können als Rahmen und verlässliche Regeln aber auch <strong>Sicherheit und Orientierung</strong> bieten. Beim Spazierengehen zum Beispiel sucht die PN ab und an von sich aus die Position hinter mir auf &#8211; ich habe sie etabliert, um draußen anführen zu können (mehr zum Thema <a href="//verstehepferde.de/entspannt-spazieren-gehen/">Spazieren gehen mit dem Pferd kannst du hier</a> lesen). Eine Grenze und eine Regel, die ihm offenbar ein gutes Gefühl geben können.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/04/Foto-von-Nadja-2-1024x683.jpg" alt="Nein sagen zum Pferd und zu Ideen, die wir als nicht gut einschätzen." class="wp-image-3449" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/04/Foto-von-Nadja-2.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/04/Foto-von-Nadja-2-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/04/Foto-von-Nadja-2-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/04/Foto-von-Nadja-2-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/04/Foto-von-Nadja-2-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zu viel Energie, zu kurzes Seil. Wenn ich in so einer Situation passiv bleibe, seine Stunts ignoriere und hoffe, dass er von sich aus runter kommt, rennt er sich erst recht in Rage. Foto: Ernst </figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Muster unterbrechen</h3>



<p>Ein &#8222;Nein&#8220; oder ein &#8222;Aufhören! Jetzt!&#8220; kann ein Pferd <strong>aus einem schlechten gedanklichen Muster herausholen</strong>, ohne direkt an den Ursachen zu arbeiten. Manchmal ist es wichtig, diese Negativspirale zu durchbrechen, bevor sie sich noch höher schaukelt. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Don&#8217;t let him be wrong for so long &#8211; Lass&#8216; ihn nicht so lange das Falsche tun</p>
<cite>Pat Parelli </cite></blockquote>



<p>Etwa, wenn sich das Pferd an der Longe in den Renngalopp hochheizt. Oder, wenn es sich auf dem Spaziergang irgendwo festglotzt und dabei ist, in maximale Erregung zu geraten. Ein Cut in Form eines &#8222;Nein&#8220; durchbricht die Verhaltensmuster und bringt das Pferd auf andere, zuträglichere Gedanken. Wie das zu <a href="//verstehepferde.de/nase-runter-hals-biegen/">realer Entspannung beitragen kann, kannst du hier lesen</a>. <strong>Unser &#8222;Nein&#8220; wird damit zu einer Chance, dem Pferd zum Umdenken zu verhelfen. </strong>Im Best Case lernt es damit, dass wir ihm helfen, sich besser zu fühlen und dass unsere Anforderungen nicht dramatisch und in seinem Sinne sind.</p>



<p>Ich sehe es bei der PN immer wieder: Wenn er kann wie er will, wandern seine Gedanken und seine Aufmerksamkeit sehr schnell. Er findet immer etwas, was sich anzuschauen lohnt und damit ist er mental anderswo. Wenn ich nicht interveniere, dann geht das genauso weiter. Wenn ich ihm aber einen Job gebe und damit &#8222;nein&#8220; sage zu seinem Aufmerksamkeitsdefizit, helfe ich ihm, bei mir zu bleiben, sich zu konzentrieren und besser zu fühlen. Und am Ende wartet wieder die Entspannung. </p>



<p><a href="//www.gabineurohr.com">Gabi Neurohr</a>, eine Pferdetrainerin aus Frankreich, hat es in einem ihrer Videos auf den Punkt gebracht. <strong>Unsere Bedürfnisse und Wünsche sind genauso wichtig wie&nbsp;die unserer&nbsp;Pferde</strong>. Wieso zögern wir dann, unsere Anforderungen klar zu formulieren und auch zu erwarten, dass das Pferd gehorcht und mitarbeitet? Vermutlich, weil in vielen von uns noch diese Tendenz schlummert, es <a href="//verstehepferde.de/warum-zu-viel-ruecksicht-schaedlich-ist/">dem Pferd rechtmachen zu wollen</a>.</p>



<p>Um den Bogen zum Angrasen zurück zu schlagen: Wir müssen unsere Anforderungen nicht immer begründen (<em>&#8222;komm bitte von der Straße, da fährt ein Traktor&#8220;</em>. <em>&#8222;Hör bitte auf Gras zu fressen, du hattest heute schon 30 Minuten Fresszeit&#8220;</em>). Wir dürfen <strong>Gehorsam auch einfach mal einfordern</strong> und uns nicht den Kopf über Ursachen zerbrechen. Denn, um beim Gras zu bleiben, Ursachenbekämpfung der Graslust dürfte sich schwierig gestalten. Gras ist immer lecker. Die Lösung, um nicht mit verlängertem Arm von Büschel zu Büschel gezogen zu werden, besteht darin, dass das Pferd verstanden hat, dass ein &#8222;Nein&#8220; auch &#8222;Nein&#8220; bedeutet. Und dass manchmal Dinge von ihm erwartet werden, die es akzeptieren muss &#8211; auch wenn es anderer Meinung ist.<br></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/reiten-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-3919" style="width:342px;height:512px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/reiten-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/reiten-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/reiten-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/reiten-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/reiten.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Übrigens: Dieses Bild entstand am selben Tag und in der selben Einheit wie das Bock-Bild ganz oben. Ein Vorher-Nachher-Vergleich. Und da sag einer, Bodenarbeit sei sinnlos. Hehe. PS: <span >Keine Produkte gefunden.</span> ist der Mistral von Casco. Foto: Marko</figcaption></figure>
</div>


<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><a href="//verstehepferde.de/warum-zu-viel-ruecksicht-schaedlich-ist/">Warum zu viel Rücksichtnahme schädlich ist</a> &#8211; der meistgeklickte Beitrag hier auf dem Blog.</p>



<p>Wie wir <a href="//verstehepferde.de/nase-runter-hals-biegen/">dem Pferd helfen können, Entspannung zu finden</a></p>



<p>Warum <a href="//verstehepferde.de/verwirrungundklarhei/">zu viel Freiraum </a>manchen Pferden nicht hilft</p>



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		<item>
		<title>Entspannt spazieren gehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2019 07:45:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde]]></category>
		<category><![CDATA[Spazieren gehen mit Pferd]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pferd holen, raus aus dem Stall und los geht&#8217;s über Feldwege und durch den Wald. Damit der Spaziergang mit dem Pferd auch tatsächlich so entspannt ausfällt, wie erhofft, gibt es ein paar Dinge, die du beachten kannst. Die PN ist von Anfang an ohne Probleme mit mir von den anderen…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren1-1024x683.jpg" alt="Spazieren gehen mit dem Pferd - im Grünen entspannen." class="wp-image-3389" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren1-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren1-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren1-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren1-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren1-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren1.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Unterwegs im Feld. <a href="//www.isabeltomczyk.de">Foto: Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<p>Pferd holen, raus aus dem Stall und los geht&#8217;s über Feldwege und durch den Wald. </p>



<p>Damit der Spaziergang mit dem Pferd auch tatsächlich so entspannt ausfällt, wie erhofft, gibt es ein paar Dinge, die du beachten kannst.</p>



<p>Die PN  ist von Anfang an ohne Probleme mit mir von den anderen weggegangen. Er orientiert sich nicht besonders stark an seinen Herdenkollegen. Andererseits ist der Herr aber durchaus auf der glotzigen Seite des Lebens zuhause und hat gerne den Überblick und die Kontrolle. Er lässt sich leicht ablenken und genauso leicht verunsichern.<strong> Entspannte Spaziergänge </strong>waren also nicht von Anfang an möglich, wir haben uns Schritt für Schritt herangetastet. </p>



<h2><p>Entspannt spazieren gehen &#8211; mit diesen Tipps: </p></h2>



<p><br><h3>Schritt für Schritt um den Block</h3></p>



<p>Unsere ersten Ausflüge führten aus dem Stall, um die Ecke,<strong> 100 Meter den Feldweg entlang und wieder zurück</strong>. Und das war aufregend. Kopf hoch, links und rechts schauen, stehen bleiben, schnorcheln. </p>



<p>Wenn dein Pferd schon nach wenigen Metern in diesem Modus ist und du fragst es danach, weiterzugehen, ignorierst du nicht nur seine Emotionen, sondern riskierst dazu noch eine <strong>heftige und hässliche Reaktion</strong>. </p>



<p>Für unsichere und ängstliche Pferde (und Menschen) gilt: <strong>Qualität vor Quantität.</strong> Du kannst 100 Meter entspannt laufen? Super! Dann drehe rum und freue dich über die ersten 100 Meter. Am Folgetag kannst du dir die nächsten 50 (oder 20, oder 10) vornehmen. So dehnt ihr eure Komfortzone Schritt für Schritt aus.</p>



<p>Ziel ist es nicht einfach spazieren zu gehen. <strong>Du willst entspannt gehen</strong>. Am losen Seil oder Zügel. Ohne Dauerzug und Daueranspannung, weil dein Pferd denkt, es wird als Hauptgang zur nächsten Grillparty gebracht.</p>



<p></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



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<div class="wp-block-image">
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</div>


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<p></p>



<p>Es kann passieren, dass dein sorgfältig aufgebautes Spaziergänge-Training torpediert wird. In unserem Fall war nach meinem Urlaub ein fieses Maisfeld so hoch gewachsen, dass der Herr nicht mehr darüber hinweg schauen konnte. Es ragte wie eine Mauer vor ihm auf. Gruselig am Anfang. Das Bild nach ein paar Wiederholungen: </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/20180729_200103-e1551349238392-1024x576.jpg" alt="Spazieren gehen mit dem Pferd: Am Maisfeld entlang in Begleitung der Familie " class="wp-image-3377" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/20180729_200103-e1551349238392-1024x576.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/20180729_200103-e1551349238392-300x169.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/20180729_200103-e1551349238392-768x432.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/20180729_200103-e1551349238392-150x84.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Sommer, am Maisfeld mit Familie. Foto: Dagmar</figcaption></figure>



<p>Lass dich von Rückschritten also nicht entmutigen! Was einmal sitzt, ist in der Regel schnell wieder abrufbar, auch wenn es von einem dringenderen Reiz erst einmal überlagert wird.</p>



<p><h3> Vorausschauendes Gehen</h3></p>



<p>Beim Spazierengehen übernehme ich<strong> die Führung</strong>. Das heißt, es ist mein Job, die PN nicht in Situationen zu bringen, die sie nicht händeln kann. In unserem Fall sind das zurzeit noch Traktoren und große Landmaschinen. Wir brauchen schon so vier, fünf Meter Abstand, damit die PN es aushalten kann, wenn ein solcher Brummer vorbei tuckert. Das bedeutet für mich konkret, <strong>dass ich unsere Wege im Auge habe </strong>und schaue, ob sich ein Traktor nähert oder nicht &#8211; und ob tendenziell <strong>Flächen zum Ausweichen</strong> vorhanden sind, ohne, dass ich dem Bauern mit dem Pferd in seinen frisch gesäten Acker springen muss. </p>



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</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p></p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table><tbody><tr><td><h3><strong>Das Konzept der &#8222;Worry Cup&#8220;</strong></h3><br>Horseman Harry Whitney hat ein sehr schönes Bild, um die steigende Sorge und Angst im Pferd zu illustrieren. Er nennt es <strong>&#8222;Worry Cup&#8220;</strong>, zu Deutsch Sorgentasse. Jedes Pferd hat eine solche Tasse, abhängig vom Charakter des Pferdes ist sie unterschiedlich groß. Ihr Volumen steht für <strong>die Menge an Angst, die ein Pferd tolerieren kann</strong>. Ist die Tasse voll und es kommt dann noch ein angstauslösender Reiz hinzu, läuft sie über. Das ist dann der Moment, wenn das Pferd heftig reagiert, bockt, steigt oder versucht sich loszureißen.<br>Verschiedene Situationen im Laufe des Tages oder einer Trainingseinheit erhöhen nach und nach den <strong>Füllstand in der Tasse</strong>. Damit sie nicht überläuft, ist es unsere Aufgabe, sie immer wieder zu leeren und <strong>den Füllstand so niedrig wie möglich</strong> zu halten. Das tun wir mit <a href="//verstehepferde.de/ziellos-mit-der-peitsche-wedeln/">Entspannung</a>, Pause und allen Übungen, die unser Pferd zum Denken bringen und an uns andocken lassen. <br><br>Vielleicht kennt ihr die Beschreibungen von einem Pferd, das an einigen Holzstapeln oder anderen potenziell gefährlichen Dingen problemlos vorbei ging und dann am nächsten &#8222;aus dem Nichts&#8220; ausrastete. Und der Mensch denkt: <em>&#8222;Mein Gott, ist der blöd. Die anderen haben ihn doch auch nicht gestört.&#8220;</em> Wendet man die Geschichte mit dem Sorgentassen-Konzept an, findet man leicht eine Erklärung für das Verhalten des Pferdes: Die Holzstapel haben seine Sorgentasse Schritt für Schritt gefüllt. Jeder einzelne hat es gegruselt, aber das Pferd konnte sich noch im Griff behalten. Doch der letzte Holzstapel war dann einfach zu viel &#8211; die Tasse lief über und das Pferd zeigte eine heftige Reaktion, die der Mensch dann als Explosion wahrnahm.<br><br>Wenn die Tasse deines Pferdes voll ist, reicht ein kleiner Reiz, um eine solche Explosion auszulösen. Dabei ist es egal, was genau der Stimulus ist &#8211; es kann auch etwas Bekanntes sein.</td></tr></tbody></table></figure>



<h3><p>Aufmerksamkeit wieder holen</p></h3>



<p>Die PN ist ein vielseitig interessiertes Tier, um es positiv auszudrücken. Ab und an ist es deswegen notwendig, <strong>seine Aufmerksamkeit und Gedanken zu mir zurückzuholen</strong> und ihn daran zu erinnern, dass ich auch noch da bin und er deswegen nicht alleine ist. </p>



<p>Wenn wir zum Beispiel auf einem unbekannten Wegstück gehen und er  stehen bleibt und etwas in der Ferne fixiert, <strong> lasse ich ihn erst mal stehen und schauen</strong>. Oft dreht er dann den Kopf zu mir, guckt, lässt den Hals fallen und marschiert weiter (gern auch mit Tendenz zum nächsten Grasbüschel). Tut er das auch nach etwas Warten nicht, versuche ich<strong> die Aufmerksamkeit aktiv zurückzuholen</strong>. Dafür schnipse ich mit den Fingern und halte ihm <strong>meine Hand zum Andocken</strong> hin. Sobald der Kopf herumkommt und er sie berührt, habe ich seine <em>&#8222;Oh Gott, hoffentlich werde ich nicht gefressen&#8220;</em>-Gedanken unterbrochen und den ersten Schritt zurück in Richtung Entspannung getan. In der Regel kann er ausatmen, den Kopf senken, die Augen werden wieder weich und er bietet sofort an weiterzugehen. Kommt er beim Signal mit der Hand nicht herum, zuppele ich am Seil oder gehe einen Schritt zur Seite, um ihn zu mir zurück zu holen. </p>



<p>Wichtig: Wenn er stehen bleibt, ist das sein Signal für &#8222;<em>Ich kann gerade nicht weitergehen&#8220;</em>. Dann ziehe ich ihn nicht vorwärts (habe ich ausprobiert, ist keine gute Idee), sondern warte, bis er es wieder selbst anbieten kann. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren2-683x1024.jpg" alt="Spazieren gehen mit dem Pferd - Rückweg zum Stall." class="wp-image-3391" style="width:512px;height:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren2-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren2-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren2-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren2-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren2.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auf dem Rückweg. <a href="//www.isabeltomczyk.de">Foto: Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h3><p>Führposition zuweisen</p></h3>



<p>Auf neuen Strecken will der Herr gerne überholen, auch mal im Trab, um die Landschaft optimal im Auge halten zu können. Im Prinzip darf er vorausgehen &#8211; aber die Voraussetzung dafür ist Entspannung. Und die hat er nicht auf neuen Wegen. Deswegen schicke ich ihn in <strong>eine etablierte Führposition hinter mir und blockiere seine Überholversuche</strong> entweder mit dem Stick oder dem wirbelnden Seilende. Ich gehe vor, er folgt. Nicht auf Höhe meiner Schulter (von da lässt sich nämlich prima der nächste Überholversuch starten), sondern dahinter. <strong>Die PN kennt diese Position und  verbindet sie mit Entspannung</strong>. Gerade in neuer Umgebung gibt sie ihm einen Rahmen vor und eine verlässliche Orientierung. Ab und an sucht er sie sogar selbst auf. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie Regeln Halt geben können und wie wichtig es ist, den<a href="//verstehepferde.de/verwirrungundklarhei/"> Freiraum unserer Pferde bei Bedarf</a> zu begrenzen. Weil wir Menschen rational die besseren Entscheidungen treffen. </p>



<h3><p>Grundlagen</p></h3>



<p>Mit einem Pferd, das die <strong>Grundlagen der Halfterführigkeit</strong> nicht beherrscht, gehe ich nicht spazieren. Es muss gelernt haben, auf Druck am Halfter nachzugeben und nicht dagegen zu ziehen. Genauso will ich als Voraussetzung haben, dass es sich meiner Geschwindigkeit anpasst und mit mir stehen bleibt, wenn ich anhalte &#8211; ohne, dass ich dafür am Strick ziehen muss. Ist mein Pferd auf meine Körpersprache eingestellt, haben wir eine super Basis für draußen gelegt.</p>



<h3><p>Was zuhause klappt&#8230;</p></h3>



<p>&#8230; muss nicht automatisch funktionieren, wenn ihr draußen unterwegs seid. Klar, eine gute Vorbereitung ist hilfreich. Rechne aber trotzdem damit, dass dein Pferd nicht so schnell wie sonst reagiert, du vielleicht mehr machen musst, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen und es abgelenkter sein wird. Hier gilt: Übung macht den Meister!</p>



<h3><p>Ausrüstung</p></h3>



<p>Ich gehe grundsätzlich mit <a href="//shop.pferdefluesterei.de/products/profi-knotenhalfter-von-brockamp?ref=9">Knotenhalfter*</a> und <a href="//shop.pferdefluesterei.de/collections/ropes?ref=9">Rope*</a> spazieren. Das Knotenhalfter ist einfach unser Arbeitshalfter und mit dem Rope kann die PN auch mal zur Seite springen oder antraben, wenn er das muss, ohne, dass er mich hinter sich her zieht. Warum auf den Fotos ein Stallhalfter drauf ist? Ich glaube, wegen der Farben 😀 </p>


<p >Keine Produkte gefunden.</p>



<p></p>



<p>Für eine bessere Reichweite und größere Sicherheit kannst du auch <a href="//shop.pferdefluesterei.de/products/horseman-stick-brockamp-profiqualitaet?ref=9">einen Stick</a>* mitnehmen. Auf längeren Runden, wenn ich mehr Bewegung plane, nehme ich statt des<a href="//shop.pferdefluesterei.de/collections/ropes?ref=9"> 3,7-Meter-Seils</a>* das lange mit 7 Metern. Da kann der Herr dann teilweise voraus traben und sogar galoppieren, ohne, dass ich mich groß beeilen muss. Lange Seile bringen uns draußen viel Spaß. Diese Ausrüstung hat sich für uns bewährt &#8211; das bedeutet aber nicht, dass das für alle gilt. </p>



<p>Wichtig! Kläre bitte immer mit deiner Pferde-Haftpflicht-Versicherung, welche Ausrüstung mitversichert ist!</p>



<h3><p>Spazieren gehen mit Pferd: So kann&#8217;s aussehen</p></h3>



<p>Ein <a href="//youtu.be/gc7mQhkwUbs">Video von einem unserer Spaziergänge kürzlich</a>.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="Spazieren gehen mit dem Pferd - Lesetipp" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



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</a>



<p>Herdis Hiller schreibt <a href="//www.herdishiller.de/blog/eintrag/was-gehen-mit-reiten-zu-tun-hat-79.html">hier, wie wir Menschen vom Spazierengehen profitieren können</a>. Herdis ist übrigens auch eine unserer <a href="//verstehepferde.de/pfernetzt2019/">#Pfernetzt19</a>-Speakerinnen!</p>



<p>Petra von der Pferdeflüsterei gibt <a href="//www.pferdefluesterei.de/sicherer-spaziergang-pferd/">hier Tipps für gediegene Gänge</a> in den Wald.</p>



<p>Warum Spaziergänge so selbstverständlich nicht sind und was man für ruhige Runden tun kann, erfährst du <a href="//www.wege-zum-pferd.de/2016/04/12/einfach-nur/">hier bei Wege zum Pferd</a>.</p>



<p>Um <a href="//360gradpferd.de/pferd-fuehren/?fbclid=IwAR3X-HUh_CXHhbzEvYrqtLjzcToLuwSRvmTy6wwLho28yO_OQpgM3SOytYM">Führtraining geht es in diesem Artikel</a> von 360 Grad Pferd.</p>



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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>100 Fragen an dein Pferd &#8211; die Pferdepersönlichkeit verstehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2018 18:18:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachdenkliches]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde lesen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vor etwas über einem Monat ist Sam zu mir gekommen. Ein Quarter Horse Wallach, 8 Jahre, der noch nicht viel kennt. Gerade am Anfang schwebten jede Menge Fragezeichen über meinem Kopf. Ich wusste nicht, wie er sich in verschiedenen Situationen verhalten würde und machte mir Gedanken über Dinge, die ich…</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2839" style="width: 2386px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2839" class="wp-image-2839 size-full" title="Fragen an dein Pferd" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/03/samgroß.jpg" alt="Fragen an dein Pferd" width="2376" height="1109" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/03/samgroß.jpg 2376w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/03/samgroß-300x140.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/03/samgroß-768x358.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/03/samgroß-1024x478.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/03/samgroß-250x117.jpg 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/03/samgroß-150x70.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 2376px) 100vw, 2376px" /><p id="caption-attachment-2839" class="wp-caption-text">Chillen im Roundpen. Man kann da tatsächlich auch einfach nur rumstehen. Foto: Verena</p></div>
<p>Vor etwas über einem Monat ist Sam zu mir gekommen. Ein Quarter Horse Wallach, 8 Jahre, der noch nicht viel kennt.</p>
<p>Gerade am Anfang schwebten jede Menge Fragezeichen über meinem Kopf. Ich wusste nicht, wie er sich in verschiedenen Situationen verhalten würde und machte mir Gedanken über Dinge, die ich nicht kontrollieren konnte (mehr Berichte über das, was wir so machen und was ich lerne, schreibe ich im Newsletter. Hier in der rechten Sidebar &#8212;&gt; kannst du dich für ihn anmelden).</p>
<p>Nach den gut fünf gemeinsamen Wochen haben wir Routinen etabliert, wir wissen, wie der jeweils andere so tickt. Sam war von Anfang an maximal unproblematisch. Neues Umfeld, Herdeneingliederung, Arbeit auf dem Platz: Er schaut sich alles an und probiert aus. Was ich besonders schätze, ist seine Offenheit, sich auf Unbekanntes einzulassen. Ich stehe daneben, staune über seinen Mut und über die wahnsinnige Geschwindigkeit, mit der er lernt. Wenn er mehr als drei Versuche braucht, um herauszufinden, was ich möchte, dann weiß ich, dass er kein Verständnisproblem hat, sondern ihn emotional etwas behindert und er nicht kann, auch wenn er wollte.</p>
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<p class="has-text-align-center"><em>Werbung</em>*</p>
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<figure class="aligncenter size-medium"><a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="300" class="wp-image-5737" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg" alt="" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-1024x1024.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-150x150.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-768x767.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-600x600.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl.jpg 1043w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure>
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<p>Hier findest du mein Buch: <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><strong>Natürlich gebisslos: Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen*</strong></a></p>
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<p>Ich zögere fast, das so zu formulieren, weil in meinem Kopf ein mahnender Zeigefinger schwenkt und eine schrille Stimme quäkt: &#8222;Warte nur, die richtigen Probleme kommen schon noch!&#8220; Das mag sein. Aber solange freue ich mich einfach an dem, was wir bisher gemeinsam erreicht haben.</p>
<p>(Das bedeutet übrigens nicht, dass immer eitel die Sonne scheint. Ich habe eine Brandblase am Finger, weil ich zu hoch gepokert habe und es für den Guten doch zu viel war, auf einem schmalen Grünstreifen zu warten, dass ein Traktormonster mit in der Sonne blitzender Egge an ihm vorbei röhrt und scheppert. Aber ich freue mich trotzdem, dass er nach dem Schreck neben mir vom Gefährt weg trotten konnte, und das Überholen dann auf einem breiteren Bereich mit mehr Platz kein Problem mehr war. <a href="//www.warwickschiller.com/embracing-mistakes/" target="_blank" rel="noopener">In diesem Video erklärt Warwick Schiller</a>, warum Fehler so wertvoll sind. Und wie wir sie nutzen können.).</p>
<p>Ich habe in den vergangenen Wochen also jede Menge Fragen an Sam gestellt und seine Antworten fügen sich zu dem Bild zusammen, das ich heute von ihm habe. Ich bin sicher, da werden noch einige dazu kommen &#8211; vielleicht auch welche, auf die ich lieber verzichtet hätte.</p>
<p>Aktuellste Erkenntnisse: Er demonstriert wie ein echter Mann (&#8222;sterbender Schwan&#8220;), wenn ihm etwas wehtut, und er liebt es, in (!) den Ohren gekratzt zu werden, wenn die ersten Mücken schwirren.</p>
<p>Je besser wir unser Pferd kennen, desto besser wird unsere Beziehung sein. Kannst du diese 100 Fragen beantworten?</p>
<p>Wenn du noch weitere Fragen hast, die in die Liste passen, schreibe mir einen Kommentar oder eine Email an nadja@verstehepferde.de &#8211; dann ergänze ich sie.</p>
<h2>100 Fragen an dein Pferd</h2>
<div id="attachment_2843" style="width: 1711px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2843" class="wp-image-2843 size-full" title="Fragen an dein Pferd" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/03/galopp.jpg" alt="Fragen an dein Pferd" width="1701" height="1130" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/03/galopp.jpg 1701w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/03/galopp-300x199.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/03/galopp-768x510.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/03/galopp-1024x680.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/03/galopp-226x150.jpg 226w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/03/galopp-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1701px) 100vw, 1701px" /><p id="caption-attachment-2843" class="wp-caption-text">Galopp im Roundpen, einheitliches Tempo, kein Umspringen, keine Zwischenspurts und das Ganze auf einer Kreislinie ohne Abkürzungen und Eier: gar keine so einfache Aufgabe. Von Innenstellung und Vorwärts-Abwärts fange ich nicht an. Wir sind &#8222;work in progress&#8220;. Am Tag des Fotos konnte er zum ersten Mal auf beiden Händen im Roundpen in der Bewegung entspannen. Foto: Verena</p></div>
<ol>
<li>Wo lässt es sich gerne anfassen?</li>
<li>Ist es kitzelig?</li>
<li>Ist es ruhig oder lauffreudig?</li>
<li>Ist es mutig oder ängstlich?</li>
<li>Hat es ein festes oder lockeres Maul?</li>
<li>Was ist sein Muster, wenn es Angst bekommt?</li>
<li>Wie geht es mit neuen, unbekannten Dingen um?</li>
<li>Tritt es in normalem Tempo über?</li>
<li>Fußen seine Hinterbeine in die Spur seiner Vorderbeine, wenn es geradeaus läuft?</li>
<li>Äußert es sich gern mit Lauten oder ist es eher still?</li>
<li>Ist es sozial oder eher ein Einzelgänger?</li>
<li>Wie ist seine Position in der Herde?</li>
<li>Wie wichtig ist ihm Futter?</li>
<li>Was ist seine liebste Belohnung?</li>
<li>Wie schnell kannst du seine Aufmerksamkeit bekommen, wenn es abgelenkt ist?</li>
<li>Was ist seine Lieblingsbeschäftigung?</li>
<li>Geht es gern über Stangen?</li>
<li>Ist es neugierig oder eher abwartend?</li>
<li>Was kann es absolut nicht leiden?</li>
<li>Wie reagiert es, wenn es sich überfordert fühlt?</li>
<li>Wie zeigt es seinen Ärger?</li>
<li>Welche Verhaltensmuster hat es?</li>
<li>Was frisst es am liebsten?</li>
<li>Was ist seine verschrobendste Eigenart?</li>
<li>Wie oft legt es sich zum Schlafen hin?</li>
<li>Wie sensibel ist es?</li>
<li>Wie schreckhaft ist es?</li>
<li>Was überfordert es?</li>
<li>Wie zeigt es Stress?</li>
<li>Wie zeigt es Zuneigung?</li>
<li>Wie zeigt es Entspannung?</li>
<li>Welche ist seine hohle Seite, welche die gestreckte?</li>
<li>Wie sieht sein Konzentrationsgesicht aus?</li>
<li>Wie reagiert es auf Geräusche?</li>
<li>Wie reagiert es auf optische Reize?</li>
<li>Wann stellt es Fragen?</li>
<li>Wie hoch ist seine Geduld?</li>
<li>Wie schnell sucht es nach einer Lösung?</li>
<li>Hält es an seinen Ideen fest?</li>
<li>Wie offen ist es für Neues?</li>
<li>Wie schnell kann es sich überwinden?</li>
<li>Wie scheut es?</li>
<li>Was entspannt es am schnellsten?</li>
<li>Was ärgert es?</li>
<li>Was schätzt es?</li>
<li>Was respektiert es?</li>
<li>Wie sieht sein Maul aus, wenn es entspannt?</li>
<li>Wie sieht sein Maul aus, wenn es angespannt ist?</li>
<li>Wie reagiert es, wenn du zügig und gerade auf es zugehst?</li>
<li>Kannst du es anfassen, ohne dass es den Kopf wegdreht?</li>
<li>Springt es gern?</li>
<li>Mag es Wasser?</li>
<li>Wie erkundet es sein Umfeld?</li>
<li>Benutzt es gern seine Vorderhufe, um Untergründe zu untersuchen?</li>
<li>Wo ist es besonders empfindlich?</li>
<li>Lernt es schnell?</li>
<li>Was ist seine Lieblingslektion?</li>
<li>Was beunruhigt es am meisten?</li>
<li>Findet es Gefahren in der Ferne oder der Nähe schlimmer?</li>
<li>Scheut es vor Gefahren vor seiner Nase oder hinter ihm?</li>
<li>Ist es ausgeglichen oder eher launisch?</li>
<li>Wie schnell frisst es?</li>
<li>Ist es wählerisch oder ein Alles-Fresser?</li>
<li>Wie ungeduldig ist es?</li>
<li>Wie gutmütig ist es?</li>
<li>In welchen Situationen ist es routiniert?</li>
<li>Wie trittsicher ist es?</li>
<li>Wie schnell überwindet es seine Skepsis?</li>
<li>Welchen Ballast aus der Vergangenheit hat es?</li>
<li>Auf welcher Seite ist es skeptischer?</li>
<li>Hat es Spaß an der Bewegung?</li>
<li>Wie viele Wirbel hat es im Gesicht?</li>
<li>Wie findet es Wind?</li>
<li>Wie reagiert es auf Regen?</li>
<li>Hat das Wetter Einfluss auf sein Verhalten?</li>
<li>Für welche Sinnesreize ist es besonders empfänglich?</li>
<li>Was ist seine nervigste Angewohnheit?</li>
<li>Was fällt ihm im Training schwer?</li>
<li>Was fällt ihm im Training leicht?</li>
<li>Wie reagiert es auf deine Laune?</li>
<li>Wann schlägt es mit dem Schweif?</li>
<li>Wann legt es die Ohren an?</li>
<li>Wie sind seine Futtermanieren?</li>
<li>Wann eskaliert es?</li>
<li>Wie geht es mit Druck um?</li>
<li>Wie stark lässt es sich von Futter motivieren?</li>
<li>Was kann es absolut nicht leiden?</li>
<li>Was fällt ihm körperlich schwer?</li>
<li>Wann wird es ungeduldig?</li>
<li>Wie begegnet es anderen Pferden?</li>
<li>Wie sagt es  &#8222;nein&#8220;?</li>
<li>Wie stark orientiert es sich an anderen Pferden?</li>
<li>Ist es eine sichere oder unsichere Natur?</li>
<li>Wie leicht lässt es sich ablenken?</li>
<li>Wie stark ist sein Fokus?</li>
<li>Wie schnell ändert es seine Ideen?</li>
<li>Wie schnell lässt es sich überzeugen?</li>
<li>Was ist seine größte Angstreaktion?</li>
<li>Wie schnell kann es sich nach Aufregung wieder entspannen?</li>
<li>Ist es introvertiert oder extrovertiert?</li>
</ol>
<p style="text-align: center;"> </p>

<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="100 Fragen an dein Pferd" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
</div>


<p><a href="//verstehepferde.de/pferde-lesen-lernen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Pferde lesen</a> &#8211; hier ein Beitrag zum Thema</p>



<p>In <a href="//www.herdishiller.de/blog/eintrag/charakterspezifisches-training.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">diesem Text erklärt Herdis</a>, wie sich der Charakter des Pferdes aufs Training auswirken kann.</p>



<p>Und <a href="//www.herdishiller.de/pferdeverhalten/die-persoenlichkeit-erkennen.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier gibt es weitere Infos</a> zu den verschiedenen Persönlichkeitstypen</p>



<p>Mehr zu den Gedanken des Pferdes und der Bedeutung des Fokus kannst du <a href="//verstehepferde.de/ross-jacobs-interview/#chef" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in diesem Interview mit Ross Jacobs</a> lesen.</p>



<p>Parelli teilt Pferde in vier Persönlichkeitstypen, die Horsenalitys ein. <a href="https://www.parelli-instruktoren.com/de/horsenality-pferde-lesen">Hier erfährst du mehr</a> darüber.</p>



<p class="has-text-align-center">&#8212; Alle mit * markierten Links sind <a href="//www.verstehepferde.de/affiliate-links">Affiliate-Links</a> &#8212;</p>
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