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	<title>Pferde verstehen</title>
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	<description>Der Horsemanship-Blog</description>
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	<title>Pferde verstehen</title>
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		<title>Produkttest mit Royal Horsemen: Horsemanship trifft Dressurmode</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Feb 2026 13:41:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Kurs-)Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Produkttest]]></category>
		<category><![CDATA[Reithose]]></category>
		<category><![CDATA[Reitjacke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>** Dieser Beitrag ist eine bezahlte Zusammenarbeit mit Royal Horsemen. Der Shop hat mir die Hybridjacke und die Grip-Reithose kostenlos für einen Produkttest zur Verfügung gestellt.** Du kommst in den Stall und wirst direkt auf deine Reithose angesprochen &#8211; mehrfach: So ging&#8217;s mir jüngst, als ich das erste Mal mit…</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/11/Bildschirmfoto-2025-12-10-um-19.07.05.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="576" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/11/Bildschirmfoto-2025-12-10-um-19.07.05-576x1024.png" alt="Nahaufnahme von einem Westernsattel und einer Reiterin in Hybridjacke und Reithose von Royal Horsemen" class="wp-image-5915" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/11/Bildschirmfoto-2025-12-10-um-19.07.05-576x1024.png 576w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/11/Bildschirmfoto-2025-12-10-um-19.07.05-169x300.png 169w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/11/Bildschirmfoto-2025-12-10-um-19.07.05-768x1365.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/11/Bildschirmfoto-2025-12-10-um-19.07.05-864x1536.png 864w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/11/Bildschirmfoto-2025-12-10-um-19.07.05-84x150.png 84w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/11/Bildschirmfoto-2025-12-10-um-19.07.05.png 1070w" sizes="(max-width: 576px) 100vw, 576px" /></a></figure>



<p></p>



<p class="has-text-align-center">** <em>Dieser Beitrag ist eine bezahlte Zusammenarbeit mit <a href="https://royalhorsemen.de">Royal Horsemen</a>. Der Shop hat mir die Hybridjacke und die Grip-Reithose kostenlos für einen Produkttest zur Verfügung gestellt.</em>**</p>



<p>Du kommst in den Stall und wirst direkt auf deine Reithose angesprochen &#8211; mehrfach: So ging&#8217;s mir jüngst, als ich das erste Mal mit der Reithose von <a href="https://royalhorsemen.de">Royal Horsemen</a> dort aufgetaucht bin. Zugegeben, die Farbe Pumpkin Red ist auch nicht gerade unauffällig.</p>



<p>Der Shop hatte mich bereits vor vier Jahren angefragt, ob ich nicht Lust hätte, Produkte zu testen. Damals habe ich abgesagt, da das Sortiment eher auf Dressurreiter ausgerichtet war. Doch Geschäftsführer Robin ließ nicht locker und fragte erneut nach. Diese Hartnäckigkeit hat mich dann überzeugt &#8211; und die Reitbekleidung von Royal Horsemen tut es auch.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Produkttest eins: die Reithose von Royal Horsemen</h2>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_6645-scaled.jpg"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_6645-768x1024.jpg" alt="Hybridjacke und Reithose von Royal Horsemen - frisch aus der Verpackung" class="wp-image-5920" style="width:600px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_6645-768x1024.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_6645-225x300.jpg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_6645-1152x1536.jpg 1152w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_6645-1536x2048.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_6645-113x150.jpg 113w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_6645-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p><em>Reithose und Reitjacke kamen in plastikfreier Verpackung mit Papierbanderolen und Papierlabels an.</em></p>



<p>Ich habe die <a href="https://royalhorsemen.de/products/reithose?variant=51724792103178">Reithose</a> (Größe M) und die <a href="https://royalhorsemen.de/collections/oberbekleidung/products/hybridjacke">Hybridjacke</a> (Größe S) für den Test ausgesucht.</p>



<p>Bei beiden: anziehen und wohlfühlen, Reithose und Jacke sind jeweils ein <strong>perfect Fit</strong>. Während ich das bei Jacken gewöhnt bin, hat mich die Passform der Reithose positiv überrascht. Ich habe oft das Problem, dass sich Falten in den Leisten bilden und die Reithose im Rücken absteht (oder ich sie vorn nicht zubekomme). Diese hier schmiegt sich an wie eine zweite Haut und passt richtig gut. <strong>Der Bund ist breit</strong> und sitzt in der Taille, was ich sehr bequem und praktisch finde. Da die Reithose elastisch ist (ohne wabbelig zu sein), habe ich darin <strong>mehr Bewegungsfreiheit </strong>als in den Jodhpurhosen, die ich sonst immer fürs Reiten trage: Hier spannen bei manchen Bewegungen der Stoff oder die Nähte im Hüftbereich. Mit der Royal Horsemen Reithose ist das nicht der Fall &#8211; hier greifen wahrscheinlich die Eigenschaften der Reitleggings, denn die Reithose ist laut Shop ein <strong>Hybrid aus Reithose und Reitleggings</strong>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-text-align-center"><em>Werbung</em>*</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-medium"><a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><img decoding="async" width="300" height="300" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg" alt="Buchcover Taschenbuch zum gebisslosen Reiten: &quot;Natürlich gebisslos - Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&quot;" class="wp-image-5737" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-1024x1024.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-150x150.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-768x767.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-600x600.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl.jpg 1043w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure></div>


<p>Auch stylisch irgendwie: mein Buch <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><strong>Natürlich gebisslos: Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen*</strong></a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Der <strong>Vollbesatz der Reithose hat keine Naht</strong>, sondern ist aufgedruckt und schon recht sticky. Ich war gespannt, wie sich der Grip-Besatz im Sattel anfühlen würde: Ich reite sonst keine <strong>Reithosen mit Grip</strong>, da er in meiner Vorstellung überflüssig bis hinderlich war: Ich will nicht am Sattel festkleben, sondern mich frei bewegen können und habe auch etwas Angst, dass der Grip das Leder des Sattels kaputt macht. Beim Reiten mit der neuen Reithose habe ich den Klebebesatz nur beim Leichttraben bewusst wahrgenommen; ansonsten sitze ich damit im Westernsattel wie immer. Ich klebe nicht an einer Stelle fest und auch beim Absteigen haben sich mein Gesäß und meine Beine ohne Weiteres vom Leder gelöst. Also <strong>kein Haft-Effekt, wenn man ihn nicht benötigt</strong>.</p>



<p>Die Reithose hat <strong>Taschen fürs Handy</strong> an beiden Oberschenkeln, die auch ein Smartphone Marke Backstein aufnehmen können. Das könnte fürs Ausreiten praktisch sein.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Reithose von Royal Horsemen: perfekt für den Reitunterricht</h3>



<p>Die Reithose im satten Pumpkin Red bietet sich auf jeden Fall <strong>für den Reitunterricht</strong> an: Die <strong>Signalfarbe macht jeden Bein- und Sitzfehler sofort offensichtlich</strong> &#8211; kein Verstecken hinter dunkler Kleidung oder gedeckten Farben, die mit dem Sattel oder der Blanket verschwimmen und damit keine Ausreden mehr.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_6773-scaled.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_6773-768x1024.jpg" alt="Reiterin auf dem Pferd in schwarzer Hybridjacke und Reithose von Royal Horsemen" class="wp-image-5924" style="width:800px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_6773-768x1024.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_6773-225x300.jpg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_6773-1152x1536.jpg 1152w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_6773-1536x2048.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_6773-113x150.jpg 113w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_6773-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a></figure>



<p><em>Hybridjacke und Reithose von Royal Horsemen mit perfekt dazu passendem Western-Blanket. Das war in der Tat Zufall.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Produkttest zwei: die Hybridjacke von Royal Horsemen</h2>



<p>Ich liebe Reitwesten, weil sie den Körper schön warm halten, aber die Arme nicht einengen. Die <strong>Hybridjacke</strong> von Royal Horsemen setzt genau hier an: Der Rumpf ist leicht wattiert und abgesteppt, die Seitenbereiche und die Ärmel bestehen aus elastischem, anschmiegsamem Nylon.</p>



<p>Die Hybridjacke macht durch <strong>ihren taillierten Schnitt eine tolle Figur</strong> und sitzt entsprechend körpernah. Ein dünnes Oberteil kann man gut drunterziehen, bei einem Pullover wird&#8217;s wahrscheinlich eng. Ich hätte mir noch einen Zweiwege-Reißverschluss vorstellen können, die Jacke ist aber kurz genug, dass sie nicht auf dem Sattel aufstößt und stört. Der Kragen ist halbhoch, so dass er etwas gegen Wind schützt ohne mit dem Kinngurt des Reithelms ins Gehege zu kommen. Die beiden Taschen sind tief &#8211; nehmen ebenfalls ein Backstein-Handy ohne Probleme auf &#8211; und mit Reißverschluss.</p>



<p><strong>Der Stoff fühlt sich griffig und weich an</strong> &#8211; außerdem wurde hier Wert auf Nachhaltigkeit gelegt: Der Rumpf besteht aus recyceltem Nylon und die Ärmel aus recyceltem Polyester mit Elastananteil. Die Wattierung ist aus Polyester.</p>



<p>Was mir nach dem ersten Reiten besonders positiv aufgefallen ist: Die <strong>Jacke ist so leicht, dass man sie fast nicht spürt und die Bewegungsfreiheit ist unerreicht</strong>. Für die aktuellen Temperaturen im niedrigen einstelligen Bereich gibt sie nicht genug warm, aber für die Übergangszeit oder als Unterjacke ist sie perfekt.</p>



<p>Für alle Fashionistas: Die <strong>Hybridjacke von Royal Horsemen ist aufwändig gebrandet</strong>. Der Markenname  findet sich auf dem Stoffband unter dem Reißverschluss, als vertikaler Stick seitlich oberhalb des Bundes und als Stick vorn am Stehkragen. Außerdem sitzt auf dem Oberarm ein kleines Metalllabel.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Hybridjacke von Royal Horsemen: ebenfalls perfekt für den Reitunterricht</h3>



<p>Auch die <strong>Hybridjacke bietet sich für den Reitunterricht</strong> an &#8211; ihre figurnaher Sitz zeigt jede Bewegung des Oberkörpers; Sitzfehler wie hochgezogene Schultern oder abgeknickte Hüften (meine Themen) fallen sofort ins Auge.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2026/02/pnmode2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1776" height="2042" data-id="5954" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2026/02/pnmode2.jpg" alt="Reiterin neben Pferd auf dem Reitplatz in Hybridjacke und Reithose von Royal Horsemen" class="wp-image-5954" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2026/02/pnmode2.jpg 1776w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2026/02/pnmode2-261x300.jpg 261w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2026/02/pnmode2-891x1024.jpg 891w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2026/02/pnmode2-768x883.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2026/02/pnmode2-1336x1536.jpg 1336w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2026/02/pnmode2-130x150.jpg 130w" sizes="auto, (max-width: 1776px) 100vw, 1776px" /></a></figure>
</figure>



<p><em>Dress for success? Oder so ähnlich. Foto: pimpiges Iphone</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Mein Testfazit</h2>



<p>Die Reithose (139,99 Euro) und die Hybridjacke (119,99 Euro) liegen im höherpreisigen Segment, wann man die Preise mit gängigen Labels bekannter Pferdeversandhäuser vergleicht. Sie gehören damit zur Preisklasse von Cavallo, Spooks und Co. Ihre Passform stimmt, der Komfort beim Reiten ist da &#8211; und die Ohs und Ahs der Mitreiter, wenn sie das neue Outfit zu Gesicht bekommen, auch. Jetzt muss sich zeigen, wie sie sich langfristig im Stallalltag bewähren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Royal Horsemen: nachhaltige und funktionale Reitmode</h2>



<p>Und abschließend noch ein paar Informationen zur Marke <a href="https://royalhorsemen.de/">Royal Horsemen</a>. Das Familienunternehmen sitzt in Wiehl und wird von den drei Geschwistern Julia, Marina und Robin betrieben. Erstere reiten aktiv und haben eigene Pferde; sie entwickeln die Produkte und das Design und übernehmen Marketingaufgaben. Letzterer kümmert sich um die Technik des Online-Shops und die kaufmännischen Aufgaben.</p>



<p>Das Ziel: <strong>funktionale, schicke und langlebige Reitmode herstellen, die außerdem noch nachhaltig ist</strong>. Das bedeutet unter anderem:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#x1f343; Die <strong>Textilien </strong>haben entweder Bio-Qualität, bestehen aus recyceltem Material oder umweltfreundlichem Modal.</li>



<li>&#x1f343; Die <strong>Verpackungen</strong> sind fast plastikfrei.</li>



<li>&#x1f343; Es werden keine schädlichen <strong>Chemikalien</strong> bei der Produktion eingesetzt, sondern nur solche, die wiederaufbereitet oder entsorgt werden können. </li>



<li>&#x1f343; Die Zusammenarbeit erfolgt mit zertifizierten Unternehmen, so dass vernünftige <strong>Arbeitsbedingungen und Löhne </strong>gewährleistet werden können. </li>



<li>&#x1f343; Keine <strong>Fast Fashion</strong>: Die Ware bleibt so lange im Sortiment, bis sie ausverkauft ist.</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p><a href="https://www.instagram.com/royalhorsemenofficial/">Royal Horsemen Community </a>auf Instagram</p>



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<p></p>



<p></p>
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		<title>(Sicher) Ausreiten für Hasenfüße &#8211; ohne Gebiss</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Sep 2025 16:01:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Kurs-)Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Ausreiten]]></category>
		<category><![CDATA[gebisslos reiten]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdetraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sicher ausreiten? Das muss kein Traum bleiben - ihr braucht nur einen Plan und ein bisschen Ermutigung.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vor ein paar Jahren waren es noch 100 Meter, heute sind es über 10 Kilometer: So lässt sich unsere <strong>Ausreitkarriere</strong> in wenigen Worten zusammenfassen.</p>



<p>Unser Märchenwald (unbewirtschaftet, traumhaft schön mit endlosen Sandwegen, verschlungenen Pfaden, sanften Steigungen) liegt in wenigen Kilometern Entfernung zum Stall. Und lange Zeit hielt ich es für ein Märchen, dass wir dort jemals ausreiten gehen würden.</p>



<p><strong>Das Ausreiten langer Strecken</strong> war (und ist) für mich und auch für die PN ein echter Komfortzonen-Stretch.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-01-2-768x1024.jpeg" alt="Sicher ausreiten ohne Gebiss: Reiterin reitet auf ihrem Pferd den Weg entlang Richtung Wald." class="wp-image-5863" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-01-2-768x1024.jpeg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-01-2-225x300.jpeg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-01-2-113x150.jpeg 113w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-01-2.jpeg 1000w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Der Wald, der Wald! Lange ein entfernter Ausreit(t)raum, jetzt ist er Realität geworden. Foto: Yvonne</em></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ausreiten gehen? Ach, äh, heut&#8216; ist eher schlecht</h2>



<p>Ich hatte sehr viele gute Argumente, warum der jeweilige Tag <strong>zum Ausreiten einfach nicht geeignet </strong>war:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#x1f341; Auf dem Feld ist viel los: Radfahrer, Fußgänger, Traktoren, Reiter!</li>



<li>&#x1f341; Mein Pferd ist äh &#8222;reizoffen&#8220;!</li>



<li>&#x1f341; Ich bin überzeugter Platzreiter!</li>



<li>&#x1f341; Es ist zu warm/zu kalt, es windet zu stark&#8230;.und der Mond steht heut nicht im siebten Quadranten zum Saturn, das deutet auf Turbulenzen hin!</li>
</ul>



<p>Irgendwann wurde für mich der Schmerz, nicht ausreiten zu gehen, aber größer als die Befürchtungen, was alles passieren könnte. Das war dann der Zeitpunkt, als ich unser Ausreitprojekt in Angriff nahm: also <strong>&#8222;Mission sicheres Geländepferd + souveräner Geländereiter&#8220;.</strong></p>



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<figure class="aligncenter size-medium"><a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="300" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg" alt="Buchcover Taschenbuch zum gebisslosen Reiten: &quot;Natürlich gebisslos - Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&quot;" class="wp-image-5737" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-1024x1024.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-150x150.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-768x767.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-600x600.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl.jpg 1043w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure></div>


<p>Die reiterliche Vorbereitung fürs sichere Ausreiten findest du in meinem Buch: <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><strong>Natürlich gebisslos: Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen*</strong></a></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Sicher ausreiten gehen &#8211; und zwar so</h2>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734.jpg" alt="Vorbereitung, um sicher gebisslos ausreiten zu gehen: Mensch und Pferd gehen gemeinsam auf einer Wiese spazieren." class="wp-image-5864" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Spazieren gehen &#8211; und zwar entspannt &#8211; ist eine gute Vorbereitung aufs Ausreiten. Mensch und Pferd erkunden gemeinsam das Gelände. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomcyzk Photography</a></em></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">1. Gute Vorbereitung</h3>



<p><strong>Ausreiten gehen mit einem jungen oder unsicheren Pferd</strong> braucht Vorbereitung. Einfach losreiten und hoffen, dass man überleben wird, ist eine Strategie, aber keine besonders intelligente. Wir haben unsere <strong>Ausritte gezielt mit Spaziergängen vorbereitet </strong>und so Stück für Stück die Wege und das Gelände kennengelernt. Ich habe die PN dabei bewusst an einem langen Seil (das Lasso), so dass er vorgehen kann und führt. Das stärkt das Selbstvertrauen, da er mir dann nicht einfach hinterherdackeln kann, sondern vorausgeht und bei einer Gefahr potenziell zu erst gefressen wird. Spaziergänge haben den Charme, dass, wenn ihn mal der Mut verlässt, ich jederzeit die Führung übernehmen und er sich hinter mir verstecken kann. Die PN liebt Spaziergänge, unterwegs gibt&#8217;s Gras-Buffet to go &#8211; so ist draußen sein und weg vom Stall gleichzeitig noch positiv besetzt. Die Voraussetzung dafür ist, dass das Pferd real halfterführig ist, seinen Menschen nicht beliebig durch die Gegend zieht und sich nach Fresspausen vom Gras auch wieder abbringen lässt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Solide Ausbildung</h3>



<p>Am <strong>Anfang der Pferdeausbildung steht stets die Bodenarbeit</strong>. Auf der fußt dann die Ausbildung aus dem Sattel. Ich bin die PN <strong>erst ausgeritten, als ich genau lenken konnte, er auf meine Signale hin schneller wurde und ich ihn genauso gut zuverlässig anhalten</strong> konnte (genau genommen konnte er das schon eine Weile, bevor ich das Ausreitthema in Angriff nahm&#8230;). Je besser er ausgebildet ist, desto einfacher finde ich mental das Ausreiten, da die Kommunikation einfach schon weit fortgeschritten ist und das draußen sehr hilfreich ist. Reiterhilfen kommen draußen im Gelände schon mit etwas mehr Verzögerung, manchmal auch Widerstand durch. Die Ablenkung ist eben einfach groß und nicht immer sind das Gelände und der Boden so, dass das Pferd sofort reagieren kann. Dennoch weiß ich, dass die PN durch seine Ausbildung auf dem Reitplatz ansprechbar ist und bleibt. <strong>Aufsteigen können von beiden Seiten und von verschiedenen Objekten</strong> (für alle mit hohen Pferden) gehört für mich ebenfalls zur Grundausbildung des Pferdes. Ich will, wenn ich draußen absteige, um vielleicht an etwas Gruseligem vorbei zu führen oder mir einfach mal die Füße zu vertreten, auch wieder aufsteigen können, ohne dass für mein Pferd die Welt zusammenbricht. Manche Pferde verbinden das Absteigen des Reiters nämlich mit dem Ende der Session und sehen keine Notwendigkeit mehr, ihn wieder hochzulassen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Passende Ausrüstung</h3>



<p>Für mich ist es wichtig, das Pferd <strong>mit der gleichen Ausrüstung ausreiten zu gehen</strong>, mit der ich auch auf dem Platz reite: Westernsattel, Sidepull oder Bosal. Einfach, weil sich dann keine Kommunikationshindernisse aufbauen, da sich die Hilfen auf dem Platz genauso anfühlen wie draußen im Feld oder im Wald. Der Westernsattel hilft mir persönlich, weil ich einfach gut darin sitze &#8211; das gilt auch für spontane Sprünge nach links oder rechts, wenn sich die PN doch mal erschreckt.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">4. Aktiv reiten und entscheiden: Kommunikation aufrecht halten</h3>



<p>Die PN ist kein Pferd zum Draufhocken, Losreiten und draußen die Seele baumeln lassen. Er braucht <strong>Management</strong> &#8211; sonst trifft er eigene Entscheidungen und die sind meistens nicht die weitsichtigsten. Das bedeutet, dass ich <strong>ein aktiver Reiter sein </strong>muss, kein passiver. Die Kommunikation muss fließen &#8211; und zwar ständig. So bleibt die Aufmerksamkeit bei mir und die PN weiß, dass er nicht allein entscheidet. </p>



<p>Bedeutet also, dass ich <strong>immer wieder Anfragen</strong> stelle: Kann er links und rechts im Genick nachgeben? Kann er langsamer gehen? Kann er anhalten? Kann er rückwärts gehen? Können wir um diesen Baum herumgehen statt wie immer geradeaus? Dabei spielt es eine Rolle, ob wir zum Beispiel links oder rechts um eine Pfütze oder durch sie hindurch gehen bzw. wer das entscheidet. Wenn mir mein Pferd bei solchen einfachen Anfragen schon mit Widerstand und Zögerlichkeit begegnet, sagt das nichts Gutes darüber aus, wie seine Reaktion ausfallen wird, wenn ich wirklich mal eingreifen muss, etwa um ihn an Killerbarken vorbeizuhelfen (siehe unten) oder einen Sprung zur Seite zu begrenzen.</p>



<p>Deswegen: Es ist mehr als ratsam, <strong>sicherstellen, dass das Pferd tut, was ich als Reiter verlange, wenn der Ausritt entspannt ist</strong>. <strong>Damit die Chancen steigen, dass es tut, was ich verlange, wenn es nicht mehr entspannt ist.</strong></p>



<p>Bedeutet das, dass Ausreiten immer so kontrolletti sein wird? Nein. Auf PNs Vorgänger hätte ich mich rückwärts mit verbundenen Augen setzen können. Und auch <strong>die PN wächst immer mehr an seiner Aufgabe als Geländepferd</strong>. Oft komme ich von Ritten zurück und denke mir &#8222;das war jetzt entspannt, aber noch nicht entspannend.&#8220; Immer öfter kann ich meine Gedanken schweifen lassen und bin nicht mehr jeden Moment mit voller Konzentration dabei. Ich kann der PN phasenweise die Verantwortung übertragen, für uns beide gute Entscheidungen zu treffen. Das musste er aber erst lernen (&#8230; und ich das mentale Loslassen).</p>



<p>Ich steige beim Ausreiten nach wie vor viel auf und ab. Manchmal, weil wir an einem gruseligen Hindernis geführt entspannter vorbeikommen und manchmal als Belohnung für die PN &#8211; gern auf dem Rückweg. Dann kann er grasen und ich muss nicht aufpassen, dass er sich angewöhnt abzutauchen und mir dabei die Zügel aus der Hand zu ziehen. Damit ist das Aufsteigen im Gelände für uns Routine geworden. Ich kann die PN überall parken und aufsitzen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">5. Ausgewählte Mitreiter</h3>



<p><strong>Mitreiter beim Ausreiten entscheiden über Erfolg und Misserfolg</strong>. Hast du bereits die Hosen voll und gehst dann noch mit einem Angsthasen ausreiten, werdet ihr wahrscheinlich nicht vom Hof kommen (es sei denn eure Pferde übernehmen für euch das Kommando und regeln das). Hast du die Hosen voll und reitest mit Ms. Werspäterbremstgaloppiertlängerschnell, wirst du deine Komfortzone schneller verlassen als mit einem Ferrari, die orangefarbenen Wachstumszone durchrauschen und dann dauerhaft in der roten Gefahrenzone landen. <strong>Du wirst dich und dein Pferd überfordern und die schlechte Erfahrung bleibt haften.</strong> <strong>Du brauchst also Mitreiter, die auf dich Rücksicht nehmen</strong> (so wie du auf sie Rücksicht nimmst), die sich an Absprachen halten und die ihre Pferde im Griff haben. Klingt einfach? Ist es nicht! Das fängt schon damit an, dass der andere dich zulabert, während du gerade deine volle Konzentration für den Pferd brauchst.</p>



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<p>Bei uns hat <strong>die gechillte Mitreiterin den Durchbruch für längere Strecken</strong> gebracht &#8211; mit ihr und ihrem geländeerfahrenen, von ihr selbst ausgebildeten Führpferd haben wir angefangen, den für unsere Verhältnisse echt ordentlich entfernten Wald zu erkunden. Phasenweise haben wir uns mit den Pferden im Wald getroffen, waren gemeinsam unterwegs und haben uns für den Rückweg wieder getrennt. Perfekte Übung fürs Pferd, um keine Klebentendenz zu entwickeln.</p>



<p>Und so kommt&#8217;s, dass wir heute weit weg von Zuhause, im fremden Gelände, am losen Zügel kilometerlang unserem Führpferd hinterher traben. Die PN komplett unbeeindruckt mit schönem Zug nach vorn und ich im siebten Reithimmel. <strong>Warum klappt das vermeintlich Schwierige beim ersten Anlauf</strong>? Weil alle kleinen Schritte dorthin pingeling abgearbeitet wurden und das Fundament stimmt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/b3c02956-59d0-4250-a0db-2cb3b75cc015-768x1024.jpeg" alt="Sicher ausreiten gehen ohne Gebiss: Eine Reiterin im Wald dreht sich nach ihrer Mitreiterin um" class="wp-image-5865" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/b3c02956-59d0-4250-a0db-2cb3b75cc015-768x1024.jpeg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/b3c02956-59d0-4250-a0db-2cb3b75cc015-225x300.jpeg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/b3c02956-59d0-4250-a0db-2cb3b75cc015-112x150.jpeg 112w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/b3c02956-59d0-4250-a0db-2cb3b75cc015.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Das erste Mal (gebisslos) reitend im Wald &#8211; und das in Führungsposition. Mein Blick spricht Bände. Foto: Yvonne.</em></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Missglückte Ausreitversuche: die klassischen Probleme</h2>



<p>Ein Plan lässt sich nicht linear in die Tat umsetzen und natürlich sind auch uns die gängigen Probleme beim Ausreiten begegnet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Pferd will nicht vom Stall weg</h3>



<p>&#x1f575;&#x1f3fc;&#x200d;&#x2640;&#xfe0f; <strong>Die Ursache: </strong>Das Pferd fühlt sich am Stall mit seiner Herde im gewohnten Umfeld sicherer.</p>



<p>&#x1f4a1; <strong>Lösung:</strong> <strong>Vertrauen aufbauen und Gewöhnung</strong>. Ihr braucht eine klare Kommunikation &#8211; am einfachsten etablierst du die über Bodenarbeit. Du musst <strong>in die Führungsrolle reinwachsen</strong> (ja, einer muss die übernehmen und es sollte nicht dein Pferd sein). Starte mit Spaziergängen, verlängere die Schritt für Schritt und baue Graspausen ein. Dein Pferd versteht das Prinzip &#8211; und damit funktioniert das auch geritten. War bei uns auch so.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Mein Pferd bockt im höheren Tempo</strong></h3>



<p>&#x1f575;&#x1f3fc;&#x200d;&#x2640;&#xfe0f; <strong>Die Ursache:</strong> Das Pferd ist wahrscheinlich überfordert.</p>



<p>&#x1f4a1;<strong> Lösung:</strong> Erstmal <strong>die Situation retten</strong>, das Pferd durchparieren &#8211; mit dem One-Rein-Stopp. Luftholen. Den Ausritt zu Ende bringen &#8211; führend oder reitend. Und <strong>dann Ursachenforschung</strong>, um das Bocken in Zukunft zu verhindern. Vor ein paar Wochen ist uns genau das passiert. Die PN fiel auf dem Stoppelfeld von sich aus in Galopp und fing nach ein paar Sprüngen das Bocken an. Aber eben nicht aus dem Nichts. An dem Tag hatte er insgesamt eine hohe Anspannung, eine Freundin war mit ihrem Pferd zu Fuß dabei, das Pferd war ebenfalls knallig drauf. Es windete und &#8211; Skandal! &#8211; das gewohnte Umfeld hatte sich verändert. Wo früher freier Blick war, wuchsen auf einmal Maisfelder. Und statt Kornfeldern Stoppelacker mit gefährlichen Heu- und Strohballen in zufälligen Positionen. Das alles pushte die akute Bedrohungseinschätzung der PN auf ein dunkles Orange. Als dann noch das andere Pferd mit joggendem Menschen von hinten an ihm vorbei galoppierte, ich ihm erlaubte anzugaloppieren und damit die Energie weiter zu steigern, wusste er sich nur noch mit Bocken zu helfen. Ich löste das mit dem One-Rein-Stopp. Seitdem hat er nicht mehr gebockt &#8211; nicht in Gesellschaft, nicht im Galopp mit anderem Pferd. Eben weil das Setup ein anderes, besseres, war.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Pferd springt unerwartet zur Seite</h3>



<p>&#x1f575;&#x1f3fc;&#x200d;&#x2640;&#xfe0f; <strong>Die Ursache</strong>: Das Pferd misstraut seiner Umwelt.</p>



<p>&#x1f4a1; <strong>Lösung:</strong> Je <strong>mehr Routine</strong> dein Pferd beim Ausreiten bekommt, desto weniger werden krasse Sätze zur Seite. Die PN ist mittlerweile bei gurrend auffliegenden Tauben (sehr fies!) fast ein Profi &#8211; bei den Enten im Kanal wird&#8217;s wahrscheinlich noch etwas dauern. Als Fluchttier wird ein Pferd immer die Tendenz zum Wegspringen haben, manche mehr, manche weniger. Ganz weg kriegt man sie nicht, fürchte ich. Deswegen helfen hier <strong>ein guter Sattel oder ein guter Knieschluss</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Pferd will an einem Hindernis nicht vorbei</h3>



<p>&#x1f575;&#x1f3fc;&#x200d;&#x2640;&#xfe0f; <strong>Die Ursache:</strong> Angst und Skepsis vor meist neuen Umweltreizen</p>



<p>&#x1f4a1; <strong>Lösung:</strong> <strong>Du gibst die Richtung vor, dein Pferd den Zeitplan</strong>. Letztes Jahr standen hier Barken in regelmäßigen Abständen auf den Feldwegen und die PN witterte Todesgefahr. Gemeinerweise musste man zwischen ihnen durch und konnte nicht einfach eine riesige Schleife außenherum reiten. Wir stoppten also vor den Barken mit untertassengroßen Augen und Nüstern (der PN). Ich habe verhindert, dass er seitlich auswich (seine erste Idee) und seine Nase auf den Weg und zwischen die Barken ausgerichtet gehalten. Dann blieben wir stehen. Als Pferd, das schnell ungeduldig wird, fand die PN das nicht lustig. Zweite Idee: Rückwärts gehen. Das habe ich verstärkt und unterstützt &#8211; und zwar so lang, dass die PN das irgendwie auch nicht mehr gut fand. So hatten wir praktischerweise etwas Abstand zu den Killerbarken hergestellt &#8211; und damit war die PN wieder in der Lage nach vorn zu gehen, sich ihnen zu nähern und meine treibende Hilfe kam durch. Dann parkten wir wieder davor, ich machte wieder alle Ausweichwege zu und ließ ihn einfach stehen. Es dauerte vielleicht fünf bis zehn Minuten, bis die PN sich darauf einlassen konnte, dass Vorwärts vielleicht auch eine Idee ist. Er tastete sich einen Schritt vor, dann noch einen. An dem Punkt muss ich nicht mehr nach vorwärts fragen. Wenn er die Entscheidung getroffen hat, geht er. Und so passierten wird die Barken mittig ohne weitere Vorkommnisse. Seitdem sind wir Barken-Profis.</p>



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<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.awin1.com/cread.php?s=3121715&amp;v=29263&amp;q=435410&amp;r=635314"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="https://www.awin1.com/cshow.php?s=3121715&amp;v=29263&amp;q=435410&amp;r=635314" consent-required="4566" consent-by="services" consent-id="4567"/></a></figure>



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<h2 class="wp-block-heading">Erfolgsfaktoren fürs sicheres Ausreiten</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-00-5-768x1024.jpeg" alt="Absteigen und Führen ist ein Teil des sicheren Ausreitens: Reiterin führt ihr Pferd am gebisslosen Sidepull auf einem langen Feldweg." class="wp-image-5866" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-00-5-768x1024.jpeg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-00-5-225x300.jpeg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-00-5-113x150.jpeg 113w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-00-5.jpeg 1000w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Ich führe Teile des Rückwegs zum Stall. Die PN hat den Wald tiptop gemeistert und wir entspannen uns beim Spazieren gehen. Foto: Yvonne</em></figcaption></figure>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Ich kann jederzeit absteigen</strong>: Die PN ist vom Boden sehr gut ausgebildet und ich weiß, dass ich ihn an allem vorbeiführen kann. Lammschlachter, LKW, Bus im Morgengrauen oder Autobahnunterführung. Wir kriegen das hin. Diese Sicherheit hilft mir ungemein. Denn wenn ich nicht an einer Sache vorbeireiten kann, dann führe ich eben. Problem gelöst.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Wir waren von Anfang an allein unterwegs</strong> &#8211; zwangsläufig, da sich keine Begleitung ergeben hat. Die PN kennt es also, mit mir als einzigem Herdenmitglied draußen zu sein. Das hat den Charme, dass er nicht an einem Führpferd klebt und sich nicht ausschließlich an diesem orientiert.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Unangenehme Gefühle aushalten</strong>: Je nachdem, wie du so drauf bist, wird das Ausreiten deine Komfortzone mehr oder weniger dehnen. Ich bin Team #perfektvorbereitetundalleEventualitätenimBlick. Auch der einen Seite erhöht das meine <strong>Sicherheit</strong>, da ich keine fahrlässigen Entscheidungen treffe. Auf der anderen Seite sinkt der Faktor <strong>Abenteuer </strong>auf Null &#8211; und mir entgehen <strong>spaßige Erfahrungen und Leichtigkeit</strong>, weil ich immer die volle Kontrolle behalten will. Hinzu kommt, dass ich dann potenzielle Gefahren wittere, wo gar keine sind und mir und meinem Pferd zu wenig zutraue. Das führt dann dazu, dass ich <strong>vor herausfordernden Situationen zu schnell kapituliere</strong>, auch, wenn sie leistbar gewesen wären. Zum Beispiel am Konglomerat Kuhherde &#8211; neu gefällte Baumstämme &#8211; Camper unter Bäumen ohne 20 Meter Sicherheitsabstand vorbeizureiten statt von vorneherein zu führen. Ich musste also lernen, mein <strong>Gefahrenbewusstsein zu kalibrieren</strong> (ok, ich lerne das immer noch), eine gewisse Unsicherheit und die damit eingehenden Gefühle (was, wenn&#8230;., es könnte aber xy passieren) auszuhalten, selbstbewusst die Richtung vorzugeben &#8211; und es ist noch immer gut gegangen.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Die Mitte zwischen vorausschauend reiten und wir schaffen das: </strong>Das knüpft an den obigen Punkt an &#8211; man muss <strong>das Maß finden zwischen einer realistischen Gefahreneinschätzung, also ob Mensch und Pferd das in diesem Moment leisten können und der Zuversicht, eine Herausforderung anzugehen und zu bestehen</strong>. Es bringt nichts, von vorneherein das Handtuch zu werfen, in der Erwartung, es sowieso nicht hinzubekommen, weil dann Pferd und Mensch nie gemeinsam an einer Sache wachsen können und kein Selbstbewusstein entsteht. Es bringt aber auch nichts, sich blind in Situationen hineinzustürzen, die beide überfordern. Wie man die Mitte findet? <strong>Führe dir deine Ausreitkarriere vor Augen und prüfe deine eigene Disposition</strong>. Bist du Team Übervorsicht, hast du wahrscheinlich die Tendenz zu früh aufzugeben. Bist du Team Draufgänger, bringst du dein Pferd möglicherweise in Situationen, die es nicht so einfach meistern kann wie du.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Rückschläge akzeptieren:</strong> <strong>Nicht jeder Ausritt ist toll </strong>und entspannt. Vielleicht ist es heute mühsamer, vom Stall wegzureiten, vielleicht wird es auf dem Heimweg schneller oder hat mehr Spannung als sonst. Das Gute: Das muss morgen nicht so sein. Dranbleiben ist die Devise.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Ausreiten ist ein Lernprozess. </strong>Einfach ausreiten gehen funktioniert nur mit Pferden, die bombensicher sind. Alle anderen müssen es erst lernen. <strong>Deswegen ist Ausreiten genauso ein Projekt wie Seitengänge oder Galoppwechsel</strong>: Wir müssen es trainieren und das Pferd (und uns) darin schulen.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Spaß haben:</strong> Die PN liebt die freie Fortbewegung und wenn er im Mindset ist, dass er höchstwahrscheinlich nicht sterben wird, dann ist er neugierig und erkundet gern. Wir haben eine Großbaustelle hier im Feld also als eine Art Extreme-Trail genutzt: Für den Schwerlastverkehr waren gefühlt alle Wege mit Metallplatten belegt. Wenn es nicht nass und rutschig war, nutzten wir das als Mutprobe: Die Metallplatten schallen, wenn ein Pferd darüber läuft, sie schwingen und wackeln. Perfekt, um T<strong>rittsicherheit und Nervenstärke zu trainieren</strong>. Im Wald selbst windet sich der schmale Weg um Bäume und manchmal sogar durch alte Baumstämme und unter niedrigen Ästen hindurch. Wurzeln und Untergründe wie Sand, Schotter und Gras erfordern, dass <strong>das Pferd auf seine Füße aufpasst und sich bewusst bewegt</strong> &#8211; eine echte Therapie für Exemplare wie meinen, der oft damit beschäftigt ist das Gefahrenpotenzial seiner Umgebung zu evaluieren. Wenn er sich auf seine Füße konzentrieren muss, bleiben keine Hirnzellen mehr übrig für den 360-Grad-Scan von Wald und Feld.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740-768x1024.jpeg" alt="Gebisslos Ausreiten vorbereiten: Reiterin führt ihr Pferd im Frühlingswald" class="wp-image-5869" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740-768x1024.jpeg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740-225x300.jpeg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740-112x150.jpeg 112w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Wir sind im Wald und erkunden die Wege zu Fuß: Die PN muss klettern und ist fasziniert vom neuen Umfeld. Spaß für Mensch und Pferd gleichermaßen. Foto: Yvonne</em></figcaption></figure>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Gras fressen lassen:</strong> Von Anfang an durfte die PN bei unseren Ausflügen Gras fressen &#8211; egal, ob beim Ausreiten oder beim Spazieren gehen. Das hat sich als brillante Idee erwiesen: Das Pferd versteht, dass es <strong>abseits des Stalls eine Belohnung </strong>gibt und sich der Weg lohnt. <strong>Grasfressen entspannt und es beugt dem Drang vor, schnell wieder nach Hause zurückzueilen</strong>, vor allem, wenn man auf dem Heimweg grast. Die Voraussetzung dafür: Das Pferd fühlt sich draußen sicher genug. Bei unseren längeren Ausritten konnte die PN im Wald anfangs gar nicht fressen, weil er zu aufgeregt war &#8211; sich selbst überlassen, suchte er nach dem Heimweg. Später erwachte dann das Interesse am Gras, aber über ein paar Happen kam er nicht raus, weil er dann wieder nach einem Ausweg Ausschau hielt. Mittlerweile kann er sich den Bauch vollschlagen und vollends im Grasfressen aufgehen.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Die Erfahrung zu überleben</strong>: Ein Problem mit der <strong>Selbstsicherheit &#8211; sie wächst in der Regel nur dann, wenn man herausfordernde Situationen (was herausfordernd ist, ist individuell) gemeistert </strong>hat. Und herausfordernde Situationen sind nicht angenehm. Ich hatte es mehrfach, dass die PN mehrere Meter zur Seite gesprungen ist &#8211; mal gefühlt aus dem Nichts und mal mit Ansage, weil Enten aus dem Graben hochflogen oder Hasen aus der Hecke hoppelten. Er hat mich immer mitgenommen und er stand in der Regel schon, bevor ich überhaupt nach dem Zügel gegriffen habe. Das sind die Erfahrungen, die mir ein gutes Gefühl geben, da er bewiesen hat, dass er sich selbst regulieren kann und ich nicht beim leisesten Hüpfer im Sand lande.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Nicht alles planen müssen</strong>: Ausreiten gehen bedeutet auch, <strong>mit Dingen konfrontiert zu werden, mit denen man nicht gerechnet hat</strong>. Beim ersten Ausritt im Wald stellte die PN fest, dass ich mich im Sattel viel mehr bewege als auf dem Platz, weil ich ständig damit beschäftigt bin, Ästen auszuweichen und dabei meinen Schwerpunkt und das Gewicht in den Bügeln stark verlagere. Ich stellte fest, dass er am langen Zügel beschleunigt, wenn es hoch und runtergeht &#8211; auch dann, wenn ich einen Ast im Gesicht habe. War trotzdem lustig.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Vertrauensvorschuss:</strong> Ausreiten ist fürs Pferd nur dann entspannend, wenn es <strong>nicht dauerhaft am anstehenden Zügel geritten wird</strong>. Wenn es den Kopf frei hat, um sich den Weg zu bahnen und seine Balance zu finden, wenn es sich dehnen und abschnauben kann. Wir Reiter müssen deswegen auch mal loslassen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="Gebisslos Ausreiten gehen - sicher" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Hier geht&#8217;s ums sichere <a href="https://verstehepferde.de/absteigen-westernsattel/">Auf- und Absteigen vom Westernsattel</a></p>



<p>Was tun, wenn <a href="https://verstehepferde.de/hilfe-mein-pferd-ist-unberechenbar/">das Pferd unberechenbar ist</a>?</p>



<p>Hier geht&#8217;s ums <a href="https://verstehepferde.de/entspannt-spazieren-gehen/">entspannte Spazierengehen mit dem Pferd</a></p>



<p>Schau mal auf <a href="https://www.instagram.com/verstehe_pferde32/">Instaaaa</a> vorbei! Da gibt&#8217;s Videoschnipsel aus unserem Alltag.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:30% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="2560" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-5825 size-full" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-scaled.jpg 1920w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-225x300.jpg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-768x1024.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-1152x1536.jpg 1152w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-1536x2048.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-113x150.jpg 113w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Die reiterliche Ausbildung, mit der ich die PN geländesicher gemacht habe, beschreibe ich in <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1">meinem Buch &#8222;Natürlich gebisslos &#8211; Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&#8220;</a>*</p>
</div></div>



<p class="has-text-align-center">&#8212; Alle mit * markierten Links sind <a href="https://verstehepferde.de/affiliate-links/">Affiliate-Links!</a> &#8212; </p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Gebisslos reiten &#8211; das Buch!</title>
		<link>https://verstehepferde.de/gebisslos-reiten-buch/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=gebisslos-reiten-buch</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2025 12:18:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Kurs-)Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://verstehepferde.de/?p=5672</guid>

					<description><![CDATA[<p>Willst du dein Pferd gebisslos reiten, aber du weißt nicht so genau, wie? Dann habe ich etwas für dich: Mein Buch &#8222;Natürlich gebisslos &#8211; Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen.&#8220; Du kannst es als Taschenbuch und als gebundenes Buch bei Amazon kaufen. Gebisslos Reiten mit System (und diesem Buch)…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/3D-Mockup-Main-1024x683.png" alt="Buchcover Front und Rückseite von &quot;Natürlich gebisslos - Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&quot;" class="wp-image-5674" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/3D-Mockup-Main-1024x683.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/3D-Mockup-Main-300x200.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/3D-Mockup-Main-768x512.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/3D-Mockup-Main-1536x1024.png 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/3D-Mockup-Main-2048x1366.png 2048w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/3D-Mockup-Main-600x400.png 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/3D-Mockup-Main-150x100.png 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Willst du <strong>dein Pferd gebisslos reiten</strong>, aber du weißt nicht so genau, wie?</p>



<p>Dann habe ich etwas für dich: <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901">Mein Buch &#8222;Natürlich gebisslos &#8211; Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen.</a>&#8220; Du kannst es als Taschenbuch und als gebundenes Buch <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901">bei Amazon</a> kaufen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Gebisslos Reiten mit System (und diesem Buch)</h2>



<p>Im Buch erfährst du:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#x1f341; wie du die <strong>passende gebisslose Zäumung</strong> für dein Pferd auswählst</li>



<li>&#x1f341; wie du <strong>dein Pferd vom Boden gezielt auf das gebisslose Reiten vorbereiten</strong> kannst (Stichwort Nachgiebigkeit)</li>



<li>&#x1f341; wie du es unterm <strong>Sattel Schritt für Schritt gebisslos ausbildest</strong> und auch anspruchsvollere Aufgaben wie ein sauberes Rückwärts, einen Stopp auf der Hinterhand oder Außenstellung meisterst.</li>
</ul>



<p>Wenn du hier regelmäßig mitliest, dann weißt du, dass ich ein Freund von guter Vorbereitung bin und wie wichtig mir eine klare Kommunikation mit dem Pferd ist. Ich zeige dir <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901">im Buch</a>, wie du das gebisslos umsetzen kannst.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/AW0O0898-1024x683.jpg" alt="Gebisslos reiten mit Sidepull im Galopp" class="wp-image-5681" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/AW0O0898-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/AW0O0898-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/AW0O0898-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/AW0O0898-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/AW0O0898-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/AW0O0898-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/AW0O0898.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px"><em>Talk the talk and walk the walk: einer unser ersten Galopps unter dem Sattel &#8211; gebisslos mit Sidepull, am langen Zügel. Es geht hier nur ums Vorwärts, alles andere &#8211; Stellung, Biegung, sogar Lenkung &#8211; kommt später.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Unser Weg zum gebisslosen Reiten</h2>



<p>Warum ich ein Buch zum gebisslosen Reiten geschrieben habe? Eigentlich wollte ich einen Blog zu dem Thema aktualisieren. Und dann kam ich vom Hundersten ins Tausendste und so entstand die Idee zu einem Buch zum gebisslosen Reiten. Auch, weil ich im Rückblick den überwiegenden Teil meines Reiterlebens gebisslos unterwegs war &#8211; im Urlaub, mit Paledo, dem Vorgänger der PN, und jetzt der PN.</p>



<p>Dabei habe ich nicht nur die Vielfalt des gebisslosen Reitens kennengelernt &#8211; sondern mir auch die <strong>Fähigkeiten angeeignet, Pferde darin auszubilden</strong>. So wie die PN. </p>



<p>Ich habe ihn damals als zugegeben schwieriges Pferd gekauft, mit der Tendenz zum Steigen, angeritten aber mit unklarem Ausbildungsweg. Als ich das erste Mal auf ihm saß, trug er das zwar mit Fassung, aber an Vorwärts war nicht zu denken. Klemmigkeit beim (Jung)Pferd ist ein ernstzunehmendes Problem. Ohne Vorwärts kein Reiten. </p>



<p>Heute, sieben Jahre später, habe ich <strong>ein Pferd, das unter dem Sattel eine Freude ist </strong>&#8211; er hat Zug, ohne eilig zu sein, ist rittig, durchlässig, fein einzustellen und will immer alles richtig machen (ok, er bockt, wenn man ihn mit der Gerte antickt und er sich ungerecht behandelt fühlt :D).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dein Pferd gebisslos ausbilden</h2>



<p>Wir haben uns <strong>das alles zusammen erarbeitet </strong>&#8211; und zwar <strong>gebisslos</strong>. Trotz langer und gründlicher Vorbereitung hat die PN das Gebiss nicht akzeptiert. Also bin ich <strong>auf gebisslos umgestiegen</strong> und habe dabei <strong>verschiedene Zäumungen </strong>getestet, etwa Sidepull oder Knotenhalfter.</p>



<p>Wir sind beim Bosal, der kalifornischen Hackamore, hängen geblieben.</p>



<p>Was mir wichtig ist: <strong>Gebisslos reiten heißt nicht drauf hocken und hoffen, dass es gut geht und das Pferd den Menschen versteht</strong>. <strong>Gebisslos zu reiten benötigt eine Vorbereitung und ein System</strong> &#8211; du bildest dein Pferd gebisslos aus, wie du es mit Gebiss ausbilden würdest.</p>



<p>Dieses System erhältst du mit dem <a href="http://Buchcover Front und Rückseite von &quot;Natürlich gebisslos - Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&quot;">Buch</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="944" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/3D-Mockup-2-1-1024x944.png" alt="Buchcover Hardcover von &quot;Natürlich gebisslos - Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&quot;" class="wp-image-5717" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/3D-Mockup-2-1-1024x944.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/3D-Mockup-2-1-300x277.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/3D-Mockup-2-1-768x708.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/3D-Mockup-2-1-150x138.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/3D-Mockup-2-1.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p style="font-size:15px"><em>Mein Buch &#8211; der Leitfaden zum gebisslosen Reiten mit System &#8211; als Hardcover</em></p>



<p><a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901">Hier kannst du es auf Amazon kaufen</a>. Meine Bitte: Wenn es dir gefällt, bitte lass&#8216; mir <strong>eine Bewertung und eine Rezension</strong> da 🙂</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Hier erfährst du mehr zum <a href="https://verstehepferde.de/gebisslos-reiten-mit-bosal-die-gruende/">Thema Reiten mit Bosal</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="589" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/hack-1024x589.jpg" alt="Pferd gebisslos geritten mit Barock-Hackamore" class="wp-image-5684" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/hack-1024x589.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/hack-300x173.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/hack-768x442.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/hack-1536x884.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/hack-150x86.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/04/hack.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:15px"><em>Gebisslos Reiten mit fortgeschrittener Ausbildung &#8211; die PN hier zum ersten Mal in der Barock-Hackamore.</em></p>



<p class="has-text-align-center">&#8212; Alle mit * markierten Links sind <a href="https://verstehepferde.de/affiliate-links/">Affiliate-Links</a>! &#8212;</p>



<p></p>
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		<item>
		<title>Willkommen in der Haustierhölle &#8211; mein Pferd ist ständig krank</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Sep 2024 07:28:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Kurs-)Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Dickes Bein]]></category>
		<category><![CDATA[Hausmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Krankes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdegesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gediegen im Urlaub - und dann die Nachricht: Mein Pferd ist schon wieder krank!</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Trab-geritten-Bosal-1024x683.jpg" alt="Reiten auf dem Platz auf gesundem Pferd - hier sind keine Hausmittel notwendig" class="wp-image-5406" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Trab-geritten-Bosal-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Trab-geritten-Bosal-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Trab-geritten-Bosal-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Trab-geritten-Bosal-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Trab-geritten-Bosal-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Trab-geritten-Bosal.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Wenn ich abergläubisch wäre, würde ich jetzt denken: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Ich hätte es nicht zu laut sagen sollen.&#8220; </p>
</blockquote>



<p>Meine Pläne für dieses Jahr mit der PN waren nämlich ganz unbescheiden &#8211; den fliegenden Galoppwechseln näher kommen und einen wilden Wanderritt mit Freunden unternehmen. Und während ich noch überlegte, ob ich eventuell Ausreden benötige, um mich aus dem Wanderritt wieder rauszumogeln, weil mir der Mut und die Abenteuerlust abhanden gekommen sind, <strong>kam die PN mit diversen lustigen Gebrechen ums Eck</strong>. Dazu kommen <strong>vier Meerschweinchen und ein junger Hund</strong>, die auch der Meinung sind, dass es doch eigentlich prima ist,<strong> parallel krank</strong> zu sein und ständig neuen Scheiß anzuschleppen. Die Viecher haben in diesem Jahr bereits mehr Ärzte und Therapeuten gesehen als ich in den letzten zehn Jahren insgesamt. <strong>Mein Leben 2024 trägt deswegen den Titel &#8222;Existieren in der Haustierhölle&#8220;</strong>.</p>



<p>Warum ich das schreibe? Weil ich weiß, dass die <strong>Gesundheit oder besser Krankheit von Pferden</strong> in Reiterkreisen ein Thema ist, das vielen unter bzw. auf den Nägeln brennt &#8211; ich bin Teil des Clubs! Ich bin solidarisch!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Im Angebot: Milben, Einschuss, dicke Beine, angelaufene Beine</h2>



<p>Die Meerschweinchen beglücken mich mit Milben &#8211; Stress durch ein neu integriertes Krawallschwein &#8211; und einem mysteriös ausgeschlagenen Zahn, der Hund mit Verdauungsproblemen, Unfällen und Lahmheiten. Und die PN? Der kam mir am 24.12 (kleine Weihnachtsüberraschung) letzten Jahres <strong>mit einem Ei am hinteren Röhrbein</strong> entgegen. Seitdem ist gefühlt immer zwei Wochen Ruhe und dann startet die nächste Runde. Im Angebot bisher: <strong>Einschuss am Vorderbein mit anschließender Elefantenschwellung, Zahnfleischentzündung, rätselhafter Haarverlust an der Schweifrübe, eine kleine Schnittwunde</strong> in der Zunge, die sich im Verhalten wie eine Koliksymptomatik äußerte (Scharren, Rennen, Wälzen, die Herde terrorisieren), <strong>ein heftiger Einschuss am Hinterbein wegen drei Kratzern</strong>, der die volle Drogendröhnung benötigte, um wieder zu schrumpfen, <strong>eine Schwellung im Bereich der oberflächlichen Beugesehne </strong>des Hinterbeins &#8211; und dann, als ich lächerliche sechs Tage im Urlaub war &#8211; <strong>schwellen ihm zunächst die Hinterbeine an und dann noch die Vorderbeine</strong>. Für die Maximalentspannung in der Ferne. Echte Erholung eben. *Ironie off*</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/09/IMG_4724-1024x768.jpg" alt="Kein Pferd, keine Krankheit, keine Hausmittel, stattdessen ein Bergseepanorama" class="wp-image-5615" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/09/IMG_4724-1024x768.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/09/IMG_4724-300x225.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/09/IMG_4724-768x576.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/09/IMG_4724-1536x1152.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/09/IMG_4724-150x113.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/09/IMG_4724.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:15px">Der Septembermorgen am Eibsee: himmlische Ruhe, kein Mensch weit und breit &#8211; und vor allem kein krankes Haustier. Foto: Nadja</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-text-align-center"><em>Werbung</em>*</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-medium"><a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="300" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg" alt="Buchcover Taschenbuch zum gebisslosen Reiten: &quot;Natürlich gebisslos - Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&quot;" class="wp-image-5737" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-1024x1024.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-150x150.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-768x767.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-600x600.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl.jpg 1043w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure></div>


<p>Hier findest du mein Buch: <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><strong>Natürlich gebisslos: Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen*</strong></a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Gesundheitsmanagement Pferd: Aber, ich mache doch alles richtig!</h2>



<p>Was mich dabei besonders triggert, abgesehen von der Tatsache, dass ich abseits meines Pferde- und Haustierkrankenschwesterntums noch ein Leben habe: <strong>Eigentlich dachte ich, dass ich die Gesundheit meines Pferdes ganz gut manage.</strong> Warum ist er trotzdem ständig krank?</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#x1f343;Er steht im Offenstall in der Herde. Er hat Luft, Licht, Bewegung, Gesellschaft.</li>



<li>&#x1f343;Er bekommt gutes Heu rund um die Uhr.</li>



<li>&#x1f343;Ich füttere keine industriellen Zucker-Stärke-Mixe, sondern Heucobs, Luzerne und Mineralfutter.</li>



<li>&#x1f343;Ich habe einen siebten Sinn für seine Gebrechen und Probleme fallen mir in der Regel sofort auf, auch wenn sie sich erst andeuten.</li>



<li>&#x1f343;Ich bimse ihn nicht wie Drecksau, sondern mache ein angemessenes, abwechslungsreiches Programm (also zumindest dachte ich das bisher) mit unterschiedlichen Arten der Belastung und Ruhephasen.</li>
</ul>



<p>Aus welchen Gründen auch immer, habe ich trotzdem ein mittlerweile 14-jähriges Pferd, das in meiner Wahrnehmung einfach nicht gut dasteht. Er hat mehr Gebrechen als der Projektwallach mit über 20 (hatte der überhaupt welche, die Erinnerung verblasst). Ich sehe seinen langen Rücken, der gefühlt immer schwächer wird und langsam zeichnen sich sogar die Hüfthöcker ab, während sich Kuhlen links und rechts der Schweifrübe bilden, wo früher mal Muskeln waren. Warum auch immer, hat er eine Lymphthematik entwickelt (bis Anfang des Jahres hatte er glasklare Beine &#8211; und bei jeder Beule klingeln meine Alarmglocken). </p>



<p>Je schlechter das Pferd dasteht, desto mehr <strong>steigt natürlich die Wahrscheinlichkeit für weitere Gebrechen</strong>. Oder wie der Spruch geht: Fährt der Tierarzt einmal auf den Hof, wird man ihn danach nicht mehr los und er wird zum Dauergast.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Nerven liegen blank &#8211; bei Pferd und Mensch</h2>



<p>Hinzu kommt: Früher war die Krankenpflege beziehungsstiftend und die PN für jegliche Form der Verarztung wie Massagen, Wickel, Einsalben oder Tablettengabe aus der Hand sehr zu haben. Heute bin ich so genervt, dass <strong>seine hysterischen Tendenzen als Reaktion auf meine Ungeduld stark hervortreten</strong> &#8211; der unbedingt tödliche Klettverschluss der Fliegenmaske ist einfach nicht zu ertragen (Klettverschlüsse an Bandagen oder Ohrenhauben dagegen kein Problem) und das neue Knotenhalfter ist mit Sicherheit ein Todesbote. Er wechselt zwischen Schnorcheln, agitiertem Wegrennen und wieder Herkommen und stockesteifem Innehalten und mein Verständnis ist zero, 0 in Worten: null. Im Wissen, dass ich es in Teilen selbst verbocke, wenn mir die Hutschnur hochgeht und er dann denkt, dass auch ich zu den tödlichen Gefahren zähle, die sich in seinem Leben aneinanderreihen wie die endlose Anzahl seiner Gebrechen in diesem Jahr.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_2258-1024x768.jpg" alt="Stallapotheke fürs kranke Pferd - mit ein paar Hausmitteln" class="wp-image-3900" style="width:600px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_2258-1024x768.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_2258-300x225.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_2258-768x576.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_2258-150x113.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/11/IMG_2258.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Stallapotheke &#8211; was wäre ich ohne sie (nicht ganz vollständig)! Foto: Nadja</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Das Pferd ist krank &#8211; Dr. Google und Internetratgeber</h2>



<p>Nun hilft Jammern nicht, auch wenn ich mich dem angesichts der aktuellen Lage sehr gern hingebe, und irgendwas muss man machen.</p>



<p>Wenn ich Dr. <strong>Google zu verschiedenen Gesundheitsthemen beim Pferd</strong> frage, kommt in etwa das dabei heraus: &#8222;Dein Pferd hat garantiert &#8230; (füge die schlimmste denkbare Möglichkeit ein). Wenn du nicht direkt den Tierarzt holst, wird dein Pferd den sofortigen Spontantod erleiden und DU bist schuld!&#8220;</p>



<p>Das Gleiche betrifft auch diverse Ratgeber-Texte, die man online so findet. Also nicht besonders hilfreich. Nun gibt es aber in der Tat ein paar Dinge, die wir als engagierte Pferdebesitzer, die die Gesundheit ihres Pferdes aktiv verbessern wollen, tun können. Genau. Hausmittel, Kräuter und Co für diverse Pferdekrankheiten wie Einschuss, dickes Bein, Husten, Insektenstiche &#8230; Deswegen nun die Beschreibung diverser Maßnahmen, die ich unternommen habe &#8211; mal mit mehr mal mit weniger Erfolg.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mein Pferd hat ein dickes Bein (schon wieder)</h2>



<p>An Heiligabend stand die PN leidend wie ein echter Kerl auf der Liegefläche im Stall und schon im Kommen konnte ich an seiner Aura erkennen, dass etwas im Argen liegt: <strong>eine Beule bzw. deutliche Schwellung unterm Sprunggelenk</strong>, die irgendwie seitlich am Röhrbein schwebte. So etwas hatte ich vorher noch nie gesehen. Erst mal war ich recht unbesorgt, aber eine Google-Recherche ergab dann: potenzieller <strong>Griffelbeinbruch</strong>! Meine Seelenruhe war dahin. Die PN lahmte zwar nicht, meine kompetenten Miteinsteller und Pferdefreunde sagten, ich solle mich beruhigen, aber ich steigerte mich in die Vorstellung von OP und Boxenhaft hinein. Letztere ist für mich ein rotes Tuch: Sie wird erfahrungsgemäß gern und schnell verordnet &#8211; und das stellt mich vor zwei Probleme. Die PN kennt keine Box &#8211; er fängt an zu randalieren, wenn er eingesperrt wird. Außerdem bin ich überzeugt, dass <strong>Bewegung den Heilungsprozess massiv unterstützt</strong>, allein weil der Kreislauf angeregt und alles im Fluss bleibt. Der Gedanke an Boxenhaft verursacht mir deswegen körperliche Schmerzen.</p>



<p>Was mich zudem komplett abgeschossen hat damals: Ich konnte das Ende des Griffelbeins am betroffenen Bein nicht ertasten und redete mir ein, dass es deswegen gebrochen und verrutscht sein muss (<a href="https://www.ehorses.de/magazin/griffelbeinbruch-pferd/">das Griffelbein</a> läuft an einem Ende schmal aus und endet in einem kleinen Knöpfchen. Ist es gebrochen, ist meistens diese Stelle betroffen. <strong>Das Ende des Griffelbeins </strong>wird jeder aufmerksame Pferdebesitzer wahrscheinlich beim Hufeauskratzen oder Bein heben schon mal bemerkt haben. Es sind <strong>zwei kleine Knöpfchen innen und außen im unteren Röhrbeinbereich</strong>, die man spürt, wenn man mit den Fingern zwischen Röhrbein und Sehnen herab streift &#8211; vorausgesetzt, das Pferd hat klare Beine und keine Einlagerungen). Spoiler Alert: nein, es war kein Griffelbeinbruch. Das angeschwollene Gewebe hatte das Knöpfchen nur verborgen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Pferd-spazieren-Retterspitzwickel-1024x768.jpg" alt="Krankes Pferd mit dickem Bein beim Spaziergang mit Hausmittel Retterspitzwickel" class="wp-image-5417" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Pferd-spazieren-Retterspitzwickel-1024x768.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Pferd-spazieren-Retterspitzwickel-300x225.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Pferd-spazieren-Retterspitzwickel-768x576.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Pferd-spazieren-Retterspitzwickel-1536x1152.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Pferd-spazieren-Retterspitzwickel-2048x1536.jpg 2048w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Pferd-spazieren-Retterspitzwickel-150x113.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit Retterspitzwickel am Bein spazieren (= Buffet to go) beim Doch-Nicht-Griffelbeinbruch. Foto: Nadja</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Retterspitz bei Schwellungen des Pferdebeins</h3>



<p>Bei <strong>Schwellungen im Bereich der Sehnen und Röhrbeine ist <a href="https://tidd.ly/3x5scuY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Retterspitz</a>*</strong> mein Hausmittel der Wahl. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass <strong>konsequentes Wickeln in Kombination mit kontrolliertem Schritt führen auf hartem Boden</strong> Wunder wirkt: Im Falle des Heiligabend-Vorfalls ließ sich die Schwellung damit zunächst sichtbar reduzieren und war am Ende gar nicht mehr vorhanden und das Bein wieder völlig klar.</p>



<p>Ich <strong>wickele zwei Mal am Tag</strong> für 45 bis 90 Minuten: Retterspitzwickel benötigen zwei Schichten. Ich tunke das <a href="https://tidd.ly/3x5scuY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Retterspitz</a>*-Wasser-Gemisch (50:50) in Verbandswatte, drücke es aus, wickele die um das betroffene Bein und bandagiere dann mit einer normalen Bandage drüber. Mit Bandagierunterlagen funktioniert es genauso gut.</p>



<p>Sind die Wickel unten, schmiere ich Tensolvet, Traumeel Gel oder <a href="https://tidd.ly/3yRsaYb" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Percutin Paste</a>* über Nacht auf das Bein. Und am Folgetag geht&#8217;s von vorn los. Außerdem bekommt die PN noch 15 <a href="https://tidd.ly/3VeoHKC" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Traumeel</a>* über den Tag verteilt.</p>



<p>Im Falle des Doch-Nicht-Griffelbeinbruchs rutschte die Schwellung zunächst in den Bereich oberhalb der Fessel und ließ sich durch das Wickeln und die Bewegung innerhalb von wenigen Tagen soweit reduzieren, dass ich das Griffelbeinköpfchen außen wieder spüren konnte und mein Seelenheil wieder hergestellt war.</p>



<p>Vorsicht: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#x1f525; <a href="https://tidd.ly/3x5scuY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Retterspitz</a>* darf <strong>nicht mit offenen Wunden in Berührung</strong> kommen.</li>



<li>&#x1f525; Die Stute einer Freundin hat davon fast eine Mauke entwickelt &#8211; auf jeden Fall mal eine <strong>fiese Hautreizung</strong>. Deswegen würde ich bei weißen und hellen Pferdebeinen vorsichtig sein.</li>



<li>&#x1f525; Es wird auch empfohlen immer erst auf einer kleinen Fläche zu testen, ob die Haut die Tinktur verträgt.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Einschuss am Pferdebein mit Hausmitteln behandeln</h3>



<p>Dieses Jahr auch im Angebot: eine <strong>ordentliche Schwellung oberhalb des Vorderfußwurzelgelenks innen </strong>&#8211; beim genauen Hinsehen offenbarte sich dort eine mehrere Zentimeter lange, oberflächliche Wunde. <strong>Einschuss</strong>. Der erste richtige (aber hey, da geht noch mehr!).</p>



<p>Die PN bewegte sich staksig und langsam, ging aber nicht lahm im eigentlichen Sinne. Ich habe die bereits geschlossene Wunde zunächst <strong>mit <a href="https://tidd.ly/3TwPj9R">Jodseife*</a> ausgewaschen,<a href="https://tidd.ly/3ZA0XV9"> Betaisodona*</a> draufgeschmiert </strong>und <a href="https://tidd.ly/3VeoHKC" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Traumeel</a>* gefüttert.</p>



<p><strong>Der Einschuss entwickelte sich sehr dynamisch und rutschte ab</strong> &#8211; zunächst ins Vorderfußwurzelgelenk und danach noch tiefer bis zur Fessel. Das war zu erwarten, aber es ist kein schöner Anblick, sein Pferd mit einem halben Elefantenfuß zu sehen. Ich war am Punkt, den Tierarzt zu rufen, aber gab dem Ganzen noch einen Tag.</p>



<p>In der Zwischenzeit hatte ich mich aufgeschlaut, dass <strong><a href="https://tidd.ly/3x5scuY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Retterspitz</a>* auch bei einem Einschuss</strong> sinnvoll sein kann. Also nahm ich die Wickelroutine 2x täglich wieder auf. Blöderweise hielten die Wickel in der Bewegung nicht, so dass ich erst wickelte und den <a href="https://tidd.ly/3x5scuY" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Retterspitz</a>* einziehen ließ und danach spazieren ging.</p>



<p>Zusätzlich hat die PN <strong>täglich frischen Meerrettich als Breitbandantibiotikum</strong> und <a href="https://tidd.ly/3X5YnoL" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Notakehl</a>*-Tropfen bekommen, die ebenfalls antibiotisch wirken sollen. </p>



<p>Nach etwa drei Tagen war <strong>die Schwellung vollständig abgesackt und begann dann, sichtbar kleiner zu werden.</strong> An Tag sechs war nur noch der Bereich um die Wunde verdickt. Dann erst konnte ich erkennen, dass die Wunde doch etwas größer war als erwartet, was die Schwellung die ganze Zeit verborgen hatte. Heute ist das Bein wieder rank und schlank. </p>



<p>Kann ich jetzt sicher sagen, <strong>was eine Verbesserung bewirkt</strong> hat? Nein. Es gibt Korrelationen, aber keine Kausalitäten. Da ich ja wahrlich aus allen Rohren geschossen habe, kann ich auch nicht sagen, ob es die Kombination war, eine einzelne Zutat &#8211; oder vielleicht auch einfach Glück. Die Retterspitzwickel hatten bei diesem Einschuss aber nicht die krass abschwellende Wirkung wie bei der vermeintlichen Sehnengeschichte.</p>



<p>Den zweiten Einschuss &#8211; diesmal am Oberschenkel &#8211; habe ich mit Hausmitteln nicht in den Griff bekommen.  Die PN hatte sich vier kleine Kratzer am Sitzbeinhöcker eingefangen &#8211; der Oberschenkel wurde dick, der Muskel berührungsempfindlich und eine Wunde begann zu eitern. Ich hielt sie mit Jodseifewaschung und Propolis offen, damit der Eiter abfließen konnte und zunächst stellte sich eine Verbesserung ein. Aber dann lief die PN stockelahm und bekam Fieber. Der Tierarzt musste her.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Angelaufene Beine im Offenstall &#8211; WTF?</h3>



<p>So wenig Spaß für so viel Geld: Aktuell hat die PN <strong>zwei bis vier dicke Beine. Angelaufen</strong> in unterschiedlichen Schwellungsgraden als wäre er ein Boxenpferd, das von 24/7 Graskoppel von heute auf morgen hinter Gitter kommt.</p>



<p>Das Problem ist noch nicht gelöst, Arbeitshypothesen sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#x1f449; <strong>zu viel Eiweiß</strong> durch Klee auf der Koppel und parallel Luzernecobs (wenn auch nur eine Handvoll).</li>



<li>&#x1f449; <strong>zu wenig echte Bewegung</strong> wegen meines Urlaubs und der Reihe der Gebrechen vorher, so dass ich ihn nicht durchgängig länger und im gewohnten Rahmen gearbeitet habe.</li>



<li>&#x1f449; <strong>neue Anfälligkeit des Lymphsystems</strong>, ausgelöst durch zwei Einschüsse in kurzer Zeit hintereinander.</li>



<li>&#x1f449; Angestrengter Organismus durch <strong>Wetterumschwung und Fellwechsel</strong>.</li>
</ul>



<p>Er bekommt keinen Klee und keine Luzerne mehr, ich mache<a href="https://www.pferdephysio-kaupp.de/lymphdrainageputzen-nicht-nur-fuer-profis/"> Lymphputzen</a>, w<strong>ickele alle vier Beine mit Essigwickeln (Mischverhältnis 1:1) wie beim Retterspitz und gehe spazieren</strong>. Damit verschwinden die Wassereinlagerungen und übrig bleiben nur Gallen aus der Hölle (zur Erinnerung: dieses Pferd war bis Anfang des Jahres nahezu gallenfrei). Parallel bekommt er <strong>Kräuter, die den Lymphfluss anregen sollen, und einen Globulimix für Lymphe und gegen Entzündungen</strong>. Ich gebe dem ganzen jetzt noch eine Woche &#8211; er lahmt nicht, ist guter Dinge und hat Go ohne Ende &#8211; und wenn sich dann keine Besserung einstellt, geht&#8217;s in die nächste Therapeutenrunde.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hufgeschwür: Hausmittel Leinsamenverbände</h2>



<p>Unsere letzten <strong>Hufgeschwür-Episoden</strong> mit durchaus deutlicher Lahmheit liegen schon eine Weile zurück &#8211; ich habe sie auf Anraten der Hufpflegerin mit Leinsamenverbänden behandelt, weil Leinsamen die Entzündung aus dem Huf ziehen sollen und zusätzlich auf Anraten einer Tierheilpraktikerin <a href="https://tidd.ly/4ddJzbO">Hepar Sulfuris Globuli*</a> gegeben. Nach wenigen Tagen war das Thema gegessen &#8211; nicht nur einmal. Die gekochten Leinsamen habe ich irgendwie versucht in einen Krankenhufschuh zu integrieren, das war eher schwierig, weil die Masse seitlich am Huf wieder hoch quillt, sobald das Bein belastet wird und man sie eigentlich im Bereich der Sohle haben will. Also hat die PN auch ziemlich viel davon gefressen. Praktisch bei Hufgeschwüren ist ein <a href="https://tidd.ly/47vPJDb">Behandlungsschuh*</a> &#8211; der hält garantiert dich.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="943" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Pferd-Hufgeschwuer-scaled-e1717923404772-1024x943.jpg" alt="Krankes Pferd mit Hufverband beim Fressen" class="wp-image-5415" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Pferd-Hufgeschwuer-scaled-e1717923404772-1024x943.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Pferd-Hufgeschwuer-scaled-e1717923404772-300x276.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Pferd-Hufgeschwuer-scaled-e1717923404772-768x707.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Pferd-Hufgeschwuer-scaled-e1717923404772-1536x1415.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Pferd-Hufgeschwuer-scaled-e1717923404772-150x138.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/06/Pferd-Hufgeschwuer-scaled-e1717923404772.jpg 1732w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hufgeschwür &#8211; mit Hufverband bzw. eingepacktem Huf. Foto: Nadja</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Meerrettich &#8211; das natürliche Breitbandantibiotikum (fürs Pferd)</h2>



<p>Meerrettich für Pferde habe ich vor Jahren für uns entdeckt, als ich nach einem <strong>natürlichen Mittel gegen Husten</strong> gesucht habe. Jeder, der schon mal frischen Meerrettich verarbeitet hat, weiß, dass man besser nicht tief einatmet, wenn er gerade gehäkselt wurde oder keinen zu großen Bissen von der Wildschweinbratwurst mit Kren vom Wiener Weihnachtsmarkt nimmt, wenn man im Anschluss nicht unter Atemnot leiden will. Meerrettich kann einfach höllisch scharf sein &#8211; und deswegen wäre mir nie in den Sinn gekommen, ihn dem Pferd zu füttern &#8211; schon gar nicht frisch. Ich wurde eines Besseren belehrt &#8211; <strong>Meerrettich ist ein natürliches Breitbandantibiotikum und er wird sogar gern gefressen</strong>. Mein Pferd inhaliert jeden Krümel auf. Im Englischen heißt er <strong>&#8222;horseradish&#8220;</strong> &#8211; wer weiß, ob darin seine Bedeutung fürs Pferd nicht sogar schon angelegt ist. Wenn du deinem Pferd welchen anbieten willst, schlaue dich vorher auf, ob es Gegenanzeigen gibt.</p>



<p><a href="https://www.tash-horseexperience.click/wordpress/2016/03/heilkraeuter-fuer-pferde-meerrettich">Mehr zum Thema Meerrettich gibt&#8217;s hier.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Mit Propolis gegen hartnäckige Mauke</h2>



<p>Eine Freundin ist die Mauke bei ihrem Pferd einfach nicht losgeworden &#8211; trotz religiösen Waschens mit Jodseife. Das hat die eh schon gereizte Haut in den Fesselbeugen noch mehr beschädigt und die Hautbarriere kaputt gemacht, so dass sich erst recht Bakterien breit machen konnten. Ich habe ihr Propolissalbe empfohlen (genau diese hier: <a href="https://tidd.ly/3Vuozs0" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Propolissalbe</a>*) und innerhalb von einer Woche war das Problem, mit dem sie monatelang herumgemacht hat, gegessen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Krankes Pferd: Therapiemaßnahmen in Eigenverantwortung?</h2>



<p>Wenn ich mich dafür entscheide, erst einmal selbst zu therapieren, dann gehe ich damit <strong>ein gewisses Risiko</strong> ein. Es ist deswegen wichtig, sein Pferd genau zu kennen, zu beobachten, um <strong>bei Verschlechterung schnell reagieren zu können</strong>. Abstellen, wegbleiben und Daumen drücken ist dann nicht. Stattdessen bin ich Pferdekrankenschwester, beobachte genau, wie sich Verletzung oder Symptome entwickeln. Stellt sich keine Besserung ein, rufe ich den Tierarzt oder einen anderen Therapeuten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dauerkrankes Pferd &#8211; gibt&#8217;s eigentlich noch irgendetwas Positives hier?</h2>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Wende dich der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich</p>
</blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Es gibt keine Probleme, nur Herausforderungen</p>
</blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Gib dem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden.</p>
</blockquote>



<p>Bla. Salber. Palaver. Aufmunternde Sprüche kann ich im Moment so gebrauchen wie weitere kreative Krankheiten meiner Tiere. Durch das ständige Spazieren gehen mit diversen Wickeln im Schritt über längere Strecken haben sich in der Tat aber ein paar positive Entwicklungen ergeben: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#x1f4aa;&#x1f3fb; Die<strong> Unterquerung der Autobahnbrücke</strong> ist jetzt kein Endgegner mehr. Was Anfang des Sommers noch mindestens herausfordernd war, ist jetzt ohne Weiteres möglich. Damit erweitert sich unser Radius immens &#8211; und der Wanderritt nächstes Jahr wird realistischer.</li>



<li>&#x1f4aa;&#x1f3fb; <strong>Die PN hat ihre Angst vor Traktoren und landwirtschaftlichen Fahrzeugen mit Anhängern aller Art überwunden</strong>. Wir können die jetzt in Frieden vorbeiziehen lassen, egal wie sie klappern und quietschen &#8211; ohne Sicherheitsabstand von zehn Metern.</li>



<li>&#x1f4aa;&#x1f3fb;<strong> Die PN ist jetzt hart abgehärtet.</strong> Radfahrer, Inliner, Spaziergänger mit und ohne Hund, mit und ohne Kinderwagen, Rollstuhlfahrer, Ebiker, Rollerfahrer, Motorradfahrer: You name it, we can do it. Das inkludiert auch einen Bus, der im nebeligen Morgengrauen eine Camperconvention abgeholt hat und zwischen dem und einem Maisfeld wir uns ohne Gedöns durchgedrückt haben.</li>



<li>&#x1f4aa;&#x1f3fb; <strong>Barken, Flatterbänder und Metallplatten</strong> auf dem Feld für schwere Bauarbeiten wurden als ungefährlich abgespeichert &#8211; auch wenn sie an unerwartet neu aufgestellt werden.</li>



<li>&#x1f4aa;&#x1f3fb; <strong>Unbekannte Wege und neue Pferdegesellschaft als Begleitung</strong> haben wir gemeistert.</li>



<li>&#x1f4aa;&#x1f3fb; <strong>Heftigen Wind und Starkregen </strong>können wir ab &#8211; auch fern des Stalls.</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



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		<title>Vom Westernsattel absteigen &#8211; tue das nicht!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Jul 2024 09:03:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Absteigen]]></category>
		<category><![CDATA[Westernreiten]]></category>
		<category><![CDATA[Westernsattel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wunderschön, aber auch gefährlich &#8211; zumindest für ungeschickte Absteiger: der Westernsattel, hier ein Wade-Modell. Foto: Isabel Tomczyk Photography Klingt wie Clickbait, ist auch welcher. Aber der guten Sache wegen. Weil mir jetzt insgesamt drei Mal der gleiche blöde Fehler in ähnlicher Ausprägung passiert ist und das eine Sache ist, die…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/R5_6679-Kopie.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/R5_6679-Kopie.jpg" alt="Pferd mit wunderschönem Wade-Westernsattel mit breitem Horn" class="wp-image-5508" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/R5_6679-Kopie.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/R5_6679-Kopie-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/R5_6679-Kopie-768x513.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/R5_6679-Kopie-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/R5_6679-Kopie-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p style="font-size:14px">Wunderschön, aber auch gefährlich &#8211; zumindest für ungeschickte Absteiger: der Westernsattel, hier ein Wade-Modell. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>Klingt wie Clickbait, ist auch welcher. Aber der guten Sache wegen. Weil mir jetzt insgesamt drei Mal der gleiche blöde Fehler in ähnlicher Ausprägung passiert ist und das eine Sache ist, die wirklich gefährlich werden kann.</p>



<p>Die Kurzfassung: <strong>vom Westernsattel absteigen und am Horn hängen bleiben</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vom Westernsattel absteigen und am Horn hängen bleiben</h2>



<p>Vor Jahren ist mir das im <a href="https://verstehepferde.de/reiturlaub-in-der-toskana-warum-i/">Reiturlaub</a> zum ersten Mal passiert: unterwegs abgestiegen, ein Trägertop angehabt und <strong>beim Vorbeugen den BH-Träger am Horn eingehakt</strong>. Der hat gehalten &#8211; und ich hing mit den Fußspitzen zehn Zentimeter überm Boden seitlich am Pferd fixiert #Jahrhundertfail und hatte keine Chance, mich aus der Position wieder hochzuziehen oder den Boden zu erreichen. Unsere geistesgegenwärtige Rittführerin war in Sekunden bei mir und hob mich von unten kurz an, so dass ich den Träger ausfädeln und mich befreien konnte. Wir reden hier von einem kleinen Pferd. Offenbar war ich nicht die erste Reiterin, der das auf ihm passierte, denn er blieb einfach stehen und zuckte nicht mit dem Ohr. Das hätte auch ganz schnell ganz dumm enden können.</p>



<p>Dann im Frühjahr, auf meinem eigenen Pferd, der PN. Wir sind <strong>auf dem Heimweg von einem Ausritt</strong>, kommen an die letzen 200 Meter Gruselkorridor mit Gänse- und Ziegengehege sowie bösen Kirschbäumen auf der einen und fremden, höchst spannenden Pferden auf der anderen Seite. Ich denke mir, komm, steig&#8216; ab und führe gemütlich da durch.</p>



<p></p>



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<p>Hier findest du mein Buch: <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><strong>Natürlich gebisslos: Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen*</strong></a></p>



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<p></p>



<p>Ich trage über meinem Shirt eine <strong>Weste mit Zweiwege-Reißverschluss</strong>, die ich unten und oben relativ weit offen habe &#8211; sprich der Reißverschluss ist in der Mitte vielleicht noch zehn Zentimeter geschlossen. Ich beuge mich vor, <strong>hake die Weste unbemerkt von unten übers Horn</strong>, schwinge mein rechtes Bein über den Pferdehintern und lasse mich seitlich am Sattel herab gleiten. Wir reden hier von einem Wade-Sattel, also ein dickes Horn, kein Standardhorn oder schmales Cuttingsattel-Horn, wo schneller mal was hängen bleiben kann. Weil der Sattel passt und ich nicht an zu festes Gurten glaube, <strong>ziehe ich den Sattel bei der Aktion mit mir zur Seite</strong> &#8211; und komme mit den Zehen tatsächlich auf den Boden. Jetzt hänge ich seitlich press am Pferd mit meiner Weste immer noch am Horn.</p>



<p>Mir gelingt es relativ schnell, den Reißverschluss zu lösen, so dass ich freikomme. <strong>Der Sattel hängt auf Halbmast</strong>, die PN ist erstarrt und gibt einen Grunzlaut von sich. Das war&#8217;s. Die nächsten gefühlten fünf Minuten versuche ich, <strong>den Sattel wieder hochzubekommen &#8211; dafür muss ich den Gurt aufmachen</strong> und das ist schwierig, wenn Latigo und Inskirt-Rigging (= Gurt und Gurtstrippen des Westernsattels) direkt unter der Bauchnaht des Pferdes zum Liegen gekommen sind und sich durch das verschobene Gewicht auch nicht mehr leicht öffnen lassen. Ich fummele und kriege den Gurt nach einiger Zeit tatsächlich auf. Ich rutsche alles wieder an Ort und Stelle, gurte und wir laufen die letzten 200 Meter nach Hause als wäre nichts gewesen. </p>



<p>Man muss es ganz klar sagen: Die PN hat mir hier meinen Arsch gerettet. Da hätte weiß Gott was passieren können. Und <strong>das besonders Dumme: Ich weiß es ja besser.</strong> Ich bin mir der Gefahr bewusst, dass man am Horn hängen bleiben kann. Ich habe die Erfahrung ja auch bereits gemacht. Und trotzdem habe ich es in dem Moment nicht beachtet bzw. nicht daran gedacht.</p>



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<p>Alle guten Dinge sind drei: Jüngst auf dem Platz, Reitsession beendet, Pferd steht am langen Zügel, ich beide Beine aus den Bügeln, lehne mich vor und <strong>hake erneut meine Unterwäsche unter dem engen Langarmshirt am Horn fest</strong>. Mit meinem Abstieg löste es sich zum Glück wieder &#8211; aber erneut der gleiche dumme Fehler.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/AW0O5694.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/AW0O5694.jpg" alt="Pferd mit Reining Westernsattel mit Horn aus Metall und Reiterin von hinten" class="wp-image-5505" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/AW0O5694.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/AW0O5694-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/AW0O5694-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/AW0O5694-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/AW0O5694-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p style="font-size:14px">Horn from hell oder so ähnlich: Unser alte Reiningsattel mit Horn aus Metall, extra fies zum darin Festhaken. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a> </p>



<h2 class="wp-block-heading">Absteigen mit Westernsattel &#8211; weitere Herausforderungen</h2>



<p>So steigt man also vom Pferd, wenn man sein Verletzungsrisiko und das Unfallrisiko in schwindelige Höhen treiben will. Und <strong>wie macht man es richtig</strong>? Interessanterweise gibt es dazu verschiedene Meinungen und Tipps, die ich teilweise ebenfalls nicht empfehlen würde.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Absteigen &#8211; und das linke Bein im Bügel lassen? </h3>



<p>Die <strong>coolen Cowboys lassen den linken Fuß im Bügel</strong>, rutschen ihn nur etwas heraus, dass er nicht zu tief im Bügel steht. Sie beugen sich vor, schwingen das rechte Bein elegant über die Kruppe, landen auf dem rechten Fuß und setzen dann den linken Fuß aus dem Bügel auf den Boden. Sieht top aus, elegant, flüssig, gekonnt. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy"  title="Das richtige Aufsteigen I Bernd Hackl erklärt! 🐴" width="830" height="467" src="https://www.youtube.com/embed/QaAhsFA-gfw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p>Wiederholt das die Freizeitreiterin (= ich) mit d<strong>eutlich kürzeren Beinen, weniger Balance und einem Pferd, das eher größer ist bzw. auf abschüssigem Gelände</strong>, dann kann es passieren, dass sie dabei das Gleichgewicht verliert, weil das linke Bein auf einmal doch höher im Bügel verankert ist als erwartet, und nach hinten kippt. Bleibt dann der Fuß im Steigbügel und ist das Pferd nicht brav, wünsche ich ganz viel Glück (in meinem Fall war das Pferd brav, ich hab mich rechtzeitig am Sattel festgehalten und konnte mich wieder nach vorn ziehen). Aber seitdem ist die coole Art des Absteigens für mich passé. Irgendwo habe ich gelernt, dass die Cowboys so absteigen, weil sie aus der Warte sofort wieder hoch können, wenn es nötig sein sollte.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Absteigen und dem Pferd dabei in den Hintern treten</h3>



<p>Einen weiteren Fehler, den man beim Absteigen vermeiden sollte: <strong>dem Pferd mit dem rechten Fuß in den Hintern treten oder am Hinterzwiesel des Sattels bzw. dem Cantle hängen bleiben</strong>. Auch hier gilt wieder: Die Position des Absteigens ist für den Reiter denkbar vulnerabel und wenn das Pferd nun ein paar Schritte nach vorn macht &#8211; oder losschießt, weil es sich erschreckt &#8211; während wir so in der Luft hängen, dann liegen wir wahrscheinlich in Sekundenbruchteilen auf dem Boden. Und aus so einer Position fällt es sich selten gut.&nbsp;</p>



<p>Manche Trainer empfehlen dagegen, <strong>beim Auf- und auch beim Absteigen, das Pferd mit dem Bein, das rüber schwingt, auf der Kruppe zu berühren</strong>, um ihm zu erklären, was kommt bzw. es zu desensibilisieren. Das bedarf dann aber einer guten Vorbereitung, damit das Pferd nicht überrascht wird und entsprechend reagiert.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Vom Pferd mit Westernsattel absteigen ohne zu sterben: So mache ich&#8217;s</h2>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/R5_8416.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="534" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/R5_8416.jpg" alt="Reiterin führt ihr mit Westernsattel gesatteltes Pferd auf dem Reitplatz und dreht sich zu ihm um" class="wp-image-5504" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/R5_8416.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/R5_8416-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/R5_8416-768x513.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/R5_8416-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/07/R5_8416-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<p style="font-size:14px">Erfolgreich aus dem Westernsattel abgestiegen &#8211; Pferd und Mensch leben noch! Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>Ich steige so ab: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Pferd schaut nach links, sprich <strong>der linke Zügel ist etwas verkürzt</strong>, so dass eine leichte Biegung im Hals entsteht &#8211; das ist einfach <a href="https://verstehepferde.de/gute-gewohnheiten-am-pferd/">eine gute Horsemanship-Angewohnheit</a> und ein kleines Sicherheitsplus.&nbsp;</li>



<li>Und dann: <strong>linker Fuß etwas aus dem Bügel</strong>, aber mit dem Ballen drin bleiben</li>



<li>rechter Fuß aus dem Bügel</li>



<li><strong>rechte Hand aufs Horn</strong> (oh ja!)</li>



<li><strong>vorbeugen, rechtes Bein rüber schwingen</strong>, dabei das Knie beugen, nicht strecken, so kann man einen großen Bogen schwingen</li>



<li>im Sattel <strong>mit beiden Beinen auf einer Seite abstützen</strong></li>



<li>linker Fuß aus dem Bügel und runter gleiten. </li>
</ul>



<p>Wenn hier die Hand nicht auf dem Horn liegt, ist die Wahrscheinlichkeit sich mit Kleidung jeder Art festzuhaken, sehr hoch.&nbsp;</p>



<p>Oder: Beide Beine aus den Bügeln, rechte Hand aufs Horn (unbedingt), vorbeugen, rechtes Bein über die Kruppe schwingen, sich vom Sattel wegdrücken und schwungvoll landen.&nbsp;Die erste Variante ist etwas stabiler.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Noch ein weiterer, sinnvoller Tipp fürs Absteigen vom Westernsattel</h3>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy"  title="The Safest and Easiest Way to Mount a Horse" width="830" height="467" src="https://www.youtube.com/embed/1lFyA__oZ2I?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p>Der US-Pferdetrainer Daniel Dauphin empfiehlt noch einen Zwischenschritt: Nachdem der linke Fuß soweit es geht aus dem Bügel gerutscht ist, legt er die Hand ans Horn, <strong>stellt sich in die Bügel und steigt aus der erhöhten Position ab</strong>, um möglichst nicht mit dem Oberkörper über den Sattel zu rutschen und hängen zu bleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit: Die Must Haves fürs sichere Absteigen vom Westernsattel</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li>Linker Zügel etwas kürzer </li>



<li>Rechte Hand aufs Horn</li>



<li>Den linken Fuß aus dem Steigbügel rutschen, so dass man nicht mehr tief drin steht</li>



<li>Beim Rüberschwingen das rechte Knie beugen, statt das rechte Bein zu strecken</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Hier habe ich schonmal übers <a href="https://verstehepferde.de/problemebeimaufsteigen/">Aufsteige</a>n geschrieben</p>



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		<title>Was ist Horsemanship?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2024 08:50:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Horsemanship - was ist das genau? In diesem Beitrag widme ich mich umfassend dem Horsemanship: von Bedeutung, über Prinzipien und  Grundlagen, bis hin zu Übungen und der Kritik.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
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<p style="font-size:16px">Kontakt, Beziehung, Lob, Pause: All das gehört zum Horsemanship. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>Jetzt schreibe ich hier seit über zehn Jahren zum Thema &#8222;Horsemanship&#8220;, habe aber noch nie genau formuliert, was ich damit eigentlich meine. Deswegen ist dieser Beitrag ein Rundumschlag übers Horsemanship &#8211; von seiner Bedeutung, seiner Funktionsweise, den Gründen, warum man Horsemanship macht, was Bodenarbeit und Reiten mit Horsemanship zu tun hat, welche Übungen es gibt, welche Ausrüstung man nutzt und wo die Kritik liegen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet &#8222;Horsemanship&#8220; &#8211; rein grammatikalisch?</h2>



<p>Es gibt diese Versuche der Wortherleitung, in denen allen Ernstes Horsemanship zu &#8222;horse &#8211; human &#8211; ship&#8220; aufgeteilt wird und dann fabuliert wird, dass Pferd und Mensch gemeinsam in einem Schiff unterwegs sind. Ok. Die Arche Noah vielleicht?</p>



<p>Rein grammatikalisch ist -ship einfach ein englisches Suffix, eine Nachsilbe, die ein Wort entweder in ein Substantiv verwandelt oder ihm eine dieser drei Bedeutungen verleiht.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ein Zustand oder eine Bedingung: <strong>friend-ship </strong>(Freundschaft)- der Zustand, ein Freund zu sein</li>



<li>Stellung, Status oder Aufgaben: <strong>professor-ship</strong> (Professur) &#8211; die Position des Professors </li>



<li>Fähigkeiten: <strong>horseman-ship </strong>&#8211; die Fähigkeiten als Horseman</li>
</ul>



<p>Und damit hätten wir unsere grammatikalische Herleitung: <strong>Horsemanship benennt die Fähigkeiten, die jemand im Umgang mit Pferden hat</strong>.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet Horsemanship in echt?</h2>



<p>Abseits der Grammatik kennen viele Horsemanship wahrscheinlich in Verbindung mit dem Westernreiten. Weil es so cowboymäßig rüberkommt und da liegt der Gedanke ans Westernreiten nah. </p>



<p>Andere verbinden mit Horsemanship in erster Linie Bodenarbeit &#8211; also die Arbeit mit Knotenhalfter und Leadrope. </p>



<p>Fragt man überzeugte Horsemanshipler zur <strong>Bedeutung von Horsemanship</strong>, kommt man dem Kern der Sache näher. Für sie bedeutet Horsemanship:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8222;die Bedürfnisse des Pferdes in den Vordergrund stellen&#8220;</li>



<li>&#8222;einen feinen Umgang mit dem Pferd&#8220;</li>



<li>&#8222;eine innere Einstellung&#8220;</li>



<li>&#8222;eine harmonische Partnerschaft&#8220;, eine &#8222;positive Pferde-Mensch-Beziehung&#8220;</li>



<li>&#8222;pferdegerechtes Training&#8220;</li>



<li>&#8222;Kommunikation zwischen Mensch und Pferd&#8220; </li>
</ul>



<p>Für mich steckt in Horsemanship<strong> &#8222;relationship&#8220; &#8211; also der Fokus auf der Beziehung zwischen Mensch und Pferd</strong>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Und was ist mit Natural Horsemanship?</h2>



<p><strong>Natural Horsemanship</strong> ist ein Begriff, den <a href="https://shopus.parelli.com/">Pat Parelli </a>geprägt hat und der mit seinem System des Pferdetrainings einhergeht. Viele eingefleischte Horsemen aus den USA lehnen ihn ab, da ihrer Meinung nach nichts natürlich ist an unserem Wunsch, ein Pferd zu reiten oder mit ihm zu arbeiten. Ich persönlich halte es auch lieber mit Horsemanship.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie funktioniert Horsemanship &#8211; die Grundlagen?</h2>



<p>Horsemanship orientiert sich am <strong>Wesen der Pferde und ihrer Kommunikation untereinander</strong>: Anders als bei uns Menschen ist die nicht in erster Linie verbal, sondern findet über Körpersprache und vor allem über <strong>das Einnehmen und Freigeben von Raum</strong> statt. Das ranghöhere Pferd ist stets in der Lage, ein rangniedrigeres wegzuschicken, etwa um den Platz an der Heuraufe einzunehmen oder einfach, wenn es im Weg steht. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-1024x683.jpg" alt="Das Auge ist eines der Sinne, mit dem das Pferd seine Umwelt wahrnimmt." class="wp-image-2752" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-225x150.jpg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit.jpg 1984w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Die Perspektive des Pferdes einnehmen &#8211; auch das ist Teil von Horsemanship. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Pferd weichen lassen &#8211; und als ranghöher wahrgenommen werden</h3>



<p>Pferde verstehen <strong>das Prinzip auf Druck hin zu weichen</strong>: auf Energie genauso wie auf direkte Berührungen, etwa, wenn das ranghöhere Pferd auf ein rangniedrigeres zukommt (Energie) oder es wegbeißt (Berührung). Das machen wir uns als Menschen zu nutze und bringen ihm bei, sich im Umgang mit uns bewegen zu lassen &#8211; so dass wir die ranghöhere Position einnehmen können. Natürlich gehört dazu mehr, als bloß die Füße des Pferdes bewegen zu können; <strong>ein guter Chef hat Führungsqualitäten</strong>. Auch das ist ein Prinzip guten Horsemanships: Nicht einfach ein Tyrann zu sein und sein Pferd in den Gehorsam zu gängeln.&nbsp;Sondern als guter Chef auch seine Bedürfnisse zu berücksichtigen und die eigenen, wenn angezeigt, auch mal hintenanzustellen. Gutes Horsemanship ist also stets ein Geben und ein Nehmen &#8211; nur deswegen funktioniert es.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Die Perspektive des Pferdes einnehmen</h3>



<p>Ein weiteres Element im Horsemanship: <strong>Man versetzt sich ins Pferd hinein</strong>, nimmt dessen Perspektive ein und versucht, die Welt mit seinen Augen zu sehen. Das hilft dabei, das Verhalten des Pferdes nicht als persönlichen Angriff, als gut oder schlecht zu sehen, sondern als <strong>neutralen Ausdruck eines Bedürfnisses</strong> in diesem Moment: Wiehert ein Pferd und will es zurück zu seiner Herde, der Mensch aber eigentlich spazieren gehen, heißt das nicht, dass es den Menschen ärgern will &#8211; sondern dass es seine Sicherheit in Gefahr sieht und sich mit der Herde wohler fühlt. Diese Einschätzung hilft uns, nicht mit Wut oder harten Korrekturen zu reagieren, sondern dem Pferd mit Empathie zu begegnen und ihm helfen zu können, sich besser zu fühlen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kommunikation durch Bodenarbeit aufbauen</h3>



<p>Zentral im Horsemanship ist <strong>die Kommunikation mit dem Pferd</strong>: <strong>Die wird durch Bodenarbeit etabliert</strong>. Hier lernt das Pferd, <strong>auf Druck zu weichen</strong> und auf Aufforderung zu kommen. Es lernt, <strong>unseren persönlichen Bereich zu respektieren</strong>, uns nicht über den Haufen zu rennen oder den Menschen hinter sich herzuziehen. Wir erklären dem Pferd, was wir von ihm erwarten. Setzen Grenzen und lassen Freiraum. Hilfen werden in Phasen gegeben &#8211; wir starten stets mit einer feinen, freundlichen Aufforderung, so dass das Pferd eine Chance hat, bereits auf wenig zu reagieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Den Geist des Pferdes einbeziehen</h3>



<p>Der Geist formt den Körper: <strong>Gutes Horsemanship doktert nicht am Körper des Pferdes herum, sondern bezieht auch den Kopf, das Mentale ein</strong>. Denkt das Pferd aktiv mit und ist engagiert, resultiert daraus die Verbesserung von Bewegungsqualität, Lektionen und Manövern &#8211; was wohl jede Reitlehre anstrebt. Ein Pferd, das nur auf ein &#8222;Halt&#8220;-Kommando reagiert, unterbricht seine Gangart und kommt irgendwie zum Stehen &#8211; oft steht es dann offen, also die Beine nicht parallel, sondern in Schrittstellung. Ist das Pferd dagegen mental dabei und &#8222;denkt&#8220; es Stopp!, dann resultiert daraus in der Regel ein geschlossenes Halten mit parallelen Beinpaaren und gleichmäßig verteiltem Gewicht. Die PN gibt mir auch Innenstellung auf dem Zirkel am Seil oder im Freilauf automatisch, wenn er zu mir nach innen denkt und aufmerksam ist. Ich muss mir die Stellung dann nicht durch zuppeln oder biegen erarbeiten, ich bekomme sie geschenkt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Pferdepsychologie anwenden</h3>



<p>Wichtig ist, dass das Pferd versteht, dass es <strong>für eine Aufgabe stets eine Lösung finden</strong> kann &#8211; das erhält die Motivation und es sorgt für Entspannung, weil das Pferd Klarheit gewinnt. Dazu gehört auch, dass das Pferd Fehler machen darf und wir nicht versuchen, sie unbedingt zu verhindern. Denn nur aus Fehlern kann das Pferd lernen: Wir kommunizieren klar und deutlich, wenn es etwas richtig gemacht hat, indem wir <strong>die Hilfen einstellen und Pause machen </strong>(wogegen ein typisch menschlicher Impuls ist, erst recht weiterzumachen, weil es doch gerade so gut geklappt hat). </p>



<h3 class="wp-block-heading">Eigenverantwortung übernehmen</h3>



<p><strong>Ein Pferd macht Fehler, ein Mensch auch</strong>. Während ich nichts vom Satz &#8222;Das Pferd hat immer Recht&#8220; halte, ist es auch falsch anzunehmen, der Mensch mache immer alles richtig. Zum guten Horsemanship gehören deswegen auch die <strong>Selbstreflexion und Selbstbeherrschung</strong>. Es ist unsere Aufgabe, unsere Energie zu managen, unsere Gedanken und Erwartungen, und die Lektionen und Übungen so aufzubauen, dass das Pferd sie erfolgreich umsetzen kann. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Horsemanship?</h2>



<p>Egal, ob zwischenmenschlich oder zwischen Mensch und Pferd: <strong>Eine gute Beziehung setzt eine gelingende Kommunikation voraus</strong>. Und die erschafft man mit Horsemanship. Gesunder Menschenverstand reicht für die Arbeit mit dem Pferd nicht aus, denn oft ist das, was das Pferd benötigt, gegenläufig zu dem, was man instinktiv aus menschlicher Sicht zur Problemlösung tun würde: Geht das Pferd durch, zieht man an beiden Zügeln, um es zu bremsen. Das kann Klaustrophobie im Pferd erzeugen, das sich dann erst recht gegen das Gebiss stemmt und schneller wird. Hier wäre eher sinnvoll (abhängig vom Boden, der Geschwindigkeit usw.) nur einen Zügel zu nutzen und das Pferd über die Biegung des Halses auf einen Kreis zu lenken mit dem Ziel, die Hinterbeine übertreten zu lassen und es damit durchzuparieren.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-1024x683.jpg" alt="Pferd im Trab mit starker Innenstellung - gutes Reiten basiert auf Horsemanship" class="wp-image-5338" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Ein Pferd, das vom Boden ausgebildet wurde, versteht die Hilfen des Reiters leichter. Horsemanship erschafft damit Harmonie im Sattel. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>&#x1f343;<strong>Horsemanship ist die Grundlage einer guten Beziehung zwischen Mensch und Pferd</strong>. Es hilft uns, <strong>Pferde und ihr Verhalten besser zu verstehen</strong>, sie lesen zu lernen und ein Gespür für das zu entwickeln, was sie gerade brauchen.&nbsp;</p>



<p>&#x1f343;<strong>Gutes Horsemanship gibt dem Pferd Sicherheit</strong>, weil sich der Mensch als verlässlicher Partner gezeigt hat, dem es vertrauen kann und dem es Problemlösungskompetenz zutraut &#8211; auch in seinem Sinne. Damit kann es <strong>den Umgang mit dem Pferd sicherer machen und Verhaltensproblemen vorbeugen &#8211; oder sie lösen</strong>.&nbsp;</p>



<p>&#x1f343;Besteht zwischen Pferd und Mensch ein Band des Vertrauens, können <strong>Leichtigkeit und Mühelosigkeit im Alltag </strong>entstehen. Man versteht sich, jeder kennt seinen Part, seine Aufgaben und Verantwortlichkeiten.</p>



<p>&#x1f343;Horsemanship und die klare Kommunikation, die daraus resultiert, ist auch <strong>die optimale Basis, um sich mit dem Pferd weiterzuentwickeln</strong>: egal, ob Seitengänge in der Handarbeit, <a href="https://verstehepferde.de/freiarbeit-so-klappt-sie/">Freiarbeit</a> oder feines Reiten &#8211; hat das Pferd das Prinzip der Hilfen verstanden, die ihm im Horsemanship einzeln und damit verständlich erklärt werden, kann man diese neu kombinieren und damit die verschiedensten Lektionen abrufen. Beim Kruppeherein weicht das Pferd zum Beispiel auf meinen äußeren Schenkel mit der Hinterhand und folgt meinem inneren Zügel im Vorwärts.</p>



<p>&#x1f343;Ein guter Horseman hat sich verschiedenste Fähigkeiten angeeignet: Geduld, Empathie, Beobachtungsvermögen, Aufmerksamkeit, Ruhe, Beherrschung, Klarheit, Fairness &#8211; die Liste lässt sich beliebig erweitern. All diese Eigenschaften stehen uns auch im Leben abseits von Pferden gut. Deswegen kann uns <strong>Horsemanship zu besseren Menschen machen</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Horsemanship in der Praxis: Bodenarbeit</h2>



<p>Oft wird unter <strong>Horsemanship Bodenarbeit </strong>verstanden, Groundwork auf Englisch. Damit etablieren wir die Kommunikation mit dem Pferd und bereiten es aufs Reiten vor. Hier starten auch Anfänger, die die Grundlagen von Horsemanship lernen wollen. Wichtig ist dabei: <strong>Gute Bodenarbeit ist kein Selbstzweck, sondern lässt sich auf das Reiten übertragen</strong>: Genauso wenig wie ich will, dass mein Pferd am Seil mit der Schulter nach innen fällt und damit schiebt, will ich das beim Reiten. Oder: Hat ein Pferd verstanden, dass es dem Seil folgen kann und dass es nachgiebig sein soll, muss ich Zügelhilfen kaum noch erklären, da es den Übertrag schafft.</p>



<p>Die Übungen bei der <strong>Bodenarbeit, das heißt dem Horsemanship-Training,</strong> brauchen als Ausrüstung ein <a href="https://verstehepferde.de/knotenhalfterkunde/">Knotenhalfter</a> und <a href="https://verstehepferde.de/welches-seil-furs-knotenhalfter/">Leadrope</a>. Sie sind die Arbeitsmittel, die es Pferd und Mensch am einfachsten machen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-1024x683.jpg" alt="Horsemanship-Training: Das Pferd folgt dem Seil und der Körpersprache des Menschen." class="wp-image-5337" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Im Horsemanship-Training lernt das Pferd unserem Körper und dem Gefühl des Seils zu folgen: Hier demonstriert es die PN. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>Das Pferd soll beim <strong>Bodenarbeits-Training zunächst drei Prinzipien verstehen</strong>, auf denen alles andere aufbaut:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Das Weichen auf Druck. </strong>Das Pferd lässt sich von uns sowohl durch eine direkte Berührung verschieben (etwa, wenn es sich auf dem Putzplatz herumdrehen soll), als auch durch Energie. Beide Hilfen sollten austauschbar verwendet werden können. Eine gute Bodenarbeit-Übung für Anfänger (Pferd und Mensch) ist <a href="https://verstehepferde.de/hinterbeine-kreuzen-warum/">das Kreuzen der Hinterbeine bzw. das Weichenlassen der Hinterhand</a>. </li>



<li><strong>Desensibilisieren.</strong> Dabei werden gruselige Gegenstände entgruselt. Das Pferd lernt zum Beispiel, dass es vor einer Flagge oder einem geworfenen Seil nicht weglaufen muss. Im übertragenen Sinn versteht es, dass es auf ein Mehr an Energie nicht automatisch ebenfalls mit mehr Energie reagieren muss, sondern manche Reize auch einfach ignorieren kann. Der Unterschied liegt in unseren Hilfen und in unserer Absicht bzw. Intention. Das Pferd lernt, uns zu lesen, um zu verstehen, ob es weichen und reagieren soll oder ob es einfach entspannen kann.</li>



<li><strong>Dem Gefühl des Seils folgen. </strong>Mir ist es wichtig, dass das Pferd das Seil nicht als bloßen Zug kennenlernt, sondern als Gefühl und Richtung, dem es folgen kann. So entsteht Leichtigkeit und das Pferd denkt in die Richtung, in die wir es bewegen. Das ist für korrekte Bewegungsabläufe wichtig.</li>
</ol>



<p>Das Ziel ist stets, dass <strong>das Pferd unseren Anforderungen willig Folge leisten</strong> kann. Dass es sich im Fluss bewegt, dass es unsere Hilfen verstanden hat, dass es nachgiebig reagiert. Das Pferd soll also nicht stumpf Tricks oder Bewegungen auf Knopfdruck ausführen, sondern anpassbar bleiben. <a href="https://verstehepferde.de/reaction-oder-response/">Hier habe ich über den Unterschied von Reaction und Response</a> geschrieben, ein Prinzip, das für das Verständnis wichtig ist. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-683x1024.jpg" alt="Das Pferd zeigt Kruppeherein an der Hand - vorbereitet durch Horsemanship" class="wp-image-5340" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-1024x1536.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-1365x2048.jpg 1365w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Kruppeherein in der Handarbeit &#8211; vorbereitet durch Bodenarbeit und Horsemanship. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>Sitzen diese Horsemanship-Grundlagen, die alle im Training erarbeitet werden, sind der <strong>Fantasie bei der Bodenarbeit </strong>keine Grenzen mehr gesetzt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Man kann das Pferd auf dem Zirkel gehen lassen, elegante Richtungswechsel ab- und alle Gangarten anfragen</li>



<li>Man kann das Pferd rückwärts gehen lassen &#8211; gerade, durch Stangen oder sogar im Kreis</li>



<li>Man kann ihm seitwärts gehen (auch über Stangen) beibringen</li>



<li>Man kann für mehr Abwechslung 8er und Kleeblatt um Hütchen gehen</li>



<li>Man kann mit Freiarbeit beginnen</li>



<li>Man kann reale Seitengänge wie Schulter- und Kruppeherein und Traversalen lehren</li>
</ul>



<p><a href="https://verstehepferde.de/longieren-koerpersprache-und-hilfen/">Longieren</a> ist kein Kernbestandteil von Horsemanship, lässt sich mit der damit entstandenen Kommunikation aber leicht schulen. Die Voraussetzung: <a href="https://verstehepferde.de/hilfszuegel-nein-danke/">keine Hilfszügel! Warum, beschreibe ich hier.&nbsp;</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Horsemanship in der Praxis: Reiten </h2>



<p>Horsemanship und Reiten erzeugt vielleicht Bilder vom Reiten mit Halsring, mit zwei Bodenarbeitssticks in den Händen statt Zügeln (dafür wurde Pat Parelli berühmt) oder wieder eine Idee vom Westernreiten. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Ich habe Reiten nach Horsemanship-Prinzipien so kennengelernt: </h3>



<p>&#x1f40e; Wir starten <strong>gebisslos am Knotenhalfter</strong> mit dem Leadrope als Zügel. Richtig gelesen: Wir haben nur das Rope und es wird nicht am Halfter zusammengebunden, sprich, wir arbeiten nur mit einem Zügel. Ein Horsemanship-Konzept ist: <strong>Ein Zügel für Kontrolle, zwei für Kommunikation</strong>. Das verhindert, dass wir am Anfang zwei Zügel zum Bremsen nutzen und das Pferd auf eine Hilfe abstumpfen, die wir später für Versammlung brauchen.</p>



<p>&#x1f40e; <strong>Das Pferd lernt, auf einen Zügel den Hals zu biegen</strong> (laterale Flexion) und so sein Vorwärts kontrollieren zu lassen. Da es bereits vom Boden vorbereitet ist, fällt der Übertrag in den Sattel in der Regel nicht schwer.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-1024x683.jpg" alt="Das Pferd steht mit seinem Reiter und hat seinen Kopf an der Senkrechten. Die Basis dafür ist Horsemanship." class="wp-image-5339" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Horsemanship beim Reiten: Die PN weiß, dass er auf beidseitig angenommene Zügel mit einem Nachgeben im Genick reagieren soll. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>&#x1f40e; Am Anfang der Ausbildung werden <strong>alle Gangarten am langen Zügel</strong> geritten &#8211; Vorwärts ist das A und O. Kopfhaltung und Form spielen keine Rolle. <strong>Dauertreiben findet nicht statt</strong>, wenn das Pferd vorwärts geht, sind wir neutral und gehen in der Bewegung mit, ohne aktiv zu treiben.</p>



<p>&#x1f40e; Jetzt erklären wir dem Pferd<strong> die Bedeutung des Schenkels</strong>, so dass es auf eine Schenkelhilfe hinterm Gurt die Hinterbeine übertreten kann. Eine Übung bzw. Lektion, die früh geritten wird: Wir lassen zunächst die Hinterbeine übertreten und schließen daran im Fluss ein Übertreten der Vorhand an, so dass das Pferd eine 180 bis 360 Grad Drehung macht. Wie bei der Bodenarbeit erlaubt uns diese Übung die getrennte Kontrolle über Vor- und Hinterhand.</p>



<p>&#x1f40e; Dann erklären wir <strong>die Bedeutung der Zügel</strong>: Der innere führt das Pferd nach innen, der äußere spricht zur Schulter und führt die Schulter nach außen. <strong>Nehmen wir beide Zügel an</strong>, soll das Pferd mit dem Genick nachgeben und den Kopf in eine vertikale Position an die Senkrechte nehmen. Halten wir den Kontakt und geben die Zügel nicht wieder vor, soll es rückwärts gehen.</p>



<p>&#x1f40e; <strong>Die Kombination von Schenkel und Zügel </strong>&#8211; also das Stehenlassen der Zügel und das Treiben der Schenkel &#8211; für Verkürzung und Versammlung kommt erst, wenn das Pferd die Hilfen einzeln verstanden hat.</p>



<p>&#x1f40e; Wie bei der Bodenarbeit gilt hier auch: <strong>Das Pferd wird mit Pausen &#8211; und sogar Absteigen des Reiters &#8211; belohnt</strong>.</p>



<p>&#x1f40e; Hinzu kommen <strong>strategische Überlegungen</strong>, etwa, Magneten entgegenzuwirken, wenn das Pferd zum Beispiel in Richtung Tor zieht und gern schneller wird oder wenn das Pferd eine Lektion vorausnehmen will. Warwick Schiller hat eine <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Q5TNASEdi3c&amp;list=PLRanqnpaErQ5PVpPHRBNwfgs26-EsndmO">Video-Reihe, die Principles of Training</a> (Englisch), aufgenommen, in denen er diese verschiedenen Strategien ausführlich erläutert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beispiele für gutes Horsemanship&nbsp;</h2>



<p>Gutes Horsemanship ist unspektakulär, im Fluss und im Austausch.</p>



<p>Wir machen es uns leichter, wenn wir uns von Anfang an <a href="https://verstehepferde.de/gute-gewohnheiten-am-pferd/">gute Horsemanship-Gewohnheiten antrainieren</a>: Wenn ich sinnvolle Abläufe in meinen Alltag mit dem Pferd integriere, werden sie zur Gewohnheit und ich muss nicht mehr bewusst darüber nachdenken. Diese guten Gewohnheiten zeugen von der Kooperation und vom Verständnis des Pferdes und der Rücksichtnahme des Reiters. Beispiele dafür sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Führen am losen Seil: Das Pferd reagiert beim Führen auf die Richtung des Menschen und passt sich an dessen Tempo an, ich brauche keinen Zug, um das Pferd zu kontrollieren.</li>



<li>Das Pferd kann unangebunden stehen bleiben.</li>



<li>Das Pferd kann freistehend gesattelt werden.</li>



<li>Der Westernsattel wird aus der Hüfte auf den Pferderücken geschwungen und nicht einfach fallen gelassen.</li>



<li><a href="https://youtu.be/o9d3foBUzr8">Das Pferd hilft beim Aufhalftern oder Anziehen des Kopfstücks</a> mit, indem es den Kopf senkt und dreht bzw. selbst hinein schlüpft.</li>



<li>Das Pferd tritt zum Aufsteigeblock herüber, damit der Reiter leichter aufsitzen kann.</li>



<li>Der Reiter kann am losen Zügel aufsteigen, ohne dass das Pferd sofort losläuft.</li>



<li>Der Reiter kann das Pferd in allen Gangarten am losen Zügel reiten &#8211; es hat sich selbst dafür gut genug unter Kontrolle.</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-683x1024.jpg" alt="Eine Frau gurten den Westernsattel nach - nach Horsemanship-Prinzipien." class="wp-image-5341" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Sattel und Gurten &#8211; pferdefreundliche, weil rücksichtsvolle Handgriffe formen gute Horsemanship-Gewohnheiten. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Horsemanshit: Kritik am Horsemanship</h2>



<p>Horsemanship steht immer mal wieder in der Kritik &#8211; meist als harte Trainingsmethode, die Zwang und Dominanz nutzt. Folgende Argumente werden dabei gern zu Felde geführt. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship macht Pferde mit Druck gefügig!</h4>



<p><strong>Die Hilfen in Phasen zu verstärken</strong>, bis die gewünschte Reaktion kommt, wird als Ausübung von Zwang interpretiert.&nbsp;Nun ist die Eskalation der Hilfen- also mit wenig einzusteigen und bei Bedarf die Hilfe zu verstärken &#8211; nicht auf das Horsemanship beschränkt, sondern wird in der Dressur oder dem Westernreiten ebenso angewandt. Aber darum soll es an dieser Stelle nicht gehen. Es gilt aber: Egal, welches Prinzip ich anwende oder nach welchem Konzept ich trainiere: <a href="https://verstehepferde.de/auf-der-suche-nach-dem-rechten-mass/">Im Übermaß und falsch angewendet</a>, kann ich alles entstellen und bis zum Missbrauch treiben. Es bleibt also in der Verantwortung des Menschen, die Hilfen mit Sinn und Verstand, mit Augenmaß und fair anzuwenden. Das gilt immer und überall &#8211; auch abseits des Horsemanships.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Knotenhalfter ist gefährlich!</h4>



<p><strong>Das Knotenhalfter wird durchaus als scharfes Folterwerkzeug dargestellt</strong>, das auf Nervenbahnen drückt, ins Fell schneidet und Akupunkturmeridiane stört. Richtig ist, dass das Knotenhalfter durch die Seile statt den breiten, gewebten Bändern eines Stallhalfters in der Tat mehr Druck am Pferdekopf entstehen lässt. Das ist aber gewünscht, denn <strong>das Knotenhalfter ist ein Arbeitshalfter</strong> und es geht um Effizienz. <a href="https://verstehepferde.de/das-todbringende-knotenhalfter/">Hier beschreibe ich, warum das Knotenhalfter im Horsemanship das Mittel der Wahl ist</a>. Das Knotenhalfter kann also nicht wie ein Stallhalfter eingesetzt werden, dafür ist es nicht gemacht. Es gibt in der Handhabung auch ein paar No-Gos wie das Führen mit Dauerzug oder das feste Anbinden (das Rope um eine Anbindestange wickeln ist ok). Wie wir es am Ende einsetzen, liegt allein in unserer Hand.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship baut auf die veraltete <strong>Dominanztheorie </strong>auf!</h4>



<p>Manche Pferdeleute berufen sich auf die Wissenschaft und sagen, dass es <strong>in einer Pferdeherde keine klare Rangfolge gebe</strong> und es in Streitigkeiten stets nur im Ressourcen ginge &#8211; damit steht das Konzept hinterm Horsemanship auf tönernen Füßen. Nun ist es aber so: Pferde kennen Rangfolgen. Jeder, der Pferde untereinander einmal beobachtet hat, kann das nicht in Abrede stellen &#8211; ob es dabei um Ressourcen geht, ist zweitrangig. <strong>Das Pferd versteht es, sich einem anderen unterzuordnen oder ein anderes zu dominieren</strong>. Und genau dieser Ansatz wird im Horsemanship genutzt. Solange &#8222;die Wissenschaft&#8220; keine guten Pferdemenschen hervorbringt, die auf Basis &#8222;neuster Studien&#8220; Erfolge in Form von solide ausgebildeten Pferden nachweisen können, halte ich mich eher an die Pferdemenschen, die Tag ein Tag aus in der Praxis beweisen, dass sie wissen, wie der Hase bzw. das Pferd läuft.&nbsp;Ross Jacobs, Pferdetrainer aus Australien und im vorherigen Leben Doktor der Medizin, der lange in der Forschung tätig war, hält ebenfalls nicht viel von Verhaltenswissenschaften im Bereich der Pferde. <a href="https://www.facebook.com/profile/100064515560094/search/?q=study">Hier schreibt er, warum</a> (auf Englisch).</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Pferd kann den Menschen nicht als Leittier wahrnehmen!</h4>



<p>Demnach kann <strong>der Mensch nicht in die Rolle des Leittiers schlüpfen, weil das Pferd weiß, dass er ein Mensch ist</strong>.&nbsp;Es stimmt, dass im Horsemanship der Mensch die Führung des Pferd-Mensch-Teams übernimmt. Er läuft deswegen aber nicht auf allen Vieren und er wiehert auch nicht. Er versucht nur, seine Kommunikation an die Pferdesprache anzulehnen &#8211; und ein guter, fairer Chef zu sein, wie es ein Leittier in der Herde auch wäre.&nbsp;Damit das funktioniert, muss das Pferd nicht denken, dass der Mensch ein Pferd ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1024x683.jpg" alt="Das Pferd hat Angst vor Regenschirm - hier setzt eine Kritik am Horsemanship-Training an." class="wp-image-5057" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Eine Kritik am Horsemanship ist, dass das Training dem Pferd Angst machen kann &#8211; wie hier PN und Regenschirm. Ich sage: Das Pferd lernt seine Angst zu überwinden &#8211; und gewinnt an Mut und Selbstvertrauen. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship treibt Pferde in die erlernte Hilflosigkeit!</h4>



<p>Horsemanship soll <strong>das Pferd durch Reizüberflutung beim Desensibilisieren in die erlernte Hilflosigkeit </strong>bringen. Erlernte Hilflosigkeit ist nicht das Ziel von gutem Horsemanship, sondern eher das unerwünschte Ergebnis von schlechtem (genau wie beim Dressurreiten). Die Gefahr der Reizüberflutung besteht beim Desensibilisieren in der Tat &#8211; aber auch die Chance, dem Pferd dabei zu helfen, seine Angst zu überwinden. Jedes Ding hat eben zwei Seiten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship folgt nicht neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen!</h4>



<p>Demnach ist <strong>Horsemanship total veraltet, weil es noch mit Druck arbeitet</strong> und nicht mit positiver Verstärkung. Nun sind Druck und seine Anwendung ein Dauerthema in Pferdekreisen. Zunächst mal muss man sich darüber klar sein, dass alles, was wir mit Pferden tun, die eine oder andere Form von Druck beinhaltet &#8211; schon unsere bloße Anwesenheit kann Druck sein, wenn sie eine Erwartungshaltung erzeugt oder wir einen gewissen Vibe mitbringen. Zu glauben, dem Pferd ohne irgendeine Form des Drucks begegnen zu können, ist deswegen illusorisch bis naiv. <strong>Und Druck an sich ist auch kein Problem. Pferde kennen Druck aus ihrem Alltag &#8211; auch ohne Menschen</strong>: Die Sonne, die am Himmel brennt, kann im Sommer genug &#8222;Druck&#8220; erzeugen, dass sich ein Pferd einen Schattenplatz sucht. Horsemanship nutzt überwiegend die negative Verstärkung &#8211; ein Reiz wird erzeugt, Druck aufgebaut und wieder eingestellt, sobald das Pferd das gewünschte Verhalten zeigt. Dagegen steht das Prinzip der positiven Verstärkung, wo einem gewünschten Verhalten eine Belohnung folgt. In der Lerntheorie beschreiben beide Ansätze Herangehensweisen, &#8222;positiv&#8220; und &#8222;negativ&#8220; benennt das Hinzufügen (der Belohnung) und das Wegnehmen (des Reizes/Drucks). In meiner Wahrnehmung haben viele nicht verstanden, dass &#8222;positiv&#8220; und &#8222;negativ&#8220; keine Bewertung sind. Ich glaube auch, dass es ein Zeichen der aktuellen Zeit ist, dass Kommunikation (auch mit Tieren) möglichst kuschelig sein muss, um die Gefühle des Gegenübers nicht zu verletzen. Dabei bleibt aber Klarheit auf der Strecke &#8211; und Pferde brauchen Klarheit, um sich wohl und sicher zu fühlen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Relationship vor Horsemanship!</h4>



<p>Demnach soll <strong>vor dem Horsemanship eine Beziehung mit dem Pferd etabliert werden</strong>. Diese Kritik erscheint mir wenig sinnvoll, da hier nicht verstanden wurde, dass der Faktor Beziehung ein essenzieller Teil von gutem Horsemanship ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Horsemanship lernen: Menschen und Methoden</h2>



<p>Es gibt jede Menge guter Horsemen da draußen. Mein Fokus liegt auf jenen im englischsprachigen Raum &#8211; ich bleibe gern am Ursprung. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die erste Generation der US-Horsemen, auf die die Horsemanship-Bewegung zurückgeht, sind <strong>Tom und Bill Dorrance</strong> und deren Schüler <strong>Ray Hunt</strong>. Dessen Schüler wiederum ist unter anderem <strong>Buck Brannaman</strong>. </li>



<li><strong>Pat Parelli</strong> war der erste, der ein Horsemanship-Home-Study-Programm vertrieben hat. Er nimmt eine Sonderstellung ein.</li>



<li><strong>Warwick Schiller</strong> hat ein umfangreiches Horsemanship-Programm, das in jüngster Zeit den Dreh zu Persönlichkeitsentwicklung gemach hat.</li>



<li>Zur Nachfolgegeneration junger Horsemen gehören unter anderem <strong>Carson James und Ryan Rose</strong>, die von verschiedenen Horsemen gelernt und ihr eigenes Programm haben.</li>



<li>Einer der bekanntesten deutschen Horsemen ist <strong>Bernd Hackl</strong>.</li>



<li><strong>Tristian Tucker und Featherlight Horsemanship</strong> sind bekannte Pferdemenschen, die eher in Warmblut- und Dressurkreisen unterwegs sind. </li>
</ul>



<p>Viele der oben genannten haben ihre eigenen Online-Bibliotheken, Abonnements und Programme, um ihren Horsemanship-Ansatz zu lernen. Die Prinzipien dahinter sind oft ähnlich, aber jeder interpretiert sie auf seine Weise. Horsemanship kann heute also ohne Weiteres online gelernt werden (oder sagen wir die Konzepte und Grundlagen, anwenden muss man sie dann natürlich selbst).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-1024x683.jpg" alt="Pferd mit Dehnungshaltung im Trab - das Ergebnis von gutem Horsemanship" class="wp-image-5059" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-1536x1025.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-2048x1366.jpg 2048w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Biegung und Stellung in Dehnungshaltung im Trab ohne massivem Zug am Zügel gebisslos geritten: Horsemanship legt die Basis, damit das Pferd die Hilfen des Reiters leicht verstehen kann. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<div style="background-color:#ffbc77;text-align:center" class="wp-block-atomic-blocks-ab-cta ab-block-cta"><div class="ab-cta-content"><h2 class="ab-cta-title ab-font-size-32" style="color:#783f04">Willst du mehr über Horsemanship erfahren?</h2><div class="ab-cta-text ab-font-size-32" style="color:#783f04"><p>Melde dich hier zu meinem Newsletter an!</p></div></div><div class="ab-cta-button"><a href="https://7ed4eb42.sibforms.com/serve/MUIFAMz1fy6PdaOPKhz5Xv28D4STF5OAAQgNkpu_kd8twd8Yfuaf2rStKN_c00CXDttFnn38eEPhFSKiAdAOAQZTcScVl86af9QmpwGuAAxy8Gxg0n0D2lFCtWbKSTPyZQmMHLG_aMi7b_xeIwxmeN-RaA4wNfLGVqRy4QsuAWaf4QNLu1MV90XqMYfLcPmNcWMzaxf0XGmbmN9O" target="_self" rel="noopener noreferrer" class="ab-button ab-button-shape-rounded ab-button-size-medium" style="color:#ffffff;background-color:#cb5920">Jetzt Pferde verstehen</a></div></div>



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<p>Grammatikalische <a href="https://www.britannica.com/dictionary/eb/qa/Using-the-Suffix-Ship#:~:text=%2DShip%20is%20a%20noun%20suffix,that%20is%20already%20a%20noun">Horsemanship-Definition</a></p>



<p>Die <a href="https://www.der-lindenhof.de/parelli">7 Spiele nach Parelli</a>: Pat Parelli nennt die grundlegenden Bodenarbeits-Übungen mit dem Pferd &#8222;Spiele&#8220;.</p>


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<p><a href="https://flourishalona.com/kein-spiel-die-7-spiele-nach-parelli/">Kritik an den sieben Spielen</a> von zwei Frauen, die sich einem sanften Pferdetraining verschrieben haben.</p>



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		<title>Futter als Beziehungsbasis mit dem Pferd &#8211; echt jetzt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Dec 2023 16:58:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdetraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Breaking News! Die Wissenschaft bestätigt: Training mit Leckerli ist nicht beziehungsbildend. Ich hab's ja gleich gesagt...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/AW0O3565-1024x683.jpg" alt="Pferd frisst einen Apfel aus der Hand des Menschen" class="wp-image-5278" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/AW0O3565-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/AW0O3565-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/AW0O3565-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/AW0O3565-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/AW0O3565-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/AW0O3565-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/AW0O3565.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Jetzt hat er mich bestimmt ganz doll lieb. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<p>Wahrscheinlich weißt du es: Das hier ist ein <strong>Horsemanship-Pferdeblog</strong>. Hier schreibt ein Seilschwinger. Ein Druckmacher. Ein Knotenhalfter-Fuzzi. Ein negativer Verstärker. Und das seit über zehn Jahren: Im Oktober 2013 ist der erste Post erschienen (keine Sorge, das wird kein mit-romantisch-verklärendem-Blick-in-die-Vergangenheit-schauen-Beitrag).</p>



<p>Ich erinnere mich noch gut an die Social-Media-Schlachten und Endlos-Diskussionen zwischen <strong>Horsemanship-Anhängern und Clickerern</strong>, den Anhängern der positiven Verstärkung im Pferdetraining. Das waren die beiden Lager im alternativen Umgang mit dem Pferd abseits von Turnierreiten und FN-Dressur. Und auch, wenn ich mich schon lange nicht mehr daran beteilige, so hat sich meine Meinung auch in zehn Jahren nicht verändert: <strong>Wir können uns die Kooperation bzw. die Zuneigung eines Pferdes nicht mit Futter erkaufen</strong>. <strong>Wir sollten uns auch nicht auf Futter als zentrales Mittel der Kommunikation verlassen. </strong>Irgendwann wird es etwas geben, das dem Pferd wichtiger ist als Futter oder angesichts dessen Futter keine Bedeutung mehr hat &#8211; und damit haben wir keine Argumente mehr. Und woher kommt überhaupt die irrige Annahme, dass unter all den Bedürfnissen, die ein Pferd haben kann, <strong>Futter das geeignetste ist, um darauf sein Training und seine Beziehung aufzubauen</strong>?</p>



<p>Warum nun dieser Post zu einem Thema, das schon so alt ist? Es hat sich ja schon etwas getan in der Pferdewelt oder zumindest in meiner Blase bzw. Wahrnehmung. Grenzen und Lagerbildung sind nicht mehr so statisch wie früher und manche Trainer vereinen hocherfolgreich verschiedene Ansätze.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Pferdetraining nach wissenschaftlichen Prinzipien? Nö du, lass&#8216; mal</h2>



<p>Nun bin ich über einen <a href="https://www.facebook.com/emotional.horsemanship/posts/pfbid02kNbVXPEeH24QozPptYtKs3kvLx6HqFPAZzBYMYMrbCg7RNWZGGtqqE5NKSRfSMKgl">Beitrag eines Pferdetrainers</a> gestolpert, dem ich sporadischst folge. Im Prinzip sagt er: &#8222;Ich würde ja so gern nur mit Leckerli trainieren, weil es mir selbst so ein gutes Gefühl gibt und ich doch einer von den Guten sein will. Aber jetzt hat die Wissenschaft gezeigt, dass mit Leckerli keine Beziehung zum Pferd erzeugt werden kann, weil die Botenstoffe, die damit freigesetzt werden, nicht mit Bindung und Beziehung assoziiert werden.&#8220; (frei übersetzt und interpretiert). Na sowas! </p>



<p>Ich muss zugeben: Eigentlich interessieren mich <strong>&#8222;wissenschaftliche&#8220; Erkenntnisse in Sachen Pferde </strong>herzlich wenig. Weil mich die Ergebnisse von nicht-wissenschaftlich trainierten Pferden mehr ansprechen als jene, die von Menschen erreicht werden, die meinen im Sinne der Wissenschaft am Pferd zu arbeiten.</p>



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</a></p>



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<p>Gelesen habe ich den Text nur, weil ich wusste, dass er meine eigene Meinung bestätigen würde. Und wie soll ich sagen: Ich hab&#8217;s ja gleich gesagt &#8211; ganz frei von wissenschaftlichen Ambitionen. Ich finde den Gedanken amüsant und gleichzeitig die Idee dahinter so oberflächlich: <strong>mit Futter eine echte Beziehung zum Pferd aufbauen</strong> zu wollen. Als ob es zwischen Pferd und Mensch nicht mehr geben würde als den Austausch von Kommandos bzw. Signalen und der folgenden Belohnung oder Strafe, als ob alles immer nur schwarz-weiß ist oder in Kategorien wie &#8222;richtig&#8220; und &#8222;falsch&#8220; eingeordnet werden kann. Als ob ein mechanischer Ansatz dem Austausch zweier Lebewesen je gerecht werden könnte.</p>



<p>Genauso wenig wie es reicht, den <strong>Stick zu schwingen, das Pferd weichen zu lassen</strong> und zu glauben, damit ist man jetzt der Chef, reicht es &#8222;click&#8220; zu machen und das gluten- und zuckerfreie Leckerli auf Luzernebasis mit fermentierten Kräutern ins Maul zu schieben (es ist aber nur das zweitliebste, nicht das Lieblingsleckerli!) und zu denken, jetzt hat man das Vertrauen des Pferdes. Da darf&#8217;s dann schon etwas mehr sein.</p>



<p>Vielleicht greifen <strong>reine Trainingsmethoden</strong> auch deswegen immer zu kurz, weil sie am Pferdeverhalten ansetzen und nicht am Menschen. Sie also fragen, was will ich vom Pferd und wie erreiche ich das versus <strong>wer muss ich sein, damit das Pferd es mir geben kann</strong> (nicht falsch verstehen: Ich liebe Methoden und finde sie als Ausgangspunkt optimal. Sie können aber durchaus zu eng werden und dann ist es sinnvoll, den Blick zu weiten).</p>



<p>Ich glaube: Am Ende läuft&#8217;s darauf raus, <strong>was wir für ein Mensch sind</strong>. Ob das Pferd der Meinung ist, dass wir gute Ideen haben und gute Entscheidungen treffen. Dass wir seine Interessen angemessen vertreten. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106.jpg" alt="Pferd wendet sich dem Menschen zu, beide sehen sich an." class="wp-image-4172" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zugewandheit. Auch ein wichtiger Teil der Pferd-Mensch-Beziehung. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Moral-Olympiade im Pferdetraining: really?</h2>



<p>Lustig bis dreist finde ich den Anspruch, <strong>sich im Pferdetraining besonders moralisch zu verhalten</strong>, weil man angeblich keinen Druck macht bzw. nur positive Verstärkung (=Futter) nutzt und keine negative. Weil es den eigenen Bedürfnissen (immer freundlich sein zu wollen und bloß keine Grenzen ziehen) vielleicht näher kommt? Aber wie nett ist das dann noch, wenn das Pferd eigentlich etwas anderes bräuchte? Ist Futter-Training dann nicht eher ein Mittel, das eigene Ego zu streicheln? Sich selbst ein gutes Gefühl zu geben? Und sich dann selbst zu erhöhen, weil man in seiner eigenen Wahrnehmung ach so pferdegerecht trainiert?</p>



<p>Immer sanft und freundlich, auf jeden Fall dominanzfrei &#8211; das sind nicht meine Maßstäbe. Meiner ist Klarheit. Immer noch (und immer noch halte ich <a href="https://verstehepferde.de/warum-zu-viel-ruecksicht-schaedlich-ist/">Freiwilligkeit</a> für ein genauso dämliches Konzept im Pferdetraining wie vor zehn Jahren). Und lustigerweise resultiert aus dem <strong>Streben nach Klarheit</strong> ein Umgang mit dem Pferd der von großer Freundlichkeit und Harmonie geprägt ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Klarheit im Pferdetraining &#8211; und Beziehung &#8211; und Feel</h2>



<p><strong>Klarheit ist stets eine Frage der Kommunikation</strong>. </p>



<p>Kennst du das, wenn dein Pferd unsicher wird &#8211; bei uns aktuell, weil Handwerker auf dem Stalldach herumkraxeln, Stromleitungen verlegen und Solarpanele mit dem Schlagbohrer anschrauben &#8211; es die Augen aufreißt, die Gefahr fixiert und dann zu dir rüberschaut um zu sehen, was du dazu sagst, wie du die Lage einschätzt? <strong>Das ist die Basis für Beziehung</strong>. Mit Kommunikation kannst du alles entschärfen. Vorausgesetzt, sie findet statt. </p>



<p>Eine Freundin hat ihr Pferd verladen. 4,5 Stunden lang. Es war ein kontinuierliches Gespräch, keine Diskussion, und die Fragen und Antworten &#8211; &#8222;kannst du nach vorn kommen?&#8220; &#8211; &#8222;nein&#8220;- &#8222;kannst du nur die Hinterbeine bewegen?&#8220; &#8211; &#8222;ja, aber nur in diese Richtung&#8220; flossen hin und her. Hier wurde nicht rumgeschrien, weder verbal noch körperlich. Der Hänger war Gesprächsgegenstand. Und am Ende das Pferd überzeugt, dass es ok ist, einzusteigen. <strong>Solche Gespräche sind beziehungsbildend </strong>&#8211; im Guten wie im Schlechten.</p>



<p>Und irgendwann werden diese <strong>Gespräche </strong>sehr subtil. Wir teilen mit dem Pferd den Raum und wir interagieren durch unsere Intention, unsere Absicht und unsere Bewegungen und die Energie, die wir transportieren. Einzelne Hilfen und Signale finden dann fast nicht mehr statt, weil sie überflüssig geworden sind &#8211; fürs Antraben reicht ein Aufrichten im Sattel und der Gedanke &#8222;voraus&#8220;, beim Führen bleibt man gemeinsam stehen ohne Zug auf dem Seil oder verbales Kommando. Mensch und Pferd sind im Fluss. Ich wünsche mir, dass jeder die Erfahrung machen kann, wie es sich anfühlt <strong>mit seinem Pferd über ein solches &#8222;Feel&#8220; verbunden</strong> zu sein. </p>



<p>Ich wünsche mir auch, dass jeder die Erfahrung machen kann, dass das Pferd den Menschen dem Futter vorzieht &#8211; für das, was er ist und bringt: Bei uns sind das Abwechslung, Sicherheit, Spaß, Bewegung, Stimulation.  Ja, ich kann die PN vom Gras abrufen &#8211; nicht, weil ich ihn in den Gehorsam terrorisiert habe. Sondern, weil er weiß, dass ich gute Ideen habe. Dass da vielleicht etwas kommt, was besser ist als Gras. Aber auch, weil Gras fressen in meiner Anwesenheit kein Tabu ist. Er also weiß, dass er sich vom Gras nicht für immer trennen muss, wenn er mir folgt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="967" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/seitwaerts-967x1024.jpg" alt="Reiterin reitet Seitengänge auf dem Pferd" class="wp-image-5282" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/seitwaerts-967x1024.jpg 967w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/seitwaerts-283x300.jpg 283w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/seitwaerts-768x814.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/seitwaerts-142x150.jpg 142w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/seitwaerts.jpg 1348w" sizes="auto, (max-width: 967px) 100vw, 967px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gespräche übers Seitwärts-Gehen &#8211; hier gibt&#8217;s kein Schwarz-Weiß, nur Nuancen, Abstufungen und Schattierungen in der Kommunikation. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Ross Jacobs, der als Wissenschaftler in der Medizin geforscht hat, bevor er Pferdetrainer wurde. <a href="https://www.facebook.com/profile.php?id=100064515560094">Seine Eingaben zum Pferdtraining</a> sind immer höchst spannend, da er die Brille des Wissenschaftlers trägt.</p>



<p>Ein paar Ideen, wie man ein <a href="https://verstehepferde.de/guter-pferdemensch/">guter Pferdemensch</a> werden kann.</p>



<p>Ich nutze übrigens auch Futter im Training &#8211; für Tricks. Es ist eine Belohnung für Albernheiten, an denen die PN Freude findet. Aber nicht die Grundlage für Kommunikation.</p>
<ul class="shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium"><li class="shariff-button facebook shariff-nocustomcolor" style="background-color:#4273c8"><a href="https://www.facebook.com/sharer/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Ffutter-beziehung-pferdetraining%2F" title="Bei Facebook teilen" aria-label="Bei Facebook teilen" role="button" rel="nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#3b5998; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 18 32"><path fill="#3b5998" d="M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z"/></svg></span></a></li><li class="shariff-button twitter shariff-nocustomcolor" style="background-color:#595959"><a href="https://twitter.com/share?url=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Ffutter-beziehung-pferdetraining%2F&text=Futter%20als%20Beziehungsbasis%20mit%20dem%20Pferd%20%E2%80%93%20echt%20jetzt%3F" title="Bei X teilen" aria-label="Bei X teilen" role="button" rel="noopener nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#000; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 24 24"><path fill="#000" d="M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0"/></svg></span></a></li><li class="shariff-button pinterest shariff-nocustomcolor" style="background-color:#e70f18"><a href="https://www.pinterest.com/pin/create/link/?url=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Ffutter-beziehung-pferdetraining%2F&media=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2023%2F12%2Ffutter.jpg&description=Futter%20als%20Beziehungsbasis%20mit%20dem%20Pferd%20%E2%80%93%20echt%20jetzt%3F" title="Bei Pinterest pinnen" aria-label="Bei Pinterest pinnen" role="button" rel="noopener nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#cb2027; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 27 32"><path fill="#cb2027" d="M27.4 16q0 3.7-1.8 6.9t-5 5-6.9 1.9q-2 0-3.9-0.6 1.1-1.7 1.4-2.9 0.2-0.6 1-3.8 0.4 0.7 1.3 1.2t2 0.5q2.1 0 3.8-1.2t2.7-3.4 0.9-4.8q0-2-1.1-3.8t-3.1-2.9-4.5-1.2q-1.9 0-3.5 0.5t-2.8 1.4-2 2-1.2 2.3-0.4 2.4q0 1.9 0.7 3.3t2.1 2q0.5 0.2 0.7-0.4 0-0.1 0.1-0.5t0.2-0.5q0.1-0.4-0.2-0.8-0.9-1.1-0.9-2.7 0-2.7 1.9-4.6t4.9-2q2.7 0 4.2 1.5t1.5 3.8q0 3-1.2 5.2t-3.1 2.1q-1.1 0-1.7-0.8t-0.4-1.9q0.1-0.6 0.5-1.7t0.5-1.8 0.2-1.4q0-0.9-0.5-1.5t-1.4-0.6q-1.1 0-1.9 1t-0.8 2.6q0 1.3 0.4 2.2l-1.8 7.5q-0.3 1.2-0.2 3.2-3.7-1.6-6-5t-2.3-7.6q0-3.7 1.9-6.9t5-5 6.9-1.9 6.9 1.9 5 5 1.8 6.9z"/></svg></span></a></li></ul></div><p>Der Beitrag <a href="https://verstehepferde.de/futter-beziehung-pferdetraining/">Futter als Beziehungsbasis mit dem Pferd &#8211; echt jetzt?</a> erschien zuerst auf <a href="https://verstehepferde.de">Pferde verstehen</a>.</p>
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		<title>Reiten oder Bodenarbeit: Probleme lösen mit guten Gewohnheiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Aug 2023 13:11:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Aufhalftern]]></category>
		<category><![CDATA[Aufsteigen]]></category>
		<category><![CDATA[Ausreiten]]></category>
		<category><![CDATA[Gewohnheiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hast du Probleme beim Reiten? Bei der Bodenarbeit? Missverständnisse? Unklarheiten? Du denkst, deine Hilfen passen, aber trotzdem macht dein Pferd nicht, was du gern willst? Vielleicht liegt die Ursache in schlechten Gewohnheiten. Gewohnheiten und Routinen können, wenn wir sie intelligent einsetzen, die Beziehung und das Verständnis fördern und sind damit…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-1024x683.jpg" alt="Nahaufnahme einer Reiterin auf dem Pferd - gute Gewohnheiten ermöglichen harmonisches Reiten." class="wp-image-5191" style="width:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-2048x1365.jpg 2048w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gutes Horsemanship, egal ob im Sattel oder vom Boden, basiert auf vielen sinnvollen Gewohnheiten. So kann man Problemen mit dem Pferd vorbeugen &#8211; oder sie lösen. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<p>Hast du Probleme beim Reiten? Bei der Bodenarbeit? Missverständnisse? Unklarheiten? Du denkst, deine Hilfen passen, aber trotzdem macht dein Pferd nicht, was du gern willst? Vielleicht liegt <strong>die Ursache in schlechten Gewohnheiten</strong>. </p>



<p><strong>Gewohnheiten und Routinen</strong> können, wenn wir sie intelligent einsetzen, die <strong>Beziehung und das Verständnis fördern</strong> und sind damit ein wichtiger Grundstein für gutes Horsemanship.</p>



<p>Unklug oder unbedacht angewandt, können sie unser Training aber auch torpedieren. Denn <strong>Pferde sind Meister darin, Muster zu erkennen</strong> und sie zusammenzufügen. Und so kann es passieren, dass sie Puzzleteile auf eine Art und Weise kombinieren, wie wir das nicht unbedingt wollen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Gute Gewohnheiten = gutes Horsemanship</h2>



<p>Hast du deine Routinen gut durchdacht und sind sie sinnvoll, dann kannst du damit dein Horsemanship leicht aufs nächste Level heben. Denn sobald du eine Gewohnheit drin hast, musst du nicht mehr über deine Handlungen nachdenken. <strong>Du tust dann automatisch etwas für gutes Horsemanship</strong>, ohne dich aktiv darum bemühen zu müssen. Gute Gewohnheiten sind wie Guthaben auf deinem Horseman-Konto, das du einfach ansparen kannst. Deswegen nutze jede Gelegenheit. </p>



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<figure class="aligncenter size-medium"><a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="300" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg" alt="Buchcover Taschenbuch zum gebisslosen Reiten: &quot;Natürlich gebisslos - Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&quot;" class="wp-image-5737" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-1024x1024.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-150x150.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-768x767.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-600x600.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl.jpg 1043w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure></div>


<p>Hier findest du mein Buch: <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><strong>Natürlich gebisslos: Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen*</strong></a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Gute Gewohnheiten am Pferd in der Praxis</h2>



<p>Leicht gesagt, aber nicht so leicht getan? Doch. Ich beschreibe dir jetzt einige Situationen aus unserem Alltag, die deutlich machen, wie die PN <strong>Schlüsse aus regelmäßigen Abläufen </strong>zieht &#8211; erwünschte und weniger erwünschte &#8211; und was genau ich tun kann bzw. getan habe, damit er die richtigen Ideen entwickelt und falsche ablegt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-1024x683.jpg" alt="Eine Reiterin streichelt ihr stehendes Pferd im Abendlicht - gute Gewohnheiten am Pferd machen Mensch und Pferd zufrieden." class="wp-image-5196" style="width:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96.jpg 1086w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gute Gewohnheiten und gutes Horsemanship machen Pferd und Mensch zufrieden. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Aufhalftern und Auftrensen: Das Pferd streckt den Kopf in die Luft</h3>



<p>Unser Aufhalftern sieht so aus: Die PN kommt, ich streichle ihn und stelle mich neben seine linke Schulter. <strong>Mein rechter Arm greift über seinen (tiefen) Hals nach dem Nackenstück des Knotenhalfters</strong>. Ich fädele das Knotenhalfter mit beiden Händen über seine Nase und <a href="https://verstehepferde.de/knotenhalfterkunde/">fixiere die Knoten</a>. Dabei stehe ich nicht unter seinem Hals, sondern stets daneben. Zum einen, weil ich zu faul bin, mich fürs Aufhalftern oder Auftrensen zu strecken, zum anderen, weil das einfach keine gute Angewohnheit ist.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich <strong>werfe dem Pferd nicht das Genickstück des Knotenhalfters über den Hals</strong>, weil das sprichwörtlich ins Auge gehen kann.</li>



<li>Ich will, dass das Pferd den Kopf senkt &#8211; also stelle ich mich nicht unter den Hals des Pferdes, weil es dann dazu gezwungen ist, ihn anzuheben und damit habe ich das Gegenteil von dem erreicht, was ich eigentlich will. Pferdertrainer Warwick Schiller demonstriert das anschaulich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=tyMoCVzqgQE">in diesem Video</a> (auf Englisch).</li>
</ul>



<p><strong>Junge Pferde werden mit tiefem Kopf beim Aufhalftern optimal auf das Auftrensen vorbereitet</strong>, weil sie gar keine andere Art kennengelernt haben. Wiederholt man das tiefe Aufhalftern jedes Mal, kann sich das Pferd angehalten sehen, selbst mitzuhelfen. Es steckt dann die Nase ins Halfter &#8211; oder bei uns das Bosal -, weil es weiß, was als nächstes kommt (und weil es weiß, was seine Aufgabe ist bzw. von ihm erwartet wird). So können wir uns das (sonst gefürchtete) Vorausnehmen von Hilfen oder Aufgaben zu Nutze machen. <a href="https://youtu.be/o9d3foBUzr8">Hier kannst du dir ein Video anschauen, wie das Aufzäumen mit dem Bosal</a> bei uns aussieht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-683x1024.jpg" alt="Eine gute Gewohnheit am Pferd ist das korrekte Aufhalftern mit dem Knotenhalfter." class="wp-image-5189" style="width:342px;height:512px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-1024x1536.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">So sieht richtiges Aufhalftern mit dem Knotenhalfter aus: Das Pferd hat den Kopf tief und dreht ihn in meine Richtung. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Reiten: Das Pferd zieht zum Tor </h3>



<p><strong>Zieht dein Pferd beim Reiten zum Tor oder zum Eingang der Halle?</strong> Kenne ich. Bei uns war das ein Problem, das ich selbst erschaffen habe: Einer unser Deals ist &#8222;brave Pferde bekommen Gras&#8220;. Das hat positive Seiten, aber auch negative. Wenn wir unterwegs sind, weiß die PN, dass er früher oder später fressen darf. Saftiges Gras. Viel leckerer als das überständige auf der Koppel. So habe ich ganz unkompliziert von Anfang an einen Anreiz gesetzt, dass es sich lohnt mit mir Zeit zu verbringen. </p>



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<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/horsemanship?ref=9"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="450" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/Pferdefluesterei-Banner-B600xH450_02.jpg" alt="" class="wp-image-4961" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/Pferdefluesterei-Banner-B600xH450_02.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/Pferdefluesterei-Banner-B600xH450_02-300x225.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/Pferdefluesterei-Banner-B600xH450_02-150x113.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></figure></div>


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<p>Allerdings habe ich den Ort des Grasfressens nicht immer besonders intelligent gewählt. Früher ließ ich die PN <strong>direkt nach dem Reiten außerhalb des Reitplatzes fressen</strong> &#8211; weil es bequem ist und das Gras dort eh von Pferden gemäht werden muss. Das führte dazu, dass er schon <strong>während des Reitens einen sehr starken Drall zum Tor </strong>entwickelte &#8211; denn da ist ja das Gras. Seitdem gibt&#8217;s nach dem Reiten rund um den Platz kein Gras mehr. Stattdessen gehen wir raus und<strong> grasen den Grünstreifen entlang weg vom Stall</strong>. Das hat den Charme, das Losreiten beim Ausreiten zu beschleunigen, da der Weg positiv besetzt wurde. </p>



<p>Wenn die PN etwas Besonders gut gemacht hat, <strong>belohne ich ihn mit unmittelbarem Absteigen</strong>. Schon allein deswegen ist der Ort des Absteigens bei uns nie der Gleiche. Auch hier gilt: Steigst du jedes Mal am Tor ab, wird dein Pferd möglicherweise eine starke Anziehung dorthin entwickeln und freiwillig anbieten, dorthin zu gehen. Verstärkt. Bei jeder Gelegenheit. Immer wieder. Da das Tor per se ein Magnet sein kann &#8211; schließlich geht&#8217;s da durch, wenn die Einheit zu Ende ist und Futter und Kumpels warten -, machst du es für dein Pferd noch unwiderstehlicher. Driftende Pferde zu reiten macht einfach keinen Spaß. Deswegen: Plane deine Einheiten entsprechend und <strong>steige nicht am Tor ab</strong>. Gib auch die <strong>Stehpausen während deiner Reiteinheit am besten an unterschiedlichen Orten</strong>. </p>



<p>Übrigens: Wenn dein Pferd zum Tor zieht, heißt das, dass dein Reiten aus Pferdesicht furchtbar ist? Nicht zwangsläufig. Es heißt, dass dein Pferd gern Feierabend oder etwas anderes machen würde.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_ca5-683x1024.jpg" alt="Reiterin trägt Equipment weg, während das Pferd am Sand schnüffelt, um sich zu wälzen. Strategisches Absitzen ist eine weitere gute Gewohnheit am Pferd." class="wp-image-5194" style="width:342px;height:512px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_ca5-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_ca5-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_ca5-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_ca5.jpg 724w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Absteigen und absatteln ist für das Pferd eine Belohnung &#8211; wenn wir das strategisch tun, fördern wir das gewünschte Verhalten, weil das Pferd schnell merken wird, was es genau getan hat, bevor der Mensch abgestiegen ist. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Aufsteigen: Das Pferd läuft sofort los</h3>



<p>Eine gute Gewohnheit ist, <strong>nach dem Aufsteigen nicht sofort loszureiten</strong>. Nimmt das Pferd das vorweg und setzt es sich in Bewegung, bevor wir im Sattel sitzen, machen wir unfreiwillig Gymnastik, um unsere Bewegung mit der unerwarteten des Pferdes auszubalancieren und zu koordinieren. Hier können die dämlichsten (und gefährlichsten Unfälle passieren).</p>



<p>Um das zu verhindern, soll das Pferd nicht lernen, dass es direkt nach dem <a href="https://verstehepferde.de/problemebeimaufsteigen/">Aufsteigen </a>sofort los geht. Deswegen lassen wir es <strong>erst einmal für eine Weile stehen, sobald wir im Sattel sitzen</strong>. Oder wir<strong> reiten rückwärts los oder drehen die Vorhand oder die Hinterhand</strong>. Hauptsache, kein gerades Vorwärts. Eine gute Variante ist ebenfalls, mal <strong>von rechts aufzusteigen</strong>. Das wird dem Pferd jede Menge zu denken geben, da es damit nicht rechnet (zumindest dann nicht, wenn du sonst immer von links aufsteigst). Und dir auch. Wenn du nicht sicher bist, ob du das koordiniert bekommst, dann übe das Aufsteigen von rechts am toten Objekt. Ich habe dafür tatsächlich ein Panel bei uns im Stall genutzt. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-1024x683.jpg" alt="Eine Reiterin versucht vom Aufsteigeblock auf ihr Pferd zu klettern - ein Beispiel für keine gute Gewohnheit am Pferd." class="wp-image-5192" style="width:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Aufsteigen &#8211; so nicht. Aufs Pferd zu kommen sollte keine Akrobatik sein. Außerdem zieht man so den Sattel zur Seite. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Aufsteigen draußen: Das Pferd lässt es nicht zu</h3>



<p>Das <strong>Aufsteigen soll für das Pferd kein großes Ding</strong> sein. Deswegen ist es sinnvoll, nicht nur am Anfang und am Ende der Reiteinheit abzusteigen, sondern auch mal zwischendrin. Und auch nicht immer an der gleichen Stelle und auch nicht immer vom Aufsteigeblock. So verbindet das Pferd mit dem Aufsteigen nicht Arbeit und mit dem Absteigen Pause (dann kann es nämlich passieren, dass es beschließt den Reiter nicht mehr aufsitzen zu lassen, weil in seiner Wahrnehmung die Arbeit ja bereits beendet ist). Stattdessen ist das <strong>Auf- und Absteigen einfach eine weitere Lektion</strong>, sagen wir wie Schulterherein. Ich steige vom Block auf &#8211; wobei ich die verschiedenen Stufen nutze -, ich klettere vom Tor auf den Rücken der PN oder vom Mäuerchen in der Liegehalle oder draußen von einer Böschung. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Ausreiten: Das Pferd beschleunigt Richtung Stall</h3>



<p>Bei uns gab&#8217;s von Anfang an keine Ausreitrunden mit aufsteigen am Stall, losreiten, zurückkommen, absteigen am Stall. Je nachdem wie das Pferd drauf ist und wie viel Erfahrung es hat, kann man sich hier mit ganz normal erscheinenden Routinen Probleme züchten: Vielleicht <strong>will das Pferd erst nicht vom Stall alleine weg</strong>, weil es sich mit den anderen wohler fühlt, <strong>vielleicht wird das Pferd eilig</strong>, sobald es merkt, dass man auf dem Heimweg ist oder es bestimmt selbst, dass jetzt galoppiert wird, weil auf dieser Strecke immer Galopp angesagt ist. Kaum ist es am Stall angekommen, wird abgesattelt und gefüttert. Damit ist das Zuhause noch mehr eine Belohnung als eh schon und der Reiz, auf dem Heimweg Gas zu geben, steigt aus Pferdesicht weiter.</p>



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<p class="has-text-align-center"><a rel="sponsored" href="https://www.awin1.com/cread.php?s=3464378&amp;v=14361&amp;q=376832&amp;r=635314">
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</a></p>



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<p>Mit diesen Gewohnheiten haben wir <strong>das Ausreiten verbessert</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die PN liebt es draußen zu sein, aber am Besten mit Mensch zu Fuß, weil man sich bei Bedarf hinter dem verstecken oder den vorschicken kann, so dass er zuerst gefressen wird. <strong>Wir sind also oft zu Fuß mit <a href="https://verstehepferde.de/ausruestung-fuer-pferd-und-mensch/#Ropes_Seile_und_Lasso">Lasso</a> unterwegs</strong>. Für uns war das eine <strong>sehr gute Vorbereitung fürs Ausreiten</strong>, weil er die Wege so schon kennengelernt hat. </li>



<li>Für die PN macht es einen großen Unterschied, ob ich zu Fuß mitlaufe oder drauf sitze. Wenn ich reite, fehlt der Mensch zum Folgen und man muss an gruseligen Situationen (ohne Genehmigung geparkte Autos! Ohne Erlaubnis im Wind raschelnde Hecken! Ohne Einwilligung herumhüpfende Rehe! Widerrechtlich herumspringende Hasen! Nicht konforme Maisfeldenden!) zuerst bzw. allein vorbei. Dieses Vorgehen <strong>übe ich immer mal wieder vom Boden, indem ich ihn die Führung übernehmen</strong> lasse.<a href="https://youtube.com/shorts/iq6DhG9MzpE?feature=share"> Hier kannst du dir das in einem Video ansehen</a>. </li>



<li>Kann oder will er an etwas partout nicht vorbei gehen, steige ich ab, führe ihn daran vorbei &#8211; was immer geht &#8211; und steige danach wieder auf. Deswegen ist es wichtig, dass <strong>das Aufsteigen fürs Pferd draußen auch an unterschiedlichen Stellen kein Problem</strong> ist. Da wir noch nie eine feste Aufsteigroutine hatten &#8211; also Auf- und Absteigen immer an der selben Stelle &#8211; war das Aufsteigen draußen für die PN noch nie ein Thema. Das Problem war eher ich, weil ich ohne den bequemen Aufsteigeblock hoch musste. </li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-1024x683.jpg" alt="Eine Reiterin führt ihr gesatteltes Pferd auf einem Feldweg. Gezieltes Führen ist ebenfalls eine gute Gewohnheit im Umgang mit Pferden." class="wp-image-5193" style="width:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Reiter geht zu Fuß. Ja. Für das Pferd kann draußen geführt statt geritten zu werden eine echte Hilfe sein. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ab und an begleiten mich mein Freund oder meine Familie beim Ausreiten. Das war gerade am Anfang  super hilfreich, weil die PN dann wieder jemanden zum Folgen hatte. Da ich zu Pferd aber schneller bin als Fußgänger, <strong>drehe ich hin und wieder um und reite ihnen wieder entgegen</strong>. Oder mache Pausen und lasse die PN fressen. So hat er von Anfang an gelernt, <strong>dass wir nicht auf eine Richtung oder eine Runde festgelegt </strong>sind.</li>



<li><strong>Graspausen zwischendrin schaffen Gemütlichkeit</strong> und verhindern, dass es die PN nach Hause zieht. Ich lasse ihn beim Ausreiten deswegen stets draußen fressen &#8211; das würde ich allerdings nur mit einem Pferd empfehlen, das keine Probleme damit hat, wenn der Mensch es auffordert vom Gras wieder abzulassen. </li>



<li>Je öfter wir draußen waren, desto besser ließ sich die PN vom Stall wegreiten. Manchmal lasse ich ihn auch <strong>vom Stall weggrasen und steige dann etwas entfernt auf </strong>(weil da eine kleine Senke ist, so dass ich besser hoch komme). Unterm Strich habe ich so ein eher zögerliches Wegreiten vom Stall in ein fröhliches, freies Vorwärts verwandelt.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Füttern: Das Pferd drängelt</h3>



<p>Nach getaner Arbeit bekommt die PN Futter aus der Futterschüssel. Die stelle ich ihm immer <strong>direkt vor die Vorderbeine, so dass er stets einen oder zwei Schritte zurück treten</strong> muss, um mit dem Fressen beginnen zu können. Auf die Art und Weise baue ich elegant <strong>ein kleines Weichen lassen</strong> in die Routine ein und verhindere, dass sich Angewohnheiten wie nach vorn drängeln oder Ohren anlegen einstellen.</p>



<p>Die PN hat sich angewöhnt, sich schonmal an den Platz zu stellen, wo er fast immer gefüttert wird, sobald ich das <a href="https://verstehepferde.de/gebisslos-reiten-mit-bosal-die-gruende/">Bosal</a> abgemacht habe. Ich habe das einmal nicht korrigiert und zack, schon marschiert er ab und stellt sich demonstrativ hin, mit aufforderndem Blick, jetzt doch bitte die Mahlzeit zu servieren. Das ist zwar nicht besonders gehorsam, aber irgendwie recht schlau. Denn der nächste Schritt nach Bosal weghängen ist eben immer die Futterschüssel zu bringen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Bodenarbeit: Das Pferd hält lieber an statt sich zu versammeln</h3>



<p>Die PN hat gelernt, ihre Tritte im Trab zu verkürzen, so dass ich ihn <strong>versammeln und daraus wieder ins Vorwärts schicken</strong> kann &#8211; unterm Sattel und im Freilauf bzw. am Seil. Beim Üben im Roundpen schlich sich dabei zunächst unbemerkt eine <strong>gewisse Reihenfolge ein: flotter Trab, Trab verkürzen, anhalten, Pause.</strong> Irgendwann stellte ich fest, dass die PN statt kurzer Tritte immer gleich das Anhalten anbot: Er war der Meinung, dass man sich den versammelten Trab ja sparen kann, wenn danach das Anhalten kommt und dann die erhoffte Pause. <strong>Dieses Missverständnis beruhte also nicht auf falschen Hilfen oder mangelnder Kommunikation, sondern auf einem ungünstigen Aufbau des Trainings</strong>. Seitdem variiere ich die Reihenfolge, so dass er auf mich wartet. Im Prinzip v<strong>erstärken wir mit der Pause stets das, was direkt davor kommt</strong>. Das Pferd wird sich das merken und vermehrt zeigen oder anbieten wollen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="635" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133-1024x635.jpg" alt="Ein Pferd trabt im Freilauf." class="wp-image-5214" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133-1024x635.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133-300x186.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133-768x476.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133-150x93.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133.jpg 1126w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Verkürzter Trab im Roundpen. Foto: Nadja</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Hufbearbeitung: Das Pferd zieht den Huf vom Bock</h3>



<p>Wahrscheinlich kennst du das: <strong>Du kratzt die Hufe aus</strong> und bewegst dich dabei einmal um dein Pferd herum. In dem Moment, wenn du den Vorderhuf auf einer Seite abstellst, winkelt dein Pferd vielleicht schon das Hinterbein der gleichen Seite an &#8211; es denkt mit und voraus, weil es weiß was kommt und arbeitet in unserem Sinne mit. </p>



<p>Das Mitdenken bzw. Vorausnehmen kann aber auch nerven: Wenn ich der PN früher den Huf auf den Hufbock gestellt habe (ja, ich bearbeite die Hufe teilweise selbst)<strong> zog er das Bein immer schon weg, wenn er der Meinung war, dass ich fertig bin</strong> &#8211; nämlich dann, wenn ich die Raspel abgesetzt habe. Weil dem geplanten Abstellen des Beins eben stets mein Absetzen der Raspel voraus ging. Auch das ist ein unerwünschtes Verhalten, weil es nervt und auch einfach dumm laufen kann, wenn der Huf unkontrolliert vom Bock rutscht. Wie löst man das? Ich habe statt einmal am Stück zu raspeln den Vorgang in viele kleine aufgeteilt mit minimalsten Pausen dazwischen, so dass die PN verstanden hat, dass es nach der Raspelunterbrechung eben doch wieder weiter geht. So wartet er auf mich, bis ich seinen Huf vom Bock hebe.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Tricks: Das Pferd wartet nicht auf Kommandos</h3>



<p>Aktuell lernt die PN, <strong>die Vorderbeine vorn raus zu stellen und sich zu dehnen</strong> (eine Vorübung fürs <strong>Kompliment</strong>). Dafür bekommt er <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/gesunde-leckerli?ref=9">Leckerli</a>* in rauen Mengen (die sind notwendig, um ihn vom Schummeln wie Hinterbein vor- oder Vorderbein wieder zurückzustellen abzuhalten) &#8211; und das meistens an zwei Orten, abhängig davon, ob es regnet oder die Sonne scheint. Er hatte in kürzester Zeit raus, wo genau ich die Leckerli richte und geht jetzt zielstrebig dorthin &#8211; drinnen wie draußen &#8211; um zu checken, ob da nicht welche liegen. Da ich aktuell nur diese eine Sache übe, wartet er auch gar nicht mehr auf mein Kommando (&#8222;vor&#8220; und ein Zeigen auf das Bein), sondern <strong>stellt seine Vorderbeine von selbst vor, um danach Leckerli einzukassieren</strong>. Auch das ist ein Beispiel dafür, wie genau Pferde sich Reihenfolgen merken können. Ich denke, dass ich in seiner Wahrnehmung bei dieser Übung wirklich der Leckerlispender bin. Ich weiß auch, dass das so nicht im Sinne des Erfinders ist und ich keine Signalkontrolle habe, aber das ist mir in diesem Zusammenhang egal (das ist jetzt keine Empfehlung zum schlampigen Tricktraining).</p>



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<figure class="aligncenter"><a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/gesund-futter?ref=9" rel="nofollow"><img decoding="async" src="https://www.affiliatly.com/affiliate_files/banners/11897/Pferdefluesterei-Banner-B300xH250_20.jpg" alt=""/></a></figure></div>


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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Hier habe ich ausführlich übers <a href="https://verstehepferde.de/problemebeimaufsteigen/">Aufsteigen</a> geschrieben.</p>



<p>Hier geht&#8217;s darum, <a href="https://verstehepferde.de/knotenhalfterkunde/">wie man das Knotenhalfter richtig knotet</a>.</p>



<p>Und hier schreibe ich über <a href="https://verstehepferde.de/das-todbringende-knotenhalfter/">die richtige Anwendung des Knotenhalfters</a>.</p>


<p >Keine Produkte gefunden.</p>



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		<title>Aminosäuren fürs Pferd? Dann ist eine Zufütterung sinnvoll</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jun 2023 06:47:22 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Aminosäuren]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdegesundheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aminosäuren fürs Pferd - wieso überhaupt zufüttern? In diesem Interview spreche ich darüber mit den Gründern des Start-ups Amino Horse.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_8600-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-5145" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_8600-1024x768.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_8600-300x225.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_8600-768x576.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_8600-1536x1152.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_8600-2048x1536.jpg 2048w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_8600-150x113.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Pferdefell vor Himmel. Foto: Nadja</p>



<p>Letztes Jahr habe ich der PN ab dem Frühjahr <strong>Aminosäuren zugefüttert</strong> &#8211; wir waren Produkttester. Ich fand, dass er in der Zeit sehr gut durch die Fellwechsel gekommen ist; außerdem hatte ich den Eindruck, dass es seiner Haut gut getan hat: Die PN neigt zur Krustenbildung als Reaktion auf Insekten und sonstige Viecher &#8211; die Verkrustungen gingen deutlich zurück. </p>



<p>Jetzt sind die <strong>Aminosäuren fürs Pferd</strong> als <a href="https://aminohorse.de/">Aminosäuren Basismix</a> auf dem Markt, hergestellt vom Start-up Amino Horse: Ich habe mich mit den Gründern, Ralf und Hero, unterhalten.</p>



<h3 class="wp-block-heading has-text-color has-background" style="color:#3b2901;background-color:#cb5920"><strong>Die Gründer von Amino Horse</strong></h3>



<p class="has-text-color has-background" style="color:#3b2901;background-color:#cb5920"><strong>Hero Merkel</strong>, 27, trainiert Pferde für Shows und Films und gibt Online-Kurse.&nbsp;<br><strong>Ralf Stüber</strong>, 29, ist Chemielaborant und Chemiker, er arbeitet für das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) an der Universität Karlsruhe. Ralf ist mit Pferden groß geworden und lebt gemeinsam mit Hero auf einem kleinen Pferdehof.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/XT42093-683x1024.jpg" alt="Ralf und Hero haben den Amino Horse Basismix entwickelt, Aminosäuren fürs Pferd in Reinform." class="wp-image-5137" style="width:512px;height:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/XT42093-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/XT42093-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/XT42093-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/XT42093-1024x1536.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/XT42093-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/XT42093.jpg 1365w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ralf Stüber und Hero Merkel. Foto-Credit: Ralf Stüber</figcaption></figure>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Ihr bietet seit kurzer Zeit einen Aminosäuren-Mix für Pferde an. Wie kam es dazu?</strong></h5>



<p><strong>Hero</strong>: Meine Knabstrupperstute Selma, eines meiner Stuntpferde, baute nach der Geburt ihres Fohlens muskulär stark ab, obwohl sie viel gefressen hat und an sich auch nicht schwerfuttrig ist. Außerdem fing sie an zu ticken. Wir waren verzweifelt, es ging ihr so schlecht, dass wir zeitweise sogar das Fohlen von ihr trennen mussten, obwohl wir das auf jeden Fall vermeiden wollten. Der Tierarzt checkte sie durch, hat aber nichts gefunden. Selma hat PSSM1, das Polysaccharid-Speicher-Myopathie-Syndrom. In einem Nebensatz fiel dann der Hinweis, dass es ein <strong>Aminosäurenmangel</strong> sein könnte. Wir haben dann Aminosäuren als Pellets zugefüttert und damit wurde ihr Zustand nach wenigen Tagen deutlich besser. Sie fraß weniger Heu, hat wieder zugenommen und ging wieder klar. In ihrem Fall äußerte sich der Aminosäurenmangel als muskuläres Problem.&nbsp;</p>



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<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Wir wollten einen Aminosäurenmix für Pferde ohne Zusatzstoffe entwickeln</p>
</blockquote>



<p><strong>Ralf</strong>: Im Nachhinein war es logisch: Eine Stute in Laktation, das heißt, die ein Fohlen säugt, hat im Vergleich zu einem normalen Pferd e<strong>inen fast fünffach höheren Bedarf an Aminosäuren</strong>. Die Literatur geht bei einer 500 kg schweren Stute von 61 Gramm pcvLysin/Tag aus (Pferdefütterung, Manfred Coenen, 6. Auflage, Seite 91). Im Vergleich zu 13g pcvLysin/Tag bei einem Pferd im Erhaltungsstoffwechsel (Pferdefütterung, Manfred Coenen, 6. Auflage, Seite 79). Die Gesamtproteinmenge wird mit bis zum 1,3 bis zweifachen angegeben. Es muss also stark lysinhaltiges Futter verabreicht werden. <strong>Die Stute wurde also regelrecht leergezogen und konnte ihren eigenen Bedarf nicht mehr decken</strong>. Um das Fohlen ausreichend zu versorgen, gleichzeitig die Organe zu schützen und die verfügbaren Aminosäuren für die lebenserhaltenden Funktionen einzusetzen, werden deshalb Muskeln abgebaut.&nbsp;</p>



<p><strong>Hero</strong>: Selma hat allerdings wieder aufgehört, die Aminosäuren-Pellets zu fressen. Wegen ihres PSSM war ich sowieso nicht glücklich damit, Pellets zu geben. <strong>Wir wollten die Aminosäuren lieber in Reinform füttern</strong>, um besser kontrollieren zu können, was das Pferd zu sich nimmt.</p>



<p><strong>Ralf</strong>: <strong>In den gängigen Produkten sind in der Regel Füllstoffe beigemischt</strong> &#8211; Molkepulver, Trester, Leinsamenkuchen oder Soja und Zucker. Also haben wir angefangen zu recherchieren, um einen <strong>Aminosäuren-Mix ohne Zusatzstoffe</strong> zu entwickeln.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://aminohorse.de/" rel="https://aminohorse.de/"><img loading="lazy" decoding="async" width="885" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-20230430_164051-885x1024.jpg" alt="Gras ist eine gute Quelle für Aminosäuren fürs Pferd - der Amino Horse Basismix ebenfalls." class="wp-image-5140" style="width:664px;height:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-20230430_164051-885x1024.jpg 885w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-20230430_164051-259x300.jpg 259w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-20230430_164051-768x889.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-20230430_164051-1327x1536.jpg 1327w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-20230430_164051-1769x2048.jpg 1769w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-20230430_164051-130x150.jpg 130w" sizes="auto, (max-width: 885px) 100vw, 885px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Gras ist eine gute Quelle für Aminosäuren fürs Pferd &#8211; der Amino Horse Basismix ebenfalls. Foto: Ralf Stüber</figcaption></figure>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wie genau habt ihr den Aminosäuren-Mix entwickelt?</strong></h5>



<p><strong>Ralf</strong>: Ich habe recherchiert, mir die relevanten wissenschaftlichen Veröffentlichungen besorgt und mich eingelesen. Als Chemiker habe ich keine Probleme, die Literatur zu verstehen. Dann haben wir uns andere Produkte und deren Zusammensetzung angesehen. <strong>Final haben wir ein Konzept fürs Pferd entwickelt</strong>, die Komponenten 100-grammweise in handelsüblichen Größen gekauft, gemischt und unseren Pferden gefüttert. Allerdings hatten wir dann sehr viele Tütchen hier herumliegen. Also haben wir begonnen, direkt im Großhandel einzukaufen.&nbsp;</p>



<p><strong>Hero</strong>: Selma hat die Pellets sehr schlecht gefressen. Das Pulver pur hat sie aber gut angenommen und auch aus der Hand geleckt.</p>



<h3 class="wp-block-heading has-text-color has-background" style="color:#3b2901;background-color:#cb5920">Aminosäuren und ihre Funktion</h3>



<p class="has-text-color has-background" style="color:#3b2901;background-color:#cb5920"><strong>Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine, der Eiweiße</strong>. Sie reihen sich in Ketten aneinander, um Eiweiße zu bilden und sind für verschiedene Prozesse im Körper &#8211; Muskelaufbau, Proteinsynthese und Regeneration&nbsp;&#8211; sehr wichtig.&nbsp;<br><strong>Über die Schleimhaut des Dünndarms gelangen sie ins Blut</strong> und werden dorthin transportiert, wo sie gebraucht werden – Sehnen, Organe, Muskeln, Haut und Haar. Bis auf Knochen sind Proteine fast überall im Körper zu finden.&nbsp;<br>Es gibt <strong>21 erstlimitierende Aminosäuren und zehn essenzielle Aminosäuren</strong>.<br><strong>Essenziell bedeutet</strong>, dass der Körper sie nicht selbst bilden kann; essenzielle Aminosäuren müssen daher über die Nahrung aufgenommen werden. Wenn eine essenzielle Aminosäure nicht in ausreichender Menge vorhanden ist, wird sie zu einer sogenannten <strong>erstlimitierenden Aminosäure</strong>: Der Körper kann sie nicht wie benötigt für den Aufbau neuer Proteine nutzen – es hilft auch nicht, dass alle anderen Aminosäuren in ausreichender Menge vorhanden sind. <strong>Die erstlimitierende Aminosäure ist damit die knappste Ressource</strong>, ihr Mangel führt dazu, dass auch die anderen Aminosäuren nicht mehr richtig verstoffwechselt werden können. Lysin ist beim Pferd häufig die erstlimitierende Aminosäure (HINTZ, 1994; BREGA, 2005), gefolgt von Methionin und Threonin (GRAHAM et al., 1994; BREGA, 2005).</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Welche Probleme in der Fütterung können einen Aminosäurenmangel verursachen?</strong></h5>



<p><strong>Ralf</strong>: <strong>Die Heuqualität spielt eine große Rolle</strong>, schließlich ist Heu das Grundnahrungsmittel für Pferde. Wenn es vor der Ernte eine Dürre gab, hat das Heu in der Regel viel Zucker, aber wenig Eiweiß – das war in den letzten Jahren der Fall. Heu, das nach der Blüte geschnitten wird, ist ebenfalls ärmer an Inhaltsstoffen. <strong>Gras ist eine gute Quelle für Aminosäuren</strong> mit einer besseren Verfügbarkeit als im Heu. Das ist faserig und trocken und der Aufschluss erfolgt schlechter. Aber nicht alle Pferde stehen heute 24/7 auf der Koppel und manche können das auch nicht, weil sie sonst zu dick werden.</p>



<p><strong>Hero</strong>: <strong>Es ist schwierig den Bedarf an Aminosäuren nur über das Heu zu decken</strong> – bei uns kommt hinzu, dass wir überständiges Heu in der Samenreife füttern, um den Zuckergehalt zu reduzieren. Viele Freizeitpferde, die nur mäßig gearbeitet werden, erhalten außerdem kein Kraftfutter und müssen die Aminosäuren dann anderweitig zu sich nehmen. Selma bekommt als PSSM-Pferd auch kein Kraftfutter oder Müsli.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Aminosäuren unterstützen beim Muskelaufbau und der Regeneration</p>
</blockquote>



<p><strong>Ralf</strong>: <strong>Generell enthält pflanzliches Eiweiß, also das, was Pferde fressen, recht wenig Aminosäuren</strong>. Auch Getreide enthält Lysin und Methionin nur in geringer Menge. Deswegen ist es schwierig, das Level an Lysin, Methionin und Threonin zu halten. Ein Pferd hat einen hohen Bedarf an Aminosäuren – etwa 50 Gramm am Tag. Es benötigt täglich 320 Gramm präzäkal, das heißt im Dünndarm verdauliches Rohprotein (PVCRP). Ein Pferd im Erhaltungsstoffwechsel, das 24/7 auf einer Weide mit gutem Bewuchs steht, kann aufgrund des guten Aminosäureprofils und der guten Aufschließbarkeit durch Auskauen und somit Dünndarmverfügbarkeit der Proteine seinen Aminosäurebedarf decken.</p>



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<h5 class="wp-block-heading"><strong>Was genau bringt die Zufütterung mit Aminosäuren?</strong></h5>



<p><strong>Ralf</strong>: Durch die<strong> Gabe von Aminosäuren kann man die Proteinverwertung verbessern und den Stoffwechsel entlasten</strong>. Sie unterstützen beim Muskelaufbau und -erhalt und der Regeneration. Ein Mangel kann damit ausgeglichen werden: Proteine werden aufgenommen und zu Aminosäuren aufgespaltet, um neue Muskeln zu bilden. Fehlt jetzt die erstlimitierende Aminosäure, gehen die für den Muskelaufbau notwendigen Aminosäuren in den Energiestoffwechsel und werden als Harnstoff ausgeschieden – auch, wenn sie eigentlich gebraucht werden. Studien haben gezeigt, dass bei der Gabe von Aminosäuren der Harnstoff im Urin sogar sinkt.</p>



<p><strong>Hero</strong>: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die <strong>Pferde schon bei leichtem Training lockerer und geschmeidiger</strong> werden, der Muskelaufbau geht schneller und sie benötigen weniger Erholungszeit.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://aminohorse.de/" target="_blank" rel="https://aminohorse.de/ noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="724" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-Logo-Ralf_V2-724x1024.jpg" alt="Amino Horse Logo" class="wp-image-5138" style="width:362px;height:512px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-Logo-Ralf_V2-724x1024.jpg 724w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-Logo-Ralf_V2-212x300.jpg 212w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-Logo-Ralf_V2-768x1086.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-Logo-Ralf_V2-1087x1536.jpg 1087w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-Logo-Ralf_V2-106x150.jpg 106w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-Logo-Ralf_V2.jpg 1240w" sizes="auto, (max-width: 724px) 100vw, 724px" /></a></figure>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Zurück zu eurem Produkt: Wie kam es zur Professionalisierung mit Shop und Verkauf?&nbsp;</strong></h5>



<p><strong>Hero</strong>: Uns hat es sehr beschäftigt, dass es Selma so schlecht ging und wir haben viel darüber gesprochen, auch mit Freunden und uns überlegt, was wir tun können. Entsprechend kamen dann auch Nachfragen, was wir genau gefüttert haben und Reaktionen darauf, dass es ihr besser ging. Auch bei den anderen Pferden ergaben sich Gespräche, weil sie besser aussahen.&nbsp;</p>



<p><strong>Ralf</strong>: Wir haben also gemerkt, dass Interesse da ist. Deswegen haben wir beschlossen, <strong>den Aminosäuren-Mix auch zu verkaufen</strong>. Jetzt im Mai 2023 ist unser <a href="https://aminohorse.de/">Online-Shop</a> an den Start gegangen.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Rezeptur: Was steckt drin im Aminosäuren-Basismix für Pferde?</strong></h5>



<p><strong>Ralf</strong>: <strong>Die Rezeptur folgt dem Idealproteinkonzept fürs Pferd</strong>. Jeder Säuger hat eine gewisse Menge an Aminosäuren, die er benötigt und die beim Supplementieren das Profil mit der größten Wirkung ist: Der Basismix enthält 50% L-Lysin, 30% L-Threonin und 20%&nbsp;L-Methionin.</p>



<p>In unserem Basismix stecken <strong>100 Prozent pure Aminosäuren</strong> – keine Zusätze, Streckmittel oder Füllstoffe wie Reis- und Sojabohnenextrakte, Trester oder was auch immer. <strong>Die rein kristallinen, bioaktiven Aminosäuren sind für das Pferd hochverfügbar</strong>. Unser Mix ist natürlich rein pflanzlich, frei von genetisch modifizierten Organismen (GMO), dopingfrei und ADMR konform. Er wird übrigens nicht als Ergänzungsfuttermittel, sondern als sogenannte Vormischung geführt, was ziemlich einzigartig in der Pferdewelt ist.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-20230501_153417-768x1024.jpg" alt="Reine Aminosäuren fürs Pferd als Pulver in einer Schale." class="wp-image-5135" style="width:576px;height:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-20230501_153417-768x1024.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-20230501_153417-225x300.jpg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-20230501_153417-1152x1536.jpg 1152w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-20230501_153417-1536x2048.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-20230501_153417-113x150.jpg 113w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/Kopie-von-20230501_153417-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Reine Aminosäuren fürs Pferd in Pulverform. Foto: Ralf Stüber</figcaption></figure>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Wie stellt ihr die Qualität sicher?</strong></h5>



<p><strong>Ralf</strong>: Der Aminosäuren-Mix wurde <strong>in Zusammenarbeit mit Tierärzten und Futtermittelberatern entwickelt </strong>und optimiert. Außerdem arbeiten wir mit dem Veterinäramt und der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz (ADD) zusammen, die für alle Futtermittel zuständig sind. Ihre Deklaration bestätigt die Unbedenklichkeit. <strong>Die ADD legt fest, welche Qualität erfüllt werden muss und die Güte unseres Produkts wird kontrolliert</strong>. Wir sind zu Analysen verpflichtet und geben Proben von jeder Charge zur Überprüfung an ein unabhängiges Labor. Die einzelnen Aminosäuren werden außerdem von den Herstellern geprüft. Der Basismix ist also ein stark kontrolliertes Produkt, die Herstellung und Lagerbedingungen werden überwacht.&nbsp;</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Was zeichnet euren Aminosäurenmix fürs Pferd aus?</strong></h5>



<p><strong>Ralf</strong>: Der Basismix enthält pure <strong>Aminosäuren in Reinform von hoher Qualität und im fürs Pferd optimalen Mischungsverhältnis</strong>. Durch die Pulverform, die im Pferdemaul im Speichel gelöst und geschluckt wird, können wir sicherstellen, dass die notwendige Dosis in den Körper gelangt und zu 100 Prozent verfügbar ist. Und da wir keine Zwischenhändler haben, sondern das Produkt direkt im Online-Vertrieb vermarkten, können wir ein gutes Preis-Leistungsverhältnis anbieten. Unsere Aminos sind deswegen effektiv günstiger als Zusatzfutter in Pelletform.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Die Aminosäuren im Basismix sind linksdrehend und damit bioaktiv</p>
</blockquote>



<p><strong>Hero</strong>: Die Aminosäuren werden in der Pfalz made in Germany hergestellt. Da sie keine Füllstoffe enthalten, kommt damit auch kein Zucker ins Pferd und auch kein Gluten. Den&nbsp;Aminosäuren sind auch keine Mineralien und Vitamine beigesetzt. So hat jeder Pferdebesitzer die Entscheidungsfreiheit und kann <strong>individuell zusammenstellen, was sein Pferd braucht</strong> – unter Berücksichtigung von Blutbild, Leistung oder Mängeln.</p>



<p><strong>Ralf</strong>: <strong>Die Aminosäuren sind linksdrehend (L) und damit bioaktiv</strong>. In anderen Produkten kommen oft Mischungen aus rechtsdrehenden (D) und linksdrehenden (L) Aminosäuren, vor allem beim Methionin, zum Einsatz, weil sie günstiger sind und nicht noch aufgereinigt werden müssen. Jedoch ist nur die L-Form bioverfügbar.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_0560-768x1024.jpg" alt="Pferd schnuppert an einer Tüte Amino Horse Basismix - Aminosäuren fürs Pferd." class="wp-image-5142" style="width:576px;height:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_0560-768x1024.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_0560-225x300.jpg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_0560-1152x1536.jpg 1152w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_0560-1536x2048.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_0560-113x150.jpg 113w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/06/IMG_0560-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die PN mit Aminosäuren Basismix für Pferde. Foto: Nadja</figcaption></figure>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Könnt ihr von Erfolgen bei der Supplementierung mit dem Amino Horse Basismix berichten?&nbsp;</strong></h5>



<p><strong>Hero</strong>: Wir füttern die Aminosäuren jetzt seit drei Jahren unseren eigenen Pferden. Wir haben über eine Bekannte zwei Pferde vom Tierschutz adoptiert: Das eine war fett und das andere mager – beide ohne Muskeln. Durch die Aminosäuren haben sie sehr schnell aufgebaut und sind muskulöser geworden – natürlich in Kombination mit entsprechendem Training. Ein Berittpferd war ebenfalls zu mager und hatte keine Kraft. Jetzt steht er sehr gut da. Mit Aminosäuren können die Pferde unserer Erfahrung nach die Anforderungen der Dressur besser leisten, sie bauen Muskeln auf und zwar recht schnell.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Für welche Pferde eignet sich der Aminosäuren-Mix?</strong></h5>



<p>Ralf: <strong>Für Jungpferde, laktierende Stuten, Freizeitpferde, Sportpferde und Rentner</strong>. Eigentlich können alle davon profitieren.&nbsp;</p>



<p><strong>Hero</strong>: Gerade im Freizeitbereich stehen Pferdebesitzer im Spagat, dass ihre Pferde nicht zu dick werden. Wird das Heu rationiert, muss damit dennoch der Nährstoffbedarf abgedeckt werden. Und bei schlechtem Heu werden Pferde dick und haben trotzdem kaum Muskeln. Hier können Aminosäuren helfen.</p>



<p><strong>Ralf</strong>: <strong>Spröde Hufe, schlechtes Wachstum und Probleme mit dem Fell können auf einen Methioninmangel hinweisen</strong>, eine schwefelhaltigen Aminosäure. Diese Schwefelbrückenverbindungen oder auch Disulfidbrücken geben Haaren und Hufen Stabilität. Wenn es fehlt, reduziert der Körper das Wachstum von Huf und Haar – mit den bekannten Auswirkungen. Bei alten Pferden reduzieren sich Kauwirkung und Darmaktivität: Aminosäuren aus dem Futter können dann nicht mehr so gut aufgenommen und verstoffwechselt werden, denn das Pferd nimmt die Aminosäuren nur über den Dünndarm auf. Werden sie supplementiert, stehen die Pferde oft besser dar. Das zeigen auch US-Studien.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Ein 20-prozentiger Mangel an Aminosäuren macht sich bereits bemerkbar</p>
</blockquote>



<p><strong>Hero</strong>: Sollen gezielt Muskeln aufgebaut werden, ist eine Fütterung bei entsprechendem Training ebenfalls sinnvoll.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Müssen Pferdebesitzer beim Füttern von Aminosäuren etwas beachten?</strong></h5>



<p><strong>Ralf</strong>: Wir empfehlen 20 Gramm am Tag für ein Pferd mit 500 Kilo. Es ist zwar möglich, die Aminosäuren überzudosieren, da muss man sich aber schon anstrengen. Ein Pferd kann den dreifachen Überschuss an Proteinen tolerieren. Die ADD macht keine Limitierungen oder Vorschriften. Auf der anderen Seite macht sich aber schon ein 20-prozentiger Mangel bemerkbar – durch Abgeschlagenheit, Hautprobleme oder Muskelabbau.</p>



<h5 class="wp-block-heading"><strong>Plant ihr die Entwicklung von weiteren Produkten?</strong></h5>



<p><strong>Ralf</strong>: Ja, ich bin gerade in der Literaturrecherche für Darmbakterien und die optimale Besiedelung des Darms beim Pferd. Das Projekt steckt aber noch in den Kinderschuhen. Von der EU ist in diesem Bereich aktuell nur die Bierhefe als Zusatzfutter zugelassen.&nbsp;</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="Aminosäuren fürs Pferd" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p><a href="https://aminohorse.de/">Hier geht&#8217;s zum Amino-Horse Online-Shop</a> von Hero und Ralf.</p>



<p>Und hier weiterführende Literatur:</p>



<p>&#8222;Amino acid supplementation improves muscle mass in aged and young horses&#8220; (P. M. Graham-Thiers*2 and D. S. Kronfeld)&nbsp;</p>



<p>&#8222;Effects of dietary amino acid supplementation on measures of whole-body and muscle protein metabolism in aged horses&#8220; (Latham, Wagner and Urschel)&nbsp;</p>



<p>&#8222;The effect of supplemental lysine and threonine on growth and development of yearling horses&#8220; (P. M. Graham, E. A. Ott, J. H. Brendemuhl, S. H. TenBroeck)&nbsp;</p>



<p>&#8222;Untersuchungen zu Wachstumsleistungen von Warmbluthengsten in der Aufzucht unter besonderer Berücksichtigung der Protein- und Aminosäurenversorgung&#8220; (Koslowski, Dissertation)</p>



<p>Spannend zur weiteren Recherche ist auch folgende Passage: &#8222;Lysindefizite und Defizite an weiteren unentbehrlichen Aminosäuren verhindern die Nutzung anderer hochwertiger Proteinbestandteile und Aminosäuren (BREUER, 1971; WESSELING, 2003). &#8222;In Fütterungsversuchen mit Pferden, in welchen die Zulage von Lysin bzw. Lysin und Threonin untersucht wurden, stiegen die Zunahmen an und die Futterverwertung verbesserte sich.&#8220; (GRAHAM et al., 1994; BREGA, 2005)</p>
<ul class="shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium"><li class="shariff-button facebook shariff-nocustomcolor" style="background-color:#4273c8"><a href="https://www.facebook.com/sharer/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Faminosaeuren-fuers-pferd%2F" title="Bei Facebook teilen" aria-label="Bei Facebook teilen" role="button" rel="nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#3b5998; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 18 32"><path fill="#3b5998" d="M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z"/></svg></span></a></li><li class="shariff-button twitter shariff-nocustomcolor" style="background-color:#595959"><a href="https://twitter.com/share?url=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Faminosaeuren-fuers-pferd%2F&text=Aminos%C3%A4uren%20f%C3%BCrs%20Pferd%3F%20Dann%20ist%20eine%20Zuf%C3%BCtterung%20sinnvoll" title="Bei X teilen" aria-label="Bei X teilen" role="button" rel="noopener nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#000; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 24 24"><path fill="#000" d="M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0"/></svg></span></a></li><li class="shariff-button pinterest shariff-nocustomcolor" style="background-color:#e70f18"><a href="https://www.pinterest.com/pin/create/link/?url=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Faminosaeuren-fuers-pferd%2F&media=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2023%2F06%2FIMG_8600-scaled.jpg&description=Aminos%C3%A4uren%20f%C3%BCrs%20Pferd%3F%20Dann%20ist%20eine%20Zuf%C3%BCtterung%20sinnvoll" title="Bei Pinterest pinnen" aria-label="Bei Pinterest pinnen" role="button" rel="noopener nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#cb2027; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 27 32"><path fill="#cb2027" d="M27.4 16q0 3.7-1.8 6.9t-5 5-6.9 1.9q-2 0-3.9-0.6 1.1-1.7 1.4-2.9 0.2-0.6 1-3.8 0.4 0.7 1.3 1.2t2 0.5q2.1 0 3.8-1.2t2.7-3.4 0.9-4.8q0-2-1.1-3.8t-3.1-2.9-4.5-1.2q-1.9 0-3.5 0.5t-2.8 1.4-2 2-1.2 2.3-0.4 2.4q0 1.9 0.7 3.3t2.1 2q0.5 0.2 0.7-0.4 0-0.1 0.1-0.5t0.2-0.5q0.1-0.4-0.2-0.8-0.9-1.1-0.9-2.7 0-2.7 1.9-4.6t4.9-2q2.7 0 4.2 1.5t1.5 3.8q0 3-1.2 5.2t-3.1 2.1q-1.1 0-1.7-0.8t-0.4-1.9q0.1-0.6 0.5-1.7t0.5-1.8 0.2-1.4q0-0.9-0.5-1.5t-1.4-0.6q-1.1 0-1.9 1t-0.8 2.6q0 1.3 0.4 2.2l-1.8 7.5q-0.3 1.2-0.2 3.2-3.7-1.6-6-5t-2.3-7.6q0-3.7 1.9-6.9t5-5 6.9-1.9 6.9 1.9 5 5 1.8 6.9z"/></svg></span></a></li></ul></div><p>Der Beitrag <a href="https://verstehepferde.de/aminosaeuren-fuers-pferd/">Aminosäuren fürs Pferd? Dann ist eine Zufütterung sinnvoll</a> erschien zuerst auf <a href="https://verstehepferde.de">Pferde verstehen</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Verbietet endlich das Reiten! Und die Pferdehaltung! Und überhaupt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Apr 2023 10:12:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdemensch]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich muss euch ein Geständnis machen. Ich wende Gewalt an im Umgang mit dem Pferd.&#160; Du fragst dich, wo das Problem ist? Ich mich auch. Denn aktuell erfährt die Definition von Gewalt im Pferdetraining einen interessanten Dreh – ausgelöst von dem Riesenrummel über eine Folge der neuen Pferdeprofis. Für alle,…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-1024x683.jpg" alt="Reiten verbieten: Reiter im Galopp auf einem Reitplatz im Grünen." class="wp-image-5061" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-1536x1025.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-2048x1366.jpg 2048w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Da hat der Reiter einfach zu viel Spaß. Das muss verboten werden. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<p>Ich muss euch ein Geständnis machen. Ich wende Gewalt an im Umgang mit dem Pferd.&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„PN“ ist ein Spitzname, den ich ihm verpasst habe.</li>



<li>Die PN trägt <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/knotenhalfter?ref=9">Knotenhalfter</a>*.</li>



<li>Die PN wird geritten – mit Gerte, manchmal mit Sporen und oft ganz ohne.</li>
</ul>



<p>Du fragst dich, wo das Problem ist? Ich mich auch. Denn <strong>aktuell erfährt die Definition von Gewalt im Pferdetraining einen interessanten Dreh</strong> – ausgelöst von dem Riesenrummel über eine Folge der neuen Pferdeprofis. Für alle, die nicht im Bilde sind: Ein Horsemanshiptrainer löst das Verladeproblem einer Ponystute – aber nicht auf die feine englische (sic!) Art.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Cliquen-Terror: Auf ihn mit Gebrüll!</h2>



<p>Jetzt werden <strong>offene Briefe verfasst, Petitionen aufgesetzt, die Produzentenfirma heiß telefoniert</strong>. Dazu kommt die übliche Hysterie, wenn es darum geht Trainer außerhalb der eigenen Bubble zu kritisieren, die Dinge anders machen als man selbst (was für eine Zumutung!): Er trägt keinen Helm! Er ruckt am Knotenhalfter! Er hat am Knotenhalfter angebunden! <strong>Horsemanship und die böse Dominanztheorie werden sogleich als die Schuldigen ausgemacht</strong>. Und während ich die Kritik in Teilen nachvollziehen kann, so ist ihr Ausmaß völlig irre und jenseits von Gut und Böse.</p>



<p></p>



<p class="has-luminous-vivid-orange-background-color has-background">Nachtrag: Parallel gab es einen weiteren Vorfall, der das Blut der Pseudo-Pferdeschützer in Wallung gebracht hat. Auf der Equitana hat ein old-school Pferdetrainer ein Pferd gehobbelt: Er hat ihm die Beine zusammengebunden. Warum in aller Welt würde man das tun? Nun, das Hobbeln kommt &#8211; wie ziemlich das gesamte gute Horsemanship &#8211; aus den USA. Rancher und Cowboys hobbeln ihre Pferde, um deren Bewegungsradius einzuschränken, wenn sie gerade nicht draufsitzen. Denn in den Weiten der USA ist nicht immer ein Baum vorhanden, um das Pferd anzubinden. Und ohne Pferd in der Prärie ist eher äh unvorteilhaft. Hobbeln hat darüber hinaus noch den Effekt, dass sich das Pferd daran gewöhnt, auch mit den Beinen auf Druck nachzugeben und nicht dagegen zu kämpfen &#8211; sollte es sich also in irgendetwas verfangen &#8211; Stacheldraht, Litze, Brombeerranken &#8211; ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es sich nicht verletzt, wenn es das Hobbeln kennt. Würde ich mein Pferd hobbeln? Nein, denn ich habe keine Ahnung, wie ich ihm das ohne Gefahr beibringen kann. Verdamme ich das Hobbeln? Nein, denn, wenn es richtig gemacht wird, versteht es das Pferd und kann davon profitieren. Und all denjenigen, die angesichts dieser Methode Schnappatmung bekommen, kann ich nur fragen: Hobbeln ist böse, aber dem Pferd das Maul mit Sperrriemen zubinden oder den Kopf mit Hilfszügeln runterschnallen ist schon ok? Die Equitana hat dem Pferdetrainer übrigens Hausverbot erteilt und damit nicht nur die vollständige Abwesenheit von Rückgrat unter Beweis gestellt, sondern dem Mob nachgegeben und damit Tür und Tor für die nächste Cancel-Runde geöffnet. Herzlichen Glückwunsch! Who’s next?</p>



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<div class="wp-block-image">
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<p>Wenn ihr soviel Sendungsbewusstsein habt und das Wohl der Pferde euch so eine Herzenssache ist, dann kehrt doch vor eurer eigenen Tür! Schaut auf die Stars und Sternchen eurer Sparte und macht den Mund auf, wenn es wirklich unbequem, wird statt mit dem Finger auf die vermeintlichen Verfehlungen anderer zu zeigen. Hinterfragt euch erst mal selbst. <strong>Die Liste von schlechter Reiterei und schlechtem Umgang mit dem Pferd ist endlos, und ja, na sowas, spartenübergreifend</strong>:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Barrende Springreiter</strong>, die die Vorderbeine des Pferdes über dem Sprung von Helfern mit Stangen „touchieren“ lassen.</li>



<li><strong>Rollende, riegelnde und zerrende Dressurreiter</strong>, die die Gangqualität ihrer Pferde nur noch sitzen können, indem sie in den Zügeln hängen und sich im Sattel wie auf einer Harley zurücklehnen.</li>



<li><strong>Mit den Sporen stechende Westernreiter</strong>, die ihre Zweijährigen mit harten Stopps in den Boden reiten.&nbsp;</li>



<li><strong>Faule Freizeitreiter</strong>, die ihre Pferde verfetten lassen und sie alle zwei Wochen sonntags für den 5-Stunden-Wanderritt aus dem Stall zerren.</li>



<li>Von der Reitkunst beseelte <strong>Barockreiter</strong>, die ihre aber Pferde gegen Wände galoppieren oder an der Kandare in absoluter Aufrichtung bei durchhängendem Rücken und&nbsp;Ventilator-Schweif Pseudopiaffen trippeln lassen.</li>



<li><strong>Dauer ausgeschlauchte Clickerpferde</strong>, die vor lauter Fressgeilheit Verhaltensstörungen entwickeln und sich frei von Frustrationstoleranz auf den Boden werfen, weil sie nicht mehr weiter wissen.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist Gewalt?</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-1024x683.jpg" alt="Pferdehaltung verbieten: Mensch berührt Pferd mit Flagge" class="wp-image-5053" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Training mit Flagge &#8211; das kann nur Gewalt sein! Denn ich, der Betrachter, habe davon keine Ahnung, und was ich nicht verstehe, muss einfach schlecht sein! Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<p>Jede Menge offensichtlicher Missstände. Aber da geht noch was: Ich lese von <strong>physischer und psychischer Gewalt</strong>, von Gewalt in Form von fehlenden Ausweich- und Wahlmöglichkeiten im Training für das Pferd. Demnach ist es Gewalt, ein Pferd auf einem kleinen Kreis zu zirkeln, wenn es das körperlich nicht kann (Geheimtipp: Durch Belastung bauen Pferde Muskeln auf und gewöhnen sich an neue Bewegungsabläufe&#8230;).</p>



<p>Und ja: Es gibt auch <strong>verbale Gewalt gegenüber dem Pferd</strong>. Darunter fallen demnach tatsächlich auch Spitznamen, Geschlechterklisches und im weitesten Sinne nicht so ganz freundliche Gedanken über das eigene Pferd. Da stellen sich mir diese Fragen: Wollen wir uns vom Humor komplett verabschieden? Sind 100 Prozent Perfektion mit vollständiger Gedankenkontrolle gut genug? Und: Haben wir keine anderen Probleme?&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Geister, die ihr ruft</h2>



<p>Warum dieser Beitrag einen schärferen Tonfall anschlägt: Weil ihr die Geister, die ihr ruft, und die in Form von PETA und unter der Flagge des vermeintlichen Tierschutzes aufschlagen, nicht mehr los werdet. <strong>Ihr sägt am Ast, auf dem wir alle – Reiter, Pferdefreunde, Pferdebesitzer, Trainer – sitzen</strong>. Und sorry, da habe ich keinen Bock drauf. Ich habe keine Lust, am Ende vom Gesetzgeber die Pferdehaltung oder das Reiten verboten zu bekommen, weil einem Tierliebhaber in falschem Eifer die Moralsuppe übergekocht ist. Ich will mich ebenso wenig einer bürokratischen Regelungswut unterwerfen &#8211; gemacht von Menschen, denen der Realitätsbezug vollkommen abhanden gekommen ist: Wollt ihr euch wirklich von beseelten Pferdemenschen vorschreiben lassen, welche Spitznamen ihr eurem Pferd künftig geben dürft? Wollt ihr wirklich, dass jedes Vierteljahr der Prüfer unangekündigt bei euch anklopft und schaut, ob ihr auch gut mit eurem Pferd umgeht? Wollt ihr wirklich Pflichtkurse ablegen müssen, um ein Pferd weiterhin halten zu dürfen? Seid ihr einverstanden eure Arbeit am Pferd überwachen zu lassen und somit einer Qualitätskontrolle zu unterziehen? Ja? Aber was ist, wenn ihr gar nicht nach den Statuten der Kontrolleure arbeitet? Ups.&nbsp;</p>



<p><strong>Das Problem ist doch, dass wir uns untereinander überhaupt nicht einigen können, was dem Pferd schadet und was nicht.</strong> Das beginnt bei Haltung und Fütterung und endet noch lange nicht bei Training und Reitweise.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eisen oder Barhuf?</li>



<li>Decke oder uneingedeckt?</li>



<li>Hafer oder Gerste?</li>



<li>Dressur oder Western oder Akademisch oder Barock?</li>



<li>Gebiss oder gebisslos?</li>



<li>Ausbinder oder Kappzaum?</li>



<li>negative oder positive Verstärkung?</li>
</ul>



<p>Schau dir dieses Cover an, ein offizielles Buch der FN zur Vorbereitung auf deren Bodenarbeits-Abzeichen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-amazon wp-block-embed-amazon"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy"  title="Die Kunst der feinen Signale: Ausbildung am Boden" type="text/html" width="830" height="550" frameborder="0" allowfullscreen style="max-width:100%" src="https://lesen.amazon.de/kp/card?preview=inline&#038;linkCode=kpd&#038;ref_=k4w_oembed_kmS7UrWPq8kXeg&#038;asin=3885428709&#038;tag=kpembed-20"></iframe>
</div></figure>



<p>Als Horsemanshipler kann ich da nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: falsch geknotetes Knotenhalfter, Handschuhe und dann noch eng geführt.&nbsp;Bleibt lieber beim Stallhalfter, Leute, ihr habt es nicht verstanden.</p>



<p>Daran muss auch ein verpflichtender Pferdeführerschein als eine Art Nachweis, dass man über gewisse Grundkenntnisse verfügt, scheitern. Denn deren Grundkenntnisse sind nicht meine; ich würde durchfallen wie ein Felix Baumgartner durch die Atmosphäre: Denn hier wird nicht mit Hilfszügeln longiert, ich trage Handschuhe nur bei Minusgraden und das Pferd wird auch nicht eng am <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/knotenhalfter?ref=9">Knotenhalfter</a>* geführt.</p>



<p>Und immer daran denken: <strong>Verbote haben die Tendenz, sich auszubreiten</strong>. Wird der Pferdesport verboten, dann sind auch die Tage des Freizeitreitens gezählt. Und da wir eh gerade dabei sind, sollten wir auch Hunde-, Katzen- und andere Heimtierbesitzer unter die Lupe nehmen. Denn Menschen, die ihren Tieren schaden, sind ja nicht nur Reiter.&nbsp;</p>



<p>Mein absolutes Highlight in den Lösungsvorschlägen gegen Gewalt am Pferd stellt übrigens das Denunziantentum dar. Genau. Schwärzt einfach den ungeliebten Mitreiter beim Veterinärsamt oder dem Tierarzt an. Verpetzen im Namen des Guten fühlt sich bestimmt wahnsinnig toll an.&nbsp;So kann ein gutes Miteinander nicht funktionieren. Zu solchen Maßnahmen greifen zu wollen, ist in meiner Wahrnehmung krank.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Den Bock zum Gärtner machen &#8211; lasst die Verbände ran</h2>



<p>Nun könnte man denken, <strong>es tut sich doch was: Der Fünfkampf wird künftig bei Olympia ohne Pferd stattfinden.</strong> Für mich war der Eklat mit den hässlichen Bildern nur ein Nebenkriegsschauplatz. Denn die gleichen oder schlimmere können beliebig reproduziert werden, zum Beispiel auf den großen Turnieren und ihren Abreiteplätzen  – und da kräht kaum ein Hahn nach. Die Fünfkämpferin war ein Bauernopfer, während die systematischen Schinder ihr Spiel einfach weitertreiben und sich dabei noch auf die Schulter klopfen. <strong>Und die untätigen Verbände sind nicht Teil der Lösung, sondern des Problems</strong>, wenn bestimmte Trainingsmethoden wie Barren oder Rollkur in der Hand von Profis geduldet werden. Also Missbrauch ist schon ok, wenn er von den Richtigen durchgeführt wird. Und außerdem wird der Missbrauch ja zeitlich begrenzt: Also 10 Minuten Pferdequälen durch Rollkur passen, ab Minute 11 wird’s halt doof.&nbsp;</p>



<p>Und wir wundern uns, <strong>warum Pferdeleute und Reiten so ein schlechtes Image haben</strong>. Wir machen es uns zu leicht, wenn wir Kritik am Reitsport oder am Reiten an sich einfach als unqualifiziert wegwischen: „Der Laie kann doch gar nicht beurteilen, was wir mit dem Pferd machen.“ Äh doch. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als Kind in einem Fernsehbeitrag ausgebundene Pferde gesehen habe und ich konnte es nicht ertragen. Im Reitverein war das dann an der Tagesordnung, ich ritt ausgebundene Pferde, hatte die Erklärungen dafür gehört und für schlüssig befunden. Und heute kommen mir unter keinen Umständen mehr Hilfszügel ans Pferd.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-1024x683.jpg" alt="Mensch führt Pferd am Seil im Grünen" class="wp-image-5052" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Pferd muss dem Menschen folgen &#8211; das kann nur eine Form von subtiler psychischer Gewaltanwendung sein. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Die Lösung: Pragmatismus und Realismus&nbsp;</h2>



<p>Genug gestänkert, wie kann man das Dilemma lösen: <strong>Gewalt am Pferd soweit es geht unterbinden, ohne in Verboten und Regulierungen zu ersticken und die Atmosphäre in Ställen durch Überwachung noch weiter zu vergiften?</strong> Wir brauchen realistische Anforderungen. Wir müssen „nein“ sagen – in beide Richtungen: „nein“ zu tatsächlicher Gewalt. Und „nein“ zu dem, was manche als Gewalt definieren wollen: Spitznamen sind nämlich keine.</p>



<p>Ich glaube (immer noch), dass wir Menschen über so eine Art des inneren Kompasses verfügen, der uns intuitiv sagt, was richtig ist und was nicht. Als ich noch Horsemanship-Stunden geben habe, war mir die Einschätzung von Laien immer wichtig. Der Ehemann, der seiner Frau bei der Stunde und der Arbeit mit dem Pferd zusieht und dann meint: „Das sah aber schön aus.“ Oder die Mutter einer Freundin, die Zuschauerin auf einem Turnier war und meinte „das machen die Pferde doch nicht freiwillig.“&nbsp;</p>



<p>Vielleicht schaffen wir es, <strong>uns auf ein paar Grundlagen zu verständigen</strong>:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>dass es nicht ok ist, einem Pferd mit der Kandare den Kopf an die Brust zu ziehen</li>



<li>dass es nicht ok ist, einem Fluchttier den Kopf in welcher Form auch immer herunterzubinden</li>



<li>dass es nicht ok ist, Gebisse einzusetzen, die Schmerzen erzeugen und mit Sperrriemen zu verhindern, dass sich das Pferd dem entziehen kann.</li>
</ul>



<p>Was für mich nicht verhandelbar ist: <strong>Die Grundbedürfnisse des Pferdes müssen gedeckt sein</strong>.&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Auslauf und Bewegung</li>



<li>Soziale Kontakte</li>



<li>Licht und Luft</li>



<li>Schutz vor der Witterung</li>



<li>Futter und Wasser</li>



<li>Schmerzfreiheit</li>
</ul>



<p>Wir sollten uns klarmachen, dass wir täglich nur eine sehr begrenzte Zeit mit dem Pferd verbringen, vermutlich irgendetwas zwischen einer und drei Stunden pro Tag. In der restlichen Zeit lebt es sein eigenes Leben. Unser Job ist es also,<strong> sicherzustellen, dass es in dieser Zeit Pferd sein und seine Bedürfnisse befriedigen kann.</strong> Schon aus reinem Egoismus: Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Verhaltensprobleme oft Haltungsprobleme sind, die schnell gelöst werden können, wenn das Pferd in einem Umfeld leben kann, das es zufrieden stellt.&nbsp;</p>



<p>Und da wären wir wieder bei der durchaus kompetenten Einschätzung des Laien: Führst du den durch eine hoch- und eng vergitterte dunkle Boxengasse, wo der Staub vom letzten Misten noch in der Luft hängt, wird der sicher nicht von der angenehmen Aufenthaltsqualität schwärmen.&nbsp;Und da bin ich tatsächlich bei der Fraktion der Hardcore-Pferdeschützer: <strong>Schlechte Haltung ist eine Form von Gewalt.</strong></p>



<p>Boxenhaltung wäre deswegen das Erste, was ich abschaffen würde. In meiner Wahrnehmung sind Boxen nach wie vor die gängigste Form der Pferdehaltung – vor allem dort, wo mit Pferden satt Geld verdient wird. Dort sitzt dann auch die entsprechende Lobby und die wird den Teufel tun, etwas am Status Quo zu verändern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Individuelle Lösungen statt platte Verallgemeinerungen</h2>



<p>Die Herausforderung hier: <strong>Der Teufel steckt wieder im Detail.</strong> Wie viel Auslauf braucht denn nun das Pferd – nun, das hängt von ihm selbst ab. Wie viel soziale Kontakte? Die PN braucht zum Beispiel Wallache und Stuten in seiner Herde, um sich wohl zu fühlen. Der Projektwallach stand damals zur mit Wallachen zusammen. Und wo das eine Pferd Futter rund um die Uhr braucht, wird das andere davon einfach zu fett, was seiner Gesundheit auch nicht zuträglich ist. <strong>Wir brauchen individuelle Lösungen.</strong> Und auch wieder Augenmaß, um nicht zu sagen <a href="https://verstehepferde.de/auf-der-suche-nach-dem-rechten-mass/">das rechte Maß</a>. Denn auch hier schießt man über das Ziel hinaus: Wenn mir wieder ein Text begegnet, der über schlechte Herdenzusammenstellung und deren Auswirkungen auf Pferdekörper und -seele lamentiert, muss ich schon fast lachen.&nbsp;</p>



<p>In welcher Welt leben die Autoren? Bei uns sieht die Realität so aus: Entweder ich stelle mein Pferd auf die Matschkoppel hinter die nächsten Hügel, wo es im Sommer von Bremsen zerfleischt wird und im Winter bei jedem Schritt in zugefrorenen Pfützen einbricht.&nbsp;&nbsp;Oder es wohnt im Boxenknast mit Paddock-Gefängnishof zwischen Autobahnen – für mich gibt’s aber den Cappuchino-Automaten im Reiterstübchen und Ebbe-Flut-System in der klimatisierten 90 Meter Reithalle für perfekte Reitbodenverhältnisse. Dazwischen gibt es nichts. Sprich, Offenstall, Herdenhaltung, 24/7 Heu in guter Qualität in erreichbarer Nähe ist schon ein wahrgewordener Traum. Da kann ich nicht kommen mit Sonderwünschen für Herdenzusammenstellung, Paddock-Trail, goldenen Wasserhähnen oder was auch immer mein gebildetes Pferdemenschenherz gerade so verlangt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Deswegen Demut: Runter vom hohen Ross</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1024x683.jpg" alt="Pferdehaltung verbieten: Pferd hat Angst vor Regenschirm" class="wp-image-5057" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Traumatische Erfahrung Regenschirm. Training kann Skepsis und sogar Angst im Pferd hervorrufen. Unsere Aufgabe: Die Kurve kriegen und dem Pferd zeigen, dass es nicht sterben wird. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<p>Übrigens: <strong>Wer Gewalt so breit definiert und sie am Pferd vollständig verhindern will, der muss die Pferde leider aus seinem eigenen Leben verbannen</strong>. Denn wir selbst machen auch Fehler &#8211;&nbsp;&nbsp;selbst dann, wenn wir es gut meinen. Niemand kommt als geborener Pferdemensch auf die Welt und zum Lernen gehören nun einmal Versuche und Irrtümer. Die spezienübergreifende Kommunikation Mensch-Pferd gestaltet sich nicht immer so einfach und schon kommt es zu Missverständnissen. Alle unsere Fehler und Fehleinschätzungen können am Ende dazu führen, dass das Pferd mehr oder weniger darunter leidet: Vielleicht hat es Stress im Umgang mit uns, weil wir nicht klar genug sind, vielleicht fürchtet es sich vor Strafen oder wir haben verkannt, dass der Sattel nicht passt oder dass die Hufe falsch bearbeitet werden oder das Intervall zum nächsten Zahnarzttermin ist zu lang gewählt – oder, oder oder. Die Möglichkeiten sind endlos. Ja, die PN kennt Stress und Verwirrung, Ausweichverhalten, Angst und Überforderung. Mache ich das absichtlich? Nein. Kann ich es immer verhindern? Auch nein.</p>



<p><strong>Wir müssen runter von unserem hohen, moralischen Ross, anderen zu sagen, was sie zu tun und zu lassen haben. </strong>Auf dem Boden der Tatsachen ankommen und bei uns im Kleinen daran arbeiten, besser zu werden.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Guter Umgang mit dem Pferd?</h2>



<p><strong>Guter Umgang bedeutet für mich auf die individuellen Bedürfnisse des Pferdes einzugehen </strong>– und zwar ohne Scheuklappen und Dogmen. Das kann auch dazu führen, dass man die eigene Vorstellung an die Realität anpassen muss. Bei uns sah das so aus:</p>



<p>Meine Vorstellung war: Robuste Herdenhaltung im Offenstall ohne Zufütterung und ohne Decke. Western-Dressur mit Gebiss und hoffentlich irgendwann mal auf Kandare. Ausfahrten zu Seminaren. Gemütliche Ausritte, keine Spaziergänge (ich hasse sie), wenig longieren am Kappzaum (so laaangweilig und so gar nicht horsemanshippig).</p>



<p>Die Realität: Die PN ist nicht ganz so robust, deswegen trägt er bei Regen eine Decke. Ohne Zufütterung wird er trotz Heu rund um die Uhr zu dünn. Die Idee vom Reiten mit Gebiss habe ich beerdigt, wir reiten mit Bosal. Ausfahrten machen unserer beider Nervenkostüme nicht mit. Die PN liebt Spazierengehen – ups – weil er da nicht die Verantwortung trägt und im Notfall jemanden hat, dem er hinter laufen kann. Und das longieren oder zumindest Gymnastik an der Hand ist notwendig, damit er in Form bleibt.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-1024x683.jpg" alt="Pferde verbieten: Mensch streichelt Pferd am Kopf" class="wp-image-5054" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das kann keine gute Beziehung sein, schließlich wird das Pferd am Knotenhalfter gequält! Die Stellung der Ohren ist ein Zeichen von erlernter Hilflosigkeit! Und außerdem trägt es einen Spitznamen! Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Was können wir also tun, damit die Pferdewelt ein kleines Bisschen besser wird? Unser Bestes geben und vor der eigenen Haustür kehren. <strong>Mit gutem Beispiel voran gehen – so gut wir eben gerade sind.</strong> Uns weiterbilden, dazulernen uns informieren und im Gespräch bleiben. Den Zweifel einladen und in Betracht ziehen, dass wir selbst uns auch irren können. Mit unseren Mitreitern sprechen, sich austauschen – und voneinander lernen. Uns den Zeigefinger sparen und auch nicht losziehen auf einen Anti-Gewaltfeldzug in der Pferdewelt, um unsere Ansichten &#8211; mit Gewalt! &#8211; durchzusetzen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Ohne Worte: <a href="https://www.st-georg.de/news/pferde-und-leute/ludger-beerbaum-verstaendlich-machen-wie-tierfreundlich-unser-sport-bereits-ist/">https://www.st-georg.de/news/pferde-und-leute/ludger-beerbaum-verstaendlich-machen-wie-tierfreundlich-unser-sport-bereits-ist/</a><a href=""></a></p>



<p>Turniersport ist böse? Nicht unbedingt: <a href="https://lucamoneta.com/biografia/?lang=en">https://lucamoneta.com/biografia/?lang=en</a></p>



<p>Pferdetraining ohne alles: <a href="https://www.tamingwild.com">https://www.tamingwild.com</a><a href="https://www.peta.de/themen/pferde-reiten/"> </a></p>



<p>Fünfkampfdrama: <a href="https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/olympia-reitdrama-fuenfkampf-annika-schleu-100.html">https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/olympia-reitdrama-fuenfkampf-annika-schleu-100.html</a></p>



<p></p>



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