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	<title>Reiten Archive - Pferde verstehen</title>
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	<title>Reiten Archive - Pferde verstehen</title>
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		<title>Was ist Horsemanship?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2024 08:50:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Horsemanship - was ist das genau? In diesem Beitrag widme ich mich umfassend dem Horsemanship: von Bedeutung, über Prinzipien und  Grundlagen, bis hin zu Übungen und der Kritik.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://verstehepferde.de/was-ist-horsemanship/">Was ist Horsemanship?</a> erschien zuerst auf <a href="https://verstehepferde.de">Pferde verstehen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-1024x683.jpeg" alt="Frau streichelt einem Pferd die Stirn - Horsemanship" class="wp-image-5332" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-1024x683.jpeg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-300x200.jpeg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-768x512.jpeg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-600x400.jpeg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-150x100.jpeg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Kontakt, Beziehung, Lob, Pause: All das gehört zum Horsemanship. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>Jetzt schreibe ich hier seit über zehn Jahren zum Thema &#8222;Horsemanship&#8220;, habe aber noch nie genau formuliert, was ich damit eigentlich meine. Deswegen ist dieser Beitrag ein Rundumschlag übers Horsemanship &#8211; von seiner Bedeutung, seiner Funktionsweise, den Gründen, warum man Horsemanship macht, was Bodenarbeit und Reiten mit Horsemanship zu tun hat, welche Übungen es gibt, welche Ausrüstung man nutzt und wo die Kritik liegen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet &#8222;Horsemanship&#8220; &#8211; rein grammatikalisch?</h2>



<p>Es gibt diese Versuche der Wortherleitung, in denen allen Ernstes Horsemanship zu &#8222;horse &#8211; human &#8211; ship&#8220; aufgeteilt wird und dann fabuliert wird, dass Pferd und Mensch gemeinsam in einem Schiff unterwegs sind. Ok. Die Arche Noah vielleicht?</p>



<p>Rein grammatikalisch ist -ship einfach ein englisches Suffix, eine Nachsilbe, die ein Wort entweder in ein Substantiv verwandelt oder ihm eine dieser drei Bedeutungen verleiht.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ein Zustand oder eine Bedingung: <strong>friend-ship </strong>(Freundschaft)- der Zustand, ein Freund zu sein</li>



<li>Stellung, Status oder Aufgaben: <strong>professor-ship</strong> (Professur) &#8211; die Position des Professors </li>



<li>Fähigkeiten: <strong>horseman-ship </strong>&#8211; die Fähigkeiten als Horseman</li>
</ul>



<p>Und damit hätten wir unsere grammatikalische Herleitung: <strong>Horsemanship benennt die Fähigkeiten, die jemand im Umgang mit Pferden hat</strong>.</p>



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</div>


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<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet Horsemanship in echt?</h2>



<p>Abseits der Grammatik kennen viele Horsemanship wahrscheinlich in Verbindung mit dem Westernreiten. Weil es so cowboymäßig rüberkommt und da liegt der Gedanke ans Westernreiten nah. </p>



<p>Andere verbinden mit Horsemanship in erster Linie Bodenarbeit &#8211; also die Arbeit mit Knotenhalfter und Leadrope. </p>



<p>Fragt man überzeugte Horsemanshipler zur <strong>Bedeutung von Horsemanship</strong>, kommt man dem Kern der Sache näher. Für sie bedeutet Horsemanship:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8222;die Bedürfnisse des Pferdes in den Vordergrund stellen&#8220;</li>



<li>&#8222;einen feinen Umgang mit dem Pferd&#8220;</li>



<li>&#8222;eine innere Einstellung&#8220;</li>



<li>&#8222;eine harmonische Partnerschaft&#8220;, eine &#8222;positive Pferde-Mensch-Beziehung&#8220;</li>



<li>&#8222;pferdegerechtes Training&#8220;</li>



<li>&#8222;Kommunikation zwischen Mensch und Pferd&#8220; </li>
</ul>



<p>Für mich steckt in Horsemanship<strong> &#8222;relationship&#8220; &#8211; also der Fokus auf der Beziehung zwischen Mensch und Pferd</strong>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Und was ist mit Natural Horsemanship?</h2>



<p><strong>Natural Horsemanship</strong> ist ein Begriff, den <a href="https://shopus.parelli.com/">Pat Parelli </a>geprägt hat und der mit seinem System des Pferdetrainings einhergeht. Viele eingefleischte Horsemen aus den USA lehnen ihn ab, da ihrer Meinung nach nichts natürlich ist an unserem Wunsch, ein Pferd zu reiten oder mit ihm zu arbeiten. Ich persönlich halte es auch lieber mit Horsemanship.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie funktioniert Horsemanship &#8211; die Grundlagen?</h2>



<p>Horsemanship orientiert sich am <strong>Wesen der Pferde und ihrer Kommunikation untereinander</strong>: Anders als bei uns Menschen ist die nicht in erster Linie verbal, sondern findet über Körpersprache und vor allem über <strong>das Einnehmen und Freigeben von Raum</strong> statt. Das ranghöhere Pferd ist stets in der Lage, ein rangniedrigeres wegzuschicken, etwa um den Platz an der Heuraufe einzunehmen oder einfach, wenn es im Weg steht. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-1024x683.jpg" alt="Das Auge ist eines der Sinne, mit dem das Pferd seine Umwelt wahrnimmt." class="wp-image-2752" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-225x150.jpg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit.jpg 1984w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Die Perspektive des Pferdes einnehmen &#8211; auch das ist Teil von Horsemanship. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Pferd weichen lassen &#8211; und als ranghöher wahrgenommen werden</h3>



<p>Pferde verstehen <strong>das Prinzip auf Druck hin zu weichen</strong>: auf Energie genauso wie auf direkte Berührungen, etwa, wenn das ranghöhere Pferd auf ein rangniedrigeres zukommt (Energie) oder es wegbeißt (Berührung). Das machen wir uns als Menschen zu nutze und bringen ihm bei, sich im Umgang mit uns bewegen zu lassen &#8211; so dass wir die ranghöhere Position einnehmen können. Natürlich gehört dazu mehr, als bloß die Füße des Pferdes bewegen zu können; <strong>ein guter Chef hat Führungsqualitäten</strong>. Auch das ist ein Prinzip guten Horsemanships: Nicht einfach ein Tyrann zu sein und sein Pferd in den Gehorsam zu gängeln.&nbsp;Sondern als guter Chef auch seine Bedürfnisse zu berücksichtigen und die eigenen, wenn angezeigt, auch mal hintenanzustellen. Gutes Horsemanship ist also stets ein Geben und ein Nehmen &#8211; nur deswegen funktioniert es.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Die Perspektive des Pferdes einnehmen</h3>



<p>Ein weiteres Element im Horsemanship: <strong>Man versetzt sich ins Pferd hinein</strong>, nimmt dessen Perspektive ein und versucht, die Welt mit seinen Augen zu sehen. Das hilft dabei, das Verhalten des Pferdes nicht als persönlichen Angriff, als gut oder schlecht zu sehen, sondern als <strong>neutralen Ausdruck eines Bedürfnisses</strong> in diesem Moment: Wiehert ein Pferd und will es zurück zu seiner Herde, der Mensch aber eigentlich spazieren gehen, heißt das nicht, dass es den Menschen ärgern will &#8211; sondern dass es seine Sicherheit in Gefahr sieht und sich mit der Herde wohler fühlt. Diese Einschätzung hilft uns, nicht mit Wut oder harten Korrekturen zu reagieren, sondern dem Pferd mit Empathie zu begegnen und ihm helfen zu können, sich besser zu fühlen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kommunikation durch Bodenarbeit aufbauen</h3>



<p>Zentral im Horsemanship ist <strong>die Kommunikation mit dem Pferd</strong>: <strong>Die wird durch Bodenarbeit etabliert</strong>. Hier lernt das Pferd, <strong>auf Druck zu weichen</strong> und auf Aufforderung zu kommen. Es lernt, <strong>unseren persönlichen Bereich zu respektieren</strong>, uns nicht über den Haufen zu rennen oder den Menschen hinter sich herzuziehen. Wir erklären dem Pferd, was wir von ihm erwarten. Setzen Grenzen und lassen Freiraum. Hilfen werden in Phasen gegeben &#8211; wir starten stets mit einer feinen, freundlichen Aufforderung, so dass das Pferd eine Chance hat, bereits auf wenig zu reagieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Den Geist des Pferdes einbeziehen</h3>



<p>Der Geist formt den Körper: <strong>Gutes Horsemanship doktert nicht am Körper des Pferdes herum, sondern bezieht auch den Kopf, das Mentale ein</strong>. Denkt das Pferd aktiv mit und ist engagiert, resultiert daraus die Verbesserung von Bewegungsqualität, Lektionen und Manövern &#8211; was wohl jede Reitlehre anstrebt. Ein Pferd, das nur auf ein &#8222;Halt&#8220;-Kommando reagiert, unterbricht seine Gangart und kommt irgendwie zum Stehen &#8211; oft steht es dann offen, also die Beine nicht parallel, sondern in Schrittstellung. Ist das Pferd dagegen mental dabei und &#8222;denkt&#8220; es Stopp!, dann resultiert daraus in der Regel ein geschlossenes Halten mit parallelen Beinpaaren und gleichmäßig verteiltem Gewicht. Die PN gibt mir auch Innenstellung auf dem Zirkel am Seil oder im Freilauf automatisch, wenn er zu mir nach innen denkt und aufmerksam ist. Ich muss mir die Stellung dann nicht durch zuppeln oder biegen erarbeiten, ich bekomme sie geschenkt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Pferdepsychologie anwenden</h3>



<p>Wichtig ist, dass das Pferd versteht, dass es <strong>für eine Aufgabe stets eine Lösung finden</strong> kann &#8211; das erhält die Motivation und es sorgt für Entspannung, weil das Pferd Klarheit gewinnt. Dazu gehört auch, dass das Pferd Fehler machen darf und wir nicht versuchen, sie unbedingt zu verhindern. Denn nur aus Fehlern kann das Pferd lernen: Wir kommunizieren klar und deutlich, wenn es etwas richtig gemacht hat, indem wir <strong>die Hilfen einstellen und Pause machen </strong>(wogegen ein typisch menschlicher Impuls ist, erst recht weiterzumachen, weil es doch gerade so gut geklappt hat). </p>



<h3 class="wp-block-heading">Eigenverantwortung übernehmen</h3>



<p><strong>Ein Pferd macht Fehler, ein Mensch auch</strong>. Während ich nichts vom Satz &#8222;Das Pferd hat immer Recht&#8220; halte, ist es auch falsch anzunehmen, der Mensch mache immer alles richtig. Zum guten Horsemanship gehören deswegen auch die <strong>Selbstreflexion und Selbstbeherrschung</strong>. Es ist unsere Aufgabe, unsere Energie zu managen, unsere Gedanken und Erwartungen, und die Lektionen und Übungen so aufzubauen, dass das Pferd sie erfolgreich umsetzen kann. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Horsemanship?</h2>



<p>Egal, ob zwischenmenschlich oder zwischen Mensch und Pferd: <strong>Eine gute Beziehung setzt eine gelingende Kommunikation voraus</strong>. Und die erschafft man mit Horsemanship. Gesunder Menschenverstand reicht für die Arbeit mit dem Pferd nicht aus, denn oft ist das, was das Pferd benötigt, gegenläufig zu dem, was man instinktiv aus menschlicher Sicht zur Problemlösung tun würde: Geht das Pferd durch, zieht man an beiden Zügeln, um es zu bremsen. Das kann Klaustrophobie im Pferd erzeugen, das sich dann erst recht gegen das Gebiss stemmt und schneller wird. Hier wäre eher sinnvoll (abhängig vom Boden, der Geschwindigkeit usw.) nur einen Zügel zu nutzen und das Pferd über die Biegung des Halses auf einen Kreis zu lenken mit dem Ziel, die Hinterbeine übertreten zu lassen und es damit durchzuparieren.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-1024x683.jpg" alt="Pferd im Trab mit starker Innenstellung - gutes Reiten basiert auf Horsemanship" class="wp-image-5338" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Ein Pferd, das vom Boden ausgebildet wurde, versteht die Hilfen des Reiters leichter. Horsemanship erschafft damit Harmonie im Sattel. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>&#x1f343;<strong>Horsemanship ist die Grundlage einer guten Beziehung zwischen Mensch und Pferd</strong>. Es hilft uns, <strong>Pferde und ihr Verhalten besser zu verstehen</strong>, sie lesen zu lernen und ein Gespür für das zu entwickeln, was sie gerade brauchen.&nbsp;</p>



<p>&#x1f343;<strong>Gutes Horsemanship gibt dem Pferd Sicherheit</strong>, weil sich der Mensch als verlässlicher Partner gezeigt hat, dem es vertrauen kann und dem es Problemlösungskompetenz zutraut &#8211; auch in seinem Sinne. Damit kann es <strong>den Umgang mit dem Pferd sicherer machen und Verhaltensproblemen vorbeugen &#8211; oder sie lösen</strong>.&nbsp;</p>



<p>&#x1f343;Besteht zwischen Pferd und Mensch ein Band des Vertrauens, können <strong>Leichtigkeit und Mühelosigkeit im Alltag </strong>entstehen. Man versteht sich, jeder kennt seinen Part, seine Aufgaben und Verantwortlichkeiten.</p>



<p>&#x1f343;Horsemanship und die klare Kommunikation, die daraus resultiert, ist auch <strong>die optimale Basis, um sich mit dem Pferd weiterzuentwickeln</strong>: egal, ob Seitengänge in der Handarbeit, <a href="https://verstehepferde.de/freiarbeit-so-klappt-sie/">Freiarbeit</a> oder feines Reiten &#8211; hat das Pferd das Prinzip der Hilfen verstanden, die ihm im Horsemanship einzeln und damit verständlich erklärt werden, kann man diese neu kombinieren und damit die verschiedensten Lektionen abrufen. Beim Kruppeherein weicht das Pferd zum Beispiel auf meinen äußeren Schenkel mit der Hinterhand und folgt meinem inneren Zügel im Vorwärts.</p>



<p>&#x1f343;Ein guter Horseman hat sich verschiedenste Fähigkeiten angeeignet: Geduld, Empathie, Beobachtungsvermögen, Aufmerksamkeit, Ruhe, Beherrschung, Klarheit, Fairness &#8211; die Liste lässt sich beliebig erweitern. All diese Eigenschaften stehen uns auch im Leben abseits von Pferden gut. Deswegen kann uns <strong>Horsemanship zu besseren Menschen machen</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Horsemanship in der Praxis: Bodenarbeit</h2>



<p>Oft wird unter <strong>Horsemanship Bodenarbeit </strong>verstanden, Groundwork auf Englisch. Damit etablieren wir die Kommunikation mit dem Pferd und bereiten es aufs Reiten vor. Hier starten auch Anfänger, die die Grundlagen von Horsemanship lernen wollen. Wichtig ist dabei: <strong>Gute Bodenarbeit ist kein Selbstzweck, sondern lässt sich auf das Reiten übertragen</strong>: Genauso wenig wie ich will, dass mein Pferd am Seil mit der Schulter nach innen fällt und damit schiebt, will ich das beim Reiten. Oder: Hat ein Pferd verstanden, dass es dem Seil folgen kann und dass es nachgiebig sein soll, muss ich Zügelhilfen kaum noch erklären, da es den Übertrag schafft.</p>



<p>Die Übungen bei der <strong>Bodenarbeit, das heißt dem Horsemanship-Training,</strong> brauchen als Ausrüstung ein <a href="https://verstehepferde.de/knotenhalfterkunde/">Knotenhalfter</a> und <a href="https://verstehepferde.de/welches-seil-furs-knotenhalfter/">Leadrope</a>. Sie sind die Arbeitsmittel, die es Pferd und Mensch am einfachsten machen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-1024x683.jpg" alt="Horsemanship-Training: Das Pferd folgt dem Seil und der Körpersprache des Menschen." class="wp-image-5337" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Im Horsemanship-Training lernt das Pferd unserem Körper und dem Gefühl des Seils zu folgen: Hier demonstriert es die PN. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>Das Pferd soll beim <strong>Bodenarbeits-Training zunächst drei Prinzipien verstehen</strong>, auf denen alles andere aufbaut:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Das Weichen auf Druck. </strong>Das Pferd lässt sich von uns sowohl durch eine direkte Berührung verschieben (etwa, wenn es sich auf dem Putzplatz herumdrehen soll), als auch durch Energie. Beide Hilfen sollten austauschbar verwendet werden können. Eine gute Bodenarbeit-Übung für Anfänger (Pferd und Mensch) ist <a href="https://verstehepferde.de/hinterbeine-kreuzen-warum/">das Kreuzen der Hinterbeine bzw. das Weichenlassen der Hinterhand</a>. </li>



<li><strong>Desensibilisieren.</strong> Dabei werden gruselige Gegenstände entgruselt. Das Pferd lernt zum Beispiel, dass es vor einer Flagge oder einem geworfenen Seil nicht weglaufen muss. Im übertragenen Sinn versteht es, dass es auf ein Mehr an Energie nicht automatisch ebenfalls mit mehr Energie reagieren muss, sondern manche Reize auch einfach ignorieren kann. Der Unterschied liegt in unseren Hilfen und in unserer Absicht bzw. Intention. Das Pferd lernt, uns zu lesen, um zu verstehen, ob es weichen und reagieren soll oder ob es einfach entspannen kann.</li>



<li><strong>Dem Gefühl des Seils folgen. </strong>Mir ist es wichtig, dass das Pferd das Seil nicht als bloßen Zug kennenlernt, sondern als Gefühl und Richtung, dem es folgen kann. So entsteht Leichtigkeit und das Pferd denkt in die Richtung, in die wir es bewegen. Das ist für korrekte Bewegungsabläufe wichtig.</li>
</ol>



<p>Das Ziel ist stets, dass <strong>das Pferd unseren Anforderungen willig Folge leisten</strong> kann. Dass es sich im Fluss bewegt, dass es unsere Hilfen verstanden hat, dass es nachgiebig reagiert. Das Pferd soll also nicht stumpf Tricks oder Bewegungen auf Knopfdruck ausführen, sondern anpassbar bleiben. <a href="https://verstehepferde.de/reaction-oder-response/">Hier habe ich über den Unterschied von Reaction und Response</a> geschrieben, ein Prinzip, das für das Verständnis wichtig ist. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-683x1024.jpg" alt="Das Pferd zeigt Kruppeherein an der Hand - vorbereitet durch Horsemanship" class="wp-image-5340" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-1024x1536.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-1365x2048.jpg 1365w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Kruppeherein in der Handarbeit &#8211; vorbereitet durch Bodenarbeit und Horsemanship. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>Sitzen diese Horsemanship-Grundlagen, die alle im Training erarbeitet werden, sind der <strong>Fantasie bei der Bodenarbeit </strong>keine Grenzen mehr gesetzt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Man kann das Pferd auf dem Zirkel gehen lassen, elegante Richtungswechsel ab- und alle Gangarten anfragen</li>



<li>Man kann das Pferd rückwärts gehen lassen &#8211; gerade, durch Stangen oder sogar im Kreis</li>



<li>Man kann ihm seitwärts gehen (auch über Stangen) beibringen</li>



<li>Man kann für mehr Abwechslung 8er und Kleeblatt um Hütchen gehen</li>



<li>Man kann mit Freiarbeit beginnen</li>



<li>Man kann reale Seitengänge wie Schulter- und Kruppeherein und Traversalen lehren</li>
</ul>



<p><a href="https://verstehepferde.de/longieren-koerpersprache-und-hilfen/">Longieren</a> ist kein Kernbestandteil von Horsemanship, lässt sich mit der damit entstandenen Kommunikation aber leicht schulen. Die Voraussetzung: <a href="https://verstehepferde.de/hilfszuegel-nein-danke/">keine Hilfszügel! Warum, beschreibe ich hier.&nbsp;</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Horsemanship in der Praxis: Reiten </h2>



<p>Horsemanship und Reiten erzeugt vielleicht Bilder vom Reiten mit Halsring, mit zwei Bodenarbeitssticks in den Händen statt Zügeln (dafür wurde Pat Parelli berühmt) oder wieder eine Idee vom Westernreiten. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Ich habe Reiten nach Horsemanship-Prinzipien so kennengelernt: </h3>



<p>&#x1f40e; Wir starten <strong>gebisslos am Knotenhalfter</strong> mit dem Leadrope als Zügel. Richtig gelesen: Wir haben nur das Rope und es wird nicht am Halfter zusammengebunden, sprich, wir arbeiten nur mit einem Zügel. Ein Horsemanship-Konzept ist: <strong>Ein Zügel für Kontrolle, zwei für Kommunikation</strong>. Das verhindert, dass wir am Anfang zwei Zügel zum Bremsen nutzen und das Pferd auf eine Hilfe abstumpfen, die wir später für Versammlung brauchen.</p>



<p>&#x1f40e; <strong>Das Pferd lernt, auf einen Zügel den Hals zu biegen</strong> (laterale Flexion) und so sein Vorwärts kontrollieren zu lassen. Da es bereits vom Boden vorbereitet ist, fällt der Übertrag in den Sattel in der Regel nicht schwer.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-1024x683.jpg" alt="Das Pferd steht mit seinem Reiter und hat seinen Kopf an der Senkrechten. Die Basis dafür ist Horsemanship." class="wp-image-5339" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Horsemanship beim Reiten: Die PN weiß, dass er auf beidseitig angenommene Zügel mit einem Nachgeben im Genick reagieren soll. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>&#x1f40e; Am Anfang der Ausbildung werden <strong>alle Gangarten am langen Zügel</strong> geritten &#8211; Vorwärts ist das A und O. Kopfhaltung und Form spielen keine Rolle. <strong>Dauertreiben findet nicht statt</strong>, wenn das Pferd vorwärts geht, sind wir neutral und gehen in der Bewegung mit, ohne aktiv zu treiben.</p>



<p>&#x1f40e; Jetzt erklären wir dem Pferd<strong> die Bedeutung des Schenkels</strong>, so dass es auf eine Schenkelhilfe hinterm Gurt die Hinterbeine übertreten kann. Eine Übung bzw. Lektion, die früh geritten wird: Wir lassen zunächst die Hinterbeine übertreten und schließen daran im Fluss ein Übertreten der Vorhand an, so dass das Pferd eine 180 bis 360 Grad Drehung macht. Wie bei der Bodenarbeit erlaubt uns diese Übung die getrennte Kontrolle über Vor- und Hinterhand.</p>



<p>&#x1f40e; Dann erklären wir <strong>die Bedeutung der Zügel</strong>: Der innere führt das Pferd nach innen, der äußere spricht zur Schulter und führt die Schulter nach außen. <strong>Nehmen wir beide Zügel an</strong>, soll das Pferd mit dem Genick nachgeben und den Kopf in eine vertikale Position an die Senkrechte nehmen. Halten wir den Kontakt und geben die Zügel nicht wieder vor, soll es rückwärts gehen.</p>



<p>&#x1f40e; <strong>Die Kombination von Schenkel und Zügel </strong>&#8211; also das Stehenlassen der Zügel und das Treiben der Schenkel &#8211; für Verkürzung und Versammlung kommt erst, wenn das Pferd die Hilfen einzeln verstanden hat.</p>



<p>&#x1f40e; Wie bei der Bodenarbeit gilt hier auch: <strong>Das Pferd wird mit Pausen &#8211; und sogar Absteigen des Reiters &#8211; belohnt</strong>.</p>



<p>&#x1f40e; Hinzu kommen <strong>strategische Überlegungen</strong>, etwa, Magneten entgegenzuwirken, wenn das Pferd zum Beispiel in Richtung Tor zieht und gern schneller wird oder wenn das Pferd eine Lektion vorausnehmen will. Warwick Schiller hat eine <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Q5TNASEdi3c&amp;list=PLRanqnpaErQ5PVpPHRBNwfgs26-EsndmO">Video-Reihe, die Principles of Training</a> (Englisch), aufgenommen, in denen er diese verschiedenen Strategien ausführlich erläutert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beispiele für gutes Horsemanship&nbsp;</h2>



<p>Gutes Horsemanship ist unspektakulär, im Fluss und im Austausch.</p>



<p>Wir machen es uns leichter, wenn wir uns von Anfang an <a href="https://verstehepferde.de/gute-gewohnheiten-am-pferd/">gute Horsemanship-Gewohnheiten antrainieren</a>: Wenn ich sinnvolle Abläufe in meinen Alltag mit dem Pferd integriere, werden sie zur Gewohnheit und ich muss nicht mehr bewusst darüber nachdenken. Diese guten Gewohnheiten zeugen von der Kooperation und vom Verständnis des Pferdes und der Rücksichtnahme des Reiters. Beispiele dafür sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Führen am losen Seil: Das Pferd reagiert beim Führen auf die Richtung des Menschen und passt sich an dessen Tempo an, ich brauche keinen Zug, um das Pferd zu kontrollieren.</li>



<li>Das Pferd kann unangebunden stehen bleiben.</li>



<li>Das Pferd kann freistehend gesattelt werden.</li>



<li>Der Westernsattel wird aus der Hüfte auf den Pferderücken geschwungen und nicht einfach fallen gelassen.</li>



<li><a href="https://youtu.be/o9d3foBUzr8">Das Pferd hilft beim Aufhalftern oder Anziehen des Kopfstücks</a> mit, indem es den Kopf senkt und dreht bzw. selbst hinein schlüpft.</li>



<li>Das Pferd tritt zum Aufsteigeblock herüber, damit der Reiter leichter aufsitzen kann.</li>



<li>Der Reiter kann am losen Zügel aufsteigen, ohne dass das Pferd sofort losläuft.</li>



<li>Der Reiter kann das Pferd in allen Gangarten am losen Zügel reiten &#8211; es hat sich selbst dafür gut genug unter Kontrolle.</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-683x1024.jpg" alt="Eine Frau gurten den Westernsattel nach - nach Horsemanship-Prinzipien." class="wp-image-5341" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Sattel und Gurten &#8211; pferdefreundliche, weil rücksichtsvolle Handgriffe formen gute Horsemanship-Gewohnheiten. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Horsemanshit: Kritik am Horsemanship</h2>



<p>Horsemanship steht immer mal wieder in der Kritik &#8211; meist als harte Trainingsmethode, die Zwang und Dominanz nutzt. Folgende Argumente werden dabei gern zu Felde geführt. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship macht Pferde mit Druck gefügig!</h4>



<p><strong>Die Hilfen in Phasen zu verstärken</strong>, bis die gewünschte Reaktion kommt, wird als Ausübung von Zwang interpretiert.&nbsp;Nun ist die Eskalation der Hilfen- also mit wenig einzusteigen und bei Bedarf die Hilfe zu verstärken &#8211; nicht auf das Horsemanship beschränkt, sondern wird in der Dressur oder dem Westernreiten ebenso angewandt. Aber darum soll es an dieser Stelle nicht gehen. Es gilt aber: Egal, welches Prinzip ich anwende oder nach welchem Konzept ich trainiere: <a href="https://verstehepferde.de/auf-der-suche-nach-dem-rechten-mass/">Im Übermaß und falsch angewendet</a>, kann ich alles entstellen und bis zum Missbrauch treiben. Es bleibt also in der Verantwortung des Menschen, die Hilfen mit Sinn und Verstand, mit Augenmaß und fair anzuwenden. Das gilt immer und überall &#8211; auch abseits des Horsemanships.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Knotenhalfter ist gefährlich!</h4>



<p><strong>Das Knotenhalfter wird durchaus als scharfes Folterwerkzeug dargestellt</strong>, das auf Nervenbahnen drückt, ins Fell schneidet und Akupunkturmeridiane stört. Richtig ist, dass das Knotenhalfter durch die Seile statt den breiten, gewebten Bändern eines Stallhalfters in der Tat mehr Druck am Pferdekopf entstehen lässt. Das ist aber gewünscht, denn <strong>das Knotenhalfter ist ein Arbeitshalfter</strong> und es geht um Effizienz. <a href="https://verstehepferde.de/das-todbringende-knotenhalfter/">Hier beschreibe ich, warum das Knotenhalfter im Horsemanship das Mittel der Wahl ist</a>. Das Knotenhalfter kann also nicht wie ein Stallhalfter eingesetzt werden, dafür ist es nicht gemacht. Es gibt in der Handhabung auch ein paar No-Gos wie das Führen mit Dauerzug oder das feste Anbinden (das Rope um eine Anbindestange wickeln ist ok). Wie wir es am Ende einsetzen, liegt allein in unserer Hand.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship baut auf die veraltete <strong>Dominanztheorie </strong>auf!</h4>



<p>Manche Pferdeleute berufen sich auf die Wissenschaft und sagen, dass es <strong>in einer Pferdeherde keine klare Rangfolge gebe</strong> und es in Streitigkeiten stets nur im Ressourcen ginge &#8211; damit steht das Konzept hinterm Horsemanship auf tönernen Füßen. Nun ist es aber so: Pferde kennen Rangfolgen. Jeder, der Pferde untereinander einmal beobachtet hat, kann das nicht in Abrede stellen &#8211; ob es dabei um Ressourcen geht, ist zweitrangig. <strong>Das Pferd versteht es, sich einem anderen unterzuordnen oder ein anderes zu dominieren</strong>. Und genau dieser Ansatz wird im Horsemanship genutzt. Solange &#8222;die Wissenschaft&#8220; keine guten Pferdemenschen hervorbringt, die auf Basis &#8222;neuster Studien&#8220; Erfolge in Form von solide ausgebildeten Pferden nachweisen können, halte ich mich eher an die Pferdemenschen, die Tag ein Tag aus in der Praxis beweisen, dass sie wissen, wie der Hase bzw. das Pferd läuft.&nbsp;Ross Jacobs, Pferdetrainer aus Australien und im vorherigen Leben Doktor der Medizin, der lange in der Forschung tätig war, hält ebenfalls nicht viel von Verhaltenswissenschaften im Bereich der Pferde. <a href="https://www.facebook.com/profile/100064515560094/search/?q=study">Hier schreibt er, warum</a> (auf Englisch).</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Pferd kann den Menschen nicht als Leittier wahrnehmen!</h4>



<p>Demnach kann <strong>der Mensch nicht in die Rolle des Leittiers schlüpfen, weil das Pferd weiß, dass er ein Mensch ist</strong>.&nbsp;Es stimmt, dass im Horsemanship der Mensch die Führung des Pferd-Mensch-Teams übernimmt. Er läuft deswegen aber nicht auf allen Vieren und er wiehert auch nicht. Er versucht nur, seine Kommunikation an die Pferdesprache anzulehnen &#8211; und ein guter, fairer Chef zu sein, wie es ein Leittier in der Herde auch wäre.&nbsp;Damit das funktioniert, muss das Pferd nicht denken, dass der Mensch ein Pferd ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1024x683.jpg" alt="Das Pferd hat Angst vor Regenschirm - hier setzt eine Kritik am Horsemanship-Training an." class="wp-image-5057" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Eine Kritik am Horsemanship ist, dass das Training dem Pferd Angst machen kann &#8211; wie hier PN und Regenschirm. Ich sage: Das Pferd lernt seine Angst zu überwinden &#8211; und gewinnt an Mut und Selbstvertrauen. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship treibt Pferde in die erlernte Hilflosigkeit!</h4>



<p>Horsemanship soll <strong>das Pferd durch Reizüberflutung beim Desensibilisieren in die erlernte Hilflosigkeit </strong>bringen. Erlernte Hilflosigkeit ist nicht das Ziel von gutem Horsemanship, sondern eher das unerwünschte Ergebnis von schlechtem (genau wie beim Dressurreiten). Die Gefahr der Reizüberflutung besteht beim Desensibilisieren in der Tat &#8211; aber auch die Chance, dem Pferd dabei zu helfen, seine Angst zu überwinden. Jedes Ding hat eben zwei Seiten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship folgt nicht neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen!</h4>



<p>Demnach ist <strong>Horsemanship total veraltet, weil es noch mit Druck arbeitet</strong> und nicht mit positiver Verstärkung. Nun sind Druck und seine Anwendung ein Dauerthema in Pferdekreisen. Zunächst mal muss man sich darüber klar sein, dass alles, was wir mit Pferden tun, die eine oder andere Form von Druck beinhaltet &#8211; schon unsere bloße Anwesenheit kann Druck sein, wenn sie eine Erwartungshaltung erzeugt oder wir einen gewissen Vibe mitbringen. Zu glauben, dem Pferd ohne irgendeine Form des Drucks begegnen zu können, ist deswegen illusorisch bis naiv. <strong>Und Druck an sich ist auch kein Problem. Pferde kennen Druck aus ihrem Alltag &#8211; auch ohne Menschen</strong>: Die Sonne, die am Himmel brennt, kann im Sommer genug &#8222;Druck&#8220; erzeugen, dass sich ein Pferd einen Schattenplatz sucht. Horsemanship nutzt überwiegend die negative Verstärkung &#8211; ein Reiz wird erzeugt, Druck aufgebaut und wieder eingestellt, sobald das Pferd das gewünschte Verhalten zeigt. Dagegen steht das Prinzip der positiven Verstärkung, wo einem gewünschten Verhalten eine Belohnung folgt. In der Lerntheorie beschreiben beide Ansätze Herangehensweisen, &#8222;positiv&#8220; und &#8222;negativ&#8220; benennt das Hinzufügen (der Belohnung) und das Wegnehmen (des Reizes/Drucks). In meiner Wahrnehmung haben viele nicht verstanden, dass &#8222;positiv&#8220; und &#8222;negativ&#8220; keine Bewertung sind. Ich glaube auch, dass es ein Zeichen der aktuellen Zeit ist, dass Kommunikation (auch mit Tieren) möglichst kuschelig sein muss, um die Gefühle des Gegenübers nicht zu verletzen. Dabei bleibt aber Klarheit auf der Strecke &#8211; und Pferde brauchen Klarheit, um sich wohl und sicher zu fühlen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Relationship vor Horsemanship!</h4>



<p>Demnach soll <strong>vor dem Horsemanship eine Beziehung mit dem Pferd etabliert werden</strong>. Diese Kritik erscheint mir wenig sinnvoll, da hier nicht verstanden wurde, dass der Faktor Beziehung ein essenzieller Teil von gutem Horsemanship ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Horsemanship lernen: Menschen und Methoden</h2>



<p>Es gibt jede Menge guter Horsemen da draußen. Mein Fokus liegt auf jenen im englischsprachigen Raum &#8211; ich bleibe gern am Ursprung. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die erste Generation der US-Horsemen, auf die die Horsemanship-Bewegung zurückgeht, sind <strong>Tom und Bill Dorrance</strong> und deren Schüler <strong>Ray Hunt</strong>. Dessen Schüler wiederum ist unter anderem <strong>Buck Brannaman</strong>. </li>



<li><strong>Pat Parelli</strong> war der erste, der ein Horsemanship-Home-Study-Programm vertrieben hat. Er nimmt eine Sonderstellung ein.</li>



<li><strong>Warwick Schiller</strong> hat ein umfangreiches Horsemanship-Programm, das in jüngster Zeit den Dreh zu Persönlichkeitsentwicklung gemach hat.</li>



<li>Zur Nachfolgegeneration junger Horsemen gehören unter anderem <strong>Carson James und Ryan Rose</strong>, die von verschiedenen Horsemen gelernt und ihr eigenes Programm haben.</li>



<li>Einer der bekanntesten deutschen Horsemen ist <strong>Bernd Hackl</strong>.</li>



<li><strong>Tristian Tucker und Featherlight Horsemanship</strong> sind bekannte Pferdemenschen, die eher in Warmblut- und Dressurkreisen unterwegs sind. </li>
</ul>



<p>Viele der oben genannten haben ihre eigenen Online-Bibliotheken, Abonnements und Programme, um ihren Horsemanship-Ansatz zu lernen. Die Prinzipien dahinter sind oft ähnlich, aber jeder interpretiert sie auf seine Weise. Horsemanship kann heute also ohne Weiteres online gelernt werden (oder sagen wir die Konzepte und Grundlagen, anwenden muss man sie dann natürlich selbst).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-1024x683.jpg" alt="Pferd mit Dehnungshaltung im Trab - das Ergebnis von gutem Horsemanship" class="wp-image-5059" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-1536x1025.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-2048x1366.jpg 2048w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Biegung und Stellung in Dehnungshaltung im Trab ohne massivem Zug am Zügel gebisslos geritten: Horsemanship legt die Basis, damit das Pferd die Hilfen des Reiters leicht verstehen kann. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<div style="background-color:#ffbc77;text-align:center" class="wp-block-atomic-blocks-ab-cta ab-block-cta"><div class="ab-cta-content"><h2 class="ab-cta-title ab-font-size-32" style="color:#783f04">Willst du mehr über Horsemanship erfahren?</h2><div class="ab-cta-text ab-font-size-32" style="color:#783f04"><p>Melde dich hier zu meinem Newsletter an!</p></div></div><div class="ab-cta-button"><a href="https://7ed4eb42.sibforms.com/serve/MUIFAMz1fy6PdaOPKhz5Xv28D4STF5OAAQgNkpu_kd8twd8Yfuaf2rStKN_c00CXDttFnn38eEPhFSKiAdAOAQZTcScVl86af9QmpwGuAAxy8Gxg0n0D2lFCtWbKSTPyZQmMHLG_aMi7b_xeIwxmeN-RaA4wNfLGVqRy4QsuAWaf4QNLu1MV90XqMYfLcPmNcWMzaxf0XGmbmN9O" target="_self" rel="noopener noreferrer" class="ab-button ab-button-shape-rounded ab-button-size-medium" style="color:#ffffff;background-color:#cb5920">Jetzt Pferde verstehen</a></div></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Grammatikalische <a href="https://www.britannica.com/dictionary/eb/qa/Using-the-Suffix-Ship#:~:text=%2DShip%20is%20a%20noun%20suffix,that%20is%20already%20a%20noun">Horsemanship-Definition</a></p>



<p>Die <a href="https://www.der-lindenhof.de/parelli">7 Spiele nach Parelli</a>: Pat Parelli nennt die grundlegenden Bodenarbeits-Übungen mit dem Pferd &#8222;Spiele&#8220;.</p>



<p><a href="https://flourishalona.com/kein-spiel-die-7-spiele-nach-parelli/">Kritik an den sieben Spielen</a> von zwei Frauen, die sich einem sanften Pferdetraining verschrieben haben.</p>



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		<title>Reiten oder Bodenarbeit: Probleme lösen mit guten Gewohnheiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Aug 2023 13:11:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Aufhalftern]]></category>
		<category><![CDATA[Aufsteigen]]></category>
		<category><![CDATA[Ausreiten]]></category>
		<category><![CDATA[Gewohnheiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Pferd füttern]]></category>
		<category><![CDATA[Probleme lösen]]></category>
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		<category><![CDATA[Spazieren gehen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hast du Probleme beim Reiten? Bei der Bodenarbeit? Missverständnisse? Unklarheiten? Du denkst, deine Hilfen passen, aber trotzdem macht dein Pferd nicht, was du gern willst? Vielleicht liegt die Ursache in schlechten Gewohnheiten. Gewohnheiten und Routinen können, wenn wir sie intelligent einsetzen, die Beziehung und das Verständnis fördern und sind damit…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-1024x683.jpg" alt="Nahaufnahme einer Reiterin auf dem Pferd - gute Gewohnheiten ermöglichen harmonisches Reiten." class="wp-image-5191" style="width:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-2048x1365.jpg 2048w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/V9A2734-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gutes Horsemanship, egal ob im Sattel oder vom Boden, basiert auf vielen sinnvollen Gewohnheiten. So kann man Problemen mit dem Pferd vorbeugen &#8211; oder sie lösen. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<p>Hast du Probleme beim Reiten? Bei der Bodenarbeit? Missverständnisse? Unklarheiten? Du denkst, deine Hilfen passen, aber trotzdem macht dein Pferd nicht, was du gern willst? Vielleicht liegt <strong>die Ursache in schlechten Gewohnheiten</strong>. </p>



<p><strong>Gewohnheiten und Routinen</strong> können, wenn wir sie intelligent einsetzen, die <strong>Beziehung und das Verständnis fördern</strong> und sind damit ein wichtiger Grundstein für gutes Horsemanship.</p>



<p>Unklug oder unbedacht angewandt, können sie unser Training aber auch torpedieren. Denn <strong>Pferde sind Meister darin, Muster zu erkennen</strong> und sie zusammenzufügen. Und so kann es passieren, dass sie Puzzleteile auf eine Art und Weise kombinieren, wie wir das nicht unbedingt wollen. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Gute Gewohnheiten = gutes Horsemanship</h2>



<p>Hast du deine Routinen gut durchdacht und sind sie sinnvoll, dann kannst du damit dein Horsemanship leicht aufs nächste Level heben. Denn sobald du eine Gewohnheit drin hast, musst du nicht mehr über deine Handlungen nachdenken. <strong>Du tust dann automatisch etwas für gutes Horsemanship</strong>, ohne dich aktiv darum bemühen zu müssen. Gute Gewohnheiten sind wie Guthaben auf deinem Horseman-Konto, das du einfach ansparen kannst. Deswegen nutze jede Gelegenheit. </p>



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<figure class="aligncenter size-medium"><a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="300" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg" alt="Buchcover Taschenbuch zum gebisslosen Reiten: &quot;Natürlich gebisslos - Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&quot;" class="wp-image-5737" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-1024x1024.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-150x150.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-768x767.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-600x600.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl.jpg 1043w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure>
</div>


<p>Hier findest du mein Buch: <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><strong>Natürlich gebisslos: Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen*</strong></a></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Gute Gewohnheiten am Pferd in der Praxis</h2>



<p>Leicht gesagt, aber nicht so leicht getan? Doch. Ich beschreibe dir jetzt einige Situationen aus unserem Alltag, die deutlich machen, wie die PN <strong>Schlüsse aus regelmäßigen Abläufen </strong>zieht &#8211; erwünschte und weniger erwünschte &#8211; und was genau ich tun kann bzw. getan habe, damit er die richtigen Ideen entwickelt und falsche ablegt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-1024x683.jpg" alt="Eine Reiterin streichelt ihr stehendes Pferd im Abendlicht - gute Gewohnheiten am Pferd machen Mensch und Pferd zufrieden." class="wp-image-5196" style="width:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_c96.jpg 1086w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gute Gewohnheiten und gutes Horsemanship machen Pferd und Mensch zufrieden. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Aufhalftern und Auftrensen: Das Pferd streckt den Kopf in die Luft</h3>



<p>Unser Aufhalftern sieht so aus: Die PN kommt, ich streichle ihn und stelle mich neben seine linke Schulter. <strong>Mein rechter Arm greift über seinen (tiefen) Hals nach dem Nackenstück des Knotenhalfters</strong>. Ich fädele das Knotenhalfter mit beiden Händen über seine Nase und <a href="https://verstehepferde.de/knotenhalfterkunde/">fixiere die Knoten</a>. Dabei stehe ich nicht unter seinem Hals, sondern stets daneben. Zum einen, weil ich zu faul bin, mich fürs Aufhalftern oder Auftrensen zu strecken, zum anderen, weil das einfach keine gute Angewohnheit ist.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich <strong>werfe dem Pferd nicht das Genickstück des Knotenhalfters über den Hals</strong>, weil das sprichwörtlich ins Auge gehen kann.</li>



<li>Ich will, dass das Pferd den Kopf senkt &#8211; also stelle ich mich nicht unter den Hals des Pferdes, weil es dann dazu gezwungen ist, ihn anzuheben und damit habe ich das Gegenteil von dem erreicht, was ich eigentlich will. Pferdertrainer Warwick Schiller demonstriert das anschaulich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=tyMoCVzqgQE">in diesem Video</a> (auf Englisch).</li>
</ul>



<p><strong>Junge Pferde werden mit tiefem Kopf beim Aufhalftern optimal auf das Auftrensen vorbereitet</strong>, weil sie gar keine andere Art kennengelernt haben. Wiederholt man das tiefe Aufhalftern jedes Mal, kann sich das Pferd angehalten sehen, selbst mitzuhelfen. Es steckt dann die Nase ins Halfter &#8211; oder bei uns das Bosal -, weil es weiß, was als nächstes kommt (und weil es weiß, was seine Aufgabe ist bzw. von ihm erwartet wird). So können wir uns das (sonst gefürchtete) Vorausnehmen von Hilfen oder Aufgaben zu Nutze machen. <a href="https://youtu.be/o9d3foBUzr8">Hier kannst du dir ein Video anschauen, wie das Aufzäumen mit dem Bosal</a> bei uns aussieht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-683x1024.jpg" alt="Eine gute Gewohnheit am Pferd ist das korrekte Aufhalftern mit dem Knotenhalfter." class="wp-image-5189" style="width:342px;height:512px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-1024x1536.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O1934.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">So sieht richtiges Aufhalftern mit dem Knotenhalfter aus: Das Pferd hat den Kopf tief und dreht ihn in meine Richtung. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Reiten: Das Pferd zieht zum Tor </h3>



<p><strong>Zieht dein Pferd beim Reiten zum Tor oder zum Eingang der Halle?</strong> Kenne ich. Bei uns war das ein Problem, das ich selbst erschaffen habe: Einer unser Deals ist &#8222;brave Pferde bekommen Gras&#8220;. Das hat positive Seiten, aber auch negative. Wenn wir unterwegs sind, weiß die PN, dass er früher oder später fressen darf. Saftiges Gras. Viel leckerer als das überständige auf der Koppel. So habe ich ganz unkompliziert von Anfang an einen Anreiz gesetzt, dass es sich lohnt mit mir Zeit zu verbringen. </p>



<p>Allerdings habe ich den Ort des Grasfressens nicht immer besonders intelligent gewählt. Früher ließ ich die PN <strong>direkt nach dem Reiten außerhalb des Reitplatzes fressen</strong> &#8211; weil es bequem ist und das Gras dort eh von Pferden gemäht werden muss. Das führte dazu, dass er schon <strong>während des Reitens einen sehr starken Drall zum Tor </strong>entwickelte &#8211; denn da ist ja das Gras. Seitdem gibt&#8217;s nach dem Reiten rund um den Platz kein Gras mehr. Stattdessen gehen wir raus und<strong> grasen den Grünstreifen entlang weg vom Stall</strong>. Das hat den Charme, das Losreiten beim Ausreiten zu beschleunigen, da der Weg positiv besetzt wurde. </p>



<p>Wenn die PN etwas Besonders gut gemacht hat, <strong>belohne ich ihn mit unmittelbarem Absteigen</strong>. Schon allein deswegen ist der Ort des Absteigens bei uns nie der Gleiche. Auch hier gilt: Steigst du jedes Mal am Tor ab, wird dein Pferd möglicherweise eine starke Anziehung dorthin entwickeln und freiwillig anbieten, dorthin zu gehen. Verstärkt. Bei jeder Gelegenheit. Immer wieder. Da das Tor per se ein Magnet sein kann &#8211; schließlich geht&#8217;s da durch, wenn die Einheit zu Ende ist und Futter und Kumpels warten -, machst du es für dein Pferd noch unwiderstehlicher. Driftende Pferde zu reiten macht einfach keinen Spaß. Deswegen: Plane deine Einheiten entsprechend und <strong>steige nicht am Tor ab</strong>. Gib auch die <strong>tehpausen während deiner Reiteinheit am besten an unterschiedlichen Orten</strong>.</p>



<p>Übrigens: Wenn dein Pferd zum Tor zieht, heißt das, dass dein Reiten aus Pferdesicht furchtbar ist? Nicht zwangsläufig. Es heißt, dass dein Pferd gern Feierabend oder etwas anderes machen würde.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_ca5-683x1024.jpg" alt="Reiterin trägt Equipment weg, während das Pferd am Sand schnüffelt, um sich zu wälzen. Strategisches Absitzen ist eine weitere gute Gewohnheit am Pferd." class="wp-image-5194" style="width:342px;height:512px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_ca5-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_ca5-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_ca5-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_ca5.jpg 724w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Absteigen und absatteln ist für das Pferd eine Belohnung &#8211; wenn wir das strategisch tun, fördern wir das gewünschte Verhalten, weil das Pferd schnell merken wird, was es genau getan hat, bevor der Mensch abgestiegen ist. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Aufsteigen: Das Pferd läuft sofort los</h3>



<p>Eine gute Gewohnheit ist, <strong>nach dem Aufsteigen nicht sofort loszureiten</strong>. Nimmt das Pferd das vorweg und setzt es sich in Bewegung, bevor wir im Sattel sitzen, machen wir unfreiwillig Gymnastik, um unsere Bewegung mit der unerwarteten des Pferdes auszubalancieren und zu koordinieren. Hier können die dämlichsten (und gefährlichsten Unfälle passieren).</p>



<p>Um das zu verhindern, soll das Pferd nicht lernen, dass es direkt nach dem <a href="https://verstehepferde.de/problemebeimaufsteigen/">Aufsteigen </a>sofort los geht. Deswegen lassen wir es <strong>erst einmal für eine Weile stehen, sobald wir im Sattel sitzen</strong>. Oder wir<strong> reiten rückwärts los oder drehen die Vorhand oder die Hinterhand</strong>. Hauptsache, kein gerades Vorwärts. Eine gute Variante ist ebenfalls, mal <strong>von rechts aufzusteigen</strong>. Das wird dem Pferd jede Menge zu denken geben, da es damit nicht rechnet (zumindest dann nicht, wenn du sonst immer von links aufsteigst). Und dir auch. Wenn du nicht sicher bist, ob du das koordiniert bekommst, dann übe das Aufsteigen von rechts am toten Objekt. Ich habe dafür tatsächlich ein Panel bei uns im Stall genutzt. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-1024x683.jpg" alt="Eine Reiterin versucht vom Aufsteigeblock auf ihr Pferd zu klettern - ein Beispiel für keine gute Gewohnheit am Pferd." class="wp-image-5192" style="width:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O3842.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Aufsteigen &#8211; so nicht. Aufs Pferd zu kommen sollte keine Akrobatik sein. Außerdem zieht man so den Sattel zur Seite. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Aufsteigen draußen: Das Pferd lässt es nicht zu</h3>



<p>Das <strong>Aufsteigen soll für das Pferd kein großes Ding</strong> sein. Deswegen ist es sinnvoll, nicht nur am Anfang und am Ende der Reiteinheit abzusteigen, sondern auch mal zwischendrin. Und auch nicht immer an der gleichen Stelle und auch nicht immer vom Aufsteigeblock. So verbindet das Pferd mit dem Aufsteigen nicht Arbeit und mit dem Absteigen Pause (dann kann es nämlich passieren, dass es beschließt den Reiter nicht mehr aufsitzen zu lassen, weil in seiner Wahrnehmung die Arbeit ja bereits beendet ist). Stattdessen ist das <strong>Auf- und Absteigen einfach eine weitere Lektion</strong>, sagen wir wie Schulterherein. Ich steige vom Block auf &#8211; wobei ich die verschiedenen Stufen nutze -, ich klettere vom Tor auf den Rücken der PN oder vom Mäuerchen in der Liegehalle oder draußen von einer Böschung. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Ausreiten: Das Pferd beschleunigt Richtung Stall</h3>



<p>Bei uns gab&#8217;s von Anfang an keine Ausreitrunden mit aufsteigen am Stall, losreiten, zurückkommen, absteigen am Stall. Je nachdem wie das Pferd drauf ist und wie viel Erfahrung es hat, kann man sich hier mit ganz normal erscheinenden Routinen Probleme züchten: Vielleicht <strong>will das Pferd erst nicht vom Stall alleine weg</strong>, weil es sich mit den anderen wohler fühlt, <strong>vielleicht wird das Pferd eilig</strong>, sobald es merkt, dass man auf dem Heimweg ist oder es bestimmt selbst, dass jetzt galoppiert wird, weil auf dieser Strecke immer Galopp angesagt ist. Kaum ist es am Stall angekommen, wird abgesattelt und gefüttert. Damit ist das Zuhause noch mehr eine Belohnung als eh schon und der Reiz, auf dem Heimweg Gas zu geben, steigt aus Pferdesicht weiter.</p>



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</a></p>



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<p>Mit diesen Gewohnheiten haben wir <strong>das Ausreiten verbessert</strong>:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die PN liebt es draußen zu sein, aber am Besten mit Mensch zu Fuß, weil man sich bei Bedarf hinter dem verstecken oder den vorschicken kann, so dass er zuerst gefressen wird. <strong>Wir sind also oft zu Fuß mit <a href="https://verstehepferde.de/ausruestung-fuer-pferd-und-mensch/#Ropes_Seile_und_Lasso">Lasso</a> unterwegs</strong>. Für uns war das eine <strong>sehr gute Vorbereitung fürs Ausreiten</strong>, weil er die Wege so schon kennengelernt hat. </li>



<li>Für die PN macht es einen großen Unterschied, ob ich zu Fuß mitlaufe oder drauf sitze. Wenn ich reite, fehlt der Mensch zum Folgen und man muss an gruseligen Situationen (ohne Genehmigung geparkte Autos! Ohne Erlaubnis im Wind raschelnde Hecken! Ohne Einwilligung herumhüpfende Rehe! Widerrechtlich herumspringende Hasen! Nicht konforme Maisfeldenden!) zuerst bzw. allein vorbei. Dieses Vorgehen <strong>übe ich immer mal wieder vom Boden, indem ich ihn die Führung übernehmen</strong> lasse.<a href="https://youtube.com/shorts/iq6DhG9MzpE?feature=share"> Hier kannst du dir das in einem Video ansehen</a>. </li>



<li>Kann oder will er an etwas partout nicht vorbei gehen, steige ich ab, führe ihn daran vorbei &#8211; was immer geht &#8211; und steige danach wieder auf. Deswegen ist es wichtig, dass <strong>das Aufsteigen fürs Pferd draußen auch an unterschiedlichen Stellen kein Problem</strong> ist. Da wir noch nie eine feste Aufsteigroutine hatten &#8211; also Auf- und Absteigen immer an der selben Stelle &#8211; war das Aufsteigen draußen für die PN noch nie ein Thema. Das Problem war eher ich, weil ich ohne den bequemen Aufsteigeblock hoch musste. </li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-1024x683.jpg" alt="Eine Reiterin führt ihr gesatteltes Pferd auf einem Feldweg. Gezieltes Führen ist ebenfalls eine gute Gewohnheit im Umgang mit Pferden." class="wp-image-5193" style="width:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/AW0O4066.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Reiter geht zu Fuß. Ja. Für das Pferd kann draußen geführt statt geritten zu werden eine echte Hilfe sein. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ab und an begleiten mich mein Freund oder meine Familie beim Ausreiten. Das war gerade am Anfang  super hilfreich, weil die PN dann wieder jemanden zum Folgen hatte. Da ich zu Pferd aber schneller bin als Fußgänger, <strong>drehe ich hin und wieder um und reite ihnen wieder entgegen</strong>. Oder mache Pausen und lasse die PN fressen. So hat er von Anfang an gelernt, <strong>dass wir nicht auf eine Richtung oder eine Runde festgelegt </strong>sind.</li>



<li><strong>Graspausen zwischendrin schaffen Gemütlichkeit</strong> und verhindern, dass es die PN nach Hause zieht. Ich lasse ihn beim Ausreiten deswegen stets draußen fressen &#8211; das würde ich allerdings nur mit einem Pferd empfehlen, das keine Probleme damit hat, wenn der Mensch es auffordert vom Gras wieder abzulassen. </li>



<li>Je öfter wir draußen waren, desto besser ließ sich die PN vom Stall wegreiten. Manchmal lasse ich ihn auch <strong>vom Stall weggrasen und steige dann etwas entfernt auf </strong>(weil da eine kleine Senke ist, so dass ich besser hoch komme). Unterm Strich habe ich so ein eher zögerliches Wegreiten vom Stall in ein fröhliches, freies Vorwärts verwandelt.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Füttern: Das Pferd drängelt</h3>



<p>Nach getaner Arbeit bekommt die PN Futter aus der Futterschüssel. Die stelle ich ihm immer <strong>direkt vor die Vorderbeine, so dass er stets einen oder zwei Schritte zurück treten</strong> muss, um mit dem Fressen beginnen zu können. Auf die Art und Weise baue ich elegant <strong>ein kleines Weichen lassen</strong> in die Routine ein und verhindere, dass sich Angewohnheiten wie nach vorn drängeln oder Ohren anlegen einstellen.</p>



<p>Die PN hat sich angewöhnt, sich schonmal an den Platz zu stellen, wo er fast immer gefüttert wird, sobald ich das <a href="https://verstehepferde.de/gebisslos-reiten-mit-bosal-die-gruende/">Bosal</a> abgemacht habe. Ich habe das einmal nicht korrigiert und zack, schon marschiert er ab und stellt sich demonstrativ hin, mit aufforderndem Blick, jetzt doch bitte die Mahlzeit zu servieren. Das ist zwar nicht besonders gehorsam, aber irgendwie recht schlau. Denn der nächste Schritt nach Bosal weghängen ist eben immer die Futterschüssel zu bringen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Bodenarbeit: Das Pferd hält lieber an statt sich zu versammeln</h3>



<p>Die PN hat gelernt, ihre Tritte im Trab zu verkürzen, so dass ich ihn <strong>versammeln und daraus wieder ins Vorwärts schicken</strong> kann &#8211; unterm Sattel und im Freilauf bzw. am Seil. Beim Üben im Roundpen schlich sich dabei zunächst unbemerkt eine <strong>gewisse Reihenfolge ein: flotter Trab, Trab verkürzen, anhalten, Pause.</strong> Irgendwann stellte ich fest, dass die PN statt kurzer Tritte immer gleich das Anhalten anbot: Er war der Meinung, dass man sich den versammelten Trab ja sparen kann, wenn danach das Anhalten kommt und dann die erhoffte Pause. <strong>Dieses Missverständnis beruhte also nicht auf falschen Hilfen oder mangelnder Kommunikation, sondern auf einem ungünstigen Aufbau des Trainings</strong>. Seitdem variiere ich die Reihenfolge, so dass er auf mich wartet. Im Prinzip v<strong>erstärken wir mit der Pause stets das, was direkt davor kommt</strong>. Das Pferd wird sich das merken und vermehrt zeigen oder anbieten wollen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="635" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133-1024x635.jpg" alt="Ein Pferd trabt im Freilauf." class="wp-image-5214" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133-1024x635.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133-300x186.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133-768x476.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133-150x93.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_1133.jpg 1126w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Verkürzter Trab im Roundpen. Foto: Nadja</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Hufbearbeitung: Das Pferd zieht den Huf vom Bock</h3>



<p>Wahrscheinlich kennst du das: <strong>Du kratzt die Hufe aus</strong> und bewegst dich dabei einmal um dein Pferd herum. In dem Moment, wenn du den Vorderhuf auf einer Seite abstellst, winkelt dein Pferd vielleicht schon das Hinterbein der gleichen Seite an &#8211; es denkt mit und voraus, weil es weiß was kommt und arbeitet in unserem Sinne mit. </p>



<p>Das Mitdenken bzw. Vorausnehmen kann aber auch nerven: Wenn ich der PN früher den Huf auf den Hufbock gestellt habe (ja, ich bearbeite die Hufe teilweise selbst)<strong> zog er das Bein immer schon weg, wenn er der Meinung war, dass ich fertig bin</strong> &#8211; nämlich dann, wenn ich die Raspel abgesetzt habe. Weil dem geplanten Abstellen des Beins eben stets mein Absetzen der Raspel voraus ging. Auch das ist ein unerwünschtes Verhalten, weil es nervt und auch einfach dumm laufen kann, wenn der Huf unkontrolliert vom Bock rutscht. Wie löst man das? Ich habe statt einmal am Stück zu raspeln den Vorgang in viele kleine aufgeteilt mit minimalsten Pausen dazwischen, so dass die PN verstanden hat, dass es nach der Raspelunterbrechung eben doch wieder weiter geht. So wartet er auf mich, bis ich seinen Huf vom Bock hebe.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Tricks: Das Pferd wartet nicht auf Kommandos</h3>



<p>Aktuell lernt die PN, <strong>die Vorderbeine vorn raus zu stellen und sich zu dehnen</strong> (eine Vorübung fürs <strong>Kompliment</strong>). Dafür bekommt er <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/gesunde-leckerli?ref=9">Leckerli</a>* in rauen Mengen (die sind notwendig, um ihn vom Schummeln wie Hinterbein vor- oder Vorderbein wieder zurückzustellen abzuhalten) &#8211; und das meistens an zwei Orten, abhängig davon, ob es regnet oder die Sonne scheint. Er hatte in kürzester Zeit raus, wo genau ich die Leckerli richte und geht jetzt zielstrebig dorthin &#8211; drinnen wie draußen &#8211; um zu checken, ob da nicht welche liegen. Da ich aktuell nur diese eine Sache übe, wartet er auch gar nicht mehr auf mein Kommando (&#8222;vor&#8220; und ein Zeigen auf das Bein), sondern <strong>stellt seine Vorderbeine von selbst vor, um danach Leckerli einzukassieren</strong>. Auch das ist ein Beispiel dafür, wie genau Pferde sich Reihenfolgen merken können. Ich denke, dass ich in seiner Wahrnehmung bei dieser Übung wirklich der Leckerlispender bin. Ich weiß auch, dass das so nicht im Sinne des Erfinders ist und ich keine Signalkontrolle habe, aber das ist mir in diesem Zusammenhang egal (das ist jetzt keine Empfehlung zum schlampigen Tricktraining).</p>



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<figure class="aligncenter"><a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/gesund-futter?ref=9" rel="nofollow"><img decoding="async" src="https://www.affiliatly.com/affiliate_files/banners/11897/Pferdefluesterei-Banner-B300xH250_20.jpg" alt=""/></a></figure>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Hier habe ich ausführlich übers <a href="https://verstehepferde.de/problemebeimaufsteigen/">Aufsteigen</a> geschrieben.</p>



<p>Hier geht&#8217;s darum, <a href="https://verstehepferde.de/knotenhalfterkunde/">wie man das Knotenhalfter richtig knotet</a>.</p>



<p>Und hier schreibe ich über <a href="https://verstehepferde.de/das-todbringende-knotenhalfter/">die richtige Anwendung des Knotenhalfters</a>.</p>


<p >Keine Produkte gefunden.</p>



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		<title>Verbietet endlich das Reiten! Und die Pferdehaltung! Und überhaupt!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Apr 2023 10:12:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich muss euch ein Geständnis machen. Ich wende Gewalt an im Umgang mit dem Pferd.&#160; Du fragst dich, wo das Problem ist? Ich mich auch. Denn aktuell erfährt die Definition von Gewalt im Pferdetraining einen interessanten Dreh – ausgelöst von dem Riesenrummel über eine Folge der neuen Pferdeprofis. Für alle,…</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-1024x683.jpg" alt="Reiten verbieten: Reiter im Galopp auf einem Reitplatz im Grünen." class="wp-image-5061" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-1536x1025.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-2048x1366.jpg 2048w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_8027-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Da hat der Reiter einfach zu viel Spaß. Das muss verboten werden. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<p>Ich muss euch ein Geständnis machen. Ich wende Gewalt an im Umgang mit dem Pferd.&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>„PN“ ist ein Spitzname, den ich ihm verpasst habe.</li>



<li>Die PN trägt <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/knotenhalfter?ref=9">Knotenhalfter</a>*.</li>



<li>Die PN wird geritten – mit Gerte, manchmal mit Sporen und oft ganz ohne.</li>
</ul>



<p>Du fragst dich, wo das Problem ist? Ich mich auch. Denn <strong>aktuell erfährt die Definition von Gewalt im Pferdetraining einen interessanten Dreh</strong> – ausgelöst von dem Riesenrummel über eine Folge der neuen Pferdeprofis. Für alle, die nicht im Bilde sind: Ein Horsemanshiptrainer löst das Verladeproblem einer Ponystute – aber nicht auf die feine englische (sic!) Art.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Cliquen-Terror: Auf ihn mit Gebrüll!</h2>



<p>Jetzt werden <strong>offene Briefe verfasst, Petitionen aufgesetzt, die Produzentenfirma heiß telefoniert</strong>. Dazu kommt die übliche Hysterie, wenn es darum geht Trainer außerhalb der eigenen Bubble zu kritisieren, die Dinge anders machen als man selbst (was für eine Zumutung!): Er trägt keinen Helm! Er ruckt am Knotenhalfter! Er hat am Knotenhalfter angebunden! <strong>Horsemanship und die böse Dominanztheorie werden sogleich als die Schuldigen ausgemacht</strong>. Und während ich die Kritik in Teilen nachvollziehen kann, so ist ihr Ausmaß völlig irre und jenseits von Gut und Böse.</p>



<p></p>



<p class="has-luminous-vivid-orange-background-color has-background">Nachtrag: Parallel gab es einen weiteren Vorfall, der das Blut der Pseudo-Pferdeschützer in Wallung gebracht hat. Auf der Equitana hat ein old-school Pferdetrainer ein Pferd gehobbelt: Er hat ihm die Beine zusammengebunden. Warum in aller Welt würde man das tun? Nun, das Hobbeln kommt &#8211; wie ziemlich das gesamte gute Horsemanship &#8211; aus den USA. Rancher und Cowboys hobbeln ihre Pferde, um deren Bewegungsradius einzuschränken, wenn sie gerade nicht draufsitzen. Denn in den Weiten der USA ist nicht immer ein Baum vorhanden, um das Pferd anzubinden. Und ohne Pferd in der Prärie ist eher äh unvorteilhaft. Hobbeln hat darüber hinaus noch den Effekt, dass sich das Pferd daran gewöhnt, auch mit den Beinen auf Druck nachzugeben und nicht dagegen zu kämpfen &#8211; sollte es sich also in irgendetwas verfangen &#8211; Stacheldraht, Litze, Brombeerranken &#8211; ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es sich nicht verletzt, wenn es das Hobbeln kennt. Würde ich mein Pferd hobbeln? Nein, denn ich habe keine Ahnung, wie ich ihm das ohne Gefahr beibringen kann. Verdamme ich das Hobbeln? Nein, denn, wenn es richtig gemacht wird, versteht es das Pferd und kann davon profitieren. Und all denjenigen, die angesichts dieser Methode Schnappatmung bekommen, kann ich nur fragen: Hobbeln ist böse, aber dem Pferd das Maul mit Sperrriemen zubinden oder den Kopf mit Hilfszügeln runterschnallen ist schon ok? Die Equitana hat dem Pferdetrainer übrigens Hausverbot erteilt und damit nicht nur die vollständige Abwesenheit von Rückgrat unter Beweis gestellt, sondern dem Mob nachgegeben und damit Tür und Tor für die nächste Cancel-Runde geöffnet. Herzlichen Glückwunsch! Who’s next?</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="has-text-align-center"><em>Werbung</em>*</p>


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<figure class="aligncenter size-medium"><a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="300" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg" alt="Buchcover Taschenbuch zum gebisslosen Reiten: &quot;Natürlich gebisslos - Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&quot;" class="wp-image-5737" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-1024x1024.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-150x150.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-768x767.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-600x600.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl.jpg 1043w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure>
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<p>Hier findest du mein Buch: <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><strong>Natürlich gebisslos: Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen*</strong></a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Wenn ihr soviel Sendungsbewusstsein habt und das Wohl der Pferde euch so eine Herzenssache ist, dann kehrt doch vor eurer eigenen Tür! Schaut auf die Stars und Sternchen eurer Sparte und macht den Mund auf, wenn es wirklich unbequem, wird statt mit dem Finger auf die vermeintlichen Verfehlungen anderer zu zeigen. Hinterfragt euch erst mal selbst. <strong>Die Liste von schlechter Reiterei und schlechtem Umgang mit dem Pferd ist endlos, und ja, na sowas, spartenübergreifend</strong>:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Barrende Springreiter</strong>, die die Vorderbeine des Pferdes über dem Sprung von Helfern mit Stangen „touchieren“ lassen.</li>



<li><strong>Rollende, riegelnde und zerrende Dressurreiter</strong>, die die Gangqualität ihrer Pferde nur noch sitzen können, indem sie in den Zügeln hängen und sich im Sattel wie auf einer Harley zurücklehnen.</li>



<li><strong>Mit den Sporen stechende Westernreiter</strong>, die ihre Zweijährigen mit harten Stopps in den Boden reiten.&nbsp;</li>



<li><strong>Faule Freizeitreiter</strong>, die ihre Pferde verfetten lassen und sie alle zwei Wochen sonntags für den 5-Stunden-Wanderritt aus dem Stall zerren.</li>



<li>Von der Reitkunst beseelte <strong>Barockreiter</strong>, die ihre aber Pferde gegen Wände galoppieren oder an der Kandare in absoluter Aufrichtung bei durchhängendem Rücken und&nbsp;Ventilator-Schweif Pseudopiaffen trippeln lassen.</li>



<li><strong>Dauer ausgeschlauchte Clickerpferde</strong>, die vor lauter Fressgeilheit Verhaltensstörungen entwickeln und sich frei von Frustrationstoleranz auf den Boden werfen, weil sie nicht mehr weiter wissen.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist Gewalt?</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-1024x683.jpg" alt="Pferdehaltung verbieten: Mensch berührt Pferd mit Flagge" class="wp-image-5053" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2029.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Training mit Flagge &#8211; das kann nur Gewalt sein! Denn ich, der Betrachter, habe davon keine Ahnung, und was ich nicht verstehe, muss einfach schlecht sein! Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<p>Jede Menge offensichtlicher Missstände. Aber da geht noch was: Ich lese von <strong>physischer und psychischer Gewalt</strong>, von Gewalt in Form von fehlenden Ausweich- und Wahlmöglichkeiten im Training für das Pferd. Demnach ist es Gewalt, ein Pferd auf einem kleinen Kreis zu zirkeln, wenn es das körperlich nicht kann (Geheimtipp: Durch Belastung bauen Pferde Muskeln auf und gewöhnen sich an neue Bewegungsabläufe&#8230;).</p>



<p>Und ja: Es gibt auch <strong>verbale Gewalt gegenüber dem Pferd</strong>. Darunter fallen demnach tatsächlich auch Spitznamen, Geschlechterklisches und im weitesten Sinne nicht so ganz freundliche Gedanken über das eigene Pferd. Da stellen sich mir diese Fragen: Wollen wir uns vom Humor komplett verabschieden? Sind 100 Prozent Perfektion mit vollständiger Gedankenkontrolle gut genug? Und: Haben wir keine anderen Probleme?&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Geister, die ihr ruft</h2>



<p>Warum dieser Beitrag einen schärferen Tonfall anschlägt: Weil ihr die Geister, die ihr ruft, und die in Form von PETA und unter der Flagge des vermeintlichen Tierschutzes aufschlagen, nicht mehr los werdet. <strong>Ihr sägt am Ast, auf dem wir alle – Reiter, Pferdefreunde, Pferdebesitzer, Trainer – sitzen</strong>. Und sorry, da habe ich keinen Bock drauf. Ich habe keine Lust, am Ende vom Gesetzgeber die Pferdehaltung oder das Reiten verboten zu bekommen, weil einem Tierliebhaber in falschem Eifer die Moralsuppe übergekocht ist. Ich will mich ebenso wenig einer bürokratischen Regelungswut unterwerfen &#8211; gemacht von Menschen, denen der Realitätsbezug vollkommen abhanden gekommen ist: Wollt ihr euch wirklich von beseelten Pferdemenschen vorschreiben lassen, welche Spitznamen ihr eurem Pferd künftig geben dürft? Wollt ihr wirklich, dass jedes Vierteljahr der Prüfer unangekündigt bei euch anklopft und schaut, ob ihr auch gut mit eurem Pferd umgeht? Wollt ihr wirklich Pflichtkurse ablegen müssen, um ein Pferd weiterhin halten zu dürfen? Seid ihr einverstanden eure Arbeit am Pferd überwachen zu lassen und somit einer Qualitätskontrolle zu unterziehen? Ja? Aber was ist, wenn ihr gar nicht nach den Statuten der Kontrolleure arbeitet? Ups.&nbsp;</p>



<p><strong>Das Problem ist doch, dass wir uns untereinander überhaupt nicht einigen können, was dem Pferd schadet und was nicht.</strong> Das beginnt bei Haltung und Fütterung und endet noch lange nicht bei Training und Reitweise.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eisen oder Barhuf?</li>



<li>Decke oder uneingedeckt?</li>



<li>Hafer oder Gerste?</li>



<li>Dressur oder Western oder Akademisch oder Barock?</li>



<li>Gebiss oder gebisslos?</li>



<li>Ausbinder oder Kappzaum?</li>



<li>negative oder positive Verstärkung?</li>
</ul>



<p>Schau dir dieses Cover an, ein offizielles Buch der FN zur Vorbereitung auf deren Bodenarbeits-Abzeichen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-amazon wp-block-embed-amazon"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy"  title="Die Kunst der feinen Signale: Ausbildung am Boden" type="text/html" width="830" height="550" frameborder="0" allowfullscreen allow="clipboard-write" style="max-width:100%" src="https://read.amazon.co.uk/kp/card?asin=3885428709"></iframe>
</div></figure>



<p>Als Horsemanshipler kann ich da nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: falsch geknotetes Knotenhalfter, Handschuhe und dann noch eng geführt.&nbsp;Bleibt lieber beim Stallhalfter, Leute, ihr habt es nicht verstanden.</p>



<p>Daran muss auch ein verpflichtender Pferdeführerschein als eine Art Nachweis, dass man über gewisse Grundkenntnisse verfügt, scheitern. Denn deren Grundkenntnisse sind nicht meine; ich würde durchfallen wie ein Felix Baumgartner durch die Atmosphäre: Denn hier wird nicht mit Hilfszügeln longiert, ich trage Handschuhe nur bei Minusgraden und das Pferd wird auch nicht eng am <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/knotenhalfter?ref=9">Knotenhalfter</a>* geführt.</p>



<p>Und immer daran denken: <strong>Verbote haben die Tendenz, sich auszubreiten</strong>. Wird der Pferdesport verboten, dann sind auch die Tage des Freizeitreitens gezählt. Und da wir eh gerade dabei sind, sollten wir auch Hunde-, Katzen- und andere Heimtierbesitzer unter die Lupe nehmen. Denn Menschen, die ihren Tieren schaden, sind ja nicht nur Reiter.&nbsp;</p>



<p>Mein absolutes Highlight in den Lösungsvorschlägen gegen Gewalt am Pferd stellt übrigens das Denunziantentum dar. Genau. Schwärzt einfach den ungeliebten Mitreiter beim Veterinärsamt oder dem Tierarzt an. Verpetzen im Namen des Guten fühlt sich bestimmt wahnsinnig toll an.&nbsp;So kann ein gutes Miteinander nicht funktionieren. Zu solchen Maßnahmen greifen zu wollen, ist in meiner Wahrnehmung krank.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Den Bock zum Gärtner machen &#8211; lasst die Verbände ran</h2>



<p>Nun könnte man denken, <strong>es tut sich doch was: Der Fünfkampf wird künftig bei Olympia ohne Pferd stattfinden.</strong> Für mich war der Eklat mit den hässlichen Bildern nur ein Nebenkriegsschauplatz. Denn die gleichen oder schlimmere können beliebig reproduziert werden, zum Beispiel auf den großen Turnieren und ihren Abreiteplätzen  – und da kräht kaum ein Hahn nach. Die Fünfkämpferin war ein Bauernopfer, während die systematischen Schinder ihr Spiel einfach weitertreiben und sich dabei noch auf die Schulter klopfen. <strong>Und die untätigen Verbände sind nicht Teil der Lösung, sondern des Problems</strong>, wenn bestimmte Trainingsmethoden wie Barren oder Rollkur in der Hand von Profis geduldet werden. Also Missbrauch ist schon ok, wenn er von den Richtigen durchgeführt wird. Und außerdem wird der Missbrauch ja zeitlich begrenzt: Also 10 Minuten Pferdequälen durch Rollkur passen, ab Minute 11 wird’s halt doof.&nbsp;</p>



<p>Und wir wundern uns, <strong>warum Pferdeleute und Reiten so ein schlechtes Image haben</strong>. Wir machen es uns zu leicht, wenn wir Kritik am Reitsport oder am Reiten an sich einfach als unqualifiziert wegwischen: „Der Laie kann doch gar nicht beurteilen, was wir mit dem Pferd machen.“ Äh doch. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als Kind in einem Fernsehbeitrag ausgebundene Pferde gesehen habe und ich konnte es nicht ertragen. Im Reitverein war das dann an der Tagesordnung, ich ritt ausgebundene Pferde, hatte die Erklärungen dafür gehört und für schlüssig befunden. Und heute kommen mir unter keinen Umständen mehr Hilfszügel ans Pferd.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-1024x683.jpg" alt="Mensch führt Pferd am Seil im Grünen" class="wp-image-5052" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O1768.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Pferd muss dem Menschen folgen &#8211; das kann nur eine Form von subtiler psychischer Gewaltanwendung sein. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Die Lösung: Pragmatismus und Realismus&nbsp;</h2>



<p>Genug gestänkert, wie kann man das Dilemma lösen: <strong>Gewalt am Pferd soweit es geht unterbinden, ohne in Verboten und Regulierungen zu ersticken und die Atmosphäre in Ställen durch Überwachung noch weiter zu vergiften?</strong> Wir brauchen realistische Anforderungen. Wir müssen „nein“ sagen – in beide Richtungen: „nein“ zu tatsächlicher Gewalt. Und „nein“ zu dem, was manche als Gewalt definieren wollen: Spitznamen sind nämlich keine.</p>



<p>Ich glaube (immer noch), dass wir Menschen über so eine Art des inneren Kompasses verfügen, der uns intuitiv sagt, was richtig ist und was nicht. Als ich noch Horsemanship-Stunden geben habe, war mir die Einschätzung von Laien immer wichtig. Der Ehemann, der seiner Frau bei der Stunde und der Arbeit mit dem Pferd zusieht und dann meint: „Das sah aber schön aus.“ Oder die Mutter einer Freundin, die Zuschauerin auf einem Turnier war und meinte „das machen die Pferde doch nicht freiwillig.“&nbsp;</p>



<p>Vielleicht schaffen wir es, <strong>uns auf ein paar Grundlagen zu verständigen</strong>:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>dass es nicht ok ist, einem Pferd mit der Kandare den Kopf an die Brust zu ziehen</li>



<li>dass es nicht ok ist, einem Fluchttier den Kopf in welcher Form auch immer herunterzubinden</li>



<li>dass es nicht ok ist, Gebisse einzusetzen, die Schmerzen erzeugen und mit Sperrriemen zu verhindern, dass sich das Pferd dem entziehen kann.</li>
</ul>



<p>Was für mich nicht verhandelbar ist: <strong>Die Grundbedürfnisse des Pferdes müssen gedeckt sein</strong>.&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Auslauf und Bewegung</li>



<li>Soziale Kontakte</li>



<li>Licht und Luft</li>



<li>Schutz vor der Witterung</li>



<li>Futter und Wasser</li>



<li>Schmerzfreiheit</li>
</ul>



<p>Wir sollten uns klarmachen, dass wir täglich nur eine sehr begrenzte Zeit mit dem Pferd verbringen, vermutlich irgendetwas zwischen einer und drei Stunden pro Tag. In der restlichen Zeit lebt es sein eigenes Leben. Unser Job ist es also,<strong> sicherzustellen, dass es in dieser Zeit Pferd sein und seine Bedürfnisse befriedigen kann.</strong> Schon aus reinem Egoismus: Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Verhaltensprobleme oft Haltungsprobleme sind, die schnell gelöst werden können, wenn das Pferd in einem Umfeld leben kann, das es zufrieden stellt.&nbsp;</p>



<p>Und da wären wir wieder bei der durchaus kompetenten Einschätzung des Laien: Führst du den durch eine hoch- und eng vergitterte dunkle Boxengasse, wo der Staub vom letzten Misten noch in der Luft hängt, wird der sicher nicht von der angenehmen Aufenthaltsqualität schwärmen.&nbsp;Und da bin ich tatsächlich bei der Fraktion der Hardcore-Pferdeschützer: <strong>Schlechte Haltung ist eine Form von Gewalt.</strong></p>



<p>Boxenhaltung wäre deswegen das Erste, was ich abschaffen würde. In meiner Wahrnehmung sind Boxen nach wie vor die gängigste Form der Pferdehaltung – vor allem dort, wo mit Pferden satt Geld verdient wird. Dort sitzt dann auch die entsprechende Lobby und die wird den Teufel tun, etwas am Status Quo zu verändern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Individuelle Lösungen statt platte Verallgemeinerungen</h2>



<p>Die Herausforderung hier: <strong>Der Teufel steckt wieder im Detail.</strong> Wie viel Auslauf braucht denn nun das Pferd – nun, das hängt von ihm selbst ab. Wie viel soziale Kontakte? Die PN braucht zum Beispiel Wallache und Stuten in seiner Herde, um sich wohl zu fühlen. Der Projektwallach stand damals zur mit Wallachen zusammen. Und wo das eine Pferd Futter rund um die Uhr braucht, wird das andere davon einfach zu fett, was seiner Gesundheit auch nicht zuträglich ist. <strong>Wir brauchen individuelle Lösungen.</strong> Und auch wieder Augenmaß, um nicht zu sagen <a href="https://verstehepferde.de/auf-der-suche-nach-dem-rechten-mass/">das rechte Maß</a>. Denn auch hier schießt man über das Ziel hinaus: Wenn mir wieder ein Text begegnet, der über schlechte Herdenzusammenstellung und deren Auswirkungen auf Pferdekörper und -seele lamentiert, muss ich schon fast lachen.&nbsp;</p>



<p>In welcher Welt leben die Autoren? Bei uns sieht die Realität so aus: Entweder ich stelle mein Pferd auf die Matschkoppel hinter die nächsten Hügel, wo es im Sommer von Bremsen zerfleischt wird und im Winter bei jedem Schritt in zugefrorenen Pfützen einbricht.&nbsp;&nbsp;Oder es wohnt im Boxenknast mit Paddock-Gefängnishof zwischen Autobahnen – für mich gibt’s aber den Cappuchino-Automaten im Reiterstübchen und Ebbe-Flut-System in der klimatisierten 90 Meter Reithalle für perfekte Reitbodenverhältnisse. Dazwischen gibt es nichts. Sprich, Offenstall, Herdenhaltung, 24/7 Heu in guter Qualität in erreichbarer Nähe ist schon ein wahrgewordener Traum. Da kann ich nicht kommen mit Sonderwünschen für Herdenzusammenstellung, Paddock-Trail, goldenen Wasserhähnen oder was auch immer mein gebildetes Pferdemenschenherz gerade so verlangt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Deswegen Demut: Runter vom hohen Ross</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1024x683.jpg" alt="Pferdehaltung verbieten: Pferd hat Angst vor Regenschirm" class="wp-image-5057" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Traumatische Erfahrung Regenschirm. Training kann Skepsis und sogar Angst im Pferd hervorrufen. Unsere Aufgabe: Die Kurve kriegen und dem Pferd zeigen, dass es nicht sterben wird. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<p>Übrigens: <strong>Wer Gewalt so breit definiert und sie am Pferd vollständig verhindern will, der muss die Pferde leider aus seinem eigenen Leben verbannen</strong>. Denn wir selbst machen auch Fehler &#8211;&nbsp;&nbsp;selbst dann, wenn wir es gut meinen. Niemand kommt als geborener Pferdemensch auf die Welt und zum Lernen gehören nun einmal Versuche und Irrtümer. Die spezienübergreifende Kommunikation Mensch-Pferd gestaltet sich nicht immer so einfach und schon kommt es zu Missverständnissen. Alle unsere Fehler und Fehleinschätzungen können am Ende dazu führen, dass das Pferd mehr oder weniger darunter leidet: Vielleicht hat es Stress im Umgang mit uns, weil wir nicht klar genug sind, vielleicht fürchtet es sich vor Strafen oder wir haben verkannt, dass der Sattel nicht passt oder dass die Hufe falsch bearbeitet werden oder das Intervall zum nächsten Zahnarzttermin ist zu lang gewählt – oder, oder oder. Die Möglichkeiten sind endlos. Ja, die PN kennt Stress und Verwirrung, Ausweichverhalten, Angst und Überforderung. Mache ich das absichtlich? Nein. Kann ich es immer verhindern? Auch nein.</p>



<p><strong>Wir müssen runter von unserem hohen, moralischen Ross, anderen zu sagen, was sie zu tun und zu lassen haben. </strong>Auf dem Boden der Tatsachen ankommen und bei uns im Kleinen daran arbeiten, besser zu werden.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Guter Umgang mit dem Pferd?</h2>



<p><strong>Guter Umgang bedeutet für mich auf die individuellen Bedürfnisse des Pferdes einzugehen </strong>– und zwar ohne Scheuklappen und Dogmen. Das kann auch dazu führen, dass man die eigene Vorstellung an die Realität anpassen muss. Bei uns sah das so aus:</p>



<p>Meine Vorstellung war: Robuste Herdenhaltung im Offenstall ohne Zufütterung und ohne Decke. Western-Dressur mit Gebiss und hoffentlich irgendwann mal auf Kandare. Ausfahrten zu Seminaren. Gemütliche Ausritte, keine Spaziergänge (ich hasse sie), wenig longieren am Kappzaum (so laaangweilig und so gar nicht horsemanshippig).</p>



<p>Die Realität: Die PN ist nicht ganz so robust, deswegen trägt er bei Regen eine Decke. Ohne Zufütterung wird er trotz Heu rund um die Uhr zu dünn. Die Idee vom Reiten mit Gebiss habe ich beerdigt, wir reiten mit Bosal. Ausfahrten machen unserer beider Nervenkostüme nicht mit. Die PN liebt Spazierengehen – ups – weil er da nicht die Verantwortung trägt und im Notfall jemanden hat, dem er hinter laufen kann. Und das longieren oder zumindest Gymnastik an der Hand ist notwendig, damit er in Form bleibt.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-1024x683.jpg" alt="Pferde verbieten: Mensch streichelt Pferd am Kopf" class="wp-image-5054" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O2085.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das kann keine gute Beziehung sein, schließlich wird das Pferd am Knotenhalfter gequält! Die Stellung der Ohren ist ein Zeichen von erlernter Hilflosigkeit! Und außerdem trägt es einen Spitznamen! Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Was können wir also tun, damit die Pferdewelt ein kleines Bisschen besser wird? Unser Bestes geben und vor der eigenen Haustür kehren. <strong>Mit gutem Beispiel voran gehen – so gut wir eben gerade sind.</strong> Uns weiterbilden, dazulernen uns informieren und im Gespräch bleiben. Den Zweifel einladen und in Betracht ziehen, dass wir selbst uns auch irren können. Mit unseren Mitreitern sprechen, sich austauschen – und voneinander lernen. Uns den Zeigefinger sparen und auch nicht losziehen auf einen Anti-Gewaltfeldzug in der Pferdewelt, um unsere Ansichten &#8211; mit Gewalt! &#8211; durchzusetzen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Ohne Worte: <a href="https://www.st-georg.de/news/pferde-und-leute/ludger-beerbaum-verstaendlich-machen-wie-tierfreundlich-unser-sport-bereits-ist/">https://www.st-georg.de/news/pferde-und-leute/ludger-beerbaum-verstaendlich-machen-wie-tierfreundlich-unser-sport-bereits-ist/</a><a href=""></a></p>



<p>Turniersport ist böse? Nicht unbedingt: <a href="https://lucamoneta.com/biografia/?lang=en">https://lucamoneta.com/biografia/?lang=en</a></p>



<p>Pferdetraining ohne alles: <a href="https://www.tamingwild.com">https://www.tamingwild.com</a><a href="https://www.peta.de/themen/pferde-reiten/"> </a></p>



<p>Fünfkampfdrama: <a href="https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/olympia-reitdrama-fuenfkampf-annika-schleu-100.html">https://www.swr3.de/aktuell/nachrichten/olympia-reitdrama-fuenfkampf-annika-schleu-100.html</a></p>



<p></p>



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		<title>Hilfszügel &#8211; nein danke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jan 2022 14:05:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfszügel]]></category>
		<category><![CDATA[longieren]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Pferdewelt ist voller Dogmen, jener Glaubenssätze, die abhängig von Ausbildungsmethoden und Disziplinen in Stein gegossen sind und ständig wiederholt werden: Manche dieser Dogmen sind schlicht Unsinn. Und bei anderen können Ausnahmen sinnvoll sein, wenn es das Pferd erfordert: Wir sollten unser Vorgehen ans Pferd anpassen, nicht das Pferd passend…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="939" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5172-e1641732656612-1024x939.jpg" alt="Longieren am Kappzaum im Galopp ohne Hilfszügel" class="wp-image-4836" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5172-e1641732656612-1024x939.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5172-e1641732656612-300x275.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5172-e1641732656612-768x704.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5172-e1641732656612-150x137.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5172-e1641732656612.jpg 1091w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8222;Der braucht Ausbinder!&#8220; Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<p>Die Pferdewelt ist voller Dogmen, jener Glaubenssätze, die abhängig von Ausbildungsmethoden und Disziplinen in Stein gegossen sind und ständig wiederholt werden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Fäuste aufrecht! Hände über den Widerrist!&nbsp;</li>



<li>Der Kopf muss runter!&nbsp;</li>



<li>Ein Pferd muss mit zwei (drei) Jahren eingeritten werden, sonst wird es zu stark!&nbsp;</li>
</ul>



<p>Manche dieser Dogmen sind schlicht Unsinn. Und bei anderen können Ausnahmen sinnvoll sein, wenn es das Pferd erfordert: Wir sollten unser Vorgehen ans Pferd anpassen, nicht das Pferd passend machen an unsere Vorstellungen.</p>



<p>Es gibt aber in der Tat ein Dogma, an dem ich selbst aus Überzeugung festhalte: <strong>Hände weg von Hilfszügeln</strong>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Hilfszügel: Warum bloß?</h2>



<p>Ausbinder und Dreieckszügel, Schlaufzügel und Martingal, Gogue und Chambon: Hilfszügel fürs Longieren oder Reiten fixieren das Pferd in einer mehr oder weniger starren Kopf-Halsposition oder verhindern, dass es mit Kopf und Hals zu hoch, zu tief oder zu seitlich kommt. Es gibt sie in verschiedensten Varianten, manche sogar mit Flaschenzug-Wirkung.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



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<div class="wp-block-image">
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</div>


<p>Garantiert ohne Hilfszügel &#8211; hier findest du mein Buch: <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><strong>Natürlich gebisslos: Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen*</strong></a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Einige der <strong>offiziellen Gründe</strong>, warum man sie einsetzt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Das Pferd entzieht sich dem Gebiss und hebelt sich raus</li>



<li>Das Pferd schlägt mit dem Kopf oder verwirft sich im Genick</li>



<li>Das Pferd streckt den Kopf weg, drückt den Rücken weg und läuft im Hohlkreuz</li>



<li>Man will dem Pferd den Weg nach vorwärts-abwärts zeigen und damit ein gesünderes Laufen</li>



<li>Es soll lernen sich am Gebiss abzustoßen</li>



<li>Es ist so besser zu kontrollieren und Sicherheit herzustellen</li>



<li>Um verrittene Pferde zu korrigieren</li>
</ul>



<p><strong>Hilfszügel, die besser Hilfloszügel heißen sollten, lösen also jedes Problem mechanisch</strong> durch ein Mehr an Verschnallung und die Begrenzung bzw. Verhinderung der unerwünschten Bewegung. Sie bringen das Pferd in eine hilflose Situation und setzen voll am Symptom an, aber nicht an der Ursache. </p>



<p>Abhängig vom Modell kann sich das Pferd nicht nur nicht entziehen. Manche Verschnallungen wirken als <strong>Kraftverstärker für den Menschen</strong>. Es befähigt ihn, mechanisch so viel Druck aufzubauen, dass das Pferd keine Wahl hat. Wenn ich so viel Druck machen muss, kann etwas nicht stimmen &#8211; entweder hat das Pferd körperliche Probleme oder es schafft es mental oder emotional nicht, unseren Wünschen nachzukommen. Sie dann mit Gewalt durchzusetzen, ist für mich eine Form der Tierquälerei.&nbsp;</p>



<p><strong>Inoffizielle Gründe</strong>, warum Hilfszügel genutzt werden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Weil man das schon immer so gemacht hat</li>



<li>Weil es die anderen auch so machen</li>



<li>Weil man sein Pferd damit endlich kontrollieren kann</li>



<li>Weil man zu bequem ist, eine andere Lösung zu finden</li>



<li>Weil man es nicht besser weiß</li>



<li>Weil man ohne Ablongieren sich nichts aufs Pferd traut</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Der Denkfehler bei Hilfszügeln</h2>



<p><strong>Dem Einsatz von Hilfszügeln liegt ein Denkfehler zugrunde</strong>, sie zäumen das Pferd sprichwörtlich von hinten auf: Denn <strong>Kopf- und Halshaltung ergeben sich automatisch aus den richtigen Bewegungsabläufen</strong>, wenn das Pferd aktiv mit der Hinterhand untertritt, den Rücken hebt, die Schulter frei macht und balanciert läuft. Das erreicht man nicht, indem man Kopf- und Hals in die gewünschte Endposition schnallt und hofft, dass sich der Rest dann schon einstellen wird. </p>



<p>Das trifft auch für den mentalen und emotionalen Zustand zu: Kein Pferd empfindet Lust daran, mit erhobenem Kopf und durchgedrückten Rücken zu laufen. Es verspürt die Notwendigkeit es zu tun, vielleicht, </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>weil es nicht entspannt ist, </li>



<li>weil der Zirkel zu eng ist und es die Balance nicht halten kann,</li>



<li>seine Herde vermisst, </li>



<li>den Weg am Roundpen im Auge behalten will oder </li>



<li>eine bessere Art der Bewegung schlicht nicht gelernt hat. </li>
</ul>



<p><strong>Nur, weil wir den Kopf runterbinden, wird das Pferd deswegen nicht automatisch entspannen, loslassen und vertrauen</strong>. </p>



<p>Hast du schonmal <a href="https://verstehepferde.de/freiarbeit-so-klappt-sie/">Freiarbeit</a> mit deinem Pferd gemacht? Vielleicht ist dir aufgefallen, dass sich der Ausdruck des Pferdes und die Qualität seiner Bewegungen verändern, wenn es frei ist. <strong>Die Form des Körpers folgt dem Zustand des Geistes</strong>. Ohne entspannten Geist, kein entspannter Körper. </p>



<p>Selbst, wenn man mit Hilfszügeln Erfolge erzielt hat, weil das Pferd besonders brav oder der Mensch besonders geschickt ist &#8211; die Energie, die man hier reingesteckt hat, ist an anderer Stelle besser investiert. Hilfszügel reinzuschnallen macht uns nicht zu <a href="https://verstehepferde.de/guter-pferdemensch/">besseren Pferdemenschen</a>, sondern abhängig von eben jenen.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O7640.jpg" alt="Handarbeit am Kappzaum im Winter" class="wp-image-4856" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O7640.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O7640-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O7640-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O7640-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O7640-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption">Handarbeit mit Kappzaum. <a href="https://verstehepferde.de/ausruestung-fuer-pferd-und-mensch/">Mehr zu unserer Ausrüstung findest du hier</a>. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Kommunikation statt mechanische Fixierung</h2>



<p>Wenn unser Pferd beim Longieren oder Reiten in einer ungesunden Art und Weise läuft, sollten wir das nicht einfach abstellen wollen, sondern vielmehr <strong>als wichtige Information bewerten</strong>: Mit seiner Körper- und Kopfhaltung kommuniziert uns das Pferd seine Bedürfnisse &#8211; und auch seine Probleme. Die will ich wissen und auf sie will ich mich einstellen.</p>



<p>Dazu kommt eine gewisse Vermessenheit, wenn wir glauben, <strong>unserem Pferd seine Körperposition mechanisch vorschreiben</strong> zu können: Nicht wir stecken in seinem Körper, sondern das Pferd. Es braucht die Freiheit, auszuprobieren und eine passende Position selbst finden zu können &#8211; und wenn es der Meinung ist, dass es sich jetzt gerne strecken will, dann sollte es das tun können und nicht durch Hilfszügel pauschal daran gehindert werden. </p>



<p><strong>Mit Hilfszügeln verbauen wir uns die Kommunikation</strong> auch insofern, als das wir gar nicht wirklich sehen können, welche Reaktionen unsere Hilfen bzw. Einwirkung jetzt im Pferd auslösen, da ein Teil der möglichen Antworten schlicht verhindert werden.</p>



<p>Gern sieht man auch, dass versucht wird, die gewünschte <strong>Innenstellung beim Longieren</strong> herbeizuführen, indem man den inneren Dreieckszügel etwas kürzer verschnallt. Wieder ein rein mechanischer Ansatz. Man könnte dem Pferd auch einfach beibringen, wie es Kopf und Hals in der Bewegung halten soll.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" data-id="4834" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5128-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4834" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5128-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5128-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5128-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5128-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5128-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5128.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" data-id="4833" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5131-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4833" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5131-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5131-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5131-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5131-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5131-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5131.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Zum Longieren (und zur Gymnastizierung) gehören unterschiedliche Positionen des Pferdekörpers. Die Option töte ich nicht durch ein Festschnallen mit Hilfszügeln. Fotos: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



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<p>Damit Longieren kein Zentrifugieren wird, sollte es im <strong>Dialog und mit Abwechslung</strong> erfolgen. Nichts ist fader für Mensch und Pferd, als stundenlang im Kreis zu schleudern. Dazu gehören verschiedene Zirkelgrößen, Hufschlagfiguren, Tempowechsel, aber auch verschiedene Hals-Kopf-Positionen und ein Öffnen und Schließen des Genicks. Auch braucht das Pferd die Möglichkeit, sich nach einem Mehr an Anstrengung und Versammlung wieder zu strecken &#8211; und das gern auch in kurzen Intervallen schnell hintereinander. Auch das wird mit Hilfszügeln verhindert, so viel schnallt kein normaler Mensch um.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Hilfszügel: Warum sie nicht helfen, sondern schaden</h2>



<p>Hilfszügel sind hochproblematisch, aus mehreren Gründen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nur, weil sie eingeschnallt sind, heißt das noch lange nicht, dass das Pferd auch tatsächlich die richtigen Muskeln einsetzt. So kann es passieren, dass wir mit Hilfszügeln jene Partien wie <strong>den Unterhals stärken</strong>, die wir eigentlich abbauen wollten. </li>



<li>Wir das Pferd  in einer festgezurrten Position in sinnfreien Zirkeln zentrifugiert, lernt es, sich <strong>mental an einen anderen Ort herauszuzoomen</strong>. Es findet keine Kommunikation mehr statt.</li>



<li>Hilfszügel fürs Longieren nehmen dem Pferd damit die Möglichkeit, eigenständig auszuprobieren und zu lernen. Es wird <strong>einfach fixiert und muss sich fügen</strong>. Was macht das wohl mit dem Wunsch des Pferdes, mitzudenken und mit seinem Selbstvertrauen, in der Lage zu sein, Lösungen zu finden?</li>



<li>Dazu kommt, dass beim Longieren das gewünschte &#8222;Einrahmen&#8220; mit der Peitsche zu einem Dreieck fürs Pferd bedeutet, dass es während der Session keine Möglichkeit hat, d<strong>en Druck der verfolgenden Peitsche wieder loszuwerden</strong>. Dauertreiben stumpft ab. </li>



<li>Hilfszügel nehmen dem Pferd die Möglichkeit sich <strong>über eine Veränderung der Halsposition auszubalancieren</strong>. Wie fühlt man sich, wenn man seinen Körper nicht mehr eigenständig einsetzen kann?</li>



<li><strong>Hilfszügel beim Longieren geben dem Pferd keine Release</strong>: Wenn es etwas richtig gemacht hat, erfolgt nicht das Nachgeben von Druck als Bestätigung. Stattdessen bleibt der Druck einfach gleich. Was macht das wohl mit seinem Verständnis, seiner Motivation und Willigkeit?</li>
</ul>



<p class="has-white-color has-text-color has-background" style="background-color:#cb5920">Das Pferd ist ein Fluchttier: Es braucht seine Sinne, um sich sicher zu fühlen. Ich finde es pervers, einem Fluchttier den Kopf herunterzubinden und ihm damit die Möglichkeit zu nehmen, die Umgebung zu scannen, wenn es das muss. Hinzu kommt, dass das Pferd mit seinen seitlich am Kopf sitzenden Augen ein anderes Blickfeld hat, als wir: Es sieht fast 180 Grad entlang der Seiten und kann durch ein Drehen des Kopfes sein Blickfeld sofort erweitern. Direkt vor seiner Nase ist ein blinder Fleck. Binden wir den Kopf nach unten und verhindern wir damit, dass das Pferd den Kopf drehen und heben kann, lassen wir es buchstäblich im Dunklen tappen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Gefährlichkeit von Hilfszügeln wird gern unterschlagen</h2>



<p>Was in der Regel nicht kommuniziert wird, ist das <strong>Verletzungsrisiko</strong> von Hilfszügeln: Kennst du eine Horrorstory von einem hässlichen Unfall mit Hilfszügeln? Ich schon. Das Pferd scheute, stieg, konnte sich nicht richtig ausbalancieren, kippte hinten über und fiel auf die Reiterin, der es zum Glück gelungen war, etwas wegzurobben, so dass sie sich &#8222;nur&#8220; die Hüfte brach, als das Pferd auf sie knallte. </p>



<p>Mein Quarter Horse, die <a href="https://verstehepferde.de/nase-runter-hals-biegen/">PN, lief anfangs am Seil wie eine Giraffe</a>: Kopf und Hals hoch und nach außen verdreht, im Hohlkreuz, die innere Schulter nach innen gedrückt und ständig fiel er in den Kreuzgalopp. Die fehlende Balance machte er mit einem Mehr an Geschwindigkeit wett, was ihm dann noch mehr Gleichgewicht kostete und in regelmäßigem massivem Bocken mit Raketenstarts und spektakulären Sprüngen endete. Gerade bei Pferden, die sich noch nicht balanciert auf dem Kreisbogen bewegen können und die zusätzlich einen hohen Selbsterhaltungstrieb besitzen, schnell skeptisch werden und dann mit erhobenem Kopf alarmiert ihr Umfeld sondieren, kann die Versuchung groß sein, Hilfszügel einzusetzen, &#8222;damit der endlich mal ordentlich läuft&#8220;.&nbsp;</p>



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</a></p>



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<p>Hätte ich der PN Hilfszügel reingeschnallt, &#8222;um ihm den Weg nach unten zu zeigen&#8220;, wäre er mir im Best Case hingefallen und im Worst Case hinten übergekippt: Wenn das Pferd die Grenzen der mechanischen Verschnallung spürt, die diese ihm setzt, dagegen geht, sich wehrt, Angst bekommt oder sogar Panik &#8211; dann können wir ihm nicht helfen, weil wir wahrscheinlich gar nicht mehr gefahrlos in seine Nähe kommen, um die Schnallen schnell zu lösen: Dann sind Unfälle programmiert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ohne Hilfszügel zur guten Bewegungsqualität</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5168-1024x683.jpg" alt="Longieren am Kappzaum im Trab ohne Hilfszügel" class="wp-image-4835" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5168-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5168-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5168-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5168-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5168-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O5168.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><meta charset="utf-8"></meta>An der Longe am Kappzaum und im Dialog. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<p>Mit einer Übung aus dem Horsemanship kannst du eine gute Bewegungsqualität an der Longe super vorbereiten: <a href="https://verstehepferde.de/hinterbeine-kreuzen-warum/">Hinterhand verschieben</a> &#8211; mit offener Schulter. </p>



<p><strong>Ein Hauptproblem beim Longieren liegt darin, dass das Pferd auf die innere Schulter fällt und nach außen schaut</strong>. Über das <a href="https://verstehepferde.de/hinterbeine-kreuzen-warum/">Hinten übertreten lassen</a> kannst du deinem Pferd beibringen, die Hinterhand zu bewegen, den Kopf bei dir zu lassen und gleichzeitig die Schulter aufzumachen. Dann hast du ihm den Bewegungsablauf erklärt, den du auch an der Longe willst &#8211; statt dem seitlichen Übertreten findet der dann mit gerade fußenden Hinterbeinen auf einem größeren Bogen statt. </p>



<p>Die PN läuft jetzt übrigens gelassen und <a href="https://verstehepferde.de/longieren-koerpersprache-und-hilfen/">entspannt in allen drei Gangarten an der Longe</a>. Ich kann Kopf- und Halsposition verändern, Tempo, Hinterhandaktivität, Vorwärts-Abwärts oder etwas mehr Aufrichtung. Das dauert seine Zeit, aber der Lohn ist ein mitdenkendes Pferd im aktiven Dialog mit kräftigem Körper und gesundem Geist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Hilfszügel &#8211; egal ob beim Reiten oder Longieren &#8211; helfen nicht. Weder dem Menschen, noch dem Pferd. Der Mensch verlässt sich auf eine mechanische Verschnallung statt zu lernen, worauf es ankommt. Dem Pferd werden Wahrnehmung und Balance geraubt, und das, was wir erreichen wollen &#8211; gesunde Bewegungsabläufe und einen klaren Kopf -, lernt es trotzdem nicht. Deswegen: Wer glaubt, Hilfszügel zu brauchen, sollte statt Symptome zu bekämpfen auf Ursachenforschung gehen. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O8036.jpg" alt="Longieren am Kappzaum - Grund zum Lachen" class="wp-image-4855" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O8036.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O8036-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O8036-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O8036-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/01/AW0O8036-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit dem Training am Kappzaum statt mit Hilfszügeln haben Mensch und Pferd etwas zu lachen. Foto: <meta charset="utf-8"></meta><a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-1024x98.png" alt="Pferde verstehen" class="wp-image-723" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-1200x116.png 1200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Longieren war hier schon einmal Thema: <a href="https://verstehepferde.de/nase-runter-hals-biegen/">In dem Beitrag geht&#8217;s um Entspannung</a>, hier geht&#8217;s um <a href="https://verstehepferde.de/longieren-koerpersprache-und-hilfen/">korrekte Hilfen</a>.<br>Das sagt <a href="https://www.youtube.com/watch?v=B5H-7vxwIAY">Buck Brannaman zu Hilfszügeln  </a><br>Hier schreibt Christina über <a href="https://herzenspferd.de/hilfszuegel-wirkung/">die Wirkung von Hilfszügeln</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-slaka-pferdegesundheit-christina-wollseifen wp-block-embed-slaka-pferdegesundheit-christina-wollseifen"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://slaka-pferde.de/ich-habe-es-getan-longieren-mit-hilfszuegeln-warum-ich-es-nicht-wieder-machen-werde
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-wege-zum-pferd wp-block-embed-wege-zum-pferd"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://www.wege-zum-pferd.de/2008/11/13/hilfszugel-an-der-longe-ein-video-das-unterschiede-zeigt
</div></figure>



<p>Für alle, die es etwas weniger horsemanshippig mögen:</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-z-gel-und-b-gel wp-block-embed-z-gel-und-b-gel"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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</div></figure>



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		<title>Hinterbeine kreuzen &#8211; warum?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2019 07:12:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterhand weichen lassen]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterhandkontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Hinterhand weichen lassen, die Hinterhand untertreten oder übertreten lassen, die Hinterhand verschieben &#8211; auf Englisch &#8222;disengage or yield the hind&#8220;: Im Horsemanship ist diese Übung, die Hinterhand-Kontrolle, ein zentrales Tool, auf dem alles andere aufbaut. Das Pferd kreuzt dabei mit seinem inneren Hinterbein über sein äußeres. Warum das so…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Hinterhand weichen lassen, die Hinterhand untertreten oder übertreten lassen, die Hinterhand verschieben &#8211; auf Englisch &#8222;disengage or yield the hind&#8220;: Im Horsemanship ist diese Übung, <strong>die Hinterhand-Kontrolle</strong>, ein zentrales Tool, auf dem alles andere aufbaut.  Das Pferd kreuzt dabei mit seinem inneren Hinterbein über sein äußeres. </p>



<p>Warum das so wichtig ist, wie, wann und warum man es einsetzt und worauf es ankommt, darum geht es in diesem Beitrag. Außerdem gehe ich auf die häufigsten Gegenargumente (Vorurteile?) ein. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Hinterhand weichen lassen &#8211; Warum? </h3>



<p>Warum ist das Übertreten lassen der Hinterbeine sinnvoll? Aus drei Hauptgründen: </p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>1. Kontrolle für uns</strong></h4>



<p> Alle Formen des Bockens oder Durchgehens &#8211; Buckeln, Steigen, zur Seite springen, den Renngalopp anwerfen &#8211; erfordern zwei Hinterbeine, die breit stehen und sich parallel vom Boden abdrücken. Die Kraft, sich mit zwei Hinterbeinen loszukatapultieren, hat Pferde über Jahrtausende überleben lassen. Wir Menschen können Kontrolle über diese Kraft gewinnen, wenn wir die Hinterbeine weichen, also übertreten lassen. Wenn sie kreuzen, kann das Pferd sich nicht mehr abdrücken. Damit nehmen wir ihm die Möglichkeit, blind zu fliehen, können kritische Situationen entschärfen, das Pferd bei uns halten und <strong>Kontrolle wie Kommunikation gleichermaßen aufbauen.</strong></p>



<p>Ein gutes, das heißt <strong>korrektes hinten Übertreten</strong> hat außerdem zur Folge, dass das Pferd die Schulter aufmacht und Kopf und Hals rundet und fallen lässt (<a href="//verstehepferde.de/?p=3690&amp;preview=true#Wie_Die_Hilfen_vom_Boden_so_gehts">siehe Wie</a>). Denn <strong>wir</strong><em><strong> </strong></em><strong>beeinflussen Kopf, Hals, Schulter und Hinterhand</strong> mit der Übung. Daraus resultiert eine entspannte Körperhaltung. Korrektes Disengagen ist also viel mehr als nur das Kreuzen der Hinterbeine &#8211; es fängt an der Nase an und geht durch den ganzen Körper bis zum Schweif. Das Pferd wird dadurch aufnahmebereiter, nachgiebig und nicht mehr auf Flucht und Gegendruck gepolt. Es lernt, auf Druck zu weichen. </p>



<p>Das Disengage ist ein wesentlicher Teil des <a href="//verstehepferde.de/?p=3690&amp;preview=true#Hinterhand_verschieben_Die_Hilfen_vom_Sattel">One-eins-Stops, oder Bend-To-A-Stop, dem Notaus beim Reiten</a>. Dabei holen wir zuerst den Kopf des Pferdes in die Biegung und lassen dann die Hinterbeine übertreten. </p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-1 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="585" data-id="3810" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-1024x585.jpg" alt="Pferd schießt los - vor dem Hinterhand weichen" class="wp-image-3810" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-1024x585.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-300x172.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-768x439.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-150x86.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Man schießt umbalanciert los&#8230;.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="818" height="764" data-id="3809" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock.jpg" alt="Pferd bockt vor dem Hinterhand weichen" class="wp-image-3809" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock.jpg 818w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock-300x280.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock-768x717.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock-150x140.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 818px) 100vw, 818px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230;man rettet sich in einen Bocksprung&#8230;.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="737" height="590" data-id="3808" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/stand.jpg" alt="Pferd steht nach dem Hinterhand weichen" class="wp-image-3808" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/stand.jpg 737w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/stand-300x240.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/stand-150x120.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 737px) 100vw, 737px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230; man wird vom Seil gestoppt, die Hinterhand dreht raus. Fotos: Marko</figcaption></figure>
</figure>



<h4 class="wp-block-heading"></h4>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



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</div>


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<p><br><strong>2. Entspannung fürs Pferd</strong></p>



<p><strong>Hinterbeine kreuzen lassen hilft dem Pferd, sich zu entspannen</strong>. Es gibt eine Theorie &#8211; wahrscheinlich wissenschaftlich nicht haltbar -, dass es die die Hirnhälften des Pferdes besser vernetzt. Dass das Pferd mehr Koordination für das Kreuzen aufbringen muss als für ein simples Geradeaus Laufen und es deswegen auf andere Gedanken kommt. Unbestritten dagegen ist die Annahme, das jegliche Form von Widerstand aus einem festen, geraden und steifen Körper kommt. Sobald wir etwas Biegung ins Pferd hineinbekommen, haben wir der Entspannung den Weg bereitet. Pferdetrainer Warwick Schiller zum Beispiel sagt, dass ein Pferd die &#8222;brace&#8220; in einer Biegung nicht leicht aufrechterhalten kann. Wir bringen es durch das korrekte (!) Kreuzen lassen also in eine Form, die ihm hilft loszulassen.</p>



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</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Der australische Pferdetrainer Tristan Tucker ist soweit ich weiß in der Dressurszene ziemlich bekannt &#8211; er hilft Turnierreitern, ihre Warmblüter unter Kontrolle zu behalten. Dafür bringt er den Pferden am Anfang einen Bewegungsablauf bei, den er &#8222;Pattern&#8220; nennt. Und dreimal dürft ihr raten, womit der beginnt. Genau. Dem Überkreuzen lassen der Hinterbeine und dem Hohlmachen der Schulter. Das Wesentliche dabei: Das Pferd spürt über die Abfolge der verschiedenen Schritte und durch die Biegung im Körper, dass seine Muskeln entspannen, was in der Folge dazu führt, dass auch sein Geist entspannen kann. So zeigt Tucker den Pferden <strong>eine Position, in der sie selbst Entspannung finden können</strong>. Die Hinterbeine weichen lassen ist also eine gute Möglichkeit, um die <a href="//verstehepferde.de/entspannt-spazieren-gehen/#Das_Konzept_der_Worry_Cup">Worry Cup </a> des Pferdes auszuleeren.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>3. Vorbereitung für spätere Manöver</strong> </h4>



<p>Egal, welche Reitweise man ausübt: <strong>Die Hinterbeine vorwärts und seitwärts treten zu lassen ist essentiell </strong>für eine ganze Reihe wichtiger Manöver und Lektionen. Ohne weichende Hinterhand keine Traversale, kein Kruppeherein, keine Hinterhandwendung und keine fliegenden Galoppwechsel. An der Qualität des Disengangen lässt sich auch erkennen, wie Übergänge unter dem Sattel ausfallen werden &#8211; geschmeidig und balanciert? Oder ruckelig und auf der Vorhand.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>4. Sicheres Anreiten </strong></h4>



<p><strong>Beim Anreiten</strong> wird es in der Regel interessant, sobald sich das Pferd mit dem Reiter zum ersten Mal in Bewegung setzt. Wenn man also nicht gerade drauf ist wie <a href="//www.youtube.com/watch?v=u6WLVjaRsPM">Ray Hunt</a>, der Jungpferde teilweise komplett ohne Kopfstück angeritten hat (Minute 1.40), ist eine Kontrollmöglichkeit wichtig, um Pferd und Reiter sicher zu halten. Deswegen lässt man <strong>das Jungpferd als erste Schritte unter dem Sattel hinten übertreten</strong> &#8211; den Kopf holt man sich dabei in eine Biegung. Tritt das Pferd über und nicht zusammen, lässt man den Kopf aus der Biegung und erhält die ersten Schritte geradeaus. </p>



<p>Auch <strong>Übergänge von einer schnelleren Gangart in eine langsamere</strong> kann man am Anfang reiten, indem man den Kopf des Pferdes biegt und es kreuzend auf dem Kreisbogen auslaufen lässt, bis es steht. Das hat den Charme, dass alle Beine beim Übergang in Bewegung bleiben und das Pferd nicht lernt, auf die Vorhand zu fallen oder sie steif zu machen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>5. Trouble Shooting</strong></h4>



<p><strong>Pferde, die das Vorwärts verloren haben.</strong> Wenn ein Pferd das Vorwärts unter dem Reiter nicht findet und auf die treibende Einwirkung beider Beine und des Körpers fest wird, stockt und zäh wird (wie die PN anfangs), dann ist das Übertreten lassen (vorausgesetzt, es wurde korrekt vorbereitet) ein echter Lebensretter. Es versetzt uns nämlich in die Lage, zunächst mal die Hinterbeine zu bewegen. Da das Pferd gelernt hat, die Schulter aufzumachen (versus auf der Stelle einzudrehen), wird es, sobald die Hinterbeine ins Laufen kommen, auch mit den Vorderbeinen kleine Schritte machen. So haben wir das Pferd, das &#8222;nein&#8220; zum Vorwärts gesagt hat, doch in Bewegung bekommen. Sobald das Seitwärts mit Biegung zuverlässig klappt, können wir langsam den Zügel lang lassen und Schritt für Schritt in ein gerades Vorwärts kommen.</p>



<p><strong>Pferde, die an der Longe den Kopf hochreißen.</strong> Ein Pferd, das beim Longieren den Kopf nicht fallen lassen kann, ist emotional, mental oder körperlich nicht im Gleichgewicht. <strong>Übertreten lassen und die Biegung, die das bringt, können helfen eine Balance herzustellen</strong>. Korrektes Hinterbeine weichen lassen (ich wiederhole mich: die Schulter muss dabei aufgehen!) ist für mich die Voraussetzung dafür, dass ein Pferd sich auf dem Kreisbogen an der Longe oder dem Seil biegen und in guter Haltung laufen kann. Entsprechend können wir Pferden, die den Kopf hochreißen, mit der Übung helfen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Hinterhand weichen &#8211; die Hilfen vom Boden</h3>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" data-id="3777" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1.jpg" alt="Hinterhand weichen: Pferd kreuzt" class="wp-image-3777" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="677" height="667" data-id="3778" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0092-1-e1566301425173.jpg" alt="Hinterhand weichen: Pferd macht die Schulter auf" class="wp-image-3778" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0092-1-e1566301425173.jpg 677w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0092-1-e1566301425173-300x296.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0092-1-e1566301425173-150x148.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 677px) 100vw, 677px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="760" height="667" data-id="3779" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0095-1-e1566301455195.jpg" alt="Hinterhand weichen: Pferd findet aus dem Kreuzen ins Vorwärts" class="wp-image-3779" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0095-1-e1566301455195.jpg 760w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0095-1-e1566301455195-300x263.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0095-1-e1566301455195-150x132.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="877" height="667" data-id="3780" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610.jpg" alt="Vorwärts nach dem Hinterhand weichen" class="wp-image-3780" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610.jpg 877w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610-300x228.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610-768x584.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610-150x114.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 877px) 100vw, 877px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Ausrichtung meines Körpers und meine Energie bestimmen die Bewegungsrichtung und das Tempo der PN. Fotos: <a href="//www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>
</figure>



<p>Hinterhand weichen geht so: Du stehst auf der linken Seite deines Pferdes, etwa einen oder anderthalb Meter neben der Schulter und du schaust in Richtung Pferdehintern. Dein Seil hast du in der linken Hand, in der rechten das Seilende oder eine Gerte, eine Flagge oder einen Stick. <strong>Jetzt nimmst du das Seil leicht an</strong>, indem du deine linke Hand hebst (so hoch wie deine Schulter). Damit holst du dir den Kopf des Pferdes in die Biegung. </p>



<p>Das ist aus drei Gründen wichtig: </p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Deine Sicherheit. Falls dein Pferd treten sollte, wird es wahrscheinlich zuerst den Kopf wieder grade machen um leichter zielen zu können und den Körper in eine bessere Schussposition zu bringen. </li>



<li>Du brauchst Biegung für Entspannung.</li>



<li>Durch die Biegung fällt deinen Pferd das Übertreten leichter.</li>
</ol>



<p>Dein Pferd hat den Kopf leicht gebogen und schaut zu dir. <strong>Jetzt schaust du intensiv auf den Pferdehintern</strong>, beginnst in Richtung der Hinterhand zu gehen und schwingst gleichzeitig das Seilende/die Flagge oder welches Hilfsmittel du auch benutzt, in Richtung Hinterhand. Wenn sich dein Pferd nicht bewegt, touchierst du es. <strong>Sobald dein Pferd den Hintern dreht</strong>, nimmst du den Druck raus und streichelst es. Wiederhole die Übung, bis dein Pferd <strong>mit dem inneren Hinterbein über das äußere kreuzen</strong> kann. Das Ziel ist, dass dein Pferd schon auf wenig Hilfe (idealerweise das Anheben des Seils und der Blick auf seinen Hintern) weicht. Es soll in der Lage sein, beliebig oft überzutreten und dabei <strong>Takt und Rhythmus zu halten</strong>. Wenn dein Pferd zwischendrin immer wieder zusammentritt und das Übertreten nicht gleichmäßig sondern mit Tempounterschieden stattfindet, dann variiere den Winkel, mit dem du auf den Hintern zugehst und verlangsame deine Hilfen. </p>



<p>Ganz wichtig: <strong>Schaue, was das innere Vorderbein macht!</strong> Es darf nicht in deine Richtung treten und es soll sich auch nicht eindrehen. Dann biegst sich das Pferd nicht korrekt, sondern fällt auf die Vorhand oder schiebt dich mit der Vorhand.<a href="//www.youtube.com/watch?v=qincEZod6mQ"> In diesem Video</a> siehst du ab Minute 4.40, wie es richtig geht. Im weiteren Verlauf ist auch zu sehen, wie Disengage aus der Bewegung funktioniert und wie es zu einem seitlichen Übertreten ausgebaut werden kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Hinterhand verschieben: Die Hilfen vom Sattel</h3>



<p>Du sitzt gerade im Sattel. Jetzt nimmst du deine rechte Hand, gleitest so weit es geht mit ihr am Zügel Richtung Pferdemaul und führst sie dann so weit es geht nach rechts vom Pferdehals weg. Das ist das Signal für das Pferd, dem Gefühl zu folgen und die Nase herum zu nehmen. Tut es das, führst du deine Hand zum Oberschenkel, legst dein rechtes Bein etwas hinter den Gurt und gibst damit die Hilfe zum Übertreten und lässt die Hinterhand weichen. </p>



<p>Wenn das im Stehen klappt, kannst du so dein Pferd auch aus der Bewegung anhalten. </p>



<p>Wichtig: Frage immer erst nach mehr Biegung, wenn das Pferd auf den ersten Teil der Zügelhilfe nachgegeben hat. Sonst bringst du dein Pferd im Worst Case in Stolpern oder sogar zu Fall. Diese Hilfenfolge wird auch One-Rein-Stop oder Bend-to-a-Stop genannt. Die Zügelhilfe wird Indirekt Rein genannt. Sie spricht zur Hinterhand (du kannst deinem Pferd auch beibringen, nur auf den indirekten Zügel und ohne Beinhilfe den Hintern zu drehen). In <a href="//www.youtube.com/watch?v=MTEufuCPfiI ">diesem Video</a> siehst du die Hilfe in Aktion.</p>



<p>Auch hier wollen wir, dass das innere Vorderbein sich in Richtung des äußeren bewegt und das Pferd die Schulter öffnet.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Disengage im Einsatz</h3>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="883" height="1024" data-id="3799" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-883x1024.jpg" alt="Hier hilft Hinterhand weichen: Pferd wird zu schnell" class="wp-image-3799" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-883x1024.jpg 883w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-259x300.jpg 259w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-768x891.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-129x150.jpg 129w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5.jpg 1113w" sizes="auto, (max-width: 883px) 100vw, 883px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die PN fällt massiv auf die innere Schulter&#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1241" height="1291" data-id="3800" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-984x1024.jpg" alt="Kreuzgalopp mit dem Hinterhand weichen beenden" class="wp-image-3800" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-984x1024.jpg 984w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-288x300.jpg 288w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-768x799.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-144x150.jpg 144w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4.jpg 1241w" sizes="auto, (max-width: 1241px) 100vw, 1241px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230;auch hier kämpft er mit der Balance und fällt in den Kreuzgalopp. Fotos: Marko</figcaption></figure>
</figure>



<p>In der Lage zu sein, das Pferd übertreten zu lassen, kommt immer dann praktisch, wenn eine Situation heiß wird. Sprich, dein Pferd wird nervös, droht wegzuspringen oder fährt hoch. Wenn du jetzt gleichzeitig an beiden Zügeln ziehst, gibst du ihm nicht nur eine Möglichkeit für Gegendruck, du verschärfst sein Gefühl der Beklemmung. Vom Boden ins Halfter greifen und schön eng führen ist genauso unsinnig. Egal, ob reitend oder von unten: Jetzt kommt das Übertreten lassen gerade recht. </p>



<p><strong>Disengage kann zum einen ein absolutes Notaus sein</strong>. Es unterbricht die Situation drastisch und setzt einen klaren Cut. Die unkontrollierten Rennsequenzen der Fotos zum Beispiel habe ich mit dem Herausschicken der Hinterhand abgebrochen und die PN damit vom Speedgalopp zum Halten gebracht. <a href="//poniesnaturally.com/2019/08/27/the-one-rein-stopped/?fbclid=IwAR05PS4snFa5hxje-AlZrw9NyqkmkE3K34XBPhaFrFoST2Cz8rWYQbhWhsA">Hier kannst du einen englischen Bericht lesen von einem Ausritt</a>, bei dem der One-Rein-Stop ein Durchgehen aufhalten konnte.</p>



<p><strong>Die Hinterbeine übertreten lassen geht aber auch graduell</strong>. Dabei bringst du Biegung ins Pferd und es tritt seitwärts, bewegt sich aber weiter. Das hatte ich jüngst im Einsatz, als sich die PN bei einem Spaziergang hochgefahren hat. Ich bin mit ihm weitergelaufen, habe ihn in Stellung gebracht und übertreten lassen und nach einigen Metern angefragt, ob er auch wieder gerade gehen kann, ohne sich aufzuregen. Nach mehreren Wiederholungen war er dazu in der Lage. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Aber, aber&#8230;. menno! Vorurteile</h3>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658.jpg" alt="Beim Hinterhand weichen kreuzen die Hinterbeine" class="wp-image-3791" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beim Hinterhand weichen kommt das Pferd auf die Vorhand? Wenn die Übung als Notaus eingesetzt wird, ist das so. Hier auf dem Bild auch schön zu sehen. <a href="//isabeltomczyk.de">Foto: Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Mein Pferd wird nie wieder aktiv mit der Hinterhand laufen können, wenn ich es zu oft übertreten lasse!</strong> Im englischen spricht man von &#8222;disengange&#8220;, wenn man das Pferd übertreten lässt, und damit dem Gegenteil von &#8222;engaged&#8220;. Der normale Reiter will natürlich gut untertretende, in den Schwerpunkt fußende aktive Hinterbeine. Das steht nicht im Widerspruch. Ich kann meinem Pferd beibringen, die Hinterbeine zu kreuzen und die Hinterhand weichen zu lassen. Und ich kann ihm beibringen, aktiv unterzutreten. Das eine schließt das andere nicht aus &#8211; ich brauche nur klare Hilfen. (Übrigens: Rein technisch tritt das Pferd nur im Schulterherein korrekt in den Schwerpunkt. Beim Schenkelweichen tritt es darüber hinaus, da es kreuzt). Zu behaupten, wer sein Pferd die Hinterbeine kreuzen lässt, verliert die Versammlungsfähigkeit des Pferdes, ist in etwa so wie seinem Pferd das Rückwärts nicht beizubringen, weil es darüber ja das Vorwärts verlieren könnte. Ziemlich doof, um es noch freundlich auszudrücken.<br> </li>



<li><strong>Ich bringe mein Pferd aus der Balance &#8211; wie kann das gut sein</strong>? Das ist ein Einwand, der durchaus berechtigt ist bzw. berechtigt sein kann:  Wenn ich die Hinterbeine mit Energie übertreten lassen, dann nehme ich dem Pferd damit die Balance, die es bräuchte, um durchzugehen, zu bocken oder zu steigen. Da es sich in einer solchen Situation um einen Notfall handelt, würde ich den Balanceverlust des Pferdes in Kauf nehmen. Zumal es ja nicht bedeutet, dass das Pferd hinfällt, sondern nur, dass wir einen gewissen Bewegungsablauf für es unmöglich machen. </li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Mein Pferd fällt damit auf die Vorhand! Das will ich auf keinen Fall!</strong> Wenn ich das Disengagen als Notfall-Stop einsetze, also ein schnelles und tiefes Kreuzen fordere, dann fällt mein Pferd dabei in der Tat auf die Vorhand. Das ist auch gut so, schließlich wollen wir in Notsituationen gerade nicht, dass die Vorhand leicht und athletisch abhebt und das Pferd seine Stunts ohne Probleme durchziehen kann. Allgemein, das heißt abseits eines Notfalls gilt aber: Ein Pferd, das gelernt hat, korrekt zu kreuzen, macht  gerade nicht die Schulter schwer: Wenn die Hinterbeine kreuzen tritt es mit dem inneren Vorderbein leicht nach außen in Richtung äußeres Vorderbein. Alle vier Beine des Pferdes sind damit in Bewegung, das Pferd ist nach innen gebogen und balanciert. </li>
</ul>



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		<title>Zügelhilfen &#8211; warum du mit dem Zügel lenken darfst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Dec 2016 14:42:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfen]]></category>
		<category><![CDATA[innerer Zügel]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stell dir vor, du sitzt am Steuer eines Fahrschulautos. Dein Fahrlehrer sagt: &#8222;Und jetzt biege links ab&#8220;. Du schlägst das Lenkrad ein, und dein Fahrlehrer ruft entsetzt: &#8222;Du kannst doch nicht abbiegen, indem du das Lenkrad bewegst!&#8220; Absurd? Jepp. Jetzt sitze ich auf dem Pferd. Ich will nach links abbiegen.…</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="//vg06.met.vgwort.de/na/04cc1f7008d645a2b3f767b63a8b0012" alt="" width="1" height="1" /></p>
<p><div id="attachment_2048" style="width: 710px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2048" class="wp-image-2048" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/zügelhilfe-e1481972992305.png" alt="zügelhilfe" width="700" height="463" /><p id="caption-attachment-2048" class="wp-caption-text">Leichtigkeit am Seil ist die Voraussetzung für funktionierende Zügelhilfen. Foto: <a href="//www.isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk</a></p></div></p>
<p>Stell dir vor, du sitzt am Steuer eines Fahrschulautos. Dein Fahrlehrer sagt: <em>&#8222;Und jetzt biege links ab&#8220;.</em> Du schlägst das Lenkrad ein, und dein Fahrlehrer ruft entsetzt: <em>&#8222;Du kannst doch nicht abbiegen, indem du das Lenkrad bewegst!&#8220;</em> Absurd? Jepp.</p>
<p align="left">Jetzt sitze ich auf dem Pferd. Ich will nach links abbiegen. Dafür bringe ich meine Hand weg vom Pferdehals und weise dem Pferd mit dem Gefühl über den linken Zügel die Richtung. Jetzt höre ich sie schreien, die Dressurreiter.<em> &#8222;Du kannst doch nicht über den linken Zügel abbiegen!&#8220;</em></p>
<p align="left">Wieso nicht? Weil es das Ganze zu einfach macht? Korrekterweise geht das nämlich so: Ich brauche für dieses <strong>hochkomplexe Manöver des Abbiegens</strong> alle drei: Gewichtshilfen, Zügelhilfen und Schenkelhilfen. Inneres Bein treibt am Gurt, äußeres Bein verwahrt, Gewicht auf dem inneren Gesäßknochen, innerer Zügel angenommen, äußerer Zügel anstehend.</p>
<p align="left">Diese <strong>Hilfenkaskade fürs Abbiegen</strong> wird nach meinem Kenntnisstand so begründet: <strong>Inneres Bein</strong>, damit das Pferd vorwärts geht und nicht auf die innere Schulter fällt, <strong>äußeres Bein</strong>, damit es beim Abbiegen nicht mit der Kruppe nach außen schwingt, <strong>innerer Zügel</strong> für die Stellung und Biegung und <strong>äußerer Zügel</strong> zum Begrenzen der äußeren Schulter.</p>
<hr />
<p style="text-align: center;" align="left"><em>Werbung*</em></p>
<p align="left"><a href="https://www.awin1.com/cread.php?s=3464369&amp;v=14361&amp;q=376832&amp;r=635314" rel="sponsored"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-5460 size-full" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/09/img2023_pferdehaftpflicht_bannerset_300_250-1695646989701.jpeg" alt="" width="300" height="250" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/09/img2023_pferdehaftpflicht_bannerset_300_250-1695646989701.jpeg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/09/img2023_pferdehaftpflicht_bannerset_300_250-1695646989701-150x125.jpeg 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<hr />
<h2 align="left">Zügelhilfen zum Abbiegen. Sonst nichts</h2>
<p align="left">Nach Horsemanship-Art funktioniert das etwas anders:</p>
<ul>
<li>Im guten Horsemanship brauche ich das innere Bein nicht als Dauerhilfe, weil mein Pferd gelernt hat, auch ohne Einwirkung ein gutes Vorwärts zu haben (ich benötige das innere Bein auch nicht, um mein Pferd am Laufen zu halten, weil es immer langsamer wird, sobald ich in den Zügel greife).</li>
<li>Ich brauche den äußeren Zügel nicht, weil mein Pferd gelernt hat, sich nicht über die äußere Schulter zu entziehen.</li>
<li>Ich brauche den äußeren Schenkel nicht, weil mein Pferd weiß, dass es ums Abbiegen geht und seiner Nase folgt und damit den Hintern nicht raus schwingt, sondern stattdessen mit dem inneren Hinterbein Last aufnimmt.</li>
<li>Das Ganze funktioniert, weil das Pferd <strong>das Wichtigste</strong>, nämlich den <strong>inneren Zügel und seine Funktion</strong>, verstanden hat.</li>
</ul>
<p align="left">Wer nun glaubt, dass ein Pferd, das gelernt hat auf eine Zügelhilfe hin abzubiegen, automatisch auf die innere Schulter fällt und sich im Genick verwirft, der geht von einem ziemlich schlechten Reiter und einer ziemlich schlechten Hilfe aus.</p>
<p><div id="attachment_2061" style="width: 310px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2061" class="wp-image-2061 size-medium" title="zügelhilfe" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/knoti-300x193.png" alt="zügelhilfe" width="300" height="193" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/knoti-300x193.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/knoti-233x150.png 233w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/knoti-150x96.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/knoti.png 431w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-2061" class="wp-caption-text">Pferde können lernen, nicht nur nachgiebig auf eine Trense zu reagieren. Feine Hilfen inklusive Steuerung sind auch am Knotenhalfter möglich. Dieses Knotenhalfter bekommt ihr <a href="//shop.pferdefluesterei.de/products/knotenhalfter-in-2-maulgroessen-special-pferdefluesterei-edition?ref=9&amp;campaign=Zügelhilfen">im Shop der Pferdeflüsterei.</a>* Foto: Tom Haubner</p></div></p>
<p align="left">Gerade, weil wir eben nicht mit Dauerzug und -druck reiten, und weil wir dem Pferd beibringen <strong>dem Gefühl des Seils zu weichen</strong> beziehungsweise ihm zu folgen, legen wir <strong>die Basis dafür, dass das Pferd die Zügelhilfe versteht</strong>: Ein Pferd, das gelernt hat, korrekt auf eine solche Zügelhilfe zu reagieren, folgt dem Gefühl der Reiterhand, biegt und senkt den Hals und gibt im Genick nach. Es ist mental im Gleichgewicht, es kann und will uns folgen. Entsprechend entsteht <strong>kein Widerstand im Körper</strong>, den wir mit weiteren Hilfen &#8211; nämlich dem inneren oder äußeren Bein und dem äußeren Zügel kompensieren oder abfangen müssten.</p>
<h2 align="left">Vertuschen deine Hilfen Widerstand im Pferd?</h2>
<p align="left"><a href="//www.facebook.com/Good-Horsemanship-Ross-Jacobs-275719312528545/?fref=ts">Ross Jacobs </a>formuliert das so:</p>
<blockquote>
<p align="left">&#8222;(&#8230;) the outside rein is used in turning a horse because it blocks the shoulder from leaking to the outside of the turn. However, the reason the shoulder is falling out is because the horse was not taught to follow the feel of the inside rein. Outside rein will not fix the cause of the problem, but it will cover it up &#8211; like putting paint over rust in a car (&#8230;)&#8220;</p>
<p align="left">&#8222;(&#8230;) der äußere Zügel wird beim Abwenden des Pferdes benutzt, weil er verhindern, dass die Schulter nach außen in der Wendung ausbricht. Der Grund allerdings, warum die Schulter ausfällt, ist, dass das Pferd nicht gelernt hat, dem inneren Zügel zu folgen. Der äußere Zügel wird die Ursache des Problems nicht lösen, aber überdecken &#8211; wie wenn man Farbe über Rost auf der Karosserie eines Autos pinselt (&#8230;)&#8220;</p>
</blockquote>
<p>Laut Ross ist die <strong>laterale Flexion</strong> das Mittel schlechthin, um dem Pferd zu helfen, seine Oberlinie zu entspannen. Und genau deswegen nutzt er den inneren Zügel und damit eine seitliche Biegung so gerne &#8211; weil sie Widerstände im Körper zeigen und helfen kann, diese zu beseitigen. Laut Ross gibt es kein mächtigeres Hilfsmittel als <strong>eine weiche Biegung als Antwort des Pferdes auf den inneren Zügel</strong>. Achtung: Ross nutzt den Zügel anders als zum Beispiel Warwick nicht, um nur den Hals des Pferdes in eine Biegung zu führen. Er will immer auch, dass sich die Hinterhand mitbewegt. <a href="//www.youtube.com/watch?v=cehk99rYEi4">Warum, erklärt er hier</a>.</p>
<h2>Am Anfang der Zügelhilfen steht die laterale Biegung</h2>
<p>Die laterale Biegung ist <strong>mehr als nur das Flexen des Halses</strong>. Korrekt ausgeführt, geht sie durch den gesamten Körper. Korrekt bedeutet, dass die Ohren des Pferdes auf einer Höhe bleiben. Tun sie das nicht, verwirft sich das Pferd im Genick. Warwick Schiller nennt laterale Biegung auch &#8222;side situp&#8220;, weil das Pferd dafür seine Bauchmuskeln anspannt. Problemloses Lenken mit einem Zügel ist laut ihm dann möglich, wenn wir das Pferd eben nicht mit dem Zügel in die Biegung zerren. Stattdessen warten wir darauf, dass das Pferd nachgibt und herausfindet, was wir von ihm wollen.</p>
<p align="left"><strong>Dieses Lenken des Pferdes ist nur ein Effekt einer verständlichen, gut ausgeführten und gut erklärten Zügelhilfe</strong>. Letztlich geht es darum, ob das Pferd dem Gefühl des Zügels folgen kann &#8211; egal, ob ich damit lenke, den Hals biegen oder den Nacken einstellen will.</p>
<p><div id="attachment_2127" style="width: 840px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2127" class="wp-image-2127 size-large" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/handschuhe-1024x683.jpg" width="830" height="554" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/handschuhe-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/handschuhe-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/handschuhe-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/handschuhe-225x150.jpg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/handschuhe-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/handschuhe.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 830px) 100vw, 830px" /><p id="caption-attachment-2127" class="wp-caption-text">Hände, die sich langsam schließen und schnell öffnen, sind wichtig für eine gelingende Kommunikation mit dem Pferd. (Diese Traumhandschuhe in Orange sind von W&amp;F Meisterhandschuhe). Foto: <a href="//www.isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk</a></p></div></p>
<p align="left">Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ein Pferd, das sich korrekt mit einer Zügelhilfe stellen lässt, auch richtig auf eine Zügelhilfe hin abbiegt. Wir brauchen diese Hilfe als Kommunikationsmittel für gutes Reiten &#8211; korrekt im Sinne des Pferdes, nicht im Sinne einer Reitlehre.</p>
<p align="left">Versteht mein Pferd den Sinn der Zügel, kann ich beginnen, ihm das Abbiegen ohne Zügel auf Gewicht und Fokus hin beizubringen. Der Zügel wird dann zum Korrekturinstrument: Begreift das Pferd die Hilfen aus meiner Körpermitte nicht, kann ich ihn nutzen, um dem Pferd Klarheit zu verschaffen. Voraussetzung dafür ist, dass das Pferd verstanden hat, was der Zügel bedeutet. Eine Schenkelhilfe kann hier ebenfalls eingesetzt werden, um dem Pferd zu verdeutlichen, was es tun soll.</p>
<p align="left">Ich muss mein Pferd also <strong>nicht ewig nur mit einer Zügelhilfe lenken</strong>. Natürlich kann ich es über Gewichts- und Schenkelhilfen die Richtung wechseln lassen. Habe ich die Zügelhilfe aber nicht etabliert, kann ich ihm nicht effektiv kommunizieren, welche Kopf- und Halshaltung ich mir wünsche. Ich brauche den Zügel also doch für den Prozess des Abbiegens.</p>
<p align="left">Im <a href="//www.cornacchino.it/de/index.html">Urlaub auf Il Cornacchino</a> ritt ich einen Tag lang die Schimmelstute Idea. Kursleiter Fabio meinte noch, dass ich beim Anhalten nicht viel Zügel einsetzen soll, weil sie sonst sofort eine Vollbremsung absolviert. Auf leichte Zügelhilfen kam sie auch schnell zum Stehen, gab aber nicht mit dem Nacken und Hals nach, sondern spannte gegen die Zügel. Ich hielt die Verbindung so lange aufrecht, bis sie auch im Nacken und Hals losließ. Es reicht nicht, &#8222;nur&#8220; Gehorsam, in unserem Fall das Stehenbleiben, auf eine Hilfe zu erhalten, wenn wir dabei eine &#8222;Brace&#8220;, einen <strong>Widerstand im Pferd</strong> lassen.</p>
<blockquote>
<p align="left"> &#8222;Never, ever release on a brace&#8220;</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;" align="left">(Pat Parelli)</p>
<p align="left">Nach ein paar Wiederholungen hatte Idea verstanden, dass sie sich darauf verlassen kann, dass meine Hände immer weich anfragen und sie entsprechend auf die Zügelhilfe weich reagieren kann. Wir haben sie dann so weit verfeinert, dass ihr ein tiefes Ausatmen meinerseits zum Langsamer werden und Anhalten Signal genug war.</p>
<h2 align="left">Die Zügelhilfen im Einklang mit den Beinen des Pferdes</h2>
<p><div id="attachment_2050" style="width: 352px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2050" class="wp-image-2050" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/mule.jpg" width="342" height="511" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/mule.jpg 642w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/mule-201x300.jpg 201w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/12/mule-100x150.jpg 100w" sizes="auto, (max-width: 342px) 100vw, 342px" /><p id="caption-attachment-2050" class="wp-caption-text">Eine Zügelhilfe nach Horsemanship-Art beinhaltet, dass man den Arm seitlich vom Pferd weg führt, um dem Pferd (oder dem Muli) den Weg in die Biegung zu zeigen. Gut zu sehen ist hier, dass meine Zügelhilfe mit der Fußfolge von Muli Chari übereinstimmt. Foto: Leen Coremans</p></div></p>
<p align="left">Wollen wir die Zügelhilfe weiter verbessern, dann lohnt sich ein Blick auf die Fußfolge des Pferdes: Im Horsemanship wollen wir die Zügel mit den Beinen des Pferdes verbinden: unsere Zügelhilfen sollen Einfluss auf seine Beine nehmen.</p>
<blockquote>
<p align="left">Hook the reins to the feet</p>
</blockquote>
<p style="text-align: right;" align="left">(Buck Brannaman)</p>
<p align="left">Daraus folgt, dass wir die <strong>Zügelhilfe in Übereinstimmung mit dem Abfußen der Vorderbeine des Pferdes</strong> geben. Sind wir zum Beispiel auf der linken Hand unterwegs und wollen nach links abbiegen, dann geben wir die Zügelhilfe dann, wenn das linke Vorderbein sich hebt. Buck Brannaman nennt das den <a href="//eclectic-horseman.com/the-reaching-exercise/">Reaching Exercise</a>. Wie der genau funktioniert, kannst du <a href="//eclectic-horseman.com/the-reaching-exercise/">hier</a> lesen.</p>
<p align="left">Ich denke, die Unterschiede in der Hilfengebung zwischen der &#8222;normalen Dressur&#8220; und dem &#8222;Western Reiten&#8220; wie es hier beschrieben wird (ich weiß, es gibt zahllose Herangehensweisen und Hilfengebungen) liegt auch im Zweck des Reitens begründet:</p>
<p align="left">Ein Reiner oder ein Buckaroo will sein Pferd einhändig führen. Die Pferde müssen lernen, dass sie nicht wie in der Dressur von den Hilfen eingerahmt werden und eigenständig in korrekter Form arbeiten.</p>
<p align="left">Buck Brannaman wird zu diesem Thema sinngemäß zitiert, dass wenn ich schon für so ein simples Manöver wie dem Lenken alle meine Hilfen verwenden muss, ich dem Pferd komplexere Dinge nur mit Mühe beibringen werde.</p>
<p align="left"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1955 size-large" title="zügelhilfe" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="zügelhilfe" width="830" height="79" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 830px) 100vw, 830px" /></p>
<p align="left"><a href="//verstehepferde.de/buchempfehlungen/">Klicke hier für mehr gute Bücher</a> zum Thema Horsemanship.</p>
<p align="left"><p >Keine Produkte gefunden.</p></p>
<p align="left">Ross Jacobs<a href="//goodhorsemanship.com.au/Blog/Blog.php?post=using-seat-and-legs" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> dröselt hier noch mal genau auf</a>, warum die oben genannte Herangehensweise mit den vier Hilfen zum Abbiegen eine mechanische ist.</p>
<p>Den gesamten Text von Ross zum Thema innerer Zügel findest du<a href="//www.goodhorsemanship.com.au/Myths/myths.html"> hier unter Mythos 5</a></p>
<p align="left">Der<a href="//eclectic-horseman.com/the-reaching-exercise/"> Reaching Exercise</a> mit Buck Brannaman</p>
<p align="left">Lust auf <a href="//verstehepferde.de/reiturlaub-in-der-toskana-warum-i/">Reiturlaub in der Toskana? Hier</a> habe ich über unseren Aufenthalt dort berichtet</p>
<p><a href="//youtu.be/BQ0uB0yxbAg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">In diesem Video </a>siehst du am Anfang, wie Warwick das Pferd nur über den Zügel lenkt, ohne, dass es dabei auf die Schulter fällt oder die Balance verliert.</p>
<p>&#8212; Alle mit * markierten Links sind <a href="//verstehepferde.de/affiliate-links/">Affiliate-Links</a> &#8212;<ul class="shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium"><li class="shariff-button facebook shariff-nocustomcolor" style="background-color:#4273c8"><a href="https://www.facebook.com/sharer/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Fzuegelhilfen%2F" title="Bei Facebook teilen" aria-label="Bei Facebook teilen" role="button" rel="nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#3b5998; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 18 32"><path fill="#3b5998" d="M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z"/></svg></span></a></li><li class="shariff-button twitter shariff-nocustomcolor" style="background-color:#595959"><a href="https://twitter.com/share?url=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Fzuegelhilfen%2F&text=Z%C3%BCgelhilfen%20%E2%80%93%20warum%20du%20mit%20dem%20Z%C3%BCgel%20lenken%20darfst" title="Bei X teilen" aria-label="Bei X teilen" role="button" rel="noopener nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#000; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 24 24"><path fill="#000" d="M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0"/></svg></span></a></li><li class="shariff-button pinterest shariff-nocustomcolor" style="background-color:#e70f18"><a href="https://www.pinterest.com/pin/create/link/?url=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Fzuegelhilfen%2F&media=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2016%2F12%2Fsl-z%C3%BCegel.png&description=Z%C3%BCgelhilfen%20%E2%80%93%20warum%20du%20mit%20dem%20Z%C3%BCgel%20lenken%20darfst" title="Bei Pinterest pinnen" aria-label="Bei Pinterest pinnen" role="button" rel="noopener nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#cb2027; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 27 32"><path fill="#cb2027" d="M27.4 16q0 3.7-1.8 6.9t-5 5-6.9 1.9q-2 0-3.9-0.6 1.1-1.7 1.4-2.9 0.2-0.6 1-3.8 0.4 0.7 1.3 1.2t2 0.5q2.1 0 3.8-1.2t2.7-3.4 0.9-4.8q0-2-1.1-3.8t-3.1-2.9-4.5-1.2q-1.9 0-3.5 0.5t-2.8 1.4-2 2-1.2 2.3-0.4 2.4q0 1.9 0.7 3.3t2.1 2q0.5 0.2 0.7-0.4 0-0.1 0.1-0.5t0.2-0.5q0.1-0.4-0.2-0.8-0.9-1.1-0.9-2.7 0-2.7 1.9-4.6t4.9-2q2.7 0 4.2 1.5t1.5 3.8q0 3-1.2 5.2t-3.1 2.1q-1.1 0-1.7-0.8t-0.4-1.9q0.1-0.6 0.5-1.7t0.5-1.8 0.2-1.4q0-0.9-0.5-1.5t-1.4-0.6q-1.1 0-1.9 1t-0.8 2.6q0 1.3 0.4 2.2l-1.8 7.5q-0.3 1.2-0.2 3.2-3.7-1.6-6-5t-2.3-7.6q0-3.7 1.9-6.9t5-5 6.9-1.9 6.9 1.9 5 5 1.8 6.9z"/></svg></span></a></li></ul></div></p>
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		<title>Vom Suchen und Finden der Motivation</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jun 2014 09:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erstmal ein herzliches Dankeschön an Sophie von Chevalie für den Denkanstoß, mal etwas über Motivation zu schreiben. Das ist in der Tat ein wunder Punkt 🙂 Wenn ich in den Stall komme, muss ich meistens Motivation für zwei mitbringen &#8211; für mich und das Pferd. Mein Projektwallach befindet sich nämlich…</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://verstehepferde.de/vom-suchen-und-finden-der-motivation/">Vom Suchen und Finden der Motivation</a> erschien zuerst auf <a href="https://verstehepferde.de">Pferde verstehen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Erstmal ein herzliches Dankeschön an <a style="font-family: Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 16px; letter-spacing: 0px;" href="http://chevalie.de/">Sophie von Chevalie</a> für den Denkanstoß, mal etwas über <b style="color: #783f04; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif; letter-spacing: 0px; font-size: 16px;">Motivation</b> zu schreiben.<br />
Das ist in der Tat ein wunder Punkt 🙂 Wenn ich in den Stall komme, muss ich meistens <b>Motivation für zwei</b> mitbringen &#8211; für mich und das Pferd. Mein Projektwallach befindet sich nämlich auf der gechillten, <b>energieeffizienten Seite des Lebens</b> und wägt jeden Schritt sorgfältig hinsichtlich seiner unbedingten Notwendigkeit ab. Sehr gern legt er seine Nase auf den gespannten Führstrick, sozusagen als Kopfstütze (alternativ auch der Rücken der Hufpflegerin) und lässt sich von der Koppel ziehen.<br />
Parkt man ihn im Vorraum der Halle oder in der Halle, wird man ihn genau an der gleichen Stelle wieder finden. Häufig ist es auch zu anstrengend, das Gewicht zu verlagern, um ein Bein anwinkeln zu können. Verständlicherweise. Parkt man ihn draußen, schafft er es immerhin bis zum nächsten Grasfeld. Bei soviel Elan denkt man unweigerlich an fliegende Galoppwechsel und wilde Wettrennen im Wald.</p>
<table class="tr-caption-container" style="float: right; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif; margin-left: 1em; text-align: right;" cellspacing="0" cellpadding="0">
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<td style="text-align: center;"><a style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;" href="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2014/06/P4250475-768x1024.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" title="Faule Pferde motivieren" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2014/06/P4250475-768x1024.jpg" alt="Motivation, Pferde motivieren, Pause" width="300" height="400" border="0" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="tr-caption" style="font-size: 13px; text-align: center;">Wir chillen. Alles andere wäre auch zu anstrengend.<br />
Foto: Nadja</td>
</tr>
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</table>
<p>Es mag unwahrscheinlich klingen, aber <b>dieses Pferd ist tatsächlich motivierbar</b> (und nicht nur wenn er auf der falschen Seite des Zauns seiner Herde hinterher galoppiert). Hier verweise ich ganz dreist auf <a href="https://www.parelli-instruktoren.com/de/horsenality-pferde-lesen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pat Parelli</a> und seine <b>Strategien für den LBI </b>(den left brain introvert. Also jene Pferde, die sich nicht gern bewegen, aber selbstbewusst und clever sind). In der Prä-Parelli-Zeit habe ich den Wallach tatsächlich mehr von der Koppel getragen als geholt, ihn beim Reiten nicht voran bekommen und mit angelegten Ohren und schlagendem Schweif gekämpft. Lang ist‘s her.<br />
Wie immer war nicht das Pferd das <b>Problem</b>, sondern <b>wir selbst</b>. Wir wollen <b>zu viel zu schnell</b>, sind dabei derb, <b>schlecht im Timing</b> und geben dem Pferd zudem keinerlei Veranlassung, warum es kooperieren sollte. Ich nehme also nicht die Zügel an, treibe ihn ans Gebiss, setze mich durch und reite eine Dreiviertelstunde eine Lektion nach der anderen, bis uns beiden der Schweiß im Gesicht bzw. am Hals steht. Ich würde dann absteigen mit dem Wissen, spätestens am Abend Nackenschmerzen zu haben und vom Pferd am Folgetag auf der Koppel in erster Linie die Kehrseite zu sehen.</p>
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<p style="text-align: center; font-size: 11px;">
<p><b>Wie motiviere ich also ein unmotiviertes Pferd</b>? Eine Anleitung in 5 Schritten:</p>
<ol>
<li style="margin: 0px;">Ich <b>frage zuerst freundlich</b> an, und gebe ihm Zeit zu denken und zu reagieren. Passiert nichts, werde ich deutlicher. Beim nächsten Mal bin ich wieder die personifizierte Freundlichkeit und Geduld (auch wenn der Teufel auf meiner linken Schulter wild auf die Peitsche zeigt).</li>
<li style="margin: 0px;">Ich <b>reduziere meine Hilfen so weit wie möglich</b>. Das erfordert mehr Aufmerksamkeit von ihm, um mich zu verstehen. Irgendwann arbeitet man dann mit Intention, Fokus und Körperspannung und weniger mit Gesten.</li>
<li style="margin: 0px;">Für jede minimale Anstrengung &#8211; wie sagenhafte zwei Trabschritte &#8211; kriegt er anfangs sofort <b>Pause</b>. Ich lobe ihn nicht laut, ich streichle ihn nicht übermäßig, ich lasse ihn in Ruhe. Damit er eine Chillpause einlegen kann (und sich nicht verausgabt).</li>
<li style="margin: 0px;">Wenn er ausführt, was er soll, <b>lasse ich ihn ebenfalls in Frieden</b>. Kein <i>„klack klack“</i>, kein Hinterhergewedel mit der Peitsche, keine übermäßige Körperspannung und kein Blickkontakt.</li>
<li style="margin: 0px;">Ich <b>nehme seine Attitüde mit Humor</b> (alles andere würde in Aggression umschlagen, und das bringt nix) und nicht persönlich.</li>
</ol>
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<p>Ich habe eine ganze Zeit gebraucht, bis ich das <b>Schweifschlagen und die angelegten Ohren</b> beim Reiten weg hatte (ab und an kommentiert er noch so, aber deutlich seltener). Auch wenn ich mich bemüht habe, kamen <b>meine Hilfen noch zu überfallartig</b> oder <b>zum falschen Zeitpunkt der Fußfolge</b>. Dressurreiter jetzt bitte weglesen: Außerdem reite ich ihn nahezu ausschließlich über meine <b>Körpermitte</b> &#8211; sowohl was Richtung als auch Tempo angeht. Seitdem ich so angaloppiere, bleibt der Schweif ruhig. Meine Beine setze ich nur ein, falls er doch mal einen stärkeren Hinweis braucht, zum Verwahren oder für Impulse zum seitwärts Verschieben. Seitdem ich <b>nicht mehr jeden Schritt heraustreibe</b> (und ihm damit ständig den Befehl gebe, etwas zu tun, was er bereits tut), geht er viel freier und williger vorwärts.</p>
<p>Es motiviert mich natürlich ungemein, ein Pferd, das das Label „faul“ auf der Stirn trägt,<b> ohne Gerte und Sporen</b> zu reiten und dennoch ein ordentliches Vorwärts zu bekommen. Und falls ich dennoch mal Opfer seiner <i>„Bist du sicher? Die Koppel ist doch auch schön. Willst du nicht wieder gehen, aber mir vorher noch eine Schüssel Mash bringen?“</i>-Aura werde, schaue ich in ein Buch oder eine meiner heißgeliebten <a href="https://7clinics.com/">7-Clinics-DVDs</a>. Oder ich erfreue mich an zwei anderen Charakteren auf der Koppel, die ich regelmäßig bespaße und die dennoch (oder deswegen?) meist arbeitswilig und aufgeschlossen angeschossen kommen.<br />
Was auch immer wieder einen Arbeitslustschub auslöst, sind <b>Seminare und Kurse</b> (von Leuten, die ich gut finde. Ich gehe auch auf solche von Leuten, die ich nicht gut finde. Um zu lernen, wie ich es nicht machen will). Da komme ich so <b>voller Ideen und neuer Ansätze </b>zurück, dass ich danach sofort in den Stall und loslegen könnte.</p>
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<p>Wie ist‘s um eure Motivation bestellt? Habt ihr auch solche Charaktere im Stall, die ihre Energiebilanz stets vor Augen haben?</p>
<p>Ein Video, das die oben erwähnten Ansätze in Teilen zeigt, gibt es<a href="//verstehepferde.de/?p=144"> hier.</a></p>
<div style="text-align: center;">&#8212; Der mit * markierte Link ist ein <a href="http://www.verstehepferde.de/affiliate-links" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Affiliate-Link</a> &#8212;</div>
</div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://verstehepferde.de/vom-suchen-und-finden-der-motivation/">Vom Suchen und Finden der Motivation</a> erschien zuerst auf <a href="https://verstehepferde.de">Pferde verstehen</a>.</p>
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