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	<title>Bodenarbeit Archive - Pferde verstehen</title>
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	<description>Der Horsemanship-Blog</description>
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	<title>Bodenarbeit Archive - Pferde verstehen</title>
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		<title>Was ist Horsemanship?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Apr 2024 08:50:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Horsemanship - was ist das genau? In diesem Beitrag widme ich mich umfassend dem Horsemanship: von Bedeutung, über Prinzipien und  Grundlagen, bis hin zu Übungen und der Kritik.</p>
<p> <a class="continue-reading-link" href="https://verstehepferde.de/was-ist-horsemanship/"><span>Weiterlesen</span><i class="crycon-right-dir"></i></a> </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://verstehepferde.de/was-ist-horsemanship/">Was ist Horsemanship?</a> erschien zuerst auf <a href="https://verstehepferde.de">Pferde verstehen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-1024x683.jpeg" alt="Frau streichelt einem Pferd die Stirn - Horsemanship" class="wp-image-5332" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-1024x683.jpeg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-300x200.jpeg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-768x512.jpeg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-600x400.jpeg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln-150x100.jpeg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-Pferd-streicheln.jpeg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Kontakt, Beziehung, Lob, Pause: All das gehört zum Horsemanship. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>Jetzt schreibe ich hier seit über zehn Jahren zum Thema &#8222;Horsemanship&#8220;, habe aber noch nie genau formuliert, was ich damit eigentlich meine. Deswegen ist dieser Beitrag ein Rundumschlag übers Horsemanship &#8211; von seiner Bedeutung, seiner Funktionsweise, den Gründen, warum man Horsemanship macht, was Bodenarbeit und Reiten mit Horsemanship zu tun hat, welche Übungen es gibt, welche Ausrüstung man nutzt und wo die Kritik liegen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet &#8222;Horsemanship&#8220; &#8211; rein grammatikalisch?</h2>



<p>Es gibt diese Versuche der Wortherleitung, in denen allen Ernstes Horsemanship zu &#8222;horse &#8211; human &#8211; ship&#8220; aufgeteilt wird und dann fabuliert wird, dass Pferd und Mensch gemeinsam in einem Schiff unterwegs sind. Ok. Die Arche Noah vielleicht?</p>



<p>Rein grammatikalisch ist -ship einfach ein englisches Suffix, eine Nachsilbe, die ein Wort entweder in ein Substantiv verwandelt oder ihm eine dieser drei Bedeutungen verleiht.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ein Zustand oder eine Bedingung: <strong>friend-ship </strong>(Freundschaft)- der Zustand, ein Freund zu sein</li>



<li>Stellung, Status oder Aufgaben: <strong>professor-ship</strong> (Professur) &#8211; die Position des Professors </li>



<li>Fähigkeiten: <strong>horseman-ship </strong>&#8211; die Fähigkeiten als Horseman</li>
</ul>



<p>Und damit hätten wir unsere grammatikalische Herleitung: <strong>Horsemanship benennt die Fähigkeiten, die jemand im Umgang mit Pferden hat</strong>.</p>



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</div>


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<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet Horsemanship in echt?</h2>



<p>Abseits der Grammatik kennen viele Horsemanship wahrscheinlich in Verbindung mit dem Westernreiten. Weil es so cowboymäßig rüberkommt und da liegt der Gedanke ans Westernreiten nah. </p>



<p>Andere verbinden mit Horsemanship in erster Linie Bodenarbeit &#8211; also die Arbeit mit Knotenhalfter und Leadrope. </p>



<p>Fragt man überzeugte Horsemanshipler zur <strong>Bedeutung von Horsemanship</strong>, kommt man dem Kern der Sache näher. Für sie bedeutet Horsemanship:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8222;die Bedürfnisse des Pferdes in den Vordergrund stellen&#8220;</li>



<li>&#8222;einen feinen Umgang mit dem Pferd&#8220;</li>



<li>&#8222;eine innere Einstellung&#8220;</li>



<li>&#8222;eine harmonische Partnerschaft&#8220;, eine &#8222;positive Pferde-Mensch-Beziehung&#8220;</li>



<li>&#8222;pferdegerechtes Training&#8220;</li>



<li>&#8222;Kommunikation zwischen Mensch und Pferd&#8220; </li>
</ul>



<p>Für mich steckt in Horsemanship<strong> &#8222;relationship&#8220; &#8211; also der Fokus auf der Beziehung zwischen Mensch und Pferd</strong>. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Und was ist mit Natural Horsemanship?</h2>



<p><strong>Natural Horsemanship</strong> ist ein Begriff, den <a href="https://shopus.parelli.com/">Pat Parelli </a>geprägt hat und der mit seinem System des Pferdetrainings einhergeht. Viele eingefleischte Horsemen aus den USA lehnen ihn ab, da ihrer Meinung nach nichts natürlich ist an unserem Wunsch, ein Pferd zu reiten oder mit ihm zu arbeiten. Ich persönlich halte es auch lieber mit Horsemanship.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie funktioniert Horsemanship &#8211; die Grundlagen?</h2>



<p>Horsemanship orientiert sich am <strong>Wesen der Pferde und ihrer Kommunikation untereinander</strong>: Anders als bei uns Menschen ist die nicht in erster Linie verbal, sondern findet über Körpersprache und vor allem über <strong>das Einnehmen und Freigeben von Raum</strong> statt. Das ranghöhere Pferd ist stets in der Lage, ein rangniedrigeres wegzuschicken, etwa um den Platz an der Heuraufe einzunehmen oder einfach, wenn es im Weg steht. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-1024x683.jpg" alt="Das Auge ist eines der Sinne, mit dem das Pferd seine Umwelt wahrnimmt." class="wp-image-2752" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-225x150.jpg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2017/12/achtsamkeit.jpg 1984w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Die Perspektive des Pferdes einnehmen &#8211; auch das ist Teil von Horsemanship. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Pferd weichen lassen &#8211; und als ranghöher wahrgenommen werden</h3>



<p>Pferde verstehen <strong>das Prinzip auf Druck hin zu weichen</strong>: auf Energie genauso wie auf direkte Berührungen, etwa, wenn das ranghöhere Pferd auf ein rangniedrigeres zukommt (Energie) oder es wegbeißt (Berührung). Das machen wir uns als Menschen zu nutze und bringen ihm bei, sich im Umgang mit uns bewegen zu lassen &#8211; so dass wir die ranghöhere Position einnehmen können. Natürlich gehört dazu mehr, als bloß die Füße des Pferdes bewegen zu können; <strong>ein guter Chef hat Führungsqualitäten</strong>. Auch das ist ein Prinzip guten Horsemanships: Nicht einfach ein Tyrann zu sein und sein Pferd in den Gehorsam zu gängeln.&nbsp;Sondern als guter Chef auch seine Bedürfnisse zu berücksichtigen und die eigenen, wenn angezeigt, auch mal hintenanzustellen. Gutes Horsemanship ist also stets ein Geben und ein Nehmen &#8211; nur deswegen funktioniert es.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Die Perspektive des Pferdes einnehmen</h3>



<p>Ein weiteres Element im Horsemanship: <strong>Man versetzt sich ins Pferd hinein</strong>, nimmt dessen Perspektive ein und versucht, die Welt mit seinen Augen zu sehen. Das hilft dabei, das Verhalten des Pferdes nicht als persönlichen Angriff, als gut oder schlecht zu sehen, sondern als <strong>neutralen Ausdruck eines Bedürfnisses</strong> in diesem Moment: Wiehert ein Pferd und will es zurück zu seiner Herde, der Mensch aber eigentlich spazieren gehen, heißt das nicht, dass es den Menschen ärgern will &#8211; sondern dass es seine Sicherheit in Gefahr sieht und sich mit der Herde wohler fühlt. Diese Einschätzung hilft uns, nicht mit Wut oder harten Korrekturen zu reagieren, sondern dem Pferd mit Empathie zu begegnen und ihm helfen zu können, sich besser zu fühlen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Kommunikation durch Bodenarbeit aufbauen</h3>



<p>Zentral im Horsemanship ist <strong>die Kommunikation mit dem Pferd</strong>: <strong>Die wird durch Bodenarbeit etabliert</strong>. Hier lernt das Pferd, <strong>auf Druck zu weichen</strong> und auf Aufforderung zu kommen. Es lernt, <strong>unseren persönlichen Bereich zu respektieren</strong>, uns nicht über den Haufen zu rennen oder den Menschen hinter sich herzuziehen. Wir erklären dem Pferd, was wir von ihm erwarten. Setzen Grenzen und lassen Freiraum. Hilfen werden in Phasen gegeben &#8211; wir starten stets mit einer feinen, freundlichen Aufforderung, so dass das Pferd eine Chance hat, bereits auf wenig zu reagieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Den Geist des Pferdes einbeziehen</h3>



<p>Der Geist formt den Körper: <strong>Gutes Horsemanship doktert nicht am Körper des Pferdes herum, sondern bezieht auch den Kopf, das Mentale ein</strong>. Denkt das Pferd aktiv mit und ist engagiert, resultiert daraus die Verbesserung von Bewegungsqualität, Lektionen und Manövern &#8211; was wohl jede Reitlehre anstrebt. Ein Pferd, das nur auf ein &#8222;Halt&#8220;-Kommando reagiert, unterbricht seine Gangart und kommt irgendwie zum Stehen &#8211; oft steht es dann offen, also die Beine nicht parallel, sondern in Schrittstellung. Ist das Pferd dagegen mental dabei und &#8222;denkt&#8220; es Stopp!, dann resultiert daraus in der Regel ein geschlossenes Halten mit parallelen Beinpaaren und gleichmäßig verteiltem Gewicht. Die PN gibt mir auch Innenstellung auf dem Zirkel am Seil oder im Freilauf automatisch, wenn er zu mir nach innen denkt und aufmerksam ist. Ich muss mir die Stellung dann nicht durch zuppeln oder biegen erarbeiten, ich bekomme sie geschenkt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Pferdepsychologie anwenden</h3>



<p>Wichtig ist, dass das Pferd versteht, dass es <strong>für eine Aufgabe stets eine Lösung finden</strong> kann &#8211; das erhält die Motivation und es sorgt für Entspannung, weil das Pferd Klarheit gewinnt. Dazu gehört auch, dass das Pferd Fehler machen darf und wir nicht versuchen, sie unbedingt zu verhindern. Denn nur aus Fehlern kann das Pferd lernen: Wir kommunizieren klar und deutlich, wenn es etwas richtig gemacht hat, indem wir <strong>die Hilfen einstellen und Pause machen </strong>(wogegen ein typisch menschlicher Impuls ist, erst recht weiterzumachen, weil es doch gerade so gut geklappt hat). </p>



<h3 class="wp-block-heading">Eigenverantwortung übernehmen</h3>



<p><strong>Ein Pferd macht Fehler, ein Mensch auch</strong>. Während ich nichts vom Satz &#8222;Das Pferd hat immer Recht&#8220; halte, ist es auch falsch anzunehmen, der Mensch mache immer alles richtig. Zum guten Horsemanship gehören deswegen auch die <strong>Selbstreflexion und Selbstbeherrschung</strong>. Es ist unsere Aufgabe, unsere Energie zu managen, unsere Gedanken und Erwartungen, und die Lektionen und Übungen so aufzubauen, dass das Pferd sie erfolgreich umsetzen kann. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum Horsemanship?</h2>



<p>Egal, ob zwischenmenschlich oder zwischen Mensch und Pferd: <strong>Eine gute Beziehung setzt eine gelingende Kommunikation voraus</strong>. Und die erschafft man mit Horsemanship. Gesunder Menschenverstand reicht für die Arbeit mit dem Pferd nicht aus, denn oft ist das, was das Pferd benötigt, gegenläufig zu dem, was man instinktiv aus menschlicher Sicht zur Problemlösung tun würde: Geht das Pferd durch, zieht man an beiden Zügeln, um es zu bremsen. Das kann Klaustrophobie im Pferd erzeugen, das sich dann erst recht gegen das Gebiss stemmt und schneller wird. Hier wäre eher sinnvoll (abhängig vom Boden, der Geschwindigkeit usw.) nur einen Zügel zu nutzen und das Pferd über die Biegung des Halses auf einen Kreis zu lenken mit dem Ziel, die Hinterbeine übertreten zu lassen und es damit durchzuparieren.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-1024x683.jpg" alt="Pferd im Trab mit starker Innenstellung - gutes Reiten basiert auf Horsemanship" class="wp-image-5338" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Trab-geritten-Innenstellung.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Ein Pferd, das vom Boden ausgebildet wurde, versteht die Hilfen des Reiters leichter. Horsemanship erschafft damit Harmonie im Sattel. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>&#x1f343;<strong>Horsemanship ist die Grundlage einer guten Beziehung zwischen Mensch und Pferd</strong>. Es hilft uns, <strong>Pferde und ihr Verhalten besser zu verstehen</strong>, sie lesen zu lernen und ein Gespür für das zu entwickeln, was sie gerade brauchen.&nbsp;</p>



<p>&#x1f343;<strong>Gutes Horsemanship gibt dem Pferd Sicherheit</strong>, weil sich der Mensch als verlässlicher Partner gezeigt hat, dem es vertrauen kann und dem es Problemlösungskompetenz zutraut &#8211; auch in seinem Sinne. Damit kann es <strong>den Umgang mit dem Pferd sicherer machen und Verhaltensproblemen vorbeugen &#8211; oder sie lösen</strong>.&nbsp;</p>



<p>&#x1f343;Besteht zwischen Pferd und Mensch ein Band des Vertrauens, können <strong>Leichtigkeit und Mühelosigkeit im Alltag </strong>entstehen. Man versteht sich, jeder kennt seinen Part, seine Aufgaben und Verantwortlichkeiten.</p>



<p>&#x1f343;Horsemanship und die klare Kommunikation, die daraus resultiert, ist auch <strong>die optimale Basis, um sich mit dem Pferd weiterzuentwickeln</strong>: egal, ob Seitengänge in der Handarbeit, <a href="https://verstehepferde.de/freiarbeit-so-klappt-sie/">Freiarbeit</a> oder feines Reiten &#8211; hat das Pferd das Prinzip der Hilfen verstanden, die ihm im Horsemanship einzeln und damit verständlich erklärt werden, kann man diese neu kombinieren und damit die verschiedensten Lektionen abrufen. Beim Kruppeherein weicht das Pferd zum Beispiel auf meinen äußeren Schenkel mit der Hinterhand und folgt meinem inneren Zügel im Vorwärts.</p>



<p>&#x1f343;Ein guter Horseman hat sich verschiedenste Fähigkeiten angeeignet: Geduld, Empathie, Beobachtungsvermögen, Aufmerksamkeit, Ruhe, Beherrschung, Klarheit, Fairness &#8211; die Liste lässt sich beliebig erweitern. All diese Eigenschaften stehen uns auch im Leben abseits von Pferden gut. Deswegen kann uns <strong>Horsemanship zu besseren Menschen machen</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Horsemanship in der Praxis: Bodenarbeit</h2>



<p>Oft wird unter <strong>Horsemanship Bodenarbeit </strong>verstanden, Groundwork auf Englisch. Damit etablieren wir die Kommunikation mit dem Pferd und bereiten es aufs Reiten vor. Hier starten auch Anfänger, die die Grundlagen von Horsemanship lernen wollen. Wichtig ist dabei: <strong>Gute Bodenarbeit ist kein Selbstzweck, sondern lässt sich auf das Reiten übertragen</strong>: Genauso wenig wie ich will, dass mein Pferd am Seil mit der Schulter nach innen fällt und damit schiebt, will ich das beim Reiten. Oder: Hat ein Pferd verstanden, dass es dem Seil folgen kann und dass es nachgiebig sein soll, muss ich Zügelhilfen kaum noch erklären, da es den Übertrag schafft.</p>



<p>Die Übungen bei der <strong>Bodenarbeit, das heißt dem Horsemanship-Training,</strong> brauchen als Ausrüstung ein <a href="https://verstehepferde.de/knotenhalfterkunde/">Knotenhalfter</a> und <a href="https://verstehepferde.de/welches-seil-furs-knotenhalfter/">Leadrope</a>. Sie sind die Arbeitsmittel, die es Pferd und Mensch am einfachsten machen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-1024x683.jpg" alt="Horsemanship-Training: Das Pferd folgt dem Seil und der Körpersprache des Menschen." class="wp-image-5337" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Horsemanship-dem-Seil-folgen.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Im Horsemanship-Training lernt das Pferd unserem Körper und dem Gefühl des Seils zu folgen: Hier demonstriert es die PN. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>Das Pferd soll beim <strong>Bodenarbeits-Training zunächst drei Prinzipien verstehen</strong>, auf denen alles andere aufbaut:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Das Weichen auf Druck. </strong>Das Pferd lässt sich von uns sowohl durch eine direkte Berührung verschieben (etwa, wenn es sich auf dem Putzplatz herumdrehen soll), als auch durch Energie. Beide Hilfen sollten austauschbar verwendet werden können. Eine gute Bodenarbeit-Übung für Anfänger (Pferd und Mensch) ist <a href="https://verstehepferde.de/hinterbeine-kreuzen-warum/">das Kreuzen der Hinterbeine bzw. das Weichenlassen der Hinterhand</a>. </li>



<li><strong>Desensibilisieren.</strong> Dabei werden gruselige Gegenstände entgruselt. Das Pferd lernt zum Beispiel, dass es vor einer Flagge oder einem geworfenen Seil nicht weglaufen muss. Im übertragenen Sinn versteht es, dass es auf ein Mehr an Energie nicht automatisch ebenfalls mit mehr Energie reagieren muss, sondern manche Reize auch einfach ignorieren kann. Der Unterschied liegt in unseren Hilfen und in unserer Absicht bzw. Intention. Das Pferd lernt, uns zu lesen, um zu verstehen, ob es weichen und reagieren soll oder ob es einfach entspannen kann.</li>



<li><strong>Dem Gefühl des Seils folgen. </strong>Mir ist es wichtig, dass das Pferd das Seil nicht als bloßen Zug kennenlernt, sondern als Gefühl und Richtung, dem es folgen kann. So entsteht Leichtigkeit und das Pferd denkt in die Richtung, in die wir es bewegen. Das ist für korrekte Bewegungsabläufe wichtig.</li>
</ol>



<p>Das Ziel ist stets, dass <strong>das Pferd unseren Anforderungen willig Folge leisten</strong> kann. Dass es sich im Fluss bewegt, dass es unsere Hilfen verstanden hat, dass es nachgiebig reagiert. Das Pferd soll also nicht stumpf Tricks oder Bewegungen auf Knopfdruck ausführen, sondern anpassbar bleiben. <a href="https://verstehepferde.de/reaction-oder-response/">Hier habe ich über den Unterschied von Reaction und Response</a> geschrieben, ein Prinzip, das für das Verständnis wichtig ist. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-683x1024.jpg" alt="Das Pferd zeigt Kruppeherein an der Hand - vorbereitet durch Horsemanship" class="wp-image-5340" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-1024x1536.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-1365x2048.jpg 1365w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Kruppeherein-Handarbeit.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Kruppeherein in der Handarbeit &#8211; vorbereitet durch Bodenarbeit und Horsemanship. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>Sitzen diese Horsemanship-Grundlagen, die alle im Training erarbeitet werden, sind der <strong>Fantasie bei der Bodenarbeit </strong>keine Grenzen mehr gesetzt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Man kann das Pferd auf dem Zirkel gehen lassen, elegante Richtungswechsel ab- und alle Gangarten anfragen</li>



<li>Man kann das Pferd rückwärts gehen lassen &#8211; gerade, durch Stangen oder sogar im Kreis</li>



<li>Man kann ihm seitwärts gehen (auch über Stangen) beibringen</li>



<li>Man kann für mehr Abwechslung 8er und Kleeblatt um Hütchen gehen</li>



<li>Man kann mit Freiarbeit beginnen</li>



<li>Man kann reale Seitengänge wie Schulter- und Kruppeherein und Traversalen lehren</li>
</ul>



<p><a href="https://verstehepferde.de/longieren-koerpersprache-und-hilfen/">Longieren</a> ist kein Kernbestandteil von Horsemanship, lässt sich mit der damit entstandenen Kommunikation aber leicht schulen. Die Voraussetzung: <a href="https://verstehepferde.de/hilfszuegel-nein-danke/">keine Hilfszügel! Warum, beschreibe ich hier.&nbsp;</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Horsemanship in der Praxis: Reiten </h2>



<p>Horsemanship und Reiten erzeugt vielleicht Bilder vom Reiten mit Halsring, mit zwei Bodenarbeitssticks in den Händen statt Zügeln (dafür wurde Pat Parelli berühmt) oder wieder eine Idee vom Westernreiten. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Ich habe Reiten nach Horsemanship-Prinzipien so kennengelernt: </h3>



<p>&#x1f40e; Wir starten <strong>gebisslos am Knotenhalfter</strong> mit dem Leadrope als Zügel. Richtig gelesen: Wir haben nur das Rope und es wird nicht am Halfter zusammengebunden, sprich, wir arbeiten nur mit einem Zügel. Ein Horsemanship-Konzept ist: <strong>Ein Zügel für Kontrolle, zwei für Kommunikation</strong>. Das verhindert, dass wir am Anfang zwei Zügel zum Bremsen nutzen und das Pferd auf eine Hilfe abstumpfen, die wir später für Versammlung brauchen.</p>



<p>&#x1f40e; <strong>Das Pferd lernt, auf einen Zügel den Hals zu biegen</strong> (laterale Flexion) und so sein Vorwärts kontrollieren zu lassen. Da es bereits vom Boden vorbereitet ist, fällt der Übertrag in den Sattel in der Regel nicht schwer.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-1024x683.jpg" alt="Das Pferd steht mit seinem Reiter und hat seinen Kopf an der Senkrechten. Die Basis dafür ist Horsemanship." class="wp-image-5339" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Halt-geritten.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Horsemanship beim Reiten: Die PN weiß, dass er auf beidseitig angenommene Zügel mit einem Nachgeben im Genick reagieren soll. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<p>&#x1f40e; Am Anfang der Ausbildung werden <strong>alle Gangarten am langen Zügel</strong> geritten &#8211; Vorwärts ist das A und O. Kopfhaltung und Form spielen keine Rolle. <strong>Dauertreiben findet nicht statt</strong>, wenn das Pferd vorwärts geht, sind wir neutral und gehen in der Bewegung mit, ohne aktiv zu treiben.</p>



<p>&#x1f40e; Jetzt erklären wir dem Pferd<strong> die Bedeutung des Schenkels</strong>, so dass es auf eine Schenkelhilfe hinterm Gurt die Hinterbeine übertreten kann. Eine Übung bzw. Lektion, die früh geritten wird: Wir lassen zunächst die Hinterbeine übertreten und schließen daran im Fluss ein Übertreten der Vorhand an, so dass das Pferd eine 180 bis 360 Grad Drehung macht. Wie bei der Bodenarbeit erlaubt uns diese Übung die getrennte Kontrolle über Vor- und Hinterhand.</p>



<p>&#x1f40e; Dann erklären wir <strong>die Bedeutung der Zügel</strong>: Der innere führt das Pferd nach innen, der äußere spricht zur Schulter und führt die Schulter nach außen. <strong>Nehmen wir beide Zügel an</strong>, soll das Pferd mit dem Genick nachgeben und den Kopf in eine vertikale Position an die Senkrechte nehmen. Halten wir den Kontakt und geben die Zügel nicht wieder vor, soll es rückwärts gehen.</p>



<p>&#x1f40e; <strong>Die Kombination von Schenkel und Zügel </strong>&#8211; also das Stehenlassen der Zügel und das Treiben der Schenkel &#8211; für Verkürzung und Versammlung kommt erst, wenn das Pferd die Hilfen einzeln verstanden hat.</p>



<p>&#x1f40e; Wie bei der Bodenarbeit gilt hier auch: <strong>Das Pferd wird mit Pausen &#8211; und sogar Absteigen des Reiters &#8211; belohnt</strong>.</p>



<p>&#x1f40e; Hinzu kommen <strong>strategische Überlegungen</strong>, etwa, Magneten entgegenzuwirken, wenn das Pferd zum Beispiel in Richtung Tor zieht und gern schneller wird oder wenn das Pferd eine Lektion vorausnehmen will. Warwick Schiller hat eine <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Q5TNASEdi3c&amp;list=PLRanqnpaErQ5PVpPHRBNwfgs26-EsndmO">Video-Reihe, die Principles of Training</a> (Englisch), aufgenommen, in denen er diese verschiedenen Strategien ausführlich erläutert.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Beispiele für gutes Horsemanship&nbsp;</h2>



<p>Gutes Horsemanship ist unspektakulär, im Fluss und im Austausch.</p>



<p>Wir machen es uns leichter, wenn wir uns von Anfang an <a href="https://verstehepferde.de/gute-gewohnheiten-am-pferd/">gute Horsemanship-Gewohnheiten antrainieren</a>: Wenn ich sinnvolle Abläufe in meinen Alltag mit dem Pferd integriere, werden sie zur Gewohnheit und ich muss nicht mehr bewusst darüber nachdenken. Diese guten Gewohnheiten zeugen von der Kooperation und vom Verständnis des Pferdes und der Rücksichtnahme des Reiters. Beispiele dafür sind:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Führen am losen Seil: Das Pferd reagiert beim Führen auf die Richtung des Menschen und passt sich an dessen Tempo an, ich brauche keinen Zug, um das Pferd zu kontrollieren.</li>



<li>Das Pferd kann unangebunden stehen bleiben.</li>



<li>Das Pferd kann freistehend gesattelt werden.</li>



<li>Der Westernsattel wird aus der Hüfte auf den Pferderücken geschwungen und nicht einfach fallen gelassen.</li>



<li><a href="https://youtu.be/o9d3foBUzr8">Das Pferd hilft beim Aufhalftern oder Anziehen des Kopfstücks</a> mit, indem es den Kopf senkt und dreht bzw. selbst hinein schlüpft.</li>



<li>Das Pferd tritt zum Aufsteigeblock herüber, damit der Reiter leichter aufsitzen kann.</li>



<li>Der Reiter kann am losen Zügel aufsteigen, ohne dass das Pferd sofort losläuft.</li>



<li>Der Reiter kann das Pferd in allen Gangarten am losen Zügel reiten &#8211; es hat sich selbst dafür gut genug unter Kontrolle.</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-683x1024.jpg" alt="Eine Frau gurten den Westernsattel nach - nach Horsemanship-Prinzipien." class="wp-image-5341" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2024/03/Westernsattel-gurten.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Sattel und Gurten &#8211; pferdefreundliche, weil rücksichtsvolle Handgriffe formen gute Horsemanship-Gewohnheiten. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Horsemanshit: Kritik am Horsemanship</h2>



<p>Horsemanship steht immer mal wieder in der Kritik &#8211; meist als harte Trainingsmethode, die Zwang und Dominanz nutzt. Folgende Argumente werden dabei gern zu Felde geführt. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship macht Pferde mit Druck gefügig!</h4>



<p><strong>Die Hilfen in Phasen zu verstärken</strong>, bis die gewünschte Reaktion kommt, wird als Ausübung von Zwang interpretiert.&nbsp;Nun ist die Eskalation der Hilfen- also mit wenig einzusteigen und bei Bedarf die Hilfe zu verstärken &#8211; nicht auf das Horsemanship beschränkt, sondern wird in der Dressur oder dem Westernreiten ebenso angewandt. Aber darum soll es an dieser Stelle nicht gehen. Es gilt aber: Egal, welches Prinzip ich anwende oder nach welchem Konzept ich trainiere: <a href="https://verstehepferde.de/auf-der-suche-nach-dem-rechten-mass/">Im Übermaß und falsch angewendet</a>, kann ich alles entstellen und bis zum Missbrauch treiben. Es bleibt also in der Verantwortung des Menschen, die Hilfen mit Sinn und Verstand, mit Augenmaß und fair anzuwenden. Das gilt immer und überall &#8211; auch abseits des Horsemanships.&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Knotenhalfter ist gefährlich!</h4>



<p><strong>Das Knotenhalfter wird durchaus als scharfes Folterwerkzeug dargestellt</strong>, das auf Nervenbahnen drückt, ins Fell schneidet und Akupunkturmeridiane stört. Richtig ist, dass das Knotenhalfter durch die Seile statt den breiten, gewebten Bändern eines Stallhalfters in der Tat mehr Druck am Pferdekopf entstehen lässt. Das ist aber gewünscht, denn <strong>das Knotenhalfter ist ein Arbeitshalfter</strong> und es geht um Effizienz. <a href="https://verstehepferde.de/das-todbringende-knotenhalfter/">Hier beschreibe ich, warum das Knotenhalfter im Horsemanship das Mittel der Wahl ist</a>. Das Knotenhalfter kann also nicht wie ein Stallhalfter eingesetzt werden, dafür ist es nicht gemacht. Es gibt in der Handhabung auch ein paar No-Gos wie das Führen mit Dauerzug oder das feste Anbinden (das Rope um eine Anbindestange wickeln ist ok). Wie wir es am Ende einsetzen, liegt allein in unserer Hand.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship baut auf die veraltete <strong>Dominanztheorie </strong>auf!</h4>



<p>Manche Pferdeleute berufen sich auf die Wissenschaft und sagen, dass es <strong>in einer Pferdeherde keine klare Rangfolge gebe</strong> und es in Streitigkeiten stets nur im Ressourcen ginge &#8211; damit steht das Konzept hinterm Horsemanship auf tönernen Füßen. Nun ist es aber so: Pferde kennen Rangfolgen. Jeder, der Pferde untereinander einmal beobachtet hat, kann das nicht in Abrede stellen &#8211; ob es dabei um Ressourcen geht, ist zweitrangig. <strong>Das Pferd versteht es, sich einem anderen unterzuordnen oder ein anderes zu dominieren</strong>. Und genau dieser Ansatz wird im Horsemanship genutzt. Solange &#8222;die Wissenschaft&#8220; keine guten Pferdemenschen hervorbringt, die auf Basis &#8222;neuster Studien&#8220; Erfolge in Form von solide ausgebildeten Pferden nachweisen können, halte ich mich eher an die Pferdemenschen, die Tag ein Tag aus in der Praxis beweisen, dass sie wissen, wie der Hase bzw. das Pferd läuft.&nbsp;Ross Jacobs, Pferdetrainer aus Australien und im vorherigen Leben Doktor der Medizin, der lange in der Forschung tätig war, hält ebenfalls nicht viel von Verhaltenswissenschaften im Bereich der Pferde. <a href="https://www.facebook.com/profile/100064515560094/search/?q=study">Hier schreibt er, warum</a> (auf Englisch).</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das Pferd kann den Menschen nicht als Leittier wahrnehmen!</h4>



<p>Demnach kann <strong>der Mensch nicht in die Rolle des Leittiers schlüpfen, weil das Pferd weiß, dass er ein Mensch ist</strong>.&nbsp;Es stimmt, dass im Horsemanship der Mensch die Führung des Pferd-Mensch-Teams übernimmt. Er läuft deswegen aber nicht auf allen Vieren und er wiehert auch nicht. Er versucht nur, seine Kommunikation an die Pferdesprache anzulehnen &#8211; und ein guter, fairer Chef zu sein, wie es ein Leittier in der Herde auch wäre.&nbsp;Damit das funktioniert, muss das Pferd nicht denken, dass der Mensch ein Pferd ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1024x683.jpg" alt="Das Pferd hat Angst vor Regenschirm - hier setzt eine Kritik am Horsemanship-Training an." class="wp-image-5057" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/AW0O3754.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Eine Kritik am Horsemanship ist, dass das Training dem Pferd Angst machen kann &#8211; wie hier PN und Regenschirm. Ich sage: Das Pferd lernt seine Angst zu überwinden &#8211; und gewinnt an Mut und Selbstvertrauen. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship treibt Pferde in die erlernte Hilflosigkeit!</h4>



<p>Horsemanship soll <strong>das Pferd durch Reizüberflutung beim Desensibilisieren in die erlernte Hilflosigkeit </strong>bringen. Erlernte Hilflosigkeit ist nicht das Ziel von gutem Horsemanship, sondern eher das unerwünschte Ergebnis von schlechtem (genau wie beim Dressurreiten). Die Gefahr der Reizüberflutung besteht beim Desensibilisieren in der Tat &#8211; aber auch die Chance, dem Pferd dabei zu helfen, seine Angst zu überwinden. Jedes Ding hat eben zwei Seiten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship folgt nicht neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen!</h4>



<p>Demnach ist <strong>Horsemanship total veraltet, weil es noch mit Druck arbeitet</strong> und nicht mit positiver Verstärkung. Nun sind Druck und seine Anwendung ein Dauerthema in Pferdekreisen. Zunächst mal muss man sich darüber klar sein, dass alles, was wir mit Pferden tun, die eine oder andere Form von Druck beinhaltet &#8211; schon unsere bloße Anwesenheit kann Druck sein, wenn sie eine Erwartungshaltung erzeugt oder wir einen gewissen Vibe mitbringen. Zu glauben, dem Pferd ohne irgendeine Form des Drucks begegnen zu können, ist deswegen illusorisch bis naiv. <strong>Und Druck an sich ist auch kein Problem. Pferde kennen Druck aus ihrem Alltag &#8211; auch ohne Menschen</strong>: Die Sonne, die am Himmel brennt, kann im Sommer genug &#8222;Druck&#8220; erzeugen, dass sich ein Pferd einen Schattenplatz sucht. Horsemanship nutzt überwiegend die negative Verstärkung &#8211; ein Reiz wird erzeugt, Druck aufgebaut und wieder eingestellt, sobald das Pferd das gewünschte Verhalten zeigt. Dagegen steht das Prinzip der positiven Verstärkung, wo einem gewünschten Verhalten eine Belohnung folgt. In der Lerntheorie beschreiben beide Ansätze Herangehensweisen, &#8222;positiv&#8220; und &#8222;negativ&#8220; benennt das Hinzufügen (der Belohnung) und das Wegnehmen (des Reizes/Drucks). In meiner Wahrnehmung haben viele nicht verstanden, dass &#8222;positiv&#8220; und &#8222;negativ&#8220; keine Bewertung sind. Ich glaube auch, dass es ein Zeichen der aktuellen Zeit ist, dass Kommunikation (auch mit Tieren) möglichst kuschelig sein muss, um die Gefühle des Gegenübers nicht zu verletzen. Dabei bleibt aber Klarheit auf der Strecke &#8211; und Pferde brauchen Klarheit, um sich wohl und sicher zu fühlen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Relationship vor Horsemanship!</h4>



<p>Demnach soll <strong>vor dem Horsemanship eine Beziehung mit dem Pferd etabliert werden</strong>. Diese Kritik erscheint mir wenig sinnvoll, da hier nicht verstanden wurde, dass der Faktor Beziehung ein essenzieller Teil von gutem Horsemanship ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Horsemanship lernen: Menschen und Methoden</h2>



<p>Es gibt jede Menge guter Horsemen da draußen. Mein Fokus liegt auf jenen im englischsprachigen Raum &#8211; ich bleibe gern am Ursprung. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Die erste Generation der US-Horsemen, auf die die Horsemanship-Bewegung zurückgeht, sind <strong>Tom und Bill Dorrance</strong> und deren Schüler <strong>Ray Hunt</strong>. Dessen Schüler wiederum ist unter anderem <strong>Buck Brannaman</strong>. </li>



<li><strong>Pat Parelli</strong> war der erste, der ein Horsemanship-Home-Study-Programm vertrieben hat. Er nimmt eine Sonderstellung ein.</li>



<li><strong>Warwick Schiller</strong> hat ein umfangreiches Horsemanship-Programm, das in jüngster Zeit den Dreh zu Persönlichkeitsentwicklung gemach hat.</li>



<li>Zur Nachfolgegeneration junger Horsemen gehören unter anderem <strong>Carson James und Ryan Rose</strong>, die von verschiedenen Horsemen gelernt und ihr eigenes Programm haben.</li>



<li>Einer der bekanntesten deutschen Horsemen ist <strong>Bernd Hackl</strong>.</li>



<li><strong>Tristian Tucker und Featherlight Horsemanship</strong> sind bekannte Pferdemenschen, die eher in Warmblut- und Dressurkreisen unterwegs sind. </li>
</ul>



<p>Viele der oben genannten haben ihre eigenen Online-Bibliotheken, Abonnements und Programme, um ihren Horsemanship-Ansatz zu lernen. Die Prinzipien dahinter sind oft ähnlich, aber jeder interpretiert sie auf seine Weise. Horsemanship kann heute also ohne Weiteres online gelernt werden (oder sagen wir die Konzepte und Grundlagen, anwenden muss man sie dann natürlich selbst).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-1024x683.jpg" alt="Pferd mit Dehnungshaltung im Trab - das Ergebnis von gutem Horsemanship" class="wp-image-5059" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-1536x1025.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-2048x1366.jpg 2048w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/04/R5_7558-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p style="font-size:16px">Biegung und Stellung in Dehnungshaltung im Trab ohne massivem Zug am Zügel gebisslos geritten: Horsemanship legt die Basis, damit das Pferd die Hilfen des Reiters leicht verstehen kann. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></p>



<div style="background-color:#ffbc77;text-align:center" class="wp-block-atomic-blocks-ab-cta ab-block-cta"><div class="ab-cta-content"><h2 class="ab-cta-title ab-font-size-32" style="color:#783f04">Willst du mehr über Horsemanship erfahren?</h2><div class="ab-cta-text ab-font-size-32" style="color:#783f04"><p>Melde dich hier zu meinem Newsletter an!</p></div></div><div class="ab-cta-button"><a href="https://7ed4eb42.sibforms.com/serve/MUIFAMz1fy6PdaOPKhz5Xv28D4STF5OAAQgNkpu_kd8twd8Yfuaf2rStKN_c00CXDttFnn38eEPhFSKiAdAOAQZTcScVl86af9QmpwGuAAxy8Gxg0n0D2lFCtWbKSTPyZQmMHLG_aMi7b_xeIwxmeN-RaA4wNfLGVqRy4QsuAWaf4QNLu1MV90XqMYfLcPmNcWMzaxf0XGmbmN9O" target="_self" rel="noopener noreferrer" class="ab-button ab-button-shape-rounded ab-button-size-medium" style="color:#ffffff;background-color:#cb5920">Jetzt Pferde verstehen</a></div></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Grammatikalische <a href="https://www.britannica.com/dictionary/eb/qa/Using-the-Suffix-Ship#:~:text=%2DShip%20is%20a%20noun%20suffix,that%20is%20already%20a%20noun">Horsemanship-Definition</a></p>



<p>Die <a href="https://www.der-lindenhof.de/parelli">7 Spiele nach Parelli</a>: Pat Parelli nennt die grundlegenden Bodenarbeits-Übungen mit dem Pferd &#8222;Spiele&#8220;.</p>



<p><a href="https://flourishalona.com/kein-spiel-die-7-spiele-nach-parelli/">Kritik an den sieben Spielen</a> von zwei Frauen, die sich einem sanften Pferdetraining verschrieben haben.</p>



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		<title>Hilfe, mein Pferd ist unberechenbar!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2022 11:42:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Körpersprache]]></category>
		<category><![CDATA[Pferd lesen]]></category>
		<category><![CDATA[unberechenbares Pferd]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du und dein Pferd: Wie läuft's? Geschmeidig oder eher ruckelig? Wenn du das Verhalten deines Pferdes nicht gut einschätzen kannst, gibt's hier ein paar Ideen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O7566-Kopie.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O7566-Kopie.jpg" alt="Ist das Pferd unberechenbar?" class="wp-image-4943" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O7566-Kopie.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O7566-Kopie-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O7566-Kopie-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O7566-Kopie-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O7566-Kopie-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Unberechenbares Pferd? Man müsste hinter diese Stirn blicken können&#8230; Foto: <a href="http://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photographie</a></figcaption></figure>



<p>Manche Pferde verhalten sich für uns unberechenbar. Sie zeigen steigen, bocken, schießen los &#8211; scheinbar <strong>ohne Grund und aus dem Nichts</strong>. </p>



<p>Natürlich ist dem nicht so. Pferde kommunizieren &#8211; mal mehr, mal weniger deutlich und wenn wir von einem Verhalten überrascht werden, dann können wir mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass wir einige Ankündigungen, Warnungen oder sogar Hilfeschreie des Pferdes übersehen haben.</p>



<p>Deswegen soll es heute darum gehen, <strong>was genau ein Pferd berechenbar macht </strong>und wie wir unangenehme Überraschungen verhindern können.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Unberechenbares Verhalten &#8211; wenn die Sorgentasse des Pferdes überläuft</h2>



<p><strong>Explodiert ein Pferd, haben sich Sorge, Angst und Widerwillen aufgestaut und müssen raus</strong>. Das beste Bild, das ich kenne, um den Prozess zu beschreiben, ist das <a href="https://verstehepferde.de/entspannt-spazieren-gehen/#Das_Konzept_der_„Worry_Cup">der Sorgentasse vom amerikanischen Horseman Harry Whitney</a>. Jedes Pferd hat eine solche Tasse mit einem gewissen Volumen. Wie viel sie fassen kann, hängt vom Charakter und der Ausbildung des Pferdes ab. <strong>Die Tasse füllt sich ein Stück mehr mit jedem Reiz, der dem Pferd Sorgen oder Angst macht</strong>. Ist sie voll und es kommt ein letzter Reiz hinzu, dabei ist es egal, was für einer, dann läuft sie über. <strong>Nun zeigt das Pferd eine heftige Reaktion wie Bocken, Steigen oder Losreißen</strong>. Die Wissenschaft nennt das wohl Trigger-Stacking. </p>



<p>Der Füllstand der Sorgentasse kann von<strong> mentalen, emotionalen und physische</strong>n Reizen beeinflusst werden. Er kann steigen, wenn das Pferd etwas Bedrohliches in der Ferne sieht oder etwas gehört hat, das es nicht einschätzen kann. Auch körperliche Einflüsse zum Beispiel Schmerzen oder schlechter Boden und damit eine unsichere Balance beeinflussen ihn.</p>



<p></p>



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</div>


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<p><strong>Typische Reize, die die Sorgentasse schnell voll laufen lassen,</strong> können zum Beispiel sein:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>fremde Pferde</li>



<li>fremde Umgebung</li>



<li>Verladen</li>



<li>ein Ansteigen des allgemeinen Energielevels, zum Beispiel durch Bewegung, die eigene oder die externe (eine rennender Hund, schreiende Kinder oder ein knatterndes Motorrad).</li>
</ul>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG_4063.jpg"><img decoding="async" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG_4063-768x1024.jpg" alt="Verladetraining kann Reaktionen im Pferd hervorbringen, die wir für unberechenbar halten." class="wp-image-4945" style="width:576px;height:768px"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Es lebe der Frontausstieg: In den Hänger verladen ist für viele Pferde keine einfache Übung. Foto: Nadja</figcaption></figure>



<p>Das Problem dabei: <strong>Wir kennen den aktuellen Füllstand der Sorgentasse nicht immer.</strong> Und auch, wenn das Pferd eigentlich entspannt wirkt, kann es unter der Oberfläche brodeln. Eine gefüllte Sorgentasse bedeutet also nicht zwangsläufig, dass das Pferd auf dem Ausritt ständig antraben will oder den Kopf immer hoch erhoben trägt.</p>



<p>Die PN zum Beispiel ist ein echter Sorgen-Akku, um nochmal so ein Bild zu bemühen. Er speichert sie einfach ab, behält sich unter Kontrolle und wirkt damit wie immer. Das kann 10 oder 15 Minuten oder sogar eine ganze Einheit lang gut gehen. Weder hoher Kopf, noch fixierter Blick oder schnellere oder spannigere Bewegungen. Wenn dann ein Triggerreiz kommt &#8211; ein Hund trabt um die Ecke oder ihm rutschen die Beine weg, weil er in Schieflache geraten ist &#8211; dann reagiert er mit Losschießen, Kopfschlagen und Bocken. </p>



<p><strong>Früher hat mich das überrascht, heute nicht mehr, weil ich weiß, was ihn vor dem entscheidenden Reiz so hochgefahren hat.</strong> Die Tassen-Füller der PN sind folgende: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wenn er lange schneller galoppieren soll, als er es von sich aus anbietet.</li>



<li>Wenn der Rhythmus seiner Schritte von Stangen gestört wird und er sich neu sortieren und ein anderes Bewegungsmuster umsetzen muss. </li>



<li>Wenn Stangen mit viel Trab und Galopp kombiniert werden.</li>



<li>Wenn er mich nicht versteht und ich mit viel Energie unterwegs bin (zum Beispiel beim Desensibilisieren. Er bleibt dann zwar stehen und nimmt den Kopf tief. Aber nicht, weil er entspannt, sondern weil er hofft, dass ich dann aufhöre. Das Kopfsenken ist dann eine Beschwichtigungsgeste und die Hoffnung nichts falsch gemacht zu haben. Er bezieht die Reize auf sich und denkt, ich schimpfe.).</li>
</ul>



<p><strong>Woran merke ich, dass etwas nicht stimmt? Ich kenne seine Verhaltensmuster.</strong></p>



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<p>Einer der alten US-Horsemen sagte:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;what happened before what happened happened?&#8220;</p>
</blockquote>



<p>Also &#8222;Was ist passiert, bevor das passierte, was passiert ist&#8220;. Anders formuliert: <strong>Was passierte vor der Eskalation? </strong>Das ist nicht immer so leicht festzustellen, da wir einen zeitlichen Überblick über unsere Session im Kopf behalten müssen &#8211; schließlich kann die Eskalation sich langsam aufbauen. Es ist also nicht nur der Schlüsselreiz unmittelbar davor, sondern eben alle Tassenfüller des Pferdes. Die gute Nachricht: Wenn wir uns darüber erst einmal im Klaren sind, dann können wir bewusster hinsehen, nehmen mehr wahr und behalten damit den Überblick über Reize, die für das Pferd schwierig sein können.</p>



<p>Deswegen: Beobachte dein <a href="https://verstehepferde.de/pferde-lesen-lernen/">Pferd und lerne es zu lesen</a>. Das klingt jetzt nach einer Binsenweisheit, ist aber so: J<strong>e besser du dein Pferd kennst, desto leichter wird es dir fallen, sein Verhalten einzuschätzen und desto besser kannst du vorbereitet sein</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Dein Pferd (noch besser) kennen lernen</h2>



<p><strong>Wie tickt dein Pferd?</strong> Um dein Pferd besser kennenzulernen bzw. zu verstehen, solltest du es beobachten. Wie verhält es sich: </p>



<ul class="wp-block-list">
<li>im Umgang mit anderen Pferden? </li>



<li>im Umgang mit Umweltreizen?</li>



<li>im Umgang mit Menschen?</li>
</ul>



<p>Wenn du es in verschiedenen Situationen beobachten kannst, vermittelt das schon einen ganz guten Eindruck. Für mehr Details: <a href="https://verstehepferde.de/100-fragen-an-dein-pferd/">Hier findest du 100 Fragen an dein Pferd</a>, die du stellen und idealerweise auch beantworten kannst.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Den Pferdtyp charakterisieren</h3>



<p class="<p style=&quot;text-align: center;&quot;&gt;">Außerdem gibt es <strong>verschiedene Charaktermodelle, die hilfreich sein können, die Persönlichkeit deines Pferdes </strong>besser einzuordnen: zum Beispiel die Horsenalities von Pat Parelli, ein System von Linda Tellington-Jones oder eine Erklärung nach den Typen der 5 Elemente-Lehre. </p>



<p>Bei den Horsenalites werden zum Beispiel introvertierte und extrovertierte Pferde sowie ängstliche und mutige unterschieden. Man trägt die <a href="https://www.parelli-instruktoren.com/sites/default/files/2021-01/Horsenality-Chart-Deutsch-2017.pdf">Eigenschaften des eigenen Pferdes in vier Quadranten ein. Das Dokument dazu findest du hier.</a> Paledo war zum Beispiel ganz eindeutig ein LBI, ein left brain (=Denker) introvert. Die PN ist nicht so eindeutig zuzuordnen, er hat sehr viele Eigenschaften des LBE (left brain extrovert), ihm fehlt aber die Sicherheit. </p>



<p>Abhängig von den Ergebnissen <strong>wendet man im Training dann unterschiedliche Strategien an</strong>. Ein Pferd, das von sich aus wenig Bewegungsfreude mitbringt, würde man nicht stundenlang longieren, sondern ihm eher Abwechslung anbieten, zum Beispiel in Form von Ausritten. Einem überreizten, ängstlichen Pferd können die gleichförmigen Zirkel beim Longieren dagegen Sicherheit bieten, während es mit einem Ausritt schnell überfordert sein kann.</p>



<p>Die <strong>Kategorien und Schubladen sind nur eine grobe Orientierung</strong>. Wir können sie nach Belieben verfeinern. Aktuell höre ich mit großer Begeisterung den <a href="https://stacywestfall.com/podcast-show/">Podcast von Stacy Westfall</a>, weil sie andere Blickwinkel einnimmt und mir einige Aha-Erlebnisse beschert hat: zum Beispiel die Abstufungen von Pferden, die eskalieren: Die PN ist meistens ansprechbar, aber wenn er wirklich oben raus ist, dann ist sein Hirn aus und er schaltet komplett in den Selbsterhaltungsmodus. Andere Pferde gehen schneller in die Luft als er, bleiben dabei aber ansprechbar. Wieder andere fahren hoch und kommen nicht mehr runter. Die PN fängt sich nach einem Aussetzer meist schnell wieder. Diese Einschätzungen helfen, unser Pferd besser zu kennen und damit die Unberechenbarkeit zu verkleinern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bodenarbeit mit dem Pferd machen &#8211; wo sagt es &#8222;nein&#8220;? </h3>



<p><strong>Bodenarbeit</strong> am Seil ist die einfachste Möglichkeit, um <strong>herauszufinden, wer dein Pferd eigentlich ist und wie es reagieren wird</strong>. Die verschiedenen Übungen, etwa Hinterhand und Vorhand mit direktem Druck (Berührung) und indirektem Druck (Energie) zu verschieben, nach einem Rückwärts zu fragen oder das Pferd auf den Zirkel zu schicken, zeigen dir genau, <strong>wo dein Pferd &#8222;ja&#8220; sagen kann und wo nicht</strong>. <strong>Eigenschaften, die du im Training vorfindest, verstärken sich in Extremsituationen</strong>, wenn sich dein Pferd bedroht fühlt: Pferde, die sich zum Beispiel schwertun, die Schulter aufzumachen und die Vorhand von dir wegzubewegen, werden im Zweifelsfall, wenn sie scheuen oder rüpeln, mit der Schulter in dich schieben. Und wenn du schon im alltäglichen Training viel Energie benötigst, damit dein Pferd weicht oder deiner Anfrage Folge leistet, dann wirst du in der Eskalation noch deutlich mehr benötigen. Damit bekommst du einen guten Überblick und kannst durch das Training eine gute Grundlage legen, zum Beispiel, indem du deinem Pferd erklärst, dass es nicht mit der Schieben darf und dass bereits auf feine Hilfen eine Reaktion erwartet wird.</p>



<p>Außerdem kannst du deinem Pferd verschiedene Gegenstände präsentieren und <strong>seine Reaktion im geschützten Umfeld eines Reitplatzes oder Roundpens testen</strong>: Kannst du es mit der Flagge berühren? Kann es über die Plastikplane laufen? Was passiert, wenn du einen Pezziball auf es zurollst? Seine Reaktion auf etwas Neues erlaubt dir wieder Rückschlüsse auf sein Wesen: Ist es neugierig oder eher ängstlich? Kann es sich überwinden oder bleibt es skeptisch?</p>



<p>Wie reagiert es, wenn du die bisher liegende Ikeamatte auf einmal aufstellst?</p>



<p>Kannst du mit deinem Stick auf den Boden schlagen, ohne dass es zusammenzuckt oder sich entziehen muss?</p>



<p>Das, was du wahrnimmst, bestimmt dann das Training bzw. den Umgang mit dem Pferd. Sprich: Nur, weil dein Pferd heute Angst vor Geräuschen oder schnellen Bewegungen hat, muss das nicht so bleiben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/IMG_1730-768x1024.jpg" alt="Ist das Pferd unberechenbar? Beim Scheutraining nicht." class="wp-image-4944" style="width:576px;height:768px"/><figcaption class="wp-element-caption">Beißt sie oder beißt sie nicht? Spaß mit der Decke aus dem Erste-Hilfe-Kasten für Mensch und Pferd. Foto: Nadja</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Stimmungen spüren &#8211; der Vibe</h3>



<p>Ein Auge fürs Detail, für die Körpersprache, Gestik und Mimik zu haben und damit über eine präzise Beobachtungsgabe zu verfügen, ist eine gute Sache. Das ist aber noch nicht alles: Es gibt da noch etwas, das nennt sich Gefühl.<strong> Wenn du die Stimmung deines Pferdes unterschwellig spürst, ohne, dass du sie großartig an einzelnen Verhaltensweisen festmachen kannst</strong>. Ich nenne das <strong>&#8222;den Vibe&#8220;</strong>. </p>



<p>Ignoriere dieses Gefühl nicht, es ist ein guter Hinweisgeber auf &#8222;what happenend before what happened happened&#8220;: Es sagt dir, &#8222;mach dich bereit, da kommt was&#8220;. Wenn ich merke, dass der &#8222;Vibe&#8220; der PN heute &#8222;Abspackmodus&#8220; ist, dann weiß ich, dass er früher oder später eskalieren wird &#8211; und führe das dann meist selbst herbei, indem ich ihn Dinge tun lasse, die ihn hochfahren &#8211; über Stangen gehen zum Beispiel oder nach einem höheren Galopptempo fragen, als er von sich aus anbiete (siehe oben). </p>



<p><strong>Warum ich nicht versuche ihn zu beruhigen und herunterzufahren</strong>? Weil ich an solchen seine Tasse nicht vollständig leeren kann und es für uns beide einfacher ist, sie kontrolliert überlaufen zu lassen und danach in die Entspannung zu finden. Mehr dazu in den folgenden Absätzen.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" data-id="4947" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O0291.jpg" alt="Von der Anspannung zur Entspannung. Signale sind Kopf schütteln, kauen und lecken. So werden Pferde berechenbar, weil wir sie lesen können." class="wp-image-4947" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O0291.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O0291-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O0291-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O0291-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O0291-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zeichen der Entspannung: die Spannung abschütteln&#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" data-id="4948" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O0294.jpg" alt="" class="wp-image-4948" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O0294.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O0294-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O0294-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O0294-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O0294-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230; und das Erlebte vorverdauen (lecken und kauen). <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/sticks-strings?ref=9">Den Stick gibt&#8217;s hier</a>*. Fotos: <a href="http://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photographie</a></figcaption></figure>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading">Was tun mit der Sorgentasse?</h2>



<p>So viel zu den Voraussetzungen, um <strong>Unberechenbarkeit langsam aufzulösen in deiner Beziehung zum Pferd</strong>. Jetzt geht es darum, was du konkret tun kannst, um Eskalationen vorzubeugen und zu entschärfen: Du hast drei Möglichkeiten.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Den Füllstand der Tasse immer niedrig halten</li>



<li>Strategien anwenden, um ein eskaliertes Pferd wieder zu beruhigen</li>



<li>Die Tasse kontrolliert vor der absoluten Eskalation überlaufen lassen</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Den Füllstand niedrig halten: Verhindern, dass die Tasse vollläuft</h3>



<p>Soviel vorab: <strong>Das Pferd immer in der Entspannung zu halten ist nicht das Ziel</strong> &#8211; Training, Ausritte und Ausflüge kommen immer mit einem gewissen Grad an Anspannung und sind mit Stress verbunden. Unser Job ist es, <strong>das Level dabei so anzupassen, dass das Pferd damit umgehen kann</strong>.</p>



<p>Anders formuliert: Ist der Füllstand seiner Sorgentasse niedrig, kann das Pferd auch mit einem heftigeren Reiz umgehen &#8211; er füllt sie nicht vollständig und damit läuft die Tasse nicht sofort über, sondern kann noch mehr aufnehmen. <strong>Wie wir die Tasse immer wieder leeren, um den Füllstand niedrig zu halten, hängt vom Pferd ab.</strong> Wir müssen dafür sorgen, dass sich Anspannung und Entspannung die Waage halten und auf eine mental oder körperlich anstrengende Lektion eine Entspannungsphase folgt, damit das Pferd wieder herunterfahren kann. Gerade am Anfang sind wir oft mit dem Leeren der Tasse beschäftigt. Mit voranschreitendem Ausbildungsstand füllt sie sich nicht mehr so schnell und das Pferd hat gelernt, sie selbst zu leeren, das heißt ohne unsere Hilfe aus der Angst zurück in die Entspannung zu finden.</p>



<p></p>



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</a></p>



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<p></p>



<p><strong>Der Füllstand der Sorgentasse hängt auch immer mit der Aufmerksamkeit des Pferdes zusammen</strong>. Bei der PN sind Füllstand-Erhöhungen meist externe Reize. Das bedeutet für mich, dass meine Hauptaufgabe darin liegt, <strong>seine Gedanken bei mir zu halten</strong>, wenn er sich lieber an der Umgebung orientieren würde bzw. seine Gedanken zu unterbrechen, wenn er sich irgendwo festglotzt. Damit muss er seine sorgenvollen Gedanken loslassen und der Füllstand der Tasse erhöht sich nicht weiter.</p>



<p>So sieht das beim Reiten aus: Um den Kontakt zu halten, gebe ich eine leichte Zügelhilfe, lege ein Bein an oder mache ein Geräusch. Bekomme ich ein Ohr von ihm als Reaktion, stelle ich die Hilfe ein und reite weiter. Wenn nicht, wird eine Lektion daraus &#8211; ich bleibe dran, bis das Ohr kommt. Das ist wichtig, weil die PN als Multitasker sehr gut in der Lage ist, zum Beispiel Seitengänge oder Stopps auf Autopilot auszuführen und mental trotzdem woanders ist. <strong>Das Ohr zeigt mir dann, dass er zu mir zurückdenkt</strong>. <strong>Eine gute Übung für &#8222;Gedanken zurück zu mir&#8220; ist das Rückwärts.</strong> Das erfordert mentale Anwesenheit. Die laterale Flexion, also das Biegen des Halses ist ebenfalls eine starke Möglichkeit, Kopf und Hirn wieder ansprechbar zu machen. </p>



<p>Das wären weitere Strategien, wenn du merkst, dass dein Pferd angespannt ist, eine Eskalation aber noch nicht unmittelbar bevorsteht:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Warten, entspannen und passiv sein.</strong> Das nutze ich in Situationen, wenn die PN etwas unbedingt anschauen muss und ich weiß, dass die Möglichkeit, Klarheit über eine Bedrohung zu gewinnen, seine Tasse leeren wird. Er glotzt dann für ein paar Sekunden oder eine halbe Minute, dann kommt der Kopf runter und er schaut zu mir und fragt, &#8222;was jetzt?&#8220;. Das finde ich insofern gut, weil er seine Sorge dann allein bewältigt hat. </li>



<li><strong>Andocken lassen.</strong> Ich habe der PN beigebracht, mit der Nase meine Hand zu berühren, wenn ich sie hinhalte. Das bringt die Gedanken zu mir zurück, ebenso beruhigt der direkte Kontakt durch Berührung. Das kann schon ausreichen, einen starren Fokus und die damit verbundenen sorgenvollen Gedanken aufzubrechen und einen Neustart zu ermöglichen.</li>



<li><strong>Atmen und lächeln. </strong>Wenn die Sorgentasse der PN steigt, zum Beispiel, wenn ein Therapeut in der Nähe ist, dann sehe ich ihn immer wieder zu mir herüber linsen. Diese Frage nach &#8222;Was sollen wir tun? Werden wir alle sterben?&#8220; beantworte ich mit atmen und lächeln. Hier gilt: Das ausstrahlen, was du selbst gern im Pferd sehen würdest.</li>
</ul>



<p>Und dann gibt&#8217;s natürlich noch die individuellen Strategien. Tue das, was deinem Pferd Sicherheit vermittelt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Was die PN beruhigt, ist mir hinter dackeln zu können, so dass er nicht die Führung übernehmen muss. Er kennt es aus der Gymnastizierung, dass ich rückwärts gehe, er meinem Bauchnabel folgt und wir dann Richtungswechsel auf dem Zirkel machen oder Schlangenlinien, so dass er sich oft umstellen und neu biegen muss. Für ihn ist das eine entspannende Routine, deswegen kann ich sie nutzen, um seine Sorgentasse auszuleeren.</li>



<li>Absoluter Chill-Joker für die PN sind <a href="https://verstehepferde.de/guter-pferdemensch/">streicheln und reden</a>. Je schweigsamer ich werde, desto angespannter wird er. Nach einer Lektion, wenn ich Pause am langen Zügel gebe, dreht er oft den Kopf und schaut nach mir &#8211; für mich dann der Hinweis, dass ich zu wenig positive Rückmeldung gegeben habe.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Vorsicht vor Tricks!</h3>



<p class="has-background" style="background-color:#ffbc77">Das Problem mit  &#8222;Tricks&#8220;. <strong>Wenn wir Lektionen oder Hilfen drillen, dann passiert es, dass Pferde gehorsam reagieren, aber mental im Autopilot bleiben</strong>. Die laterale Flexion ist ein Paradebeispiel dafür. Wenn wir wiederholt und stumpf und abwechselnd links rechts den Kopf und den Hals biegen wie Knetmasse, laufen wir Gefahr den Hals viel zu mobil zu machen und von den Füßen abzukoppeln. Das Pferd kommt dann zwar mit dem Kopf herum, läuft aber trotzdem über die äußere Schulter weg. Hässlich, wer das reiten musste. <strong>Das passiert, wenn das Pferd eine Hilfe, ein Signal wie einen Trick gelernt hat.</strong> Das Signal ruft eine bloße körperliche Reaktion hervor, aber mental verändert sich nichts im Pferd. <br><br>Korrekte laterale Flexion holt dagegen die Gedanken des Pferdes zum Reiter zurück. Es denkt nach hinten. Gut zu erkennen an der Position der Ohren und am Auge. Schaut das Pferd zu uns? Oder ist Weiß zu sehen, was bedeuten kann, dass es zwar den Kopf gebogen hat, aber versucht in die andere Richtung zu schauen, das heißt stark dorthin denkt? Ein eindeutiges Zeichen ist auch das Verwerfen im Genick. Will ich zum Beispiel, dass die PN mit der Nase nach links rüber kommt und er denkt stark nach rechts, kippt sein linkes Ohr nach unten und er schiebt die rechte Ganasche nach rechts. <br><br>Im Falle der lateralen Flexion können wir leicht überprüfen, ob unser Pferd dem Gefühl der Zügel mit seinen Gedanken folgt oder einfach nur dem Druck weicht: Wenn leichter Druck am Zügel dazu führt, dass das Pferd vollständig mit Kopf und Hals herum schwingt und dann gleich wieder vor, dann haben wir ihm einen Trick beigebracht. Wenn wir aber <strong>über den Zügel nach verschiedenen Graden der Abstellung fragen</strong> können und das Pferd beim Nachgeben nicht sofort den Hals wieder gerade macht wie eine zurückspringende Feder, dann haben wir reale laterale Flexion.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Akut-Strategien, wenn die Sorgentasse überläuft</h3>



<p>In einer perfekten Welt gelingt es uns, das Pferd nicht zu überfordern und dementsprechend bleiben Eskalationen aus. In der Realität ist das nicht so &#8211; deswegen brauchen wir <strong>Strategien, um hochgefahrene Pferde wieder herunterzufahren</strong>. </p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Reite kleine Kreise (Volten)</strong> und zwar nur über den <a href="https://verstehepferde.de/zuegelhilfen/">inneren Zügel</a>. Es geht nicht darum, schöne Kreise an allen Hilfen zu reiten, sondern dem Pferd über den inneren Zügel zu helfen, seine Angst sprichwörtlich rauszulaufen. Der innere Zügel stellt dabei sicher, dass der Hals gebogen ist und dein Pferd übertritt. Wir bringen es damit in eine Form, die es ihm nicht erlaubt, sich steif, fest und gerade zu machen. Das hilft dem Pferd, auch mental loszulassen. Wichtig dabei: Es darf so lange laufen wie es muss, wir verhindern keine Bewegung. Wie der innere Zügel und das Übertreten lassen der Hinterhand zusammen hängen, kannst du <a href="https://verstehepferde.de/hinterbeine-kreuzen-warum/">hier</a> lesen.</li>



<li><strong>Reite Serpentinen, enge Schlangenlinien mit vielen Stellungs- und Biegungswechseln.</strong> Der Sinn dahinter ist, dass der Körper deines Pferdes flexibel bleibt und damit das Gegenteil von vor Angst erstarrt. Enge Wendungen erschweren das Starrwerden und geben dem Hirn etwas zum Denken.</li>



<li><strong>Die <a href="https://verstehepferde.de/hinterbeine-kreuzen-warum/">Hinterhand übertreten lassen</a>.</strong> Das kann eine gute Übung sein, da das Pferd auch hier wieder seine Energie herauslaufen kann, wir es ihm aber etwas anstrengender machen, was ein Umdenken befördern kann. Wichtig dabei: Wir jagen nicht blind und wütend den Hintern im Kreis, sondern wir fragen nach Rhythmus, Gleichmaß und das Ganze mit einem netten Lächeln im Gesicht. Wenn wir das Pferd mit dieser Übung für Ablenkung oder Angst bestrafen wollen, fördert sie nicht Entspannung, sondern Angst.</li>



<li><strong>Die Hinterhand herausschicken.</strong> Das ist das Notaus. Wenn die PN am Seil zu schnell wird, fällt er immer auf die innere Schulter und beginnt mehr und mehr, die Balance zu verlieren. Schicke ich dann mit dem Seil seine Hinterhand raus, ist er gezwungen, die innere Schulter aufzustellen. Das bringt ihm die Balance zurück. <a href="https://verstehepferde.de/hinterbeine-kreuzen-warum/">Warum und wie, das kannst du hier lesen.</a></li>



<li>Außerdem gibt es Lektionen, die <strong>eine Brücke zwischen mentaler Überforderung und Gehorsam und Entspannung bauen</strong> können. Die PN hat zum Beispiel gelernt seinen Trab auf ein Signal hin zu verkürzen. Fliegt er mir jetzt um die Ohren, verhindere ich zunächst einen Panikgalopp &#8211; der ist dann immer mit fliegendem Sand, einem schrägliegenden Pferd, tiefer Schulter und maximalem Balanceverlust verbunden. Das heißt, ich pariere immer wieder energisch durch, bis die PN den Trab findet. Wenn ich dann nach verkürztem Trab frage, bekomme ich durch seine überschüssige Energie eine Passage &#8211; die Übung bringt ihn dann wieder zum Denken, kanalisiert die Angst in Form von Bewegungsdrang und gibt mit die Chance wieder loben zu können. Damit ist der Pfad zur Entspannung angelegt.</li>
</ul>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" data-id="4949" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6361.jpg" alt="Das Pferd bockt - ein unberechenbares Verhalten?. So kann man die Situation auflösen." class="wp-image-4949" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6361.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6361-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6361-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6361-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6361-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die PN bockt beim Angaloppieren&#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" data-id="4950" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6401.jpg" alt="" class="wp-image-4950" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6401.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6401-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6401-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6401-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6401-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230; ich fange ihn mit einem Zügel ab&#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" data-id="4951" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6433.jpg" alt="" class="wp-image-4951" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6433.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6433-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6433-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6433-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/AW0O6433-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230; danach geht&#8217;s weiter im Galopp. Fotos: <a href="http://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photographie</a></figcaption></figure>
</figure>



<h3 class="wp-block-heading">Die Sorgentasse kontrolliert leeren</h3>



<p>Und dann gibt es noch die Möglichkeit, <strong>selbst einen Reiz zu setzen, um das Pferd aus der sich steigernden Anspannung zu holen und das Muster zu unterbrechen</strong>. Das hat den Vorteil, dass du vorbereitet bist und nicht warten musst, bis etwas Externes passiert &#8211; du steuerst es selbst. Ich mache das gern <a href="https://verstehepferde.de/entspannt-spazieren-gehen/">beim Spazieren gehen</a>: Sagen wir die PN glotzt und ist spannig, dann schlurfe ich mal unerwartet beim Gehen mit den Füßen und erzeuge ein raspelndes Geräusch. Er zuckt, guckt, fragt mich, was ich da mache und schon ist er wieder im Denken und der Füllstand seiner Tasse deutlich gesunken. Damit war die Unterbrechung eine Art Reset-Button. Hier gilt natürlich: Tue das nur, wenn du den Anspannungsgrad deines Pferdes gut einschätzen und seine Reaktion handeln kannst. Es ist keinem gedient, wenn du dein Pferd so in Angst versetzt, dass es sich losreißt oder einen andere Stunt zeigt. </p>



<p>Der Schlurf-Test eignet sich auch gut, um mir eine Einschätzung des Füllstands zu geben: Ignoriert die PN meine Geräusche, sind wir chillig unterwegs.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/pn-e1669051385272.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="740" height="544" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/pn-e1669051385272.jpg" alt="Kein unberechenbares Pferd - Reiten im Nebel und bei Kälte." class="wp-image-4946" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/pn-e1669051385272.jpg 740w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/pn-e1669051385272-300x221.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2022/11/pn-e1669051385272-150x110.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 740px) 100vw, 740px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Reiten bei Temperaturen knapp über Null Grad, im Nebel mit Pad und weichem Rope-Bosal. Check.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Hier ein paar Links zum Thema &#8222;Pfersönlichkeit&#8220; verstehen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>http://www.ann-rebecka-madsen.de/lbe-eine-starke-persoenlichkeit/</li>



<li><a href="https://www.pferdefluesterei.de/horsenality/">https://www.pferdefluesterei.de/horsenality/</a></li>



<li><a href="https://www.pferdefluesterei.de/pferde-verstehen-eins-werden/">https://www.pferdefluesterei.de/pferde-verstehen-eins-werden/</a></li>



<li><a href="https://www.pferdefluesterei.de/eins-werden-pferd-pferdeseele/">https://www.pferdefluesterei.de/eins-werden-pferd-pferdeseele/</a></li>
</ul>



<p>Und hier noch einige Videos (auf Englisch) zum Thema Sorgentasse und Unfallvermeidung.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe loading="lazy"  title="Trigger Stacking and &quot;What to do with a Crazy Horse&quot;." width="830" height="467" src="https://www.youtube.com/embed/nH1S6dpwrlw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<iframe loading="lazy"  title="How to avoid freak accidents with horses Part 3" width="830" height="467" src="https://www.youtube.com/embed/yfd8cpI-baw?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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<iframe loading="lazy"  title="How to avoid a freak accident with horses -Riding on the road with traffic" width="830" height="467" src="https://www.youtube.com/embed/PQ2ICfaw-0E?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
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		<title>Hinterbeine kreuzen &#8211; warum?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2019 07:12:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterhand weichen lassen]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterhandkontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Hinterhand weichen lassen, die Hinterhand untertreten oder übertreten lassen, die Hinterhand verschieben &#8211; auf Englisch &#8222;disengage or yield the hind&#8220;: Im Horsemanship ist diese Übung, die Hinterhand-Kontrolle, ein zentrales Tool, auf dem alles andere aufbaut. Das Pferd kreuzt dabei mit seinem inneren Hinterbein über sein äußeres. Warum das so…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Hinterhand weichen lassen, die Hinterhand untertreten oder übertreten lassen, die Hinterhand verschieben &#8211; auf Englisch &#8222;disengage or yield the hind&#8220;: Im Horsemanship ist diese Übung, <strong>die Hinterhand-Kontrolle</strong>, ein zentrales Tool, auf dem alles andere aufbaut.  Das Pferd kreuzt dabei mit seinem inneren Hinterbein über sein äußeres. </p>



<p>Warum das so wichtig ist, wie, wann und warum man es einsetzt und worauf es ankommt, darum geht es in diesem Beitrag. Außerdem gehe ich auf die häufigsten Gegenargumente (Vorurteile?) ein. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Hinterhand weichen lassen &#8211; Warum? </h3>



<p>Warum ist das Übertreten lassen der Hinterbeine sinnvoll? Aus drei Hauptgründen: </p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>1. Kontrolle für uns</strong></h4>



<p> Alle Formen des Bockens oder Durchgehens &#8211; Buckeln, Steigen, zur Seite springen, den Renngalopp anwerfen &#8211; erfordern zwei Hinterbeine, die breit stehen und sich parallel vom Boden abdrücken. Die Kraft, sich mit zwei Hinterbeinen loszukatapultieren, hat Pferde über Jahrtausende überleben lassen. Wir Menschen können Kontrolle über diese Kraft gewinnen, wenn wir die Hinterbeine weichen, also übertreten lassen. Wenn sie kreuzen, kann das Pferd sich nicht mehr abdrücken. Damit nehmen wir ihm die Möglichkeit, blind zu fliehen, können kritische Situationen entschärfen, das Pferd bei uns halten und <strong>Kontrolle wie Kommunikation gleichermaßen aufbauen.</strong></p>



<p>Ein gutes, das heißt <strong>korrektes hinten Übertreten</strong> hat außerdem zur Folge, dass das Pferd die Schulter aufmacht und Kopf und Hals rundet und fallen lässt (<a href="//verstehepferde.de/?p=3690&amp;preview=true#Wie_Die_Hilfen_vom_Boden_so_gehts">siehe Wie</a>). Denn <strong>wir</strong><em><strong> </strong></em><strong>beeinflussen Kopf, Hals, Schulter und Hinterhand</strong> mit der Übung. Daraus resultiert eine entspannte Körperhaltung. Korrektes Disengagen ist also viel mehr als nur das Kreuzen der Hinterbeine &#8211; es fängt an der Nase an und geht durch den ganzen Körper bis zum Schweif. Das Pferd wird dadurch aufnahmebereiter, nachgiebig und nicht mehr auf Flucht und Gegendruck gepolt. Es lernt, auf Druck zu weichen. </p>



<p>Das Disengage ist ein wesentlicher Teil des <a href="//verstehepferde.de/?p=3690&amp;preview=true#Hinterhand_verschieben_Die_Hilfen_vom_Sattel">One-eins-Stops, oder Bend-To-A-Stop, dem Notaus beim Reiten</a>. Dabei holen wir zuerst den Kopf des Pferdes in die Biegung und lassen dann die Hinterbeine übertreten. </p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-1 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="585" data-id="3810" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-1024x585.jpg" alt="Pferd schießt los - vor dem Hinterhand weichen" class="wp-image-3810" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-1024x585.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-300x172.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-768x439.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-150x86.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Man schießt umbalanciert los&#8230;.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="818" height="764" data-id="3809" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock.jpg" alt="Pferd bockt vor dem Hinterhand weichen" class="wp-image-3809" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock.jpg 818w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock-300x280.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock-768x717.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock-150x140.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 818px) 100vw, 818px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230;man rettet sich in einen Bocksprung&#8230;.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="737" height="590" data-id="3808" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/stand.jpg" alt="Pferd steht nach dem Hinterhand weichen" class="wp-image-3808" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/stand.jpg 737w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/stand-300x240.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/stand-150x120.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 737px) 100vw, 737px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230; man wird vom Seil gestoppt, die Hinterhand dreht raus. Fotos: Marko</figcaption></figure>
</figure>



<h4 class="wp-block-heading"></h4>



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<p><br><strong>2. Entspannung fürs Pferd</strong></p>



<p><strong>Hinterbeine kreuzen lassen hilft dem Pferd, sich zu entspannen</strong>. Es gibt eine Theorie &#8211; wahrscheinlich wissenschaftlich nicht haltbar -, dass es die die Hirnhälften des Pferdes besser vernetzt. Dass das Pferd mehr Koordination für das Kreuzen aufbringen muss als für ein simples Geradeaus Laufen und es deswegen auf andere Gedanken kommt. Unbestritten dagegen ist die Annahme, das jegliche Form von Widerstand aus einem festen, geraden und steifen Körper kommt. Sobald wir etwas Biegung ins Pferd hineinbekommen, haben wir der Entspannung den Weg bereitet. Pferdetrainer Warwick Schiller zum Beispiel sagt, dass ein Pferd die &#8222;brace&#8220; in einer Biegung nicht leicht aufrechterhalten kann. Wir bringen es durch das korrekte (!) Kreuzen lassen also in eine Form, die ihm hilft loszulassen.</p>



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<p>Der australische Pferdetrainer Tristan Tucker ist soweit ich weiß in der Dressurszene ziemlich bekannt &#8211; er hilft Turnierreitern, ihre Warmblüter unter Kontrolle zu behalten. Dafür bringt er den Pferden am Anfang einen Bewegungsablauf bei, den er &#8222;Pattern&#8220; nennt. Und dreimal dürft ihr raten, womit der beginnt. Genau. Dem Überkreuzen lassen der Hinterbeine und dem Hohlmachen der Schulter. Das Wesentliche dabei: Das Pferd spürt über die Abfolge der verschiedenen Schritte und durch die Biegung im Körper, dass seine Muskeln entspannen, was in der Folge dazu führt, dass auch sein Geist entspannen kann. So zeigt Tucker den Pferden <strong>eine Position, in der sie selbst Entspannung finden können</strong>. Die Hinterbeine weichen lassen ist also eine gute Möglichkeit, um die <a href="//verstehepferde.de/entspannt-spazieren-gehen/#Das_Konzept_der_Worry_Cup">Worry Cup </a> des Pferdes auszuleeren.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>3. Vorbereitung für spätere Manöver</strong> </h4>



<p>Egal, welche Reitweise man ausübt: <strong>Die Hinterbeine vorwärts und seitwärts treten zu lassen ist essentiell </strong>für eine ganze Reihe wichtiger Manöver und Lektionen. Ohne weichende Hinterhand keine Traversale, kein Kruppeherein, keine Hinterhandwendung und keine fliegenden Galoppwechsel. An der Qualität des Disengangen lässt sich auch erkennen, wie Übergänge unter dem Sattel ausfallen werden &#8211; geschmeidig und balanciert? Oder ruckelig und auf der Vorhand.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>4. Sicheres Anreiten </strong></h4>



<p><strong>Beim Anreiten</strong> wird es in der Regel interessant, sobald sich das Pferd mit dem Reiter zum ersten Mal in Bewegung setzt. Wenn man also nicht gerade drauf ist wie <a href="//www.youtube.com/watch?v=u6WLVjaRsPM">Ray Hunt</a>, der Jungpferde teilweise komplett ohne Kopfstück angeritten hat (Minute 1.40), ist eine Kontrollmöglichkeit wichtig, um Pferd und Reiter sicher zu halten. Deswegen lässt man <strong>das Jungpferd als erste Schritte unter dem Sattel hinten übertreten</strong> &#8211; den Kopf holt man sich dabei in eine Biegung. Tritt das Pferd über und nicht zusammen, lässt man den Kopf aus der Biegung und erhält die ersten Schritte geradeaus. </p>



<p>Auch <strong>Übergänge von einer schnelleren Gangart in eine langsamere</strong> kann man am Anfang reiten, indem man den Kopf des Pferdes biegt und es kreuzend auf dem Kreisbogen auslaufen lässt, bis es steht. Das hat den Charme, dass alle Beine beim Übergang in Bewegung bleiben und das Pferd nicht lernt, auf die Vorhand zu fallen oder sie steif zu machen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>5. Trouble Shooting</strong></h4>



<p><strong>Pferde, die das Vorwärts verloren haben.</strong> Wenn ein Pferd das Vorwärts unter dem Reiter nicht findet und auf die treibende Einwirkung beider Beine und des Körpers fest wird, stockt und zäh wird (wie die PN anfangs), dann ist das Übertreten lassen (vorausgesetzt, es wurde korrekt vorbereitet) ein echter Lebensretter. Es versetzt uns nämlich in die Lage, zunächst mal die Hinterbeine zu bewegen. Da das Pferd gelernt hat, die Schulter aufzumachen (versus auf der Stelle einzudrehen), wird es, sobald die Hinterbeine ins Laufen kommen, auch mit den Vorderbeinen kleine Schritte machen. So haben wir das Pferd, das &#8222;nein&#8220; zum Vorwärts gesagt hat, doch in Bewegung bekommen. Sobald das Seitwärts mit Biegung zuverlässig klappt, können wir langsam den Zügel lang lassen und Schritt für Schritt in ein gerades Vorwärts kommen.</p>



<p><strong>Pferde, die an der Longe den Kopf hochreißen.</strong> Ein Pferd, das beim Longieren den Kopf nicht fallen lassen kann, ist emotional, mental oder körperlich nicht im Gleichgewicht. <strong>Übertreten lassen und die Biegung, die das bringt, können helfen eine Balance herzustellen</strong>. Korrektes Hinterbeine weichen lassen (ich wiederhole mich: die Schulter muss dabei aufgehen!) ist für mich die Voraussetzung dafür, dass ein Pferd sich auf dem Kreisbogen an der Longe oder dem Seil biegen und in guter Haltung laufen kann. Entsprechend können wir Pferden, die den Kopf hochreißen, mit der Übung helfen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Hinterhand weichen &#8211; die Hilfen vom Boden</h3>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" data-id="3777" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1.jpg" alt="Hinterhand weichen: Pferd kreuzt" class="wp-image-3777" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="677" height="667" data-id="3778" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0092-1-e1566301425173.jpg" alt="Hinterhand weichen: Pferd macht die Schulter auf" class="wp-image-3778" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0092-1-e1566301425173.jpg 677w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0092-1-e1566301425173-300x296.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0092-1-e1566301425173-150x148.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 677px) 100vw, 677px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="760" height="667" data-id="3779" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0095-1-e1566301455195.jpg" alt="Hinterhand weichen: Pferd findet aus dem Kreuzen ins Vorwärts" class="wp-image-3779" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0095-1-e1566301455195.jpg 760w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0095-1-e1566301455195-300x263.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0095-1-e1566301455195-150x132.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="877" height="667" data-id="3780" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610.jpg" alt="Vorwärts nach dem Hinterhand weichen" class="wp-image-3780" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610.jpg 877w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610-300x228.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610-768x584.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610-150x114.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 877px) 100vw, 877px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Ausrichtung meines Körpers und meine Energie bestimmen die Bewegungsrichtung und das Tempo der PN. Fotos: <a href="//www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>
</figure>



<p>Hinterhand weichen geht so: Du stehst auf der linken Seite deines Pferdes, etwa einen oder anderthalb Meter neben der Schulter und du schaust in Richtung Pferdehintern. Dein Seil hast du in der linken Hand, in der rechten das Seilende oder eine Gerte, eine Flagge oder einen Stick. <strong>Jetzt nimmst du das Seil leicht an</strong>, indem du deine linke Hand hebst (so hoch wie deine Schulter). Damit holst du dir den Kopf des Pferdes in die Biegung. </p>



<p>Das ist aus drei Gründen wichtig: </p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Deine Sicherheit. Falls dein Pferd treten sollte, wird es wahrscheinlich zuerst den Kopf wieder grade machen um leichter zielen zu können und den Körper in eine bessere Schussposition zu bringen. </li>



<li>Du brauchst Biegung für Entspannung.</li>



<li>Durch die Biegung fällt deinen Pferd das Übertreten leichter.</li>
</ol>



<p>Dein Pferd hat den Kopf leicht gebogen und schaut zu dir. <strong>Jetzt schaust du intensiv auf den Pferdehintern</strong>, beginnst in Richtung der Hinterhand zu gehen und schwingst gleichzeitig das Seilende/die Flagge oder welches Hilfsmittel du auch benutzt, in Richtung Hinterhand. Wenn sich dein Pferd nicht bewegt, touchierst du es. <strong>Sobald dein Pferd den Hintern dreht</strong>, nimmst du den Druck raus und streichelst es. Wiederhole die Übung, bis dein Pferd <strong>mit dem inneren Hinterbein über das äußere kreuzen</strong> kann. Das Ziel ist, dass dein Pferd schon auf wenig Hilfe (idealerweise das Anheben des Seils und der Blick auf seinen Hintern) weicht. Es soll in der Lage sein, beliebig oft überzutreten und dabei <strong>Takt und Rhythmus zu halten</strong>. Wenn dein Pferd zwischendrin immer wieder zusammentritt und das Übertreten nicht gleichmäßig sondern mit Tempounterschieden stattfindet, dann variiere den Winkel, mit dem du auf den Hintern zugehst und verlangsame deine Hilfen. </p>



<p>Ganz wichtig: <strong>Schaue, was das innere Vorderbein macht!</strong> Es darf nicht in deine Richtung treten und es soll sich auch nicht eindrehen. Dann biegst sich das Pferd nicht korrekt, sondern fällt auf die Vorhand oder schiebt dich mit der Vorhand.<a href="//www.youtube.com/watch?v=qincEZod6mQ"> In diesem Video</a> siehst du ab Minute 4.40, wie es richtig geht. Im weiteren Verlauf ist auch zu sehen, wie Disengage aus der Bewegung funktioniert und wie es zu einem seitlichen Übertreten ausgebaut werden kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Hinterhand verschieben: Die Hilfen vom Sattel</h3>



<p>Du sitzt gerade im Sattel. Jetzt nimmst du deine rechte Hand, gleitest so weit es geht mit ihr am Zügel Richtung Pferdemaul und führst sie dann so weit es geht nach rechts vom Pferdehals weg. Das ist das Signal für das Pferd, dem Gefühl zu folgen und die Nase herum zu nehmen. Tut es das, führst du deine Hand zum Oberschenkel, legst dein rechtes Bein etwas hinter den Gurt und gibst damit die Hilfe zum Übertreten und lässt die Hinterhand weichen. </p>



<p>Wenn das im Stehen klappt, kannst du so dein Pferd auch aus der Bewegung anhalten. </p>



<p>Wichtig: Frage immer erst nach mehr Biegung, wenn das Pferd auf den ersten Teil der Zügelhilfe nachgegeben hat. Sonst bringst du dein Pferd im Worst Case in Stolpern oder sogar zu Fall. Diese Hilfenfolge wird auch One-Rein-Stop oder Bend-to-a-Stop genannt. Die Zügelhilfe wird Indirekt Rein genannt. Sie spricht zur Hinterhand (du kannst deinem Pferd auch beibringen, nur auf den indirekten Zügel und ohne Beinhilfe den Hintern zu drehen). In <a href="//www.youtube.com/watch?v=MTEufuCPfiI ">diesem Video</a> siehst du die Hilfe in Aktion.</p>



<p>Auch hier wollen wir, dass das innere Vorderbein sich in Richtung des äußeren bewegt und das Pferd die Schulter öffnet.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Disengage im Einsatz</h3>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="883" height="1024" data-id="3799" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-883x1024.jpg" alt="Hier hilft Hinterhand weichen: Pferd wird zu schnell" class="wp-image-3799" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-883x1024.jpg 883w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-259x300.jpg 259w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-768x891.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-129x150.jpg 129w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5.jpg 1113w" sizes="auto, (max-width: 883px) 100vw, 883px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die PN fällt massiv auf die innere Schulter&#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1241" height="1291" data-id="3800" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-984x1024.jpg" alt="Kreuzgalopp mit dem Hinterhand weichen beenden" class="wp-image-3800" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-984x1024.jpg 984w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-288x300.jpg 288w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-768x799.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-144x150.jpg 144w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4.jpg 1241w" sizes="auto, (max-width: 1241px) 100vw, 1241px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230;auch hier kämpft er mit der Balance und fällt in den Kreuzgalopp. Fotos: Marko</figcaption></figure>
</figure>



<p>In der Lage zu sein, das Pferd übertreten zu lassen, kommt immer dann praktisch, wenn eine Situation heiß wird. Sprich, dein Pferd wird nervös, droht wegzuspringen oder fährt hoch. Wenn du jetzt gleichzeitig an beiden Zügeln ziehst, gibst du ihm nicht nur eine Möglichkeit für Gegendruck, du verschärfst sein Gefühl der Beklemmung. Vom Boden ins Halfter greifen und schön eng führen ist genauso unsinnig. Egal, ob reitend oder von unten: Jetzt kommt das Übertreten lassen gerade recht. </p>



<p><strong>Disengage kann zum einen ein absolutes Notaus sein</strong>. Es unterbricht die Situation drastisch und setzt einen klaren Cut. Die unkontrollierten Rennsequenzen der Fotos zum Beispiel habe ich mit dem Herausschicken der Hinterhand abgebrochen und die PN damit vom Speedgalopp zum Halten gebracht. <a href="//poniesnaturally.com/2019/08/27/the-one-rein-stopped/?fbclid=IwAR05PS4snFa5hxje-AlZrw9NyqkmkE3K34XBPhaFrFoST2Cz8rWYQbhWhsA">Hier kannst du einen englischen Bericht lesen von einem Ausritt</a>, bei dem der One-Rein-Stop ein Durchgehen aufhalten konnte.</p>



<p><strong>Die Hinterbeine übertreten lassen geht aber auch graduell</strong>. Dabei bringst du Biegung ins Pferd und es tritt seitwärts, bewegt sich aber weiter. Das hatte ich jüngst im Einsatz, als sich die PN bei einem Spaziergang hochgefahren hat. Ich bin mit ihm weitergelaufen, habe ihn in Stellung gebracht und übertreten lassen und nach einigen Metern angefragt, ob er auch wieder gerade gehen kann, ohne sich aufzuregen. Nach mehreren Wiederholungen war er dazu in der Lage. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Aber, aber&#8230;. menno! Vorurteile</h3>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658.jpg" alt="Beim Hinterhand weichen kreuzen die Hinterbeine" class="wp-image-3791" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beim Hinterhand weichen kommt das Pferd auf die Vorhand? Wenn die Übung als Notaus eingesetzt wird, ist das so. Hier auf dem Bild auch schön zu sehen. <a href="//isabeltomczyk.de">Foto: Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Mein Pferd wird nie wieder aktiv mit der Hinterhand laufen können, wenn ich es zu oft übertreten lasse!</strong> Im englischen spricht man von &#8222;disengange&#8220;, wenn man das Pferd übertreten lässt, und damit dem Gegenteil von &#8222;engaged&#8220;. Der normale Reiter will natürlich gut untertretende, in den Schwerpunkt fußende aktive Hinterbeine. Das steht nicht im Widerspruch. Ich kann meinem Pferd beibringen, die Hinterbeine zu kreuzen und die Hinterhand weichen zu lassen. Und ich kann ihm beibringen, aktiv unterzutreten. Das eine schließt das andere nicht aus &#8211; ich brauche nur klare Hilfen. (Übrigens: Rein technisch tritt das Pferd nur im Schulterherein korrekt in den Schwerpunkt. Beim Schenkelweichen tritt es darüber hinaus, da es kreuzt). Zu behaupten, wer sein Pferd die Hinterbeine kreuzen lässt, verliert die Versammlungsfähigkeit des Pferdes, ist in etwa so wie seinem Pferd das Rückwärts nicht beizubringen, weil es darüber ja das Vorwärts verlieren könnte. Ziemlich doof, um es noch freundlich auszudrücken.<br> </li>



<li><strong>Ich bringe mein Pferd aus der Balance &#8211; wie kann das gut sein</strong>? Das ist ein Einwand, der durchaus berechtigt ist bzw. berechtigt sein kann:  Wenn ich die Hinterbeine mit Energie übertreten lassen, dann nehme ich dem Pferd damit die Balance, die es bräuchte, um durchzugehen, zu bocken oder zu steigen. Da es sich in einer solchen Situation um einen Notfall handelt, würde ich den Balanceverlust des Pferdes in Kauf nehmen. Zumal es ja nicht bedeutet, dass das Pferd hinfällt, sondern nur, dass wir einen gewissen Bewegungsablauf für es unmöglich machen. </li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Mein Pferd fällt damit auf die Vorhand! Das will ich auf keinen Fall!</strong> Wenn ich das Disengagen als Notfall-Stop einsetze, also ein schnelles und tiefes Kreuzen fordere, dann fällt mein Pferd dabei in der Tat auf die Vorhand. Das ist auch gut so, schließlich wollen wir in Notsituationen gerade nicht, dass die Vorhand leicht und athletisch abhebt und das Pferd seine Stunts ohne Probleme durchziehen kann. Allgemein, das heißt abseits eines Notfalls gilt aber: Ein Pferd, das gelernt hat, korrekt zu kreuzen, macht  gerade nicht die Schulter schwer: Wenn die Hinterbeine kreuzen tritt es mit dem inneren Vorderbein leicht nach außen in Richtung äußeres Vorderbein. Alle vier Beine des Pferdes sind damit in Bewegung, das Pferd ist nach innen gebogen und balanciert. </li>
</ul>



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		<title>Entspannt spazieren gehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Mar 2019 07:45:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde]]></category>
		<category><![CDATA[Spazieren gehen mit Pferd]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pferd holen, raus aus dem Stall und los geht&#8217;s über Feldwege und durch den Wald. Damit der Spaziergang mit dem Pferd auch tatsächlich so entspannt ausfällt, wie erhofft, gibt es ein paar Dinge, die du beachten kannst. Die PN ist von Anfang an ohne Probleme mit mir von den anderen…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren1-1024x683.jpg" alt="Spazieren gehen mit dem Pferd - im Grünen entspannen." class="wp-image-3389" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren1-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren1-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren1-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren1-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren1-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren1.jpg 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Unterwegs im Feld. <a href="//www.isabeltomczyk.de">Foto: Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<p>Pferd holen, raus aus dem Stall und los geht&#8217;s über Feldwege und durch den Wald. </p>



<p>Damit der Spaziergang mit dem Pferd auch tatsächlich so entspannt ausfällt, wie erhofft, gibt es ein paar Dinge, die du beachten kannst.</p>



<p>Die PN  ist von Anfang an ohne Probleme mit mir von den anderen weggegangen. Er orientiert sich nicht besonders stark an seinen Herdenkollegen. Andererseits ist der Herr aber durchaus auf der glotzigen Seite des Lebens zuhause und hat gerne den Überblick und die Kontrolle. Er lässt sich leicht ablenken und genauso leicht verunsichern.<strong> Entspannte Spaziergänge </strong>waren also nicht von Anfang an möglich, wir haben uns Schritt für Schritt herangetastet. </p>



<h2><p>Entspannt spazieren gehen &#8211; mit diesen Tipps: </p></h2>



<p><br><h3>Schritt für Schritt um den Block</h3></p>



<p>Unsere ersten Ausflüge führten aus dem Stall, um die Ecke,<strong> 100 Meter den Feldweg entlang und wieder zurück</strong>. Und das war aufregend. Kopf hoch, links und rechts schauen, stehen bleiben, schnorcheln. </p>



<p>Wenn dein Pferd schon nach wenigen Metern in diesem Modus ist und du fragst es danach, weiterzugehen, ignorierst du nicht nur seine Emotionen, sondern riskierst dazu noch eine <strong>heftige und hässliche Reaktion</strong>. </p>



<p>Für unsichere und ängstliche Pferde (und Menschen) gilt: <strong>Qualität vor Quantität.</strong> Du kannst 100 Meter entspannt laufen? Super! Dann drehe rum und freue dich über die ersten 100 Meter. Am Folgetag kannst du dir die nächsten 50 (oder 20, oder 10) vornehmen. So dehnt ihr eure Komfortzone Schritt für Schritt aus.</p>



<p>Ziel ist es nicht einfach spazieren zu gehen. <strong>Du willst entspannt gehen</strong>. Am losen Seil oder Zügel. Ohne Dauerzug und Daueranspannung, weil dein Pferd denkt, es wird als Hauptgang zur nächsten Grillparty gebracht.</p>



<p></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



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<p></p>



<p>Es kann passieren, dass dein sorgfältig aufgebautes Spaziergänge-Training torpediert wird. In unserem Fall war nach meinem Urlaub ein fieses Maisfeld so hoch gewachsen, dass der Herr nicht mehr darüber hinweg schauen konnte. Es ragte wie eine Mauer vor ihm auf. Gruselig am Anfang. Das Bild nach ein paar Wiederholungen: </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/20180729_200103-e1551349238392-1024x576.jpg" alt="Spazieren gehen mit dem Pferd: Am Maisfeld entlang in Begleitung der Familie " class="wp-image-3377" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/20180729_200103-e1551349238392-1024x576.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/20180729_200103-e1551349238392-300x169.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/20180729_200103-e1551349238392-768x432.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/20180729_200103-e1551349238392-150x84.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Sommer, am Maisfeld mit Familie. Foto: Dagmar</figcaption></figure>



<p>Lass dich von Rückschritten also nicht entmutigen! Was einmal sitzt, ist in der Regel schnell wieder abrufbar, auch wenn es von einem dringenderen Reiz erst einmal überlagert wird.</p>



<p><h3> Vorausschauendes Gehen</h3></p>



<p>Beim Spazierengehen übernehme ich<strong> die Führung</strong>. Das heißt, es ist mein Job, die PN nicht in Situationen zu bringen, die sie nicht händeln kann. In unserem Fall sind das zurzeit noch Traktoren und große Landmaschinen. Wir brauchen schon so vier, fünf Meter Abstand, damit die PN es aushalten kann, wenn ein solcher Brummer vorbei tuckert. Das bedeutet für mich konkret, <strong>dass ich unsere Wege im Auge habe </strong>und schaue, ob sich ein Traktor nähert oder nicht &#8211; und ob tendenziell <strong>Flächen zum Ausweichen</strong> vorhanden sind, ohne, dass ich dem Bauern mit dem Pferd in seinen frisch gesäten Acker springen muss. </p>



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</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p></p>



<figure class="wp-block-table is-style-stripes"><table><tbody><tr><td><h3><strong>Das Konzept der &#8222;Worry Cup&#8220;</strong></h3><br>Horseman Harry Whitney hat ein sehr schönes Bild, um die steigende Sorge und Angst im Pferd zu illustrieren. Er nennt es <strong>&#8222;Worry Cup&#8220;</strong>, zu Deutsch Sorgentasse. Jedes Pferd hat eine solche Tasse, abhängig vom Charakter des Pferdes ist sie unterschiedlich groß. Ihr Volumen steht für <strong>die Menge an Angst, die ein Pferd tolerieren kann</strong>. Ist die Tasse voll und es kommt dann noch ein angstauslösender Reiz hinzu, läuft sie über. Das ist dann der Moment, wenn das Pferd heftig reagiert, bockt, steigt oder versucht sich loszureißen.<br>Verschiedene Situationen im Laufe des Tages oder einer Trainingseinheit erhöhen nach und nach den <strong>Füllstand in der Tasse</strong>. Damit sie nicht überläuft, ist es unsere Aufgabe, sie immer wieder zu leeren und <strong>den Füllstand so niedrig wie möglich</strong> zu halten. Das tun wir mit <a href="//verstehepferde.de/ziellos-mit-der-peitsche-wedeln/">Entspannung</a>, Pause und allen Übungen, die unser Pferd zum Denken bringen und an uns andocken lassen. <br><br>Vielleicht kennt ihr die Beschreibungen von einem Pferd, das an einigen Holzstapeln oder anderen potenziell gefährlichen Dingen problemlos vorbei ging und dann am nächsten &#8222;aus dem Nichts&#8220; ausrastete. Und der Mensch denkt: <em>&#8222;Mein Gott, ist der blöd. Die anderen haben ihn doch auch nicht gestört.&#8220;</em> Wendet man die Geschichte mit dem Sorgentassen-Konzept an, findet man leicht eine Erklärung für das Verhalten des Pferdes: Die Holzstapel haben seine Sorgentasse Schritt für Schritt gefüllt. Jeder einzelne hat es gegruselt, aber das Pferd konnte sich noch im Griff behalten. Doch der letzte Holzstapel war dann einfach zu viel &#8211; die Tasse lief über und das Pferd zeigte eine heftige Reaktion, die der Mensch dann als Explosion wahrnahm.<br><br>Wenn die Tasse deines Pferdes voll ist, reicht ein kleiner Reiz, um eine solche Explosion auszulösen. Dabei ist es egal, was genau der Stimulus ist &#8211; es kann auch etwas Bekanntes sein.</td></tr></tbody></table></figure>



<h3><p>Aufmerksamkeit wieder holen</p></h3>



<p>Die PN ist ein vielseitig interessiertes Tier, um es positiv auszudrücken. Ab und an ist es deswegen notwendig, <strong>seine Aufmerksamkeit und Gedanken zu mir zurückzuholen</strong> und ihn daran zu erinnern, dass ich auch noch da bin und er deswegen nicht alleine ist. </p>



<p>Wenn wir zum Beispiel auf einem unbekannten Wegstück gehen und er  stehen bleibt und etwas in der Ferne fixiert, <strong> lasse ich ihn erst mal stehen und schauen</strong>. Oft dreht er dann den Kopf zu mir, guckt, lässt den Hals fallen und marschiert weiter (gern auch mit Tendenz zum nächsten Grasbüschel). Tut er das auch nach etwas Warten nicht, versuche ich<strong> die Aufmerksamkeit aktiv zurückzuholen</strong>. Dafür schnipse ich mit den Fingern und halte ihm <strong>meine Hand zum Andocken</strong> hin. Sobald der Kopf herumkommt und er sie berührt, habe ich seine <em>&#8222;Oh Gott, hoffentlich werde ich nicht gefressen&#8220;</em>-Gedanken unterbrochen und den ersten Schritt zurück in Richtung Entspannung getan. In der Regel kann er ausatmen, den Kopf senken, die Augen werden wieder weich und er bietet sofort an weiterzugehen. Kommt er beim Signal mit der Hand nicht herum, zuppele ich am Seil oder gehe einen Schritt zur Seite, um ihn zu mir zurück zu holen. </p>



<p>Wichtig: Wenn er stehen bleibt, ist das sein Signal für &#8222;<em>Ich kann gerade nicht weitergehen&#8220;</em>. Dann ziehe ich ihn nicht vorwärts (habe ich ausprobiert, ist keine gute Idee), sondern warte, bis er es wieder selbst anbieten kann. </p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren2-683x1024.jpg" alt="Spazieren gehen mit dem Pferd - Rückweg zum Stall." class="wp-image-3391" style="width:512px;height:768px" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren2-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren2-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren2-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren2-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/02/spazieren2.jpg 800w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auf dem Rückweg. <a href="//www.isabeltomczyk.de">Foto: Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h3><p>Führposition zuweisen</p></h3>



<p>Auf neuen Strecken will der Herr gerne überholen, auch mal im Trab, um die Landschaft optimal im Auge halten zu können. Im Prinzip darf er vorausgehen &#8211; aber die Voraussetzung dafür ist Entspannung. Und die hat er nicht auf neuen Wegen. Deswegen schicke ich ihn in <strong>eine etablierte Führposition hinter mir und blockiere seine Überholversuche</strong> entweder mit dem Stick oder dem wirbelnden Seilende. Ich gehe vor, er folgt. Nicht auf Höhe meiner Schulter (von da lässt sich nämlich prima der nächste Überholversuch starten), sondern dahinter. <strong>Die PN kennt diese Position und  verbindet sie mit Entspannung</strong>. Gerade in neuer Umgebung gibt sie ihm einen Rahmen vor und eine verlässliche Orientierung. Ab und an sucht er sie sogar selbst auf. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie Regeln Halt geben können und wie wichtig es ist, den<a href="//verstehepferde.de/verwirrungundklarhei/"> Freiraum unserer Pferde bei Bedarf</a> zu begrenzen. Weil wir Menschen rational die besseren Entscheidungen treffen. </p>



<h3><p>Grundlagen</p></h3>



<p>Mit einem Pferd, das die <strong>Grundlagen der Halfterführigkeit</strong> nicht beherrscht, gehe ich nicht spazieren. Es muss gelernt haben, auf Druck am Halfter nachzugeben und nicht dagegen zu ziehen. Genauso will ich als Voraussetzung haben, dass es sich meiner Geschwindigkeit anpasst und mit mir stehen bleibt, wenn ich anhalte &#8211; ohne, dass ich dafür am Strick ziehen muss. Ist mein Pferd auf meine Körpersprache eingestellt, haben wir eine super Basis für draußen gelegt.</p>



<h3><p>Was zuhause klappt&#8230;</p></h3>



<p>&#8230; muss nicht automatisch funktionieren, wenn ihr draußen unterwegs seid. Klar, eine gute Vorbereitung ist hilfreich. Rechne aber trotzdem damit, dass dein Pferd nicht so schnell wie sonst reagiert, du vielleicht mehr machen musst, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen und es abgelenkter sein wird. Hier gilt: Übung macht den Meister!</p>



<h3><p>Ausrüstung</p></h3>



<p>Ich gehe grundsätzlich mit <a href="//shop.pferdefluesterei.de/products/profi-knotenhalfter-von-brockamp?ref=9">Knotenhalfter*</a> und <a href="//shop.pferdefluesterei.de/collections/ropes?ref=9">Rope*</a> spazieren. Das Knotenhalfter ist einfach unser Arbeitshalfter und mit dem Rope kann die PN auch mal zur Seite springen oder antraben, wenn er das muss, ohne, dass er mich hinter sich her zieht. Warum auf den Fotos ein Stallhalfter drauf ist? Ich glaube, wegen der Farben 😀 </p>


<p >Keine Produkte gefunden.</p>



<p></p>



<p>Für eine bessere Reichweite und größere Sicherheit kannst du auch <a href="//shop.pferdefluesterei.de/products/horseman-stick-brockamp-profiqualitaet?ref=9">einen Stick</a>* mitnehmen. Auf längeren Runden, wenn ich mehr Bewegung plane, nehme ich statt des<a href="//shop.pferdefluesterei.de/collections/ropes?ref=9"> 3,7-Meter-Seils</a>* das lange mit 7 Metern. Da kann der Herr dann teilweise voraus traben und sogar galoppieren, ohne, dass ich mich groß beeilen muss. Lange Seile bringen uns draußen viel Spaß. Diese Ausrüstung hat sich für uns bewährt &#8211; das bedeutet aber nicht, dass das für alle gilt. </p>



<p>Wichtig! Kläre bitte immer mit deiner Pferde-Haftpflicht-Versicherung, welche Ausrüstung mitversichert ist!</p>



<h3><p>Spazieren gehen mit Pferd: So kann&#8217;s aussehen</p></h3>



<p>Ein <a href="//youtu.be/gc7mQhkwUbs">Video von einem unserer Spaziergänge kürzlich</a>.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="Spazieren gehen mit dem Pferd - Lesetipp" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



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</a>



<p>Herdis Hiller schreibt <a href="//www.herdishiller.de/blog/eintrag/was-gehen-mit-reiten-zu-tun-hat-79.html">hier, wie wir Menschen vom Spazierengehen profitieren können</a>. Herdis ist übrigens auch eine unserer <a href="//verstehepferde.de/pfernetzt2019/">#Pfernetzt19</a>-Speakerinnen!</p>



<p>Petra von der Pferdeflüsterei gibt <a href="//www.pferdefluesterei.de/sicherer-spaziergang-pferd/">hier Tipps für gediegene Gänge</a> in den Wald.</p>



<p>Warum Spaziergänge so selbstverständlich nicht sind und was man für ruhige Runden tun kann, erfährst du <a href="//www.wege-zum-pferd.de/2016/04/12/einfach-nur/">hier bei Wege zum Pferd</a>.</p>



<p>Um <a href="//360gradpferd.de/pferd-fuehren/?fbclid=IwAR3X-HUh_CXHhbzEvYrqtLjzcToLuwSRvmTy6wwLho28yO_OQpgM3SOytYM">Führtraining geht es in diesem Artikel</a> von 360 Grad Pferd.</p>



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			</item>
		<item>
		<title>Longieren: Körpersprache und Hilfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Sep 2018 10:21:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[arbeit am seil]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[gesundes Bewegen]]></category>
		<category><![CDATA[gymnastizieren]]></category>
		<category><![CDATA[leadrope]]></category>
		<category><![CDATA[longieren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was muss ich bei der Arbeit am Seil auf dem Zirkel beachten, damit ich meinem Pferd das Verständnis erleichtern kann und wir harmonische Runden drehen statt schiefer Eier? Heute geht es um Hilfen und Körpersprache beim Longieren. Bevor du startest, solltest du schauen, ob du die Voraussetzungen für gelingendes Longieren…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image alignnone"><a href="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/haltung.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/haltung-1024x682.jpg" alt="Longieren: Körpersprache, Hilfen" class="wp-image-3265" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/haltung-1024x682.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/haltung-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/haltung-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/haltung-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/haltung.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Freilauf im Roundpen lief bis vor etwa drei Wochen nicht rund. Jetzt beginnt der Herr zu verstehen, wie er sich besser und balancierter bewegen kann. Foto: Marko</figcaption></figure>



<p>Was muss ich bei der Arbeit am Seil auf dem Zirkel beachten, damit ich meinem Pferd das Verständnis erleichtern kann und wir harmonische Runden drehen statt schiefer Eier? Heute geht es um <strong>Hilfen und Körpersprache beim Longieren</strong>.</p>



<p>Bevor du startest, solltest du schauen, ob du die <strong>Voraussetzungen für gelingendes Longieren</strong> schon hast. Sie findest du <a href="//verstehepferde.de/nase-runter-hals-biegen/">hier, im ersten Teil dieser Mini-Serie</a> zum Thema &#8222;Gutes Bewegen&#8220;.</p>



<p>Wichtig für dich zu wissen: Mir geht es in diesem Beitrag um eine klare Kommunikation der Basics, ich nenne es &#8222;<strong>Longieren Horsemanship Style</strong>&#8220; oder &nbsp;die Arbeit am Seil auf dem Kreisbogen. Das getunte Longieren mit Stellung und Biegung geht anders an die Sache heran und auch die Hilfen unterscheiden sich. Lese- und Videotipps dazu findest du am <a href="#stellung">Ende des Beitrags</a>. Das Longieren nach FN-Art (mit Ausbindern und Peitsche) lehne ich ab &#8211; deswegen findet es hier nicht statt.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



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</div>


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<h3 class="wp-block-heading"><span class="s1">Körpersprache und Hilfen fürs Longieren</span></h3>



<p><span class="s1">Mit guten Hilfen können wir nicht nur jede Menge Missverständnisse vermeiden, die die Form des Zirkels und die Haltung unsres Pferdes beeinflussen. Wir werden in unserer Kommunikation für das Pferd auch deutlich klarer.</span></p>



<ol class="wp-block-list">
<li><span class="s1">Wir drehen uns mit, während das Pferd um uns herumläuft und haben <strong>im Körper dabei eine Vorwärtstendenz</strong>. Sprich, beim Mitlaufen kreuzen unsere Beine vorn und nicht hinten. Läuft das Pferd rechte Hand, kreuzt mein linkes Bein vor dem rechten, wenn ich mitgehe. Auf diese Weise trennen wir unser Vorwärts ganz klar vom Rückwärts. </span></li>



<li><span class="s1"><strong>Unsere Fußspitzen zeigen in der Regel in Richtung der Rippen</strong> beziehungsweise der Gurtlage. Zeichen sie in Richtung Hals oder vors Pferd, können sie das Pferd blockieren. Zeigen sie auf die Hinterhand oder hinter den Schweif, können sie eine antreibende Wirkung haben oder das Pferd veranlassen, den Hintern heraus zu schwingen (im Fall der Fotos zeigen meine Füße nicht Richtung Rippen &#8211; weil ich viel mitgelaufen bin und auch nicht drauf geachtet habe&#8230; da gibt&#8217;s noch Verbesserungspotenzial).</span></li>



<li><span class="s1"><strong>Die Peitsche oder der Stick bleibt auf dem Boden aufgestellt</strong>, wenn wir sie nicht benötigen. Selbst eine nur leicht angehobene Peitsche kann auf ein sensibles Pferd eine treibende Wirkung haben &#8211; sowohl vorwärts als auch seitwärts. Warum wir ein Dauertreiben nicht wollen, habe ich <a href="//verstehepferde.de/faule-pferde-motivieren-tipps/">hier</a> schon einmal geschrieben.</span></li>



<li><span class="s1"><span class="s1">Schultern hängen lassen und Schultern aufrichten, einatmen, Bauch anspannen oder locker vor sich hin pendeln: <strong>unsere Körpersprache</strong> beeinflusst die des Pferdes ganz gewaltig. Gerade die Ausrichtung unserer Hüfte und Schultern kann das Pferd blockieren oder antreiben. Hier sollten wir eine neutrale oder maximal leicht treibende/ unterstützende Position in Relation zum Pferdekörper finden (siehe Abbildung).</span></span></li>
</ol>



<figure class="wp-block-image alignnone"><a href="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/longieren.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="726" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/longieren-1024x726.jpg" alt="Longieren: Körpersprache, Hilfen" class="wp-image-3230" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/longieren-1024x726.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/longieren-300x213.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/longieren-768x545.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/longieren-150x106.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/longieren.jpg 1748w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">In Abb 1. blockiert der Longeur das Pferd mit der Ausrichtung seiner Körperachse. Er macht dem Pferd die Tür zu, wenn es sich weiter auf dem Zirkel vorwärts bewegt. In Abb 2. ist die Körperachse dagegen fast parallel zu der des Pferdes, mit einer leichten Tendenz, die linke Seite Richtung Pferdehintern zu nehmen und die rechte Seite etwas zurück. So geht die Tür fürs Pferd auf. Grafik: Nadja</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-center"><br><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"></hr><em>Werbung*</em><br><br><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="250" class="wp-image-5460" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/09/img2023_pferdehaftpflicht_bannerset_300_250-1695646989701.jpeg" alt="" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/09/img2023_pferdehaftpflicht_bannerset_300_250-1695646989701.jpeg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/09/img2023_pferdehaftpflicht_bannerset_300_250-1695646989701-150x125.jpeg 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /><br><br><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"></hr></p>



<li><strong>Positive Gedanken und Lob.&nbsp;</strong>Ich war kürzlich auf einem Kurs habe von dort eine zentrale Anregung mitgenommen. Loben geht natürlich über Stimme oder über Pause. Das kann eine Schrittpause nach einer Trabphase sein oder direkt das vollständige zu uns Hereinholen in die Mitte. Wir können aber auch subtiler loben, indem wir dem Pferd ein gutes Gefühl schicken. Wir denken nette Gedanken, lächeln und unterstützen es mental auf seinem Weg auf dem Kreisbogen. Wir strahlen Wohlwollen, Freundlichkeit, Entspannung aus &#8211; immer dann, wenn das Pferd genau auf dem richtigen Weg ist. Geben wir dem Pferd in der Bewegung dieses gute Gefühl, dann brauchen wir nicht ständige Pausen, um es zu bestätigen.</li>



<li><strong>Nase runter durch gutes Timing.&nbsp;</strong>Sam kannte am Anfang auf dem Kreisbogen, egal ob mit oder ohne Seil, nur die Giraffenposition im Trab. Heute findet er immer leichter und beständiger in eine gesündere Haltung und einen besseren Rhythmus. Von sich aus, ohne dass ich einwirken muss. Ich habe ihn immer dann, wenn er die leichteste Tendenz zeigte, den Hals fallen zu lassen, hysterisch verbal gefeiert, durchpariert, rein geholt, gestreichelt (das findet er richtig gut) und dann Gras fressen lassen. Auch wenn Hals und Kopf nur wenige Zentimeter nach unten nickten. Ganz nach dem Motto: <em>&#8222;reward the slightest try &#8211; belohne den kleinsten Versuch&#8220;</em>. Dieses gute Timing in Verbindung mit seiner größeren Entspannung insgesamt&nbsp;und viel Abwechslung (dazu wird es noch einen Extra-Beitrag geben) haben ihm ganz wunderbar in eine bessere Haltung am Seil geholfen.</li>



<li><strong>Richtungswechsel.&nbsp;</strong>Für den Richtungswechsel gibt es 2 Varianten. Die erste: Du gehst rückwärts, ziehst das Pferd zu dir, bis es seinen Körper auf dich ausgerichtet hat und schickst es dann aus dieser Position in die neue Richtung (dafür musst du Seil- und Peitschenhand wechseln). Die zweite: Du hälst das Pferd am Hufschlag an und lässt dann seine Vorhand um seine Hinterhand herum gehen. Wie das im Detail funktioniert, erfährst du <a href="//verstehepferde.de/tippsbesserebodenarbeit/">in diesem Beitrag</a>.</li>



<li><strong>Longieren oder Freilauf.</strong> Egal, ob wir unser Pferd am Seil haben oder nicht: unsere Körperposition und unsere Hilfen bleiben die gleichen.</li>



<figure class="wp-block-image alignnone"><a href="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/Longelinks.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="485" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/Longelinks-1024x485.jpg" alt="Longieren: Körpersprache, Hilfen" class="wp-image-3268" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/Longelinks-1024x485.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/Longelinks-300x142.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/Longelinks-768x364.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/Longelinks-150x71.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2018/08/Longelinks.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Aktuell experimentieren wir mit verschiedenen Tempi. Hier sind wir zwischen Pleasure Jog (aus der Linie kommt der Herr ja) und etwas fleißigerem Vorwärts unterwegs. Da ich hier das kurze Seil drauf habe, muss ich viel mitlaufen. Normalerweise arbeite ich ihn auf dem Zirkel mit dem 7-Meter-Seil. Foto: Marko</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ausrüstung fürs Longieren</h2>



<p>Aktuell arbeite ich fast ausschließlich mit Knotenhalfter,&nbsp;und 7-Meter-Seil als Longe oder komplett frei im Roundpen. Unterstützend benutze ich einen Stick mit Schlag&nbsp;oder eine Flagge.</p>



<p>Für das spätere Feintuning (also Innenstellung und Biegung) habe ich mir einen&nbsp;Hillbury Kappzaum&nbsp;zugelegt.</p>



<p>Wichtig: Kappzaum und vor allem die feine Seillonge solltet ihr wirklich erst dann drauf schnallen, wenn ihr einen <strong>zuverlässigen Grundgehorsam</strong> habt. Gerade die Seillonge ist kein gutes Tool, um wild gewordene Pferde wieder zu erden: Sie ist dafür zu dünn und zu lang und du musst aufpassen, dass du dich nicht in sie verwickelst oder aus Versehen in eine Schlaufe stellst.</p>



<figure class="wp-block-image"><a href="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="Longieren: Körpersprache, Hilfen" class="wp-image-1955" title="Longieren: Körpersprache, Hilfen" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Longieren allgemein</h4>



<p>Christina von Herzenspferd.de gibt hier <a href="//herzenspferd.de/probleme-beim-longieren-pferd/">Tipps</a></p>



<p class="has-text-align-left">Der <a href="//www.wege-zum-pferd.de/produkte/longenkurs/" target="_blank" rel="noopener">Longenkurs von Babette Teschen&nbsp;</a>&nbsp;unterrichtet die bessere Laufmanier auf dem Kreis.</p>



<p>Noch mehr zum Thema Longieren (ein Interview) gibt&#8217;s <a href="//www.pferdefluesterei.de/richtig-longieren/">hier auf der Pferdeflüsterei</a>.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Longieren &#8222;Horsemanship Style&#8220;</h4>



<p>Longier-Tipps mit <a href="//www.youtube.com/watch?v=v4r9Y5CkGis">Blindly Follow Horses (Video)</a><a name="stellung"></a></p>



<h4 class="wp-block-heading">Longieren &#8222;Klassisch mit Stellung und Biegung&#8220;</h4>



<p>Abwärts, Stellung und Biegung im Stand erklärt und dann in der Bewegung in <a href="//www.youtube.com/watch?v=61pLwWWUInw">diesem tollen Video</a>.</p>



<p>Mehr zu Stellung und Biegung gibt&#8217;s <a href="//pferde-freunde.com/stellung-und-biegung/">hier bei den Pferdefreunden</a>.</p>



<p>Eine schöne Anleitung für das <a href="//herzenspferd.de/gymnastizierung-longieren-bodenarbeit/">Erarbeiten von Stellung und Biegung</a> findest du bei Herzenspferd.</p>



<p class="has-text-align-center">&#8212; Alle mit * markierten Links sind <a href="//verstehepferde.de/affiliate-links/">Affiliate-Links</a> &#8212;</p>
<ul class="shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium"><li class="shariff-button facebook shariff-nocustomcolor" style="background-color:#4273c8"><a href="https://www.facebook.com/sharer/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Flongieren-koerpersprache-und-hilfen%2F" title="Bei Facebook teilen" aria-label="Bei Facebook teilen" role="button" rel="nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#3b5998; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 18 32"><path fill="#3b5998" d="M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z"/></svg></span></a></li><li class="shariff-button twitter shariff-nocustomcolor" style="background-color:#595959"><a href="https://twitter.com/share?url=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Flongieren-koerpersprache-und-hilfen%2F&text=Longieren%3A%20K%C3%B6rpersprache%20und%20Hilfen" title="Bei X teilen" aria-label="Bei X teilen" role="button" rel="noopener nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#000; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 24 24"><path fill="#000" d="M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0"/></svg></span></a></li><li class="shariff-button pinterest shariff-nocustomcolor" style="background-color:#e70f18"><a href="https://www.pinterest.com/pin/create/link/?url=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Flongieren-koerpersprache-und-hilfen%2F&media=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2018%2F08%2Fpn_rp.jpg&description=Longieren%3A%20K%C3%B6rpersprache%20und%20Hilfen" title="Bei Pinterest pinnen" aria-label="Bei Pinterest pinnen" role="button" rel="noopener nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#cb2027; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 27 32"><path fill="#cb2027" d="M27.4 16q0 3.7-1.8 6.9t-5 5-6.9 1.9q-2 0-3.9-0.6 1.1-1.7 1.4-2.9 0.2-0.6 1-3.8 0.4 0.7 1.3 1.2t2 0.5q2.1 0 3.8-1.2t2.7-3.4 0.9-4.8q0-2-1.1-3.8t-3.1-2.9-4.5-1.2q-1.9 0-3.5 0.5t-2.8 1.4-2 2-1.2 2.3-0.4 2.4q0 1.9 0.7 3.3t2.1 2q0.5 0.2 0.7-0.4 0-0.1 0.1-0.5t0.2-0.5q0.1-0.4-0.2-0.8-0.9-1.1-0.9-2.7 0-2.7 1.9-4.6t4.9-2q2.7 0 4.2 1.5t1.5 3.8q0 3-1.2 5.2t-3.1 2.1q-1.1 0-1.7-0.8t-0.4-1.9q0.1-0.6 0.5-1.7t0.5-1.8 0.2-1.4q0-0.9-0.5-1.5t-1.4-0.6q-1.1 0-1.9 1t-0.8 2.6q0 1.3 0.4 2.2l-1.8 7.5q-0.3 1.2-0.2 3.2-3.7-1.6-6-5t-2.3-7.6q0-3.7 1.9-6.9t5-5 6.9-1.9 6.9 1.9 5 5 1.8 6.9z"/></svg></span></a></li></ul></div><p>Der Beitrag <a href="https://verstehepferde.de/longieren-koerpersprache-und-hilfen/">Longieren: Körpersprache und Hilfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://verstehepferde.de">Pferde verstehen</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Rezension: &#034; Pferde verstehen &#034; aus dem FN-Verlag</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2015 09:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[FN]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Grundlagenwerk der FN zum Thema Bodenarbeit heißt wie mein Blog: &#8222;Pferde verstehen&#8220;. Ich weiß noch, dass ich mich vor etwa zwei Jahren durch das Buchangebot des FN-Verlags geklickt und ziemlich erstaunt festgestellt habe, dass es rein gar nichts zum Thema Bodenarbeit gab, was über das Longieren oder den täglichen Umgang…</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://verstehepferde.de/rezension-pferde-verstehen-aus-dem-fn/">Rezension: &quot; Pferde verstehen &quot; aus dem FN-Verlag</a> erschien zuerst auf <a href="https://verstehepferde.de">Pferde verstehen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/71a050e254694a09839b805e931afe75" alt="" width="1" height="1" />Das <strong>Grundlagenwerk der FN zum Thema Bodenarbeit</strong> heißt wie mein Blog: <a href="http://www.fnverlag.de/pferdebuecher-reitbuecher-fuer-kinder-und-erwachsene/pruefungsvorbereitung-reitabzeichen/pferde-verstehen-----umgang-und-bodenarbeit-isbn-978-3-88542-793-3_p1035.html">&#8222;Pferde verstehen&#8220;</a>. Ich weiß noch, dass ich mich vor etwa zwei Jahren durch das Buchangebot des FN-Verlags geklickt und ziemlich erstaunt festgestellt habe, dass es rein gar nichts zum Thema Bodenarbeit gab, was über das Longieren oder den täglichen Umgang mit dem Pferd hinausging (was dann Putzen, Führen und Satteln beinhaltet).&#8220;Pferde verstehen &#8211; Umgang und Bodenarbeit&#8220; war also mehr als überfällig und ist in erster Auflage im vergangenen Jahr erschienen. Es ist an der Zeit, dass sich die FN der <strong>Bodenarbeit</strong> annimmt und ihren Wert anerkennt, und das Buch leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Dank Christoph Hess, der mit Linda Parelli zusammenarbeitet, scheint sich der Verband auch mehr dem Horsemanship zu öffnen. Ich bin gespannt, wie es weiter geht</p>
<p><div id="attachment_237" style="width: 224px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/P2260001.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-237" class="wp-image-237 size-medium" src="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/P2260001-214x300.jpg" alt="FN Grundlagen Pferde verstehen" width="214" height="300" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/P2260001-214x300.jpg 214w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/P2260001-107x150.jpg 107w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/P2260001.jpg 285w" sizes="auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px" /></a><p id="caption-attachment-237" class="wp-caption-text">So sieht es aus &#8211; das Grundlagenwerk der FN zum Thema Bodenarbeit. Foto: Nadja</p></div></p>
<p>Das Buch jedenfalls hält, was es auf dem Cover verspricht: Es gibt Einblicke in <strong>Verhalten, Sinneswahrnehmung und Lernfähigkeit des Pferdes</strong> &#8211; und das Ganze kombiniert mit Praxisübungen, also <strong>Bodenarbeit und Führtraining.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine seelenvolle Hommage an die Natur des Pferdes erwartet bei diesem Titel keiner: Das Buch nähert sich der Natur des Pferdes durch <strong>die Brille der Wissenschaft</strong> und<b> </b>hält durchgängig einen analytisch-distanzierten Blick auf die Materie, was es ab und an etwas umständlich zu lesen macht. Gerade die ersten beiden Drittel, die sich mit Sinnen und Lernverhalten des Pferdes beschäftigen, basieren und verweisen auf die Forschung und bieten einen sehr guten und <strong>umfassenden Überblick</strong>.Besonders erfreulich: Die Autoren kauen kein Wissen wieder, das jeder, der mehr als einmal einen Fuß in einen Stall gesetzt hat, im Schlaf herunterbeten kann (mittlerweile sollte in den meisten pferdeinteressierten Köpfen angekommen sein, dass Pferde Herden- und Fluchttiere sind). Stattdessen erhält der Leser <strong>konkretere Informationen</strong> und mehr biologische Details: Etwa, das Pferde sehr gut im Dunkeln sehen und stark auf Farb- und Helligkeitskontraste reagieren. Dass sie die Fähigkeit besitzen zu generalisieren, also zum Beispiel eine bestimmte Hilfe auf verschiedene Menschen und Situationen zu übertragen. Und dass sie durchaus in der Lage sind, aus schlampig gegebenen Hilfen die Absicht des Menschen herauszulesen.</p>
<p>Das Fass der <strong>Dominanztheorie</strong> macht das Buch übrigens nicht auf. Das Pferd erkennt den Menschen als Teil seiner Gruppe, und der Mensch soll dabei die ranghöhere Position einnehmen, so der Rat der Autoren.</p>
<p>Nachdem Natur und Lernfähigkeit des Pferdes erläutert sind, befasst sich das letzte Drittel des Buches mit den Praxisübungen. Es ist vor allem für diejenigen interessant, die Interesse haben, die <strong>Bodenarbeitsprüfungen der FN</strong> abzulegen, und legt detailliert dar, welche Übungen mit welchen Signalen welche Ziele verfolgen.Diese Genauigkeit hat Vor- und Nachteile. Auf der einen Seite weiß der Leser dank der präzisen Ausführungen, welche Handgriffe er verrichten muss. Auch gelingt den Autoren der Übertrag aus der Wissenschaft in die Praxis. Beispielsweise im Kapitel, das erklärt, wie man dem <strong>Pferd das Erlernen neuer Hilfen leicht macht</strong><b> </b>(nämlich indem man verschiedene Sinne anspricht, das Signal immer gleich gibt, anfangs sogar am gleichen Ort, und es aussetzt, wenn das Tier reagiert). Die Autoren machen auch deutlich, dass sich Pferde im Zweifelsfall eher an optischen Reizen, also unserer Körpersprache orientieren als an Stimmsignalen, und dass es unsere Aufgabe ist, unseren Körper gezielt und verständlich einzusetzen.</p>
<p>Auf der anderen Seite gehen bei den Anleitungen der Hilfen die wichtigsten Ansätze unter oder werden nicht genug herausgearbeitet: Pause, wenn das Pferd etwas richtig macht (und zwar absolutes Aussetzen der Hilfen, gerade am Anfang) sowie immer ein leichtes Signal am Anfang und ein deutlicheres, wenn das Pferd nicht reagiert.</p>
<p>Der Hinweis, dass die Hilfen reduziert werden, ist gut aber nicht genug, und so sind mir auch die dargestellten Vorgehensweisen <strong>zu absolut und zu genormt</strong>. Sie erinnern mich an eine <strong>Gebrauchsanweisung für das Pferd</strong>: Wenn du folgende Knöpfe drückst, soll das Pferd sich so verhalten. Und wenn das Pferd nicht so funktioniert, wie erwünscht, dann frage man einen erfahreneren Pferdemenschen. Und so steht der Leser im Falle von Problemen alleine dar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/rezension_bearbeitet-1.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-238" src="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/rezension_bearbeitet-1-300x58.png" alt="FN Pferde verstehen" width="481" height="93" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/rezension_bearbeitet-1-300x58.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/rezension_bearbeitet-1-250x48.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/rezension_bearbeitet-1-150x29.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/rezension_bearbeitet-1.png 400w" sizes="auto, (max-width: 481px) 100vw, 481px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch aus ihrer Rolle des Mahners kann die FN nicht heraus: Eine gewisse <strong>Grundvorsicht</strong> schwingt mit, unter anderem mit Ratschlägen, nicht direkt hinter dem Pferd zu gehen oder hektische Gesten zu vermeiden.</p>
<p>Aus Horsemanship-Sicht würde ich genau das Gegenteil empfehlen: Härtet eure Pferde ab, so dass es sie nicht mehr stört, wenn ihr mit den Händen wedelt oder den Schweif verlest.</p>
<p>Es ist also nicht der Geist des Horsemanship, der dieses Buch durchdringt, sondern der <strong>Geist des deutschen korrekten Reiters</strong>, der auch am Boden präzise einwirken und kontrollieren will.</p>
<p>Auch deswegen wundert es mich nicht, dass ich inhaltlich mit einigen Aussagen nicht übereinstimme, vor allem dann nicht, wenn diese stark verallgemeinern. Zum Beispiel: Wenn das Pferd wegschaut, muss man es ansprechen, um die <strong>Aufmerksamkeit</strong> wieder zu erlangen (nicht unbedingt. Man kann auch einfach das Seil verkürzen und den Kopf wieder herholen). Oder: <strong>Korrekte Seitengänge</strong> sind nur mit zwei Zügeln und damit einer Begrenzung des Pferdes von außen möglich (nein. Wenn man genug &#8222;Draw&#8220; etabliert hat, das Pferd also mit seiner Körpersprache zu sich ziehen kann, kontrolliert man auch die Außenseite des Pferdes).</p>
<p>Ich könnte noch einige andere Punkte aufführen, aber das sprengt zum einen den Rahmen. Und zum anderen verfolgt die FN mit ihrer Form der Bodenarbeit <strong>ein anderes Ziel mit einer anderen Philosophie</strong>. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass ich durchaus Schnittmengen finden kann, aber eben auch Gegensätze.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fazit:</p>
<ul>
<li>Die Stärken des Buches liegen in den <strong>geballten Fakten zu Wesen und Sinnen des Pferdes</strong><b> </b></li>
</ul>
<ul>
<li>Der <strong>wissenschaftliche Anspruch</strong> lässt die Sprache relativ hölzern klingen. Mit der Präzision der Worte geht oft eine gewisse Umständlichkeit einher.</li>
<li>Der <strong>Praxisteil</strong> ist nur interessant für Prüfungsinteressierte. Er fokussiert auf Techniken. Horsemanship und dessen Philosophie sucht man auch zwischen den Zeilen vergebens.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Alles in allem gibt es von mir 3 Möhren für dieses Grundlagenwerk.</p>
<p><a href="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/möhren-Kopie.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-717" src="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/möhren-Kopie-300x73.jpg" alt="FN Pferde verstehen" width="423" height="103" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/möhren-Kopie-300x73.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/möhren-Kopie-1024x249.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/möhren-Kopie-250x61.jpg 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/möhren-Kopie-150x36.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/07/möhren-Kopie.jpg 1227w" sizes="auto, (max-width: 423px) 100vw, 423px" /></a></p>
<p><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1955 size-large" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="Pferde verstehen" width="830" height="79" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 830px) 100vw, 830px" /></a></p>
<p>Das Buch erhaltet ihr <a href="http://www.fnverlag.de/pferdebuecher-reitbuecher-fuer-kinder-und-erwachsene/pruefungsvorbereitung-reitabzeichen/pferde-verstehen-----umgang-und-bodenarbeit-isbn-978-3-88542-793-3_p1035.html">hier direkt beim Verlag.</a></p>
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<p>Interesse an meinen anderen Rezensionen? Durchgelesen und bewertet habe ich bisher <a href="http://verstehepferde.de/?p=99" target="_blank" rel="noopener">Monty Roberts &#8222;Die Sprache der Pferde&#8220;</a> und <a href="http://verstehepferde.de/bodenarbeit-und-fuhrtraining-rezension/" target="_blank" rel="noopener">Britta Reilands &#8222;Bodenarbeit und Führtraining&#8220;</a>.</p>
<p>&#8212; Mein Dank geht an den FN-Verlag, der mir das Exemplar für die Rezension zur Verfügung gestellt hat &#8212;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;Die mit * markierten Links sind <a href="https://verstehepferde.de/affiliate-links/">Affiliate-Links</a> &#8212;</p>
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			</item>
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		<title>Das ist die Basis von gutem Horsemanship</title>
		<link>https://verstehepferde.de/das-ist-die-basis-von-gutem-horsemanship/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=das-ist-die-basis-von-gutem-horsemanship</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 May 2015 15:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Aufmerksamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachten]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Training]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ist das Wichtigste im Umgang mit dem Pferd? Fairness, Geduld, Führungsstärke? Die richtige Technik oder die richtigen Übungen? Ich finde, das alles (und noch einiges mehr) spielt hinein, aber die Basis bildet etwas anderes: Diese Basis ist unser Bewusstsein, unsere Aufmerksamkeit. Und zwar nicht nur für die großen, sondern vor allem…</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/70aa60d244df4284bf3d337faac68551" alt="" width="1" height="1" />Was ist das Wichtigste im Umgang mit dem Pferd? Fairness, Geduld, Führungsstärke?<br />
Die richtige Technik oder die richtigen Übungen?</p>
<p>Ich finde, das alles (und noch einiges mehr) spielt hinein, aber die Basis bildet etwas anderes:<strong> Diese Basis ist unser Bewusstsein, unsere Aufmerksamkeit</strong>. Und zwar nicht nur für die großen, sondern vor allem für die kleinen Dinge. Für die Nuancen in der Körpersprache &#8211; und zwar unserer eigenen und derjenigen des Pferdes.</p>
<p>Wenn wir unser <strong>Bewusstsein schärfen für unsere eigenes Verhalten und das unseres Pferde</strong><b>s</b> und uns beide beobachten, dann sammeln wir Informationen. Und auf deren Grundlage können wir gute Entscheidungen treffen &#8211; also solche, die unser Training und unsere Beziehung voranbringen.</p>
<p>Deswegen würde ich euch empfehlen, immer mal wieder Einheiten zu planen, in der euer <strong>Fokus nur auf dem Beobachten und Fühlen</strong> liegt. Setzt euch keine Ziele außer <strong>Aufmerksamkeit und genaues Hinsehen</strong>. Das ist sinnvoll, egal ob ihr Horsemanship-Einsteiger oder längst versiert seid. Gut genug kann man gar nicht beobachten 🙂</p>
<p>Ihr müsst dabei nichts tun, ihr braucht nur euer Pferd. Stellt euch dann folgende Fragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: center;"><a style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;" href="http://4.bp.blogspot.com/-5TAOdJ6dhE8/VTkjiEHmxGI/AAAAAAAABTA/UE6F0sOIRKQ/s1600/IMG_0060_2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" title="Wie aufmerksam sind wir?" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/05/IMG_0060_2.jpg" alt="Pferde verstehen, Aufmerksamkeit, Beobachten, Basis Horsemanship" width="266" height="400" border="0" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="tr-caption" style="text-align: center;">Beide Pferde sind aufmerksam &#8211;<br />
konzentrieren sich aber auf<br />
unterschiedliche Dinge. Ich stehe zwar<br />
mit angewinkeltem Bein, mein Oberkörper<br />
hat aber dennoch eine gewisse Spannung.<br />
Foto: Marko</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&#8211; <strong>Was mache ich mit meinem Körper?</strong> Bin ich angespannt? Oder entspannt? Wie atme ich? Wie halte ich meine Arme und Beine? Wie halte ich das Seil? Schaue ich das Pferd an, oder kann ich spüren, wo es ist und was es tut, ohne es sehen zu müssen?</p>
<p>&#8211; <strong>Wo stehe ich zum Pferd?</strong> Stehen wir nah beieinander? Fühle ich mich bedrängt? Stehe ich vor dem Pferd, seitlich oder eher am Widerrist? War unsere Position gleich oder hat sie sich verändert? Wohin zeigt mein Bauchnabel?</p>
<p>&#8211; <strong>Was macht das Pferd?</strong> Steht es entspannt? Will es sich bewegen? Wo schaut es hin? Wie trägt es seinen Kopf? Passt es sich meinen Bewegungen an? Orientiert es sich an mir?</p>
<p>Ich finde es erstaunlich, wie viele Beobachtungen man machen kann, obwohl (oder besser weil) man gerade aktiv nichts tut.</p>
<p>Auf der <strong>Clinic mit Leslie Desmond</strong> im letzten Jahr wies Leslie eine Teilnehmerin an (die auch gerade neben ihrem Pferd stand), ihr Gewicht auf das andere Bein zu verlagern &#8211; also jenes, das dem Pferd abgewandt war. Kaum hatte sie das getan, senkte das Pferd den Kopf und schnaubte ab. Wir unterschätzen <strong>die Bedeutung solcher Details</strong> &#8211; wenn wir sie denn überhaupt wahrnehmen.</p>
<p>Wenn ihr das gemeinsame Stehenbleiben untersucht habt, könnt ihr eure Beobachtungen natürlich auch auf andere Aufgaben ausweiten. Im Stehen ist es am einfachsten, weil ihr eure volle Konzentration auf das Beobachten richten könnt. Verlangt ihr etwas anderes vom Pferd, kommen eure Multitasking-Fähigkeiten zum Tragen.</p>
<p><strong>Dabei ist es am Anfang zweitrangig, welche Fragen du dir stellst und welche Antworten du erhälst</strong>. Es geht auch noch nicht darum, diese <strong>Antworten zu hinterfragen und zu bewerten</strong>.<br />
Wichtig ist erst einmal, dass du beginnst dich und dein Pferd in verschiedenen Situationen zu beobachten. Über die Zeit entwickelt sich daraus eine Gewohnheit, und irgendwann macht man das unbewusst.</p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><a href="https://www.procavallo.de/pferd/bodenarbeit?acc=eccbc87e4b5ce2fe28308fd9f2a7baf3" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/05/banner1.jpg" alt="Basis von gutem Horsemanship" width="400" height="51" border="0" /></a>*</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gerade <a href="//verstehepferde.de/?p=66">beim Führen</a> will ich wissen (fühlen), wo das Pferd läuft, ohne mich ständig nach ihm umdrehen zu müssen.<br />
Pat Parelli sagt seinen Schülern dann gern: <i>&#8222;Don&#8217;t look back, he won&#8217;t change color&#8220; </i>(<i>&#8222;Drehe dich nicht um, dein Pferd wechselt nicht die Farbe&#8220;</i>). Und Leslie Desmond weist darauf hin, dass ein Mensch, der sich ständig umdreht, beim Pferd Zweifel säet, ob er wirklich weiß, wo er hinwill.<br />
So schwierig ist es auch gar nicht, zu <strong>spüren, wo das Pferd gerade hinter einem läuft</strong> &#8211; wenn man sich denn darauf konzentriert (und da wären wir wieder bei der Aufmerksamkeit): Man kann aus den Augenwinkeln schauen, auf den Hufschlag horchen, den Schattenwurf auf der Straße beobachten oder die Grenzen der eigenen Blase erspüren und nachfragen, ob die gerade unterwandert wird.</p>
<p>Wie steht&#8217;s mit eurer Aufmerksamkeit? Habt ihr euch mal Gedanken über das Thema gemacht und bewusst Hinsehen und Hinspüren geübt? Oder habt ihr das verinnerlicht und macht es automatisch?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1955 size-large" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="Basis von gutem Horsemanship" width="830" height="79" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 830px) 100vw, 830px" /></a></p>
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<p>Dieser <a href="http://www.pferde-menschen-dialoge.eu/das-ethogramm-was-wir-beim-hinschauen-alles-lernen-koennen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beitrag von Pferde-Menschen-Dialoge</a> dreht sich auch um das genaue Hinsehen. Die Autorin empfiehlt sogar, die Beobachtungen aufzuschreiben.</p>
<p>Tanja von TashHorseExperience ist eine Expertin in Sachen Beobachten und sich zurücknehmen. Diese drei ihrer Texte passen sehr gut zum Thema, finde ich:<br />
1. <a href="http://tash-horseexperience.blogspot.de/2015/04/sei-im-moment-so-fuhlst-du-wie-ein-pferd.html#more" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sei im Moment, so fühlst du wie ein Pferd</a><br />
2. <a href="http://tash-horseexperience.blogspot.de/2015/05/wenn-sich-ideen-nicht-treffen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wenn sich Ideen nicht treffen</a><br />
3. &#8222;<a href="http://tash-horseexperience.blogspot.de/2015/04/ich-fuhle-dich-fuhlst-du-mich-auch.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ich fühle dich, fühlst du mich auch</a>&#8220;</p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die mit * gekennzeichten Links sind <a style="box-sizing: border-box; color: #d66d01; line-height: 26px; margin: 0px; outline: none; padding: 0px; text-decoration: none;" href="//verstehepferde.de/affiliate-links" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Affiliate-Links</a><ul class="shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium"><li class="shariff-button facebook shariff-nocustomcolor" style="background-color:#4273c8"><a href="https://www.facebook.com/sharer/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Fdas-ist-die-basis-von-gutem-horsemanship%2F" title="Bei Facebook teilen" aria-label="Bei Facebook teilen" role="button" rel="nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#3b5998; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 18 32"><path fill="#3b5998" d="M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z"/></svg></span></a></li><li class="shariff-button twitter shariff-nocustomcolor" style="background-color:#595959"><a href="https://twitter.com/share?url=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Fdas-ist-die-basis-von-gutem-horsemanship%2F&text=Das%20ist%20die%20Basis%20von%20gutem%20Horsemanship" title="Bei X teilen" aria-label="Bei X teilen" role="button" rel="noopener nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#000; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 24 24"><path fill="#000" d="M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0"/></svg></span></a></li><li class="shariff-button pinterest shariff-nocustomcolor" style="background-color:#e70f18"><a href="https://www.pinterest.com/pin/create/link/?url=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Fdas-ist-die-basis-von-gutem-horsemanship%2F&media=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2015%2F05%2FIMG_0060_2.jpg&description=Das%20ist%20die%20Basis%20von%20gutem%20Horsemanship" title="Bei Pinterest pinnen" aria-label="Bei Pinterest pinnen" role="button" rel="noopener nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#cb2027; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 27 32"><path fill="#cb2027" d="M27.4 16q0 3.7-1.8 6.9t-5 5-6.9 1.9q-2 0-3.9-0.6 1.1-1.7 1.4-2.9 0.2-0.6 1-3.8 0.4 0.7 1.3 1.2t2 0.5q2.1 0 3.8-1.2t2.7-3.4 0.9-4.8q0-2-1.1-3.8t-3.1-2.9-4.5-1.2q-1.9 0-3.5 0.5t-2.8 1.4-2 2-1.2 2.3-0.4 2.4q0 1.9 0.7 3.3t2.1 2q0.5 0.2 0.7-0.4 0-0.1 0.1-0.5t0.2-0.5q0.1-0.4-0.2-0.8-0.9-1.1-0.9-2.7 0-2.7 1.9-4.6t4.9-2q2.7 0 4.2 1.5t1.5 3.8q0 3-1.2 5.2t-3.1 2.1q-1.1 0-1.7-0.8t-0.4-1.9q0.1-0.6 0.5-1.7t0.5-1.8 0.2-1.4q0-0.9-0.5-1.5t-1.4-0.6q-1.1 0-1.9 1t-0.8 2.6q0 1.3 0.4 2.2l-1.8 7.5q-0.3 1.2-0.2 3.2-3.7-1.6-6-5t-2.3-7.6q0-3.7 1.9-6.9t5-5 6.9-1.9 6.9 1.9 5 5 1.8 6.9z"/></svg></span></a></li></ul></div></p>
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		<title>Bessere Bodenarbeit mit diesen Tipps!</title>
		<link>https://verstehepferde.de/tippsbesserebodenarbeit/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=tippsbesserebodenarbeit</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2015 17:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemen]]></category>
		<category><![CDATA[Timing]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie gut reagiert dein Pferd auf die Hilfe am Lead Rope*? Mache folgenden Test: Stelle das Pferd auf den Hufschlag parallel zur Bande. Ziel ist eine Hinterhandwendung um 180 Grad: Das Pferd soll mit den Vorderbeinen einen Halbkreis um die Hinterbeine laufen und wieder auf dem Hufschlag zum Stehen kommen…</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/e207b00aad534cd8b86cb38c6e8429aa" alt="" width="1" height="1" /><br />
Wie gut reagiert dein Pferd auf die Hilfe am <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/products/lead-rope-von-brockamp-oese-oder-karabiner?ref=9&amp;campaign=Rope" target="_blank" rel="noopener">Lead Rope</a>*?</p>
<p>Mache folgenden <strong>Test: Stelle das Pferd auf den Hufschlag parallel zur Bande</strong>. Ziel ist eine <strong>Hinterhandwendung um 180 Grad:</strong> Das Pferd soll mit den Vorderbeinen einen Halbkreis um die Hinterbeine laufen und wieder auf dem Hufschlag zum Stehen kommen &#8211; dabei schaut es in die andere Richtung. Du stehst dafür einige Meter vom Pferd entfernt am Rope und versuchst, es nur über das Seil auf dem Halbkreisbogen zu führen.</p>
<p>Anfangs wird das Pferd wahrscheinlich ein paar Schritte nach vorne gehen und die 180-Grad-Wendung nicht auf der Stelle hinbekommen. Verlagert das Pferd das Gewicht nicht nach hinten, hängt es in der Bewegung auf der Vorhand.  Um das zu kompensieren, gleich es mit <strong>Ausfallschritten der Hinterhand aus</strong><b>.</b></p>
<p><div id="attachment_2696" style="width: 545px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-2696" class="wp-image-2696 size-full" title="Bessere Bodenarbeit" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/04/drehung.png" alt="Bessere Bodenarbeit" width="535" height="439" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/04/drehung.png 535w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/04/drehung-300x246.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/04/drehung-183x150.png 183w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/04/drehung-150x123.png 150w" sizes="auto, (max-width: 535px) 100vw, 535px" /><p id="caption-attachment-2696" class="wp-caption-text">Bei der 180-Grad-Wendung blickt das Pferd zunächst nach links. Es dreht seine Vorhand um seine Hinterhand, die Hinterhand bleibt am Platz. Grafik: Nadja</p></div></p>
<p>Weiß dein Pferd aber, worum es geht, passiert Folgendes: Du fragst nach der Drehung, <strong>dein Pferd verlagert das Gewicht nach hinten. </strong>Aus dieser Position fängt es an, <strong>mit der Vorhand um die Hinterhand zu drehen</strong>. Das Rücknehmen des Gewichts bringt das Pferd in die richtige Position („position“), um den Übergang („transition“) in die Bewegung der Vorhand optimal ausführen zu können. Und deine Hilfe gibt das Startsignal („prepare“).</p>
<p>Damit wären wir bei diesem Zitat von Horsemanship-Vater Tom Dorrance:</p>
<blockquote><p><i>&#8222;Prepare to position for the transition&#8220; </i></p>
<p><i>&#8222;Bereite dich darauf vor, dich für den Übergang in Position zu bringen&#8220; </i></p>
<p style="text-align: right;"><i>Tom Dorrance</i></p>
</blockquote>
<p>Das Schöne bei der korrekt ausgeführten Wendung ist, dass das Pferd verstanden hat, worum es geht und deswegen <strong>seinen Körper korrekt und balanciert einsetzt</strong>. Meine Hilfe lautet nicht <i>„rückwärts und vorne rum“</i>, sondern <i>„vorne rum“.</i> Das Pferd verlagert sein Gewicht nach hinten, weil es weiß, dass es so geschmeidiger drehen kann. Kommt mein Pferd nicht allein auf diese Idee, dann kann ich <strong>meine Hilfe unterteilen</strong>, indem ich es erst nach der Gewichtsverlagerung frage und dann nach dem Weichen der Vorhand.</p>
<p>Du darfst am Anfang auch etwas mitlaufen, um dem Pferd die Drehung zu erleichtern. Auch ein <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/bodenarbeitszubehor/products/horseman-stick-brockamp-profiqualitaet?ref=9" target="_blank" rel="noopener">Bodenarbeits-Stick</a>* kann für die Schulterkontrolle hilfreich sein. Wenn dein Pferd wie auf der Grafik nach links schaut, dann hast du den Stick erst in der linken Hand und das <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/products/lead-rope-von-brockamp-oese-oder-karabiner?ref=9&amp;campaign=Rope" target="_blank" rel="noopener">Arbeitsrope</a>* in der rechten. Im Verlauf der Drehung kannst du den Stick dann unterm Seil hindurchführen, um das Pferd auf der rechten Seite damit zu begrenzen.</p>
<p>Tom Dorrance&#8216; Zitat gibt den <strong>Ablauf eines korrekt ausgeführten Manövers</strong> beziehungsweise dessen Einzelteile wieder. Wir sollten uns darüber im Klaren sein, aus welchen Teilen sich eine Lektion zusammensetzt. So bereiten wir das Pferd darauf vor, mit dem ersten Teil zu beginnen. Das verhindert oft, dass eine Lektion von vorne herein in die Hose geht. Wir bereiten den Boden für Erfolg, statt zu scheitern, weil die gute Vorbereitung nicht am Platz war.</p>
<blockquote><p>&#8222;Set it up for success&#8220;</p>
<p style="text-align: right;">Pat Parelli</p>
</blockquote>
<p>&#8222;Set it up for success&#8220; wie Pat Parelli sagt.</p>
<h3>Bessere Bodenarbeit bedeutet besseres Timing</h3>
<p>Wie wandert <strong>eine Hilfe durch den Pferdekörper</strong>? Das Wissen darum hilft uns, unser Timing zu verbessern und zu erkennen, ob das Pferd auf dem Weg zu Verständnis und Gehorsam ist.</p>
<p>Wenn ich das Pferd auf dem Hufschlag für die 180-Grad-Wendung parke und die Hilfe gebe, dann kommt das Signal zunächst im Kopf des Pferdes an. Es passt seine Biegung an (das kann die Kopfposition sein, aber auch Biegung durch den Körper), verlagert das Gewicht,  dann folgen die Füße. Dem Verständnis (mind) folgen ein runder Hals und das Blicken in die richtige Richtung (flexion),  die Gewichtsverlagerung nach hinten (weight) und der erste Schritt mit der Vorhand (feet).</p>
<p>Damit wären wir beim Zitat</p>
<blockquote><p> <i>„Mind, flexion, weight, feet“ </i></p>
<p>&#8222;Geist, Biegung, Gewicht, Füße&#8220;</p>
<p style="text-align: right;">Pat Parelli</p>
</blockquote>
<p><div id="attachment_293" style="width: 577px" class="wp-caption alignleft"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-293" class="wp-image-293 size-full" title="bessere Bodenarbeit" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/04/mind.jpg" alt="bessere Bodenarbeit" width="567" height="293" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/04/mind.jpg 567w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/04/mind-300x155.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/04/mind-250x129.jpg 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/04/mind-150x78.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 567px) 100vw, 567px" /><p id="caption-attachment-293" class="wp-caption-text">„Mind, Flexion, Weight, Feet“. Ich habe die Aufmerksamkeit des Pferdes (mind), ich habe die Biegung in Bewegungsrichtung (Flexion) und ich habe die Füße in Bewegung (feet). Was allerdings fehlt ist eine gute Verteilung des Gewichts (weight). Paledo fällt hier auf die rechte Schulter, versucht sein linkes Bein vorn dran vorbei zu mogeln (weil er mir ja gehorcht) und stellt dabei sein rechtes Hinterbein noch aus. „Prepare to position for the transition“ hat hier nicht geklappt – sonst hätte er sein Gewicht für die Drehung nach hinten verlagert. Foto: Marko</p></div></p>
<p>Für unser <b>Timing</b> ist das Wissen um diese Reihenfolge höchst hilfreich: Schließlich sind wir bestrebt, unsere Hilfe so schnell wie möglich auszusetzen, wenn das Pferd die richtige Tendenz zeigt. Wenn wir also erst dann aufhören, das Signal zu geben, wenn das Pferd seine Füße bewegt, sind wir spät dran. Wenn wir dagegen unser Auge schulen, bemerken wir <b>die richtigen Versuche des Pferdes</b> viel früher, etwa, wenn es sich so positioniert, dass es unserer Aufforderung nachkommen kann. Und entsprechend können wir das früher honorieren. <b>Je besser wir das Lesen des Pferdes lernen, desto subtiler wird unsere Hilfengebung. </b></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1955 size-large" title="Bessere Bodenarbeit" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="Bessere Bodenarbeit" width="830" height="79" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 830px) 100vw, 830px" /></p>
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		<title>Es ist doch nur eine Stange? Große Probleme offenbaren sich im Kleinen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2015 12:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Geduld]]></category>
		<category><![CDATA[Springen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn mein Pferd im Schritt am langen Seil nicht flüssig und ohne zu zögern über eine Stange steigen kann, was sagt mir das über seine Fähigkeit am Sprung? Wie jetzt, könnte man meinen, ist die zu doof, ihr Pferd über eine Stange zu schicken? Nicht ganz. Natürlich steigt das Pferd…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/d04b0bff0c954ba2a1dd03647564e0ee" alt="" width="1" height="1" />Wenn mein Pferd im Schritt am langen Seil nicht flüssig und ohne zu zögern über eine Stange steigen kann, was sagt mir das über seine <strong>Fähigkeit am Sprung</strong>?
<div style="font-size: 16px;">Wie jetzt, könnte man meinen, ist die zu doof, ihr Pferd über eine Stange zu schicken? Nicht ganz. Natürlich steigt das Pferd über die Stange, wenn man genug Druck macht. Genauso geht es dann aber auch über die Sprünge &#8211; gestresst, schwer zu kontrollieren und mit der Tendenz zu überspringen.</div>
<div style="font-size: 16px; min-height: 19px;"></div>
<div style="font-size: 16px;">Vorab: Ich bin kein Experte im Springen (eher das Gegenteil. Ich kann es nicht, der Projektwallach kann es. Ich steuere das Hindernis &#8211; also das Hüpferchen &#8211; an, und er kümmert sich um den Rest). Aber mir geht es eher um die <strong>Psychologie</strong> dahinter, und darum, wie sich Probleme im Großen schon in den kleinen Details abzeichnen.</div>
<div style="font-size: 16px; min-height: 19px;"></div>
<div style="font-size: 16px;">Es gibt da dieses Zitat von Ray Hunt oder Tom Dorrance, glaube ich. Der sagt: <i>&#8222;Make your idea to your horses idea&#8220;</i>. Will ich dem Pferd <strong>Selbstvertrauen am Sprung (an der Stange)</strong> geben, dann versuche ich, dieses Zitat in die Tat umzusetzen.</div>
<div><!-- /wp:post-content --> <!-- wp:separator -->

<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />

<!-- /wp:separator --> <!-- wp:paragraph {"align":"center"} -->
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<!-- /wp:paragraph --> <!-- wp:separator -->

<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />

<!-- /wp:separator --> <!-- wp:paragraph -->

<!-- /wp:paragraph -->

</div>
<div style="font-size: 16px;"><u>Zunächst mal die Herangehensweise, wie es nicht funktioniert:</u></div>
<div style="font-size: 16px;">Ich lasse das Pferd also am langen Seil um mich herumgehen. Auf dem Kreisbogen liegt eine Stange. <strong>Das Pferd bleibt vor der Stange stehen</strong>. Ich hätte aber ganz gern, dass es weitergeht. Unsere Ideen könnten also unterschiedlicher nicht sein.</div>
<div style="font-size: 16px;">Bei der nächsten Runde hebe ich kurz vor der Stange vorsorglich die Peitsche und fange an, das Pferd zu treiben &#8211; auch wenn es noch gar nicht gezögert hat. Das Pferd steigt über die Stange, aber sein Widerstand ist offensichtlich. Zwar macht das Pferd jetzt, was ich von ihm will. Aber <strong>seine eigene Idee ist das nicht</strong>. Ich habe nur verhindert, dass es seine Idee ( = Stehenbleiben) umgesetzt hat. Ich habe ihm nicht geholfen, meine Idee zu verstehen.</div>
<div style="font-size: 16px;">Für uns ist so eine Stange auf dem Boden (vor allem für ein Springpferd) ein lächerliches Hindernis. Für das Pferd kann es dagegen eine echte Herausforderung sein &#8211; nicht körperlich, sondern mental und emotional. Das wird spätestens dann überdeutlich, wenn es sich erschreckt, aufgeregt galoppiert &#8211; und alles tut, um die Stange zu vermeiden. Oder alternativ mit einem Satz darüber springt, der für einen M-Oxer gereicht hätte.</div>
<div style="font-size: 16px; min-height: 19px;">
<table class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: center;"><a style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;" href="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/04/P5220033-1024x768.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" title="Bodenarbeit Stange" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/04/P5220033-1024x768.jpg" alt="Bodenarbeit Stange" width="320" height="239" border="0" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="tr-caption" style="text-align: center;">Mit einer Stange kann man viele interessante Dinge
anstellen. Foto: Nadja</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<u style="color: #783f04; font-family: Arial, Helvetica, sans-serif; letter-spacing: 0px;">Und jetzt die Herangehensweise, die ich bevorzuge:</u>

</div>
<div style="font-size: 16px;">Dieses Mal liegen zwei Stangen auf dem Kreisbogen, etwa einen Viertelkreis voneinander entfernt. Ich schicke das Pferd wieder am Rope auf den Zirkel und nehme mich zurück: Um einen Eindruck zu bekommen, wie es zu der Stange steht, muss ich mich herausnehmen und das Pferd machen lassen &#8211; ohne Einwirkung. <strong>Das Pferd geht auf die Stange zu, bleibt vor ihr stehen.</strong> Vielleicht senkt es den Kopf oder fängt an, mit dem Fuß zu erkunden: perfekt. Tut es nichts, frage ich an, ob es sich mit der Stange auseinandersetzen kann. Spüre ich Widerstand oder Zögern, dann leite ich einen <strong>Richtungswechsel</strong> ein und schicke das Pferd zur anderen Stange.
Es geht also zwischen den Stangen hin und her. Ich teste immer mal wieder an, ob ich vom Pferd verlangen kann, sich die Stange anzuschauen und sich mit ihr auseinanderzusetzen. Vielleicht dreht es den Kopf weg &#8211; dann habe ich zuviel Druck gemacht. Oder aber, es schiebt sich langsam nach vorn und hängt den Hals über die Stange &#8211; dann bin ich auf dem richtigen Weg.</div>
<div style="font-size: 16px;"></div>

<div style="width: 410px" class="wp-caption aligncenter"><a style="font-family: Times; text-align: center;" href="https://www.procavallo.de/pferd/bodenarbeit?acc=eccbc87e4b5ce2fe28308fd9f2a7baf3" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/04/banner1.jpg" alt="Bodenarbeit Stange" width="400" height="51" border="0" /></a><p class="wp-caption-text">*</p></div>

<div style="font-size: 16px;">Das Ganze kann dauern. Man braucht Geduld. Und letztlich geht es auch nicht um diese läppische Stange da auf dem Boden. Sondern darum, dass ich dem Pferd die Zeit gebe, die es braucht, um sich <strong>mit Dingen auseinanderzusetzen</strong>. Und darum, dass das Pferd weiß, dass ich auf es warte, wenn es nötig wird.</div>
<div>
<div style="font-size: 16px;"><strong>Wir arbeiten gemeinsam am Selbstvertrauen des Pferdes</strong>. Pat Parelli sagt, wenn es ums Hängerverladen geht: <i>„Don‘t ask a trying horse to try“</i>. Und das trifft auf unsere Situation genauso zu: Wenn das Pferd die Stange erkundet oder darüber nachdenkt, dann lasse ich das tun und nehme mich zurück. Und so wird dann allmählich meine Idee zu seiner Idee. Irgendwann steigt der erste Fuß über die Stange. Dann der zweite. Dann dauert es nicht mehr lange, und das Pferd kann im flüssigen Schritt über die Stangen treten &#8211; ohne, dass ich treibe oder Druck mache.</div>
</div>
<div style="font-size: 16px;"></div>
<div style="font-size: 16px;"></div>
<div style="font-size: 16px;"> <img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1955 size-large" title="Stange Bodenarbeit" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="Stange Bodenarbeit" width="830" height="79" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 830px) 100vw, 830px" /></div>
<span style="font-size: 16px; color: initial; font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, Oxygen-Sans, Ubuntu, Cantarell, 'Helvetica Neue', sans-serif;"> Mehr zum Thema </span><a style="font-size: 16px; font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, Oxygen-Sans, Ubuntu, Cantarell, 'Helvetica Neue', sans-serif;" href="https://verstehepferde.de/gesprache-uber-stangen-oder-waru/" target="_blank" rel="noopener">Stangen und Bodenarbeit gibt es hier</a><span style="font-size: 16px; color: initial; font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, Oxygen-Sans, Ubuntu, Cantarell, 'Helvetica Neue', sans-serif;">.</span>
<div>
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		<title>Gespräche über Stangen &#8211; oder warum Bodenarbeit kein Selbstzweck ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jan 2015 20:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Detail]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Konversation]]></category>
		<category><![CDATA[Stangen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich muss zugeben, dass ich nicht immer einen Plan habe, wenn ich mit dem Pferd in die Halle komme. Es steht sogar nicht immer fest, ob ich Bodenarbeit mache oder mich draufsetze: Ich bereite das Reiten in den allermeisten Fällen mit ein paar Übungen von unten vor &#8211; und wenn‘s…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" src="http://vg01.met.vgwort.de/na/2684e9be989b46eba2c245d1cb955b48" alt="" width="1" height="1" />Ich muss zugeben, dass ich nicht immer einen Plan habe, wenn ich mit dem Pferd in die Halle komme. Es steht sogar nicht immer fest, ob ich <b>Bodenarbeit</b> mache oder mich draufsetze: Ich bereite das Reiten in den allermeisten Fällen mit ein paar <b>Übungen von unten</b> vor &#8211; und wenn‘s da hakt oder ich das Gefühl habe, dass gerade der ideale Moment gekommen ist, um etwas Neues hinzuzufügen oder etwas Altes zu verbessern, dann mache ich das und vergesse das Reiten. <b>Der Plan entwickelt sich also im Zusammensein mit dem Pferd</b>. Ähnlich ergeht es mir oft mit der Kommunikation.</p>
<div style="min-height: 14px;"></div>
<p>Vor ein paar Wochen hatte ich mich im Vorfeld schon für Bodenarbeit mit dem Projektpferd entschieden, da von meinen Stunden zuvor noch ein<b> Stangen-L</b> lag und ich das nutzen wollte.</p>
<p><a href="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/01/ÜbungmitStange.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-994 size-medium" title="Bodenarbeit Stange" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/01/ÜbungmitStange-245x300.png" alt="Bodenarbeit Stange" width="245" height="300" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/01/ÜbungmitStange-245x300.png 245w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/01/ÜbungmitStange-123x150.png 123w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/01/ÜbungmitStange.png 796w" sizes="auto, (max-width: 245px) 100vw, 245px" /></a></p>
<p>Der Wallach kennt <b>diverse Bodenarbeitsszenarien</b> und -hindernisse, und entsprechend ist es eine Herausforderung ihn nicht <b>mit den gleichen Aufgaben zu langweilen</b>, sondern die Anforderungen am Objekt zu variieren.<br />
<b>Was wir aus dem Stangen-L gemacht haben</b>:<br />
&#8211; Ich habe aus einigen Metern Abstand seine Vorhand jeweils um einen Viertelkreis verschoben, und ihn dann aus der neuen Position gerade vorwärts oder rückwärts laufen zu lassen.<br />
&#8211; Ich habe ihn vorwärts durch das L geschickt und dabei das Tempo variiert: Also im L Schritt, im Kreisbogen außerhalb Trab. Oder im L Trab und im Kreisbogen Galopp. Oder außen Trab und beim Reinlaufen ins L Durchparieren zum Stand.</p>
<p>Ich fand die Einheit insgesamt große Klasse, weil <b>das Pferd vom Kopf voll dabei</b> war. Er hat die unterschiedlichen Tempi sofort mit dem L in Verbindung gebracht, und seine Reaktion wurde immer zackiger. Ihr wisst wahrscheinlich, dass ich manchmal etwas fanatisch bin, wenn es darum geht, nicht nur den Körper des Pferdes zu gymnastizieren, sondern auch <b>das Hirn zu aktivieren</b>. Die <b>Konversation um das Stangen-L </b>hat letzteres erreicht: Der Wallach hat auf den Punkt reagiert, und ich konnte meine Signale immer mehr herunterfahren. Von wegen faules Pferd braucht eine Peitsche, damit es vorwärts geht.</p>
<hr />
<p style="text-align: center; font-size: 11px;">Werbung*</p>
<div></div>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/01/banner.jpg" alt="Bodenarbeit Stange" width="400" height="51" border="0" /> *</div>
<hr />
<h2><b>Bodenarbeit mit Stange</b></h2>
<p>Eine ähnliche Erfahrung habe ich jüngst mit dem Friesen gemacht: <b>Bodenarbeit ist kein Selbstzweck</b>. Sondern ein Test, wie genau Botschaften beim Pferd ankommen. Kannst du seine Füße zentimetergenau steuern, obwohl du am Seil in fünf Metern Entfernung stehst? Kannst du mit deinem Körper und dem Seil ein Gefühl für eine Richtung vermitteln, ein Gefühl für (die Art der) Bewegung und für (den Zeitpunkt zum) Anhalten?<br />
Der Friese beispielsweise bezweifelte, dass er mit eine Stange unterm Bauch beim Seitwärts kleine Schritte machen kann. Außerdem war er der Meinung, die Anforderung nur schaffen zu können, wenn er Vorhand und Hinterhand zusammen bewegte statt einzeln. Also habe ich das Seil verkürzt, um die Schwierigkeit zu verkleinern und ihn Schritt für Schritt &#8211; und zwar wörtlich &#8211; vermittelt, dass er seine <b>Füße auch mit Stange sortieren</b> kann und nicht hibbeln muss. Spätestens bei der <b>Arbeit am Detail</b>, wenn es auf Präzision ankommt, offenbaren sich die <b>kleinen Fehler an der Basis</b>. In unserem Fall vor allem die Trennung von Vor- und Hinterhand.</p>
<div style="min-height: 14px;">
<table class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: center;"><a style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;" href="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/01/Stangen2.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" title="Bodenarbeit Stange" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/01/Stangen2.png" alt="Bodenarbeit Stange" width="400" height="306" border="0" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="tr-caption" style="text-align: center;">Pferd folgt dem Gefühl. Grafik: Nadja</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die <b>Anordnung der Stangen</b> war übrigens denkbar simpel: Zwei Stück, parallel gelegt, die eine Gasse bilden. Ich stehe am 4-Meter Seil ein paar Meter entfernt und versuche, am Platz  zu bleiben.</p>
<p>Außer den <b>Seitengängen</b> (außen an der hinteren Stange vorbei und dann mit Einfädeln über die äußere Stange) haben wir noch folgende Dinge ausprobiert:<br />
&#8211; Ich schicke den Friesen außen an den Stangen vorbei, durch die Stangen oder zwischen mich und die inneren Stange &#8211; nur mit Seil und Energie, ohne Peitsche. So folgt er dem Gefühl, das ich vorgebe.<br />
&#8211; Außerdem: <b>Anhalten</b> hinter, zwischen oder vor der inneren Stange aus allen Gangarten. Anhalten zwischen den Stangen, dann rückwärts.</p>
</div>
<p>Ihr seht, dass man auch mit simplen Anordnungen ziemlich komplexe Konversationen führen kann.<br />
Macht ihr gern<b> Bodenarbeit</b>? Und wenn ja, was sind eure Lieblingsübungen?</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1955 size-large" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="Bodenarbeit" width="830" height="79" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 830px) 100vw, 830px" /></p>
<div style="min-height: 14px;"></div>
<div style="min-height: 14px;">
<div style="text-align: left;"></div>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"><p >Keine Produkte gefunden.</p></div>
<div></div>
</div>
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<div style="font-family: Helvetica; font-size: 12px; min-height: 14px;"></div>
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