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	<title>Pferdetraining Archive - Pferde verstehen</title>
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	<title>Pferdetraining Archive - Pferde verstehen</title>
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		<title>(Sicher) Ausreiten für Hasenfüße &#8211; ohne Gebiss</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Sep 2025 16:01:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(Kurs-)Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Ausreiten]]></category>
		<category><![CDATA[gebisslos reiten]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdetraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sicher ausreiten? Das muss kein Traum bleiben - ihr braucht nur einen Plan und ein bisschen Ermutigung.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://verstehepferde.de/sicher-ausreiten-ohne-gebiss/">(Sicher) Ausreiten für Hasenfüße &#8211; ohne Gebiss</a> erschien zuerst auf <a href="https://verstehepferde.de">Pferde verstehen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vor ein paar Jahren waren es noch 100 Meter, heute sind es über 10 Kilometer: So lässt sich unsere <strong>Ausreitkarriere</strong> in wenigen Worten zusammenfassen.</p>



<p>Unser Märchenwald (unbewirtschaftet, traumhaft schön mit endlosen Sandwegen, verschlungenen Pfaden, sanften Steigungen) liegt in wenigen Kilometern Entfernung zum Stall. Und lange Zeit hielt ich es für ein Märchen, dass wir dort jemals ausreiten gehen würden.</p>



<p><strong>Das Ausreiten langer Strecken</strong> war (und ist) für mich und auch für die PN ein echter Komfortzonen-Stretch.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-01-2-768x1024.jpeg" alt="Sicher ausreiten ohne Gebiss: Reiterin reitet auf ihrem Pferd den Weg entlang Richtung Wald." class="wp-image-5863" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-01-2-768x1024.jpeg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-01-2-225x300.jpeg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-01-2-113x150.jpeg 113w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-01-2.jpeg 1000w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Der Wald, der Wald! Lange ein entfernter Ausreit(t)raum, jetzt ist er Realität geworden. Foto: Yvonne</em></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Ausreiten gehen? Ach, äh, heut&#8216; ist eher schlecht</h2>



<p>Ich hatte sehr viele gute Argumente, warum der jeweilige Tag <strong>zum Ausreiten einfach nicht geeignet </strong>war:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#x1f341; Auf dem Feld ist viel los: Radfahrer, Fußgänger, Traktoren, Reiter!</li>



<li>&#x1f341; Mein Pferd ist äh &#8222;reizoffen&#8220;!</li>



<li>&#x1f341; Ich bin überzeugter Platzreiter!</li>



<li>&#x1f341; Es ist zu warm/zu kalt, es windet zu stark&#8230;.und der Mond steht heut nicht im siebten Quadranten zum Saturn, das deutet auf Turbulenzen hin!</li>
</ul>



<p>Irgendwann wurde für mich der Schmerz, nicht ausreiten zu gehen, aber größer als die Befürchtungen, was alles passieren könnte. Das war dann der Zeitpunkt, als ich unser Ausreitprojekt in Angriff nahm: also <strong>&#8222;Mission sicheres Geländepferd + souveräner Geländereiter&#8220;.</strong></p>



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<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-medium"><a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><img decoding="async" width="300" height="300" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg" alt="Buchcover Taschenbuch zum gebisslosen Reiten: &quot;Natürlich gebisslos - Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&quot;" class="wp-image-5737" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-300x300.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-1024x1024.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-150x150.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-768x767.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl-600x600.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/05/nl.jpg 1043w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure></div>


<p>Die reiterliche Vorbereitung fürs sichere Ausreiten findest du in meinem Buch: <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1"><strong>Natürlich gebisslos: Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen*</strong></a></p>



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<h2 class="wp-block-heading">Sicher ausreiten gehen &#8211; und zwar so</h2>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="1000" height="667" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734.jpg" alt="Vorbereitung, um sicher gebisslos ausreiten zu gehen: Mensch und Pferd gehen gemeinsam auf einer Wiese spazieren." class="wp-image-5864" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/AW0O1734-150x100.jpg 150w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Spazieren gehen &#8211; und zwar entspannt &#8211; ist eine gute Vorbereitung aufs Ausreiten. Mensch und Pferd erkunden gemeinsam das Gelände. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomcyzk Photography</a></em></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">1. Gute Vorbereitung</h3>



<p><strong>Ausreiten gehen mit einem jungen oder unsicheren Pferd</strong> braucht Vorbereitung. Einfach losreiten und hoffen, dass man überleben wird, ist eine Strategie, aber keine besonders intelligente. Wir haben unsere <strong>Ausritte gezielt mit Spaziergängen vorbereitet </strong>und so Stück für Stück die Wege und das Gelände kennengelernt. Ich habe die PN dabei bewusst an einem langen Seil (das Lasso), so dass er vorgehen kann und führt. Das stärkt das Selbstvertrauen, da er mir dann nicht einfach hinterherdackeln kann, sondern vorausgeht und bei einer Gefahr potenziell zu erst gefressen wird. Spaziergänge haben den Charme, dass, wenn ihn mal der Mut verlässt, ich jederzeit die Führung übernehmen und er sich hinter mir verstecken kann. Die PN liebt Spaziergänge, unterwegs gibt&#8217;s Gras-Buffet to go &#8211; so ist draußen sein und weg vom Stall gleichzeitig noch positiv besetzt. Die Voraussetzung dafür ist, dass das Pferd real halfterführig ist, seinen Menschen nicht beliebig durch die Gegend zieht und sich nach Fresspausen vom Gras auch wieder abbringen lässt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">2. Solide Ausbildung</h3>



<p>Am <strong>Anfang der Pferdeausbildung steht stets die Bodenarbeit</strong>. Auf der fußt dann die Ausbildung aus dem Sattel. Ich bin die PN <strong>erst ausgeritten, als ich genau lenken konnte, er auf meine Signale hin schneller wurde und ich ihn genauso gut zuverlässig anhalten</strong> konnte (genau genommen konnte er das schon eine Weile, bevor ich das Ausreitthema in Angriff nahm&#8230;). Je besser er ausgebildet ist, desto einfacher finde ich mental das Ausreiten, da die Kommunikation einfach schon weit fortgeschritten ist und das draußen sehr hilfreich ist. Reiterhilfen kommen draußen im Gelände schon mit etwas mehr Verzögerung, manchmal auch Widerstand durch. Die Ablenkung ist eben einfach groß und nicht immer sind das Gelände und der Boden so, dass das Pferd sofort reagieren kann. Dennoch weiß ich, dass die PN durch seine Ausbildung auf dem Reitplatz ansprechbar ist und bleibt. <strong>Aufsteigen können von beiden Seiten und von verschiedenen Objekten</strong> (für alle mit hohen Pferden) gehört für mich ebenfalls zur Grundausbildung des Pferdes. Ich will, wenn ich draußen absteige, um vielleicht an etwas Gruseligem vorbei zu führen oder mir einfach mal die Füße zu vertreten, auch wieder aufsteigen können, ohne dass für mein Pferd die Welt zusammenbricht. Manche Pferde verbinden das Absteigen des Reiters nämlich mit dem Ende der Session und sehen keine Notwendigkeit mehr, ihn wieder hochzulassen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">3. Passende Ausrüstung</h3>



<p>Für mich ist es wichtig, das Pferd <strong>mit der gleichen Ausrüstung ausreiten zu gehen</strong>, mit der ich auch auf dem Platz reite: Westernsattel, Sidepull oder Bosal. Einfach, weil sich dann keine Kommunikationshindernisse aufbauen, da sich die Hilfen auf dem Platz genauso anfühlen wie draußen im Feld oder im Wald. Der Westernsattel hilft mir persönlich, weil ich einfach gut darin sitze &#8211; das gilt auch für spontane Sprünge nach links oder rechts, wenn sich die PN doch mal erschreckt.</p>



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<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.awin1.com/cread.php?s=3388709&amp;v=19330&amp;q=464832&amp;r=635314"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="https://www.awin1.com/cshow.php?s=3388712&amp;v=19330&amp;q=464832&amp;r=635314" consent-required="4566" consent-by="services" consent-id="4567"/></a></figure>



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<h3 class="wp-block-heading">4. Aktiv reiten und entscheiden: Kommunikation aufrecht halten</h3>



<p>Die PN ist kein Pferd zum Draufhocken, Losreiten und draußen die Seele baumeln lassen. Er braucht <strong>Management</strong> &#8211; sonst trifft er eigene Entscheidungen und die sind meistens nicht die weitsichtigsten. Das bedeutet, dass ich <strong>ein aktiver Reiter sein </strong>muss, kein passiver. Die Kommunikation muss fließen &#8211; und zwar ständig. So bleibt die Aufmerksamkeit bei mir und die PN weiß, dass er nicht allein entscheidet. </p>



<p>Bedeutet also, dass ich <strong>immer wieder Anfragen</strong> stelle: Kann er links und rechts im Genick nachgeben? Kann er langsamer gehen? Kann er anhalten? Kann er rückwärts gehen? Können wir um diesen Baum herumgehen statt wie immer geradeaus? Dabei spielt es eine Rolle, ob wir zum Beispiel links oder rechts um eine Pfütze oder durch sie hindurch gehen bzw. wer das entscheidet. Wenn mir mein Pferd bei solchen einfachen Anfragen schon mit Widerstand und Zögerlichkeit begegnet, sagt das nichts Gutes darüber aus, wie seine Reaktion ausfallen wird, wenn ich wirklich mal eingreifen muss, etwa um ihn an Killerbarken vorbeizuhelfen (siehe unten) oder einen Sprung zur Seite zu begrenzen.</p>



<p>Deswegen: Es ist mehr als ratsam, <strong>sicherstellen, dass das Pferd tut, was ich als Reiter verlange, wenn der Ausritt entspannt ist</strong>. <strong>Damit die Chancen steigen, dass es tut, was ich verlange, wenn es nicht mehr entspannt ist.</strong></p>



<p>Bedeutet das, dass Ausreiten immer so kontrolletti sein wird? Nein. Auf PNs Vorgänger hätte ich mich rückwärts mit verbundenen Augen setzen können. Und auch <strong>die PN wächst immer mehr an seiner Aufgabe als Geländepferd</strong>. Oft komme ich von Ritten zurück und denke mir &#8222;das war jetzt entspannt, aber noch nicht entspannend.&#8220; Immer öfter kann ich meine Gedanken schweifen lassen und bin nicht mehr jeden Moment mit voller Konzentration dabei. Ich kann der PN phasenweise die Verantwortung übertragen, für uns beide gute Entscheidungen zu treffen. Das musste er aber erst lernen (&#8230; und ich das mentale Loslassen).</p>



<p>Ich steige beim Ausreiten nach wie vor viel auf und ab. Manchmal, weil wir an einem gruseligen Hindernis geführt entspannter vorbeikommen und manchmal als Belohnung für die PN &#8211; gern auf dem Rückweg. Dann kann er grasen und ich muss nicht aufpassen, dass er sich angewöhnt abzutauchen und mir dabei die Zügel aus der Hand zu ziehen. Damit ist das Aufsteigen im Gelände für uns Routine geworden. Ich kann die PN überall parken und aufsitzen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">5. Ausgewählte Mitreiter</h3>



<p><strong>Mitreiter beim Ausreiten entscheiden über Erfolg und Misserfolg</strong>. Hast du bereits die Hosen voll und gehst dann noch mit einem Angsthasen ausreiten, werdet ihr wahrscheinlich nicht vom Hof kommen (es sei denn eure Pferde übernehmen für euch das Kommando und regeln das). Hast du die Hosen voll und reitest mit Ms. Werspäterbremstgaloppiertlängerschnell, wirst du deine Komfortzone schneller verlassen als mit einem Ferrari, die orangefarbenen Wachstumszone durchrauschen und dann dauerhaft in der roten Gefahrenzone landen. <strong>Du wirst dich und dein Pferd überfordern und die schlechte Erfahrung bleibt haften.</strong> <strong>Du brauchst also Mitreiter, die auf dich Rücksicht nehmen</strong> (so wie du auf sie Rücksicht nimmst), die sich an Absprachen halten und die ihre Pferde im Griff haben. Klingt einfach? Ist es nicht! Das fängt schon damit an, dass der andere dich zulabert, während du gerade deine volle Konzentration für den Pferd brauchst.</p>



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<figure class="aligncenter"><a href="https://www.awin1.com/cread.php?s=3666140&amp;v=13870&amp;q=493078&amp;r=635314"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="https://www.awin1.com/cshow.php?s=3666140&amp;v=13870&amp;q=493078&amp;r=635314" consent-required="4566" consent-by="services" consent-id="4567"/></a></figure></div>


<p class="has-text-align-center"><a href="https://www.awin1.com/cread.php?s=3666140&amp;v=13870&amp;q=493078&amp;r=635314"></a></p>



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<p>Bei uns hat <strong>die gechillte Mitreiterin den Durchbruch für längere Strecken</strong> gebracht &#8211; mit ihr und ihrem geländeerfahrenen, von ihr selbst ausgebildeten Führpferd haben wir angefangen, den für unsere Verhältnisse echt ordentlich entfernten Wald zu erkunden. Phasenweise haben wir uns mit den Pferden im Wald getroffen, waren gemeinsam unterwegs und haben uns für den Rückweg wieder getrennt. Perfekte Übung fürs Pferd, um keine Klebentendenz zu entwickeln.</p>



<p>Und so kommt&#8217;s, dass wir heute weit weg von Zuhause, im fremden Gelände, am losen Zügel kilometerlang unserem Führpferd hinterher traben. Die PN komplett unbeeindruckt mit schönem Zug nach vorn und ich im siebten Reithimmel. <strong>Warum klappt das vermeintlich Schwierige beim ersten Anlauf</strong>? Weil alle kleinen Schritte dorthin pingeling abgearbeitet wurden und das Fundament stimmt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/b3c02956-59d0-4250-a0db-2cb3b75cc015-768x1024.jpeg" alt="Sicher ausreiten gehen ohne Gebiss: Eine Reiterin im Wald dreht sich nach ihrer Mitreiterin um" class="wp-image-5865" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/b3c02956-59d0-4250-a0db-2cb3b75cc015-768x1024.jpeg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/b3c02956-59d0-4250-a0db-2cb3b75cc015-225x300.jpeg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/b3c02956-59d0-4250-a0db-2cb3b75cc015-112x150.jpeg 112w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/b3c02956-59d0-4250-a0db-2cb3b75cc015.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Das erste Mal (gebisslos) reitend im Wald &#8211; und das in Führungsposition. Mein Blick spricht Bände. Foto: Yvonne.</em></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Missglückte Ausreitversuche: die klassischen Probleme</h2>



<p>Ein Plan lässt sich nicht linear in die Tat umsetzen und natürlich sind auch uns die gängigen Probleme beim Ausreiten begegnet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Pferd will nicht vom Stall weg</h3>



<p>&#x1f575;&#x1f3fc;&#x200d;&#x2640;&#xfe0f; <strong>Die Ursache: </strong>Das Pferd fühlt sich am Stall mit seiner Herde im gewohnten Umfeld sicherer.</p>



<p>&#x1f4a1; <strong>Lösung:</strong> <strong>Vertrauen aufbauen und Gewöhnung</strong>. Ihr braucht eine klare Kommunikation &#8211; am einfachsten etablierst du die über Bodenarbeit. Du musst <strong>in die Führungsrolle reinwachsen</strong> (ja, einer muss die übernehmen und es sollte nicht dein Pferd sein). Starte mit Spaziergängen, verlängere die Schritt für Schritt und baue Graspausen ein. Dein Pferd versteht das Prinzip &#8211; und damit funktioniert das auch geritten. War bei uns auch so.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Mein Pferd bockt im höheren Tempo</strong></h3>



<p>&#x1f575;&#x1f3fc;&#x200d;&#x2640;&#xfe0f; <strong>Die Ursache:</strong> Das Pferd ist wahrscheinlich überfordert.</p>



<p>&#x1f4a1;<strong> Lösung:</strong> Erstmal <strong>die Situation retten</strong>, das Pferd durchparieren &#8211; mit dem One-Rein-Stopp. Luftholen. Den Ausritt zu Ende bringen &#8211; führend oder reitend. Und <strong>dann Ursachenforschung</strong>, um das Bocken in Zukunft zu verhindern. Vor ein paar Wochen ist uns genau das passiert. Die PN fiel auf dem Stoppelfeld von sich aus in Galopp und fing nach ein paar Sprüngen das Bocken an. Aber eben nicht aus dem Nichts. An dem Tag hatte er insgesamt eine hohe Anspannung, eine Freundin war mit ihrem Pferd zu Fuß dabei, das Pferd war ebenfalls knallig drauf. Es windete und &#8211; Skandal! &#8211; das gewohnte Umfeld hatte sich verändert. Wo früher freier Blick war, wuchsen auf einmal Maisfelder. Und statt Kornfeldern Stoppelacker mit gefährlichen Heu- und Strohballen in zufälligen Positionen. Das alles pushte die akute Bedrohungseinschätzung der PN auf ein dunkles Orange. Als dann noch das andere Pferd mit joggendem Menschen von hinten an ihm vorbei galoppierte, ich ihm erlaubte anzugaloppieren und damit die Energie weiter zu steigern, wusste er sich nur noch mit Bocken zu helfen. Ich löste das mit dem One-Rein-Stopp. Seitdem hat er nicht mehr gebockt &#8211; nicht in Gesellschaft, nicht im Galopp mit anderem Pferd. Eben weil das Setup ein anderes, besseres, war.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Pferd springt unerwartet zur Seite</h3>



<p>&#x1f575;&#x1f3fc;&#x200d;&#x2640;&#xfe0f; <strong>Die Ursache</strong>: Das Pferd misstraut seiner Umwelt.</p>



<p>&#x1f4a1; <strong>Lösung:</strong> Je <strong>mehr Routine</strong> dein Pferd beim Ausreiten bekommt, desto weniger werden krasse Sätze zur Seite. Die PN ist mittlerweile bei gurrend auffliegenden Tauben (sehr fies!) fast ein Profi &#8211; bei den Enten im Kanal wird&#8217;s wahrscheinlich noch etwas dauern. Als Fluchttier wird ein Pferd immer die Tendenz zum Wegspringen haben, manche mehr, manche weniger. Ganz weg kriegt man sie nicht, fürchte ich. Deswegen helfen hier <strong>ein guter Sattel oder ein guter Knieschluss</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Mein Pferd will an einem Hindernis nicht vorbei</h3>



<p>&#x1f575;&#x1f3fc;&#x200d;&#x2640;&#xfe0f; <strong>Die Ursache:</strong> Angst und Skepsis vor meist neuen Umweltreizen</p>



<p>&#x1f4a1; <strong>Lösung:</strong> <strong>Du gibst die Richtung vor, dein Pferd den Zeitplan</strong>. Letztes Jahr standen hier Barken in regelmäßigen Abständen auf den Feldwegen und die PN witterte Todesgefahr. Gemeinerweise musste man zwischen ihnen durch und konnte nicht einfach eine riesige Schleife außenherum reiten. Wir stoppten also vor den Barken mit untertassengroßen Augen und Nüstern (der PN). Ich habe verhindert, dass er seitlich auswich (seine erste Idee) und seine Nase auf den Weg und zwischen die Barken ausgerichtet gehalten. Dann blieben wir stehen. Als Pferd, das schnell ungeduldig wird, fand die PN das nicht lustig. Zweite Idee: Rückwärts gehen. Das habe ich verstärkt und unterstützt &#8211; und zwar so lang, dass die PN das irgendwie auch nicht mehr gut fand. So hatten wir praktischerweise etwas Abstand zu den Killerbarken hergestellt &#8211; und damit war die PN wieder in der Lage nach vorn zu gehen, sich ihnen zu nähern und meine treibende Hilfe kam durch. Dann parkten wir wieder davor, ich machte wieder alle Ausweichwege zu und ließ ihn einfach stehen. Es dauerte vielleicht fünf bis zehn Minuten, bis die PN sich darauf einlassen konnte, dass Vorwärts vielleicht auch eine Idee ist. Er tastete sich einen Schritt vor, dann noch einen. An dem Punkt muss ich nicht mehr nach vorwärts fragen. Wenn er die Entscheidung getroffen hat, geht er. Und so passierten wird die Barken mittig ohne weitere Vorkommnisse. Seitdem sind wir Barken-Profis.</p>



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<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.awin1.com/cread.php?s=3121715&amp;v=29263&amp;q=435410&amp;r=635314"><img decoding="async" alt="" consent-original-src-_="https://www.awin1.com/cshow.php?s=3121715&amp;v=29263&amp;q=435410&amp;r=635314" consent-required="4566" consent-by="services" consent-id="4567"/></a></figure>



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<h2 class="wp-block-heading">Erfolgsfaktoren fürs sicheres Ausreiten</h2>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-00-5-768x1024.jpeg" alt="Absteigen und Führen ist ein Teil des sicheren Ausreitens: Reiterin führt ihr Pferd am gebisslosen Sidepull auf einem langen Feldweg." class="wp-image-5866" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-00-5-768x1024.jpeg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-00-5-225x300.jpeg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-00-5-113x150.jpeg 113w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/PHOTO-2025-08-29-13-46-00-5.jpeg 1000w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Ich führe Teile des Rückwegs zum Stall. Die PN hat den Wald tiptop gemeistert und wir entspannen uns beim Spazieren gehen. Foto: Yvonne</em></figcaption></figure>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Ich kann jederzeit absteigen</strong>: Die PN ist vom Boden sehr gut ausgebildet und ich weiß, dass ich ihn an allem vorbeiführen kann. Lammschlachter, LKW, Bus im Morgengrauen oder Autobahnunterführung. Wir kriegen das hin. Diese Sicherheit hilft mir ungemein. Denn wenn ich nicht an einer Sache vorbeireiten kann, dann führe ich eben. Problem gelöst.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Wir waren von Anfang an allein unterwegs</strong> &#8211; zwangsläufig, da sich keine Begleitung ergeben hat. Die PN kennt es also, mit mir als einzigem Herdenmitglied draußen zu sein. Das hat den Charme, dass er nicht an einem Führpferd klebt und sich nicht ausschließlich an diesem orientiert.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Unangenehme Gefühle aushalten</strong>: Je nachdem, wie du so drauf bist, wird das Ausreiten deine Komfortzone mehr oder weniger dehnen. Ich bin Team #perfektvorbereitetundalleEventualitätenimBlick. Auch der einen Seite erhöht das meine <strong>Sicherheit</strong>, da ich keine fahrlässigen Entscheidungen treffe. Auf der anderen Seite sinkt der Faktor <strong>Abenteuer </strong>auf Null &#8211; und mir entgehen <strong>spaßige Erfahrungen und Leichtigkeit</strong>, weil ich immer die volle Kontrolle behalten will. Hinzu kommt, dass ich dann potenzielle Gefahren wittere, wo gar keine sind und mir und meinem Pferd zu wenig zutraue. Das führt dann dazu, dass ich <strong>vor herausfordernden Situationen zu schnell kapituliere</strong>, auch, wenn sie leistbar gewesen wären. Zum Beispiel am Konglomerat Kuhherde &#8211; neu gefällte Baumstämme &#8211; Camper unter Bäumen ohne 20 Meter Sicherheitsabstand vorbeizureiten statt von vorneherein zu führen. Ich musste also lernen, mein <strong>Gefahrenbewusstsein zu kalibrieren</strong> (ok, ich lerne das immer noch), eine gewisse Unsicherheit und die damit eingehenden Gefühle (was, wenn&#8230;., es könnte aber xy passieren) auszuhalten, selbstbewusst die Richtung vorzugeben &#8211; und es ist noch immer gut gegangen.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Die Mitte zwischen vorausschauend reiten und wir schaffen das: </strong>Das knüpft an den obigen Punkt an &#8211; man muss <strong>das Maß finden zwischen einer realistischen Gefahreneinschätzung, also ob Mensch und Pferd das in diesem Moment leisten können und der Zuversicht, eine Herausforderung anzugehen und zu bestehen</strong>. Es bringt nichts, von vorneherein das Handtuch zu werfen, in der Erwartung, es sowieso nicht hinzubekommen, weil dann Pferd und Mensch nie gemeinsam an einer Sache wachsen können und kein Selbstbewusstein entsteht. Es bringt aber auch nichts, sich blind in Situationen hineinzustürzen, die beide überfordern. Wie man die Mitte findet? <strong>Führe dir deine Ausreitkarriere vor Augen und prüfe deine eigene Disposition</strong>. Bist du Team Übervorsicht, hast du wahrscheinlich die Tendenz zu früh aufzugeben. Bist du Team Draufgänger, bringst du dein Pferd möglicherweise in Situationen, die es nicht so einfach meistern kann wie du.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Rückschläge akzeptieren:</strong> <strong>Nicht jeder Ausritt ist toll </strong>und entspannt. Vielleicht ist es heute mühsamer, vom Stall wegzureiten, vielleicht wird es auf dem Heimweg schneller oder hat mehr Spannung als sonst. Das Gute: Das muss morgen nicht so sein. Dranbleiben ist die Devise.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Ausreiten ist ein Lernprozess. </strong>Einfach ausreiten gehen funktioniert nur mit Pferden, die bombensicher sind. Alle anderen müssen es erst lernen. <strong>Deswegen ist Ausreiten genauso ein Projekt wie Seitengänge oder Galoppwechsel</strong>: Wir müssen es trainieren und das Pferd (und uns) darin schulen.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Spaß haben:</strong> Die PN liebt die freie Fortbewegung und wenn er im Mindset ist, dass er höchstwahrscheinlich nicht sterben wird, dann ist er neugierig und erkundet gern. Wir haben eine Großbaustelle hier im Feld also als eine Art Extreme-Trail genutzt: Für den Schwerlastverkehr waren gefühlt alle Wege mit Metallplatten belegt. Wenn es nicht nass und rutschig war, nutzten wir das als Mutprobe: Die Metallplatten schallen, wenn ein Pferd darüber läuft, sie schwingen und wackeln. Perfekt, um T<strong>rittsicherheit und Nervenstärke zu trainieren</strong>. Im Wald selbst windet sich der schmale Weg um Bäume und manchmal sogar durch alte Baumstämme und unter niedrigen Ästen hindurch. Wurzeln und Untergründe wie Sand, Schotter und Gras erfordern, dass <strong>das Pferd auf seine Füße aufpasst und sich bewusst bewegt</strong> &#8211; eine echte Therapie für Exemplare wie meinen, der oft damit beschäftigt ist das Gefahrenpotenzial seiner Umgebung zu evaluieren. Wenn er sich auf seine Füße konzentrieren muss, bleiben keine Hirnzellen mehr übrig für den 360-Grad-Scan von Wald und Feld.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740-768x1024.jpeg" alt="Gebisslos Ausreiten vorbereiten: Reiterin führt ihr Pferd im Frühlingswald" class="wp-image-5869" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740-768x1024.jpeg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740-225x300.jpeg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740-112x150.jpeg 112w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/09/IMG_5740.jpeg 800w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Wir sind im Wald und erkunden die Wege zu Fuß: Die PN muss klettern und ist fasziniert vom neuen Umfeld. Spaß für Mensch und Pferd gleichermaßen. Foto: Yvonne</em></figcaption></figure>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Gras fressen lassen:</strong> Von Anfang an durfte die PN bei unseren Ausflügen Gras fressen &#8211; egal, ob beim Ausreiten oder beim Spazieren gehen. Das hat sich als brillante Idee erwiesen: Das Pferd versteht, dass es <strong>abseits des Stalls eine Belohnung </strong>gibt und sich der Weg lohnt. <strong>Grasfressen entspannt und es beugt dem Drang vor, schnell wieder nach Hause zurückzueilen</strong>, vor allem, wenn man auf dem Heimweg grast. Die Voraussetzung dafür: Das Pferd fühlt sich draußen sicher genug. Bei unseren längeren Ausritten konnte die PN im Wald anfangs gar nicht fressen, weil er zu aufgeregt war &#8211; sich selbst überlassen, suchte er nach dem Heimweg. Später erwachte dann das Interesse am Gras, aber über ein paar Happen kam er nicht raus, weil er dann wieder nach einem Ausweg Ausschau hielt. Mittlerweile kann er sich den Bauch vollschlagen und vollends im Grasfressen aufgehen.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Die Erfahrung zu überleben</strong>: Ein Problem mit der <strong>Selbstsicherheit &#8211; sie wächst in der Regel nur dann, wenn man herausfordernde Situationen (was herausfordernd ist, ist individuell) gemeistert </strong>hat. Und herausfordernde Situationen sind nicht angenehm. Ich hatte es mehrfach, dass die PN mehrere Meter zur Seite gesprungen ist &#8211; mal gefühlt aus dem Nichts und mal mit Ansage, weil Enten aus dem Graben hochflogen oder Hasen aus der Hecke hoppelten. Er hat mich immer mitgenommen und er stand in der Regel schon, bevor ich überhaupt nach dem Zügel gegriffen habe. Das sind die Erfahrungen, die mir ein gutes Gefühl geben, da er bewiesen hat, dass er sich selbst regulieren kann und ich nicht beim leisesten Hüpfer im Sand lande.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Nicht alles planen müssen</strong>: Ausreiten gehen bedeutet auch, <strong>mit Dingen konfrontiert zu werden, mit denen man nicht gerechnet hat</strong>. Beim ersten Ausritt im Wald stellte die PN fest, dass ich mich im Sattel viel mehr bewege als auf dem Platz, weil ich ständig damit beschäftigt bin, Ästen auszuweichen und dabei meinen Schwerpunkt und das Gewicht in den Bügeln stark verlagere. Ich stellte fest, dass er am langen Zügel beschleunigt, wenn es hoch und runtergeht &#8211; auch dann, wenn ich einen Ast im Gesicht habe. War trotzdem lustig.</p>



<p>&#x1f434;&#x1f333; <strong>Vertrauensvorschuss:</strong> Ausreiten ist fürs Pferd nur dann entspannend, wenn es <strong>nicht dauerhaft am anstehenden Zügel geritten wird</strong>. Wenn es den Kopf frei hat, um sich den Weg zu bahnen und seine Balance zu finden, wenn es sich dehnen und abschnauben kann. Wir Reiter müssen deswegen auch mal loslassen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="Gebisslos Ausreiten gehen - sicher" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Hier geht&#8217;s ums sichere <a href="https://verstehepferde.de/absteigen-westernsattel/">Auf- und Absteigen vom Westernsattel</a></p>



<p>Was tun, wenn <a href="https://verstehepferde.de/hilfe-mein-pferd-ist-unberechenbar/">das Pferd unberechenbar ist</a>?</p>



<p>Hier geht&#8217;s ums <a href="https://verstehepferde.de/entspannt-spazieren-gehen/">entspannte Spazierengehen mit dem Pferd</a></p>



<p>Schau mal auf <a href="https://www.instagram.com/verstehe_pferde32/">Instaaaa</a> vorbei! Da gibt&#8217;s Videoschnipsel aus unserem Alltag.</p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:30% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1920" height="2560" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-scaled.jpg" alt="" class="wp-image-5825 size-full" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-scaled.jpg 1920w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-225x300.jpg 225w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-768x1024.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-1152x1536.jpg 1152w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-1536x2048.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2025/06/IMG_5998-113x150.jpg 113w" sizes="auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p>Die reiterliche Ausbildung, mit der ich die PN geländesicher gemacht habe, beschreibe ich in <a href="https://www.amazon.de/dp/3000824901?tag=wwwfeelforhor-21&amp;linkCode=ogi&amp;th=1&amp;psc=1">meinem Buch &#8222;Natürlich gebisslos &#8211; Reiten mit klarer Kommunikation und durchdachten Hilfen&#8220;</a>*</p>
</div></div>



<p class="has-text-align-center">&#8212; Alle mit * markierten Links sind <a href="https://verstehepferde.de/affiliate-links/">Affiliate-Links!</a> &#8212; </p>



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			</item>
		<item>
		<title>Futter als Beziehungsbasis mit dem Pferd &#8211; echt jetzt?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Dec 2023 16:58:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdetraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Breaking News! Die Wissenschaft bestätigt: Training mit Leckerli ist nicht beziehungsbildend. Ich hab's ja gleich gesagt...</p>
<p> <a class="continue-reading-link" href="https://verstehepferde.de/futter-beziehung-pferdetraining/"><span>Weiterlesen</span><i class="crycon-right-dir"></i></a> </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://verstehepferde.de/futter-beziehung-pferdetraining/">Futter als Beziehungsbasis mit dem Pferd &#8211; echt jetzt?</a> erschien zuerst auf <a href="https://verstehepferde.de">Pferde verstehen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/AW0O3565-1024x683.jpg" alt="Pferd frisst einen Apfel aus der Hand des Menschen" class="wp-image-5278" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/AW0O3565-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/AW0O3565-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/AW0O3565-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/AW0O3565-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/AW0O3565-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/AW0O3565-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/AW0O3565.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Jetzt hat er mich bestimmt ganz doll lieb. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<p>Wahrscheinlich weißt du es: Das hier ist ein <strong>Horsemanship-Pferdeblog</strong>. Hier schreibt ein Seilschwinger. Ein Druckmacher. Ein Knotenhalfter-Fuzzi. Ein negativer Verstärker. Und das seit über zehn Jahren: Im Oktober 2013 ist der erste Post erschienen (keine Sorge, das wird kein mit-romantisch-verklärendem-Blick-in-die-Vergangenheit-schauen-Beitrag).</p>



<p>Ich erinnere mich noch gut an die Social-Media-Schlachten und Endlos-Diskussionen zwischen <strong>Horsemanship-Anhängern und Clickerern</strong>, den Anhängern der positiven Verstärkung im Pferdetraining. Das waren die beiden Lager im alternativen Umgang mit dem Pferd abseits von Turnierreiten und FN-Dressur. Und auch, wenn ich mich schon lange nicht mehr daran beteilige, so hat sich meine Meinung auch in zehn Jahren nicht verändert: <strong>Wir können uns die Kooperation bzw. die Zuneigung eines Pferdes nicht mit Futter erkaufen</strong>. <strong>Wir sollten uns auch nicht auf Futter als zentrales Mittel der Kommunikation verlassen. </strong>Irgendwann wird es etwas geben, das dem Pferd wichtiger ist als Futter oder angesichts dessen Futter keine Bedeutung mehr hat &#8211; und damit haben wir keine Argumente mehr. Und woher kommt überhaupt die irrige Annahme, dass unter all den Bedürfnissen, die ein Pferd haben kann, <strong>Futter das geeignetste ist, um darauf sein Training und seine Beziehung aufzubauen</strong>?</p>



<p>Warum nun dieser Post zu einem Thema, das schon so alt ist? Es hat sich ja schon etwas getan in der Pferdewelt oder zumindest in meiner Blase bzw. Wahrnehmung. Grenzen und Lagerbildung sind nicht mehr so statisch wie früher und manche Trainer vereinen hocherfolgreich verschiedene Ansätze.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">Pferdetraining nach wissenschaftlichen Prinzipien? Nö du, lass&#8216; mal</h2>



<p>Nun bin ich über einen <a href="https://www.facebook.com/emotional.horsemanship/posts/pfbid02kNbVXPEeH24QozPptYtKs3kvLx6HqFPAZzBYMYMrbCg7RNWZGGtqqE5NKSRfSMKgl">Beitrag eines Pferdetrainers</a> gestolpert, dem ich sporadischst folge. Im Prinzip sagt er: &#8222;Ich würde ja so gern nur mit Leckerli trainieren, weil es mir selbst so ein gutes Gefühl gibt und ich doch einer von den Guten sein will. Aber jetzt hat die Wissenschaft gezeigt, dass mit Leckerli keine Beziehung zum Pferd erzeugt werden kann, weil die Botenstoffe, die damit freigesetzt werden, nicht mit Bindung und Beziehung assoziiert werden.&#8220; (frei übersetzt und interpretiert). Na sowas! </p>



<p>Ich muss zugeben: Eigentlich interessieren mich <strong>&#8222;wissenschaftliche&#8220; Erkenntnisse in Sachen Pferde </strong>herzlich wenig. Weil mich die Ergebnisse von nicht-wissenschaftlich trainierten Pferden mehr ansprechen als jene, die von Menschen erreicht werden, die meinen im Sinne der Wissenschaft am Pferd zu arbeiten.</p>



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</a></p>



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<p>Gelesen habe ich den Text nur, weil ich wusste, dass er meine eigene Meinung bestätigen würde. Und wie soll ich sagen: Ich hab&#8217;s ja gleich gesagt &#8211; ganz frei von wissenschaftlichen Ambitionen. Ich finde den Gedanken amüsant und gleichzeitig die Idee dahinter so oberflächlich: <strong>mit Futter eine echte Beziehung zum Pferd aufbauen</strong> zu wollen. Als ob es zwischen Pferd und Mensch nicht mehr geben würde als den Austausch von Kommandos bzw. Signalen und der folgenden Belohnung oder Strafe, als ob alles immer nur schwarz-weiß ist oder in Kategorien wie &#8222;richtig&#8220; und &#8222;falsch&#8220; eingeordnet werden kann. Als ob ein mechanischer Ansatz dem Austausch zweier Lebewesen je gerecht werden könnte.</p>



<p>Genauso wenig wie es reicht, den <strong>Stick zu schwingen, das Pferd weichen zu lassen</strong> und zu glauben, damit ist man jetzt der Chef, reicht es &#8222;click&#8220; zu machen und das gluten- und zuckerfreie Leckerli auf Luzernebasis mit fermentierten Kräutern ins Maul zu schieben (es ist aber nur das zweitliebste, nicht das Lieblingsleckerli!) und zu denken, jetzt hat man das Vertrauen des Pferdes. Da darf&#8217;s dann schon etwas mehr sein.</p>



<p>Vielleicht greifen <strong>reine Trainingsmethoden</strong> auch deswegen immer zu kurz, weil sie am Pferdeverhalten ansetzen und nicht am Menschen. Sie also fragen, was will ich vom Pferd und wie erreiche ich das versus <strong>wer muss ich sein, damit das Pferd es mir geben kann</strong> (nicht falsch verstehen: Ich liebe Methoden und finde sie als Ausgangspunkt optimal. Sie können aber durchaus zu eng werden und dann ist es sinnvoll, den Blick zu weiten).</p>



<p>Ich glaube: Am Ende läuft&#8217;s darauf raus, <strong>was wir für ein Mensch sind</strong>. Ob das Pferd der Meinung ist, dass wir gute Ideen haben und gute Entscheidungen treffen. Dass wir seine Interessen angemessen vertreten. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106.jpg" alt="Pferd wendet sich dem Menschen zu, beide sehen sich an." class="wp-image-4172" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zugewandheit. Auch ein wichtiger Teil der Pferd-Mensch-Beziehung. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Moral-Olympiade im Pferdetraining: really?</h2>



<p>Lustig bis dreist finde ich den Anspruch, <strong>sich im Pferdetraining besonders moralisch zu verhalten</strong>, weil man angeblich keinen Druck macht bzw. nur positive Verstärkung (=Futter) nutzt und keine negative. Weil es den eigenen Bedürfnissen (immer freundlich sein zu wollen und bloß keine Grenzen ziehen) vielleicht näher kommt? Aber wie nett ist das dann noch, wenn das Pferd eigentlich etwas anderes bräuchte? Ist Futter-Training dann nicht eher ein Mittel, das eigene Ego zu streicheln? Sich selbst ein gutes Gefühl zu geben? Und sich dann selbst zu erhöhen, weil man in seiner eigenen Wahrnehmung ach so pferdegerecht trainiert?</p>



<p>Immer sanft und freundlich, auf jeden Fall dominanzfrei &#8211; das sind nicht meine Maßstäbe. Meiner ist Klarheit. Immer noch (und immer noch halte ich <a href="https://verstehepferde.de/warum-zu-viel-ruecksicht-schaedlich-ist/">Freiwilligkeit</a> für ein genauso dämliches Konzept im Pferdetraining wie vor zehn Jahren). Und lustigerweise resultiert aus dem <strong>Streben nach Klarheit</strong> ein Umgang mit dem Pferd der von großer Freundlichkeit und Harmonie geprägt ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Klarheit im Pferdetraining &#8211; und Beziehung &#8211; und Feel</h2>



<p><strong>Klarheit ist stets eine Frage der Kommunikation</strong>. </p>



<p>Kennst du das, wenn dein Pferd unsicher wird &#8211; bei uns aktuell, weil Handwerker auf dem Stalldach herumkraxeln, Stromleitungen verlegen und Solarpanele mit dem Schlagbohrer anschrauben &#8211; es die Augen aufreißt, die Gefahr fixiert und dann zu dir rüberschaut um zu sehen, was du dazu sagst, wie du die Lage einschätzt? <strong>Das ist die Basis für Beziehung</strong>. Mit Kommunikation kannst du alles entschärfen. Vorausgesetzt, sie findet statt. </p>



<p>Eine Freundin hat ihr Pferd verladen. 4,5 Stunden lang. Es war ein kontinuierliches Gespräch, keine Diskussion, und die Fragen und Antworten &#8211; &#8222;kannst du nach vorn kommen?&#8220; &#8211; &#8222;nein&#8220;- &#8222;kannst du nur die Hinterbeine bewegen?&#8220; &#8211; &#8222;ja, aber nur in diese Richtung&#8220; flossen hin und her. Hier wurde nicht rumgeschrien, weder verbal noch körperlich. Der Hänger war Gesprächsgegenstand. Und am Ende das Pferd überzeugt, dass es ok ist, einzusteigen. <strong>Solche Gespräche sind beziehungsbildend </strong>&#8211; im Guten wie im Schlechten.</p>



<p>Und irgendwann werden diese <strong>Gespräche </strong>sehr subtil. Wir teilen mit dem Pferd den Raum und wir interagieren durch unsere Intention, unsere Absicht und unsere Bewegungen und die Energie, die wir transportieren. Einzelne Hilfen und Signale finden dann fast nicht mehr statt, weil sie überflüssig geworden sind &#8211; fürs Antraben reicht ein Aufrichten im Sattel und der Gedanke &#8222;voraus&#8220;, beim Führen bleibt man gemeinsam stehen ohne Zug auf dem Seil oder verbales Kommando. Mensch und Pferd sind im Fluss. Ich wünsche mir, dass jeder die Erfahrung machen kann, wie es sich anfühlt <strong>mit seinem Pferd über ein solches &#8222;Feel&#8220; verbunden</strong> zu sein. </p>



<p>Ich wünsche mir auch, dass jeder die Erfahrung machen kann, dass das Pferd den Menschen dem Futter vorzieht &#8211; für das, was er ist und bringt: Bei uns sind das Abwechslung, Sicherheit, Spaß, Bewegung, Stimulation.  Ja, ich kann die PN vom Gras abrufen &#8211; nicht, weil ich ihn in den Gehorsam terrorisiert habe. Sondern, weil er weiß, dass ich gute Ideen habe. Dass da vielleicht etwas kommt, was besser ist als Gras. Aber auch, weil Gras fressen in meiner Anwesenheit kein Tabu ist. Er also weiß, dass er sich vom Gras nicht für immer trennen muss, wenn er mir folgt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="967" height="1024" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/seitwaerts-967x1024.jpg" alt="Reiterin reitet Seitengänge auf dem Pferd" class="wp-image-5282" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/seitwaerts-967x1024.jpg 967w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/seitwaerts-283x300.jpg 283w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/seitwaerts-768x814.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/seitwaerts-142x150.jpg 142w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2023/12/seitwaerts.jpg 1348w" sizes="auto, (max-width: 967px) 100vw, 967px" /><figcaption class="wp-element-caption">Gespräche übers Seitwärts-Gehen &#8211; hier gibt&#8217;s kein Schwarz-Weiß, nur Nuancen, Abstufungen und Schattierungen in der Kommunikation. Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de/">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Ross Jacobs, der als Wissenschaftler in der Medizin geforscht hat, bevor er Pferdetrainer wurde. <a href="https://www.facebook.com/profile.php?id=100064515560094">Seine Eingaben zum Pferdtraining</a> sind immer höchst spannend, da er die Brille des Wissenschaftlers trägt.</p>



<p>Ein paar Ideen, wie man ein <a href="https://verstehepferde.de/guter-pferdemensch/">guter Pferdemensch</a> werden kann.</p>



<p>Ich nutze übrigens auch Futter im Training &#8211; für Tricks. Es ist eine Belohnung für Albernheiten, an denen die PN Freude findet. Aber nicht die Grundlage für Kommunikation.</p>
<ul class="shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium"><li class="shariff-button facebook shariff-nocustomcolor" style="background-color:#4273c8"><a href="https://www.facebook.com/sharer/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Ffutter-beziehung-pferdetraining%2F" title="Bei Facebook teilen" aria-label="Bei Facebook teilen" role="button" rel="nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#3b5998; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 18 32"><path fill="#3b5998" d="M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z"/></svg></span></a></li><li class="shariff-button twitter shariff-nocustomcolor" style="background-color:#595959"><a href="https://twitter.com/share?url=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Ffutter-beziehung-pferdetraining%2F&text=Futter%20als%20Beziehungsbasis%20mit%20dem%20Pferd%20%E2%80%93%20echt%20jetzt%3F" title="Bei X teilen" aria-label="Bei X teilen" role="button" rel="noopener nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#000; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 24 24"><path fill="#000" d="M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0"/></svg></span></a></li><li class="shariff-button pinterest shariff-nocustomcolor" style="background-color:#e70f18"><a href="https://www.pinterest.com/pin/create/link/?url=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Ffutter-beziehung-pferdetraining%2F&media=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2023%2F12%2Ffutter.jpg&description=Futter%20als%20Beziehungsbasis%20mit%20dem%20Pferd%20%E2%80%93%20echt%20jetzt%3F" title="Bei Pinterest pinnen" aria-label="Bei Pinterest pinnen" role="button" rel="noopener nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#cb2027; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 27 32"><path fill="#cb2027" d="M27.4 16q0 3.7-1.8 6.9t-5 5-6.9 1.9q-2 0-3.9-0.6 1.1-1.7 1.4-2.9 0.2-0.6 1-3.8 0.4 0.7 1.3 1.2t2 0.5q2.1 0 3.8-1.2t2.7-3.4 0.9-4.8q0-2-1.1-3.8t-3.1-2.9-4.5-1.2q-1.9 0-3.5 0.5t-2.8 1.4-2 2-1.2 2.3-0.4 2.4q0 1.9 0.7 3.3t2.1 2q0.5 0.2 0.7-0.4 0-0.1 0.1-0.5t0.2-0.5q0.1-0.4-0.2-0.8-0.9-1.1-0.9-2.7 0-2.7 1.9-4.6t4.9-2q2.7 0 4.2 1.5t1.5 3.8q0 3-1.2 5.2t-3.1 2.1q-1.1 0-1.7-0.8t-0.4-1.9q0.1-0.6 0.5-1.7t0.5-1.8 0.2-1.4q0-0.9-0.5-1.5t-1.4-0.6q-1.1 0-1.9 1t-0.8 2.6q0 1.3 0.4 2.2l-1.8 7.5q-0.3 1.2-0.2 3.2-3.7-1.6-6-5t-2.3-7.6q0-3.7 1.9-6.9t5-5 6.9-1.9 6.9 1.9 5 5 1.8 6.9z"/></svg></span></a></li></ul></div><p>Der Beitrag <a href="https://verstehepferde.de/futter-beziehung-pferdetraining/">Futter als Beziehungsbasis mit dem Pferd &#8211; echt jetzt?</a> erschien zuerst auf <a href="https://verstehepferde.de">Pferde verstehen</a>.</p>
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		<title>Der ultimative Post für die allerperfekteste Beziehung zu deinem Pferd – garantiert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Aug 2021 14:51:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klartext]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Harmonie]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdetraining]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsthilfe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Willst du dir wirklich von (uns) Bloggern, Autoren oder anderen Publizisten, die dich und dein Pferd nicht kennen, sagen lassen, was hundertprozentig genau das Richtige für euch ist? • „Der ultimative Weg zur perfekten Harmonie mit deinem Pferd“ • „Die drei Schritte, um dein Pferd garantiert zu verstehen“ • „Mit…</p>
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<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/3098d894-3463-48c3-90a6-8d5a0b604eab-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4333" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/3098d894-3463-48c3-90a6-8d5a0b604eab-1024x768.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/3098d894-3463-48c3-90a6-8d5a0b604eab-300x225.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/3098d894-3463-48c3-90a6-8d5a0b604eab-768x576.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/3098d894-3463-48c3-90a6-8d5a0b604eab-1536x1152.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/3098d894-3463-48c3-90a6-8d5a0b604eab-150x113.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/3098d894-3463-48c3-90a6-8d5a0b604eab.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Schattentanz unter Strom. Foto: Hülya</figcaption></figure></div>


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<p>Willst du dir wirklich von (uns) Bloggern, Autoren oder anderen Publizisten, die dich und dein Pferd nicht kennen, sagen lassen, was hundertprozentig genau das Richtige für euch ist?</p>



<p>• „Der ultimative Weg zur perfekten Harmonie mit deinem Pferd“</p>



<p>• „Die drei Schritte, um dein Pferd garantiert zu verstehen“</p>



<p>• „Mit diesen super einfachen Tipps lernt dein Pferd alles“</p>



<p>• „Die allerwichtigste Wahrheit über Pferdetraining, die du unbedingt wissen musst“</p>



<p>Hüte dich vor Superlativen und absoluten Wahrheiten, vor Versprechen von einfachen Lösungen und der Aussicht von maximalem Erfolg, der sich natürlich über Nacht einstellen wird. Was sich zu erreichen lohnt, ist in der Regel mit harter Arbeit verbunden und wird einem nicht geschenkt. Und je größer die Erwartung, desto größer die Enttäuschung, wenn sie am Ende nicht ohne Weiteres erfüllt wird. Und desto größer die Selbstzweifel. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Selbsthilfe? Nein danke.</h3>



<p>Mir sind diese Pseudo-Transformations-Angebote mit ihren Versprechen, dass es ja sooooo leicht sei, so ein Graus, weil sie an unserem wundesten Punkt ansetzen und massiv Druck aufbauen: <strong>Wir fühlen uns nicht gut genug und müssen uns ändern</strong>. Für unser Pferd! Wir müssen endlich Verantwortung übernehmen! Das sind wir ihm schuldig!  </p>



<p>Der Klassiker der Selbsthilfe geht so: Anleitungen, die eines deiner kniffeligsten Probleme spielerisch lösen, werden als total einfach verkauft &#8211; mit dem Hinweis, dass der Tippgeber kein Superheld ist und es trotzdem geschafft hat. Und deswegen schaffst du es garantiert auch!</p>



<p>Was an sich eine gute Sache sein könnte &#8211; aufmunternd, inspirierend, Kraft gebend &#8211; kann allerdings schnell nach hinten losgehen. Wer Selbsthilfe liest, ist mit großer Wahrscheinlichkeit an einem Ort, den er gern verlassen will. Es geht ihm nicht gut, weswegen er etwas verändern will und sich Hilfe holt. Das Problem dabei: Wenn es trotzdem nicht klappen will mit der versprochenen Transformation, <strong>fällt man in seinen Denkmustern automatisch auf sich selbst zurück</strong> und damit werden Glaubenssätze, die man eigentlich ablegen wollte &#8211; &#8222;ich bin zu dumm/nicht gut genug/unfähig&#8220; &#8211; erst recht verstärkt. Denn schließlich ist man nicht mal in der Lage einen (als einfach verkauften) Rat umzusetzen. Also muss ja etwas mit einem selbst verkehrt sein. </p>



<p>Das ist natürlich Bullshit &#8211; vielleicht war der Ratschlag auch einfach unpassend für Mensch, Pferd, die Situation oder an sich Schwachsinn. Aber, wer einmal in der Spirale des Selbstzweifels oder der fehlenden Selbstakzeptanz kreiselt, der wird in diese Richtung nicht denken. Der sucht den Fehler zuallerst und meist ausschließlich bei sich. Und der Tippgeber wird natürlich nichts dazu beitragen, solche Ideen zu fördern &#8211; sonst kommt am Ende noch raus, was er für einen Blödsinn erzählt hat.</p>



<p>Und so wird aus etwas wirklich Gutem &#8211; dem Wunsch Eigenverantwortung zu übernehmen, ins Handeln zu kommen, Hilfe zu suchen, etwas zu verändern &#8211; <strong>ein Boomerang, der die eigenen Selbstzweifel noch verstärkt</strong>.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Bist du wirklich der beste Trainer für dein Pferd? </h3>



<p>Das gleiche Verkaufsargument der kinderleichten Transformation hat dieser Slogan, der mir jüngst begegnet ist: &#8222;Du bist der beste Trainer für dein Pferd.&#8220; </p>



<p>Bullshit. </p>



<p>Die Aussage ist so allgemeingültig, dass die Qualifikation &#8222;bester Trainer&#8220; nur an die Bedingung des Pferdebesitzens geknüpft ist. Weil das Pferd mir also auf dem Papier gehört, bin ich sein perfekter Trainer? Im Leben nicht. Man muss es so hart sagen: <strong>Ganz viele Leute sind nicht gut genug in ihren Fähigkeiten für ihre Pferde</strong>. Das ist die Wahrheit, auch, wenn es weh tut. Sie nehmen zu wenig wahr, sie interpretieren ihr Pferd falsch, sie sind zu unsportlich, sie haben Blockaden im Kopf und im Körper und ihre Emotionen nicht im Griff. Aber: Nur, weil das jetzt so ist, muss das nicht immer so sein. Denn wir können besser werden, uns fortbilden, Stunden nehmen. Unser Wissensstand und unsere Fähigkeiten sind nicht in Stein gemeißelt. Wir haben immer die Chance, daran etwas zu verändern. Das ist nicht leicht und geht auch nicht von heute auf morgen, wie die oben genannten Angebote es weismachen wollen. Dennoch gibt es Hoffnung. Der Slogan sollte meiner Meinung nach lauten: &#8222;Du kannst ein guter Trainer für dein Pferd werden.&#8220; Der beste? Nein. Da draußen gibt es vermutliche einige Horseman, deren Fähigkeiten wir in diesem Leben nicht mehr erreichen werden.</p>



<p>Übrigens: Versagensangst und das Gefühl, fürs eigene Pferd nicht gut genug zu sein, sind nur die eine Seite der Medaille. Die andere ist <strong>narzistische Selbstüberhöhung</strong>. Die war gerade als Reaktion auf das Fünf-Kampf-Drama der Olympischen Spiele in Tokyo in voller Schönheit zu beobachten. Gehobene wie ambitionierte Freizeitreiter genauso wie Profis und Experten für die Pferdegesundheit fühlten sich berufen, die Ereignisse zum Anlass zu nehmen, ihre eigenen Fähigkeiten goldmedaillenwürdig in Szene zu setzen. Das Fazit: Wenn alle nur so toll wären wie sie, dann müssten Pferde nie wieder leiden! </p>



<p>Diese Art der Selbstwahrnehmung ist in der Konsequenz fürs Pferd genauso schlecht wie der Reiter, der denkt, immer alles falsch zu machen. Denn <strong>wer aufgehört hat (auch an sich und seinen Fähigkeiten) zu zweifeln und seine Skepsis über Bord wirft, vertraut blind</strong>. Damit verengt sich das Sichtfeld und vor allem geraten alle Alternativen aus dem Blick. Ohne Zweifel und ohne Skepsis gibt es nur noch absolute Wahrheiten. Im Pferdetraining (und überall sonst) ist das hochgradig hinderlich &#8211; weil, was tun, wenn unser Pferd der Meinung ist, dass genau diese absolute Wahrheit für es nicht gilt? Halten wir dann an etwas fest, was offensichtlich nicht funktioniert, nur, weil wir so sehr daran glauben wollen?</p>



<p>Es gibt keine Anleitungen, die immer funktionieren. Und es gibt auch keine Horsemen, die immer Recht haben.  </p>



<h3 class="wp-block-heading">Methoden und ihre Vorteile: Sag mir genau, was ich jetzt tun soll! </h3>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O2009.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O2009-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-4704" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O2009-1024x682.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O2009-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O2009-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O2009-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O2009-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O2009-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O2009.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Buntes <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/knotenhalfter?ref=9">Knotenhalfter*</a> im Parelli-Stil, aber ohne Metallhaken, Cowboy-Flagge und Jodhpur-Reithosen? Was ist das bitte für eine Mischung? Foto: <a href="https://isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



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<p>Irgendwo anfangen müssen wir trotzdem. Ich zum Beispiel mag Methoden und durchaus auch die Gurus, die mit ihnen kommen. Ich denke dann schon mal im Sinne von &#8222;der hat so viel Erfahrung mit Pferden, so viel mehr als ich, der muss es einfach wissen.&#8220; Und es gibt da draußen auch in der Tat Pferdemenschen mit Skills vom anderen Stern, die den Umgang mit dem Pferd auf einem Niveau beherrschen, dass es einer Kunstform gleichkommt.</p>



<p>Über die Jahre habe ich <strong>mich mit einigen Pferdetrainern und deren Lehren und Systemen beschäftigt</strong> und bin ihnen über längere Zeit gefolgt, habe ihre Bücher gelesen, ihre Videos gesehen, ihre Kurse besucht und mit ihnen persönlich gesprochen. Den Guru habe ich immer dann gewechselt, wenn ich nicht mehr weiter kam oder ich eine Entwicklung nicht mitgehen konnte oder wollte.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Mein Horsemanship-Einstieg war ganz klassisch das Level-System von <strong>Pat und Linda Parelli</strong>. Solides Handwerkszeug und gute Einblicke, wie Pferde ticken. Die wurden mir dann aber zu FN-nah. Schließlich bin ich zum Horsemanship gewechselt, weil ich mit den Lehren der FN eben nichts anfangen konnte.</li>



<li>Dann stieß ich auf <strong>Buck Brannaman</strong>, ein Buckaroo des amerikanischen mittleren Westens, Schüler von Tom Dorrance und Ray Hunt, den Vätern des US-Horsemanship, und ein Reiter, dessen Präzision für mich unerreicht ist. <a href="https://www.brannaman.com">Buck</a> kann aber schon ein ziemlicher Hardliner sein und ich mag Dogmen nicht.</li>



<li>Mein Folge-Guru wurde<strong> Warwick Schiller</strong>, ein australischer Reining-Trainer, der sich mit no-nonse-Videos auf Youtube eine rasant wachsende Followerschaft aufbaute. Und zu recht. Ohne <a href="http://www.warwickschiller.com">Warwick</a> hätte ich die PN nicht in die Familie geholt. Er hat so viele meiner Wissenslücken gefüllt und Verständnis für Zusammenhänge geschaffen. Warwick ist ein begnadeter Erklärer, jeder Satz der frühen Videos hat mir Augen geöffnet und Aha-Momente beschert. Bei der <a href="https://verstehepferde.de/muli-reiten-mit-warwick-schiller-ein/">Clinic</a> habe ich ihn als guten, hilfsbereiten Lehrer erlebt, der nicht urteilt, sondern lehrt. Da er &#8211; anders als viele andere der Pferdebranche &#8211; ständig dazu lernt und sich weiterentwickelt, ist er nun aber in eine Richtung unterwegs, die ich selbst nicht mitgehe. </li>



<li>Zwischendrin schaute ich die Videos von <strong>Carson James</strong>, ein junger Buckaroo ebenfalls aus den USA, der in der Tradition von Buck Brannaman trainiert, aber deutlich besser erklären kann und teilweise noch einen anderen Dreh findet.</li>



<li><strong>Ross Jacobs</strong> ist ein australischer Pferdemann, der auf einem komplett anderen Dampfer unterwegs ist als die traditionellen Horseman. Für ihn geht es immer darum,<a href="https://verstehepferde.de/ross-jacobs-interview/"> die Gedanken des Pferdes zu verändern, weniger die Füße zu bewegen</a>. Ich hätte gern seine Ideen ausprobiert, aber die sind für mich nicht ohne Weiteres umsetzbar. <a href="https://www.goodhorsemanship.com.au">Ross</a> hat einen Doktortitel, einen akademischen Hintergrund und lange in der medizinischen Forschung gearbeitet. Ich lese seine Essays gerne, weil er mit scharfem Blick aktuelle Themen beleuchtet und zu Schlüssen kommt, die nicht immer auf der Hand liegen. Die Pferdeszene braucht mehr Hirn, mehr sachliche Argumente und weniger Kopisten &#8211; Ross trägt dazu bei. </li>



<li><strong>Mark Langley</strong>, ebenfalls ein Australier, arbeitet ähnlich wie Ross &#8211; seine Ideen sind mir völlig fremd, sehen in der Anwendung manchmal eher hässlich aus, aber sie funktionieren.</li>
</ul>



<p>Einen Ausflug in die <strong>akademische Reitkunst</strong> habe ich auch unternommen, mich dort aber nie Zuhause gefühlt. Dennoch kommt der Input zur Gymnastizierung und Biomechanik aus dieser Zeit heute der PN und ihrem schwachen Rücken zugute. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Ratschläge anwenden &#8211; nach unseren eigenen Maßstäben</h3>



<p>Das zentrale Problem aller Methoden: Um möglichst breit anwendbar zu sein, muss stark vereinfacht werden. <strong>Methoden können deswegen nie alle individuellen Fälle berücksichtigen.</strong></p>



<p><strong>Wir alle bringen zudem andere Voraussetzungen mit</strong>. Wir haben unterschiedliche Lernstile, unterschiedliche Ziele und Prioritäten.</p>



<p>Ich bin nicht so ein versierter Reiter wie Buck Brannaman, ich habe nicht die Ranches und die Trainingsmöglichkeiten wie Pat Parelli und ich bin kein Meditations-Guru wie aktuell Warwick Schiller. </p>



<p>Deswegen müssen wir Ratschläge der Großen immer bei uns im Kleinen anwenden und bei Bedarf auch anpassen. Ich finde es wichtig, dass wir uns dabei nicht fremde Maßstäbe zu eigenen machen, sondern unsere eigenen formulieren und finden. Was für Buck schlechtes Timing ist, ist für mich in diesem Augenblick vielleicht ein Fortschritt, weil mein Timing davor noch viel dürftiger war. Nicht der absolute Blick hilft uns hier, sondern die Relation, das Verhältnis. </p>



<p>Außerdem sollten wir uns <strong>eine gewisse Offenheit (nicht Beliebigkeit!) bewahren</strong>: Denn manchmal taugen Ratschläge, die wir gar nicht hören wollen. Und manchmal sind Ansätze, die wir in der Theorie verworfen haben, für unser Pferd in der Praxis sinnvoll.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O5761-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-4336" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O5761-1024x683.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O5761-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O5761-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O5761-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O5761-2048x1365.jpg 2048w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O5761-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O5761-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die PN und ich im Jahr 2020 &#8211; noch mit Trense, nörgelndem Maul und Sattel unterwegs. Foto: <a href="http://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



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<p>Mein Ziel war es zum Beispiel, <strong>die PN mit Gebiss in der Western-Dressur auszubilden</strong> &#8211; ich wollte die Lässigkeit des Westernreitens mit der Gymnastik der Dressur verbinden. Aktuell reite ich ihn mit einem selbst gemachten Bosal. Meine Reitlehrerin musste mich eine ganze Weile auf die Option gebisslos drängen, weil ich so sehr am Reiten mit Gebiss und meinem Wunsch, in der Tradition des Horsemanship auszubilden festhielt. Außerdem habe ich den Sattel, der mich etwas hinter den Schwerpunkt setzte und meinen Stuhlsitz betonte, gegen ein Reitpad getauscht. Mit Pad sitze ich besser. Ich musste komplett umdisponieren, die PN läuft jetzt zufriedener und feiner. </p>



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<div class="wp-block-image is-style-default">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/fur-deinen-sitz/products/reitpad-spezial-von-brockamp?variant=13108954628162&amp;ref=9"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="250" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/Pferdefluesterei-Banner-B300xH250_18.jpg" alt="" class="wp-image-4689" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/Pferdefluesterei-Banner-B300xH250_18.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/Pferdefluesterei-Banner-B300xH250_18-150x125.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure></div>


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<p>Das Ganze brachte auch einen psychologischen Vorteil, denn mit Pad und Bosal habe ich komplett abgerüstet. Es wäre ein leichtes für ihn, durch die Einwirkung des Bosals zu gehen und es wäre ebenfalls kein Problem, mich unterwegs zu verlieren. Die Ausrüstung verlangt von mir einen Vertrauensvorschuss und limitiert meine Kontrollvorliebe auf eine gute Art und Weise.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-2 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="806" height="1024" data-id="4341" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/pn-nice-806x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-4341" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/pn-nice-806x1024.jpeg 806w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/pn-nice-236x300.jpeg 236w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/pn-nice-768x976.jpeg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/pn-nice-118x150.jpeg 118w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/pn-nice.jpeg 856w" sizes="auto, (max-width: 806px) 100vw, 806px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="877" height="1024" data-id="4337" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/cee6845f-26c3-4a5c-be7d-4d9a6589edf6-e1615027405353-877x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4337" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/cee6845f-26c3-4a5c-be7d-4d9a6589edf6-e1615027405353-877x1024.jpg 877w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/cee6845f-26c3-4a5c-be7d-4d9a6589edf6-e1615027405353-257x300.jpg 257w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/cee6845f-26c3-4a5c-be7d-4d9a6589edf6-e1615027405353-768x896.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/cee6845f-26c3-4a5c-be7d-4d9a6589edf6-e1615027405353-129x150.jpg 129w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/cee6845f-26c3-4a5c-be7d-4d9a6589edf6-e1615027405353.jpg 1028w" sizes="auto, (max-width: 877px) 100vw, 877px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" data-id="4683" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/IMG_3760-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-4683" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/IMG_3760-1024x682.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/IMG_3760-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/IMG_3760-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/IMG_3760-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/IMG_3760-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/IMG_3760-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/IMG_3760.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Bosal-Reiterei im Jahr 2021. Wenn du Glück hast, <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/reitpads?ref=9">bekommst du das Reitpad hier</a>*. Fotos: Marko und Hülya</figcaption></figure>



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<p>Hätte ich meine Bodenarbeit auf das reine Horsemanship und noch die <a href="http://www.parelli.com">7 Spiele von Parelli</a> für ein Mehr an Abwechslung beschränkt, hätte ich jetzt vermutlich ein feines, braves, aber immer noch unterbemuskeltes Pferd. </p>



<p>Dank meinen Ausflügen in die klassische Handarbeit mit Schulterherein, Kruppeherein und Dehnen und Verkürzen des Rahmens hat die PN schön aufgemuskelt und einen stärkeren Rücken bekommen. </p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="4335" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O5067-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4335" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O5067-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O5067-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O5067-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O5067-1024x1536.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O5067-1365x2048.jpg 1365w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O5067-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O5067.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" data-id="4334" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O4862-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-4334" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O4862-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O4862-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O4862-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O4862-1024x1536.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O4862-1365x2048.jpg 1365w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O4862-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/03/AW0O4862.jpg 1600w" sizes="auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px" /></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption">Die PN in der Handarbeit. Fotos: <a href="http://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<p>Noch ein paar Sätze zum Thema Beliebigkeit. Ich habe <strong>Prinzipien im Pferdetraining, die nicht nur Disposition stehen</strong>. Keine Sperrriemen. Keine Ausbinder. Keine schärferen Gebisse zur besseren Kontrolle. Wenn ich etwas nicht kann, dann versuche ich es mir anzueignen. Gelingt mir das nicht, dann lasse ich es bleiben. Wenn ich also nur mit Pelham ausreiten kann, weil mir sonst der Gaul durchgeht, dann gehe ich nicht ausreiten. </p>



<p>Diese Prinzipien stehen für mich fest &#8211; und deswegen nicht zur Debatte. Ein Tierarzt empfahl mir mal, die PN doch besser ausgebunden zu <a href="https://verstehepferde.de/longieren-koerpersprache-und-hilfen/">longieren</a>, um den Rücken zu stärken. Nein danke.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-style-default"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O0253-1-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-4684" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O0253-1-1024x682.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O0253-1-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O0253-1-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O0253-1-1536x1024.jpg 1536w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O0253-1-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O0253-1-150x100.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2021/08/AW0O0253-1.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die PN läuft an der Longe und frei im Roundpen mittlerweile wie auf Schienen. Er hat das gelernt &#8211; ganz ohne Ausbinder. Den <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/sticks-strings?ref=9">praktischen Stick kannst du hier kaufen</a>*. Foto: <a href="http://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyck Photography</a></figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Methoden mischen &#8211; aber wie?</h3>



<p>Du siehst, ich bin ein ganz schöner <strong>Methoden-Mischer</strong>. Das kann<strong> entscheidende Nachteile</strong> bringen: Die Schritte von Methoden haben immer eine gewisse Reihenfolge und bauen aufeinander auf (sonst wäre es keine Methode). Wenn ich mir jetzt beliebig herauspicke, was mich anspricht oder was ich sinnvoll finde, dann fehlen mir die vorherigen Teile und damit baue ich auf ein instabiles, löcheriges Fundament, was am Ende den Erfolg verhindern wird. Ganz typisch ist dabei der Versuch, schwierige Lektionen umzusetzen, wenn noch nicht mal die Basics vorhanden sind: Kruppeherein im Trab zu reiten, wäre schon nice. Allerdings steige ich nicht damit ein. Ich benötige zunächst die Kontrolle über Hals und Kopf, die Schulter und die Hüfte im Stand, dann im Schritt und dann erst kommt der Trab. </p>



<p>Die Fülle an Einblicken und Wissen verschiedenster Ansätze bringt auch Schwierigkeiten mit sich, weil sich <strong>manche Lehren schlicht widersprechen</strong>: Buck reitet vollkommen konträr zur akademischen Dressur, Warwick und Ross nutzen den inneren Zügel, was dem Dressurreiter ein Graus ist und Mark Langley treibt das Pferd kategorisch nicht von sich weg, wo jeder echte Horsemanshipler nur fassungslos den Kopf schüttelt. Es ist nicht immer leicht zu wissen, was denn jetzt der richtige Weg für sich und sein Pferd ist. </p>



<p>Für das Dilemma gibt es <strong>zwei Lösungen: Wissen und Experimente</strong>. Wenn ich Methoden ausprobiere, brauche ich ein hinreichendes Wissen über die Methode, ihre Vorteile und Nachteile. Nur dann kann ich beurteilen, ob es sinnvoll ist, einzelne Teile herauszupicken oder nicht. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Selber denken: Mache Experimente! </h3>



<p>Dieses breite Wissen hat dann den enormen Vorteil, dass es uns in die Lage versetzt, Experimente zu machen. </p>



<p>Der Vater des Horsemanship, Tom Dorrance, hat dazu einige Aussagen getroffen, die für die Ewigkeit gemacht sind:</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:100%"></div>
</div>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Adapt to fit the situation“ </p>



<p>(Anpassen, um der Situation gerecht zu werden“) </p>
<cite>Tom Dorrance</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„It depends“ (es kommt darauf an)</p>
<cite>Tom Dorrance</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Observe, remember and compare </p>



<p>(beobachte, merke es dir und vergleiche)&#8220;</p>
<cite>Tom Dorrance</cite></blockquote>



<p>Hier lässt sich sofort erkennen: Tom Dorrance wird nicht konkret. Selten kann man aus seinen Worten oder seinem Buch Tipps für bestimmte Situationen oder Schwierigkeiten mit seinem Pferd ableiten. Aber je mehr und je länger man mit Pferden zu tun hat, umso mehr versteht man seine Aussagen als das, was sie sind: universelle Wahrheiten. </p>



<p>Sie machen es uns nicht leicht, da sie uns auffordern selbst zu denken. <strong>Selbst zu beobachten, zu experimentieren</strong>. Dabei werden wir Fehler machen. Und das ist voll ok. </p>



<p><em>&#8222;Observe, remember and compare&#8220; </em>enthält übrigens kein &#8222;judge&#8220;. Das zu bemerken ist wichtig, da uns schnell Fehlurteile unterlaufen, wenn wir anfangen, unsere <a href="https://verstehepferde.de/achtung-achtsamkeit/">Beobachtungen zu bewerten</a>: Das Pferd legt die Ohren an, es hat keinen Respekt (meine Bewertung), ich zeige ihm jetzt mal, wer hier die Hosen anhat (Emotionalität aufgrund der Bewertung). Versus: Das Pferd legt die Ohren an, es zeigt sein Unbehagen, kann ich meine Hilfe besser geben?  </p>



<p>Eines ist sicher: <strong>Bequemlichkeit hilft uns nicht</strong>. Wachstum passiert außerhalb der Komfortzone, bei Mensch und beim Pferd. </p>



<p class="has-background" style="background-color:#ffbc77">Nach einer nicht gelungenen Reiteinheit wollte ich die PN im Roundpen galoppieren lassen. Ich hatte den Eindruck, das würde ihm guttun und ich wollte ihm dabei nicht im Rücken herum fallen &#8211; irgendwie hatte ich an dem Tag keinen guten Sitz gefunden. Ich ließ spontan das Tor offen, um zu sehen, ob die PN drin bleiben würde. Mein Deal: Du trabst und galoppierst um mich herum und dafür bekommst du Fresspausen. Die PN machte ein, zwei Mal mit, entdeckte dann die offene Tür, trabte raus, drehte auf halber Strecke herum und kam etwas überfordert wieder zurück. Ich fragte nochmal und er entschied sich immer schneller für ein immer stärkeres und weiteres Weggehen. Beim letzten Mal warf ich ihm das Seil hinterher. Das hat ihn so erschrocken, dass er bockend losstürmte, um die Ecke auf den Platz, wo er wie ein Irrer herum schoss und nach vorn und hinten austrat. Weil ich nicht wollte, dass er wieder aus dem Platz rausgaloppierte, habe ich ihn am Eingang abgefangen und in den Roundpen zurück transportiert &#8211; er folgte mir frei, aber widerwillig. Dann habe ich das Tor geschlossen und ihn wie eigentlich geplant noch ein paar Runden galoppieren lassen. Er war noch massiv unter Strom und setzte jede kleinste Geste sofort in Beschleunigung um. Auch ein paar schöne Passage-Ansätze waren dabei. Nachdem er sich wieder beruhigt hatte, machte ich das Tor wieder auf und nachdem er eine Runde traben und bei mir bleiben konnte, war die Einheit beendet. <br>Warum ich das schreibe: Es ist ein Beispiel für ein Experiment, das nicht funktioniert hat. Die PN im Roundpen zu halten, war mit ziemlich großer mentaler Manipulation verbunden &#8211; er weiß, was sein Job ist und er mag Pause, Lob und Gras, aber einfach draußen grasen ist eben auch sehr verlockend &#8211; und seine Antworten entfernten sich immer mehr von dem, was ich eigentlich wollte: Er ging immer schneller und zielstrebiger. <br>Andererseits waren mit der Situation diverse interessante Einblicke verbunden: <br></p>



<ul style="background-color:#ffbc77" class="has-background wp-block-list">
<li>Ich konnte zum Beispiel meinen emotionalen Status &#8222;heiter-gelassen&#8220; behalten. Sein Weggehen hat mich nicht geärgert. </li>



<li>Losbocken kann auch mal gut tun und sinnvoll sein.</li>



<li>Ich kann mich ihm entgegenstellen und ihn bremsen, auch wenn er hart drauf ist.</li>



<li>Die PN folgt mir frei, auch wenn er eigentlich etwas anderes will. </li>



<li>Die Bewegungsqualität nach dem Energie- und Emotionsausbruch war um diverse Grade besser: Die PN lernt gerade Tritte verkürzen im Trab und auf einmal war da eine Schwebephase. </li>



<li>Die PN kam nach maximal oben raus sehr schnell wieder runter. Früher hätte er sich im Roundpen in blinde Rage gerannt, heute blieb er ansprechbar und fand von sich aus wieder in einen gemäßigteren Galopp und zurück in den Trab. </li>



<li>Unsere Kommunikation war danach viel besser, weil wir beide wieder genauer hingeschaut haben als vorher. </li>



<li>Raus aus dem alten Trott: Neue Trainingsreize (wenn hier auch unfreiwillig) verändern den Blickwinkel und können wichtige Erkenntnisse liefern.</li>
</ul>



<p>Bei allen Experimenten müssen wir auf das Feedback des Pferdes vertrauen (auch dann, wenn seine Reaktion nicht derjenigen entspricht, die der Horseman des Vertrauens bzw. der Reitlehrer erwartet).  </p>



<p>Das Gute: Wir lernen immer &#8211; und sei es nur die Gewissheit, einen gewissen Weg nicht gehen zu wollen. Wenn wir aber immer nur das Gleiche tun, dann werden wir eben immer nur die gleichen Ergebnisse erhalten. </p>



<p>Manchmal fehlen uns auch die Ideen. Wir sind so festgefahren in unseren Vorstellungen, dass uns Alternativen nicht in den Kopf wollen. Das ist das kleinste Problem: Inspiration gibt&#8217;s dank Internet jede Menge, zum Beispiel als Podcast oder Youtube-Video. </p>



<p>Außerdem brauchen wir Zeit: Nicht alle Veränderungen stellen sich sofort ein. Manche Dinge &#8211; Vertrauen zum Beispiel &#8211; entwickelt sich erst allmählich. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Fazit </h3>



<p>Es ist genauso kompliziert wie dieser Text!</p>



<p>Der Weg mit dem Pferd ist nicht nur dann richtig, wenn er leicht ist. Und andersherum: Wenn etwas leicht geht, bedeutet das nicht, dass es auch zwangsläufig richtig ist. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a></figure>



<p>Was finde ich denn nun den besten Ansatz? <a href="https://verstehepferde.de/auf-der-suche-nach-dem-rechten-mass/">Suche in der Mitte</a>.</p>



<p>Hier geht&#8217;s um <a href="https://verstehepferde.de/harmoniemitdempferd/">Harmonie mit dem Pferd</a>.</p>



<p><a href="https://verstehepferde.de/guter-pferdemensch/">Hier geht es ausführlich um die verschiedenen Ansätze</a>, die ich mit der PN ausprobiert habe.</p>



<p></p>


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<p>Ein <a href="https://verstehepferde.de/ross-jacobs-interview/">Interview mit Ross Jacobs</a>.</p>



<p>Der <a href="https://einfachreiten.com/magischer-knopf-warum-dressur/">magische Knopf zur Lösung aller reiterlichen Probleme</a>!</p>



<p></p>



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		<title>So wirst du ein guter Pferdemensch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2020 14:10:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehung zum PFerd]]></category>
		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdemensch]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdetraining]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir wollen unseren Pferden gute Partner sein. Und machen uns auf dem Weg, ein guter Pferdemensch zu werden. Wie werden wir also zu echten Pferdemenschen?&#160;Wir brauchen drei stabile Säulen:&#160; 1. Wissen in Theorie 2. Methodik in der Praxis 3. Beobachtungsgabe, um das Wissen einzuordnen und es in der Praxis ans…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106.jpg" alt="" class="wp-image-4172" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8106-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption"><font size="3"><i><center>Ein guter Pferdemensch sein, das wär’s! Foto:&nbsp;<a href="http://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></center></i></font></figcaption></figure>



<p>Wir wollen unseren Pferden gute Partner sein. Und machen uns auf dem Weg, ein guter Pferdemensch zu werden. </p>



<p>Wie werden wir also zu echten Pferdemenschen?&nbsp;Wir brauchen drei stabile Säulen:&nbsp;</p>



<p>1. <strong>Wissen in Theorie</strong></p>



<p>2.<strong> Methodik in der Praxis</strong></p>



<p>3. <strong>Beobachtungsgabe, um das Wissen einzuordnen und es in der Praxis ans Pferd anzupassen</strong></p>



<p>Damit können wir uns eine individuelle Gebrauchsanweisung für unser Pferd selbst schreiben. Horsemanship kann uns mit Wissen, Methodiken und Techniken gute Fragen und Ansätze liefern und unsere Beobachtungsgabe die Antworten.</p>



<p></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



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<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p></p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>1. Wissen</strong></h3>



<p>Ohne Wissen stochern wir im Nebel und uns fehlt die Voraussetzung, um überhaupt <strong>Kommunikation und darüber eine harmonische Partnerschaft</strong> zum Pferd aufbauen zu können. Deswegen sollten wir unbedingt in Erfahrung bringen, wie Pferde ticken und wie sie lernen.&nbsp;</p>



<p>Im Horsemanship gibt es dafür eine Reihe von <a href="https://www.warwickschiller.com/12-principles-of-training/">Prinzipien</a>, die oft auf Aussagen der Väter der Bewegung zurückgehen. Zwei Klassiker sind zum Beispiel&nbsp;<em>„Make the wrong thing difficult and the right thing easy“ </em>(Erschwere das falsche Verhalten und erleichtere das richtige Verhalten) oder „<em>Pressure motivates, release teaches“</em> (Druck motiviert, Nachlassen lehrt).</p>



<p>Für mich sind das tatsächlich Wahrheiten, die immer und für alle Pferde gelten.&nbsp;</p>



<p>Die Herausforderung dabei: Sie beschreiben keine konkrete Situation (sonst wären sie nicht allgemeingültig) und lassen großen Handlungs- und Interpretationsspielraum. Wir wir die Prinzipien also individuell umsetzen, hängt immer vom Pferd ab. Dazu mehr unter Punkt 3.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



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</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h3 class="wp-block-heading">2. Methoden</h3>



<p>Im Umgang mit dem Pferd gibt es eine ganze Reihe von <strong>Fähigkeiten, die wir brauchen</strong> und uns aneignen sollen. So wie ein guter Reiter gelernt hat, in Angstsituationen nicht mit den Händen zu grabschen und den Beinen zu klammern, so hat der gute Pferdemensch sich ebenfalls einige Verhaltensweisen antrainiert. Ein guter Reiter ist für mich übrigens nicht automatisch ein guter Pferdemensch : )</p>



<p><strong>Der gute Pferdemensch hat gelernt</strong>:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>seine Energie hochfahren, genauso aber auf null herunterfahren zu können</li>



<li>Hilfen dosiert zu geben und fein und klein anzufangen</li>



<li>Seine Hände langsam zu schließen und schnell zu öffnen (so dass der Druck langsam steigt, die Release aber zügig kommt)</li>



<li>Sich dem Pferd freundlich anzunähern und es nicht zu überfallen</li>



<li>Wie wichtig Fokus und ein klarer Plan sind und wie man das umsetzen kann</li>



<li>Seine Emotionen im Griff zu behalten</li>



<li>… die Liste lässt sich noch beliebig verlängern.&nbsp;</li>
</ul>



<p>Wissen und Erfahrung der Anwendung in der Praxis allein machen uns allerdings noch nicht zu guten Pferdemenschen. Hier können wir nämlich durchaus in eine Falle laufen, die dem Horsemanship als Bewegung oder Trainingsansatz gern unterstellt wird:&nbsp;</p>



<p><em>„Ihr habt ja nur einen Cookie Cutter Approach, eine One size fits all-Lösung!“</em>, also eine Lösung, die allen Pferden übergestülpt wird, egal, wie gut oder schlecht sie passt. Ganz nach dem Motto: Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, der sieht in jedem Problem einen Nagel. Genau deswegen brauchen wir den dritten Pfeiler: Die Beobachtungsgabe.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/01/AW0O2494.jpg" alt="Guter Pferdemensch, Pferd mit Mensch, Bodenarbeit" class="wp-image-4037" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/01/AW0O2494.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/01/AW0O2494-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/01/AW0O2494-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/01/AW0O2494-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/01/AW0O2494-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption"><font size="3"><i><center><a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/knotenhalfter/products/profi-knotenhalfter-von-brockamp?ref=9">Knotenhalfter</a>*, <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/ropes/products/lead-rope-von-brockamp-oese-oder-karabiner?ref=9">Rope</a>* und <a href="https://shop.pferdefluesterei.de/collections/sticks-strings/products/horseman-stick-brockamp-profiqualitaet?ref=9">Stick</a>*? Das muss Horsemanship sein! Foto: <a href="http://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></center></i></font></figcaption></figure></div>


<h3 class="wp-block-heading">3. Beobachtungsgabe</h3>



<p>Unsere Beobachtungen und unser genaues Hinsehen erlauben es uns erst, unser Wissen und unsere Kompetenz in der Umsetzung von Methoden und Techniken<strong> ans Pferd und seine individuellen Bedürfnisse anzupassen</strong>.&nbsp;Hierher gehören auch <a href="https://verstehepferde.de/achtung-achtsamkeit/">Bewusstheit und von mir aus auch Achtsamkeit</a>.</p>



<p>Auch darauf haben die Väter des Horsemanship vor Jahrzehnten schon hingewiesen mit Aussagen wie:</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-left is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Adapt to fit the situation“ (Anpassen, um der Situation gerecht zu werden“) </p>
<cite>Tom Dorrance</cite></blockquote>



<p>oder</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-left is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„It depends“ (es kommt darauf an )</p>
<cite>Tom Dorrance</cite></blockquote>



<p>So lauten zwei zentrale Zitate, die zeigen, dass wir Menschen unser Verhalten anpassen müssen und dass es auf verschiedene Faktoren ankommt, wie man zu einem gewissen Zeitpunkt mit einem gewissen Pferd, Verhalten oder Problem umgeht.</p>



<p>Dafür müssen wir unser Pferd kennen und es verstehen: <a href="https://verstehepferde.de/100-fragen-an-dein-pferd/">Wie tickt unser Pferd</a>? Was für einen Charakter hat es? Wie kommuniziert es? Was ist ihm wichtig?</p>



<p>Ein guter Pferdemensch ist für mich also jemand, der sein Wissen in der Praxis so anwenden kann, dass er seinem Pferd hilft und es unterstützt.&nbsp;</p>



<p>Die PN hat mich zum Weiterdenken und Experimentieren gebracht &#8211; weg vom starren Folgen von Prinzipien und Methoden, die kluge Menschen aufgestellt haben, hin zu einer individuellen Variante davon. Eine zentrale Erfahrung für mich dabei war: <strong>Die Grundsätze des Horsemanship sind zwar gültig, sollten aber individuell erweitert und ergänzt werden.</strong></p>



<p>Im Folgenden gebe ich ein paar Beispiele, was ich damit genau meine.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Stoik, Passivität, Neutralität oder Verbindung</h4>



<p>Eine zentrales Element im Horsemanship ist zum Beispiel, absolut <strong>neutral und emotionsfrei</strong> sein zu können. Diese Stoik hilft es unsere Pferden zu verstehen, dass sie etwas richtig gemacht haben. Das gleiche gilt für Druck weg und Pause machen, das Pferd in Ruhe lassen. Sie gelten als die Belohnung schlechthin für Pferde. Aber nicht für alle.</p>



<p>Meinem zum Beispiel reicht das nicht. Werde ich zu passiv, zu still, zu neutral, verliert er die Verbindung zu mir. Er empfindet meine <strong>Stille als einen Abbruch der Kommunikation</strong>. Und gerade auf die legt er sehr großen Wert: Die PN muss wissen, dass eine Verbindung da ist, er braucht Antworten auf seine Fragen (und die stellt er dauerhaft).&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Release, Druck weg oder Stimmlob</h4>



<p>Einfach „nur“ den Druck einer Hilfe wegzunehmen, reicht für ihn nicht als Bestätigung, dass er etwas gut gemacht hat. Er braucht <strong>eine stärkere Rückmeldung</strong>. Auf die Distanz ist das tatsächlich meine Stimme geworden. Das ist insofern witzig, als dass ich das Dauerquatschen mit dem Pferd eigentlich als lästig empfinde und auch als Verwässerung von klaren Signalen. Meine Ansicht war: <strong>Stille und Ruhe ist der anstrebenswerte Zustand</strong>. </p>



<p>Die PN sieht das aber anders. Ich habe ihn mit der Stimme in die Innenstellung beim Longieren gequatscht, indem ich ihn jedes Mal gefeiert habe, wenn er es angeboten hat. Mit dem Ergebnis, dass er es immer öfter tut. (Der Rahmen war hier die Equikinitik. Für mich als Horsemanshipler ist das eine Herausforderung, weil wir die Pferde ja nicht durch Aufhören belohnen können, da nach festen Intervallen gearbeitet wird. Die positive Rückmeldung war in unserem Fall also das Stimmlob).</p>



<p>Auch in schwierigeren Situationen, wenn er sich anspannt oder ihn etwas verunsichert, hilft es ihm, wenn ich <strong>eine verbale Verbindung aufbaue </strong>und ihn anspreche. Das unterbricht häufig seine Gedanken und er verändert seinen Fokus weg vom Gruselding hin zu mir.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8036.jpg" alt="Guter Pferdemensch, Pferd mit Mensch, Lachen" class="wp-image-4177" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8036.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8036-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8036-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8036-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8036-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption><font size="3"><i></i></font><i></i><center><i><font size="3">Rückmeldung, bitte: Die PN hat gern eine klare Kommunikation. Auch Lachen gehört dazu. Foto: <a href="http://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></font></i></center></figcaption></figure></div>



<h4 class="wp-block-heading">Personal space oder das Bedürfnis nach Nähe</h4>



<p>Meine Annahme: „Lass ihn in Frieden und in Ruhe“ wird von Pferdeseite geschätzt. Die PN gehört allerdings eher in die Kategorie „Aufmerksamkeit und Wellness jetzt“.<strong> Streicheln und naher Kontakt</strong> werden nicht nur an sich gern genommen.&nbsp;</p>



<p>Wenn er verunsichert ist, stellt er sich gern auf meine Zehen (im übertragenen Sinne &#8211; er steht natürlich daneben) und sucht Nähe. Da die PN durchaus Spacko-Potenzial haben kann, habe ich Wert anfangs darauf gelegt, dass er einen Sicherheitsabstand von etwa zwei Metern hält, wenn er so oben raus ist, dass er seine Füße nicht alle parallel und gleichzeitig auf dem Boden halten kann. Für ihn bedeutet das aber <strong>eine Abwehr von Kontakt und ein Abbrechen der Verbindung</strong> durch mich. Ich experimentiere also zurzeit damit, ihn etwas näher heranzulassen, damit er sich wieder besser fühlen kann (was auch gelingt). Das soll jetzt keine Aufforderung sein, euren <a href="https://verstehepferde.de/ross-jacobs-interview/">personal space, eure Bubble</a> nicht zu verteidigen, wenn es gefährlich wird! Eure Sicherheit geht immer vor!&nbsp;</p>



<p>Ich probiere die unterschiedlichen Grade des Heranlassens mit der PN nur aus, weil ich ihn ohne Probleme mit wenig Aufwand von mir weghalten kann &#8211; auch wenn es wirklich dumm laufen sollte. (Die Voraussetzung dafür ist mein <a href="https://verstehepferde.de/hinterbeine-kreuzen-warum/">Steckenpferd, die Vorhandkontrolle: Das Pferd darf nicht mit der Schulter schieben</a>).&nbsp;</p>



<p>Mein Ziel ist es, ihm zu erklären, dass er sich auch etwas weiter entfernt bei Gefahr gut und sicher fühlen kann und nicht auf meinen Schoß muss. Bis dahin halte ich ihm im übertragenen Sinne durch größere Nähe die Hand. &nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Follow the plan oder mache Experimente</h4>



<p>Ich mag Struktur und ein schrittweises Vorgehen, das aufeinander aufbaut. <a href="http://warwickschiller.com">Warwick Schiller</a> nennt das <em>„create a tool before you use a tool“ &#8211; „erschaffe das Werkzeug, bevor du es benutzt“</em>. Wir sollten dem Pferd also eine Hilfe erst erklären und beibringen, bevor wir sie einsetzen. Gesunder Menschenverstand. Wie soll das Pferd auch richtig reagieren, wenn es gar nicht weiß, was wir eigentlich von ihm wollen.</p>



<p>Warwick bringt den Pferden zum Beispiel bei, auf das Annehmen der Zügel im Genick abzukippen und rückwärts zu treten. So erreicht er eine aktive Hinterhand. Nimmt er jetzt die Zügel im Trab an und fügt Bein hinzu, erreicht er ein schönes Vorwärts mit aktivem Hinterbein. Ein für mich super schlüssiges Vorgehen, das ich so mit der PN umsetzen wollte.&nbsp;</p>



<p>Gleichzeitig hat mich eine meiner netten Miteinstellerinnen auf die Idee gebracht, doch <strong>einfach mal zu experimentieren</strong>, was geht und was nicht, ohne vorher groß aktiv etwas beizubringen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ich habe schnell gemerkt, dass ich für die Anfänge einer<strong> leichten seitlichen Verschiebung</strong> nicht groß meine Schenkel wie nach Lehrbuch einsetzen muss &#8211; es reicht, wenn ich meine Schultern und die Hüfte drehe und mein Gewicht verlagere. </li>



<li>Interessanterweise klappte das genauso <strong>beim korrekten Durchreiten einer Ecke</strong>: Statt einer Hilfenkaskade (die die PN auch noch gar nicht kennt und nach der ich nicht reiten will) habe ich meinen Körper in eine leicht gedrehte Position gebracht und darauf geachtet, dass ich selbst nicht auf die innere Schulter falle. Und siehe da, das Pferd geht gebogen um die Ecke und  spiegelt meine Körperhaltung. </li>



<li>Im Trab biete ich der PN jetzt einen Kontakt am Zügel an und halte ihn stabil aufrecht, ohne darüber hinaus einzuwirken. Meine Idee: Ihm einen Vorschlag für eine andere Kopfposition und einen Kontakt zwischen Maul und Hand zu machen und zu schauen, wie er reagiert. Und siehe da: Er experimentiert mit verschiedenen Kopfpositionen und findet eine passende und damit auch mehr Ruhe im Maul.</li>
</ul>



<p>Meine Aha-Momente: Ein Plan ist gut und richtig. Aber<strong> etwas einfach geschehen zu lassen statt es aktiv herbei führen</strong>, ist auch nice. Und so reite ich aktuell nicht mehr mit Anweisungen oder Ansagen, sondern nur noch mit Hilfestellungen.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8214.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="4176" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8214.jpg" alt="" class="wp-image-4176" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8214.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8214-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8214-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8214-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8214-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8253.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" data-id="4175" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8253.jpg" alt="" class="wp-image-4175" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8253.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8253-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8253-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8253-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8253-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></figure>
<figcaption class="blocks-gallery-caption wp-element-caption"><center> <font size="3"><span><i>Spiegeln geht in der Bodenarbeit und vom Sattel aus. <a href="https://t.adcell.com/p/click?promoId=181678&amp;slotId=94158&amp;param0=https%3A%2F%2Fhorse-and-rider.de%2FWaldhausen-Jeansjodhpurreithose-Dorit-schwarz" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jodhpur-Reithosen gibt&#8217;s hier*.</a><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" src="https://t.adcell.com/p/view?promoId=181678&amp;slotId=94158" alt=""><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" src="https://t.adcell.com/p/view?promoId=181678&amp;slotId=94158" alt="">Foto: </i><a style="font-style: italic;" href="http://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></span></font></center></figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">„Make the wrong thing hard and the right thing easy“ oder „easy“ ist nicht genug</h4>



<p class="has-text-align-left" style="font-size:18px"><em>„Make the wrong thing hard and the right thing easy“</em> besagt, <strong>dem Pferd das falsche Verhalten zu erschweren und das richtige, erwünschte Verhalten leicht zu machen</strong>. Für die PN reicht das nicht. Er braucht mehr als nur den Hinweis „das hier sollst du machen, das hier sollst du besser lassen“. Auch dahinter verbirgt sich wieder sein Bedürfnis nach Verbindung, konkreter Rückmeldung und dem Wunsch, etwas gemeinsam zu tun, statt nur Anordnungen auszuführen.</p>



<p style="font-size:18px">Beim Reiten beispielsweise zog er anfangs immer stark zum Tor. Dahinter ist Gras, außerdem fehlt uns die Routine. Reiten ist nach wie vor ungewohnt und deswegen aus seiner Sicht mit Vorsicht zu betrachten.&nbsp;</p>



<p class="has-very-light-gray-background-color has-background" style="font-size:18px">Ein gute Strategie für den <strong>Tor-Magnetismus</strong> liegt darin, die Dinge, die man eh trainieren will, eben am Tor oder dort zu reiten und zu üben, wo das Pferd gern sein möchte. Pause gibt’s dann abseits des Lieblingsorts des Pferdes, in der Nähe der Gruselecken oder dort, wo es sich sonst nicht so gern aufhält. Das schafft einen mentalen Ausgleich im Pferd und gibt ihm die Gelegenheit, nach neuen Lösungen zu suchen und die Gruselecken als netten, bequemen Ort kennenzulernen.</p>



<p style="font-size:18px">Im Falle der PN reichte es aber nicht aus, den Bereich am Tor durch Arbeit etwas unbequemer und den Bereich abseits des Tors attraktiver zu machen. Vielmehr musste ich <strong>die hinteren Ecken für ihn sicherer machen</strong>. Und da half uns erneut eine starke Rückmeldung in Form von Feiern durch Stimme, Streicheln und am Anfang sogar Absteigen und die Reiteinheit beenden. Noch mehr Anreiz, in die unbeliebten Ecken zu gehen, schuf Gras: Ich habe ihn dort immer mal wieder Gras von den Reitplatzrändern fressen lassen. Die Strategie hat ihm schon <a href="https://verstehepferde.de/longieren-koerpersprache-und-hilfen/">beim Longieren geholfen, eine schöne Haltung zu finden und zu halten</a>.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O0250.jpg" alt="Guter Pferdemensch, Pferd mit Mensch, Longieren, Trab" class="wp-image-4173" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O0250.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O0250-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O0250-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O0250-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O0250-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption><font size="3"><center><em>Die Laufmanier an der Longe wird immer besser. Foto: <a href="http://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></em></font></center></figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Horsemanship oder Tricks</h4>



<p style="font-size:18px">Als Horsemanship-Frau finde ich <strong>Tricks in erster Linie albern</strong>. <a href="https://www.pferdefluesterei.de/bernd-hackl-reiten-im-sinne-des-pferdes/">Und irgendwie auch unwürdig</a>. Ich will mein Pferd nicht zu einem Roboter degradieren, der auf Knopfdruck/Signal ein Verhalten abspult. Dass das nicht so sein muss, schreibt Ross Jacobs hier: </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-facebook wp-block-embed-facebook"><div class="wp-block-embed__wrapper">
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</div></figure>



<p style="font-size:18px">Die PN hat mir gezeigt, dass ich Tricks auch einsetzen kann, um ein Gespräch zu führen und <strong>eine Kommunikation zu entwickeln</strong>. Es geht dann weniger um das Ergebnis, sondern vielmehr um den Prozess.&nbsp;</p>



<p style="font-size:18px">Der Herr ist etwas oral fixiert und liebt es, Dinge mit seinem Maul zu erkunden. Bei der Hufpflege saß ich vor ihm auf dem Boden und er fing an, in meinen Hut zu beißen. Daraus haben wir ein Hut-vom-Kopf-ziehen entwickelt. Ups.&nbsp;</p>



<p style="font-size:18px">Tanja, Miri und Petra aus dem <a href="https://verstehepferde.de/pfernetzt19-hat-bewegt/">Pfernetzt-Team</a>, die dem Clickern und dem Training mit positiver Verstärkung deutlich näher stehen als ich, haben mir dann jede Menge nützlicher Tipps gegeben. Die nächste Idee ist, dem Herrn das Apportieren beizubringen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="533" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8129.jpg" alt="Guter Pferdemensch, Pferd mit Mensch, Verbindung" class="wp-image-4170" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8129.jpg 800w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8129-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8129-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8129-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/AW0O8129-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption><font size="3"><center><font size="3"><i>Der Hut war schon immer von größerem Interesse. Foto: <a href="https://www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></i></font></center></figcaption></figure>



<h5 class="wp-block-heading">Videos &#8211; die PN lernt den Hut-Trick</h5>



<p style="font-size:18px">In <a href="https://youtu.be/DWIgxhWGBUI">diesem Video</a> geht es darum, dass die PN den Hut anhebt.</p>



<p style="font-size:18px">Im <a href="https://youtu.be/gLiacyKfYfQ">zweiten Video</a> geht es darum, dass er ihn länger im Maul behält.</p>



<p style="font-size:18px">Ihr seht in den Videos, dass mein Timing wirklich schlecht ist. Ich habe wenig Klarheit darüber, wann ich das Signalwort „brav“ am besten sage, weil ich noch nicht sicher war, was ich eigentlich belohnen will: Das Anheben des Huts oder das Loslassen?&nbsp;</p>



<p style="font-size:18px">Im zweiten Video vergesse ich sogar, das Wort überhaupt zu sagen. Aber trotzdem (oder gerade deswegen?) findet eine super witzige Kommunikation statt und die PN ist voll dabei. Im zweiten Video finde ich total witzig zu sehen, wie er experimentiert, indem er den Hut mit dem Kopf herum schleudert oder nur mit dem Maul bearbeitet.</p>



<p style="font-size:18px">Wenn ihr es richtig lernen wollt, schaut euch den <a href="https://campus.pferdefluesterei.de/richtig-clickern?ref=9">Clicker-Kurs der Pferdeflüsterei</a>*an.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="Kreuzen" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:37% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="250" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/Pferdefluesterei-Banner-B300xH250_26.jpg" alt="" class="wp-image-4145 size-full" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/Pferdefluesterei-Banner-B300xH250_26.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2020/05/Pferdefluesterei-Banner-B300xH250_26-150x125.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p style="font-size:18px">Hier geht&#8217;s zum <a href="https://campus.pferdefluesterei.de/richtig-clickern?ref=9">E-Kurs &#8222;Klickern&#8220;</a>*</p>



<p></p>
</div></div>



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