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	<title>Kontrolle Archive - Pferde verstehen</title>
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	<description>Der Horsemanship-Blog</description>
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	<title>Kontrolle Archive - Pferde verstehen</title>
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		<title>Hinterbeine kreuzen &#8211; warum?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Aug 2019 07:12:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Bodenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Hinterhand weichen lassen]]></category>
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		<category><![CDATA[Horsemanship]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Hinterhand weichen lassen, die Hinterhand untertreten oder übertreten lassen, die Hinterhand verschieben &#8211; auf Englisch &#8222;disengage or yield the hind&#8220;: Im Horsemanship ist diese Übung, die Hinterhand-Kontrolle, ein zentrales Tool, auf dem alles andere aufbaut. Das Pferd kreuzt dabei mit seinem inneren Hinterbein über sein äußeres. Warum das so…</p>
<p> <a class="continue-reading-link" href="https://verstehepferde.de/hinterbeine-kreuzen-warum/"><span>Weiterlesen</span><i class="crycon-right-dir"></i></a> </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://verstehepferde.de/hinterbeine-kreuzen-warum/">Hinterbeine kreuzen &#8211; warum?</a> erschien zuerst auf <a href="https://verstehepferde.de">Pferde verstehen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Hinterhand weichen lassen, die Hinterhand untertreten oder übertreten lassen, die Hinterhand verschieben &#8211; auf Englisch &#8222;disengage or yield the hind&#8220;: Im Horsemanship ist diese Übung, <strong>die Hinterhand-Kontrolle</strong>, ein zentrales Tool, auf dem alles andere aufbaut.  Das Pferd kreuzt dabei mit seinem inneren Hinterbein über sein äußeres. </p>



<p>Warum das so wichtig ist, wie, wann und warum man es einsetzt und worauf es ankommt, darum geht es in diesem Beitrag. Außerdem gehe ich auf die häufigsten Gegenargumente (Vorurteile?) ein. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Hinterhand weichen lassen &#8211; Warum? </h3>



<p>Warum ist das Übertreten lassen der Hinterbeine sinnvoll? Aus drei Hauptgründen: </p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>1. Kontrolle für uns</strong></h4>



<p> Alle Formen des Bockens oder Durchgehens &#8211; Buckeln, Steigen, zur Seite springen, den Renngalopp anwerfen &#8211; erfordern zwei Hinterbeine, die breit stehen und sich parallel vom Boden abdrücken. Die Kraft, sich mit zwei Hinterbeinen loszukatapultieren, hat Pferde über Jahrtausende überleben lassen. Wir Menschen können Kontrolle über diese Kraft gewinnen, wenn wir die Hinterbeine weichen, also übertreten lassen. Wenn sie kreuzen, kann das Pferd sich nicht mehr abdrücken. Damit nehmen wir ihm die Möglichkeit, blind zu fliehen, können kritische Situationen entschärfen, das Pferd bei uns halten und <strong>Kontrolle wie Kommunikation gleichermaßen aufbauen.</strong></p>



<p>Ein gutes, das heißt <strong>korrektes hinten Übertreten</strong> hat außerdem zur Folge, dass das Pferd die Schulter aufmacht und Kopf und Hals rundet und fallen lässt (<a href="//verstehepferde.de/?p=3690&amp;preview=true#Wie_Die_Hilfen_vom_Boden_so_gehts">siehe Wie</a>). Denn <strong>wir</strong><em><strong> </strong></em><strong>beeinflussen Kopf, Hals, Schulter und Hinterhand</strong> mit der Übung. Daraus resultiert eine entspannte Körperhaltung. Korrektes Disengagen ist also viel mehr als nur das Kreuzen der Hinterbeine &#8211; es fängt an der Nase an und geht durch den ganzen Körper bis zum Schweif. Das Pferd wird dadurch aufnahmebereiter, nachgiebig und nicht mehr auf Flucht und Gegendruck gepolt. Es lernt, auf Druck zu weichen. </p>



<p>Das Disengage ist ein wesentlicher Teil des <a href="//verstehepferde.de/?p=3690&amp;preview=true#Hinterhand_verschieben_Die_Hilfen_vom_Sattel">One-eins-Stops, oder Bend-To-A-Stop, dem Notaus beim Reiten</a>. Dabei holen wir zuerst den Kopf des Pferdes in die Biegung und lassen dann die Hinterbeine übertreten. </p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-1 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="585" data-id="3810" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-1024x585.jpg" alt="Pferd schießt los - vor dem Hinterhand weichen" class="wp-image-3810" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-1024x585.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-300x172.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-768x439.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los-150x86.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/los.jpg 1200w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Man schießt umbalanciert los&#8230;.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="818" height="764" data-id="3809" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock.jpg" alt="Pferd bockt vor dem Hinterhand weichen" class="wp-image-3809" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock.jpg 818w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock-300x280.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock-768x717.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/bock-150x140.jpg 150w" sizes="(max-width: 818px) 100vw, 818px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230;man rettet sich in einen Bocksprung&#8230;.</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="737" height="590" data-id="3808" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/stand.jpg" alt="Pferd steht nach dem Hinterhand weichen" class="wp-image-3808" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/stand.jpg 737w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/stand-300x240.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/stand-150x120.jpg 150w" sizes="(max-width: 737px) 100vw, 737px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230; man wird vom Seil gestoppt, die Hinterhand dreht raus. Fotos: Marko</figcaption></figure>
</figure>



<h4 class="wp-block-heading"></h4>



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<p><br><strong>2. Entspannung fürs Pferd</strong></p>



<p><strong>Hinterbeine kreuzen lassen hilft dem Pferd, sich zu entspannen</strong>. Es gibt eine Theorie &#8211; wahrscheinlich wissenschaftlich nicht haltbar -, dass es die die Hirnhälften des Pferdes besser vernetzt. Dass das Pferd mehr Koordination für das Kreuzen aufbringen muss als für ein simples Geradeaus Laufen und es deswegen auf andere Gedanken kommt. Unbestritten dagegen ist die Annahme, das jegliche Form von Widerstand aus einem festen, geraden und steifen Körper kommt. Sobald wir etwas Biegung ins Pferd hineinbekommen, haben wir der Entspannung den Weg bereitet. Pferdetrainer Warwick Schiller zum Beispiel sagt, dass ein Pferd die &#8222;brace&#8220; in einer Biegung nicht leicht aufrechterhalten kann. Wir bringen es durch das korrekte (!) Kreuzen lassen also in eine Form, die ihm hilft loszulassen.</p>



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<p>Der australische Pferdetrainer Tristan Tucker ist soweit ich weiß in der Dressurszene ziemlich bekannt &#8211; er hilft Turnierreitern, ihre Warmblüter unter Kontrolle zu behalten. Dafür bringt er den Pferden am Anfang einen Bewegungsablauf bei, den er &#8222;Pattern&#8220; nennt. Und dreimal dürft ihr raten, womit der beginnt. Genau. Dem Überkreuzen lassen der Hinterbeine und dem Hohlmachen der Schulter. Das Wesentliche dabei: Das Pferd spürt über die Abfolge der verschiedenen Schritte und durch die Biegung im Körper, dass seine Muskeln entspannen, was in der Folge dazu führt, dass auch sein Geist entspannen kann. So zeigt Tucker den Pferden <strong>eine Position, in der sie selbst Entspannung finden können</strong>. Die Hinterbeine weichen lassen ist also eine gute Möglichkeit, um die <a href="//verstehepferde.de/entspannt-spazieren-gehen/#Das_Konzept_der_Worry_Cup">Worry Cup </a> des Pferdes auszuleeren.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>3. Vorbereitung für spätere Manöver</strong> </h4>



<p>Egal, welche Reitweise man ausübt: <strong>Die Hinterbeine vorwärts und seitwärts treten zu lassen ist essentiell </strong>für eine ganze Reihe wichtiger Manöver und Lektionen. Ohne weichende Hinterhand keine Traversale, kein Kruppeherein, keine Hinterhandwendung und keine fliegenden Galoppwechsel. An der Qualität des Disengangen lässt sich auch erkennen, wie Übergänge unter dem Sattel ausfallen werden &#8211; geschmeidig und balanciert? Oder ruckelig und auf der Vorhand.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>4. Sicheres Anreiten </strong></h4>



<p><strong>Beim Anreiten</strong> wird es in der Regel interessant, sobald sich das Pferd mit dem Reiter zum ersten Mal in Bewegung setzt. Wenn man also nicht gerade drauf ist wie <a href="//www.youtube.com/watch?v=u6WLVjaRsPM">Ray Hunt</a>, der Jungpferde teilweise komplett ohne Kopfstück angeritten hat (Minute 1.40), ist eine Kontrollmöglichkeit wichtig, um Pferd und Reiter sicher zu halten. Deswegen lässt man <strong>das Jungpferd als erste Schritte unter dem Sattel hinten übertreten</strong> &#8211; den Kopf holt man sich dabei in eine Biegung. Tritt das Pferd über und nicht zusammen, lässt man den Kopf aus der Biegung und erhält die ersten Schritte geradeaus. </p>



<p>Auch <strong>Übergänge von einer schnelleren Gangart in eine langsamere</strong> kann man am Anfang reiten, indem man den Kopf des Pferdes biegt und es kreuzend auf dem Kreisbogen auslaufen lässt, bis es steht. Das hat den Charme, dass alle Beine beim Übergang in Bewegung bleiben und das Pferd nicht lernt, auf die Vorhand zu fallen oder sie steif zu machen.</p>



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<p class="has-text-align-center">*</p>



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<h4 class="wp-block-heading"><strong>5. Trouble Shooting</strong></h4>



<p><strong>Pferde, die das Vorwärts verloren haben.</strong> Wenn ein Pferd das Vorwärts unter dem Reiter nicht findet und auf die treibende Einwirkung beider Beine und des Körpers fest wird, stockt und zäh wird (wie die PN anfangs), dann ist das Übertreten lassen (vorausgesetzt, es wurde korrekt vorbereitet) ein echter Lebensretter. Es versetzt uns nämlich in die Lage, zunächst mal die Hinterbeine zu bewegen. Da das Pferd gelernt hat, die Schulter aufzumachen (versus auf der Stelle einzudrehen), wird es, sobald die Hinterbeine ins Laufen kommen, auch mit den Vorderbeinen kleine Schritte machen. So haben wir das Pferd, das &#8222;nein&#8220; zum Vorwärts gesagt hat, doch in Bewegung bekommen. Sobald das Seitwärts mit Biegung zuverlässig klappt, können wir langsam den Zügel lang lassen und Schritt für Schritt in ein gerades Vorwärts kommen.</p>



<p><strong>Pferde, die an der Longe den Kopf hochreißen.</strong> Ein Pferd, das beim Longieren den Kopf nicht fallen lassen kann, ist emotional, mental oder körperlich nicht im Gleichgewicht. <strong>Übertreten lassen und die Biegung, die das bringt, können helfen eine Balance herzustellen</strong>. Korrektes Hinterbeine weichen lassen (ich wiederhole mich: die Schulter muss dabei aufgehen!) ist für mich die Voraussetzung dafür, dass ein Pferd sich auf dem Kreisbogen an der Longe oder dem Seil biegen und in guter Haltung laufen kann. Entsprechend können wir Pferden, die den Kopf hochreißen, mit der Übung helfen. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Hinterhand weichen &#8211; die Hilfen vom Boden</h3>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" data-id="3777" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1.jpg" alt="Hinterhand weichen: Pferd kreuzt" class="wp-image-3777" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0087-1-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="677" height="667" data-id="3778" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0092-1-e1566301425173.jpg" alt="Hinterhand weichen: Pferd macht die Schulter auf" class="wp-image-3778" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0092-1-e1566301425173.jpg 677w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0092-1-e1566301425173-300x296.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0092-1-e1566301425173-150x148.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 677px) 100vw, 677px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="760" height="667" data-id="3779" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0095-1-e1566301455195.jpg" alt="Hinterhand weichen: Pferd findet aus dem Kreuzen ins Vorwärts" class="wp-image-3779" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0095-1-e1566301455195.jpg 760w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0095-1-e1566301455195-300x263.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0095-1-e1566301455195-150x132.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="877" height="667" data-id="3780" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610.jpg" alt="Vorwärts nach dem Hinterhand weichen" class="wp-image-3780" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610.jpg 877w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610-300x228.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610-768x584.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O0097-1-e1566301495610-150x114.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 877px) 100vw, 877px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Ausrichtung meines Körpers und meine Energie bestimmen die Bewegungsrichtung und das Tempo der PN. <a href="//shop.pferdefluesterei.de/collections/kappzaeume?ref=9">Longe und Kappzaum vom Label Hillbury gibt&#8217;s im Shop der Pferdeflüsterei</a>*. Fotos: <a href="//www.isabeltomczyk.de">Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>
</figure>



<p>Hinterhand weichen geht so: Du stehst auf der linken Seite deines Pferdes, etwa einen oder anderthalb Meter neben der Schulter und du schaust in Richtung Pferdehintern. Dein Seil hast du in der linken Hand, in der rechten das Seilende oder eine Gerte, eine Flagge oder einen Stick. <strong>Jetzt nimmst du das Seil leicht an</strong>, indem du deine linke Hand hebst (so hoch wie deine Schulter). Damit holst du dir den Kopf des Pferdes in die Biegung. </p>



<p>Das ist aus drei Gründen wichtig: </p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Deine Sicherheit. Falls dein Pferd treten sollte, wird es wahrscheinlich zuerst den Kopf wieder grade machen um leichter zielen zu können und den Körper in eine bessere Schussposition zu bringen. </li>



<li>Du brauchst Biegung für Entspannung.</li>



<li>Durch die Biegung fällt deinen Pferd das Übertreten leichter.</li>
</ol>



<p>Dein Pferd hat den Kopf leicht gebogen und schaut zu dir. <strong>Jetzt schaust du intensiv auf den Pferdehintern</strong>, beginnst in Richtung der Hinterhand zu gehen und schwingst gleichzeitig das Seilende/die Flagge oder welches Hilfsmittel du auch benutzt, in Richtung Hinterhand. Wenn sich dein Pferd nicht bewegt, touchierst du es. <strong>Sobald dein Pferd den Hintern dreht</strong>, nimmst du den Druck raus und streichelst es. Wiederhole die Übung, bis dein Pferd <strong>mit dem inneren Hinterbein über das äußere kreuzen</strong> kann. Das Ziel ist, dass dein Pferd schon auf wenig Hilfe (idealerweise das Anheben des Seils und der Blick auf seinen Hintern) weicht. Es soll in der Lage sein, beliebig oft überzutreten und dabei <strong>Takt und Rhythmus zu halten</strong>. Wenn dein Pferd zwischendrin immer wieder zusammentritt und das Übertreten nicht gleichmäßig sondern mit Tempounterschieden stattfindet, dann variiere den Winkel, mit dem du auf den Hintern zugehst und verlangsame deine Hilfen. </p>



<p>Ganz wichtig: <strong>Schaue, was das innere Vorderbein macht!</strong> Es darf nicht in deine Richtung treten und es soll sich auch nicht eindrehen. Dann biegst sich das Pferd nicht korrekt, sondern fällt auf die Vorhand oder schiebt dich mit der Vorhand.<a href="//www.youtube.com/watch?v=qincEZod6mQ"> In diesem Video</a> siehst du ab Minute 4.40, wie es richtig geht. Im weiteren Verlauf ist auch zu sehen, wie Disengage aus der Bewegung funktioniert und wie es zu einem seitlichen Übertreten ausgebaut werden kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Hinterhand verschieben: Die Hilfen vom Sattel</h3>



<p>Du sitzt gerade im Sattel. Jetzt nimmst du deine rechte Hand, gleitest so weit es geht mit ihr am Zügel Richtung Pferdemaul und führst sie dann so weit es geht nach rechts vom Pferdehals weg. Das ist das Signal für das Pferd, dem Gefühl zu folgen und die Nase herum zu nehmen. Tut es das, führst du deine Hand zum Oberschenkel, legst dein rechtes Bein etwas hinter den Gurt und gibst damit die Hilfe zum Übertreten und lässt die Hinterhand weichen. </p>



<p>Wenn das im Stehen klappt, kannst du so dein Pferd auch aus der Bewegung anhalten. </p>



<p>Wichtig: Frage immer erst nach mehr Biegung, wenn das Pferd auf den ersten Teil der Zügelhilfe nachgegeben hat. Sonst bringst du dein Pferd im Worst Case in Stolpern oder sogar zu Fall. Diese Hilfenfolge wird auch One-Rein-Stop oder Bend-to-a-Stop genannt. Die Zügelhilfe wird Indirekt Rein genannt. Sie spricht zur Hinterhand (du kannst deinem Pferd auch beibringen, nur auf den indirekten Zügel und ohne Beinhilfe den Hintern zu drehen). In <a href="//www.youtube.com/watch?v=MTEufuCPfiI ">diesem Video</a> siehst du die Hilfe in Aktion.</p>



<p>Auch hier wollen wir, dass das innere Vorderbein sich in Richtung des äußeren bewegt und das Pferd die Schulter öffnet.</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Disengage im Einsatz</h3>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="883" height="1024" data-id="3799" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-883x1024.jpg" alt="Hier hilft Hinterhand weichen: Pferd wird zu schnell" class="wp-image-3799" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-883x1024.jpg 883w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-259x300.jpg 259w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-768x891.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5-129x150.jpg 129w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/5.jpg 1113w" sizes="auto, (max-width: 883px) 100vw, 883px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die PN fällt massiv auf die innere Schulter&#8230;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1241" height="1291" data-id="3800" src="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-984x1024.jpg" alt="Kreuzgalopp mit dem Hinterhand weichen beenden" class="wp-image-3800" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-984x1024.jpg 984w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-288x300.jpg 288w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-768x799.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4-144x150.jpg 144w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/4.jpg 1241w" sizes="auto, (max-width: 1241px) 100vw, 1241px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8230;auch hier kämpft er mit der Balance und fällt in den Kreuzgalopp. Fotos: Marko</figcaption></figure>
</figure>



<p>In der Lage zu sein, das Pferd übertreten zu lassen, kommt immer dann praktisch, wenn eine Situation heiß wird. Sprich, dein Pferd wird nervös, droht wegzuspringen oder fährt hoch. Wenn du jetzt gleichzeitig an beiden Zügeln ziehst, gibst du ihm nicht nur eine Möglichkeit für Gegendruck, du verschärfst sein Gefühl der Beklemmung. Vom Boden ins Halfter greifen und schön eng führen ist genauso unsinnig. Egal, ob reitend oder von unten: Jetzt kommt das Übertreten lassen gerade recht. </p>



<p><strong>Disengage kann zum einen ein absolutes Notaus sein</strong>. Es unterbricht die Situation drastisch und setzt einen klaren Cut. Die unkontrollierten Rennsequenzen der Fotos zum Beispiel habe ich mit dem Herausschicken der Hinterhand abgebrochen und die PN damit vom Speedgalopp zum Halten gebracht. <a href="//poniesnaturally.com/2019/08/27/the-one-rein-stopped/?fbclid=IwAR05PS4snFa5hxje-AlZrw9NyqkmkE3K34XBPhaFrFoST2Cz8rWYQbhWhsA">Hier kannst du einen englischen Bericht lesen von einem Ausritt</a>, bei dem der One-Rein-Stop ein Durchgehen aufhalten konnte.</p>



<p><strong>Die Hinterbeine übertreten lassen geht aber auch graduell</strong>. Dabei bringst du Biegung ins Pferd und es tritt seitwärts, bewegt sich aber weiter. Das hatte ich jüngst im Einsatz, als sich die PN bei einem Spaziergang hochgefahren hat. Ich bin mit ihm weitergelaufen, habe ihn in Stellung gebracht und übertreten lassen und nach einigen Metern angefragt, ob er auch wieder gerade gehen kann, ohne sich aufzuregen. Nach mehreren Wiederholungen war er dazu in der Lage. </p>



<h3 class="wp-block-heading">Aber, aber&#8230;. menno! Vorurteile</h3>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="667" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658.jpg" alt="Beim Hinterhand weichen kreuzen die Hinterbeine" class="wp-image-3791" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658.jpg 1000w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658-300x200.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658-768x512.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658-600x400.jpg 600w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2019/08/AW0O2658-150x100.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beim Hinterhand weichen kommt das Pferd auf die Vorhand? Wenn die Übung als Notaus eingesetzt wird, ist das so. Hier auf dem Bild auch schön zu sehen. <a href="//isabeltomczyk.de">Foto: Isabel Tomczyk Photography</a></figcaption></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Mein Pferd wird nie wieder aktiv mit der Hinterhand laufen können, wenn ich es zu oft übertreten lasse!</strong> Im englischen spricht man von &#8222;disengange&#8220;, wenn man das Pferd übertreten lässt, und damit dem Gegenteil von &#8222;engaged&#8220;. Der normale Reiter will natürlich gut untertretende, in den Schwerpunkt fußende aktive Hinterbeine. Das steht nicht im Widerspruch. Ich kann meinem Pferd beibringen, die Hinterbeine zu kreuzen und die Hinterhand weichen zu lassen. Und ich kann ihm beibringen, aktiv unterzutreten. Das eine schließt das andere nicht aus &#8211; ich brauche nur klare Hilfen. (Übrigens: Rein technisch tritt das Pferd nur im Schulterherein korrekt in den Schwerpunkt. Beim Schenkelweichen tritt es darüber hinaus, da es kreuzt). Zu behaupten, wer sein Pferd die Hinterbeine kreuzen lässt, verliert die Versammlungsfähigkeit des Pferdes, ist in etwa so wie seinem Pferd das Rückwärts nicht beizubringen, weil es darüber ja das Vorwärts verlieren könnte. Ziemlich doof, um es noch freundlich auszudrücken.<br> </li>



<li><strong>Ich bringe mein Pferd aus der Balance &#8211; wie kann das gut sein</strong>? Das ist ein Einwand, der durchaus berechtigt ist bzw. berechtigt sein kann:  Wenn ich die Hinterbeine mit Energie übertreten lassen, dann nehme ich dem Pferd damit die Balance, die es bräuchte, um durchzugehen, zu bocken oder zu steigen. Da es sich in einer solchen Situation um einen Notfall handelt, würde ich den Balanceverlust des Pferdes in Kauf nehmen. Zumal es ja nicht bedeutet, dass das Pferd hinfällt, sondern nur, dass wir einen gewissen Bewegungsablauf für es unmöglich machen. </li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Mein Pferd fällt damit auf die Vorhand! Das will ich auf keinen Fall!</strong> Wenn ich das Disengagen als Notfall-Stop einsetze, also ein schnelles und tiefes Kreuzen fordere, dann fällt mein Pferd dabei in der Tat auf die Vorhand. Das ist auch gut so, schließlich wollen wir in Notsituationen gerade nicht, dass die Vorhand leicht und athletisch abhebt und das Pferd seine Stunts ohne Probleme durchziehen kann. Allgemein, das heißt abseits eines Notfalls gilt aber: Ein Pferd, das gelernt hat, korrekt zu kreuzen, macht  gerade nicht die Schulter schwer: Wenn die Hinterbeine kreuzen tritt es mit dem inneren Vorderbein leicht nach außen in Richtung äußeres Vorderbein. Alle vier Beine des Pferdes sind damit in Bewegung, das Pferd ist nach innen gebogen und balanciert. </li>
</ul>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="98" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png" alt="Kreuzen" class="wp-image-1955" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-768x73.png 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/10/WLWS_bearbeitet.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>


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		<title>Reiten ohne Hände/ Zügel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Jun 2014 07:11:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Reiten ohne Zügel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jüngst habe ich die Zügel vom Kopfstück meines Projektpferdes abgemacht und bin ohne sie geritten. Das ist immer wieder eine guter Test &#8211; nicht nur für meine reiterlichen&#160;Fähigkeiten, sondern vor allem für die Kommunikation mit dem Pferd. Denn wenn man keine Möglichkeit hat, mit den Händen einzuwirken, lernt man die…</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jüngst habe ich die Zügel vom Kopfstück meines Projektpferdes abgemacht und bin ohne sie geritten. Das ist immer wieder eine guter <b>Test </b>&#8211; nicht nur für meine reiterlichen&nbsp;Fähigkeiten, sondern vor allem für die <b>Kommunikation mit dem Pferd</b>. Denn wenn man <b>keine Möglichkeit hat, mit den Händen einzuwirken</b>, lernt man die <b>Wahrheit über die Qualität seiner Gewichts- und Beinhilfen</b>.&nbsp;<br />
Da ich keine Zügel habe, an denen ich herumzupfen kann, die ich in der Länge anpassen, annehmen oder nachgeben muss, kann ich mich außerdem auf <b>andere Teile meines Körpers konzentrieren</b> und darauf, wie sie sich anfühlen. Mein Bewusstsein für die Bewegungen des Pferdes wächst ebenso.</p>
<div style="min-height: 16px;">
</div>
<p>Als Notbremse habe ich einen String um den Hals meines Projektpferdes gebunden, außerdem benutze ich einen der orangefarbenen Horsemansticks (falls das Pferdchen meinem Sitz nicht folgt und ich die Nase doch mal ansteuern muss). Das Gute daran: Ich bleibe <b>zentriert und balanciert über dem Pferd</b> im Sattel sitzen und kann das Pferd trotzdem korrigieren (falls nötig).&nbsp;<br />
Momentan habe ich den Halsring einer Freundin ausgeliehen. Formstabile Ringe sind deutlich praktischer als lose Seile: Man kann sie gezielter einsetzen und sie rutschen nicht unter die Brust des Pferdes.&nbsp;</p>
<p></p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;">
<a href="http://www.procavallo.de/bodenarbeit/reitring-aus-baumwolle-1.html?acc=eccbc87e4b5ce2fe28308fd9f2a7baf3" target="_blank"><img decoding="async" border="0" src="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2014/06/banner2.png" /></a>&nbsp;*</div>
<p>
Anfangs, hatte ich den Eindruck, war das Pferd etwas unsicher, weil es keine Verbindung zu meinen Händen hatte. Aber mit der Zeit hat er sich entspannt, den Kopf fallen lassen und&nbsp;abgeschnaubt.</p>
<p>So viel man beim Reiten ohne Zügel über die Partnerschaft mit dem Pferd lernt, sollte man es doch so angehen, dass man danach noch in der Lage ist, das Gelernte umsetzen zu können. Sprich: Es ist wichtig, dass <b>die Vorbereitung</b> stimmt! Ihr wollt nicht ohne Zügel auf einem Pferd sitzen, das zu einem unbestellten Renngalopp ansetzt.</p>
<p></p>
<div style="min-height: 17px;">
</div>
<table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;">
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: center;"><a href="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2014/06/P5080012-768x1024.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Reiten ohne Zügel" border="0" height="320" src="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2014/06/P5080012-768x1024.jpg" title="Keine Zügel, keine Hände" width="240" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="tr-caption" style="text-align: center;">Die bleibt heut im Schrank. Foto: Nadja</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><u>Deswegen wären die folgenden meine Voraussetzungen für das Reiten ohne Zügel (oder ohne Kopfstück)</u></p>
<p>1. <b>Kontrolle darf in eurer Beziehung kein Problem mehr sein</b>. Wenn du dein Pferd mit Zügeln schon nicht anhalten kannst, versuchst du es besser erst gar nicht ohne. Ich habe meinem Projektpferd beigebracht, dass <b>Ausatmen langsamer werden</b> bedeutet. So kann ich ihn auch ohne Zügel stoppen (außerdem ist er eh ein Freund des Stehens :))&nbsp;&nbsp;</p>
<p>2. Um dich aufs zügelfreie Reiten vorzubereiten, reite mit Zügeln, aber <b>ohne sie zu berühren</b>. Das wird dir sehr deutlich zeigen, wo du stehst. Du solltest die Zügel nicht zum Steuern brauchen (dafür sind sie auch nicht da), und dein Pferd sollte der Ausrichtung deines Körpers folgen.</p>
<p>3. Fange <b>in einer kleinen Halle</b> an. Ich bin ohne Zügel in unserer normalen Halle geritten, und das hat super geklappt. Ohne Zügel ausreiten steht wieder auf einem anderen Blatt Papier. Wenn ich das vorhätte, würde ich mich vorbereiten, wie unter 2 beschrieben: Ich würde so tun, als hätte ich keine Zügel und schauen, wie das funktioniert.&nbsp;</p>
<p>
Habt ihr Erfahrungen mit dem Reiten ohne Zügel gemacht?&nbsp;</p>
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		<title>Über Kontrolle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2013 11:41:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfsmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Kontrolle]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Selbstverständlich, Zügel dienen der Kommunikation, nicht der Kontrolle. Zumindest in der Theorie. In der Praxis sieht das oft anders aus. Tut es die Trense nicht mehr, weil das gute Pferd auf dem letzten Ausritt Gespenster gesichtet und diese mit einem Renngalopp abgehängt hat, dann kommt eben das Pelham drauf. Der…</p>
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Selbstverständlich, <b style="letter-spacing: 0px;">Zügel dienen der Kommunikation</b>, nicht der Kontrolle. Zumindest in der Theorie. In der Praxis sieht das oft anders aus. Tut es die Trense nicht mehr, weil das gute Pferd auf dem letzten Ausritt Gespenster gesichtet und diese mit einem Renngalopp abgehängt hat, dann kommt eben das Pelham drauf. Der Fantasie und vor allem den <b style="letter-spacing: 0px;">mechanischen Hilfsmitteln</b> sind fast keine Grenzen gesetzt. Mit schärferen Gebissen und Hilfszügeln versucht der Reiter die Symtome &#8211; das panische Flüchten &#8211; in den Griff zu kriegen. Doch das ändert an der Ursache &#8211; der Angst &#8211; nichts. Horsemen wie Warwick Schiller oder Buck Brannaman sind sich einig: Nicht die Beizäumung kontrolliert das Pferd, <b style="letter-spacing: 0px;">das Pferd muss sich selbst kontrollieren</b>. Und das am Anfang ohne Reiter. Wie Pat Parelli sagt: Wie soll sich das Pferd mit einem Reiter benehmen können, wenn es das nicht mal alleine schafft? Unsere Aufgabe ist also, dem Pferd beizubringen, sich unter Kontrolle zu haben. Und dieser Weg führt nicht über schärfere Gebisse, die am Körper und nicht im Kopf ansetzen, sondern über Bodenarbeit und die Konfrontation mit der Angst des Pferdes.</div>
<p><ul class="shariff-buttons theme-round orientation-horizontal buttonsize-medium"><li class="shariff-button facebook shariff-nocustomcolor" style="background-color:#4273c8"><a href="https://www.facebook.com/sharer/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Fuber-kontrolle%2F" title="Bei Facebook teilen" aria-label="Bei Facebook teilen" role="button" rel="nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#3b5998; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 18 32"><path fill="#3b5998" d="M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z"/></svg></span></a></li><li class="shariff-button twitter shariff-nocustomcolor" style="background-color:#595959"><a href="https://twitter.com/share?url=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Fuber-kontrolle%2F&text=%C3%9Cber%20Kontrolle" title="Bei X teilen" aria-label="Bei X teilen" role="button" rel="noopener nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#000; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 24 24"><path fill="#000" d="M14.258 10.152L23.176 0h-2.113l-7.747 8.813L7.133 0H0l9.352 13.328L0 23.973h2.113l8.176-9.309 6.531 9.309h7.133zm-2.895 3.293l-.949-1.328L2.875 1.56h3.246l6.086 8.523.945 1.328 7.91 11.078h-3.246zm0 0"/></svg></span></a></li><li class="shariff-button pinterest shariff-nocustomcolor" style="background-color:#e70f18"><a href="https://www.pinterest.com/pin/create/link/?url=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Fuber-kontrolle%2F&media=https%3A%2F%2Fverstehepferde.de%2Fwp-content%2Fplugins%2Fshariff%2Fimages%2FdefaultHint.png&description=%C3%9Cber%20Kontrolle" title="Bei Pinterest pinnen" aria-label="Bei Pinterest pinnen" role="button" rel="noopener nofollow" class="shariff-link" style="; background-color:#cb2027; color:#fff" target="_blank"><span class="shariff-icon" style=""><svg width="32px" height="20px" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 27 32"><path fill="#cb2027" d="M27.4 16q0 3.7-1.8 6.9t-5 5-6.9 1.9q-2 0-3.9-0.6 1.1-1.7 1.4-2.9 0.2-0.6 1-3.8 0.4 0.7 1.3 1.2t2 0.5q2.1 0 3.8-1.2t2.7-3.4 0.9-4.8q0-2-1.1-3.8t-3.1-2.9-4.5-1.2q-1.9 0-3.5 0.5t-2.8 1.4-2 2-1.2 2.3-0.4 2.4q0 1.9 0.7 3.3t2.1 2q0.5 0.2 0.7-0.4 0-0.1 0.1-0.5t0.2-0.5q0.1-0.4-0.2-0.8-0.9-1.1-0.9-2.7 0-2.7 1.9-4.6t4.9-2q2.7 0 4.2 1.5t1.5 3.8q0 3-1.2 5.2t-3.1 2.1q-1.1 0-1.7-0.8t-0.4-1.9q0.1-0.6 0.5-1.7t0.5-1.8 0.2-1.4q0-0.9-0.5-1.5t-1.4-0.6q-1.1 0-1.9 1t-0.8 2.6q0 1.3 0.4 2.2l-1.8 7.5q-0.3 1.2-0.2 3.2-3.7-1.6-6-5t-2.3-7.6q0-3.7 1.9-6.9t5-5 6.9-1.9 6.9 1.9 5 5 1.8 6.9z"/></svg></span></a></li></ul></div></p>
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