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	<title>Schweifschlagen Archive - Pferde verstehen</title>
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	<title>Schweifschlagen Archive - Pferde verstehen</title>
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		<title>Zeit für neue Hilfen oder wie ich das Schweifschlagen los werde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Aug 2014 09:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Schweifschlagen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich hatte lange Zeit das Problem des schlagenden Schweifs (und schlimmstenfalls angelegter Ohren) beim Antraben und Angaloppieren (vom Sattel aus). Das hat erst aufgehört, als ich damit angefangen habe, meine Hilfen zu verändern. Wenn wir immer das Gleiche tun, erhalten wir auch immer das gleiche Ergebnis. Meinem Projektpferd hat es…</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://verstehepferde.de/zeit-fur-neue-hilfen-oder-wie-ich-das/">Zeit für neue Hilfen oder wie ich das Schweifschlagen los werde</a> erschien zuerst auf <a href="https://verstehepferde.de">Pferde verstehen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte lange Zeit das <b>Problem des schlagenden Schweifs</b> (und schlimmstenfalls angelegter Ohren) beim Antraben und Angaloppieren (vom Sattel aus). Das hat erst aufgehört, als ich damit angefangen habe, <b>meine Hilfen zu verändern</b>. Wenn wir immer das Gleiche tun, erhalten wir auch immer das gleiche Ergebnis.</p>
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</div>
<p>Meinem Projektpferd hat es geholfen, <b>nicht mit Schenkeldruck in die höhere Gangart </b>getrieben, gequetscht oder gedrückt zu werden. Ich habe mich zwar bemüht, wenn er gehorsam reagiert hat, den Druck gleich wieder rauszunehmen, aber das war nicht genug beziehungsweise immer noch genug, um eine verärgerte Reaktion beim Pferd zu provozieren. &nbsp;<br />
Die Lösung für uns war, auf <b>„Energiehilfen“</b> umzustellen. Das Konzept kommt von Pat und Linda Parelli. Statt einfach zu sitzen und mit den Beinen Druck zu machen, lehren sie, die <b>Energie im Körper zu transportieren</b>, die man sich im Pferd wünscht. Also auch der Mensch bewegt sich im Sattel mit &#8211; damit ist aber kein (!) Schieben in der Hüfte mit klemmenden Knien oder dieses lästige Sattelauswischen gemeint.&nbsp;<br />
Ich imitiere etwa fürs Antraben eine Laufbewegung im Oberkörper und den Hüften und tue so, als wollte ich joggen.&nbsp;Anfangs sieht das witzig bis dämlich aus, da das Pferd nicht genau weiß, wie es auf den zappelnden Reiter da oben im Sattel reagieren soll. Die Energiehilfe wird final (aber erst zu allerletzt) mit den Schenkeln verstärkt, und spätestens dann kommt beim Pferd an, dass es hier um schnellere Geschwindigkeit geht. Es dauert nicht lange, und das Pferd versteht, dass <b>mehr Energie im Sattel die Aufforderung für mehr Tempo</b> ist. Dann reduziert sich das Gezappel im Sattel, das Pferd fängt an die Gedanken zu lesen und springt schon mit der ersten Idee von Trab an.<br />
So geschehen mit meinem Projektpferd, das nicht die Bewegungsfreude vor dem Herrn ist, sich aber sehr gut mit dieser Form der Kommunikation arrangiert. Er ist dadurch sehr <b>willig im Vorwärts</b> geworden, und aus mehreren Metern Trabübergang sind Zentimeter (manchmal sogar Millimeter) geworden,<b> aus lautstarken Schenkelhilfen eine unsichtbare Übertragung meiner Intention</b>.</p>
<div style="min-height: 14px;">
</div>
<h3>
Ein Sprung in den Galopp</h3>
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</div>
<p>Der <b>Übergang zum Galopp klappt</b> noch nicht so reibungslos. Im Trab ist das Schweifschlagen zu gut 90 Prozent (vielleicht sogar 95) eliminiert, würde ich sagen, im Galopp liegen wir noch bei 50 Prozent (weil ich noch nicht konstant genug bin und nicht immer den passenden Moment in der Fußfolge erwische). Hier ist die Bewegung, die der Reiter ausführt, allerdings kein Joggen mit einem Auf und Ab und Vor und Zurück der Schultern.</p>
<table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;">
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: center;"><a href="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2014/08/galopp1-1024x964.gif" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"><img fetchpriority="high" decoding="async" border="0" src="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2014/08/galopp1-1024x964.gif" height="301" width="320" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="tr-caption" style="text-align: center;">Der Sitz im Galopp nach Horsemanship-Prinzipien: Die<br />
Hüfte folgt der Aufwärtsbewegung der Pferdeschulter.<br />
Von der Seite gesehen beschreibt sie einen Kreis gegen<br />
den Uhrzeigersinn. Zeichnung: Nadja</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Vielmehr <b>imitiert man die Sprungbewegung im Galopp</b>. Man hebt also seine innere Schulter mit dem inneren Vorderbein des Pferdes, die äußere Schulter bleibt etwas weiter hinten. Außerdem wischt man nicht den Sattel aus (mit dem Ergebnis, immer wieder hinein zu plumpsen), sondern vollführt mit Hüfte und Körper eine Kreisbewegung &#8211; das Gegenteil vom Auswischen, dann dort bewegt sich die Hüfte beim Kontakt mit dem Sattel von hinten nach vorn. Wir heben uns also an, wenn das Pferd die Vorhand anhebt, und senken uns, wenn es die Vorhand senkt. So in etwa, wie wenn wir als Kinder Pferd gespielt und mit einem Arm das innere Vorderbein des Pferdes für den Galopp auf der richtigen Hand imitiert haben.&nbsp;</p>
<p></p>
<div class="separator" style="clear: both; text-align: center;">
</div>
<div style="text-align: left;">
</div>
<table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;">
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: center;"><a href="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2014/08/galopp2-1024x964.gif" imageanchor="1" style="clear: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"><img decoding="async" border="0" src="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2014/08/galopp2-1024x964.gif" height="301" width="320" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td class="tr-caption" style="text-align: center;">Der Sitz, wie er oft gelehrt wird: Die Hüfte läuft entgegen<br />
der Bewegung der Pferdeschulter. Von der Seite beschreibt<br />
sie einen Kreis im Uhrzeigersinn.&nbsp;<br />
Zeichnung: Nadja&nbsp;</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Auch auf diese Sprungbewegung im Körper folgen final die Beine als Hilfen, wenn das Pferd nicht reagiert. Wichtig ist auch, sich <b>nicht nach vorn und innen zu setzen</b> (also das Gegenteil von dem zu machen, was die Dressur lehrt), sondern <b>nach hinten außen</b>. Ich finde das sehr plausibel, da man dem Pferd den Weg freimacht für die Vorhand, die nach oben anspringt.&nbsp;<br />
Mit der Zeit stellt sich auch hier eine Gedankenübertragung ein. Wir sind noch nicht konstant da, wo es immer funktioniert, aber immer wieder <b>hebe ich zum Angaloppieren meinen Körper</b> (ich mache mich gerader und rolle die innere Hüfte nach vorn oben) und merke, wie <b>das Pferd den Raum unter mir ausfüllt und anspringt</b>. Ohne Beinhilfen. Wenn ich das erreichen kann &#8211; und das kann ich &#8211; will ich <b>nie wieder anders reiten müssen</b>.</p>
<p>Dieses <b>Konzept des Ausfüllens</b> ist mir im Sommer auch bei einem Kurs mit <a href="https://horse-vision.se/en/home">Christopher Dahlgren</a> (den ich wärmstens empfehlen kann) begegnet. Er sagt, dass er seine weiter ausgebildeten Pferde ebenfalls so reitet, dass er nicht Druck macht, wo das Pferd nicht hinsoll, sondern da aufmacht, wo es hinsoll. Das Pferd füllt also jenen Raum auf, den er freigibt, und übersetzt ins Horsemanship ist es die Release, die hier das Pferd veranlasst, zu reagieren, nicht der Druck. Auch <a href="https://lesliedesmond.com/">Leslie Desmond</a> arbeitet in einer ähnlichen Weise, sie treibt ihre Pferde nicht ins Vorwärts, sondern entlässt sie dort hinein. Ich finde das zwar ein sehr komplexes Konzept, aber langsam fange ich an, es zu verstehen.&nbsp;</p>
<div style="min-height: 14px;">
</div>
<p>
PS: Natürlich ist die Energiehilfe genauso antrainiert wie der Schenkeldruck. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass sie leicht zu lesen ist und keinen Widerstand hervorruft, da man auch im Übergang in Harmonie bleibt.&nbsp;<br />
PPS: Mehr zu einer anderen Form der Hilfengebung findet ihr <a href="http://verstehepferde.de/?p=140">hier</a> und <a href="http://verstehepferde.de/?p=138">hier</a>.</p>
<div>
</div>
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