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	<title>Angst Archive - Pferde verstehen</title>
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		<title>Dem Pferd Klarheit bringen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Sep 2016 13:54:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachdenkliches]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Gehorsam]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In letzter Zeit habe ich hin und wieder mit Pferden zu tun, die auf den ersten Blick gehorsam sind. Sie stehen brav am Anbindeplatz. Sie lassen sich führen. Du kannst auch ohne Probleme aufsitzen. Wäre da nicht der weiße Schimmer in ihrem Auge, wenn sich jemand nähert und sie angebunden…</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="http://vg03.met.vgwort.de/na/46905e32048f4f52b84e22ed552fec39" alt="" width="1" height="1" /><br />
In letzter Zeit habe ich hin und wieder mit Pferden zu tun, die <strong>auf den ersten Blick gehorsam</strong> sind.</p>
<p>Sie stehen brav am Anbindeplatz. Sie lassen sich führen. Du kannst auch ohne Probleme aufsitzen.</p>
<p>Wäre da nicht der weiße Schimmer in ihrem Auge, wenn sich jemand nähert und sie angebunden sind. Der verspannte Unterhals und die brettharte Kruppe. Der blockierende Kopf, wenn ich auf die rechte Seite möchte &#8211; oder die abgeklappten Ohren, wenn ich die Stirn streicheln will.</p>
<p>Fragt ich dann, ob sich das Pferd von mir am Seil auf den Zirkel schicken lässt, erhalte ich entweder ein fest gefrorenes Pferd mit vor Anspannung zitternden Muskeln. Oder eine unkontrollierte Bewegungsexplosion.</p>
<p>Vor ein paar Tagen habe ich auf der Homepage eines Problempferde-Trainers diesen Satz gelesen:</p>
<blockquote><p>Das Einzige, was für ein Pferd zählt, ist, wie es sich neben Dir fühlt</p></blockquote>
<p>Genau das ist für mich der Kern der Sache. <strong>Diese gehorsamen Pferde funktionieren</strong>. Aber sie fühlen sich schlecht in unserer Anwesenheit. Um es deutlicher zu sagen: Sie fühlen sich beschissen.</p>
<p>Sie haben gelernt, das zu kompensieren, es irgendwo tief drin zu verbergen. Sie wissen, dass sie entweder keine Angst haben oder sie nicht zeigen dürfen. Und sie wissen nicht, dass sie tatsächlich Lösungen für Probleme selbstständig finden können. Weil wir Menschen uns nicht die Zeit genommen haben, ihnen das zu erklären.</p>
<div id="attachment_1785" style="width: 460px" class="wp-caption alignleft"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1785" class="wp-image-1785" title="Klarheit" src="//verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/09/gehorsam-683x1024.jpg" alt="Klarheit" width="450" height="675" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/09/gehorsam-683x1024.jpg 683w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/09/gehorsam-200x300.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/09/gehorsam-768x1152.jpg 768w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/09/gehorsam-100x150.jpg 100w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2016/09/gehorsam.jpg 1000w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /><p id="caption-attachment-1785" class="wp-caption-text">Für Fußfolgenfetischisten: Auch der Schritt hat eine diagonale Stützbeinphase 🙂 Foto: Isabel Tomczyk</p></div>
<p>Meine Aufgabe ist es also, <strong>Klarheit zu bringen.</strong> Klarheit und  &#8211; das klingt jetzt kitschig &#8211; <a href="https://www.pferdefluesterei.de/lehren-klassischer-reitmeister/" target="_blank" rel="noopener">Frieden</a>.</p>
<p>Im Englischen fallen mir dazu die Wörter &#8222;peace of mind&#8220; und &#8222;serenity&#8220; ein. Ich versuche dem Pferd das mitzugeben, was es braucht, um in seiner Welt <strong>Frieden mit uns Menschen</strong> zu finden.</p>
<p>Und dann denke ich mir: Was gibt es Besseres, als das Leben eines Pferdes so zu verändern, dass es Entspannung finden kann? Die Verwandlung zu sehen von einem Pferd, das vor Anspannung zittert, Konsequenzen fürchtet und riesige Fragezeichen über dem Kopf schweben hat. Hin zu einem Tier, das tief ausatmet, wenn die zuvor gefürchtete Peitsche über seinen Rücken schwingt, das den Kopf senkt  &#8211; und nicht aus Resignation. Zu sehen, wie die Augen anfangen zu blinzeln und weich werden und zu sehen, wie das Verständnis einsetzt. Wie ein harter Körper weicher und die Bewegungen geschmeidiger werden.</p>
<p>Indem wir die Fragen des Pferdes klar und eindeutig beantworten, schenken wir ihm Lebensqualität in rauen Mengen: Wir bieten ihm dadurch Verlässlichkeit und Sicherheit. Das Pferd lernt, dass es uns mit seinem Verhalten beeinflussen kann und es begreift, dass es <strong>eigenständig Antworten finden</strong> kann. Wir geben ihm damit <strong>ein Stück Selbstbestimmung</strong> zurück. Und diese Selbstbestimmung ist das Gegenmittel für Angst und erlernte Hilflosigkeit.</p>
<h2>Siehst du die Sorgen deines Pferdes?</h2>
<p>Bei manchen Pferden ist die Unsicherheit so ausgeprägt, dass sie sich in großen Reaktionen zeigt. Bei anderen muss man dagegen sehr genau hinsehen, um sie zu bemerken &#8211; und um so leichter ist es dann, einfach <strong>über die Sorgen des Pferdes hinwegzugehen</strong>.</p>
<p>Mit dem Projektwallach geht mir das ab und an noch so. Weil er so chillig und ruhig ist, denkt man automatisch, was für ein entspanntes Pferd er doch ist. Der Eindruck stimmt auch meistens. Aber eben nicht immer.</p>
<p>Gerade vor ein paar Tagen, nach einer Reiteinheit, die ich als super harmonisch empfand, steige ich ab, er atmet aus, fängt an zu kauen und leicht mit den Zähnen zu knirschen. Das tat er nicht während der Einheit, nur ein paar Mal danach. Dann war wieder gut. Vielleicht mache ich da aus einer Mücke auch einen Elefanten (<a href="http://www.tash-horseexperience.click/wordpress/2016/09/partner-pferd/" target="_blank" rel="noopener">so wie Tanja es hier beschreibt</a>). Aber er und mein Gefühl sagen mir, dass ihn etwas gestresst haben muss: Wir haben relativ intensiv an Stellung und Biegung in Bewegungsrichtung gearbeitet &#8211; das fällt ihm körperlich sehr schwer. Und da er ein sehr gehorsames Pferd ist, kann ich mir gut vorstellen, dass es ihn stresst, meinen Wünschen nicht entsprechen zu können. Auch, weil er erwartet, dass das für ihn negative Konsequenzen haben könnte. Und da erreiche ich dann einen Punkt, wo ich mir Gedanken machen muss, ob ich meine Hilfen tatsächlich fair und verständlich gebe &#8211; und ob das beim Pferd auch so ankommt.</p>
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		<title>Angst bei Pferd und Mensch: Das kann helfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2016 08:57:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Trainingstipps]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angst ist keine rationale Größe. Um dem Dicken beizubringen, nicht mehr auf der Vorhand anzuhalten, erarbeiten wir uns derzeit eine neue Art des Durchparierens, weg vom Stehen bleiben auf Ausatmen hin. Vor ein paar Tagen wurde mir dabei klar, dass ich gerade unsere &#8222;alte&#8220; Bremse deinstalliere, und dass wir uns in…</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://verstehepferde.de/angst/">Angst bei Pferd und Mensch: Das kann helfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://verstehepferde.de">Pferde verstehen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="http://vg03.met.vgwort.de/na/c304d0882e8346309c1bbf2e67ebba26" alt="" width="1" height="1" /><br /><strong>Angst</strong> ist keine rationale Größe.</p>
<p>Um dem Dicken beizubringen, nicht mehr auf der Vorhand anzuhalten, erarbeiten wir uns derzeit eine neue Art des Durchparierens, weg vom Stehen bleiben auf Ausatmen hin. Vor ein paar Tagen wurde mir dabei klar, dass ich gerade unsere &#8222;alte&#8220; Bremse deinstalliere, und dass wir uns in einer Art Zwischenstadium befinden &#8211; schon hinter dem alten Anhalten, aber noch vor dem neuen, denn das Verständnis hatte beim Pferd noch nicht eingesetzt. &#8222;Mein Pferd hat keine Bremse mehr&#8220;, schoss es mir in den Kopf &#8211; und sofort fühlte ich mich unwohl. Nicht auf einem unberechenbaren Dreijährigen. Sondern auf dem geschätzten Projektwallach, nach zehn gemeinsamen Jahren, nach Ritten am Knotenhalfter durch Dorf und Verkehr, nach Kursen auf fremden Anlagen, kurz: nach diversen Situationen, in denen Angst oder ein mulmiges Gefühl deutlich angebrachter gewesen wären. (Wie jüngst im Wald etwa, als sich durch die Bäume mit lautem Gedröhn eines dieser Traktormonster ankündigte, und wir beide nicht mit der Wimper zuckten.)</p>
<p>Ich habe also Angst in Situationen, wo ich nicht müsste und keine Angst, wo ich welche haben sollte?</p>
<div id="attachment_1083" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst11.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1083" class="wp-image-1083" title="Angst, Pferde verstehen" src="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst11-1024x768.jpg" alt="angst, pferde verstehen" width="600" height="450" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst11-1024x768.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst11-300x225.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst11-200x150.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst11-150x113.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst11.jpg 1701w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><p id="caption-attachment-1083" class="wp-caption-text">&#8222;Da soll ich durch?&#8220; Paledo ist sehr skeptisch, seine Füße ins grüne Wasser der Furt zu setzen. Ich lasse ihn in Ruhe alles anschauen und dränge ihn nicht, ins Wasser zu gehen.</p></div>
<p><strong>Logik hilft nicht dabei, Angst zu verstehen</strong> oder sie zu überwinden. <strong>Der einzige Weg aus der Angst führt durch die Angst:</strong> Wir müssen sie erfahren, sie aushalten und an ihr wachsen.</p>
<p>Die Arbeit mit dem Pferd hilft uns dabei: Denn unser vierbeiniger Partner bringt von Natur aus eine höhere Fluchtbereitschaft mit als wir &#8211; sprich, wir kommen häufig in die Lage, das Pferd davon zu überzeugen, dass es eben keine Angst haben muss. Wir stehen dem Pferd bei, seine Furcht zu überwinden und können daraus sehr viel für uns selbst mitnehmen: Die Gründe für Angst bei Mensch und Pferd mögen ganz unterschiedlicher Natur sein, aber <strong>der Weg aus der Angst ist genau der gleiche</strong>.</p>
<h3>Schauen wir uns zuerst ein Beispiel für Angst beim Pferd an</h3>
<p><strong>Mein Pferd hat Angst vor der Peitsche</strong>. Jetzt habe ich folgende Möglichkeiten.</p>
<ul>
<li><strong>Ich packe die Peitsche weg</strong>. Damit verschwindet zwar der Auslöser, das Pferd lernt aber nicht mit seiner Angst umzugehen. Und erschreckt sich, wenn ein anderer Mensch sein Pferd mit der Peitsche antreibt oder diese knallen lässt.</li>
<li><strong>Ich mache einfach weiter wie gewohnt</strong> und nutze die Peitsche. Dann erschaffe ich jedes Mal Probleme, biete dem Pferd aber keine Lösung an. Es wird immer wieder aufs Neue Angst haben.</li>
<li>Ich binde das Pferd fest an und schwinge so lange die Peitsche, bis es nicht mehr reagiert. Ich ignoriere, dass es Panik bekommt, am Seil zieht und sich ins Halfter hängt. Der wissenschaftliche Begriff hierfür wäre &#8222;Flooding&#8220;. <strong>Ich flute das Pferd also so lange, bis es aufgibt</strong>. Es lernt, dass es sich seiner Angst nicht entziehen kann, dass es hilflos ist. Als einzige Wahl bleibt ihm, die Lage zu akzeptieren.</li>
<li><strong>Ich arbeite mit Annäherung und Rückzug</strong> (Approach and retreat). Das Pferd soll lernen, dass die Peitsche eine Verlängerung meines Körpers ist und kein Prügelinstrument. Ich bringe sie ihm in kleinen Schritten näher und warte immer wieder darauf, dass das Pferd entspannt (für mehr Infos dazu einfach weiter lesen).</li>
</ul>
<div id="attachment_1084" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1084" class="wp-image-1084" title="Angst, Pferde verstehen" src="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst2-300x225.jpg" alt="angst, pferde verstehen" width="600" height="450" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst2-300x225.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst2-1024x768.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst2-200x150.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst2-150x113.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst2.jpg 1417w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><p id="caption-attachment-1084" class="wp-caption-text">Innerhalb weniger Minuten hat sich Paledo entschieden, es mit der Furt zu versuchen.</p></div>
<h3>Und jetzt ein Beispiel für Angst beim Menschen</h3>
<p>Sagen wir, <strong>ich habe Angst vor dem Ausreiten</strong>. Auch ich habe dann mehrere Handlungsoptionen.</p>
<ul>
<li><strong>Ich reite nicht mehr aus.</strong> Ich vermeide die Situation, die mir Angst macht.</li>
<li><strong>Ich reite immer mal wieder aus</strong>, wie immer. Ich setzte mich der Angst aus, lerne aber nicht, mit ihr umzugehen.</li>
<li><strong>Ich reite jeden Tag aus und das stundenlang</strong>. Ich übertreibe es mit der Konfrontation. Das schwächt meine Angst nicht, sondern stärkt sie, weil ich mich überfordere. Ich lerne nicht, die Situation zu händeln.</li>
<li><strong>Ich reite aus, beginne aber mit kurzen Stücken.</strong> Ich stelle mich der Angst Schritt für Schritt in einem Tempo, das zu mir passt.</li>
</ul>
<p>Ihr seht, egal ob Mensch oder Pferd, unsre Optionen sind die gleichen: Wir können uns drücken, wir können uns zwingen, uns überfordern oder wir können schrittweise lernen, unsere Angst in den Griff zu kriegen.</p>
<p>Es reicht nicht, die gefürchtete Situation einfach zu überleben. Daraus lernen wir nichts &#8211; oder das Falsche: nämlich, dass die Angst berechtigt war. Dann kommt sie beim nächsten Mal natürlich zurück.</p>
<p>Wir überstehen die Angst dann, wenn wir <strong>genug Vertrauen in uns haben, einer Situation gewachsen zu sein</strong> und sie händeln zu können. Dieses Vertrauen können wir uns Stück für Stück erarbeiten. Und zwar so:</p>
<h3>Approach, retreat &#8211; and repeat! Annäherung, Rückzug &#8211; und von vorn!</h3>
<p><strong>Approach and retreat bedeutet Annäherung und Rückzug</strong>: Wir nähern uns der Angst auslösenden Situation, wir versuchen ihr standzuhalten, doch wir erlauben uns genauso, den Rückzug anzutreten, wenn wir es nicht mehr aushalten. Die Kunst liegt darin, zum einen die Situation so zu gestalten, dass wir uns nicht überfordern und sie dann so lange <strong>auszuhalten, bis die Angst weniger wird</strong> und wir uns tatsächlich besser fühlen. Dann beenden wir die Einheit. Wenn es uns gelingt, diese Situation ein paar Mal neu durchzustehen und jedes Mal mit einem etwas besseren Gefühl aus ihr hervorzugehen als wir hineingegangen sind, dann sind wir auf dem besten Wege der Angst eine lange Nase zu drehen. Stephanie Burns nennt diese <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1450534880/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=1450534880&amp;linkCode=as2&amp;tag=wwwfeelforhor-21">Herangehensweise &#8222;Move closer, stay longer&#8220; (gehe näher ran und bleibe länger) und erläutert sie anschaulich in ihrem Buch</a>*.</p>
<div id="attachment_416" style="width: 410px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.procavallo.de/pferd/bodenarbeit/knotenhalfter-mehr?acc=eccbc87e4b5ce2fe28308fd9f2a7baf3" target="_blank" rel="noopener"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-416" class="wp-image-416 size-full" title="Angst, Pferde verstehen" src="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2014/10/banner.jpg" alt="angst, pferde verstehen" width="400" height="51" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2014/10/banner.jpg 400w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2014/10/banner-300x38.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2014/10/banner-250x32.jpg 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2014/10/banner-150x19.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><p id="caption-attachment-416" class="wp-caption-text">Zum Shop von Procavallo*</p></div>
<p>Der schwierigste Teil ist naturgemäß <strong>die Angst auszuhalten</strong>. Zwei Dinge finde ich dabei hilfreich: Zum einen<strong> das richtige Atmen</strong>. Gerade in stressigen Situationen tendiert man dazu, flacher und in die Brust statt in den Bauch zu atmen. Das befeuert die Angst noch zusätzlich. Tiefes Atmen dagegen entspannt.<a href="https://360gradpferd.de/atmung-reiten/" target="_blank" rel="noopener"> Karolina erklärt hier, wie das funktioniert.</a> Die zweite Strategie zum Aushalten der Angst ist <strong>Ablenkung</strong>. Manchmal hilft es, seine Gedanken bewusst in eine andere Richtung zu steuern &#8211; etwa, indem man versucht sich zu erinnern, was man die Woche über zum Frühstück oder Mittagessen gegessen hat. Oder indem man sich auf jeden seiner Sinne konzentriert und bewusst aufzählt, was man gerade wahrnimmt &#8211; also, was man sieht, hört, schmeckt, riecht und berührt. Wir geben unserem Hirn damit eine sinnvollere Beschäftigung, als sich Horrorszenarien auszumalen. Das ist nicht immer einfach, gerade weil die Angst sich immer wieder ihren Weg in unser Bewusstsein bahnen will. Doch mit dem richtigen Atmen und sinnvollen Bildern im Kopf gelingt es uns, der Angst zumindest etwas entgegenzusetzen und nicht gleich das Handtuch zu werfen. Stattdessen schaffen wir es mit etwas Übung zu lernen, uns in der gefürchteten Situation besser zu fühlen und können sie dann beenden.</p>
<p>Wichtig: Ich würde zur Strategie des <strong>&#8222;approach and retreat&#8220;</strong> noch ein dickes <strong>&#8222;repeat&#8220;</strong> hinzufügen, also ein &#8222;wiederholen&#8220;. Es reicht nämlich nicht, sich der Angst ein, zwei Mal zu stellen und dann zu denken, dass sie sich sofort in Luft auflöst. Manchmal, wenn sie tief sitzt und fest in unserer Überzeugung verankert ist, braucht es <strong>hunderte Wiederholungen</strong>, bis sich ein besseres Gefühl einstellt.</p>
<p>Wenn das ausbleibt, dann ist die Situation vielleicht noch zu fordernd, und du musst dir eine Aufgabe stellen, die du leichter lösen kannst. Schäme dich auch nicht, wenn du abbrichst und der Angst nachgibst. Der Rückzug ist ein wichtiger Teil der Strategie. Dieser sichere Rückzugsort gibt uns eine starke Basis, von der aus wir uns allmählich in gefährlichere Bereiche vortasten können.</p>
<div id="attachment_1085" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-1085" class="wp-image-1085" title="Angst, Pferde verstehen" src="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst3-300x225.jpg" alt="angst, pferde verstehen" width="600" height="450" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst3-300x225.jpg 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst3-1024x768.jpg 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst3-200x150.jpg 200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst3-150x113.jpg 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/12/angst3.jpg 1701w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><p id="caption-attachment-1085" class="wp-caption-text">Auch das tiefere Wasser ist kein Problem.</p></div>
<h3>Das Pferd und die Peitsche</h3>
<p>Ein ganz klassisches Beispiel, wie man die Strategie anwenden kann, ist <strong>ein Pferd, das Angst vor der Peitsche</strong> hat. Eine Peitsche vereint zwei tendenziell gruselige Komponenten: schnelle Bewegung und knallende beziehungsweise klatschende Geräusche. Ich arbeite zunächst daran, dem Pferd die Bewegung als unbedrohlich näher zu bringen. Mein Ziel: Das Pferd kann entspannt stehen bleiben, während ich die Peitsche auf und ab und über seinen Rücken schwinge.</p>
<p>Ich fange also an, die <strong>Peitsche zu bewegen</strong>, schwinge sie locker neben dem Pferd hin und her. Ich mache genug, um das ängstliche Pferd zu irritieren, aber nicht so viel, dass ich es völlig abschieße. Das Pferd wird jetzt eine Lösung suchen &#8211; vielleicht geht es rückwärts oder versucht wegzuziehen (wenn es versucht sich loszureißen, weiß ich, dass ich mit zu viel gestartet bin und das Pferd überfordert habe). Ich halte das Pferd nicht fest. Stattdessen bewege ich weiterhin die Peitsche und lasse das Pferd ausweichen, wenn es das muss. Ich versuche nur, seinen Kopf in Innenstellung zu halten und es so auf einem Kreisbogen zu führen, dass es mit seinem inneren Hinterbein vor dem äußeren kreuzt. So behalte ich die Kontrolle, während das Pferd eine Lösung sucht. Ich nehme die Peitsche dann weg beziehungsweise höre auf, sie zu bewegen, wenn das Pferd stehen bleibt.</p>
<p>Die Peitsche in Bewegung zu halten, während das Pferd seine Angst durchlebt, entspricht dem <strong>&#8222;Approach&#8220;-Teil</strong>. Die Peitsche wegzunehmen und aufzuhören, wenn das Pferd der Lösung näher kommt, entspricht dem <strong>&#8222;Retreat&#8220;-Teil</strong>. Ausführlich habe ich <a href="http://verstehepferde.de/ziellos-mit-der-peitsche-wedeln/" target="_blank" rel="noopener">hier im Beitrag über Desensibilisieren</a> schon mal über diesen Ansatz geschrieben.</p>
<p>Wir helfen dem Pferd auf diese Weise mit kleinen Schritten, sich seiner Angst zu stellen und sie zu überwinden: Erst bewegt sich die Peitsche, dann berührt die Peitsche es, dann knallt die Peitsche. Zum nächsten Schwierigkeitsgrad gehen wir erst, wenn das Pferd gelernt hat, beim vorigen reell zu entspannen. <a href="http://verstehepferde.de/pferde-lesen-lernen/" target="_blank" rel="noopener">Hier</a> habe ich schon einmal darüber geschrieben, woran man <a href="http://verstehepferde.de/pferde-lesen-lernen/" target="_blank" rel="noopener">Entspannung beim Pferd erkennen</a> kann.</p>
<p>Genausowenig wie uns hilft unsrem Pferd bei der Konfrontation übrigens eine <em>&#8222;Stell dich nicht so an&#8220;</em>-Einstellung. Wenn wir Angst haben, brauchen wir auch niemanden, der uns zusätzlich noch unter Druck setzt.</p>
<h3>Und jetzt ein  Beispiel, wie ich selbst Angst überwunden habe</h3>
<p>Vor ein paar Jahren hat mich der Friese <strong>auf dem Weg von der Koppel zum Stall umgerannt</strong>. Er war schon den gesamten Weg spannig gewesen und sondierte mit hoch erhobenem Kopf die Lage. Ich ging voraus, und dann stand auf der rechten Seite vor einer Hecke ein Auto mit offener Motorhaube, der Fahrer gebückt am Schrauben unter der Haube.</p>
<p>Kaum waren wir daran vorbei, sprang der Friese los und<strong> rannte mich um</strong>. Ich fand mich auf dem Rücken liegend wieder, meine Brille ein paar Meter weiter, mit zerrissener Hose und ein paar Kratzern. Das Führseil hatte ich noch in der Hand.</p>
<p>Unterm Strich ist mir abgesehen von ein paar blauen Flecken nichts passiert. <strong>Der Schreck war dennoch groß</strong>.</p>
<p>Folgendes habe ich aus dem Missgeschick gelernt:</p>
<ul>
<li><strong>mein persönlicher Bereich</strong> war für den Friesen nicht von Bedeutung. Er konzentrierte sich nur auf die Umgebung, war mental abwesend und ich daher in diesem Augenblick für ihn nicht existent</li>
<li>der Friese scheut generell erst dann, wenn <strong>das Angst auslösende Ding in seinem Rücken</strong>, hinterm seinem Schweif ist</li>
<li>der Friese war auf dem gesamten Weg angespannt &#8211; sein<strong> Ausbruch hat sich angekündigt</strong></li>
</ul>
<p>So dumm es auch gelaufen war, brachte mir der Vorfall doch einige <strong>wichtige Erkenntnisse</strong>: Ich musste<strong> uns beide besser vorbereiten</strong>, die Frage unserer persönlichen Bereiche klären und wusste jetzt, <strong>welche Scheusituationen dem Friesen die größten Probleme bereiteten</strong>. Ich hatte eine größere Bewusstheit erlangt.</p>
<p>Wir haben im Anschluss also daran gearbeitet, dass er sich auf mich konzentriert und schön Abstand hält. Dass er geht, wenn ich gehe, und steht, wenn ich stehe. Den Weg von der Koppel konnte ich nicht in kleine Teile herunterbrechen &#8211; schließlich musste ich das Pferd holen, und zur Strecke gab es keine Alternative. Da mussten wir beide durch &#8211; und das war gerade am Anfang nicht vergnügungssteuerpflichtig (und genau deswegen ist es wichtig, kleinschrittig zu arbeiten, wenn man die Chance hat).</p>
<p>Auf dem Weg bin ich auf der rechten, tendenziell gruseligen Seite gelaufen, und der Friese seitlich hinter mir auf der linken Seite am langen Seil mit schön viel Abstand. Er war durchaus spannig, aber <strong>das Hauptproblem lag definitiv in meinem Kopf</strong>. Ich lauerte auf jede kleine Bewegung, jedes Zucken des Pferdes. Das machte die Situation für beide nicht angenehm. Gerade am Anfang klopfte mir das Herz bis zum Hals, und mein ganzer Körper stand unter Spannung. Doch mit jedem Weg von der Koppel zum Stall, mit jedem Mal, das wir an der Gruselstelle vorbeigingen, ohne dass etwas passierte, legte sich die Angst etwas mehr. Von ihr bleibt heute nur noch das Wissen, dass die Stelle zum Scheuen einladen kann und eine<strong> erhöhte Aufmerksamkeit</strong> meinerseits. Kein Herzklopfen,  keine verkrampften Muskeln, keine angespannten Nerven. Weder bei Mensch noch bei Pferd.</p>
<p>Wer keine Angst hat, der ist nicht zwangsläufig mutig. Mutig ist nur der, der sich seiner Angst gestellt und sie überwunden hat. Lass uns also mutig werden!</p>
<p>Zum Thema Angst ist schon unheimlich viel geschrieben und gesagt worden. Ich habe euch hier eine <strong>kleine Sammlung</strong> zusammengestellt, die ich hilfreich finde.</p>
<p><a href="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-723 size-large" title="Angst, Pferde verstehen" src="http://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-1024x98.png" alt="Angst, Pferde verstehen" width="830" height="79" srcset="https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-1024x98.png 1024w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-300x29.png 300w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-250x24.png 250w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-150x14.png 150w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS-1200x116.png 1200w, https://verstehepferde.de/wp-content/uploads/2015/06/WLWS.png 1215w" sizes="auto, (max-width: 830px) 100vw, 830px" /></a></p>
<p>Warum ein sicherer Reiter nicht immer gut fürs Pferd sein muss, habe ich <a href="http://verstehepferde.de/schwierige-situationen-einfach-aussitzen/" target="_blank" rel="noopener">hier</a> geschrieben</p>
<p >Keine Produkte gefunden.</p>
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<p>Buck Brannaman erklärt&nbsp;<a href="https://www.youtube.com/watch?v=dOM5saEFBgM" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in diesem Video, was gegen Angst hilft</a> und warum Vorsicht nicht gleich Angst ist. (unbedingt ansehen!)</p>



<p>Warwick Schiller spricht <a href="https://www.youtube.com/watch?v=VgHZwZOhRcQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">in diesem Video</a> darüber, warum es nicht reicht, eine Situation einfach nur zu überleben.</p>



<p>Hier zeigt Warwick Schiller, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=cypfTjv8msE" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wie sich ein Pferd fühlt, das rücksichtslos über seine Angst hinweggedrück</a>t wird.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Meine Mitbloggerinnen haben auch einiges zum Thema zu sagen</h4>



<p>Saskia von Pferdespiegel schreibt über ihre <a href="http://www.pferdespiegel.com/mein-weg/angst-reiten-erfahrungsbericht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Angst vor ihrer Reitbeteiligung</a>.</p>



<p>Christina von Herzenspferd hat Tipps, was man gegen <a href="http://herzenspferd.de/angst-vorm-reiten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">die Angst vorm Reiten</a> tun kann.</p>



<p>Karolina&nbsp;von den Pferde-Freunden hat ein <a href="http://pferde-freunde.com/die-angst-beim-reiten-als-chance-begreifen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Interview zum Thema mit Babette Teschen</a> und Tania Konnerth geführt</p>



<p>Akki von Führpferd berichtet hier über die <a href="http://fuehrpferd.de/die-angst-vor-dem-eigenen-pferd/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Angst vor dem eigenen Pferd</a>.</p>



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		<title>Lasst die Angst zu</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nadja]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Oct 2013 08:48:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich vor gefühlten 20 Jahren mit dem Reiten anfing, hieß es: &#8222;Geh nicht zu dicht hinten dran vorbei, es kann austreten&#8220;. Oder &#8222;renne nicht durch die Stallgasse, die Pferde können sich erschrecken&#8220;. Und dann wunderten wir uns, wenn die Pferde beim Turnier Beruhigungstropfen brauchten und trotzdem mit uns Amok…</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://verstehepferde.de/lasst-die-angst-zu/">Lasst die Angst zu</a> erschien zuerst auf <a href="https://verstehepferde.de">Pferde verstehen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich vor gefühlten 20 Jahren mit dem Reiten anfing, hieß es: &#8222;Geh nicht zu dicht hinten dran vorbei, es kann austreten&#8220;. Oder &#8222;renne nicht durch die Stallgasse, die Pferde können sich erschrecken&#8220;. Und dann wunderten wir uns, wenn die Pferde beim Turnier Beruhigungstropfen brauchten und trotzdem mit uns Amok liefen.  <br /><b>Vorbeugung und Vorsicht</b> hilft unseren Pferden nicht, mit Situationen und Reizen umzugehen, vor denen es Angst hat. Je stärker wir vermeiden, dem Pferd diesen Stimuli auszusetzen &#8211; seien es Plastiktüten oder Regenschirme &#8211; desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Angst bekommt, wenn es sich diesen tatsächlich mal gegenüber sieht. Deswegen ist es ratsamer, <b>das Pferd vorzubereiten</b> und zu unterstützen, so dass es seine Angst überwinden kann. <br />Vor Jahren habe ich an einem Seminar mit Dave Ellis teilgenommen. Er sattelte ein junges Pferd &#8211; ohne den Sattel heimlich und leise auf seinen Rücken zu schieben und ohne die Steigbügel festzubinden, damit es sich nicht erschreckt. Er hat das Pferd dieser Situation ausgesetzt, und ja, das Pferd hatte Angst. &#8222;Jemand hat dieses Pferd angelogen&#8220;, sagte er. &#8222;Hat ihm glauben gemacht, dass ein Sattel sich nicht bewegt, keine Steigbügel hat.&#8220; Er hat dem Pferd gezeigt, wie es wirklich ist, und dass es trotzdem nicht sterben wird.<br />Unsere Pferde dürfen auch mal Angst haben, manchmal müssen wir diese Angst sogar verursachen, so dass sie lernen können, wie sie damit umgehen können. </p>
<p> </p>


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